DE2644763A1 - Ofenanlage - Google Patents
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Description
PAT E ;M TA N WA LT Ei
DR.A.VAN DERWERTH DR. FRANZ LEDERER REIMER F.MEYER
DlPL-ING. (1934-1974) DIPL.-CHEM. DIPL-ING.
8000 MÜNCHEN 80
TELEFON: (089) 472947 TELEX: 524624 LEDER D TELEGR.: LEDERERPATENT
28. Sept. 1976
M/Hö
6257-3
F.L. Smidth & Co. A/S
Vigerslev Alle 77 DK-2500 Kopenhagen-Valby, Dänemark ·
Ofenanlage
Die Erfindung betrifft eine Ofenanlage mit einem geneigten Drehofen, bei der mindestens ein Teil des Brennstoffes für
die Verbrennung durch den Brenner hindurch am unteren Ende des Ofens, d.h. am Materialauslaßende desselben, zugeführt
wird und die mit einem mehrstufigen Zyklon- oder anderweitigen Suspensionsvorwärmer ausgestattet ist, der aus mindestens
einem Zweig besteht. Die letzte Vorwärmerstufe kann
als KaIzinator zur mindestens teilweisen Vorkalzinierung des
Materials vor dessen Behandlung im Ofen ausgebildet sein oder als ein solcher Kalzinator arbeiten, wobei der Brennstoff für
die Vorkalzinierung direkt in den Kalzinator eingeführt wird.
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Bei modernen Drehofenanlagen dieser Art wird das Material der Sinterung und möglicherweise einer abschließenden Kalzinierung
in dem Ofen unterzogen, und wird die in dem Ofen erzeugte Wärme in dem Vorwärmer und sofern zweckmäßig in dem Kalzinator
ausgenutzt. Somit kann die Abgastemperatur in dem oberen Ende des Ofens, d.h. in dem Materialeinlaßende desselben, und in
der Steigleitung zwischen dem Ofeneinlaß und der untersten Vorwärmerstufe so hoch sein, daß die Gefahr einer Beschädigung
des Ofenaufbaus an dessen oberen Ende und an der untersten Leitung
und die Gefahr von Anbackungen an dieser Stelle besteht, und zwar insbesondere beim Brennen von Rohmaterialien mit Chlor-
und Alkalibestandteilen.
Bei Konstruktionen für die Zuführung des Rohmaterials zu einem Drehofen sind bereits Versuche zur Überwindung der überhitzungsprobleme
unternommen worden; so zeigt die GB-PS 763 83 7 beispielsweise bereits einen Drehofen, dessen oberes Ende an seiner Innenseite
mit einem Stauring und mit Aufnehmern bzw. Hebern ausgestattet ist, wobei der Stauring und die Aufnehmer dazu dienen,
das behandelte Gut in den Strom der Abgase einzuführen und in diesem mitzunehmen, und wobei eine Zuführungsöffnung für atmosphärische
Luft zu der Steigleitung zwischen dem Ofen und dem Vorwärmer zur Kühlung der Gase in der Steigleitung vorgesehen
ist.
Aus der GB-PS 1 100 53 0 ist eine Verbesserung der Konstruktion
der eben angesprochenen GB-PS 763 837 bekannt, wobei das Wesen dieser Erfindung darin besteht, daß die Aufnehmer in den Stauring
eingebaut sind, damit die Abkühlung in der Steigleitung stattfindet, indem Rohmaterial aus der vorletzten Vorwärmerstufe
durch eine Leitung direkt in den Ofeneinlaß eingeführt wird. Schließlich ist aus der GB-PS 1 375 566 eine weitere
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~r~
Konstruktionsweise zur Verhinderung von Anbackungen in dem und
rund um den Ofenauslaß durch Vorsehung eines starken Gebläses .in dem Abgasauslaß außerhalb des Ofens bekannt, um so eine
extra große Staubzirkulation unter anderem in dem oberen Ofenende sicherzustellen.
