DE2654887A1 - Verfahren zum zerkleinern roher mineralien - Google Patents
Verfahren zum zerkleinern roher mineralienInfo
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Classifications
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Description
ENGLISH CLAYS LOVERING POGHIN & COMPANY LIMITED
John Keay House
St. Auatell, Cornwall, England PL25 4DJ
P at ent anmeldung
Verfahren zum Zerkleinern roher Mineralien
Die Erfindung bezieht sich auf die Zerkleinerung mineralischer Stoffe, insbesondere, jedoch nicht ausschließlich die
Zerkleinerung der härteren Arten von natürlichem Kalziumkarbonat wie Calcitmarmor, Masercalcit, Dolomit und Kalkstein
zur Erzeugung von feinem teilchenförmigen! Kalziumkarbonat, das zur Verwendung als Pigment oder Füllstoff geeignet ist.
Die härteren Sorten von Kalziumkarbonat werden gewöhnlich in Steinbrüchen durch Absprengen großer Felsbrocken abgebaut,
die dann in Hochleistungsbrechern zerkleinert werden. Als Endprodukt der Brecheranlage erhält man gewöhnlich einen
Splitt mit einer maximalen Teilchengröße von etwa 20 mm. Dieser Splitt wird dann mittels einer Kugelmühle weiter zerkleinert,
in der sich ein entsprechendes Mahlmittel befindet, z.B. Feuersteinknollen mit einem Durchmesser von etwa 50 bis
100 mm; jedoch kann man ebenso gut auch andere Mahlmittel verwenden. Die Vermahlung in der Kugelmühle kann sowohl nach dem
Naßverfahren als auch nach dem Trockenverfahren erfolgen, doch wenn das Erzeugnis weiter zerkleinert werden soll, wird es
vorgezogen, den Splitt in Form einer wäßrigen Aufschlämmung zu vermählen.
Bei den gewöhnlich eingesetzten Kugelmühlen besteht ein Nachteil darin, daß ihre Beschaffungskosten hoch sind und daß sich
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die Energiemenge, die man auf das Mahlgut wirken lassen kann, nach dem Gewicht des Mahlmittels sowie nach der maximalen
Strecke richtet, längs v/elcher ein Herabfallen des Mahlmittels unter der Wirkung der Schwerkraft möglich ist,
wobei diese Strecke gewöhnlich etwas kleiner ist als der Innendurchmesser der Mühle. Daher ist die Mahlwirkung einer
Kugelmühle, die man durch das Gewicht des je Stunde.zugeführten Mahlguts ausdrücken kann, das sich bis zu einer bestimmten
Teilchengröße zerkleinern läßt, im allgemeinen ziemlich gering. Außerdem ergeben sich bei einer Kugelmühle bekannter
Art hohe Wartungskosten, da an beiden Enden schwere Rollenoder Kugellager vorhanden sind, die dem Verschleiß ausgesetzt
sind und daher in relativ kurzen Zeitabständen erneuert werden müssen. Ferner werden während des Mahlvorgangs die Mahlkugeln
oder Feuersteinknollen selbst abgerieben oder in einem gewissen Ausmaß gebrochen, und das erhaltene Erzeugnis ist daher
mit Material verunreinigt, das von den Feuersteinknollen oder den Mahlkugeln stammt.
Durch die Erfindung ist nunmehr ein Verfahren zum Zerkleinern eines Rohminerals geschaffen worden, das Maßnahmen umfaßt, um
alle vorhandenen großen Brocken des Rohminerals so zu brechen, daß das Brechgut im wesentlichen aus Stücken besteht, deren
Abmessungen 20 mm nicht überschreiten, um das so erhaltene Produkt mit Wasser und einem Dispersionsmittel so zu mischen,
daß eine Aufschlämmung mit einem Feststoffgehalt von mindestens 50 Gewichtsprozent entsteht, und um diese Aufschlämmung
in einer Mahlkammer einer Reibungsmühle zu bewegen, wobei sich in der Mahlkammer eine drehbare Rühreinrichtung zum Bewegen
des Inhalts der Mahlkammer befindet und wobei die Mahlkammer während der hierdurch hervorgerufenen Bewegung der Aufschlämmung
kein zusätzliches kornförmiges Mahlmittel enthält.
