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DE2651770C2 - Flammhemmende hitzehärtbare Massen auf Basis von vinylungesättigten Polymeren - Google Patents

Flammhemmende hitzehärtbare Massen auf Basis von vinylungesättigten Polymeren

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Publication number
DE2651770C2
DE2651770C2 DE2651770A DE2651770A DE2651770C2 DE 2651770 C2 DE2651770 C2 DE 2651770C2 DE 2651770 A DE2651770 A DE 2651770A DE 2651770 A DE2651770 A DE 2651770A DE 2651770 C2 DE2651770 C2 DE 2651770C2
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vinyl
unsaturated
flame
polyester
retardant
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DE2651770A
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James Larue Hamilton Square N.J. Thomas
Gert Paul Princeton N.J. Volpp
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FMC Corp
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FMC Corp
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Publication date
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F299/00Macromolecular compounds obtained by interreacting polymers involving only carbon-to-carbon unsaturated bond reactions, in the absence of non-macromolecular monomers
    • C08F299/02Macromolecular compounds obtained by interreacting polymers involving only carbon-to-carbon unsaturated bond reactions, in the absence of non-macromolecular monomers from unsaturated polycondensates
    • C08F299/04Macromolecular compounds obtained by interreacting polymers involving only carbon-to-carbon unsaturated bond reactions, in the absence of non-macromolecular monomers from unsaturated polycondensates from polyesters
    • C08F299/0478Copolymers from unsaturated polyesters and low molecular monomers characterised by the monomers used
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
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    • C08F263/08Polymerisation of diallyl phthalate prepolymers

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  • Polymers & Plastics (AREA)
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Description

Gegenstand der Erfindung ist die Erhöhung der Flammfestigkeit von vlnylungesättigten, hitzehärtbaren Polymeren, nämlich ungesättigten Polyestern und Dlallylphthalaten.
Es ist bekannt, Polymeren durch Einführen von Chlor oder Brom Flammbeständlgkelt zu verleihen, wobei mit Brom eine bessere Wirkung als mit Chlor erzielt wird. «0 Auch gewisse anorganische Zusätze, Insbesondere Antlmonoxld, werden für diesen Zweck eingesetzt.
Bei der Herstellung flammhemmendef Polymerer, die auf Grund der Anwesenheit von vinylungesätllgten Gruppen hitzehärtbar sind, z. B. ungesättigten Polyestern und den Diallyl· bzw. Dlmethallylphthalaten, werden zur Erzielung der gewünschten Flammbeständigkeit gewöhnlich Antimonoxid, Polyester von hochchiorlerten Materialien, wie cls-Hexachlor-endo-methylen-tetrahydrophtha!säure(=HET)-anhydrid und Tetracnlorphthalsäureanhydrid, in Kombination mit ungesättigten Säuren, wie Maleinsäureanhydrid, sowie Diallylphthalatharze, die sich von Diallyltetrachforphthalat oder Diallyl-HET-ester als Comonomeren ableiten, eingesetzt; vgl. z. B. US-PS 36 89 453. Als flammfestmachende Zusätze für Kunststoffe, wie Polyurethane, Polystyrol, Polyäthylen und Polypropylen, sind auch Schwermetallsalze von Tetrabromphthalsäure vorgeschlagen worden; vgl. US-PS 33 40 226 und 33 54 191. Zumindest einer dieser Zusätze, nämlich bromiertes Biphenyl, Ist jedoch aus dem Markt zurückgezogen worden, da gesundheitliche Gefahren bestehen.
Im allgemeinen wird die Flammhemmung nach dem Sauerstoffindex bestimmt (ASTM D 2863-74).. wobei Im allgemeinen Sauerstofflndices von etwa 27 his 28 oder höher angestrebt werden. Setzt man jedocn hitzehärtbaren Massen bekannte flammhemmende Zusätze in den für derartige Sauerstofflndices erforderlichen Mengen zu, treten verschiedene Schwierigkeiten auf. Be! ungesättigten Polyestern Ist meist eine Verringerung der Wärmeformbeständlgkelt zu beobachten, die oft von einem Abfall der Biegefestigkeit begleitet wird. Im Falle von Dlallylphthalat-Polymerisaten werden die elektrischen Eigenschaften beeinträchtigt. Außerdem werden mit bekannten flammhemmenden Zusätzen Im allgemeinen bei der Anwendung Im Hochtemperaturbereich schlechte Ergebnisse erzielt.