Erfindungsgemäß verfügt eine Ofenanlage über einen geneigten Drehofen, dessen oberes Ende an einen mehrstufigen Suspensionsvorwärmer zum Vorwärmen oder zum Vorwärmen und mindestens teilweisen
Kalzinieren des in dem Ofen zu brennenden Rohmaterials angeschlossen ist, über eine Rauchkammer, die das obere Ofenende
mit einer Steigleitung für die letzte Vorwärmerstufe zur
Weiterführung der Ofenabgase aus dem Ofen zu der Steigleitung verbindet, über eine erste Leitung zur Zuführung des Rohmaterials
aus mindestens einer der nicht die letzte Vorwärmerstufe darstellenden Vorwärmerstufen in eine am oberen Ofenende angeordnete
Einrichtung zur Verteilung des durch diese erste Leitung zugeführten
Rohmaterials derart, daß dieses in die den Ofen verlassenden heißen Ofenabgase in Suspension eintritt, und über eine zweite
Leitung zur Abgabe des Rohmaterials aus der letzten Vorwärmerstufe in dem oberen Ofenende hinter der Verteilungseinrichtung.
Durch diese Ausbildung wird eine verbesserte Verteilung des Rohmaterials
aus der vorletzten Vorwärmerstufe oder vorausgehenden Vorwärmerstufen in den Ofenabgasen und damit eine erhebliche
Temperaturabsenkung am oberen Ofenende erreicht. Die Verteilungseinrichtung
kann eine beispielsweise mü^flem Ofen rotierende
Rotationseinrichtung oder eine stationäre Einrichtung sein. Ein weiterer Vorteil für den Fall einer stationären Einrichtung besteht
in der Vermeidung jeglicher Rotationseinrichtungen, selbstverständlich
mit Ausnahme derjenigen des Ofens, und in der verhältnismäßig einfachen Konstruktion und Arbeitsweise der Ver-.
teilungseinrichtung als solche.
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Für die Einrichtung kommt eine Vielzahl- unterschiedlicher Formen in Frage. Beispielsweise kann die Einrichtung als
Rotations- oder stationäre Sprinklereinrichtung, die an dem oberen Ofenende oder an dem Spalt zwischen dem oberen Ofenende
und der untersten Steigleitung oder in der untersten Steigleitung selbst angeordnet ist, oder als mit Schaufeln,
Taschen oder Abteilen ausgestattete Rotationskamme^ausgebildet sein.
Eine stationäre Einrichtung kann von der Rauchkammer getragen sein und beispielsweise aus einer Sprinklerplatte oder -fläche
bestehen, die unter dem Abgabeauslaß aus der oder aus jeder ersten Leitung zwischen der Rauchkammer und dem oberen Ofenende
angeordnet ist. Gegenwärtig wird eine Schaufelkammer bevorzugt, die im oberen Ofenende befestigt ist und mit dem Ofen
rotiert. In diesem Fall können die radial am weitesten innenliegende Teile der Schaufelblätter auf einem Kreis liegen,
dessen Öurchmesser größer als der Innendurchmesser des oberen Ofenendes und kleiner als der Innendurchmesser des eigentlichen
Ofens ist (infolge des Umstandes, daß sich das Ofenende in üblicherweise
verengt ). Die erste Leitung kann dann in einem Rohr bestehen, das Ilaterial in die Schaufelkammer/ünmittelbar
oberhalb der untersten Schaufelblätter abgibt.
Das Rohmaterial , das in die Schaufelkammer direkt aus der vorletzten oder der vorausgehenden Vorwärmerstufe oder solchen
Stufen abgegeben wird und eine Temperatur wesentlich geringer
als diejenige der Abgase besitzt, kühlt einerseits die Schaufelblätter und bewirkt andererseits als Folge des Hineingeschleudertwerdens
in die Ofenabgase mittels der Schaufeln eine plötzliche Abkühlung der Ofenabgase. Diese plötzliche Abkühlung bewirkt
eine wesentliche Reduzierung des nachteiligen Auftreffens der heißen Ofengase auf das Ofen- und Vorwärmergebilde rund um das
obere Ofenende. Zur Vermeidung einer Beschädigung der Schaufel-
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blätter durch die heißen Abgase sind die äußersten Teile der
Blätter in Hinblick auf den Innendurchmesser des Ofenendes zurückgezogen bzw. zurückversetzt, um so freizukommen von dem
direkten Gasaustrittsstrom aus dem Ofen.
