DE2650679B2 - Wasserablauflülle, insbesondere für Hohlräume in Kraftwagenaufbauten - Google Patents
Wasserablauflülle, insbesondere für Hohlräume in KraftwagenaufbautenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wasser?.blauftülle, insbesondere
für Hohlräume in Kraftwagenaufbauten mit einer an einen Ablaufkegel anschließenden Wässerablauföffnung,
daß in den Hohlräumen vorhandenes Wasser bei stehendem und fahrendem Fahrzeug durch
Schwerkrafteinwirkung abfließt, und bei der der dem Wasserablauf dienende Bereich auf seiner der Außenluft
zugewandten Seite von einer umlaufenden Schürze umgeben ist.
Eine derartige Wasserablauftülle ist bereits aus der DT-OS 24 60 428 bekannt. Diese bekannte Tülle weist
eine zentrale Wasserablauföffnung auf und die Abmessungen der sie umgebenden Schürze sind so gewählt,
daß während der Fahrt aufgrund der dann vorliegenden Druckverhältnisse kein Spritzwasser von außen in die
Ablauföffnungen eindringen kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche bekannte Wasserablauftülle so
weiterzubilden, daß sie auch dann Verwendung finden kann, wenn zusätzlich ein der Zwangsentwässerung
eines anderen Bauteils dienender Schlauch od. dgl. ins Freie geführt werden muß.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der gesamte dem Wasserablauf dienende Bereich trichterförmig
ausgebildet und von einem durchstoßbaren Boden verschlossen ist, und daß in der Wand des
Trichters über den Umfang verteilt Wasseraustrittsöffnungen vorgesehen sind, die sich nach unten bis zum
Boden erstrecken.
Ein Eintritt von Staub od. dgl. kann nach einer Weiterbildung der Erfindung dadurch verhindert
werden, daß in an sich bekannter Weise im Bereich der Wasseraustrittsöffnungen Lamellen vorgesehen sind,
die jeweils fest mit dem oberen Rand der zugeordneten Wasseraustrittsöffnung verbunden sind.
Die Abmessungen der Schürze sind vorzugsweise so gewählt, daß das Verhältnis der lichten Weite der
Schürze zum Durchmesser des Bodens in der Größen-5 Ordnung von 6:1 und das Verhältnis der Höhe der
Schürze zum Durchmesser des Bodens in der Größenordnung von 4 :1 liegt
Die Erfindung ist im folgenden anhand zweier in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher
erläutert In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 schematisch die Anordnung einer Wasserablauftülle an einer Mulde des Kofferraumbodens eines
Personenkraftwagens,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in F i g. 1 in
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in F i g. 1 in
is vergrößerter Darstellung, und
F i g. 3 einen Schnitt entsprechend F i g. 2 jedoch mit zusätzlichen Lamellen im Bereich der Wasseraustrittsöffnungen.
An der tiefsten Stelle einer nicht näher dargestellten Mulde im Kofferraumboden eines Personenkraftwagens ist in einer Öffnung im Karosserieblech 1 eine Wasserablauftülle 2 über eine umlaufende Nut 3 befestigt Die Wasserablauftülle 2 weist als Wasserablauföffnung einen sich nach unten trichterförmig verjüngenden Bereich 4 auf, der unten durch einen bei Bedarf durchstoßbaren Boden 5 abgeschlossen ist In der Wand des trichterförmigen Bereichs 4 sind über den Umfang verteilt mehrere Wasseraustrittsöffnungen 6 angeordnet, die unten auf der Höhe des Bodens 5 enden.
An der tiefsten Stelle einer nicht näher dargestellten Mulde im Kofferraumboden eines Personenkraftwagens ist in einer Öffnung im Karosserieblech 1 eine Wasserablauftülle 2 über eine umlaufende Nut 3 befestigt Die Wasserablauftülle 2 weist als Wasserablauföffnung einen sich nach unten trichterförmig verjüngenden Bereich 4 auf, der unten durch einen bei Bedarf durchstoßbaren Boden 5 abgeschlossen ist In der Wand des trichterförmigen Bereichs 4 sind über den Umfang verteilt mehrere Wasseraustrittsöffnungen 6 angeordnet, die unten auf der Höhe des Bodens 5 enden.
Diese Wasseraustrittsöffnungen 6, die — wie F i g. 3 der Zeichnung zeigt — zusätzlich mit elastischen Lamellen 7
zum Schutz gegen Eintritt von Staub od. dgl. versehen sein können, dienen der Entwässerung der nicht näher
dargestellten Mulde. Falls zusätzlich noch die Zwangsentwässerung eines anderen Bauteils, wie z. B. einer
Antenne oder einer Tankeinfüllstutzen-Mulde über einen Schlauch od. dgl. erforderlich ist, kann der Boden
5 der Wasserablauftülle 2 durchstoßen und der Schlauch durch die so entstandene Öffnung ins Freie geführt
werden.
Der der Wasserabführung dienende Bereich der Wasserablauftülle 2 ist auf seiner der Außenluft
zugewandten Seite von einer umlaufenden Schürze 8 umgeben, deren Dimensionierung besondere Bedeutung
zukommt.
Das Abfließen funktioniert nämlich beim Fahren normalerweise nur so lange, wie ein Druckgefälle von
innen nach außen vorliegt, was in einem geschlossenen Fahrzeug mit offener Belüftungsanlage der Fall ist, da
so der Außendruck leicht negativ ist; es entsteht dabei eine
fahrgeschwindigkeitsabhängige, aber relativ geringe Austrittsgeschwindigkeit an den Wasseraustrittsöffnungen
6.
Wird nun durch öffnen des Schiebedachs oder eines Seitenfensters der Innendruck sehr viel niedriger als der Außendruck, so wird durch dieses umgekehrte Druckgefälle eine relativ hohe Ansauggeschwindigkeit an den Wasseraustrittsöffnungen 6 erzeugt, die jedoch durch die Querschnittsvergrößerung im Bereich der von der
Wird nun durch öffnen des Schiebedachs oder eines Seitenfensters der Innendruck sehr viel niedriger als der Außendruck, so wird durch dieses umgekehrte Druckgefälle eine relativ hohe Ansauggeschwindigkeit an den Wasseraustrittsöffnungen 6 erzeugt, die jedoch durch die Querschnittsvergrößerung im Bereich der von der
Schürze 8 umschlossenen größeren öffnung 9 wieder weitgehend abgebaut wird. Während die Wasseraustrittsöffnungen
6 nach dem zu erwartenden und experimentell zu ermittelnden Wasseranfall ausgelegt
werden, werden die anderen Abmessungen der Wasserablauftülle
2 bei Windkanalversuchen ermittelt.
Dabei muß der Querschnitt der Öffnung 9 so ausgelegt werden, daß sich bei höchstmöglichem
Unterdruck im Fahrgastraum, der bei geöffnetem
Schiebedach und geschlossener Belüftung entsteht, bis zu Fahrgeschwindigkeiten von etwa 150 km/h eine so
geringe Geschwindigkeit im unteren Bereich der öffnung 9 ergibt, daß kein Spritzwasser durch die
öffnung 9 hochgerissen wird. Es ergeben sich daraus Durchmesserverhältnisse für die öffnung 9 und den
Boden 5 von etwa 6:1.
Die Distanz zwischen den Austrittsbereichen der öffnungen 6 und 9 ergibt sich — unter Berücksichtigung
der gesamten Tüllenlänge, die vom Böschungswinkel eines Fahrzeugs mitbestimmt wird — ebenfalls aus
Versuchen im Windkanal. Diese muß so groß sein, daß die hohe Ansauggeschwindigkeit bei den Wasseraustrittsöffnungen
6 zu einem einigermaßen gleichmäßigen und niedrigen Geschwindigkeitsprofil im unteren
Bereich der öffnung 9 führt Erforderlich ist dazu ein
Verhältnis von etwa 4 :1.
Die Wanddicke und das Material der Wasserablauftülle 2 — die aus Gummi oder Kunststoff sein kann —
ergeben sich aus der Forderung, daß die Wasserablauftülle 2 nicht durch Fahrtwind und auftreffendes
Spritzwasser verformt werden darf.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Wasserablauftülle, insbesondere für Hohlräume in Kraftwagenaufbauten mit einer an einen Ablaufkegel
anschließenden Wasserablauföffnung, daß in den Hohlräumen vorhandenes Wasser bei stehendem
und fahrendem Fahrzeug durch Schwerkrafteinwirkung abfließt, und bei der der dem Wasserablauf
dienende Bereich auf seiner der Außenluft zugewandten Seite von einer umlaufenden Schürze
umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte dem Wasserablauf dienende
Bereich (4) trichterförmig ausgebildet und von einem durchstoßbaren Boden (5) verschlossen ist, und daß
in der Wand des Trichters über den Umfang verteilt Wasseraustrittsöffnungen (6) vorgesehen sind, die
sich nach unten bis zum Boden erstrecken.
2. Wasserablauftülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise im
Bereich der Wasseraustrittsöffnungen (6) Lamellen (7) vorgesehen sind, die jeweils fest mit dem oberen
Rand der zugeordneten Wasseraustrittsöffnung verbunden sind.
3. Wasserablauftülle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der lichten
Weite der Schürze (8) zum Durchmesser des Bodens (5) in der Größenordnung von 6:1 und das
Verhältnis der Höhe der Schürze (8) zum Durchmesser des Bodens (5) in der Größenordnung von 4 :1
liegt.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2650679A DE2650679C3 (de) | 1976-11-05 | 1976-11-05 | Wasserablauftülle, insbesondere für Hohlräume in Kraftwagenaufbauten |
| GB43937/77A GB1568569A (en) | 1976-11-05 | 1977-10-21 | Water drain spout for vehicles |
| US05/847,494 US4176877A (en) | 1976-11-05 | 1977-11-01 | Water drainage spout, especially for hollow spaces in motor vehicle structures |
| JP13036477A JPS5360025A (en) | 1976-11-05 | 1977-11-01 | Drainage nozzle suited for installation in hollow space formed particularly in vehicle body |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2650679A DE2650679C3 (de) | 1976-11-05 | 1976-11-05 | Wasserablauftülle, insbesondere für Hohlräume in Kraftwagenaufbauten |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2650679A1 DE2650679A1 (de) | 1978-05-11 |
| DE2650679B2 true DE2650679B2 (de) | 1978-08-17 |
| DE2650679C3 DE2650679C3 (de) | 1979-04-12 |
Family
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Family Applications (1)
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