[go: up one dir, main page]

DE2643442A1 - Verfahren zur herstellung von phosphitchloriden - Google Patents

Verfahren zur herstellung von phosphitchloriden

Info

Publication number
DE2643442A1
DE2643442A1 DE19762643442 DE2643442A DE2643442A1 DE 2643442 A1 DE2643442 A1 DE 2643442A1 DE 19762643442 DE19762643442 DE 19762643442 DE 2643442 A DE2643442 A DE 2643442A DE 2643442 A1 DE2643442 A1 DE 2643442A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphite
acid
phosphorus trichloride
reaction
mol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19762643442
Other languages
English (en)
Other versions
DE2643442C2 (de
Inventor
Zdenek Mazour
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE2643442A1 publication Critical patent/DE2643442A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2643442C2 publication Critical patent/DE2643442C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/141Esters of phosphorous acids
    • C07F9/146Esters of phosphorous acids containing P-halide groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description

GTBk-GEIGY AG, CH-4002 Basel / Schweiz
Verfahren zur Herstellung von Phosphitchloriden
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Phosphitchloriden der Formel I
Ri -
in welcher
IR1 G1-G1Q-AIiCyI oder gegebenenfalls substituiertes
Phenyl und
E2 OR1 oder Chlor bedeutet.
durch Umsetzung von Phosphortrichlorid mit der zur Bildung der Phosphitchloride bzw. Phosphitdichloride notwendigen Menge eines symmetrischen Trialkyl bzw, Triphenylphosphits
Unter den Verbindungen der Formel Ϊ sind diejenigen, in denen R1 C1-C5-AIlCyI bedeutet bevorzugt. Der Rest R1 als Fheny!gruppe kann 1-3 fach durch C-,-C18-Alkyl, C1-C18-AI oder Halogen, insbesondere Chlor oder BrOm1, substituiert sein» wobei fllr mehr- als eine Alkyl- bzw. Alkoxygruppe
die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome nicht grosser als 18 ist. '
7 0 S 8 U / 1 0 6 4
Die nach dom erfindungsgemässen Verfahren herstellbaren Phosphitchloride der Formel I, insbesondere diejenigen, in denen R, eine Alky!gruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen und Rp Chlor oder eine Alkoxygruppe mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, sind wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung von 0,S-Dialkylthiophosphaten des in den US-Patentanmeldungen Ser. Nos. 558.589, eingereicht am 14. März 1975, 377.855, eingereicht am 9. Juli 1973, 394.694 eingereicht am 6. September 1973, 489.281, eingereicht am 17. Juli 1974 und 408.874, eingereicht am 23. Oktober 1973, beschriebenen Typs. Diese Verbindungen können wegen ihrer ausgezeichneten Insektiziden Wirkung als Schädlingsbekämpfungsmittel verwendet werden.
Zur Herstellung der 0,S-Dialkylthiophosphate des in den vorgenannten Patentanmeldungen beschriebenen Typs setzt man beispielsweise ein Dialkylchlorphosphit der Formel I mit einem Alkylsulf enylchlorid zum entsprechenden 0,S-Dialkylthiophosphorsäurechlorid um, welches durch weitere Umsetzung mit einem Phenolat oder Enolat das gewünschte Endprodukt liefert, (vgl. J.Org. Chem. 3Ci, 3218, (1965)V
Gemäss einer Variante dieses Verfahrens kann man die 0,S-Dialkylthiophosphate des in den vorgenannten Anmeldungen beschriebenen Typs herstellen, indem man ein Alkylphosphitdichlorid der Formel I zunächst mit einem Alkylsulfenylcblorid zum entsprechenden S-Alkylthiophosphorsäuredichlorid umsetzt und in diesem die beiden Chloratome sukzessive durch eine Alkoxygruppe und eine Phenoxygruppe ersetzt.