An ihrem äußeren Umfang kann die Schaufelkammer oder anderweitige Einrichtung mit automatisch oder manuell betätigbaren
Luken zum Einsaugen atmosphärischer Luft in die Rauchkammer ausgestattet sein. Dies ermöglicht eine weitere Abkühlung der
Abgase im Falle einer nicht ausreichenden Abkühlung mittels des Rohmehls aus dem Vorwärmer, womit die Gefahr einer Hitzebeschädigung
für die Rotationseinrichtung verbunden wäre. Als gleiche Vorbeugungsmaßnahme kann Zuflucht zu einer automatisch
arbeitenden Luftabdxchtungsexnrichtung genommen werden, die zwischen der Schaufelkammer und der Rauchkammer angeordnet ist
und durch die Luft in die Verteilungseinrichtung eingesaugt werden kann.
In bevorzugter Weise ist der Eintritt zur Rauchkammer für die Ofenabgase zusammen mit dem suspendierten Material im Vergleich
zum Gesamtquerschnitt des oberen Ofenendes eingeengt in Hinblick auf die Erzielung einer wesentlichen Geschwindigkeitserhöhung
der aus dem Ofen heraus und in die Rauchkammer
'und die Steigleitung eintretenden Abgase und des sich
ebenso bewegenden Materials= Die größere Geschwindigkeit trägt erheblich dazu bei, das suspendierte Rohmaterial wegzutragen
und dadurch die Gefahr von Anbackungen zu reduzieren, die durch
mögliche Chlor- und/oder Alkalibestandteile der behandelten Materialen verursacht werden, wobei die Chlor- und/oder Alkali-
die partikel in den Abgasen aufwärts durch /Rauchkammer mitgerissen
werden. Die Einengung wird in zweckmäßiger Weise durch Unterteilung des Querschnitts an der Verbindung des oberen Ofenendes
und der Rauchkammer in zwei Teile, beispielsweise obere und
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untere oder rechte und linke Teile, erreicht, wobei einer dieser Teile den Durchlaß für die Ofenabgase und das mitgerissene
Material und der andere Teil den Raum bildet, durch den eine oder beide der ersten und zweiten Leitungen das
Material in die Rotationseinrichtung oder das obere Ofenende hinter der Rotationseinrichtung führen. Die Leitung oder
Leitungen sind somit gegenüber den heißen Ofenabgasen isoliert, und das die Leitung oder die Leitungen bildende Rohrwerk ist
somit gegen Wegbrennen unter der intensiven Hitze geschützt.
Diese Unterteilung des Querschnitts und der Schutz des Rohrwerks kann dadurch erreicht werden, daß die Rauchkammer mit
einem Boden ausgestattet wird, der nach unten in Richtung auf das obere Ofenende geneigt ist und in bevorzugter Weise teilweise
weit oberhalb des Querschnitts des oberen Ofenendes endet. Der Raum oberhalb des Bodens bildet dann den eingeengten Durchlaß
für die Ofenabgase in die Rauchkammer, und der Raum unterhalb der Bodenfläche kann das Rohrwerk aufnehmen, das der
Neigung des Bodens folgt.und somit eine Schräge bildet, an der das Material durch das Rohrwerk hindurch in das obere
Ofenende nach unten fallen kann. Mindestens die zweite Leitung ist in bevorzugter Weise unter der geneigten Bodenfläche in
dieser Weise untergebracht, indem sie entweder unter dem Boden angeordnet ist oder innerhalb des den Boden bildenden Isoliermaterials
eingeschlossen ist.
Mindestens eine Bypassleitung zur Führung der heißen Abgase direkt aus dem Inneren des Ofens zu einem Abscheider oder dergleichen
kann in dem untersten Teil des oberen Ofenendes vorgesehen sein, wobei die Bypassleitung sofern zweckmäßig hinter
die Rotationseinrichtung vorsteht. Diese Leitung nimmt keinen Raum ein, der für ein ordnungsgemäßes Arbeiten anderweitiger
Teile notwendig ist.