Hierbei ist es zweckmäßig, den zweiten Verfahrensschritt zum Herstellen des Gemisches aus dem Produkt des ersten Verfahrens-:
schritte mit Wasser und einem Dispersionsmittel in der zur Durchführung des letzten Verfahrensschritts dienenden Reibungsmühle durchzuführen.
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Bei dem ersten Verfahrensschritt kann man einzelne Chargen von rohem Kalziumkarbonat in unterschiedlichem Ausmaß brechen,
oder man kann die Korngrößenverteilung des gebrochenen Materials durch Sieben so verändern, daß man Erzeugnisse erhält,
die sich in den jeweils gewünschten anteiligen Mengen mischen lassen, so daß sich bei dem Gemisch eine vorteilhafte Korngrößenverteilung
ergibt.
Bei dem zweiten Verfahrensschritt kann man als Dispersionsmittel ein wasserlösliches Salz einer Polykieselsäure verwenden
oder ein wasserlösliches Salz einer Polyacryl- oder PoIymethacrylsäure,
deren mittleres Molekulargewicht nicht höher ist als 5000, oder ein copolymeres Dispersionsmittel der in
der GB-PS 1 414 964 beschriebenen Art» Die Menge des verwendeten Dispersionsmittels liegt gewöhnlich im Bereich von 0,1
bis 0,6 Gewichtsprozent, bezogen auf das Trockengewicht des Kalziumkarbonats. Der Feststoffgehalt der Aufschlämmung beträgt
vorzugsweise mindestens 60 Gewichtsprozent, jedoch nicht mehr als 80 Gewichtsprozent.
Beim dritten Schritt des Verfahrens wird die Bewegung der Aufschlämmung
unter solchen Bedingungen herbeigeführt, daß die von der Aufschlämmung aufgenommene Energiemenge vorzugsweise
mindestens etwa 22 kWh je Tonne des trockenen Kalziumkarbonats beträgt; jedoch wird die Energiemenge normalerweise etwa
kWh je Tonne (80 bis 650 kJkg ) nicht überschreiten. Die genannte
Reibungsmühle kann von der in der PA 25 41 302 beschriebenen
Art sein und eine Abgabeeinrichtung aufweisen, in die ein Sieb eingebaut ist, das gröbere Teilchen zurückhält, jedoch
die sich aus feineren Teilchen zusammensetzende Aufschlämmung durchläßt. Die Lochgröße des Siebes kann zweckmäßig im
Bereich von 0,1 bis 0,5 mm liegen.
Nach der Durchführung des dritten Verfahrensschritts kann man das zerkleinerte Kalziumkarbonat in der Aufschlämmung dadurch
weiter zerkleinern, daß man die Aufschlämmung in einer zweiten Reibungsmühle der zur Durchführung des dritten Verfahrensschritts geeigneten Art behandelt, in deren Mahlkammer sich
ein teilchenförmiges Mahlmittel befindet, dessen Teilchen eine
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Größe im Bereich von 0,15 bis 2 mm haben. Die Mengen des teilchenförmigen
Mahlmittels und der Kalziumkarbonataufschlämmung werden so gewählt, daß das Volumenverhältnis zwischen dem
kornförmigen Mahlmittel und der Aufschlämmung in der Mahlkammer im Bereich von 0,5 : 1 bis 1,5 : 1 und vorzugsweise im
Bereich von 0,9 : 1 bis 1,1 : 1 liegt. Hierbei hat sich Silikasand als besonders geeignetes Mahlmittel erwiesen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer schematischen Zeichnung an Ausführungsbexspxelen näher erläutert.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Anlage zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Zu der dargestellten Reibungsmühle gehört eine Mahlkammer 1 von achteckiger Querschnittsform, deren Breite etwas geringer
ist als ihre Höhe. Am unteren Ende ist ein Auslaßkasten 2 mit einem Sieb 3 vorhanden, so daß eine hinreichend zerkleinerte
Teilchen enthaltende Aufschlämmung abgeführt werden kann, während noch nicht hinreichend fein gemahlene Teilchen zurückgehalten
werden. Eine Rutsche 4 ermöglicht es, der Mahlkammer 1 das vorgebrochene Kalziumkarbonat zuzuführen. Rohrleitungen
5 und 6, in die Regelventile 7 und 8 eingeschaltet sind, dienen dazu, der Mahlkammer 1 nach Bedarf Wasser bzw. das Dispersionsmittel
zuzuführen. Das zu mahlende mineralische Kalziumkarbonat wird an der in der Zeichnung durch den Pfeil 10
bezeichneten Stelle auf ein endloses Förderband 9 aufgebracht, um zu der Rutsche 4 transportiert und an die Mahlkammer abgegeben
zu werden.
