DE2648791C2 - Gemischregelvorrichtung mit geschlossener Regelschleife für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Gemischregelvorrichtung mit geschlossener Regelschleife für eine BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gemischregelvorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art.
Bei einer solchen, aus der DE-OS 22 29 928 bekannten Gemischregelvorrichtung der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Art ist die Einrichtung zum Erfassen der Beschleunigung und Verzögerung der Brennkraftmaschine
ein Meßfühler, der jeweils die von der Brennkraftmaschine angesaugte Luftmenge im Ansaugsystem
überwacht. Die Änderung des Integrationsfaktors des Integralreglers erfolgt dabei nach Maßgabe der
Ausgangsspannung dieses Meßfühlers. Die Ausgangs-Spannung eines solchen Meßfühlers folgt jedoch beim
Übergang der Brennkraftmaschine von einem Betriebszustand auf einen anderen, also z. B. bei einer starken
Beschleunigung oder Verzögerung der Brennkraftmaschine, dem Betriebszustandsbefehlssignal ebenfalls nur
mit einer bestimmten Verzögerung. Dieses Arbeiten des Meßfühlers wird noch weiter dadurch verschlechtert,
daß auch z. B. beim plötzlichen öffnen des Drosselventils auf eine große Offnungsgröße die angesaugte An-
saugluftmenge ebenfalls nur mit einer gewissen Verzögerung vergrößert wird.
Mit der DE-OS 25 49 388 wurde eine Gemischregelvorrichtung vergleichbarer Art vorgeschlagen, bei der
das ordnungsgemäße Arbeiten der Einrichtung zum Erfassen des Abgasbestandteils und auch der Leerlaufbetrieb
der Brennkraftmaschine überwacht wird, um sowohl beim Leerlaufbetrieb der Brennkraftmaschine als
auch bei Abgabe eines nicht fehlerfreien Ausgangssignals von der Einrichtung zum Erfassen des Abgasbestandteils
einen bei der bekannten Gemischregelvorrichtung benutzten Proportional-Integralregler unwirksam
zu schalten, wodurch damit die geschlossene Regelschleife unterbrochen und die Luft und Kraftstoff der
Brennkraftmaschine zuführende Einrichtung nach Maßgabe eines Steuersignals bestimmter Größe gesteuert
wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gemischregelvorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten
Art so weiterzubilden, daß diese im Übergangsbetriebsbereich der Brennkraftmaschine annähernd keine Regelschwankungen
aufgrund der auftretender: Verzögerungen zeigt
Bei einer Regelvorrichtung der genannten Art ist diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst
Die erfindungsgemäße Regelvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß sie vorzugsweise mit drei unterschiedlichen
Integrationsfaktoren arbeiten kann, die nach Maßgabe einer festgestellten Beschleunigung oder
Verzögerung der Brennkraftmaschine während bestimmter Zeitdauern nach der Feststellung der Beschleunigung
bzw. der Verzögerung wirksamgeschaltet werden, bzw. ein Wirksamschalten eines anderen Integrationsfaktors
während einer bestimmten Zeitdauer noch unterbunden wird. Wird eine Beschleunigung der
Brennkraftmaschine festgestellt so wird während einer bestimmten ersten Zeitdauer, beginnend mit dem Zeitpunkt
des Auftretens des eine Beschleunigung der Brennkraftmaschine angebenden ersten Signals, der Integrationsfaktor
des Integralreglers auf einen höchsten Wert angehoben, um damit während der Beschleunigungsphase
der Brennkraftmaschine ein zu mageres Gemisch zu verhindern, das sonst infolge der Verzögerung
innerhalb der geschlossenen Regelschleife bei einem mittleren Integrationsfaktor austreten würde. Nach
Beendigung dieser bestimmten ersten Zeitdauer wird der Integrationsfaktor auf einen mittleren Wert verringert,