Die Phosphitchloride der Formel I können ausserdem als Zwischenprodukte zur Herstellung von Phosphaten dienen, die verschiedene Alkylgruppen oder Alkyl- und Phenylgruppen im Molekül enthalten. Solche gemischten Phosphite können zur Stabilisierung von Epoxyverbindungen und zusammen mit Cadmium- oder Cerbenzoat zur Farbstabilisierung von schwer entflammbaren Polycarbonaten dienen, (vgl. U.S. Patentschrift 3.7C9.367 und britische Patentschrift 1.180.836, die auf der US-Patentanmeldung Serial No. 539.652, eingereicht am 4. April 0 966, basiert).
Ein bekanntes Verfahren zur Herstellung der in den vorgenannten Verfahren zur Herstellung von 0,S-DialkylthiophosphorsäureesLorn
709814/1064
als Ausgangsmaterialien benötigten Dialkylphosphitchloride und Alkylphosphitdichloride besteht darin, dass man Phosphortrichlorid in Gegenwart eines Säureakzeptors, z.B. N,N-Dimethylanilin oder N,N-Diäthy1anilin, mit einem Alkanol umsetzt. (vgl. H.G. Cook et al., J.Chem.Soc. 1949 Teil IV, Seiten 2921-2927 und A.J.Razumov et al.,* Chem. Abs tr. _60, 1571g-h (19 64)). Nach diesem Verfahren werden die Phosphitchloride der Formel I lediglich in Ausbeuten von 20 - 35 % der Theorie erhalten. Die Aufarbeitung der erhaltenen Reaktionsgemische wird dadurch erschwert, dass sich Phosphin als Nebenprodukt bildet, das wegen seiner Selbstentztindlichkeit ein Sicherheitsrisiko darstellt. Dieses Verfahren ist daher für eine Herstellung von Phosphitchloriden in technischem Massstab nicht geeignet.
Eine Variation dieses Verfahrens beschreiben J. Michalski et al., J. Chem. Soc. 1961, 4904, indem als Säureakzeptor ein Pyridin/Diäthylanilingemisch verwendet wird. Obwohl sich nach diesem Verfahren höhere Ausbeuten erzielen lassen(ist es wegen der notwendigen umständlichen Aufarbeitung eines Gemisches von Hydrochloriden zweier verschiedener Basen technisch unbefriedigend.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, Phosphitchloride der Formel I durch Umsetzung von Trialkylphosphiten mit Brenzkatechylphosphorsäuretrichlorid herzustellen (vgl. J. Gloede et al, J.Prakt. Chem. 311 703-704, (1974)). Obwohl man nach diesem Verfahren die Phosphitchloride der Formel I in einer Ausbeute von 81 % der Theorie erhalten kann, ist auch dieses Vafahren flir eine Herstellung von Phosphitchloriden im technischen Massstab nicht geeignet, da das als Ausgangsmaterial benötigte Brenzkatechylphosphorsäuretrichlorid einerseits zu teuer und andererseits in grösseren Mengen nicht zugänglich ist. Ueberdies wird das Verfahren durch die umständliche Aufarbeitung ^es bei der Reaktion anfallenden cyclischen Brenzcatechinphosphats zusätzlich verteuert.
Es ist ferner bekannt, Phosphitchloride der Formel I durch Umsetzun von Phosphortrichlorid mit symmetrischen Trialkylphosphiten her-
7098U/1064
, 26A3442
zustellen (vgl. J.Chem.Soc. 1949, IV, 2921-2927). So wurde beispielsweise durch halbstündiges Erhitzen einer Mischung von Triäthylphosphit und Phosphortrichlorid unter RUckfluss Diäthylchlorphosphit in einer Ausbeute von 44 % der Theorie erhalten. Daneben entstand eine geringe Menge an höher siedenden Produkten und ein fester Rückstand. Dieses Verfahren ist im Hinblick auf ^ie niedrige Ausbeute und die ökologisch problematischen Nebenprodukte, fllr eine technische Herstellung von Alkylphosphitchloriden ebenfalls nicht brauchbar.