In der Mahlkammer befindet sich eine Rühreinrichtung 11 mit acht geraden Rundstäben 12, die an einer aufrecht stehenden,
zentral angeordneten Welle 13 befestigt sind, die von einem Elektromotor 14 über ein Getriebe 15 angetrieben wird. Dem
Motor wird der Strom durch ein Kabel 16 zugeführt, und der durch dieses Kabel fließende Strom wird mittels einer Meßeinrichtung
17 gefühlt, die ein Signal, das zu dem von dem Elektromotor 14 aufgenommenen Strom proportional ist, einer Regeleinrichtung
18 zuführt, durch welche ein Elektromotor 19 zum
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Antreiben des endlosen Förderbandes 9 gesteuert wird. Sobald der von dem Elektromotor 14 aufgenommene Strom einen vorbestimmten
ersten Wert überschreitet, wird der Motor 19 durch die Regeleinrichtung 18 abgeschaltet, um die Zufuhr von weiterem
Kalziumkarbonat zu der Mahlkammer 1 zu unterbrechen. Sobald die Stärke des durch den Elektromotor 14 fließenden
Stroms auf einen vorbestimmten zweiten Wert zurückgeht, schaltet die Regeleinrichtung 18 den Motor 19 wieder ein, um der
Mahlkammer weiteres rohes Kalziumkarbonat zuzuführen.
Die Regeleinrichtung 18 ähnelt der in der Patentanmeldung P 25 41 302 beschriebenen und weist ein einstellbares Potentiometer
auf, durch das die Obergrenze des dem Motor 14 zugeführten Stromflusses bestimmt wird, bei dessen Erreichen der Motor
19 abgeschaltet wird, sowie ein zweites einstellbares Potentiometer
zum Bestimmen der Differenz zwischen dem oberen und dem unteren Grenzwert. Damit die Standhöhe der Flüssigkeit in der
Mahlkammer 1 konstant gehalten werden kann, ist an den untersten Teil des Auslaßkastens 2 eine Rohrleitung 20 angeschlossen,
zu der ein umgekehrt ü-förmiger Abschnitt 21 gehört, dessen höchster Punkt auf gleicher Höhe mit der gewünschten Standhöhe
der Flüssigkeit angeordnet ist. An dieser Stelle ist die Rohrleitung mit einem Belüftungsstutzen 22 versehen, damit
die Rohrleitung nicht als Saugheber zur Wirkung kommt. Die Aufschlämmung des gemahlenen Kalziumkarbonats wird durch die
Rohrleitung 20 einem Sammelsumpf 23 zugeführt.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Veranschaulichung der Erfindung.
Große Brocken von Carraramarmor wurden mittels einer Brechanlage bekannter Art gebrochen, und nachdem große Teilchen
durch Absieben entfernt worden waren, hatte das gebrochene Material die nachstehende Korngrößenverteilung:
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1,0 bis 0,6 0,6 bis 0,315 0,315 bis 0,25 0,25 bis 0,053 0,053
3,4 14,7
9,1 50,5 22,3
100,0
Das gebrochene Material wurde mit Wasser gemischt, um eine Aufschlämmung zu erzeugen, die, bezogen auf das Trockengewicht,
65 Gewichtsprozent Feststoffe enthielt, und dieser Aufschlämmung wurde ein Natriumpolyacrylat-Dispersionsmittel mit einem
mittleren Molekulargewicht von 1650 in einer Menge von 0,48 Gewichtsprozent, bezogen auf das Trockengewicht der Feststoffe,
beigemischt.