der für den Betrieb der Brennkraftmaschine und auch der Gemischregelvorrichtung z. B. für den normalen
Fahrzustand eines mit der Brennkraftmaschine ausgerüsteten Fahrzeuges optimal ist. Wird z. B. ausgehend
von diesem normalen Fahrzustand eine Verzögerung der Brennkraftmaschine festgestellt, so wird während
einer bestimmten zweiten Zeitdauer, beginnend mit dem Auftreten des die Verzögerung angebenden zweiten
Signals, der mittlere Integrationsfaktor noch beibehalten, d. h. eine Umschaltung des mittleren Integrationsfaktors
auf den niedrigsten Integrationsfaktor noch verhindert. Dadurch erhält die Brennkraftmaschine
auch bei ihrer Verzögerung während der bestimmten zweiten Zeitdauer eine Kompensation eines zu reichen
Gemisches, das sich sonst beim niedrigsten Integrationsfaktor aufgrund der bei der Verzögerung der
Brennkraftmaschine in der Regelschleife auftretenden
noch größeren Verzögerung einstellen würde. Erst nach Verstreichen dieser bestimmten zweiten Zeitdauer wird
der mittlere Integrationsfaktor auf den niedrigsten Intetrationsfaktor
umgeschaltet, um der relativ langen Verzögerungsaeit
im Bereich des Leerlaufs der Brennkraftmaschine Rechnung zu tragen. Die erfindungsgemä&e
Gemischregelvorrichtung ermöglicht daher einen optimalen Betrieb der Brennkraftmaschine auch während
ihrer Übergangsbereiche, in dem drei diskrete Integrationsfaktoren für den Integralrechner benutzt werden,
die in einer ganz bestimmten zeitlichen Zuordnung zum Auftreten der eine Beschleunigung und eine Verzögerung
angebenden ersten und zweiten Signale wirksam geschaltet werden.
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand
der Zeichnung erläutert Im einzelnen zeigt
F i g. 1 schematisch ein Blockschaltbild des Ausführungsbeispiels,
F i g. 2 eine Schaltung eines in F i g. 1 dargestellten Integralreglers im einzelnen und
F i g. 3 ein Signaldiagramm zur Er'äuterung der Arbeitsweise
der in F i g. 2 dargestellten Schaltung.
Ein Gemisch aus Kraftstoff und Luft wird über eine Kraftstoff- und Luft mischende und zumessende Einrichtung
11, die ein Vergaser oder eine Kraftstoffein-Spritzanlage
sein kann, der Brennkraftmaschine 10 zugeführt. Im Abgaskanal ist ein Abgassensor 12 für die
Abgaszusammensetzung vorgesehen, der beispielsweise ein Sauerstoffsensor sein kann, der ein elektrisches
Signal liefert, dessen Amplitude die Sa.uerstoffkonzentration im Abgas wiedergibt und damit die Einrichtung
zum Erfassen der Konzentration eines Abgasbestandteils bildet Das die Sauerstoffkonzentration wiedergebende
Signal wird einem Vergleicher 13 zugeführt, der es mit einer Bezugsspannung vergleicht. Der Vergleieher
13 erzeugt in Abhängigkeit davon, ob das Signal über oder unter einem Bezugswert liegt, ein Ausgangssignal
mit einem von zwei diskreten Werten und legt es an einen Integralregler 14, der die Ampl:tude des Signals
in Übereinstimmung mit einer bestimmten Regelkennlinie verstärkt. Als Vergleiche!' 13 kann ein Differenzverstärker
benutzt werden. Die Kraftstoff und Luft mischende Einrichtung 11 empfängt ein Signal vom Integralregler
14, um das Luft-Kraftstoff-Verhältnis derart zuzumessen, daß dann, wenn das Signal des Abgassensors
über dem Bezugswert liegt, das Luft-Kraftstoff-Gemisch in die Richtung geregelt wird, in der die Amplitude
des Signals des Abgassensors abnimmt.
Wegen der der Regelung eigenen Verzögerungszeit vom Zeitpunkt der Kraftstoffeinspritzung bis zum Zeitpunkt
der Wahrnehmung der Abgaszusammensetzung neigt das Regelsignal dazu, die zu messende Einrichtung
in derselben Richtung selbst dann weiter zu beeinflussen, wenn der bestimmte Wert erreicht ist, was somit zu
Regelschwankungen führt.
