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DE2654999C2 - - Google Patents

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Publication number
DE2654999C2
DE2654999C2 DE2654999A DE2654999A DE2654999C2 DE 2654999 C2 DE2654999 C2 DE 2654999C2 DE 2654999 A DE2654999 A DE 2654999A DE 2654999 A DE2654999 A DE 2654999A DE 2654999 C2 DE2654999 C2 DE 2654999C2
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DE
Germany
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lens
wires
walls
casting
lenses
Prior art date
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Expired
Application number
DE2654999A
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DE2654999A1 (de
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Emil Wolfgang Woodstock Conn. Us Deeg
David Arnold Southbridge Mass. Us Krohn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AO INC., 07950 SOUTHBRIDGE, MASS., US
Original Assignee
AO Inc SOUTHBRIDGE MASS US
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/20Uniting glass pieces by fusing without substantial reshaping
    • C03B23/22Uniting glass lenses, e.g. forming bifocal lenses
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass
    • C03B19/02Other methods of shaping glass by casting molten glass, e.g. injection moulding
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/02Prostheses implantable into the body
    • A61F2/14Eye parts, e.g. lenses or corneal implants; Artificial eyes
    • A61F2/16Intraocular lenses
    • A61F2002/1681Intraocular lenses having supporting structure for lens, e.g. haptics
    • A61F2002/1683Intraocular lenses having supporting structure for lens, e.g. haptics having filiform haptics
    • A61F2002/1686Securing a filiform haptic to a lens body

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen künstlicher intraokularer Linsen, welche mit Bohrungen zum Einsetzen von Irisklammern versehen sind, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Aufgrund der Tatsache, daß die zum Einsetzen der Irisklammern dienenden, in den Glaskörper der Linse einzubringenden Bohrungen bei einem üblichen Gesamtdurchmesser der Linse von etwa 4 mm einen Durchmesser von nur etwa 0,1 bis 0,2 mm aufweisen, ist das gemäß dem bekannten Stand der Technik mittels eines Bohrers bewerkstelligte Herstellen der Bohrungen sehr zeitraubend, kostspielig und mit hohen Ausschußquoten behaftet. Außerdem wird die Linsenstruktur infolge der inneren Rauheit der so erzeugten Bohrungen geschwächt und das Einsetzen der Irisklammern führt häufig zum Absplittern von Linsenmaterial an den Lochrändern. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Irisklammern in der üblichen Weise mittels eines Preßsitzes in den Bohrungen festgehalten werden sollen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Herstellverfahren in der Weise zu verbessern, daß die zum Einsetzen der Irisklammern dienenden Bohrungen in schneller und wirtschaftlicher Weise hergestellt werden können, daß auch im Falle der Massenfertigung nur wenig Ausschuß entsteht, daß die Bohrung eine glatte, die Festigkeit des Linsenkörpers und das Einführen der Irisklammern nicht beeinträchtigende Innenfläche aufweist, und daß auch im Falle der Verbindung der Irisklammern mit dem Linsenkörper mittels Preßsitz kein Abplatzen des Linsenmaterials an den Bohrungsrändern eintritt.
Durch die CH-PS 90 453 ist bereits ein Verfahren zum Herstellen von Düsenbohrungen in einem Düsenkörper für Spinndüsen bekannt geworden, bei welchem in einer zylindrischen Form ein Bündel von zwischen zwei Lochplatten ausgespannten, parallel und mit Abstand voneinander verlaufenden Metalldrähten von unten her mit Glasfluß umgossen wird, damit das Gas aus der Glasschmelze entweichen kann, und bei welchem anschließend die Drähte aus dem Düsenkörper herausgeätzt werden. Dieses bekannte Verfahren ermöglicht zwar im Falle der Erzeugung mehrerer hintereinander angeordneter Düsenkörper für Spinndüsen eine ausreichende Entgasung der Glasschmelze. Es eignet sich aber nicht zur Herstellung einer genau einzuhaltenden Lochkonfiguration in den extrem kleinen künstlichen Linsen.