Die fertige Aufschlämmung wurde mit einer Durchsatzgeschwindigkeit
von 3,52 Tonnen/Stunde, bezogen auf das Trockengewicht der Feststoffe, der Mahlkammer einer Reibungsmühle der in der
Patentanmeldung P 25 41 302 beschriebenen Art zugeführt, deren unterer Teil mit einem Sieb versehen war, das Öffnungen mit
einer Breite von 0,25 mm hatte, so daß es die Aufschlämmung der fein gemahlenen Teilchen durchließ, jedoch die gröberen
Teilchen zurückhielt. Gleichzeitig wurden der Reibungsmühle mit einer Durchsatzgeschwindigkeit von 1,01 to/h Marmorsplittstücke
zugeführt, zu deren Herstellung Carraramarmor mittels einer Brechanlage bekannter Art gebrochen worden war, und
die die nachstehende Korngrößenverteilung aufwiesen:
12 bis 6 6 bis 4 4 bis 2 2 bis 1
21,5
54,0
24,3
0,2
100,0
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Der Inhalt der Mühle wurde mit Hilfe der Rühreinrichtung in Bewegung gehalten. Der Mahlkammer wurde kein zusätzliches
Mahlmittel zugeführt, und von der Suspension wurde eine Energiemenge von etwa 35 kWh je Tonne des trockenen Kalziumkarbonats
(124 kJkg" ) aufgenommen. Von der das Sieb 3 passierenden
Aufschlämmung der fein gemahlenen Teilchen wurden in bestimmten Zeitabständen Proben genommen, die vereinigt wurden,
so daß man eine Gesamtprobe erhielt, die für das gesamte Erzeugnis
repräsentativ war, das einer Betriebszeit von 4 Stunden und 40 min entsprach. Das gemahlene Erzeugnis hatte eine
solche Korngrößenverteilung, daß es zu 35 Gewichtsprozent aus Teilchen bestand, die einen äquivalenten Kugeldurchmesser von
unter 2 Mikrometer hatten, zu 23 Gewichtsprozent aus Teilchen mit einem äquivalenten Kugeldurchmesser von weniger als 10
Mikrometer sowie zu 7,6 Gewichtsprozent aus Teilchen, die von einem Sieb Nr. 300 nach Britischer Norm mit einer Nennweite
der Öffnungen von 53 Mikrometer zurückgehalten wurden.
Große Brocken von Carraramarmor wurden mittels einer Brechanlage bekannter Art gebrochen, und das gebrochene Material
hatte die nachstehende Korngrößenverteilung:
| Tabelle 2 | |
| Korngrößenbereich, mm | Anteil in Gev/ichtsprozent |
| 12 bis 6 | 61,8 |
| 6 bis 4 | 21,9 |
| 4 bis 2 | 13,5 |
| 2 bis 1 | 1,0 |
| 1 | 1,8 |
100,0
Das gebrochene Material wurde der gemäß dem Beispiel 1 benutzten Reibungsmühle mit einer Durchsatzgeschwindigkeit von
3,72 to/h zusammen mit einer Wassermenge von 2260 l/h zugeführt, wobei dem Material das Natriumpolyacrylat-Dispersions-
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mittel nach dem Beispiel 1 in einer Menge von 0,19 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Trockengewicht der Feststoffe, zugesetzt wurde. Der Inhalt der Mühle wurde wiederum mit Hilfe
der Rühreinrichtung 11 bewegt. Der Mahlkammer wurde kein
zusätzliches Mahlmittel zugeführt, und von der Suspension
wurde eine Energiemenge von etwa 49 kWh je Tonne des trockenen Kalziumkarbonats (175 kJkg" ) aufgenommen. Von der das
Sieb 3 passierenden Aufschlämmung von fein gemahlenen Teilchen wurden in bestimmten Zeitabständen Proben genommen, die zu einer das gesamte gemahlene Material repräsentierenden
Probe vereinigt wurden. Das Produkt bestand aus einer entflockten Aufschlämmung, die zu 62,2 Gewichtsprozent gemahlenes Kalziumkarbonat enthielt, das eine solche Korngrößenverteilung hatte, daß 26 Gewichtsprozent der Teilchen einen äquivalenten Kugeldurchmesser von weniger als 2 Mikrometer, 39 Gewichtsprozent einen äquivalenten Kugeldurchmesser von über 10 Mikrometer und 2,3 Gewichtsprozent einen solchen Durchmesser hatten, daß sie von einem Sieb Nr. 300 nach Britischer Norm zurückgehalten wurden.