Die Regelschwrr.kung ist besonders sttrk, wenn die
Brennkraftmaschine sich in einem Übergangsbetriebszustand befindet, beispielsweise eine Beschleunigung
oder Verzögerung ausführt.
Fig. 2 zeigt Einzelheiten eines Integralreglers 14.
Dieser enthält einen integrierenden Funktionsverstärker 20 mit einem Integrationskondensator Cl. der mit
seinem Ausgang und seinem invertierenden Eingang verbunden ist, der über eine schaltbare Widerstandsschaltung 21 mit dem Ausgang des Vergleichers 13 ver-
bunden ist. Der Ausgang des Funktionsverstärkers 20 liegt am invertierenden Eingang eines Funktionsverstärkers
22, der die Polarität des Ausgangssignals des Funktionsverstärkers 20 umkehrt, bevor das integrierte
2b
Signal an einem eine Summierschaltung bildenden Funktionsverstärker 23 liegt. Eine zweite schaltbare Widerstandsschaltung
24 ist mit dem Ausgang des Vergleichers 13 und dem invertierenden Eingang des Summierverstärkers
23 verbunden. Die zweite Widerstandsschaltung 24 arbeitet als Proportionalregler. Der nicht
invertierende Eingang jedes der Funktionsverstärker 20,22,23 liegt über Spannungsteiler, die jeweils durch in
Reihe geschaltete Widerstände 35,36,37,38 und 39,40
gebildet werden, an einer Gleichspannungsquelle Vcc.
Es ist ein Vergleichsfunktionsverstärker 25 vorgesehen, dessen invertierender Eingang über einen Spannungsteiler,
der von Widerständen 31 und 32 gebildet wird, mit der Gleichspannungsquellc Vcc verbunden ist
und dessen nicht invertierender Eingang am Verbindungspunkt zwischen einem Widerstand /?6 und einem
Kondensator C2 liegt, die eine Verzögerungseinrichtung bilden. Die Verzögerungseinrichtung oder -schaltung
ist über einen normalerweise geschlossenen Dros-SciSicüüMgSSCnältcr
TS Zwischen die SpänriüngSqüCÜC
Vcc und Erde geschaltet und einem Widerstand R 7 parallelgeschaltet.
Der Ausgang des Funktionsverstärkers 25 liegt über ein drittes Relais Can Erde.
Es ist ein Funktionsverstärker 26 vorgesehen, dessen nicht invertierender Eingang am Verbindungspunkt
zwischen dem Drossclstcllungsschaltcr TS und dem Widerstand
R 7 liegt und dessen invertierender Eingang über einen Spannungsteiler, der von Widerständen 33
und 34 gebildet wird, mit der Spannungsquelle Vcc verbunden ist. Der Ausgang des Funktionsverstärkers 26
liegt über ein erses Relais A an Erde und am Eingang
eines mit der Rückflanke eines Impulses getriggerten monostabilen Multivibrators 27, dessen Ausgang über
ein zweites Relais B an Erde liegt und der die monostabile Schaltung bildet. Das Relais A weist zwei Ruhekontakte
a, und a2 auf, das Relais B hat einen Umschaltkontakt
b\ und einen Arbeitskontakt bi und das Relais C
weist zwei Ruhekontakte c- und "- ^"f
Die schaltbare Widerstandsschaltung 21 enthält eine Reihe von parallel geschalteten Widerstandskreisen mit
Widerständen R 3, R 4 und R 5. Der Arbeitskontakt bi
ist in Reihe zum Widerstand R 3 geschaltet, so daß sich eir.e Parallelschaltung zum Widerstand R 5 ergibt, wenn
das Relais B erregt ist Die Ruhekontakte a2 und Ci sind
parallel zueinander und in Reihe zum Widerstand R 4 geschaltet, um diesen Widerstand parallel zum Widerstand
R 5 zu schalten, wenn beide Relais A und C entregt bleiben.