Gemäß der Erfindung wird die gestellte Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 aufgeführten Verfahrensmerkmale gelöst. Die Unteransprüche betreffen eine vorteilhafte Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße künstliche Linse,
Fig. 2 eine Ansicht der Linse von hinten,
Fig. 3 eine Darstellung der zum Einsetzen der Irisklammern dienenden Lochkonfiguration,
Fig. 4 einen Schnitt durch die Linse entlang der Linie 4-4 in Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Gießform,
Fig. 6 einen Schnitt durch die Gießform entlang der Linie 6-6 in Fig. 5,
Fig. 7 die perspektivische Ansicht eines mittels der Gießform hergestellten Glaskörpers,
Fig. 8 einen zur Herstellung runder Linsen dienenden Glaskörper,
Fig. 9 aus einem runden Glaskörper hergestellte Linsenrohlinge,
Fig. 10 das Herausätzen der in den Glaskörper eingegossenen Drähte,
Fig. 11 eine zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer Linsenrohlinge geeignete Gießform,
Fig. 12 eine perspektivische Darstellung des mittels der Gießform gemäß Fig. 11 herstellbaren Glaskörpers,
Fig. 13 die durch Zertrennen des Glaskörpers gemäß Fig. 12 entstehenden Linsenrohlinge,
Fig. 14 das Ergebnis einer weiteren Bearbeitung dieser Linsenrohlinge, und die
Fig. 15-17 Beispiele von auf die erfindungsgemäße Weise herstellbaren künstlichen Linsen.
Gemäß den Fig. 1 und 2 weist die künstliche Linse 10 einen Linsenkörper 12 mit einem Paar hinterer Irisklammern 14 für die Befestigung im Inneren des Auges auf. Diese Form der künstlichen Linse, die hier lediglich zum Zwecke der Erläuterung wiedergegeben ist, wird allgemein als eine "iridokapsulare" Linse oder "Zweischlaufen-Linse" bezeichnet. Die Befestigung derselben erfolgt in dem iridokapsularen Spalt im wesentlichen wie gezeigt. Der Linsenkörper 12 wird aus einem Material gefertigt, das biologisch inert ist, d. h. nicht durch Körperflüssigkeiten absorbiert werden kann und nach der Implantation durch den menschlichen Körper gut toleriert wird. Beispielsweise Grundgläser sind Natriumoxid-Borsilikate und Natriumtitandioxid-Silikate, wobei alle Rohmaterialien, insbesondere das SiO₂, dergestalt ausgewählt werden, daß sie frei von Spuren an radioaktiven Substanzen sind. Zweckmäßige Gläser sind Massen, die nach herkömmlichen Verfahrensweisen zur Glasherstellung gewonnen werden können, wobei die Rohmaterialien aus hochreinem Siliziumdioxid, Natrium- und Bariumnitraten, Natrium-, Strontium-, Kalzium- und Mangankarbonaten und Titan-, Zirkon-, Cer-, Bor-, Zink-, Eisen- und Kupferoxiden bestehen. Um einen hohen Reinheitsgrad aufrechtzuerhalten, ist es erforderlich, daß diese Gläser in der Glasherstellung dienenden Platintiegeln und mit in gleicher Weise keine Verunreinigungen einführenden Rührern hergestellt werden. Es ist ebenfalls sehr zweckmäßig, daß das Linsenmaterial optische Durchlässigkeitseigenschaften aufweist, die die optische Absorption der menschlichen kristallinen Linse nachahmen. Es können natürlich auch andere ophtalmische Linsengläser angewandt werden, die frei von Toxizität und Radioaktivität sind, und vorzugsweise eine geringe Dichte aufweisen.
Die Irisklammern 14, die als Drahtschlaufen ausgebildet sind, deren gegenüberliegende Enden an der Linse 10 befestigt sind, sind, um eine Reizung und/oder Zurückweisung durch den menschlichen Körper zu vermeiden, aus einem biologisch inerten Materal, wie Platin, Titan, Tantal oder einem stranggepreßten Polyamid, wie Nylon oder einem oder mehrerer anderer Kunststoffe einschließlich Methylmethacrylat oder biologisch neutralen, chemisch reinen Polymethylmethacrylaten oder biologisch inerten Polymeren gefertigt.