Es wurde nun gefunden, daß bei der Verwendung von Dlallyltetrabromphthalat (Im folgenden: DATBP) als Comonomeren, In hitzehärtbaren vlnylungesättigten Prepolymeren, z. B. ungesättigten Polyestern und DIaIIyI- bzw. Dimethallylphthalaten, in einer Menge von etwa 5 bis 50%, bezogen auf das insgesamt polymerlslerbare Material, eine wesentlich verbesserte Flammbeständig· kelt erzielt wird, ohne daß die anderen Eigenschaften der Formmassen nennenswert beeinträchtigt werden.
Das auf beliebige bekannte Welse herstellbare DATBP ist ein polymerlsletbares Monomer. Seine Hitzehärtung Ist durch herkömmliche Vlnylpolymertsatlonskatalysatoren, wie tert.-Butylperbenzoat, katalysierbar. Sein Homopolymerisat weist einen äußerst hohen Sauerstoffindex, eine hohe Wärmeformbeständlgkelt und recht gute elektrische Eigenschaften, Insbesondere unter Feuchtlgkeltselnfluß, auf.
Die erhaltenen Formkörper werden nach den folgenden ASTM-Normen auf ihre physikalischen Eigenschaften geprüft:
648-61 785-65 790-66 638-68 256-73 150-74 150-74
Wärmeformbeständigkeit Rockwell-Härte Biegefestigkeit und -modul Zugfestigkeit Izod-Schlagzähigkeit Dielektrizitätskonstante Verlustfaktor spez. Widerstand Entflammzeit Brenndauer
Lichtbogen-Kriechstromfestigkeit Nachstehend wird die llomopolymerisation von DATBP erläutert.
ASTMD
ASTMD
ASTMD
ASTMD
ASTMD
ASTM D
ASTMD
ASTM D 257-66 (1972)
ASTM D 229-72
ASTM D 229-72
ASTM D 2303-73
Die Polymerisaiionsakttvitat von Dlallyltetrabromphthalat wird bestimmt, Indem man 5 g des Monomers mit 0,015 g tert.-Butylperbenzoat versetzt und zwischen Glasplatten unter Verwendung von 0,3175 cm-Teflon-Abstandhaltern einen GleOllng herstellt. Der Gleßcyclus betragt 5 Stunden bei J2OrC und hierauf 16 Stunden bei 110° C. Es wird ein klarer bernsteinfarbener Gießllng mit folgenden Eigenschaften erhalten:
Sauerstoffindex
prozentuale Schrumpfung
46,6 8,1 Daneben werden 100 g des Monomers 64 Stunden bei 110° C mit 2 g tert.-Buiylperbenzoat polymerisiert. Zur Prüfung der Wärmeformbestftndlgkelt wird ein GleOllng von 0,3175x3,81 χ 12,7 cm hergestellt. Er weist bei einer Belastung von 18,5618 kg/cm1 eine Wärmeformbeständigkeit von 160° C auf.
Zur Prüfung der elektrischen Eigenschaften wird ein Gleßling von etwa 0,3175 χ 7,62 χ 7,62 cm 64 Stunden bei 105° C gegossen. Er weist folgende Eigenschaften auf:
IO
Dielektrizitätskonstante lOVIO6 Hz Dielektrizitätskonstante 10VlO6Hz (naß) Verlustfaktor 10V106 Hz
Verlustfaktor 10V106 Hz (naß) 3,17/3,23
3,21/3,23
0,0034/0,0042
0,0043/0,0048.
DATBP copolymerlsiert mit allen ungesättigten Polyestern, z. B. Polyestern auf Basis von Glykol und mehrwertigen Sauren, die ausreichend ungesättigt sind, daß sie bei geeigneter Katalyse mit einem Vlnylpolymerisationskatalysator thermisch aushärten. Im allgemeinen sind etwa 25 bis 50 MoI-* der mehrwertigen Säure (z. B. Maleinsäure) ungesättigt und das Glykol Ist blfunktlonell. Die Ausgangsmaterialien können unverschnltten oder gemischt mit einem vlnylungesättigten Material eingesetzt werden, z. B. Styrol, Methylacrylat oder Methylmethacrylat.
