DE2652059C2 - Vorrichtung zum elektrostatischen Auftragen elektrisch leitender, insbesondere wasserverdünnter Farbstoffe - Google Patents
Vorrichtung zum elektrostatischen Auftragen elektrisch leitender, insbesondere wasserverdünnter FarbstoffeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zum elektrostatischen
Auftragen elektrisch leitender, ins. esondere wasserverdünnter Farbstoffe auf einen an Erdpotential liegenden
Gegenstand.
Mit der fortschreitenden Entwicklung der elektrostatischen Lackiertechnik finden die mit Wasser verdünnbaren
Farbstoffe immer weitere Verbreitung. Sie haben wesentliche Vorteile gegenüber sonstigen Farbstoffen,
weil es möglich ist, sie erst kurz vor dem Verbrauch mit Wasser zu verdünnen, und weil sie außerdem umweltfreundlich
sind. Die mit Wasser verdünnbaren Farbstoffe können mit reinem entsalzten Wasser, in manchen
Fällen auch mit Brunnenwasser, verdünnt werden, so daß beim Trocknen und Einbrennen keine die Umwelt
bzw. die Gesundheit der Bedienungspersonen gefährdenden Dämpfe entstehen. Außerdem ist von Vorteil,
daß die mit Wasser verdünnbaren Farbstoffe im Gegensatz /u den herkömmlichen Lackier- und
Anstrichstoffen niclit feuergefährlich sind.
Wasserverdünnte Farbstoffe haben jedoch einen nur geringen elektrischen spezifischen Widerstand. Wenn
derartige elektrisch leitende Farbstoffe vor ihrem Versprühen in der Sprühvorrichtung elektrisch aufgeladen
werden, müssen alle farbstofführenden Teile der Sprühvorrkhiung einschließlich des Farbstoff-Vorratsbehälter
gegen das F.rdpotential elektrisch isoliert werden.
Dies laßt sich leiloch durch die indirekte elektrische
Aufladung des bereits versprühten Farbstoffes vermeiden. Mi'-rbei wird der Farbstoff mechanisch zerstäubt
und hat vor der Zerstäubung keinen unmittelbaren Kontakt mit der Hochspannung. Die llochspannungselektrode
ionisiert mit Hilfe von Spitzen oder Schneiden die Luft, es entstellt ein elektrischer Wind, die
aufgeladenen l.iiflmolekiile vermischen sich mil dem
Farbnebel und setzen sich auf der Oberfläche der einzelnen elementaren Farbteilchen fest, wodurch dies·.·
eine Ladung erhalten. Da die Aufladung erst nach df.m Zerstäuben des Farbstoffes erfolgt, ist eine elektrische
Rückleitung von den Hochspannungselektroden über den elektrisch leitenden Farbstoff zur Sprühvorrichtung
verhindert. Bei diesem Verfahren findet somit das Zerstäuben des Farbstoffes bei Erdpoten/ial statt und
die Gefahr, daß einzelne Teile der Vorrichtung, z. B. der
Farbstoffvorratsbehälter, unter Spannung gesetzt werden, ist wegen der geringen Leitfähigkeit des Sprühstrahles
und dem geerdeten Zustand der Sprühvorrichtung und des Farbstoffbehälters vermieden.
Die Hochspannungselektrode, die keinen Kontakt mit dem Farbstoff hat, dient einer doppelten Funktion.
Einerseits erzeugt sie das elektrische Kraftfeld in Richtung des geerdeten Gegenstandes, zum anderen
stellt sie durch ihre Schneiden oder Spitzen Koronaentladungen her, durch welche die Luft ionisiert wird und so
die bereits versprühten Farbteilchen mittelbar aufgeladen werden.