Es wurde nun gefunden, dass man die Phosphitchloride der Formel I durch Umsetzung von Phosphortrichlorid mit der zur Bildung der Phosphitchloride bzw. Phosphitdichloride notwendigen Menge eines symmetrischen Trialkyl- bzw. Triphenylphosphits in kurzer Zeit und in wesentlich höheren Ausbeuten als bisher herstellen kann, wenn man die Umsetzung von Phosphortrichlorid mit dem symmetrischen Trialkyl- bzw. Triphenylphosphit in Oj'.onwnrt eines pol nrtMi, «'iprot'1 sehen Losunj'.smi ttt?l.s bei Temperduren zwischen -15°C und +750C durchfuhrt. Als polare aprotische Lösungsmittel kommen N-alkylierte Säureamide von Carbonsäuren, der Kohlensaure, von Phosphorsauerstoffsäuren oder Alkyl- bzw. Ary!phosphonsäuren, Sulfoxide und Sulfone in Betracht. Besonders bevorzugte aprotische Lösungsmittel sind Hexamethylphosphorsäuretriamid, N,N1 ,N"-Tris-tett-amethylen-phosphorsäuretriamid (Phosphorsäure-tripyrrolidid), N,N1-Bis-tetramethylen-n-butanphosphonsäurediamid, Benzolphosphonsäure-bis-(dimethylamid), Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Tetramethylharnstoff, Morpholin-n-carbonsäure-N*,N' dimethylamid und Sulfolan. Die Menge an aprotischem polaren Lösungsmittel, die dem Reaktionsgemisch zugesetzt wird, liegt vorzugsweise zwischen 0,05 und 10 Mol %, vorzugsweise 1 bis 3 Mol %, bezogen auf die Gesamt-Molzahl der Ausgangsprodukte. Die Reaktion kann jedoch auch in Gegenwart von wesentlich grösseren Mengen an aprotischen Lösungsmittel durchgeführt werden.
709814/1064
Innerhalb des Temperaturbereichs von -15°C bis 75°C, indem
die Umsetzung durchgeführt werden kann, sind die Temperaturbereiche von -5°C bis 400C, insbesondere 00C bis 25°C
bevorzugt.
Die Umsetzung wird erfindungsgemäss in der Weise durchgeführt, dass man einen der beiden Reaktionspartner mit dem aprotischen Lösungsmittel vorlegt und den zweiten Reaktionspartner zugibt,
7098U/1064
Die Umsetzung wird erfindungsgemäss in der Weise durchgeführt, dass man einen der beiden Reaktionspartner mit dein aprotischen Lösungsmittel vorlegt und den zweiten Reaktionspartner zugibt.
Die Auswahl des aprotischen, polaren Lösungsmittels, in dessen Gegenwart die Umsetzung von symmetrischen Trialkyl- bzw. Triphenylphosphiten und Phosphortrichlorid durchgeführt wird, hängt vom Siedepunkt der Endprodukte ab. Es muss stets eine genügend grosse Temperaturdifferenz zwischen den Siedepunkten der Endprodukte einerseits und dem aprotischen polaren Lösungsmittel andererseits vorhanden sein, um zu vermeiden, dass das aprotische polare Lösungsmittel bei der destillativen Abtrennung des Phosphitchlorids der Formel I in das Destillat gelangt, da dort ansonsten erneut eine rasche Entstellung des Gleichgewichts zwischen symmetrischen Trialkyl- bzw. Triphenylphosphit und Phosphortrichlorid einerseits und dem soeben hergestellten Alkyl- bzw. Phenylphosphitchlorid andererseits stattfinden würde. Es ist vorteilhaft, die destillative Abtrennung des Phosphitchlorids der Formel I bei möglichst tiefen Temperaturen durchzuführen. Die erfindungsgemäss hergestellten Alkyl- bzw. Phenylphosphitchloride der Formel I können, sofern sie nicht sofort weiter verarbeitet werden, unter Kühlung längere Zeit gelagert werden.