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Die erfindungsgemäße Ofenanlage kann über einenoder mehrere
parallele mehrstufige Vorwärmerzweige verfügen, und der Vorwärmer kann über eine Kalzinierungseinheit mit einer zusätzlichen Brennstoffzuführung
verfügen. Dieser zusätzliche Brennstoff kann den Rohmaterialien in der Zuführung zu dem Vorwärmer oder dem Vorwärmer
selbst, beispielsweise der von der Rauchkammer kommenden Steigleitung, zugeführt werden. Erhitzte Luft in der Form verbrauchter
Kühlluft eines an den Ofen angeschlossenen Materialkühlers kann in die Rotationseinrichtung oder den Vorwärmer eingeführt
werden, und zwar als Verbrennungsluft oder als sekundäre Wärmequelle für die Kalzinierung oder lediglich als Transportmittel
zur Verwendung bei der Einspritzung des Materials in die Rotationseinrichtung.
Zusätzlich kann ein Mittel, beispielsweise ein Rohr, vorgesehen sein für die Zuführung ergänzender atmosphärischer Luft zum Ofeneinlaß
über die erste Leitung zur Zuführung von Rohmaterial aus mindestens einer der nicht die letzte Vorwärmerstufe darstellenden
Vorwärmerstufen in die Verteilungseinrichtung und/oder durch die
zweite Leitung für die Abgabe von Rohmaterial aus der letzten Vorwärmerstufe innerhalb des oberen Ofenendes hinter der Verteilungseinrichtung
.
Diese ergänzende atmosphärische Luft dient zur Erhöhung des Sauerstoffgehalts
im Ofeneinlaß und stellt damit ohne eine unerwünschte Temperaturerhöhung eine vollständigere Verbrennung der verbrennbaren
Teile der Ofenabgase sicher, was seinerseits die Bildung von Stickstoffoxyden am Ofeneinlaß und die Gefahr von Anbackungen
der Stickstoffoxyde am Ofeneinlaß, der Rauchkammer und der an die Rauchkammer angeschlossenen Steigleitung beschränkt.
Im folgenden wird die Erfindung weiter ins einzelne gehend und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, die drei Aus-
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führungsbeispiele erfindungsgemäß gestalteter Anlagen zeigen;
im einzelnen zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenteilansicht des ersten Beispiels
mit einer Rotationsverteilungseinrichtung, Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Vorderansicht,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch :das obere Ofenende und die
Rauchkammer,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 3,
Fig. 7 eine schematische Seitenteilansicht des zweiten Ausführungsbeispiels mit einer Rotationsverteilungseinrichtung,
Fig. 8 eine Vorderansicht des zweiten Ausführungsbeispiels, Fig. 9 einen Längsschnitt durch das obere Ofenende und die
Rauchkammer eines dritten Ausführungsbeispiels mit 'einer stationären Einrichtung,
Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 9,
Fig. 11, 12 und 13 schematische Seitenansichten von Anlagen
mit aus mehreren Zweigen bestehenden Vorwärmern und Fig. 14 und 15 schematische Seitenansichten von zwei Anlagen
mit aus einem einzelnen Zweig bestehenden Vorwärmern.
Die Fig» 1 und 2 zeigen schematisch eine Anlage mit einem Drehofen
1, einer Rauchkammer 2, die sich in eine Steigleitung
fortsetzt, mit einer Schaufelkammer 3 mit Schaufeln 9, einer Leitung 4a, 4b für die Zuführung von Rohmaterial aus der untersten Vorwärmerstufe
12a, 12b zum Ofen 1, mit einer Leitung 5 für die Zuführung von Rohmaterial zur Schaufelkammer 3 von einer vorletzten
Vorwärmerstufe 11a, 11b aus, mit einer Abdichtungseinrichtung
6 zwischen der Schaufelkammer 3 und der Rauchkammer 2, die die Möglichkeit zur automatischen Lufteinsaugung in die
•Schaufelkammer 3 bilden kann, und mit einem Träger 7 für die
Rauchkammer 2.