Die schaltbare Widerstandsschaltung 24 enthält Widerstände R 1 und R 2, deren eines Ende zusammen
über die parallel geschalteten Ruhekontakte a\ und C\
am invertierenden Eingang des Summierfunktionsverstärkers 23 liegt, wobei der Widerstand R 1 mit seinem
anderen Ende über die Ruheseite des Umschaltkontaktes b; und der Widerstand R 2 am anderen Ende über die
Arbeitsseite des Umschaltkontaktes b\ am Ausgang des Vergleichers 13 liegen. Der Widerstand R 1 hat einen
größeren Widerstandswert als der Widerstandswert des Widerstands R Z
Im folgenden wird anhand des Signaldiagramms in Fig.3 die Arbeitsweise der in Fig.2 dargestellten
Schaltung beschrieben. Während der Zeit vor der Beschleunigung des Fahrzeugs bleibt der Drosselstellungsschalter
TSgeschlossen, so daß sich eine Spannung über
dem Widerstand R 7 entwickelt, die am nicht invertierenden Eingang des Funktionrverstärkers 26 und über
den Widerstand R 6 am nicht invertierenden Eingang des Verstärkers 25 liegt, um deren Potentiale auf einen
Pegel über dem Potential an ihrem invertierenden Eingang anzuheben, so daß die Verstärker 25 und 26 Ströme
liefern, die die Relais A und C erregen. Durch das Anziehen der Relais A und C wird die Verbindung der
Widerstandsschaltung oder des Proportionalreglers 24 mit der Summierschaltung 23 unterbrochen und wird
weiterhin der Widerstand R 4 vom Widerstand R 5 getrennt. Die Integrationszeitkonstante des Funktionsverstärkers
20 ist somit gleich R 5 -Ci, was den größten
Wert der Zeitkonstante darstellt, so daß die integrierte Ausgangsspannung mit dem niedrigsten Integrationsfaktor oc ansteigen kann, wie es in F i g. 3e dargestellt ist.
Bei einer Beschleunigung des Fahrzeugs zum Zeitpunkt t == f|, wird der Drosselstellungsschalter TS geöffnet,
damit das erste Signal erzeugt und werden die Funktionsverstärker 25 und 26 auf den Zustand des niedrigen
Ausgangssignals umgeschaltet, was die Relais A und C entregt, so daß die Ruhekontakte a\, a2 und c\, q in ihre
geschlossene Lage zurückkehren. In dem Augenblick, in dem da; Ausgsngssigns! des Funktiofisverstärkers 26
auf einen niedrigen Pegel geht, erzeugt der monostabile Multivibrator 27 einen Impuls mit einer Dauer vom
Zeitpunkt t = fi bis zum Zeitpunkt t = t2. Dieser Impuls
erregt das Relais ß (Fig. 3c), was dazu führt, daß die Widerstände R3.R4.R5 parallel geschaltet werden, so
daß die Zeitkonstante ihren niedrigsten Wert hat, damit die integrierte Spannung mit dem höchsten integrationsfaktor
β während der ersten Zeitdauer f = ti bis
t " h Ansteigen kann, wie es in F i g. 3e dargestellt ist.
Gleichzeitig wird der Widerstand R 2 im Proportionalregler 24 geschaltet. Da der Widerstand R 2 kleiner als
der Widerstand R 1 ist, hat der Proportiönalitätsfaktor während der ersten Zeitdauer t = fi bis t = t2 seinen
größten Wert, wie es in F i g. 3f dargestellt ist. Es ist
ersichtlich, daß während der ersten Zeitdauer f = /ι bis
f >= ti der Gesamtregelverstärkungsfaktor auf einen
Maximalwert angehoben ist. Dadurch ist es möglich, daß die Kxaftstoffmenge abrupt ansteigt, um für eine
Kompensation des Luft-Kraftstoff-Gemisches zu sor-
gen, das sonst ärmer ist als es bei der Übergangsperiode nach der Beschleunigung erwünscht ist.
Zum Zeitpunkt f = t2 fällt das Relais B ab, was zur
Folge hat, daß der Widerstand R 4 mit dem Widerstand R 5 verbunden bleibt. Es sei angenommen, daß das Signal
des Abgassensors 12 über dem Bezugswert während der Zeitdauer f = t2 bis r = f4 liegt und daß der
Vergleicher 13 einen Impuls erzeugt, wie er in Fi g. 3a
dargestellt ist Das integrierte Ausgangssignal wird bei einem mittleren Integrationsfaktor;'in die entgegengesetzte
Integrationsrichtung abnehmen. Andererseits bringt das Abfallen des Relais B den Widerstand R 1
statt des Widerstandes R 2 in den Proportionalregler 24, um den Proportionalitätsfaktor herabzusetzen.
