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Gleitplatte für Ssubsaugerdusen
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Die Erfindung betrifft eine Gleitplatte für Staubsaugerdüsen, die
mit ihrer einen Oberseite in einem Gehäuse der Staubsaugerdüse angeordnet ist und
mit ihrer gegenüberliegenden Oberseite eine Arbeitsfläche beim Saugen bildet und
mindestens eine schlitzförmige Durchiiittsöffnung für eine Bürste aufweist.
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Bei einer bekannten Gleitplatte dieser Art dient die Durchtrittsöffnung
zum Ein- und Ausfahren einer Bürste, die an einem im Gehäuse der Staubsaugerdüse
befestigten Träger angeordnet ist. Damit die Bürste beim Ein- und Ausfahren gegenüber
der Durchtrittsöffnung eine definierte Lage hat, muß die Bürste in Führungen des
Düsengehäuses geführt werden. Durch den Träger und die Führung hat die Staubsaugerdüse
konstruktiv einen relativ aufwendigen Aufbau, was mit erheblichen Herstellungskosten
verbunden ist. Um ferner ein reibungsfreies Ein- und Ausfahren der Bürste in bzw.
aus der Durchtrittsöffnung zu gewährleisten, sind sowohl an das Gehäuse der Staubsaugerdüse
als auch an die Gleitplatte hohe
Fertigungstoleranzen zu stellen.
Auch bei der Montage der Staubsaugerdüse muß auf eine genaue Ausrichtung der Gleitplatte
gegenüber dem Gehäuse der Staubsaugerdüse geachtet werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gleitplatte dieser
Art zu schaffen, bei der ohne besonderen konstruktiven und herstellungstechnischen
Aufwand Jeweils eine genau definierte Lage der Bürste gegenüber der Durchtrittsöffnung
sichergestellt ist.
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Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß im Bereich außerhalb
der Durchtrittsöflbung eine Aufnahme für die Bürste vorgesehen ist.
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Infolge der erfindungsgemaßen Ausbildung kann die Bürste in der Gleitplatte
gelagert und geführt werden, so daß keine besondere Ausbildung des Düsengehäuses
erforderlich ist. Geringe Abweichungen von der Maßgenauigkeit der Gleitplatte bzw.
des Düsengehäuses oder gringe Verschiebungen bei der Montage der Gleitplatte im
Düsengehäuse können infolge der erfindungsgemäßen Ausbildung die definierte Lage
der Bürste gegenüber der Durchtrittsöffnung nicht mehr beeinträchtigen.
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Dadurch kann eine mit der erfindungsgemäßen Gleitplatte versehene
Staubsaugerdüse mit geringstem Montageaufwand und äußerst kostengünstig hergestellt
werden.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung,
den Unteransprüchen und den Zeichnungen. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf die
Arbeitsfläche einer erfindungsgemäßen Gleitplatte; Fig. 2 eine Draufsicht auf die
im Gehäuse einer Staubsauberdüse liegende Oberseite der Gleitplatte nach Fig. 1;
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 111-111 in Fig. 1, wobei die Gleitplatte in
ein Gehäuse einer Staubsaugerdüse eingesetzt ist und Fig, 4 einen Teil eines Schnittes
längs der Linie IV-IV in Fig. 2 bei in das Gehäuse einer Staubsaugerdüse eingesetzter
Gleitplatte.
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Die Fig. l bis 4 zeigen eine erfindungsgemäße Gleitplatte 1 für Staubsaugerdüsen,
die sowohl zum Absaugen glatter, harter Fußbodenbeläge als auch zum Absaugen von
textilen Fußbodenbelägen verwendet werden kann.