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Die Fig. 3 bis 6 zeigen im einzelnen das obere Ende des Ofens und der Rauchgaskammer. Die Schaufelkaramer 3 besitzt Schaufeln
9 und Luken 17. Zwischen der Schaufelkammer 3 und der Rauchkammer
2 ist eine Dichtung bekannter Art vorgesehen. Ebenso wie die Dichtung 6 gestatten die Luken 17 die Zuführung atmosphärischer
Luft zum Inneren der Schaufelkammer 3, sofern die Abkühlung mittels des dem untersten Teil der Schaufelkammer
durch die Leitung 5 zugeführten Rohmehls absinken oder ausfallen sollte. Der Ofen besitzt ein divergierendes Ende 1a„
das in den eigentlichen Ofen führt, und die Zuführungsleitung für Rohmehl von der untersten Vorwärmerstufe mündet in den Ofen
bei 4c. Die Zuführungsleitung 5 für Rohmehl von der vorletzten Vorwärmerstufe mündet bei 5c in die Schaufelkammer 3. Die Rauchkammer
2 verfügt über einen geneigten Boden 2a, mit dessen Hilfe
ein eingeengter Auslaß 8 für die Ofenabgase gebildet ist, was dem Zweck dient, die Geschwindigkeit des Stroms der Abgase und
des Materials aus dem Ofen in die Rauchkammer 2 zu erhöhen. Der geneigte Boden 2a gestattet des weiteren die Einführung der
Leitung 4 in die Ofenöffnung 1a unterhalb des Rauchkammerbodehs 2a. Im Ofeneinlaß sind für das Rohrende 4c Stützen bzw. Träger 13
und 14 vorgesehen.
Fig. 4 zeigt eine mögliche Gestalt der Einengung bzw. des eingeengten
Auslasses 8. Es ist beachtenswert, daß in diesem Fall die Anordnung der Leitung 4 einen weiteren Beitrag zur Beschränkung
der Fläche des eingeengten Auslasses leistet.
Die Fig. 3 und 5 zeigen die mögliche Anordnung einer Bypassleitung 16 für Abgase aus dem Inneren des Ofens zu einem nicht
dargestellten Abscheider · Für die leitung 16 ist ein Träger 15 vorgesehen.
Bei dem Beispiel der Fig. 7 und 8 umgibt ein von der Rauchkammer
2 getragenes stationäres Gehäuse 18 das obere Ende des Drehofens
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Das Gehäuse 18 verfügt über eine Dichtung 19, die die öffnung
abdichtet, durch die hindurch sich der Drehofen in das Innere des Gehäuses 18 erstreckt. Dieser Teil des Drehofens ist mit
Schaufeln 20 ausgestattet, die mit dem Inneren des Ofens über öffnungen 21 in dem Ofenmantel in Verbindung stehen. Die Zuführungsleitung
5 mündet in das Gehäuse 18 und gibt das Rohmehl ab, das mittels der Schaufeln 20 angehoben wird und in die aus
dem Ofen ausströmenden Gase verteilt wird.
Die Fig. 9 und 10 zeigen schematisch eine Anlage mit einem Drehofen
1, einer Rauchkammer 2, einer Leitung 4 für die Zuführung von
Rohmaterial auf der untersten Vorwärmerstufe sum Ofen 1, mit
Leitung 5', 5" und 5"' zur Weiterführung von Rohmaterial aus
den vorletzten oder vorausgehenden Vorwärmerstufen direkt in einen Schlitz 6a zwischen dem Ofen 1 und der Rauchkammer 2, mit
einer Abdichtungseinrichtung 6 zwischen dem Ofen 1 und den untersten
Teilen des Vorwärmers, mit einem Träger 7 für die Rauchkammer 2 und mit einem Träger bzw. einer Stütze 13 für das Ende
der Leitung 4. An demj enigen Teil der Wand der Rauchkammer 2,
der dem oberen Teil des Drehofenmantels gegenüberliegt, und genau hinter jeder der Leitungen 51, 5" und 5"' sind am Innenumfang
des Schlitzes 6a Verteilungsplatten 27a, b und c mit abwärtsgeneigten Flächen angeordnet, damit die gewünschte Verteilung
des Rohmaterials aus den Leitungen 5', 5" und 5"' in die aus dem Ofen ausströmenden Gase möglich ist. Die Anzahl der Leitungen
von der vorletzten oder den vorausgehenden Vorwärmerstufen ist
nicht auf die in Fig. 5 dargestellte Anzahl beschränkt, sondern kann entsprechend den bevorzugten Bauweisen variieren. Sofern
dies gewünscht wird, kann eine oder mehrereder Leitungen mit Pumpeinrichtungen zur Zuführung des Rohmaterials zum Schlitz
ausgestattet sein.