Mit Diallylphilhalatmassen läßt sich eine ähnlich gute Flammbeständigkelt erzielen, wenn man eine Diallylphlhalal-Präpolymermasse mit 5 bis 50% DATBP mischt. Dlallylphthalat-Präpolymere sind lineare oder geringfügig verzweigte, feste ungesättigte Polymerisate, die durch Polymerisadon von Diallyl- oder Dlmet,ialIy!estern der o-, m- und/oder p-Phthalsäure erhalten werden. Das mittlere Molekulargewicht des Präpolymers (Gewichtsmittel) beträgt Im allgemeinen weniger als etwa 10000. Diese Präpolymeren werden normalerweise durch die Viskosität des gefällten Polymerisats charakterisiert, die man an einer 2iiprozentlgen Lösung des Präpolymers in monomerem Diallylphthalat bei 25° C mißt. Die Viskosität des gefällten Polymerisats beträgt im allgemeinen etwa 0,1 bis 1 Fa. s, vorzugsweise 0,2 bis 0,7 Pa. s. Die Präpolymeren hissen sich bei geeigneter Katalyse zu unlöslichen Polymeren mit ausgezeichneten elektrischen Eigenschaften aushärten.
Gewöhnlich werden derartige Massen flammfest gemacht, Indem man als gesättigte Säure des Polyesters eine hochchlorierte Dlcarbonsäure, wie HET-Säureanhydrid oder Tetrachlorphthalsäure, verwendet. Diese Massen weisen jedoch gegenüber den nicht flammfestgemachten Massen eine relativ niedrige Wärmeformbeständigkeit auf und besitzen unbefriedigende Hochtemperaturelgenschaften.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Es wird gezeigt, daß verbesserte flammhemmende Eigenschaften und gutes Hochtemperaturverhallen erzielt werden, wenn man derartigen Massen 5 bis 50%, bezogen auf die Insge- «> samt polymerlslerbaren Bestandteile, DATBP einverleibt.
Die PrUfergebnlsse, die mit den In den nachsiehenden Beispielen erläuterten erflndungsgemäfien und Vergleichsproben erhalten werden, sind In den Tabellen 1 bis V zusammengefaßt Die erfindungsgemälien Proben sind mit der Nummer de* Beispiels und einem fortlaufenden Großbuchstaben und die Verglelchspmhen mit »PA« und einer !einhüllenden Zahl bezeichnet. HIe Vcrüleichsnroben enthalten entweder keinen oder einen herkömmlichen flammhemmenden Zusatz.
Beispiel 1
Bei Raumtemperatur gehärtete Polyester mit Dlallyltetrabromphthalat
Ungefüllte Gießlinge werden hergestellt, indem man das flüssige Harz in eine Form gießt, die aus 2 durch 0,635 cm breite Abstandhalter aus Polytetrafluorethylen getrennten Plexiglas-Platten besteht. Die etwa 12,7 χ 20,32 cm großen Gießlinge werden vor der Prüfung mindestens 7 Tage stehengelassen. In Tabelle I sind die Zusammensetzung der Gießlinge und die gemessenen Eigenschaften wiedergegeben.
Beispiel 2
Bei Raumtemperatur gehärtete Polyester-Glasmatten-Laminate
Die Glasmatten-Laminate werden rnlgendermaßen hergestellt: Drei Lagen einer 42,527 g Glasseidenmatte mit einem Format von etwa 7,62 χ 10,16 cm und einem Gewicht von etwa 28 g werden mit dem einen Katalysator und einen Promotor enthaltenden Kunstharzsirup getränkt, Indem man das Harz zwischen die Schichten und auf die Oberfläche gießt. Eine gute Penetration wird dadurch erzielt, daß man die Lagen zwischen Polyesterfolien mit einer Farbwalze abquetscht. Die Platten gelieren Im allgemeinen Innerhalb etwa 20 Minuten, sie werden jedoch ers". nach mindestens 7 Tagen geprüft. Auch ein Polyester aus Äthylenglykol sowie Maleinsäure- und HET-anhydrid Im Molverhältnis I : I (Polyester b) wird eingesetzt, da dieses Harz ein handelsübliches flammhemmendes Material darstellt. Die Zusammensetzungen und Eigenschaften sind In Tabelle II wiedergegeben.