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Die Gleitplatte 1 hat rechteckigen Umriß und ist einstückig als profilierte
Metallplatte oder auch als Kunststoffplatte ausgebildet und weist einen umlaufenden
Rand 27 auf. Im montierten Zustand ist die Gleitplatte 1 versenkt im Düsengehäuse
angeoShet. Sie liegt mit ihrem Rand 27 formschlüssig an den zugehörigen Wänden 19
des Staubsaugerdüsengehäuses an
(Fig. 3 und 4) und bildet mit ihrer
einen, geringfügig über das Gehäuse 26 vorstehenden Oberseite 2 die Arbeitsfläche
der Staubsaugerdüse. Die Gleitplatte 1 ist derart profiliert, daß die Arbeitsfläche
2 parallel zu ihrer, bei an ein Staubsaugergerät angeschlossener Staubsaugerdüse,
dem Gerät benachbarter Längskante 28 und im Bereich der Ecken 29 und 30 der gegenüberliegenden
Längskante 33 Gleitflächen 34 bis 36 bildet. Im Bereich der Schmalseiten 31 und
32 und der der Längskante 28 gegenüberliegenden, vom Gerät abgewandten Längskante
33 zwischen den Gleitflächen 34 und 35 ist ein in eine Einströmöffnung 12 der Gleitplatte
1 mündender Ansaugkanal 14 gebildet. Der Ansaugkanal 14 ist im Bereich zwischen
den die Gleitflächen 34 und 35 aufweisenden Ecken 29 und 30 durch etwa zueinander
parallele und senkrecht zu der zugehörigen Längskante 33 verlaufende, im Querschnitt
rechteckige Gleitnocken 15 voneinander getrennt. Beim Absaugen textiler FuB-bodenbeläge
bilden die Gleitnocken 15 zusammen mit den übrigen Gleitflächen 34 bis 36 die Arbeitsfläche
2.
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Uber den Saugkanal 14 wird staubhaltige Luft der Einströmöffnung 12
und von dieser über eine nicht dargestellte Saugleitung einem Staubfilter eines
Staubsaugergerätes zugeführt. Die Saugleitung ist über ein gelenkig angeordnetes
Verbindungsteil mit der Düse und dadurch mit der Einströmöffnung der Gleitplatte
verbunden.
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Die Einströmöffnung 12 hat rechteckigen Umriß und liegt etwa symmetrisch
zur Längsmittelachse und in halber Breite der Gleitplatte 1. Die Einströmöffnung
liegt im Bereich zwischen
den Gleitflächen 34 bis 36 der Arbeitsfläche
2 und schließt mit ihrer einen Längsseite 26 an die zur Längskante 28 der Gleitplatte
1 parallel verlaufende Gleitfläche 36 an.
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Im Bereich der an die Längskante 28 anschließenden Gleitfläche 36
weist die Gleitplatte 1 eine kammerartige Aufnahme 4 für eine als Bürstenstreifen
7 ausgebildete Bürste auf. Die Bürste 7 besteht aus einem Bürstenträger 8 und einer
daran befestigten Beborstung 9.
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Die Aufnahme 4 hat U-förmigen Querschnitt. Ihre beiden Schenkel 5
und 51 verlaufen parallel zu den Längskanten 28 und 33 der Gleitplatte und über
einen Großteil der Länge der Platte 1. Die Längsmittelebene der Aufnahme 4 liegt
in der die Längsseite 28 der Gleitplatte 1 aufteisenden Hälfte der zugehörigen Gleitfläche
36. Die Aufnahme 4 hat geringfügig größere Länge und Breite als die aufzunehmende
Bürste 7. Die beiden Enden 37 und 38 der Aufnahme 4 sind offen ausgebildet und haben
von den zugehörigen Längsseiten 31 und 32 der Gleitplatte Jeweils Abstand.
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Wie insbesondere die Fig. 3 und 4 zeigen, bilden die freien Enden
39 und 40 der Schenkel 5 und 5' der Aufnahme 4 eine Durchtrittsöffnung 13 der Gleitplatte
1 für die Bürste 7. Sie gehen Jeweils abgerundet in die zugehörigen Abschnitte der
Gleitfläche 36 über. Die Aufnahme 4 hat eine etwas größere Föhe als die Bürste 7,
so daß diese in ihrer Außerbetriebsstellung wenig hinter die Arbeitsfläche 2 der
Platte 1 zurtc g Zhtnd deshalb beim Absaugen textiler Fußbodenbeläge nicht stören
kann.