Zur Verwirklichung dieser indirekten Aufladung elektrisch leitender Farbstoffe werden am Sprühkopf
der Sprühvorrichtung eine oder mehrere /vtetailnadeln,
gegebenenfalls auch ein scharfkantiger Metallring in einem Halter aus Isoliermaterial angebracht und über
einen Hochspannurgsanschluß innerhalb der Sprühvorrichtung
an eine Hochspannungsstromquelle angeschlossen (DE-GM 74 01584). Die Elektrodenspitzen
sind dabei soweit von der Austrittsöffnung der Sprühvorrichtung im Abstand angeordnet, daß eine
wesentliche elektrische Rückleitung auch bei elektrisch leitenden Farbstoffen über den Sprühstrahl zum
geerdeten Sprühkopf verhindert ist. Bei einer derartigen gegen die Sprühvorrichtung isolierten Hochspannungselektrode
kann ein konstantes elektrisches Kraftfeld erzeugt werden, in dem das Sprühen vorgenommen
wird. Hierbei sind der eine Pol der Hochspannungsstromquelle und die Sprühvorrichi'.uig geerdet und der
andere Pol der Stromquelle ist an die Elektrodenanordnung angeschlossen. Mit Hilfe der Elektrodenspitze
wird die umgebende Luft zur indirekten Aufladung der versprühten Farbstoffleilchen ionisiert und wird das
elektrische Kraftfeld ausgebildet.
Aufgabe der I'ι findung ist es, eine Vorrichtung der im
Oberbegriff des Anspruchs I angegebenen Art derart weiterzubilden, daß die mittelbar über die Ionisierung
der Luft auf die bereits /erstäubten Farbstoffteilcheri
aufgebrachte Ladung noch beträchtlich vergrößert ist, so daß auch der Sprüherfolg verbessert ist. Dies wird
durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs I erreicht.
Durch Versuche hai sich bestätigt, daß durch die
erfindungsgemäße Lösung mit in .Sprühstrahlrichtung in unterschiedlichen Abständen von der Sprühvorrichtung
angeordneten und auf stufenweise höherem Hochspannungspcienlial
liegenden Llcktrodenspit/en eine um iO
bis 60° höhere Ladung fiirdie Farbsloffleilchen erreicht
werden kann. Die auf unlerschiedlichcm Potential liegenden F.lcktrodcnspilzcn wirken zur F.rzeugiing des
elektrischen Kraftfeldes /wischen ihnen und dem /11
überziehenden Gegenstand b/w. dein Sprühkopf und /ur Ionisation der Luft in der I Imgcbung zusammen.
Die Größe der Potentwhmterschiede und/oder der
Abslände /wischen den aufeinanderfolgenden Fleklroilen
bestimmen sieh aus dem jeweils speziellen Anwendungsfall und lassen sah gegebenenfalls daran
anpassen. Die Vorrichtung kann so mil einer entspre
chenden Regeleinrichtung fur die Größe der Elektrodenpotentiale
ausgestattet sein. Auch kann es zweckmäßig sein, die Elektrodenspitzen in Sprühstrahlrichtung
verstellbar zu machen.
Die Abstände zwischen den aufeinanderfolgenden Elektrodenspitzen können konstant, gegebenenfalls
jedoch unterschiedlich sein. Bei einer Versuchsvorrichtung haben sich Abstände /.wischen den aufeinanderfolgenden
Elektrodenspitzen im Bereich von etwa 35 bis 60 mm bewährt.
Die Elektrodenspitzen können punktförmig, gegebenenfalls jedoch auch schneidenförmig enden. Vorzugsweise
sind sie von der Sprühvorrichtung wegweisend oder wenigstens rechtwinklig zur Sprühstrahlachse
angeordnet. Zum zu überziehenden Gegenstand hingerichtete Elektrodenspitzen können parallel zur Sprühstrahlachse
angeordnet sein. Es wird jedoch vorgezogen, sie ;m Winkel zur Sprühstranlachse zu dieser hin
auszurichten. Wenngleich es möglich erscheint, die Elektrodenspitzen auch im Abstand von der
Sprühstrahlachse enden zu lassen, wird es gegenwärtig vorgezogen, die aufeinanderfolgenden Elektrodenspitzen
an der Sprühstrahlachse enden zu lassen. Gegebenenfalls
kann man die Elektrodenspitzen auch entsprechend lageverstellbar und/oder winkelverstellbar haltern.
Es ist zwar eine Sprühvorrichtung zum elektrostatischen
Versprühen flüssiger Farbstoffe bekannt, bei welcher außerhalb der Sprühdüse zwei auf unterschiedlichem
Potential liegende Elektroden angeordnet sind (AT-PS 2 34 878). Hierbei dienen die Elektroden jedodi
ausschließlich der Zerstäubung des aus der Düse austretenden Flüssigkeitsstrahles in einem von den
Elektroden erzeugten elektrischen Feld mii möglichst hohem Feldgradienten.