In einer weiteren Vereinfachung des erfindungsgemässen Verfahrens kann man auch so vorgehen, dass man Phosphortrichlorid mit einer Verbindung der Formel R, OH in Gegenwart einer stöchirnetrischen Menge einer Amin-Base wie Triethylamin oder tyridin und einei" indifferenten Lösungsmittel wie beispielsweise Benzol, Toluol oder Chlorbenzol zum Trialkyl- bzw. Triphenylphosphit umsetzt, die entsprechende Menge an aprotischen Lösungsmittel zusetzt und das Phosphortrichlorid zutropft. Nach Abtrennen der ausgefallenen AininhydrocbJ oride erfolgt dann die weitere Aufarbeitung wie oben beschrieben.
709814/1064
Durch die erfindungsgemässe Durchführung der Umsetzung von symmetrischen Trialkyl- bzw. Triphenylphosph.it mit Phosphor-· trichlorid in Gegenwart eines aprotischen polaren Lösungsmittels wird erreicht, dass sich das Gleichgewicht zwischen Trialkyl- bzw. Triphenylphospb.it einerseits und Phosphortrichlorid andererseits besonders rasch und unter milden Bedingungen einstellt. So ist beispielsweise möglich, das Reaktionsgemisch unmittelbar nach Zugabe der zweiten Komponente destillativ aufzuarbeiten. Durch diese starke Verkürzung der Reaktionszeiten und Vermeidung höherer Reaktionstemperaturen, die durch die erfindungsgemässe Durchführung des Verfahrens möglich werden, wird die Bildung unerwünschter Nebenprodukte, z.B. die Bildung von selbstentzUndlichen Phosphinen, wie sie bei längeren Verweilzeiten bei Temperaturen von über 6O0C leicht eintritt, vermieden. Gleichzeitig wird die Ausbeute an gewünschtem Endprodukt gegenüber bekannten Verfahren erheblich gesteigert. Das erfindungsgemässe Verfahren ermöglicht es damit erstmals, Phosphitchloride der Formel I in grosstechnischem Massstab problemlos herzustellen, wobei diese Herstellung auch in Form eines kontinuierlichen Prozesses durchgeführt werden kann. Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird es ferner möglich, die Phosphitchloride der Formel I in besonders reiner Form herzustellen.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert:
09814/1064
Beispiel 1
Dimethylchlorphosphit
In eine auf 0 bis 5°C abgekühlte Mischung von 62,04 g (0,5 Mol) Trimethylphosphit und 4,0 g Hexamethylphosphorsäuretriamid werden 32,5 g (0,24 Mol) Phosphortrichlorid langsam zugetropft. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch auf etwa 200C erwärmt und noch 2 Stunden bei dieser Temperatur nachgerührt. Das gebildete Dimethylchlorphosphit wird durch Destillation unter vermindertem Druck aus der Reaktionsmischung isoliert. Es werden 68,13 g (74,5 % der Theorie bezogen auf Phosphortrichlorid) Dimethylchlorphosphit vom Siedepunkt 29-31°C / 35 Torr erhalten.
709814/1064
Beispiel 2 Diäthylchlorphosphit
In eine auf 0 bis -50C abgekühlte Mischung von 332 g (2,0 Mol) Triäthylphosphit und 15,G 5 g Hexamethylphosphorsäuretriamid werden unter Rühren während 1 Stunde 130 g (0,95 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft. Anschliessend wird die Reaktionsmischung auf 20 bis 25°C erwärmt und noch 1 Stunde bei dieser Temperatur nachgerUhrt. Das gebildete Diäthylchlorphosphit wird durch Destillation unter vermindertem Druck aus dem Reaktionsgemisch isoliert Es werden 330 g (74 % der Theorie bezogen auf Phosphortrichlorid) Diäthylchlorphosphit vom Siedepunkt 40-410C / 12 Torr erhalten.
Das gleiche Ergebnis wird erzielt, wenn man von einer auf 0 bis 5°C abgekühlten Mischung von 130 g (0,95 Mol) Phosphortrichlorid und 15,65 g Hexamethy!phosphorsäuretriamid ausgeht und 332 g (2,0 Mol) Triäthylphosphiit zutropft.