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In ihrer Stellung außer Betrieb liegt die Bürste 7 mit ihrem Borstenträger
8 an dem durch den Quersteg der Aufnahme gebildeten Boden 6 an und ist in dieser
Stellung durch Federelemente, wie beispielsweise Formfedern lo, gehalten.
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Dazu ragen die beiden Enden 41 und 42 des Borstenträgers 8 über die
zugehörigen Enden 37 und 38 der Aufnahme 4 und werden durch Jeweils eine in einer
zugehörigen kammerartigen Ausnehmung 11 und 11' der Platte 1 liegende Formfeder
lo und lo' gegen den Kammerboden 6 gedrückt.
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Die Ausnehmungen 11 haben rechteckigen Umriß und sind auf der von
der Arbeitsfläche 2 abgewandten, innerhalb des Gehäuses der Staubsaugerdüse liegenden
Oberseite 3 der Gleit-Platte 1 vorgesehen (Fig. 1 und 2). Die Längsachse der Ausnehmungen
11 und 11' verläuft senkrecht zur Längsachse der Kammer 4 bzw. der Bürste 7. Die
Formfedern lo und lo' stützen sich mit einem Schenkel am Boden derXzugehörigen Ausnehmung
11 und 11' und mit ihrem anderen Schenkel am Borstenträger 8 der Bürste 7 ab. In
ihrer Außerbetriebsstellung liegt die Bürste 7 mit ihrer Beborstung 9 vollständig
innerhalb der Aufnahme, so daß sich die Gleitplatte mit ihrer ArbeidRläche 2 am
abzusaugenden textilen Fußbodenbelag abstützt.
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Im Bereich der in den Ecken 29 und 30 der Gleitplatte vorgesehenen
Gleitflächen 34 und 35 weist die GleitplatteDurdtr#tts öffnungen 17 und 17' für
Jeweils eine Rolle 18 und 18' auf.
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Die Längsachsen der Rollen 18 und 18' fluchten miteinander und verlaufen
parallel zu den Längskanten 28 und 33 der Gleitplatte 1. Die Rollen 18 und 18' ragen
in zugehörige Vertiefungen
43 und 44 der-der Arbeitsfläche 2 gegenüberliegenden
Oberseite 3 der Gleitplatte. Sie ragen geringfügig über die zugehörigen Gleitflächen
34 bzw. 35 durch entsprechende Öffnungen 17 vor.
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Die Rollen 18 und 18' sind im Gehäuse 19 der Staubsaugerdüse gelagert
und bilden beim Absaugen harter, glatter Fußbodenbeläge in Verbindung mit der Bürste
7 eine Arbeitsfläche. Beim Absaugen von textilen Fußbodenbel&-gen dringt die
Gleitplatte mit den Rollen 18 und 18' so weit in den weichen Belag ein, bis sie
ausschließlich mit den Gleitflächen 34 bis 36 der Arbeitsfläche auf dem Belag gleitet.
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Um die Bürste 7 aus der Aufnahme 4 auszufahren, ist eine Verstelleinrichtung
20, 21, 22 vorgesehen, mit der die Bürste gegen die Kraft der Formfedern lo nach
unten bewegt werden kann, so daß ihre Beborstung9 aber die zugehörige Gleitfläche
36 der Arbeitsfläche 2 vorsteht. In der Arbeitsstellung der Bürste 7 ragt die Beborstung
9 etwa 4 mm über die hbeitsfläche 2 vor. Diese Lage wird durch Anschläge 25, 25'
begrenzt. A Is Als Verstelleinrichtung ist ein Drehexzenter 20 vorgesehen, der in
eine Öffnung 45 der Aufnahme 4 (Fig. 2) ragt und auf der Oberseite 46 des Borstenträgers
8 aufliegt.
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Der Exzenter 20 ist über eine durch eine Öffnung/des Gehäuses 19 nach
außen ragende Welle 22 drehfet mit einem Betätigungselement 21 verbunden. Das Betätigungselement
21 ist ein Schalter, der von Hand oder mit dem Fuß betätigt werden kann.