Ferner ist eine Spitzcnelektrodenanordnung zur Aufladung pulverförmigen Beschichtungsmaterials bekannt,
bei welcher mehrere in Strömungsrichtung der Pulverteilchen im Abstand voneinander angeordnete
Elektrodensoitzen vorhanden sind, deren Hochspannungspotential
sich in Strömungsrichtung stufenweise erhöht (DE-OS 20 65 699). Hierbei handelt es sich
jedoch nicht um eine Maßnahme zum Aufladen elektrisch leitender flüssiger Farbstoffe. Außerdem ist
diese Elektrodenanordnung im zur Zerstäubungsdüse führenden Pulver-Zuführrohr angordnet, damit die
Aufladung dort erfolgt, wo das Treibgas-Pulvergemisch
die größte Dichte und infolge des Treibgasdruckes und des verhältnismäßig engen Rohrquerschnittes die
größte Geschwindigkeit hat. damit die Wahrscheinlichkeit, daß ein möglichst hoher Pulverantcil durch den
Bereich des stärksten Feldes in der unmittelbaren Umgebung der Sprühclcktrodcnspit/cn hindurchge
führt wird und durch häufige Zusammenstöße der Pulverteilchen eint Übergabe von Ladungen aufgeladener
Pulverteilchen an noch nicht aufgeladenen Pulverteilchen erfolgt, möglichst hoch ist
Die Erfindung wird im lulgcndcn anhand von
Ausführungsbeispielen. die si Ik-ma lisch aus der /eiih
ming ersichtlich sind, erläutert. In der /en hniing zeigt >
Tig. I ein Anordnung und Sih.iliulium.i einer
Elektrodenanordnung am Ueispiel einer Spritzpistole.
F i g. 2 die Halterung einer Hcktrodi-uanordnung mit
drei Elcktrodenspilzen an einer Spritzpistole selbst.
I i g. J eine Ansicht der Elektrodenanordnung aus ι
I- ι g. 2 von vorn auf Jie Spi ilzpistole hin und
I" i g. 4 eine alternative Ausbildung der Elektrodenanordnung.
In der Zeichnung .st die Sprühvorrichtung I als
Spritzpistole dargestellt. Sie kann aber auch als iViaschineiispritzvorrichtung ausgebildet sein. Die
Sprühvorrichtung I arbeitet vorzugsweise mit pneumatischer Zerstäubung. Es können jedoch auch andere
gebräuchliche Zerstäubungsarten verwendet werden.
Aus der Sprühvorrichtung I wird in Sprühstrahlrichtung F ein wasserverdünnter Farbstoff auf den zu
überziehenden Gegenstand 2 in einem Kraftfeld versprüht. Zur Erzeugung des Kraftfeldes ohne
wesentliche elektrische Rückleitung über die Sprühvorrichlung 1 ist diese wie auch der Gegenstand 2 auf
Erdpotential gehalten, während zwischen der Sprühvorrichtung I und dem Gegenstand 2 eine insgesamt mit 3
bezeichnete Spitzenelektrodenanordnung mit ihren im gezeichneten Fall drei Elektrodenspitzen 4, 5, 6 im
Abstand, gesehen in Sprühstrahlrichiung F von der Sprühvorrichtung 1 aus hinter der Sprühvorrichtung 1
angeordnet sind. Die Elektroden der Spitzenelektrodenanordnunt»
} sind an den Hochspannungspol einer I lochspannungsquelle 7 angeschlosv-.1., die beispielsweise
ein Generator ist und deren anderer PU geerdet ist.
Die drei Elektrodenspitzen 4, 5 und 6 enden m in Fig. I gestrichelt angedeuteten Ebenen 7, 8 und 9, die
— gesehen von der Sprühvorrichtung t zum Gegenstand 2 — unterschiedlich große Abstände c, ο und a
von der Sprühvorrichtung 1 haben.
Der Mindestabstand a der am nächsten an der Sprühvorrichtung I liegenden Elektrodenspitze 9 ist so
groß, daß eine Rückleitung von der Elektrodenspitze 9 zur geerdeten Sprühvorrichtung über den Sprühstrahl
im wesentlichen vermieden ist, so daß insbesondere wasserverdünnte Farben oder auch sonstige elektrisch
leitende Farben versprüht werden können.