709814/10 6 4
Beispiel 3
Di-η-butylchlorphosphit
In eine auf 0 bis 5°C abgekühlte Mischung von 125,2 g
(0,5 Mol) Tri-n-butylphosphit und 4,0 g Hexamethylphosphorsäuretriamid wurden unter RUhren während 30 Minuten 32,5 g (0,24 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft. Anschliessend wurde die Reaktionsmischung auf 20 bis 25°C erwärmt und 2 Stunden bei dieser Temporatür nachgertiiirt. Bei der Vakuumdestillation des Reaktionsgemisches werden 106 g (70 % der Theorie bezogen auf Phosphortrichlorid) Di-n-butylchlorphosphit vom Siedepunkt 96 bis 98°C /
10 Torr erhalten.
7098U/ 1064
Beispiel 4
Diphenylchlorphos phi t
In eine auf 0 bis 5°C abgekühlte Mischung von 155,2 g (0,5 Mol) Triphenylphosphit und 10,0 g Hexamethylphosphorsäuretriamid werden unter Ruhren 32,5 g (0,24 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft. Anschliessend wird die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur erwärmt und 4 Stunden bei dieser Temperatur nachgerührt. Bei der Vakuumdestillation des Reaktionsgemisches werden 110 g (61,1 Vo der Theorie bezogen auf Phosphortrichlorid) Diphenylchlorphosphit vom Siedepunkt 17O-172°C / 11 Torr erhalten.
7098U/1064
«Η
Beispiel 5 Diathy!chlorphosphit
In eine Mischung von 166,0 g (1,0 Mol) Triäthylphosphit und 20,0 g Tetramethylharnstoff werden unter Rühren bei 15 bis 200C während 1 Stunde 65,Og (0,48 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft, wobei die Temperatur stets unter 300C gehalten wird. Nach beendigter Zugabe wird die Reaktionsmischung bei 20 bis 300C 80 Stunden nachgerlihrt, und anschliessend unter vermindertem Druck destilliert. Es werden 145 g (65 7O der Theorie bezogen auf Phosphortrichlorid) Diäthylchlorphosphit vom Siedepunkt 40-410C/ 12 Torr erhalten.
709814/1064
AS
Beispiel 6
Aethyldichlorphosphit
In eine Mischung von 83 g (0,5 Mol) Triäthylphosphit und 10,0 g Hexametlrylphosphorsäuretriamid werden bei 20 bis 300C unter Rühren 137 g (1,0 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft. Die entstandene gelbliche Suspension wird auf 500C erwärmt urd 15 Stunden bei dieser Temperatur nachgerlihrt. Nach dem abfiltrieren eines unlöslichen Rückstandes wird ein Filtrat erhalten, das zu etwa 92-95 P.U.8 Aethyldichlorphosphit besteht. Die Ausbeute beträgt etwa 92-95 7O der Theorie. Bbi der Vakuumdestillation des Filtrats werden 187-198 g (85-90 % der Theorie bezogen auf Phosphortrichbrid) Aethyldichlorphosphit vom Siedepunkt 47-52°C / 13 Torr erhalten. Für die Weiterumsetzung lässt sich allerdings in den meisten Fällen das rohe Aethyldichlorphosphit verwenden.
7098U/1064
Beispiel 7 Didecylchlorphosphit
In eine Mischung von 25,14 g (0,05 Mol) Tridecylphosphit und 1,5 g Hexamethy!phosphorsäuretriamid werden unter Rühren bei 25 bis 300C 3,42 g (0,025 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft. Nach beendigter Zugabe wird das Reaktionsgemisch weitere 5 Stunden bei 25 bis 30°C nachgerlihrt. Es werden 27,5 g i-ohes Didecylchlorphosphit in Form eines nichtdestillierbaren viskosen OeIs erhalten. (Ausbeute 96 der Theorie).
709814/1064
Beispiel 8
D iä tlrylchlorpho sphit
In eine auf 0 bis 5° C abgekühlte Mischung von 83,0 g (0,5 Mol) Diäthylphosphit und 4,0 g Dimethylsulfoxid (DMSO) werden unter starkem Rühren und ständiger Kühlung 3235 g