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Zum Ausfahren der Bürste 7 wird der Exzenter 20 über das Betätigungselement
21
gegen die Kraft der Federn lo und lo' so weit verdreht, bis die Bürste 7 durch die
Durchtrittsöffnung 13 ausgefahren ist und an den Anschlägen zur Anlage kommt. Um
die Bürste in ihre Arbeitsstellung zu bewegen, muß der Drehexzenter 20 so bewegt
werden, daß seine größte Ausladung geringfügig überwandert wird, so daß die Bürste
in dieser Stellung#rretiert ist. Anstelle eines Drehexzenters können auch andere
Verste lleinr ichtungen, z . B. Schiebekeile, Drehkeie oder dgl., vorgesehen sein.
Der Drehexzenter 20 liegt mit der Verbindungswelle 22 in halber Breite der Aufnahme
4 in durch die Schenkel 5 und 5' der Aufnahme 4 gebildetenLagerflächen 23 und 23'.
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Die Anschläge sind durch Jeweils zwei nockenförmige Vorsprünge 25
und 25' der Schenkel 5 und 5' der Aufnahme 4 gebildet.
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Die Vorsprünge 25 und 25' sind Jeweils gleich ausgebildet und liegen
im Bereich der Enden 37 und 38 der Aufnahme 4 einander gegenüber. Die Vorsprünge
25 und 25' haben im Querschnitt (Fig. 3 und 4) dreieckige Form, derart, daß der
Abstand der durch die Dreiecksspitze gebildeten kleinsten lichten Weite der Anschlup
von der Arbeitsfläche 2 der Gleitplatte 1 kleiner ist als die Höhe der Beborstung
9 und daß die Begrenzungsflächen der Vorsprünge in Richtung auf die Durchtrittsöffnung
13 und den Aufnahmeboden 6 divergieren. Der kleinste Abstand der einander gegenüberliegenden
Vorsprünge 25 und 25' voneinander ist kleiner als die größte Breite der Bürste,
so daß die Bürste in Arbeitsstellung Ewa im Bereich der Unterseite des Borstenträgers
8 an den mit dem lichten Querschnitt mit der Aufnahme 4 ragenden Kanten der Vorsprünge
zur Anlage
kommt. Infolge der divergierenden Begrenzungsflächen
kann die Bürste 7 einfach und schnell ohne Berhädigung der Beborstung 9 von der
Arbeitsfläche 2 aus in die Aufnahme 4 eingesetzt werden.
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Die Bürste kann, wie bereits beschrieben, auf einfache Weise in der
Gleitplatte befestigt werden. Anschließend werden die beiden Formfedern lo und lo'
von der der Arbeitsfläche 2 gegenüberliegenden Oberseite 3 der Gleitplatte aus in
die zugehörigen Ausnehmungen 11 und 11' eingesetzt, so daß der Borstenträger 8 im
Bereich seiner Enden 41 und 42 durch die Schenkel der Federn lo und lo' nach oben
gedrückt wird. Darauf wird die Verbindungswelle 22 zwischen Betätigungselement 21
und Drehexzenter 20 in die Lagerschalen 23 und 23' der Aufnahme 4 eingelegt und
schließlich die so vormontierte Gleitplatte mit Schrauben 47 am Gehäuse 19 befedLgt.
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Die Schrauben werden dazu von der Arbeitsfläche 2 aus in Bohrungen
24 und 24' eingeschraubt. Diese sind im Bereich der Längsachse der Gleitplatte beidseitig
der Einströmöffnung 12 vorgesehen.
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Infolge der einfachen Ausbildung der Aufnahme 4, ihrer seitlich und
nach unten offenen Ausbildung, läßt sich die Aufnahme mit geringstem Material- und
Arbeitsaufwand herstellen. Das Gewicht der Gleitplatte wird durch die Aufnahme nur
unwesentlich erhöht. Die billige und leichte Bauweise der Gleitplatte wird ferner
durch die einfache Aufnahme und Lagerung der Rollen und der Verstelleinrichtung
unterstützt.
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(Ansprüche)
L e e r s e i t e