Bezüglich der Irisklammern 14 wird angegeben, daß sie aus "Draht" bestehen oder aus "Draht" gebildet sind. Der hier verwendete Ausdruck "Draht" ist dabei so zu verstehen, daß er Stränge, Streifen, Stäbe und Fasern eines biologisch inerten Materials einschließt, unabhängig davon, ob dasselbe aus Metall oder Kunststoff besteht, und unabhängig davon, ob eines oder beide dieser Materialien dazu angewandt werden, eine spezielle Anordnung von Irisklammern oder anderen Linsenbefestigungsteilen herzustellen.
Die Irisklammern 14 werden in herkömmlicher Weise an Linsen, wie der Linse 10 dadurch befestigt, daß ein Festsitz über eine Reibungspassung in den Linsenöffnungen hergestellt wird. Zu diesem Zweck muß jede Linse 10 mit Bohrungen 18 ausgestaltet sein (siehe Fig. 3), die einen bestimmten, genau einzuhaltenden Durchmesser und eine relative wechselseitige Lage entsprechend den Stellen, an denen die Verankerung der Enden der Irisklammern 14 erfolgen soll, aufweisen.
Zur Vermeidung der bei den vorbekannten Verfahren auftretenden Schwierigkeiten, bei denen derartige Löcher durch entsprechendes Markieren und Bohren jeder Linse hergestellt werden, und bei denen weiterhin die erwähnte Rauheit der Innenfläche, das Abplatzen und/oder die beginnende Rißbildung an den Lochrändern auftreten, wird erfindungsgemäß die nachfolgende Arbeitsweise zum Herstellen von Bohrungen 18 in den Linsen 10 angewandt:
Gemäß den Fig. 5 und 6 kommt hier eine Gießform 20 zur Anwendung, die einen länglichen Hohlraum 22 und durchlöcherte, gegenüberliegende Stirnwände 24 aufweist. Der Hohlraum 22, der jede geeignete Querschnittskonfiguration aufweisen kann, besitzt vorzugsweise ein halbkreisförmiges Unterteil 24 mit einem Krümmungsradius, der gleich oder größer als derjenige der erfindungsgemäß herzustellenden intraokularen Linsen ist. Mit dem Unterteil als Bezugsfläche werden in den Stirnwänden 23 Bohrungen 26 in einer derartigen vorherbestimmten wechselseitigen Lage vorgesehen, daß dieselben den angestrebten Abstandsverhältnissen der Bohrungen in den Linsen entsprechen, deren diametrale Abmessungen der Krümmung des Unterteils 24 entsprechen. Durch jedes Paar entsprechender Öffnungen in den gegenüberliegenden Wänden 23 gefädelte Drähte 28 werden in dem Hohlraum 22 ausgespannt und darin befestigt, z. B. durch verknotete Enden 30 oder unter Anwenden geeigneter Klammern, die nicht gezeigt sind. Es versteht sich, daß die Drähte 28 (siehe Fig. 5) aus einem einzigen Strang gefertigt sein können, der hin- und hergehend durch die Öffnungen 23 gefädelt wird, wobei die gegenüberliegenden Enden gegen ein Zurückziehen gesichert werden, nachdem dieselben fest über den Hohlraum 20 gespannt worden sind.
Die Drähte 28 bestehen vorzugsweise aus Stahl oder einem anderen Material, das durch Säuren angegriffen werden kann, gegenüber denen das ophthalmische Glas widerstandsfähig ist. Hierdurch wird dann anschließend ein Wegätzen der Drähte bewerkstelligt, nachdem das Glas um dieselben herum gegossen worden ist, wie weiter unten im einzelnen erläutert. Diese Drähte 28 müssen jedoch ausreichend feuerfest sein, um den Glasschmelztemperaturen zu widerstehen.