(O3237 Mol) Phosphortrichlorid langsam eingetropft. Nach beendigter Zugabe des Phosphortrichlorids wird das KUhlbad ent= fernt und das Reaktionsgemisch 24 Stunden bei Raumtemperatur ausgerührt. Anschliessend xvird das Rohprodukt im Vakuum über eine Vigreux-Kolonne von 15 cm Länge destilliert. Es werden 88,6 gr Diäthylchlorphosphit (79 % der Theorie, bezogen auf Phosphortrichlorid) vom Siedepunkt 40-41° C / 12 Torr erhalten.
709814/1064
Beispiel 9 Dläthylchlorphosphit
In eine klare, auf 0 bis 5° C abgekühlte Mischung von 83,0 g (0,5 Mol) Tri'äthylphosphit und 3,91 g Dimethylformamid (DMF) werden unter starkem Rühren und ständiger Kühlung 32,5 g (O3237 Mol) Phosphortrichlorid langsam eingetropft. Nach beendigter Zugabe des Phosphortrichlorids wird das KUhlbad entfernt und die Mischung 24 Stunden bei Raumtemperatur ausgerührt. Bei der Destillation des Reaktionsgemisches im Vakuum unter Verwendung einer Vigreux-Kolonne von 15 cm Länge werden 91,2 g (Sl,S % der Theorie, bezogen auf Phosphortrichlorid) Diäthylchlorphosphit vom Siedepunkt 40-41° C / 12 Torr erhalten.
7098U/1064
Beispiel 10
Diäthylchlorphosphit
In eine Mischung von 166,0 g (1,0 Mol) Triäthylphosphit und 4,0 g Phosphorsäuretripyrrolidid (N,N1,N''-Tris-(tetramethylen)— phosphorsäuretriamid) werden bei 25-30° C 68,5 g (0,5 Mol) Phosphortrichlorid unter Rühren eingetropft. Nach beendigter Zugabe des Phorphortrichlorids wird das Reaktionsgemisch noch eine halbe Stunde nachgerührt. Dann wird das rohe Diäthylchlorphosphit durch eine schnelle Vakuumde st illation bei 13-40° C / 10 Torr vollständig vom Katalysator abgetrennt. Es werden 230 g rohes Diäthylchlorphosphit mit einem Gehalt von 89 % Diäthylchlorphosphit erhalten. Das entspricht einer Ausbeute von 87,2 % der Theorie, bezogen auf Phosphortrichlorid. Der im Reaktionsgefäss befindliche Rückstand, der überwiegend aus Phosphorsäuretripyrrolidid und wenig Nebenprodukten besteht, kann direkt als Katalysator für den nächsten Ansatz verwendet werden.
7098U/1064
Beispiel 11 Diäthylchlorphosphit
In eine Mischung von 54,8 g (0,33 Mol) Triäthylphosphit und 1,22 g (0,0049 Mol) n-Butanphosphonsäure-dipyrrolidid werden bei Raumtemperatur unter Rühren 22,6 g (0,165 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft, wobei die Temperatur auf 29°C steigt. Nach beendigter Zugabe des Phosphortrichlorids wird das Reaktionsgemisch noch weitere 6 Stunden bei 300C gerührt. Das so erhaltene Gemisch enthält 84 X der Theorie Diäthylchlorphosphit. Dieses wird unter reduziertem Druck durch Destillation vom Katalysator getrennt. Man erhält bei 40 bis 41°C und einem Druck von 12 bis 13 Torr 70,4 g Destillat, das 62 g Diäthylchlorphosphit enthält. Die Ausbeute beträgt 80 % der Theorie bezogen auf Triäthylphosphit.
7098U/ 1064
Beispiel 12
Diäthylchlorphosphit
In eine Mischung von 166 g (1 Mol Triäthylphosphit und 4,6 g Benzolphosphonsäure-bis-diäthylamid werden bei
Raumtemperatur unter Rühren 68,8 g (0,5 Mol) Phosphortrichlorid eingetropft, wobei die Temperatur auf 28°C
steigt. Nach beendigter Zugabe des Phosphortrichlorids wird das Reaktionsgemisch 24 Stunden bei 300C gerührt. Anschliessend wird das gebildete Diäthylchlorphosphit
durch Destillation unter reduziertem Druck aus dem
Reaktionsgemisch abgetrennt. Bei 40 bis 42°C und einem Druck von 13 Torr werden 173,8 g Destillat erhalten, das 156g Diäthylchlorphosphit enthält. Die Ausbeute beträgt 66,5 7o der Theorie bezogen auf Triäthylphosphit.
7098U/1064