Unter anderen Aspekten arbeitet die dargestellte Anlage analog zu den vorausgehenden Beispielen.
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26U763
Bei dem Beispiel der Fig. 11 wird das Material in zwei parallelen,
mehrstufigen Zyklonvorwärmerzweigen A und B vor der Weiterführung
zu einem Ofen 1 und in einem Kühler 24 vorgewärmt. Der mit dem Ofen in Verbindung stehende Vorwärmer ζ we ig A wird mit den heißen
Ofenabgasen durch eine Rauchkammer 2 hindurch und eine Steigleitung 10 für die unterste Zyklonstufe 12a gespeist. Das Material
aus der vorletzten Zyklonstufe 11a des^ mit dem Ofen in Verbindung
stehenden VorwärmerzweigsA strömt durchfeine Leitung 5 hindurch
hinunter in die Verteilereinrichtung 3, bevor es durch die Rauchkammer 2 hindurch in den Ofenabgasen suspendiert ausgetragen
wird.
Der mit Kühlluft arbeitende Zweig wird mit heißer verbrauchter Kühlluft aus dem Kühler 24 durch eine Leitung 23 und einen
Kalzinator 22 hindurch versorgt, in welchem Brennstoff verbrannt wird unter Benutzung eines Teils der verbrauchten Kühlluft. Der
Kalzinator 22 ist an die Steigleitung für die unterste Zyklonstufe 12b in dem mit Kühlluft arbeitenden Zweig B angeschlossen,
und das Material aus der vorletzten Zyklonstufe 11b wird in den Kalzinator 22 eingeführt. Das vorerwärmte Material aus der
Zyklonstufe 12a, das mindestens teilweise in den Ofenabgasen
kalziniert worden ist, und das mindestens teilweise kalzinierte Material aus der Zyklonstufe 12b werden durch Leitungen 4a und 4b
und die eine gemeinsame Leitung 4 in den Ofen 1 stromabwärts der Verteilungseinrichtung 3 geführt.· Die Leitung 4a kann ebenfalls,
und zwar entsprechend der britischen Patentanmeldung 47021/74, einen Kalzinator besitzen. Diese Gestaltung würde eine Herstellung
der beiden Zweige A und B mit gleichen Abmessungen ermöglichen.
Das Beispiel der Fig. 12 unterscheidet sich von demjenigen der Fig. 11 dadurch, daß das abwärts in die Zyklonstufe 12a in dem
Vorwärmerzweig A einströmende Material aufgeteilt wird, wie dies in der britischen Patentanmeldung 44 073/75 beschrieben ist, so
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daß ein Teil der vorletzten Zyklonstufe 11a und ein anderer
Teil einer parallelen Zyklonstufe 11c zuströmt. Das Material
aus der Zyklonstufe 11a wird wie zuvor in die Verteilungs-' einrichtung 3 eingeführt und somit in den Ofenabgasen zur im
wesentlichen vollständigen Kalzinierung in der Steigleitung suspendiert. Das zu der Zyklonstufe 11c strömende Material
strömt aus dem mit dem Ofen in Verbindung stehenden Zweig A durch eins Leitung 25 hindurch in den Kalzinator 22, wo es mit
dem Material aus der Zyklonstufe 11b vereinigt wird, wobei eine Kalzinierung stattfindet und anschließend eine Weiterbewegung
in den Ofen durch die Zyklonstufe 12b und die Leitungen 4b und 4 hindurch. Bei dieser Gestaltung ist es möglich, eine niedrige
Temperatur der Ofenabgase und ein verbessertes Ausmaß der vollständigen Vorkalzxnierung der Anlage zu erreichen.