Ein Stahl hohen Chromgehaltes, der selektiv mit siedender konzentrierter Schwefelsäure weggeätzt werden kann, führt zu entsprechend günstigen Ergebnissen. Eine geeignete Zusammensetzung ist nachfolgend angegeben:
Die Gießform 20 kann z. B. aus Gießeisen, Graphit, Kupferlegierungen, Zinn und Aluminium oder Beryllium oder Nickel hergestellt sein. Sie wird, wobei die Drähte 28 darin festgespannt sind, mit einem vorgewählten, geschmolzenen, ophthalmischen Linsenglas gefüllt, das nach dem Abkühlen zu dem Gießteil 32 führt. Die gegenüberliegenden Enden der Drähte 28 werden benachbart zu den Wänden 23 abgeschnitten, und das Gießteil 32 (siehe Fig. 7) wird für die Verarbeitung zu Linsen aus der Gießform entfernt. Die Gießform 20 kann wahlweise mit lösbaren Stirnwänden 23 versehen sein, um so die Entfernung des Gießteiles 32 zu erleichtern.
Die Endbehandlung des Gießteiles 32 schließt vorzugsweise zunächst ein Wegschleifen der Kanten 34 (siehe Fig. 7) in einem derartigen Ausmaß ein, daß das Gießteil eine vollständig kreisförmige Querschnittskonfiguration einheitlich über seine Länge besitzt, wie in Fig. 8 dargestellt ist. Das transaxiale Zerschneiden des somit zylinderförmig geformten Gießteiles 32 längs der Linien 36 führt sodann zu den in Fig. 9 gezeigten Linsen 38.
Sodann werden die in den Linsen 38 verbleibenden Abschnitte 40 des Drahtes 28 durch Eintauchen der Linsen 38 in eine geeignete Ätzlösung 41 (Fig. 10), z. B. siedende konzentrierte Schwefelsäure, entfernt.
Nachdem somit die Abschnitte 40 des Drahtes entfernt worden sind, liegen Bohrungen (siehe das Bezugszeichen 18 in Fig. 3) in der Linse 10 vor. Diese Bohrungen 18 besitzen Durchmessergrößen, die derjenigen der Drähte 28 entsprechen und haben Wandoberflächen mit einer Beschaffenheit, die ebenfalls derjenigen der Drähte 28 entspricht. Die Endbehandlung der Oberflächen und/oder Kanten der Linsen 38 auf die angestrebte abschließende Konfiguration einer intraokularen Linse, z. B. der Linse 10, kann sodann zur Durchführung kommen.
Es versteht sich, daß die oben angegebene Aufeinanderfolge der Arbeitsschritte einschließlich des Wegschleifens der Kanten 34 des Gießteiles 32 gemäß Fig. 7 das transaxiale Zerschneiden der Gießform 32, das Wegätzen der Drahtabschnitte 40 und die Endbehandlung der Linsen 38 in gegebener Weise geändert werden kann. So kann z. B. das transaxiale Zerschneiden der Gießform 32 durchgeführt werden, bevor ein Entfernen der scharfen Kanten 34 erfolgt, und die Linsen 38 können individuell ein Schleifen ihrer Kante oder Überführung auf die kreisförmigen Konfigurationen erfahren. Wahlweise kann die abschließende Oberflächenbehandlung und/oder Kantenbehandlung der Linsen 38 vor dem Herausätzen der Drahtabschnitte 40 durchgeführt werden.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 11 bis 14 ist eine weitere erfindungsgemäße Arbeitsweise erläutert. Hierbei wird eine plattenförmige Gießform 42 gemäß Fig. 12 ausgebildet, aus der Linsensegmente 44 gemäß Fig. 13 herausgeschnitten und anschließend auf die angestrebten fertigen Linsenformen geschliffen werden können. Die Linse 46 (siehe Fig. 14) ist hier ein einschlägiges Beispiel.