Claims (6)

Patentansprüche
1. j Verfahren zur Herstellung von Phosphitchloriden der Formel I
(D
in welcher
R1 Cn-C10-AIlCyI oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl und
R,, OR1 oder Chlor bedoutet,
durch Umsetzung von Phosphortrichlorid mit der zur Bildung der Phosphitchloride bzw. Phosphitdichloride notwendigen Menge eines symmetrischen Trialkyl bzw. Triphenylphosphits, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung des Phosphortrichlorids mit dem Trialkyl- bzw. Triphenylphosphit in Gegenwart eines polaren, aprotischen Lösungsmittels bei Temperaturen zwischen--150C und +750C durchfuhrt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als polares, aprotisches Lösungsmittel ein N, N-dialkyliertes Säureamid einer Carbonsäure,der Kohlensäure, der Phosphorsäure oder einer Phosphonsäure, ein SuIfoxid oder ein SuIfon verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein polares aprotisches Lösungsmittel aus der Gruppe Hexamethylphosphorsäuretriarnid, N,N* ,N"-Tris-tetramethylen-phosphorsäuretriamid, N,N'-Bis-tetramethylen-nbutanphosphonsäurediamid, Benzolphosphonsäure-bis-dimethylamid, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Tetramethylharnstoff SuIfolan verwendet.
7098-14/10*4
ORiGfNAL JNSPECTED
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das polare, aprotische Lösungsmittel in einer Menge von 0,05 bis 10 Mol-% bezogen auf das Gesamt-Molzahl der Alisgangsprodukte anwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung im Temperaturbereich von -5°C bis +400C durchfuhrt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung im Temperaturbereich zwischen 00C und 25°C durchfuhrt.
7098U/1064
DE2643442A 1975-09-29 1976-09-27 Verfahren zur Herstellung von Phosphitchloriden Expired DE2643442C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US61777875A 1975-09-29 1975-09-29