der Rühreinrichtung 11 bewegt. Der Mahlkammer wurde kein
zusätzliches Mahlmittel zugeführt, und von der Suspension
wurde eine Energiemenge von etwa 49 kWh je Tonne des trockenen Kalziumkarbonats (175 kJkg" ) aufgenommen. Von der das
Sieb 3 passierenden Aufschlämmung von fein gemahlenen Teilchen wurden in bestimmten Zeitabständen Proben genommen, die zu einer das gesamte gemahlene Material repräsentierenden
Probe vereinigt wurden. Das Produkt bestand aus einer entflockten Aufschlämmung, die zu 62,2 Gewichtsprozent gemahlenes Kalziumkarbonat enthielt, das eine solche Korngrößenverteilung hatte, daß 26 Gewichtsprozent der Teilchen einen äquivalenten Kugeldurchmesser von weniger als 2 Mikrometer, 39 Gewichtsprozent einen äquivalenten Kugeldurchmesser von über 10 Mikrometer und 2,3 Gewichtsprozent einen solchen Durchmesser hatten, daß sie von einem Sieb Nr. 300 nach Britischer Norm zurückgehalten wurden.
Die so erzeugte Aufschlämmung wurde durch ein Sieb mit einer Öffnungsgröße von 0,120 mm der Mahlkammer einer zweiten Reibungsmühle
zugeführt, die von gleicher Bauart war wie die
erste, die jedoch als Mahlmittel 2,5 to Silikasand mit einer Teilchengröße im Bereich von 0,5 bis 1,0 mm enthielt, wobei die Sandmenge so gewählt war, daß der Sand in der Mühle etwa den gleichen Raum einnahm wie die Aufschlämmung. Mit der Aufschlämmung wurde eine zusätzliche Menge des Natriumpolyacrylat-Dispersionsmittels gemischt, um die Gesamtmenge des Dispersionsmittels auf 0,45 Gewichtsprozent, bezogen auf das Trokkengewicht des Kalziumkarbonats, zu bringen, und die Aufschlämmung wurde kontinuierlich durch die Mühle geleitet, v/obei der Inhalt mit Hilfe der Rühreinrichtung insgesamt 5 Stunden und 16 min lang bewegt wurde. Von der das Sieb der zweiten Mühle passierenden Aufschlämmung von fein gemahlenen Teilchen wurden in bestimmten Abständen Proben genommen, die zu einer das gesamte gemahlene Material repräsentierenden Probe vereinigt wurden. Das Produkt bestand aus einer entflockten Suspension,
erste, die jedoch als Mahlmittel 2,5 to Silikasand mit einer Teilchengröße im Bereich von 0,5 bis 1,0 mm enthielt, wobei die Sandmenge so gewählt war, daß der Sand in der Mühle etwa den gleichen Raum einnahm wie die Aufschlämmung. Mit der Aufschlämmung wurde eine zusätzliche Menge des Natriumpolyacrylat-Dispersionsmittels gemischt, um die Gesamtmenge des Dispersionsmittels auf 0,45 Gewichtsprozent, bezogen auf das Trokkengewicht des Kalziumkarbonats, zu bringen, und die Aufschlämmung wurde kontinuierlich durch die Mühle geleitet, v/obei der Inhalt mit Hilfe der Rühreinrichtung insgesamt 5 Stunden und 16 min lang bewegt wurde. Von der das Sieb der zweiten Mühle passierenden Aufschlämmung von fein gemahlenen Teilchen wurden in bestimmten Abständen Proben genommen, die zu einer das gesamte gemahlene Material repräsentierenden Probe vereinigt wurden. Das Produkt bestand aus einer entflockten Suspension,
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die zu 70,2% gemahlenes Kalziumkarbonat enthielt, bei dem
die Korngrößenverteilung derart war, daß zu 94 Gewichtsprozent Teilchen mit einem äquivalenten Kugeldurchmesser von
unter 2 Mikrometer und zu 2 Gewichtsprozent Teilchen mit einem äquivalenten Kugeldurchmesser von über 10 Mikrometer
vorhanden waren. Somit ist ersichtlich, daß sich das "autogene" Mahlverfahren nach der Erfindung auf z\\re cianäß ige Weise
anwenden läßt, um vor einer ReibungsVermahlung bekannter Art eine Vermahlung durchzuführen, so daß man ein ultrafein vermahlenes
natürliches Kalziumkarbonat erhält.