Bei dem Beispiel der Fig. 13 wird das gesamte Material in dem mit dem Ofen in Verbindung stehenden Zweig A in die Verteilungseinrichtung
3 eingeführt und somit durch die Steigleitung 10 der Zyklonstufe 12a zugeführt, von wo es gänzlich in den Kalzinator
22 zum Kalzinieren und zur Abwärtsbewegung in den Ofen zusammen mit dem Material aus dem mit Kühlluft betriebenen Zweig B geführt wird. Diese Gestaltung ermöglicht eine Veränderung der
Kalzinierung in dem mit dem Ofen in Verbindung stehenden Zweig von 0% bis 100% ohne Beeinträchtigung des Gesamtausmaßes der
vor der endgültigen Kalzinierung in dem eigentlichen Ofen stattfindenden Kalzinierung.
Das Beispiel der Fig. 14 entspricht im allgemeinen demjenigen
der Fig. 11 mit der Ausnahme, daß lediglich ein Vorwärmerzweig
dargestellt ist, wohingegen jedoch auch mehr als ein Zweig möglich ist; dabei sind entsprechende Bezugszeichen unter Weglas sung der angehängten Buchstaben verwendet worden.
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Es ist erkennbar, daß eine Leitung 28 für die Einführung atmos phärischer Luft dargestellt ist, die über ein Ventil in die
Leitung 4 führt, die die zweite Leitung bildet.
Bei dem Beispiel der Fig. 15 ist die Leitung 28 durch eine
Leitung 29 ersetzt, die in gleicher Weise über ein Ventil in die Leitung 5 führt, die die erste Leitung bildet.
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Leerseite
Claims (18)
1. Ofenanlage, gekennz eichnet durch&inen geneigten
Drehofen (1), dessen oberes Ende an einen mehrstufigen Suspensionsvorwärmer
zum Vorwärmen oder zum Vorwärmen und mindestens teilweisen Kalzinieren des in dem Ofen (1) zu brennenden
Rohmaterials angeschlossen ist, durch eine Rauchkammer (2), die das obere Ofenende mit einer Steigleitung (10) für die
letzte Vorwärmerstufe (12) zur Weiterführung der Ofenabgase
aus dem Ofen (1) zu der Steigleitung (10) verbindet, durch .eine erste Leitung (5) zur Zuführung des Rohmaterials aus mindestens
einer der nicht die letzte Vorwärmerstufe (12) darstellenden
Vorwärmerstufen (z.B. 11) in eine am oberen Ofenende angeordnete
Einrichtung (3) zur Verteilung des durch diese erste Leitung (5) zugeführten Rohmaterials derart, daß dieses in die den Ofen (1)
verlassenden heißen Ofenabgase in Suspension eintritt, und durch eine zweite Leitung (4) zur Abgase des Rohmaterials aus der
letzten Vorwärmerstufe (12) in dem oberen Ofenende hinter der
Verteilungseinrichtung (3).
2. Ofenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilungseinrichtung (3) während des Betriebs der Anlage rotiert.
3. Ofenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilungseinrichtung (3) in das obere Ofenende und mit diesem zusammen drehbar eingebaut ist.
4. Ofenanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Verteilungseinrichtung (3)
in einer Sprinklereinrichtung besteht.
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ORIQIhJAL !INSPECTED
5. Ofenanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Verteilungseinrichtung (3) in
einer mit Schaufeln (9), Taschen oder Abteilen ausgestatteten Rotation skammer besteht.
6. Ofenanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennz eich-
n e t , daß die Kammer (3) Schaufelblätter (9) besitzt, die
auf einem Kreis liegen, dessen Durchmesser als der Innendurchmesser
des oberen Endes des Ofens (1) und kleiner als der Innendurchmesser des eigentlichen Ofens (1) ist, wobei
das Ofenende in üblicher Weise divergierend ausgeführt ist.
7. Ofenanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Leitung (5) ein Rohr ist, mittels dessen Material in die Schaufelkammer (3) unmittelbar oberhalb
der untersten Schaufelblätter (9) einführbar ist.
8. Ofenanlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung einer Beschädigung der
Schaufelblätter (9) durch heiße Abgase die äußersten Teile der Blätter (9) in Hinblick auf den Innendurchmesser des
Ofenendes zurückversetzt sind in Hinblick auf ein Freisein von dem direkten Gasauströmen aus dem Ofen (1).
9. Ofenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennz eichn
e t , daß die Einrichtung (3) eine stationäre Einrichtung ist.
10. Ofenanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (3)von der Rauchkammer (2) getragen ist und aus einer Sprinklerplatte oder -fläche (27a,b,c). unterhalb
der Auslaßöffnung aus der oder jeder ersten Leitung (5) zwischen der Rauchkammer (2) und dem oberen Ende des Ofens (1)
• besteht.
*) größer 709816/0785
- 16 -
11. Ofenanlage nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Einrichtung
(3) an ihrem Außenumfang automatisch oder von Hand betätigbare Luken (17) zum Einsaugen atmosphärischer Luft in die
Rauchkammer (2) besitzt.
12. Ofenanlage nach irgendeinem der- vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , daß eine automatisch arbeitende Luftabdichtungseinrichtung (6) zwischen der
Schaufelkammer (3) und der Rauchkammer (2) vorgesehen ist,
durch die Luft in die Verteilungseinrichtung (3) einsaugbar ist.
13. Ofenanlage nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingang zur
Rauchkammer (2) für die Ofenabgase mit dem suspendierten Material in Vergleich zu dem Gesamtquerschnitt des oberen
Ofenendes eingeengt ist zur Bewirkung einer wesentlichen Erhöhung der Geschwindigkeit der Abgase und des Materials,
die aus dem Ofen (1) ausströmen und in die Rauchkammer (2) und die Steigleitung (10) einströmen.
14. Ofenanlage nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennz eichnet , daß mindestens eine
Bypassleitung zur Führung der heißen Abgase direkt aus dem Inneren des Ofens (1) zu einem Abscheider oder dergleichen
in dem untersten Teil des oberen Ofenendes vorgesehen ist, wobei die Bypassleitung über die Rotationseinrichtung? sofern
zweckmäßig, vorsteht.
- 17 -
709816/0785
15. Ofenanlage nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , daß ein Mittel zur Zuführung ergänzender atmosphärischer Luft zu dem Ofeneinlaß
über die erste Leitung (5) für die Zuführung von Rohmaterial aus mindestens einer der nicht die letzte Vorwärmerstufe
(12) darstellenden Vorwärmerstufen in die Verteilungseinrichtung
(3) und/oder durch die zweite Leitung (4) für die Abgabe von Rohmaterial aus der letzten Vorwärmerstufe (12)
innerhalb des oberen Endes des Ofens hinter der Verteilungseinrichtung (3) vorgesehen ist.
16. Ofenanlage nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , daß ein aus mehreren Zweigen (A, B) bestehender Vorwärmer vorgesehen ist, wobei
ein Zweig (A) mit heißen Ofengasen und der andere Zweig (B) mit heißer verbrauchter Kühlluft eines Klinkerkühlers (24)
versorgt wird.
17. Ofenanlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorwärmer ein aus zwei Zweigen (A, B) bestehender Vorwärmer ist und daß die beiden Zweige (A, B) die
gleiche Größe besitzen.
18. Ofenanlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vorwärmer ein aus zwei Zweigen (A, B)" bestehender Vorwärmer ist und daß Mittel zur Veränderung des
Ausmaßes der Kalzinierung in dem mit Ofengas betriebenen Zweig (A) von 0% bis 100% und Mittel (26) zur Weitergabe
eines Teilstroms des teilweise kalzinierten Materials aus dem mit Ofengas betriebenen Zweig (A) zur weiteren Kalzinierung
an einen in dem mit Kühlluft betriebenen Zweig (B) angeordneten Kalzinator (22) vorgesehen sind.
709816/0785
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