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2643442A1 true DE2643442A1 (de) 1977-04-07
DE2643442C2 DE2643442C2 (de) 1984-11-22

Family

ID=24475041

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2643442A Expired DE2643442C2 (de) 1975-09-29 1976-09-27 Verfahren zur Herstellung von Phosphitchloriden

Country Status (9)

Country Link
US (1) US4079103A (de)
JP (1) JPS603317B2 (de)
CA (1) CA1082218A (de)
CH (1) CH601328A5 (de)
DE (1) DE2643442C2 (de)
DK (1) DK143281C (de)
FR (1) FR2325656A1 (de)
GB (1) GB1555791A (de)
NL (1) NL187357C (de)

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2636270C2 (de) * 1976-08-12 1983-06-09 Bayer Ag, 5090 Leverkusen Verfahren zur Herstellung von Phosphorigsäureesterchloriden und Phosphonigsäureesterchloriden
JPS61112088A (ja) * 1984-11-06 1986-05-30 Nippon Chem Ind Co Ltd:The 高純度、高収率の塩化ホスフアイトの製造方法
DE3911230A1 (de) * 1989-04-07 1990-10-11 Hoechst Ag Verfahren zur herstellung von alkylphosphonigsaeurediestern und/oder dialkylphosphinigsaeureestern
DE3937610A1 (de) * 1989-11-11 1991-05-16 Hoechst Ag Verfahren zur gewinnung von phosphorigsaeure-bis-(2,4-di-tert.-butyl-phenyl)ester-halogeniden
RU2071478C1 (ru) * 1991-03-26 1997-01-10 Циба Гейги АГ Несимметричные арилфосфиты, полимерная композиция и способ ее получения
WO2009072591A1 (ja) * 2007-12-06 2009-06-11 Nippon Chemical Industrial Co., Ltd 高純度塩化ホスファイトの製造方法
CN110862412B (zh) * 2019-11-07 2022-03-25 山东亿盛实业股份有限公司 一种制备氯代亚磷酸二乙酯的方法

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Houben-Weyl: Methoden der organischen Chemie, 4. Aufl., 1964, Bd. XII/2, S. 18 *

Also Published As

Publication number Publication date
JPS603317B2 (ja) 1985-01-26
DK435876A (da) 1977-03-30
CA1082218A (en) 1980-07-22
NL7610743A (nl) 1977-03-31
DE2643442C2 (de) 1984-11-22
DK143281B (da) 1981-08-03
FR2325656A1 (fr) 1977-04-22
CH601328A5 (de) 1978-07-14
NL187357B (nl) 1991-04-02
JPS5242822A (en) 1977-04-04
FR2325656B1 (de) 1978-11-03
GB1555791A (en) 1979-11-14
NL187357C (nl) 1991-09-02
US4079103A (en) 1978-03-14
DK143281C (da) 1981-12-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2643442A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphitchloriden
EP0452755B1 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von 1-Halogen-1-oxophospholenen
EP0049342B1 (de) Verfahren zur Oxidation von organischen Phosphorverbindungen
DE2643474C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphitchloriden
EP0518861A1 (de) Verfahren zur gewinnung von phosphorigsäure-bis-(2,4-di-tert.-butyl-phenyl)-ester-halogeniden.
DE3235787C2 (de)
EP0826690B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Cyanoethyl-phosphinsäureestern
EP0227918B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphonsäuredichloriden
DE2129583C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphinsäureanhydriden
EP0122587B1 (de) Verfahren zur Herstellung organischer Chlorphosphane
EP0019700B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorchloridthiolaten
EP0281979B1 (de) Cyanomethansäurehalogenide des Phosphors, Verfahren zu ihrer Herstellung und die Vorprodukte Cyanomethyl-methylphosphinsäurealkylester
EP0270041B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlorethanphosphonsäuredichlorid
EP0271695B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphin- oder Phosphonsäurechloriden
EP0537197B1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphonigsäure-arylester- halogeniden
DE2260719A1 (de) Verfahren zur herstellung von amidomethylphosphonsaeureestern
EP0003553B1 (de) Verfahren zur Herstellung von O,S-Dialkylthiophosphorsäurechloriden
DE2357677A1 (de) Verfahren zur herstellung von alphachlor-acrylsaeurechlorid
DE1445659C (de) Pyndylphosphorverbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
EP0094540B1 (de) Zusatz von Phosphortrichlorid zu Chlorierungs-Gemischen zur Bildung von Thiophosphoryltrichlorid
DE3425701A1 (de) Verfahren zur herstellung von chlorierten phosphorylmethylcarbonyl-derivaten und neue zwischenprodukte zu ihrer herstellung
DE2310623A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphonsaeuredihalogenidamiden
AT227718B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Thiophosphorsäureestern
EP0144743A1 (de) Verfahren zur Herstellung organischer Chlorphosphane
DE1022597B (de) Verfahren zur Herstellung phosphorhaltiger heterocyclischer Verbindungen

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition