DE2649292C2 - Reinigungsvorrichtung für die Konvektionsheizflächen eines Heizungskessels mit einer Konvektionskammer - Google Patents
Reinigungsvorrichtung für die Konvektionsheizflächen eines Heizungskessels mit einer KonvektionskammerInfo
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- F23J3/02—Cleaning furnace tubes; Cleaning flues or chimneys
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- F24H—FLUID HEATERS, e.g. WATER OR AIR HEATERS, HAVING HEAT-GENERATING MEANS, e.g. HEAT PUMPS, IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung für
die Konvektionsheizflächen eines Heizungskessels mit einer (Convektionskammer.
Reinigungsvorrichtungen dieser Art sind aus den folgenden Druckschriften bekannt:
65
Π) GB-PS 10 54 580
(2) AT-PS 2 93 444
(3) DE-PS 7 20 264
Bei einer Vorrichtung gemäß Druckschrift (1) werden die Konvektionsflächen lediglich. mit Wasser abgespritzt
Dabei erreicht das Wasser keineswegs alle Teile der zu säubernden Rächen. Deshalb verbleiben
Feuchtigkeit und gelöster Ruß sowie sonstige Ablagerungen auf den Flächen. Außerdem ist der Wasserverbrauch
hoch. Es gibt bei dieser Vorrichtung keinen geschlossenen, mit Wasser füllbaren Behälter. Die
Vorrichtung arbeitet somit nicht genügend wirksam und unrationell.
Zu Druckschrift (2) läßt sich derselbe Kommentar geben wie zu der Druckschrift (1).
Bei der Einrichtung gemäß der Druckschrift (3) werden die Konvektionsflächen mit Natronlauge und
gleichzeitig oder später mechanisch behandelt, um Ablagerungen zu entfernen. Das Verfahren wird bei
rotierenden und feststehenden Wärmetauschern verwendet Im Zusammenhang mit rotierenden Vorwärmern
offenbart die Zeichnung einen mit Flüssigkeit gefüllten Trog, worin der Vorwärmer umläuft Dabei
müssen zwangsläufig im oberen Bereich des Vorwärmers sitzende Ablagerungen gelöst werden und ins
Innere des Vorwärmers fallen. Das mechanische Reinigen wird hierdurch sehr schwierig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Heizungskessel der eingangs genannten Gattung die
Reinigungsvorrichtung derart zu gestalten, daß die Reinigung einfach, zuverlässig und sparsam durchführbar
ist, und daß insbesondere die baulichen Aufwendungen gering sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in dem Kennzeichen des Anspruchs 1 wiedergegebenen
Merkmale gelöst Hierbei werden die Wände der Konvektionskammer in doppelter Weise ausgenutzt:
Zum einen dienen sie nämlich — in an sich bekannter Weise — dazu, das am Wärmeaustauscher beteiligte
Medium aufzunehmen; zum anderen werden sie zur Bildung des diesen Konvektionsraum teilweise umschließenden
Behälters herangezogen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im einzelnen
folgendes dargestellt:
F i g. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer Reinigungsvorrichtung gemäß der Erfindung, im Aufriß
und geschnitten.
Fig.2 zeigt eine weitere Ausführungsform der
Erfindung, im Aufriß und geschnitten.
Die Konvektionskammer 6 des in F i g. 1 dargestellten Heizungskessels ist teilweise von einer Kammer
eingeschlossen, welche hohle Wände 3' aufweist. Diese
sind mit Wasser gefüllt. Die Kammer hat ferner Wände 11 eines unter der Konvektionskammer 6 angeordneten
wasserdichten Behälters 12. Diese Wände 11 schließen
sich dichtend an die Wände 3' an.
Bei dieser Ausführungsform streichen die Verbrennungsgase um die Unterkante einer senkrecht herabhängenden
Umlenkplatte 13 herum; sie steigen sodann auf bis zum oberen Bereich eines inneren Teiles 6' der
Konvektionskammer 6. Von hier strömen die Gase durch den inneren Teil 6' der Konvektionskammer 6
abwärts, gehen von da durch den wasserdichten Behälter 12 hindurch nach oben durch einen äußeren
Teil 6" der Konvektionskammer 6 und strömen schließlich durch eine Rauchgasöffnung T nach außen.
Die Wände 3' und 11 bilden eine nach unter, geschlossene Kammer, welche teilweise die Konvektionskammer
6 einhüllt. Oberhalb der Konvektionskammer 6 ist eine Fülleinrichtung 14 angeordnet, mit zwei
Düsen, die entweder starr befestigt oder abnehmbar sein können, und die an eine Wasserleitung 16
angeschlossen sind und mit dieser eine Fülleinrichtung bilden. Diese Düsen sind derart angeordnet, daß sie
Wasser auf die Konvektionsflächen leiten können. Das Wasser wird in der Konvektionskammer 6 mit den
Wänden 3' und 11 aufgefangen. Sobald der Wasserspiegel
jene Marke erreicht, die durch die gestrichelte Linie 15 im oberen Bereich der Konvektionskammer 6
angedeutet ist, wird ein Abschlußorgan 17 in der Wasserleitung 16 durch einen Niveaufühler 20 geschlossen.
Man läßt nun das Wasser in dem wasserdichten Behälter 12 so lange stehen, bis der Ruß und
gegebenenfalls die anderen Ablagerungen von den Konvektionsflächen abgelöst sind.
Wenn man Wasser auf die genannten Oberflächen aufsprüht, kann man dem Wasser soviel Chemikalien
wie notwendig zugeben, um das Wasser zu neutralisieren, so daß es in ein Abwassersystem eingespeist
werden kann. Es wird durch einen im Boden vorgesehenen Auslaß 19 abgelassen, -der ein Ventil 18
aufweist
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entrußen von berußten Konvektionsflächen mit Wasser ist weit
wirkungsvoller als Ausführungsformen, welc'ie die konventionellen Sprühbehandlungen anwenden. Die
Erfindung erbringt eine deutliche Verminderung der Korrosion, eine Steigerung des Reinigungsgrades und
eine Verminderung der Zeitdauer einer Reinigung, wodurch wiederum die Korrosion herabgese'zt wird. In
gewissen Fällen, insbesondere dann, wenn man stark alkalische Flüssigkeiten zum Entrußen verwendet,
können sich kolloidale Schichten auf den mit Ruß oder sonstigen Ablagerungen bedeckten Konvektionsflächen
bilden. Diese Schichten machen eine längere Reinigungsdauer erforderlich. Die in Fig.2 dargestellte
Ausführungsform der Erfindung beseitigt dieses Problem und steigert den Wirkungsgrad.
Genau wie bei der in Fig. 1 beschriebenen Ausführungsform
der Erfindung ist auch hier die Konvektionskammer 6 des Heizungskessels 1 teilweis von hohlen
Wänden 3' eingeschlossen, welche vorzugsweise mit Wasser gefüllt sind, und auch hier sind Wände 11 eines,
die Konvektionskammer 6 teilweise umschließenden. Behälters 12 vorgesehen, wobei die Wände 11 und 3' -ü
wiederum dichtend aneinander anschließen. Zusätzlich ist jedoch eine Elektrode 21 vorgesehen.
Diese Elektrode 21 steht in direktem Kontakt mit der in dem wasserdichten Behälter 12 enthaltenen Flüssigkeit
und ist innerhalb des wasserdichten Behälters 12 -" angeordnet Sie kann aber auch beispielsweise einen
Teil der Ward 11 umfassen, muß dann jedoch gegen die
Wand des Heizungskessel galvanisch isoliert werden. Die Elektrode besteht aus einem Werkstoff von guter
elektrische» Leitfähigkeit weist eine möglichst große Oberfläche auf und kann jede beliebige Gestalt haben.
Die Elektrode 21 ist an einen versiegelten Leitungsdraht 22 angeschlossen, der sich durch den Boden des Kessels
hindurch erstreckt und der seinerseits an einen mechanisch oder von Hand bedienbaren Alternator 23
angeschossen ist Von diesem führt eine Leitung 24 zur Wand 3' des Heizungskessels 1 so nahe wie möglich an
den Wasserspiegel 15 heran. Der Alternator 23 ist an eine Gleichstromquelle 25 angeschlossen. Durch diese
wird zwischen den Wänden der Konvektionskammer 6 und der Elektrode 21 eine Spannung erzeugt Dem
Alternator 23 obliegt die Aufgabe, einen der beiden Pole der Gleichstromquelle an die Elektrode 21 und an die
Wände der Konvektionskammer 6 des Heizungskessels anzuschließen. Die. Elektrode 211 ist jedoch normalerweise
mit dem positiven Ende de: Stromquelle 25 verbunden. Der Alternator 23 kann rneis: weggelassen
werden.
Wenn die Elektrode 21 an die positive Klemme der Spannungsquelle und die Wand 3' an die negative
Klemme angeschlossen ist so werden negative Ionen oder Teilchen, zum Beispiel Cl-, SO4- und SO3-Ionen von
den überzogenen Oberflächen abgelöst und wandern nach Elektrode 21 hin oder wenigstens teilweise dorthin.
Die positiven Ionen hingegen, wie z. B. Natrium-Ionen,
wandern jeweils zur Kesselwand und zu den Konvektionsflächen. Auf diese Weise vollzieht sich die
Ablösung der Schichten rascher, als wenn nur Flüssigkeit verwendet wird. Es werden auch jegliche
Kolloide abgelöst, die sich dann bilden, wenn das Wasser Alkali enthält Hierbei ist es unmöglich, daß sich
eine Schicht auf dem Überzug von Ruß usw. ablagert.
Da die Behandlungszeitdauer wesentlich vermindert ist, ist auch die Gefahr der Korrosion kleiner. Soferrs der
Überzug positive Ionen enthält, kann dieser durch einen schwachen Strom entfernt werden, welcher von der
Span.iungsquelle 25 durch die Elektrode strömt. In
diesem Falle wird der zuvor erwähnte Alternator zweckmäßigerweise dazu angewandt, die Stromrichtung
für eine gewisse Zeitdauer umzukehren. Der die Flüssigkeit durchsetzende Strom sowie die zugehörige
Spannung können verändert und willkürlich während der Behandlungsdauer gänzlich 'jnterbrochen werden.
Dies wird im einzelnen abhängen von den auftretenden Salzen und Kolloiden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Reinigungsvorrichtung für die Konvektionsflächen
eines Heizungskessels mit einer Konvektionskammer, dadurch gekennzeichnet, daß
die Konvektionskammer (6) teüweise von Wänden (3', 11) eingeschlossen ist, die einen nach unten
geschlossenen wasserdichten Behälter (12) bilden und die sich wenigstens bis zum oberen Bereich der
Konvektionskammer (6) hin erstrecken, daß eine Fülleinrichtung (14) vorgesehen ist, die es erlaubt,
den wasserdichten Behälter (12) mit Wasser zum Ablösen von Ruß und anderen Ablagerungen auf
den Konvektionsflächen zwecks Reinigens dieser Flächen zu füllen, und daß ein Auslaß (19) zum
Abführen des verunreinigten Wassers aus dem . Behälter vorgesehen ist
2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fülleinrichtung
derart gestaltet ist, daß dem für den Behälter bestimmten Wasser Chemikalien bekannter Art zur
Neutraüsisrung des verunreinigten Wassers vor
dessen Ablassen zugeführt werden können.
3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser durch die
Fülleinrichtung (14) herangeführt wird, die oberhalb der Konvektionskammer (6) angeordnet ist, und daß
die Fülleinrichtung (14) an eine Wasserleitung (16) unter Zwischenschaltung eines Abschlußorganes
(17) angeschlossen ist, das von einem im wasserdichten Behälter (12) vorgesehenen Niveaufühler (20)
gesteuert ist '
4. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, ds" eine Elektrode (21) in
. unmittelbare Berührung mit der im wasserdichten Behälter (12) enthaltenen FlB: "tgkeit gebracht wird,
daß eine Gleichstromquelle (25) zwischen die Elektrode (21) und eine Wand (3') der Konvektionskammer
(6) geschaltet ist, und daß die Wände der Konvektionskammer (6) in elektrisch leitender
Verbindung mit der Flüssigkeit stehen.
5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode (21) an die
positive Klemme der Gleichstromquelle (25) angeschlossen ist.
6. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsquelle (25)
an die Elektrode (21) und an die Wand (3') der Konvektionskammer (6) über einen Alternator (23)
angeschlossen ist, um eine wahlweise Verbindung mit den Klemmen zu ermöglichen.
7. Reinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elektrode (21) im unteren Bereich des wasserdichten Behälters (12) angeordnet ist.
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