Das Gießen der plattenförmigen Gießform 42 kann so durhgeführt werden, daß eine Vorrichtung 48 gemäß Fig. 11 angewandt wird, die entsprechend der gewünschten Lochkonfiguration mit Bohrungen 58 und 60 versehene Platten und 52 besitzt, wobei die letzteren durch Eckenteile 54 getragen werden. Dr Raum zwischen den Platten 50 und 52 ist vorzugsweise längs dreier Seiten der Vorrichtung 48 geschlossen unter Ausbilden eines Gießhohlraums 56, in den das für das Herstellen der Gießform 42 verwendete Glas gegossen wird. In der Gießform 42 sind jeweils eine Vielzahl von Linsenrohlingen, wie den Linsenrohlingen 46, nebeneinander angeordnet, und der Abstand der Platten 50 und 52 entspricht deren Dicke.
Es werden Drähte 62 über den Hohlraum 56 von jeder der geenüberliegend angeordneten Bohrungen 58 und 60im wesentlichen in der Weise geführt, wie es in Fig. 11 wiedergegeben ist. Die Drähte 60 können sich jeweils individuell durch die Platten 50, 52 und über den Hohlraum 56 erstrecken oder ein oder mehrere relativ lange Drahtstücke sind hin- und hergehend durch und über die Platten 50 und 52 gefädelt. Im letzteren Falle müssen Teile des die Bohrungen 58 über die äußeren Oberflächen der Platten 50 und 52 verbindenden Drahtes entfernt werden, um so eine Trennung der Platten 50 und 52 voneinander zu ermöglichen, nachdem das Glas in den Hohlraum 56 eingegossen worden ist. Dies kann vor oder nach dem Gießen erfolgen.
Nachdem alle Drähte 62 an Ort und Stelle sind und alle weiteren Bestandteile der Vorrichtung 48 in Ordnung sind, wird das offene Ende des Hohlraumes 56 nach oben gerichtet und der Hohlraum mit dem geschmolzenen Glas gefüllt. Nachdem das Glas abgekühlt ist, führen der Auseinanderbau der Vorrichtung 48 und das Wegheben der Platten 50 und 52 von der erhaltenen Gießform 42 dazu, daß eine Glasplatte vorliegt, die in rechtwinklige Linsensegmente 44 zerschnitten werden kann. Durch entsprechende Schneidvorgänge können auch kreisförmige Segmente hergestellt werden. Es ist bevorzugt, alle freiliegenden, gegenüberliegenden Enden 43 des Drahtes 42 vor dem Zerschneiden der Glasplatte zu entfernen. Gegebenenfalls können diese Enden 43 jedoch auch später entfernt werden. Wie weiter oben angegeben, können die Linsensegmente 44 sodann bezüglich der Kanten geschliffen werden und die Oberflächen können eine Endbehandlung dergestalt erfahren, daß man die entsprechenden Formen und Größen der herzustellenden, fertigen Linsen vorliegen hat. Die im Inneren der fertigen Linsen verbleibenden Drähte 62 werden in der bezüglich der Linsen 38 (siehe Fig. 10) beschriebenen Weise weggeätzt. In diesem Zusammenhang vesteht es sich, daß der Ätzvorgang auch vor der abschließenden Oberflächen- und Kantenbehandlung der Linsen 46 durchgeführt werden kann. Das Ätzen kann nach dem Zerschneiden der Gießform 42 in Segmente 44 ausgeführt werden, oder die Gießform 42 als solche kann dem Ätzvorgang unter Entfernen der Drähte 62 unterworfen werden, bevor der zu den Linsensegmenten 44 führende Schneidvorgang zur Ausführung kommt. Gegebenenfalls können die Enden 63 der Drähte 62 auch anstelle eines Abschneidens weggeätzt werden.
Bei allen erläuterten erfindungsgemäßen Verfahrensbeispielen werden in den Linsen Bohrungen ausgebildet, deren Größen und Beschaffenheit der inneren Wandoberflächen der Größe und äußeren Oberflächenbeschaffenheit der Drähte 62 oder 28 entspricht. Die Lagen dieser Bohrungen in den entsprechenden Linsen entsprechen der vorherbestimmten relativen Ausrichtung der Drähte in deren entsprechenden Glasgießformen oder Vorrichtungen.