Zum Vergleich wurde gebrochener Marmor, wie er bei dem Beispiel 2 verarbeitet wurde, annähernd auf die gleiche Korngrößenverteilung
gemahlen wie bei dem Beispiel 2, so daß zu 28 Gewichtsprozent Teilchen mit einem äquivalenten Kugeldurchmesser
von unter 2 Mikrometer und zu 42 Gev/ichtsprozent Teilchen mit einem äquivalenten Kugeldurchmesser von über
10 Mikrometer vorhanden waren, wobei ein Anteil von 1,3 Gewichtsprozent
durch ein Sieb Nr. 300 nach Britischer Norm zurückgehalten wurde; zu diesem Zweck wurde eine Kugelmühle
bekannter Art benutzt, die als Mahlmittel Feuersteinknollen enthielt. Diese Kugelmühle war geeignet, eine Charge von
11 to an gebrochenem Marmor zu vermählen, doch es zeigte sich,
daß zur Erzielung des gewünschten Feinheitsgrades eine Mahlzeit von 6 Stunden erforderlich war, wobei zusätzlich eine
Stunde für das Beschicken und Entleeren benötigt wurde. Somit kann eine mittlere Produktionsgeschwindigkeit von 1,57 to
getrockneten und gemahlenen Kalziumkarbonats je Stunde erreicht werden, während sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
eine Leistung von 3,72 to/h ergibt. Somit entspricht leistungsmäßig eine gemäß der Erfindung eingesetzte Reibungsmühle zwei oder drei Kugelmühlen, die nach dem bekannten Verfahren
betrieben werden.
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-ytr-
Große Brocken von weißem Kalkstein wurden mittels einer Brechanlage bekannter Art gebrochen, und das gebrochene Material
wurde dann weiter in einer Hammermühle zerkleinert, so daß man ein Material mit der nachstehenden Korngrößenverteilung
erzielt:
| Korngrößenbereich, mm | Anteil in Gewichtsprozent |
| über 12 | 7,9 |
| 12 bis 6 | 35,1 |
| 6 bis 4 | 11,6 |
| 4 bis 2 | 19,9 |
| 2 bis 1 | 10,3 |
| 1 | 15,2 |
100,0
Das in der Hammermühle gemahlene Material wurde der Mahlkammer der Reibungsmühle nach der Zeichnung zusammen mit Wasser
mit einer Durchsatzgeschwindigkeit von 948 l/h zugeführt, und das Natriumpolyacrylat-Dispersionsmittel nach dem Beispiel
1 wurde in einer Menge von 0,45 Gewichtsprozent, bezogen auf das Trockengewicht der Feststoffe, verwendet, so daß
eine Aufschlämmung entstand, die einen Feststoffgehalt von
mindestens 50 Gewichtsprozent aufwies. Die mittlere Durchsatzgeschwindigkeit des gemahlenen Materials betrug 1,84 to/h,
doch wurde das endlose Förderband 9 mit einer solchen Laufgeschwindigkeit betrieben, daß die Geschwindigkeit, mit der
das gemahlene Material der Rutsche 4 zugeführt wurde, die Menge von 1,84 to/h überschritt, so daß die Stärke des von
dem Elektromotor 14 aufgenommenen Stroms dadurch auf etwa 80% des Wertes bei Vollast gehalten werden konnte, daß der
Motor 19 durch die Steuereinrichtung 18 entsprechend ein- und ausgeschaltet wurde. Der Inhalt der Mahlkammer 1 wurde
mittels der Rühreinrichtung 11 in Bewegung gehalten. Es wurde kein zusätzliches Mahlmittel verwendet, und die Aufschlämmung
nahm eine Energiemenge von etwa 100 kWh je Tonne des trockenen
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Kalziumkarbonats (357 kJkg ) auf. Von der das Sieb 3 mit einer Öffnungsgröße von 0,250 mm passierenden Aufschlämmung
von fein gemahlenen Teilchen wurden in bestimmten Zeitabständen Proben genommen, die zu einer das gesamte gemahlene Material
repräsentierenden Probe vereinigt wurden. Das Produkt bestand aus einer entflockten Aufschlämmung, die zu 65,7 Gewichtsprozent
gemahlenes Kalziumkarbonat enthielt, bei dem die Korngrößenverteilung derart war, daß 39 Gewichtsprozent
aus Teilchen mit einem äquivalenten Kugeldurchmesser von unter 2 Mikrometer und 15 Gewichtsprozent aus Teilchen mit einem
äquivalenten Kugeldurchmesser von über 10 Mikrometer bestanden, wobei ein Anteil von 0,91 Gewichtsprozent der Teilchen von
einem Sieb Nr. 33 nach Britischer Norm zurückgehalten wurde.