Die im Abstand voneinander und von der Sprühvorrichlung 1 liegenden Elektrodenspitzen 4, 5 und 6 sind
an Hochspanni'ngsanschlüsse 13, 12, U unterschiedlichen
Hochspannungspotentials angeschlossen. Die Potentiale v.erden mit zunehmendem Abstand der
Eleklrodenspitzen von der Sprühvorrichtung 1 zunehmend
größer. Die am nächsten an der Sprühvor, ichtung 1 liegende Elektrodenspitze 6 liegt somit auf dem
geringsten Potential, die am weitesten von der Sprühvorrichtung 1 weg liegende Elektrodenspitze 4
auf dem höchsten Potential und die dazwischen liegende Elektrodcnspitze 5 auf einem mittleren Hochspannungswert.
Um dies einfach zu verwirklichen, sind die Elektrodenspitzen an eine gemeinsame Hochspannungsquelle
7 über eine Zuführleitung 14 angeschlossen, in welche in Reihe mehrere Drosselwiderstände R 1 bis
R Ϊ eingeschaltet sind. Der Hochspannungsanschluß 11
der am nächsten an der Sprühvorrichtung 1 liegenden Eleklrodenspitze 6 lieg! in Reihe hinter dem letzten
IVo:,,eiwiderstand Ri, während der HochspannungsanschluU
12 der auf mittlerem Potential liegenden I kktrodcfispilze 1J zwischen den beukn letzten
Drossclwidersländen R i und R 2 an der Zuführleitung
14. und der Hochspanuungsanschluß 13 für die auf
hoihslem Potential liegende Elektrodenspitze 4 zwischen
dem ersten Drossclwiderstand R1 und dem /weilen I)nmelwiderst;ind R 2 liegt.
Somit vermindert sich an den Drosselwi'leutänden die Spannung entsprechend dem durchfließenden
Strom Dieser Strom ergibt sich aus den von den I lektroiknspitzen abfließenden Ladungen und den
lonenstromen. Somit bilden sich an den Elekirodenspitzen
ihrer jeweiligen t asl entsprechende, sich stufenweise
ändernde Potentiale.
Wie bekannt, haben im vorliegenden I all die P.lektrodenspitzcn dir zweifache Aufgabe, ein elektrostatisches
Kraftfeld /wischen ihnen und dem zu überziehenden Gegenstand 2 auszubilden und außrv
dem die Luft in der Umgebung des Spiiihstiallies zu
ionisieren, so daß die Sprühtröpfehen mittelbar eine Ladung erhalten, durch welche sie in dem Kraftfeld zuii
Gegenstand 2 befördert werden. Durch das mit zunehmendem Abstand von der Sprühvorrichtung I
zunehmend größer werdende Potential der l.lcktrodenspitzen werden die vorbeiwandernden Spriihiropfchcn
zunehmend beschleunigt, /war einsteht bei dieser
Anordnung auch ein elektrisches leid zwischen den [elektroden und der geerdeten Sprühvorrichtung, jedoch
werden die Spruhtröpfchcn über die Sprühvorrichtung
selbst bereits hinreichend beschleunigt, dall sie sich über
die am nächsten an der Sprühvorrichtung liegende Llektrodenspit/e 6 hinaus bewegen und d.inn unter der
Wirkung des zum zu überziehenden Gegenstand hinführenden I'eldes weiter beschleunigt werden I in
Vorteil der vorliegenden Anordnung besieht hierbei darm, daß die am nächsten an der Sprühvorrichtung I
liegende Llcktrodenspitze das geringste Potential hat. so daß auch das von ihr zur geerdeten Spnilr- omchtung
1 hinführende l'eld nicht übermaßig stark ist.
Die am nächsten an der Sprühvorrichtung I liegende Llektrodenspitze 6 dient hauptsächlich zur schnellen
Ionisierung der umgebenden I .lift, um möglichst rasch
entsprechende Ladungen aiii die Sprühtröpfchen
aufzubringen. Die beiden anderen elektroden dienen einerseits der weiteren Ionisierung der I .lift und
anderer'cits hauptsächlich zur I rzeugting des zum
Gegenstand 2 hinführenden Kraftfeldes.