Zur Fertigstellung einer künstlichen Linse, wie der künstlichen Linse 10 nach Fig. 1, die einen Linsenkörper 12 mit Bohrungen 18, die in der erfindungsgemäßen Weise ausgebildet worden sind, aufweist, werden die gegenüberliegenden Enden der Drahtirisklammern 14 in die Bohrungen eingesetzt. Durch Steuerung der relativen Größen der Bohrungen und der Drähte erhält man einen Festsitz, der die zwei Teile fest miteinander verriegelt.
Wahlweise Ausführungsformen von künstlichen Linsen, bei denen der Erfindungsgegenstand Anwendung finden kann, sind in den Fig. 15 bis 17 gezeigt. Bei der Anordnung der künstlichen Linse 64 nach Fig. 15 sind zusätzlich zu den hinteren Irisklammern 68 vordere Irisklammern 66 vorgesehen. Dies ist ein typisches Beispiel für die allgemein bekannte künstliche Linse, die als "Zweischlaufenlinse" bezeichnet wird, und die so implantiert wird, daß sich die Iris zwischen den vorderen und hinteren Klammern 66 und 68 erstreckt. Dies führt zu einer automatischen Zentrierung hinter der Linse 70.
Die Ausführungsform der künstlichen Linse 72 (siehe Fig. 16) ist allgemein ähnlichh der Linse 10 (siehe Fig. 1 bis 3). Im Linsenkörper 76 ist hier jedoch, zusätzlich zu den doppelten hinteren Irisklammern 78, noch eine fünfte Bohrung 74, die in erfindungsgemäßer Weise hergestellt worden ist, vorgesehen. In dieser Bohrung wird ein Ende einer Drahtklammer 80 befestigt. Bei der Anwendung wird die künstliche Linse 72 so implantiert, daß die Irisklammern 78 in dem iridokapsularen Spalt liegen und daß sich die Drahtklammern 80 mittels einer Iridektomie durch die Iris sowie um die benachbarte Irisklammer 78 erstrecken. Hierdurch wird eine Luxation der künstlichen Linse hintangehalten.
Die künstliche Linse 82 nach Fig. 12 besitzt einen Linsenkörper 84, in dessen Bohrungen 86 sich Drähte erstrecken. Bei der hier gezeigten speziellen Konfiguration sind drei hintere Irisklammern 88 und drei vordere Drahtstreben 90 vorgesehen.

Claims (4)

1. Verfahren zum Herstellen künstlicher intraokularer Linsen, welche mit Bohrungen zum Einsetzen von Irisklammern versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasschmelze in eine oben offene, wenigstens teilweise der äußeren Form der Linsenrohlinge entsprechende Gießform für jeweils mehrere Linsenrohlinge gegossen wird, in welcher zwischen zwei in waagrechter Richtung einander gegenüberliegenden Formwänden quer zur Gießrichtung Drähte aus einem aus dem Linsenmaterial herauslösbaren Material ausgespannt sind, die in Anordnung und Durchmesser den in der fertigen Linse anzubringenden Bohrungen entsprechen, daß das Gießteil nach der Entnahme aus der Gießform in an sich bekannter Weise in einzelne Rohlinge zerschnitten, die in den Linsenrohlingen befindlichen Drähte mittels einer Säure herausgelöst und die Linsen auf ihre fertige Form geschliffen werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießbehälter aus einem nach oben offenen Trog (20) besteht, daß die in Richtung der zwischen den Wänden (23) ausgespannten Drähte (28) gemessene Länge des Troges (20) der mehrfachen Dicke eines Linsenrohlings (38) entspricht, und daß die untere halbkreisförmige Troghälfte (24) einen Krümmungsradius besitzt, der gleich oder größer als der der fertigen Linse ist.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände des Gießbehälters (48) einen der Dicke jedes Linsenrohlings (44) entsprechenden Abstand voneinander aufweisen, und daß die zwischen diesen Wänden ausgespannten Drähte (62) eine den Öffnungen mehrerer nebeneinanderliegender Linsenrohlinge entsprechende Konfiguration aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Drähte (28, 62) durch in der gewünschten Konfiguration angeordnete Bohrungen der Seitenwände (23, 50, 52) gesteckt und außerhalb der Seitenwände miteinander verbunden sind.
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