Das Produkt war geeignet, entsprechend dem Beispiel 2 weiter zu einem ultrafeinen Kalziumkarbonat vermählen zu werden, abgesehen
davon, daß es nicht erforderlich war, eine weitere Menge des Dispersionsmittels zuzusetzen, da schon bei der ersten
Reibungsmahlstufe eine ausreichende Menge beigefügt worden war.
Diese Ergebnisse zeigen, daß zwar im Vergleich zu Marmor die
Durchsatzgeschwindigkeit geringer ist und sich ein höherer Energieverbrauch ergibt, daß das erfindungsgemäße Verfahren
jedoch geeignet ist, auch hartes Kalziumkarbonatmaterial wie Kalkstein zu zerkleinern.
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Claims (8)
- PAT ENTANSPRÜCHEG.J Verfahren zum Zerkleinern eines rohen Minerals, zu dem Maßnahmen gehören, um etwa vorhandene große Brocken des
rohen Minerals zu brechen, so daß ein Produkt entsteht, das im wesentlichen nur aus Stücken mit einer Größe von nicht
mehr als 20 mm besteht, und um danach die Stücke zu mahlen, bis eine gewünschte Korngröße erreicht ist, dadurch gekennzeichnet , daß die Stücke mit Wasser und einem Dispersionsmittel so gemischt v/erden, daß eine Aufschlämmung entsteht, die zu mindestens 50 Gewichtsprozent mineralische Feststoffe enthält, und daß die Aufschlämmung dann in einer Mahlkammer einer Reibungsmühle gerührt v/ird, in der eine
drehbare Rühreinrichtung vorhanden ist, mittels welcher der Inhalt der Mahlkammer gerührt wird, wobei das einzige feste kornförmige Material, das in der Mahlkammer während des Rührens der Aufschlämmung vorhanden ist, von dem rohen Mineral stammt. - 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischen der eine Größe von nicht mehr als 20 mm aufweisenden Stücke mit Wasser und einem Dispersionsmittel in der Reibungsmühle durchgeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als rohes Mineral mineralisches Kalziumkarbonat eingesetzt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Dispersionsmittel ein wasserlösliches Salz einer Polyacryl- oder Polymethacrylsäure mit einem mittleren Molekulargewicht von höchstens 5000 verwendet v/ird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Dispersionsmittel in einer Menge verwendet wird, die im Bereich von 0,1 bis 0,6 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht des trockenen Kalziumkarbonats, liegt.709824/0753ORIGINAL !WSPECTSD
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Feststoffgehalt der Aufschlämmung in der Mahlkammer im Bereich von 60 bis 80 Gewichtsprozent gehalten wird.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Aufschlämmung aufgenommene Energiemenge im Bereich von etv/a 22 bis etwa 185 kWh je Tonne des trockenen Kalziumkarbonats gehalten wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Rühren der Kalziumkarbonataufschlämmung in der Mahlkammer das Kalziumkarbonat durch Rühren in einer Mahlkammer einer zweiten Reibungsmühle weiter zerkleinert wird und daß die Mahlkammer der zweiten Reibungsmühle mit der Aufschlämmung und einem teilchenförmigen Mahlmittel beschickt wird, dessen Korngröße im Bereich von 0,15 bis 2,0 mm liegt, wobei die Mengen des teilchenförmigen Mahlmittels und der Aufschlämmung, mit denen die Mahlkammer der zweiten Reibungsmühle beschickt wird, so gewählt werden, daß zwischen dem Volumen des kornförmigen Mahlmittels und dem Volumen der Aufschlämmung in der Mahlkammer ein Verhältnis besteht, das im Bereich von 0,5 : 1 bis 1,5 : 1 liegt.Der Patentanwalt:709824/07S3
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