Während des Normalbetriebs vom Zeitpunkt t = t2
bis t = ti ist der Gesamtregelverstärkungsfaktor des
Reglers auf einen mittleren Wert eingestellt
Eine Verzögerung des Fahrzeugs zum Zeitpunkt t = tz schließt den Drosselstellungsschalter TS, was das
zweite Signal erzeugt, so daß der Kondensator C 2 über den Widerstand R 6 aufgeladen wird. Nach einer bestimmten
zweiten Zeitdauer erreicht die Spannung am nichtinvertierenden Eingang des Funktionsverstärkers
25 zum Zeitpunkt t — u, die Spannung an seinem invertierenden
Eingang.
Eine Verzögerung des Fahrzeugs zum Zeitpunkt ! — h schließt also den Drosselstellungsschalter TS. Dadurch
wird das Relais A erregt und gleichzeitig der Kondensator C2 über den Widerstand R 6 aufgeladen. Nach
einer bestimmten zweiten Zeitdauer erreicht die Spannung
am nichtinvertierenden Eingang des Funktionsverstärkers 25 die Spannung an seinem invertierenden
Eingang, so daß aas Relais C zum Zeitpunkt / = u erregt wird. Während der Zeitdauer t = /3 bis f = u bleibt
daher der Gesamtregelverstärkungsfaktor des Reglers unverändert. Das ermöglicht eine Kompensation des
währ«v.d der Zeitdauer t = (3 bis t = u reichen Luft-Kraftstoff-Gemisches
und ab dem Zeitpunkt t = f4 sind beide Widerstände R 3 und /?4 vom Widerstand R 5
getrennt, ist der lntegrationsfaktor auf den kleinsten Wert geändert und ist der Proportionalregler 24 unwirksam,
so daß der Gesamtregelverstärkungsfaktor auf ein Minimum herabgesetzt ist, um die auftretenden
Regelschwankungen zu unterdrücken.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
Claims (5)
1. Gemischregelvorrichtung mit geschlossener Regekchleife für eine Brennkraftmaschine mit einer
Einrichtung zum Erfassen der Konzentration eines Abgasbestandteils im Abgas der Brennkraftmaschine,
einem Vergleicher zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das die Abweichung des Luft-Kraftstoff-Verhältnisses
vom gewünschten Luft-Kraftstoff-Verhältnis angibt, wenn der erfaßte Abgasbestandteil
einen bestimmten Wert erreicht, der das gewünschte Luft-Kraftstoff-Verhältnis angibt, einer
Einrichtung zum Erfassen der Beschleunigung und Verzögerung der Brennkraftmaschine, einem Integf
alregler zum Integrieren des Ausgangssignals vom
Vergleicher mit einem in Abhängigkeit von der erfaßten Beschleunigung oder Verzögerung änderbaren
Integrationsfaktor und einer Luft und Kraftstoff mischenden Einrichtung zum Zuführen von Luft und
Kraftstoff in einem änderbaren Verhältnis in Abhängigkeit yoh einem Steuersignal von dem Integralregler,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Beschleunigung und Verzögerung erfassende Einrichtung (TS) ein erstes Signal bei der Beschleunigung
und ein zweites Signal bei der Verzögerung erzeugt und daß der Integralregler (14) eine auf die
ersten und zweiten Signale ansprechende Einrichtung (21. C1, R 6, R 7, CZ 25,26,27, A, B, C) aufweist
zum Vergrößern des Integrationsfaktors (λ) für eine erste bestimmte Zeitdauer (t\ bis i2) nach dem Auftreten
des ersten Signals und zum Verringern des
vergrößerten Integrationsfaktors ψ) am Ende der
ersten bestimmten Zeitdauei auf einen Wert (/), der
größer als der während der Zeit vor der Erzeugung des ersten Signals bewirkte Litegrationsfaktor (a)
ist, und zum Verringern des Integrationsfaktors nach dem Verstreichen einer zweiten bestimmten Zeitdauer
(t3 bis U) nach dem Auftreten des zweiten Signals
auf einen Wert (λ), der niedriger als der Integrationsfaktor \y) während der Zeit (t2 bis tj) vor der
Erzeugung des zweiten Signals ist, so daß während der bestimmten zweiten Zeitdauer (h bis it) der vor
dem Auftreten des zweiten Signals bewirkte Inte-. grationsfaktor(/) beibehalten wird.
2. Gemischregelvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Proportionalregler (24)
und eine Summierschaltung (23), die die Ausgangssignale vom Proportional- und Integralregler (24, 14)
summiert, wobei der Proportionalregler (24) eine lineare Verstärkung des Ausgangssignals vom Vergleicher
(13) während der ersten bestimmten Zeitdauer (u bis f2) beim Auftreten des ersten Signals mit
einem höheren Proportionalitätsfaktor als während der Zeit vor dem Auftreten des ersten Signals und
mit einem niedrigeren Proportionalitätsfaktor während der zweiten bestimmten Zeitdauer (ti bis u)
nach dem Auftreten des zweiten Signals als während der Zeit vor dem Auftreten des zweiten Signals ausführt.
3. Gemischregelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Integralregler
(14) eine monostabile Schaltung (27), die auf das erste Signal anspricht und ihren quasistabilen
Zustand während der ersten bestimmten Zeitdauer (t\ bis h) einnimmt, ein änderbares RC-G\\ed (21,
Cl), das den Integrationsfaktor bestimmt und seine Zeitkonstante beim quasistabilen Zustand der monostabilen
Schaltung (27) auf den niedrigeren Wert ändert, und eine Verzögerungseinrichtung (Cl, R 6)
aufweist, die den Wert der Zeitkonstanten des RC-Gliedes (21, Cl) während der zweiten bestimmten
Zeitdauer (tz bis U) beibehält, nach deren Verstreichen
das veränderliche ÄC-Glied (21, C1) seine Zeitkonstante
auf einen höheren Wert ändert
4. Gemischregelvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Integralregler (14)
ίο ein erstes Relais (A), das von einem erster, in einen
zweiten Zustand beim Auftreten des ersten Signals und vom zweiten in den ersten Zustand beim Auftreten
des zweiten Signais umschaltbar ist. ein zweites Relais (B) das von einem zweiten in einen ersten
Zustand beim Umschalten der monostabilen Schaltung (27) in ihren quasistabilen Zustand umschaltet
und ein drittes Relais (C) aufweist, das von einem ersten in einen zweiten Zustand beim Auftreten des
ersten Signals und auf die Verzögerungseinrichtung (C2, RS) ansprechend vom zweiten in den ersten
Zustand umschaltet, und daß das änderbare RC-Glied
(21. Cl) einen niedrigen, einen hohen und einen
mittleren Wert seiner Zeitkonstante hat und seine Zeitkonstante auf den niedrigen Wert, wenn sich
das zweite Relais (B) in seinem ersten Zustand befindet, auf den hohen Wert ändert, wenn das erste und
das dritte Relais (A, C) sich gleichzeitig in ihrem ersten Zustand^.refinden und seine Zeitkonstante auf
den mittleren Wert ändert, wenn sich das zweite und dritte Relais (B, C) gleichzeitig in ihrem zweiter. Zustand
befinden.
5. Gemischregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Proportionalregler (24) seine lineare Verstärkung des Ausgangssignals vom Vergleicher (13) während
der ersten bestimmten Zeitdauer (U bis ti) mit einem
höchsten Proportionalitätsfaktor, während der zweiten bestimmten Zeitdauer (h bis U) mit einen niedrigsten
Proportionalitätsfaktor und mit einem mittleren Proportionalitätsfaktor, rfer zwischen dem
höchsten und niedrigsten Proportionalitätsfaktor liegt, ausführt, wenn die Brennkraftmaschine (10) im
Normalbetrieb arbeitet.
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1976
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