Beispiel 3
Diallyltetrabromphthalat in Polyester-Prämlx-Form massen
Die Polyestermassen werden unter Verwendung eines zweiarmigen Rührers hergestellt Die gesamten Bestandteile werden zu einer teigigen Masse gemischt, worauf man die Glasseide zusetzt. Erst wenn kein Rohglas mehr /u beobachten Ist. wird der Mischvorgang unterbrochen
Die Hlgenschaften werden an Prülkorpern bestimmt. elIe durch 5mlnUtlges Pressen bei 149" C erhalten worden sind. Die Massen enthalte! 15'1 liar/. JD · lilas und 45 -
IO
Füllstoff, wobei bei einem DATBP-Anteil von 10% die höchsten Sauerstofflndices, Wärmeformbeständigkelten und anderen physikalischen Eigenschaften beobachtet werden. Die erzielten Eigenschaften sind in Tabelle III aufgeführt.
Beispiel 3 erläutert auch die Schwierigkeiten mit chlorieren Copolymerisate^, insbesondere die niedrige Wärmeformbesländigkelt, die das relativ schlechte Verhalten in Hochtemperatur-Anwendungsbereichen erklärt.
Beispiel 4 Diallyltetrabromphthalat in Diallylphthalat-Formmassen
DATBP wird in Konzentrationen von 3,1 bzw. 2,3%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Masse, in Diallyl-ophthalat-Formmassen geprüft, bei denen das Präpolymer ein mittleres Molekulargewicht von 5000 aufweist. Die Massen enthalten etwa 35% Glas, 21% Füllstoff und 44% Harz. Sie werden dadurch hergestellt, daß man das Harz, das Monomer und den Katalysator in Aceton zu einer etwa 50%igen Lösung auflöst. Alle anderen Bestandteile werden in der Lösung aufgeschlämmt und dann durch 16- bis 18stündtges Verdunsten getrocknet. Das getränkte Glas und der Füllstoff werden dann in einer Mühle mit regelbarer Geschwindigkeit bei 88 bis 104° C gemahlen, um ein verdichtetes Produkt zu erhalten. Das gemahlene Produkt, das kleinen Pellets ähnlich sieht, wird dann zur Herstellung der Formkörper verwendet. Die Proben werden durch Sminütigcs Pressen bei 1493C hergestellt.
Neben der Bestimmung der Rammbeständigkeit ermittelt man auch die Lichtbogen-Kriechstromfestlgkeit und prüft die Massen Im ASL-Kristalltest. Im ASL-Kristalltest wird der Formkörper 96 Stunden in einer Apparatur, bei der sublimierte Bestandteile kondensiert werden können, auf 155° C erhitzt. Es ist bekannt, daß aus Diallylphthalatmassen Phthalsäureanhydrid absublimiert. Dies führt in bestimmten Anwendungsbereichen zu Schwierigkeiten, z. B. bei hermetisch abgeschlossenen Mikioschaltungen, deren Funktion durch die Kristalle gestört wild. DATBP entwickelt in diesem Test keine flüchtigen Produkte.
Die Lichtbogen-K-rlechstromfestlgkeit ist ebenfalls eine wichtige Eigenschaft bei Hochspannungsschaltungen. Sowohl reaktive als auch inerte chlorhaltige Additive ergeben keine gute Lichtbogen-Kriechsiromfestigkeit. Dagegen werden mit DATBP ausgezeichnete Ergebnisse erzielt; vgl. Tabelle IV.
Ein mit dem gesundheitsschädlichen bromierten Biphenol durchgeführter Versuch ergibt zwar im ASL-Kristalltest bessere Ergebnisse als in Beispiel PA 7, jedoch schlechtere Ergebnisse als in 4J und 4K.
Beispiel 5
Diallyltetrabromphthalat in Diallylisophthalal-PrSpolymer-Formmassen
Die Hochtemperaturbeständigkeit von Diallyllsophthalatpolymeren mit DATBP als Zusatz wird anhand des Gewichtsverlustes und der Blegefeytigkeitskonstanz nach einer Hochtemperaturalterung bestimmt. Die Prüfung umfaßt auch einen Alterungsiest in einem hermetisch abgeschlossenen Behälter über V. Stunden bei 220° C. Handelsübliche glasgefüllte, fiamm&sre Diaüylisophthalatpolymere bestehen diesen Test nicht zufriedenstellend. Sie enthalten nämlich entweder den reaktiven Polyester b oder Diallyl-HET-ester, die beide chlorhaltig sind und daher beträchtlich schlechtere Ergebnisse ermöglichen als DATBP. Diese Verbindung verbessert auch die Hitzestabilität von Dlallylisophthalatpolymeren in glasgefüllten Formmassen bei einem Ofen-Alterungstest.