Die Potentiale uiul Potentialunlerschiede der jewcili
gen Llektrodenspitzen können je nach der gewünschten
akiitiiellen Gestaltung des Kraftfeldes ausgewählt
werden. In einer oder mehreren der Lbenen 7 bis 4
können anstelle einer l.inzclelektrode auch mehrere
l.lektroden enden, die dann fur dieselbe ebene vorzugsweise dasselbe Potential haben. Heispielswcisc
können an einem den Sprühstrahl an wenigstens zwei
,.,n,iKi.ri;,.,>,.i,,l,.n V.Ml.-n
>,„,„.. hf II,H .... I I I I I . ■ r , I. M1, ■ M
•iiis Isoliermaterial jeweils ein elektroden! ahmen
eingebettet sein, an welchem aus dem Hallerahmen
vorstehende l.lektrodenspitzen oder Llektrodenschiiei
de'· angeordnet sind. Diese lassen sieh dadurch über die
gesamte Breite des Spruhsir.ihles hin verteilen, so daß
ein intensiver lonenwind über den gesamten Sprüh
strahihereich hin gleichmaßig verteilt erzeugt wird
Gegebenenfalls kann eine S1Il1 1H- elektrodenanordnung
"l einer oder mel-.eren der I her.cn 7 bis 9 auch als den
"sprühstrahl kreuzendes Gitter ausgebildet sein, dessen
G'fi'STabe "iit zum Gegenstand 2 hinweisenden
Spitzen oder Schneiden besetzt sind. Die dabei mit dem
Güter unmittelbar in Kontakt gelangenden Sprühtröpf-L
her erhalten dann über diesen Kontakt unmittelbar
eine Ladung. Sich a1"" Git-er gegebenenfalls bildende
I arbstoffablageriingcn sind beim Versprühen elektiiseh
leitender Larhstoffzusammensetzungen weitgehend umschädlich,
da die Ablagerungen aus diesem Grund weilgehend nicht isolier end wirken.
Die in I ig I nur schematisch angegebc'ie Anordnung
der I lekttodenspilzen um\ ihrer Schaltung kann
wie aus Cig. 2 i\\u\ i ersichtlich, verwirklicht werden,
liier sitzt aul dem Sprührohr der Sprühvorrichtung 2
ein llalterahmcn 15 aus Isolie; material, von welchem
zum Gegenstand hin unterschiedlich weit abragcndc Isolierrohre lh bis IK für die L.lektroden gehalten
werden, die nach ihrem Austreten aus dem zugehörigen Isolierrohr zur Sprühstrahlachse hin abgebogen verlaufen
und mit ihren i'.lektrodenspilzen 4 bis β im Bereich der Sprühslrahlachse enden. Wie besser aus I ig 3
ersichtlich, sind die Isolierrohre lh bis 18 am
kreisringförmigen llalterahmen 15 jeweils um 90
gegeneinander versetzt angesetzt.
Werden die aus I ι y. I ersichtlichen Drosseiwider
stände R I bis R ] in Reihenschaltung verwendet, so
können die Drossel« idei stände entsprechend im llalterahmen 15 untergebracht sein. Hei Parallelschal
lung unterschiedlich starker Widerstände können diese auch in den Isolierrohren 16 bis 18 selbst untergebracht
sein Heim Ausführungsbeispiel nach 1 i g. 2 lauft die
/uleii'ing 14 von der I lochspannungsqucllc 7 durch ein
Isolierrohr innerhalb der Sprühvorrichtung 2 selbst. Sie kann h.vi auch in einei anderen Ausführungsform
unmittelbar zum I lalteiahmeti 15 laufen, der lösbar auf
dem Sprührohr der Sprühvorrichtung 2 angebracht sein kann.
Aus I ig 4 ist schematised eine andere geeignete
Ausbildung einer Aufladungsbaugruppc ersichtlich. Hier sitzen die Drosselwiderstände R I bis R 3 entsprechend
der Schaltung aus Γ ig. I m Reihe geschaltet in einem
Isolierrohr 19. in dessen hinteres I.rule die Zuführleitung
14 von der I loi 'hspanmingsquelle 7 einläuft und an
dessen vorderem Lnde die am nächsten an der Sprühvorrichtung I hegende llektrodenspilze 6 abgestützt
ist leweils in Hohe det Verbindungen zwischen
aufeinanderfolgenden DrossclwVerständen Ri bis R 3
/uiMul ν f in iii'in Isf lln'fi <
ihr IQ ein 'Afilprps Isoliprrohr
20. 21 ab das zu den beiden anderen Llcktrodenspit/en
5 bzw. 4 führt, so daß deren I lochspannungsanschlüsse
12. Π entsprechend der Schaltung aus fig. I jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden Widersländen R I.
R 2 bzw. Rl. Ri vorgenommen werden können.
[ ntsprechend den Abstanden, die die Llcktrodenspitzen
4 und 5 von der Llektrodenspit/c 6 bzw. der Sprühvorrichtung I haben sollen, sind die Rohre 20 und
21 unterschiedlich lang.
Die aus L ι g. 4 im Prinzip ersichtliche Aufladungsbaugruppe
kann unmittelbar an der Sprühvorrichtung 1 gegebenenfalls losbar und oder verstellbar angebracht
sein. Sie kann jedoch auch an einer entsprechenden Halterung unabhängig von der Sprühvorrichtung 1
gehalten werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:1, Vorrichtung zum elektrostatischen Auftragen elektrisch leitender, insbesondere wasserverdünnter Farbstoffe, mit einer an Erdpotential liegenden, ein zu einer Sprühdüse führendes Farbstoff-Zuführrohr aufweisenden Sprühvorrichtung zum Versprühen des Farbstoffes, und einer von einem Halter aus Isoliermaterial getragenen, an Hochspannung angeschlossenen Spitzenelektrodenanordnung, deren Elektrodenspitzen außerhalb des Zuführrohrs und der Sprühdüse in einem eine elektrische Rückleitung von den Elektrodenspitzen über den Farbstoff-Sprühstrahl zu der geerdeten Sprühvorrichtung verhindernden Abstand von dieser angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzenelektrodenanordnung (3) in unterschiedlichen Abständen von der Sprühdüse in Sprühstrahlrichtung im Bereich der Sprühstrahlachse angeordnete Elektroderspitzen (4, 5, 6) aufweist, die an Hochspannungsanschlüsse (11, 12, 13) mit in Sprühstrahlrichtung stufenweise zunehmendem Potential angeschlossen sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenspitzen (4, 5, 6) gegenüber der Sprühvorrichtung lageverstellbar und/oder gegenüber der Sprühstrahlachse winkelverstPÜbarsind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2652059A DE2652059C2 (de) | 1976-11-09 | 1976-11-15 | Vorrichtung zum elektrostatischen Auftragen elektrisch leitender, insbesondere wasserverdünnter Farbstoffe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU76HA1028A HU175744B (hu) | 1976-11-09 | 1976-11-09 | Ustrojstvo dlja ehlektrostaticheskogo kraskoraspylenija s uluchshennym koehfficientom poleznogo dejstvija pri raspylenii krasok, razbavljaemykh vodoj |
| DE2652059A DE2652059C2 (de) | 1976-11-09 | 1976-11-15 | Vorrichtung zum elektrostatischen Auftragen elektrisch leitender, insbesondere wasserverdünnter Farbstoffe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2652059A1 DE2652059A1 (de) | 1978-05-24 |
| DE2652059C2 true DE2652059C2 (de) | 1981-09-17 |
Family
ID=25771149
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2652059A Expired DE2652059C2 (de) | 1976-11-09 | 1976-11-15 | Vorrichtung zum elektrostatischen Auftragen elektrisch leitender, insbesondere wasserverdünnter Farbstoffe |
Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3609240C2 (de) * | 1986-03-19 | 1996-08-01 | Behr Industrieanlagen | Vorrichtung zum elektrostatischen Beschichten von Gegenständen |
| DE3709508A1 (de) * | 1987-03-23 | 1988-10-06 | Behr Industrieanlagen | Vorrichtung zum elektrostatischen beschichten von werkstuecken |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT234879B (de) * | 1961-04-14 | 1964-07-27 | Sames Mach Electrostat | Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von Gegenständen durch Aufbringen einer Schicht |
| AT302511B (de) * | 1969-06-25 | 1972-10-25 | Gema Ag Appbau | Vorrichtung zum elektrostatischen Beschichten von Gegenständen mit zerstäubten Feststoffpartikeln |
| DE7401584U (de) * | 1973-04-06 | 1974-08-22 | Mueller E Kg | Vorrichtung zum elektrostatischen Überziehen von Gegenständen mit flüssigem oder pulverförmigem Material |
-
1976
- 1976-11-15 DE DE2652059A patent/DE2652059C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2652059A1 (de) | 1978-05-24 |
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| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
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