Die Massen werden unter Verwendung von Acetonlösungen und nach dem Walzmahlverfahren von Beispiel 4 hergestellt. Die Zusammensetzungen und Ergebnisse sind in Tabelle V aufgeführt.
Andere flammhemmende Zusätze als DATBP führen im Vergleich zu Diallylisophthalatpolymeren zu einer beträchtlichen Verringerung der Biegefestigkeit nach 72 Stunden bei 220° C; vgl. PA 8, 5 L, PA 9 und PA 10 bzw. 5M und PA 11.
Das gesundheitsschädliche bromierte B'.phenyl zeigt in diesem Test ebenfalls gute Ergebnisse; vgl. PA 8 und 5 L.
Tabelle I
Ungefiillte, bei Raumtemperatur gehärtete Polyestergießlinge mit Diallyltetrabromphthalat
Beispiel
Sauerstoffindex
Biegefestigkeit
kPa
1 A 25/25/50 DATBP/StyroI/Polyester von 27,0
Glykol mit Maleinsäureanhydrid und Isophthalsäure (Molverhältnis 1:1) (Polyester a)
1 B 50/50 DATBP/Polyester a 38-40
IC 10/45/45 DATBP/StyroI/Polyester a 21.8
PΛ I 50/50 Styml/Polyestcr son Glykol 25.8
mit Maleinsäureanhydrid und HET-anhydrid 'M öl verhältnis 1:1) (l'olvcsler b*
128,25 x 10·'
103.42 x 10!
Slvrol/I'olveslcr .i
X7.M) ■·; 10'
Tabelle II
Hei Kaiinitemperatur gehärtete P^ieslcr-Glasmatlenlaminale
Prohe/Ueslandleile y I' Λ 3 90 1.0 - I1A 4 90 1.0 1 I) _ - 2 V _ 2 I _
Polyester b (ΡΛ I) IO 0.5 28 IO 0.5 - 28 - -
Styrol - 26.7 - 5 75 24.1 75 8S
50/50 Styml/Polyestcr c* - 107 - 28 25 104 25 15
I)ATHP 200.6 x I0-' 41.2 1.5 184.8 x 10' 1.5 1.5
Met hy lii thy Iketon-perox id 8.96 105 0.5 8.2;' 0.5 (1.5
(ι",« Kobaltnaphtenat 114.5 x 10' 184.8 x 10'· 77.2 x K)' 5 S
Anlinionoxid 8.28 28 28
42.525 g-Glasmatte 77.2 x 10' 34.8 29.7
Sauerstoflmdex 106 K))
Rockwell-Marie. M 207.5 x 10- 151,69 x IO
Biegefestigkeit. kPa 9.65 5.52
Modul x IO\ kPa 55.9 x 10' 73.1 χ K)'
Zugfestigkeit. kPa
* Polyester aus Cilykol und Malcinsiiure-Isnphtliaka'iire (Moherhallnis 2 :
"Libelle III
Diallyltetrabromphthalat in Prämix-Formmassen
Probe/Bestandteile, g
3 G
PA 5
3 II
PA 6
Polyester c (2D) 30/70 Styrol/Polyester c DATBP
Polyester b
tert.-Butylperbenzoat gemahlener Kalkstein Kaolin-Ton
0.635 cm-Glas Antimonoxid
SauerstofTindex
Wärmeformbeständigkeil (°C) bei 18,5618 kg/cm2 Izod-Schlagzähigkeit, Joule/m Rockwell-Härte. M spez. Gewicht, g/cm3 Biegefestigkeit, kPa Dielektrizitätskonstante, 103/106 Hz Dielektrizitätskonstante, 103ZlO6 Hz (naß) Verlustfaktor, 10-7106 Verlustfaktor. 1OVlO- (naß) spez. Widerstand. 720 h inaß) Ohm-cm
- - 74 -
360 - - -
40 - 26 -
- 400 - 100
12 12 2 2
260 260 - -
220 220 110 110
232 232 75 75
40 40 _ _
28,0
42,4
292 130
122,8 128.1
92 92
1,84 1.96
93.8 x 103 60,7 x 103
4.7/4.6 4,8/4,7
5.1/4.7 5,0/4,8
0.025/0,007 0.025/0,006
0,04/0,013 0,04/0.011
6 x 10 _
>40
Tabelle IV
I'rohe/HeM.itultcile.
Dial Iy I-o-ph t ha lat-Prii polymer DATBI'
ter1. -Bulvlpcrbcn/oat V'inyisiliin
Aluminium-Ihrihydrat Antimonoxid bromierles Biphenyl 0.635 cm-Glas
Saiiersloffinilex Πιι' Hiinini/eit. see
MICMMUiUlCf. >CC
Kricchslromfcstigkcil. min bei 2.5 KV ASL-Kristiilllest (Sublimat) spe/. Widerstand bei RT. Ohm spe/. Widerstand (naß). 720 h. Ohni-cm
4 J
21')
113 7
I1X)
K
I1J
13
113 7
190
10
pliis-geliillic DiallylllliT-esiermischiinp ■ PA
29.4 28.3 28-30
89 89 70
4 "*
•ii
4 l\
266 315 100
Spur Spur einiges
8 x I014 - 1 x 10'4
3 x K)1" _ 1 x 10'"
Tabelle V
Diallyltctrabromphthalat in Diallylisophtalat-Präpolymer-Formmassen
l'ri _e/Beslandteile.
Biegefestigkeit nach 2500 h bei 200° C. kPa
Gewichtsverlust nach 2500 h hei 200° C. %
PA S
P Λ
PA
Diiillylisophthalat 219
I)ATUP 0
Diallyl-IIET-ester -
Polyester b -
tert.-Butylperbenzoat 6
Vinylsilan 3
Muminium-trihydrat 113
amorphes SiOi (Füllstoff) -
Antimonoxid 7
0.635 cm-Glas 190
Biegefestigkeit. kPa 86.2 x 10'
Biegefestigkeit nach 72h bei
220° C in verschlossenem
Rohr. kPa 62.7 x 10-'
219
17.0
219
25
219
25
5 M
90.3 x 10' 88.3 x 10' 86.9 x 10' 57.2 x 10? 30.3 x 102 17.9 x I0-'
PA
720 800
80 -
24 24
12 12
560 600
40 -
600 600
100 x 10' 102 x 10
13.8 x 10· 4.9
13.1 x 10-1 18,3

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Flammhemmende, hltzehartbare Massen auf der Basts von (A) mindestens einem vlnylungesSujgten, hitzehärtbaren Polymeren in Form eines ungesättigten Polyesters im Gemisch mit einer vlnylungesättigten Verbindung, oder In Form eines Diallylphthalat-Präpolymeren und (B) einer bromierten aromatischen Verbindung als flammhemmendem Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß als flammhemmendes Mittel (B) 5 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der polymerisierbaren Bestandteile, Dlallyltetrabromphthalat enthalten sind.
2. Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzelchnet, daß das vlnylungesättlgte Polymere (A) ein Polyester aus Glykol und mehrwertigen Sauren ist, von denen 25 bis 50 Mol-% ungesättigt sind.
3. Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Diallylphihalat-Präpolymere (A) ein Vor- polymerist us Diallylphthalat oder Diallylphthalat !si.
4. Massen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich Antimonoxid enthalten.
5. Massen nach Anspruch 4, dadurch gekennzelchnet, daß sie das Antimonoxid In einer Menge von 3 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der polymerlslcrbaren Stoffe, enthalten.
6. Verwendung der Massen nach den Ansprüchen
1 bis 5 zur Herstellung von Formkörpern.
DE2651770A 1975-11-12 1976-11-12 Flammhemmende hitzehärtbare Massen auf Basis von vinylungesättigten Polymeren Expired DE2651770C2 (de)

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Publications (2)

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DE2651770A1 DE2651770A1 (de) 1977-05-26
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BR (1) BR7607610A (de)
CA (1) CA1078546A (de)
DE (1) DE2651770C2 (de)
FR (1) FR2331598A1 (de)
GB (1) GB1563731A (de)
IL (1) IL50867A (de)
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