DE2643005C3 - Vorrichtung zum Aufschneiden eines Vogels - Google Patents
Vorrichtung zum Aufschneiden eines VogelsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung /um Aufschneiden eines Vogels in Richtung des Brustbeines,
wobei der Vogel mit bereits ausgeschnittener Kloaka an einem Haken eines Förderers an den Knöcheln
aufgehängt transportierbar ist und die Vorrichtung zumindest ein Messer aufweis?, welches mit einem sich
mit dem Förderer mitbewcgciulem Schlitten auf- und
niederbewegbar ist und welchem ein zweigeteilter, kugelförmiger Verdrängungskörper vorgesetzt ist, der
bei der Abwärtsbewegung des Messers in die beim
Ausschneiden der Kloaka gebildete Öffnung cinführbar
ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (NI.-OS 5 1) 547) bestellt das Messer aus einer druckluftbetriebenen
Messerseheibe, die den Vogel im Zuge der Abwärtsbewegung des Schlittens gleichsam von außen
her aufschneidet. Wegen der immer strenger werdenden offiziellen Vorschriften bezüglich der Hygiene und
vor allem bezüglich der Verhinderung der sogenannten Kreuzinfektion muß das Aufschneiden des Vogels mit
größter Vorsicht geschehen, damit vermieden wird, daß das Eingeweide beim Aufschneiden vom Messer
getroffen wird. Der wichtigste Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht eben darin, daß diese Vorrichtung
ίο trotz der komplizierten Bauart nicht imstande ist, den
Vogel in solcher Weise aufzuschneiden, daß eine Beschädigung des Eingeweides mit absoluter Sicherheit
vermieden wird, weil der Verdrängungskörper die Messerscheibe nur teilweise verdeckt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anordnung so zu treffen, daß Eingeweidebeschädigungen
beim Aufschneiden nicht mehr möglich sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Messer fest in einer der beiden, nach der
Abwärtsbewegung zum Aufschneiden auseinanderspreizbaren Kugelhälften des Verdrängungskörpers
gehalten ist.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird also der Verdrängungskörper bei der Abwärtsbewegung des
Schlittens in geschlossenem Zustand in die beim Ausschneiden der Kloaka des Vogels gebildete öffnung
eingeführt, worauf die Kugelhälften gespreir.i werden,
wobei der Vogel von dem in der einen Kugelhalfte gehaltenen Messer von innen her in Richtung des
JO Brustbeines aufgeschnitten wird. Bei der Abwärtsbewegung
des Schlittens schiebt der Verdrängungskörper das Eingeweide des Vogels so beiseite, daß es außer
Reichweile des im oberen Bereich der einen Kugelhalfte montierten Messers liegt und mit Sicherheit nicht mehr
3^ beschädigt wird.
Nach einer besonders einfachen, bevorzugten Ausführungsform ist die eine Kugelhalfte fest mit dem
Schlitten verbunden, während die andere Kugelhälfte starr an dem linde eines drehbar mit dem Schlitten
verbundenen I lebelarms befestigt ist, so daß die Kugelhälften wie eine Schere gesprci/t werden können.
Hierbei ist es vorteilhaft, wenn der Hebelarm eine an einer Führuiigslläche anliegende l.eitrolle trägt, so daß
die Kugclhälflen abhängig von der Auf- und Abbewegung des Schlittens gesprci/t und geschlossen werden.
Nach einer anderen bevorzugten Ausfiihrungsform wird
die Abwärtsbewegung des Schlittens zumindest teilweise von der Schwerkraft bewirkt, wobei die Länge der bei
dieser Bewegung von dem Schlitten zurückgelegten Strecke von einem /wischen ilen Füßen des Vogels
angreifenden, fest mit dem Schlitten verbundenen Anschlagbügel bestimmt wird, so daß der kugelförmige
Verdrängungskörper unabhängig von der CJmUe des
Vogels gleich lief in den Vogel eindringt. Im übrigen empfiehlt es sich, daß die Förderbahn kreisförmig ist
und die Aufwärtsbewegung des Schlittens durch eine Führung bewirkt wird, auf der sich eine am Schlitten
befestigte Rolle abstüt/l.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der lediglich
b" ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher
erläutert; es zeigt
Fig. I in Seitenansicht eine Vorrichtung zum Aufschneiden von Vögeln.
I i g. 2 eine vergrößert Seitenansicht eines Teils des
'" Gegenstandes nach Ii g. I (in l'fcilrichlung 11-11 uer
Ii g. JJuihI
I·'i g. i eine vergrößerte Vorderansicht des in der
I·' i g. 2 dargestellten Vorrichlungsteiles.
Die dargestellte Vorrichtung dient zum Aufschneiden von Vögeln, die an den Knöcheln an einen Förderer
aufgehängt sind, und besitzt ein Traggestell 1, in welchem eine senkrechte, nicht rotierende Achse 2
befestigt ist. Auf der Achse 2 sind übereinsnder zwei Tragstützen 3 und 4 drehbar gelagert. Zwischen den
beiden kreisförmig ausgebildeten Tragstützen 3 und 4 ist eine Mehrzahl von gleichmäßig über den Umfang
verteilten senkrechten Führungen 6 vorgesehen, welche die beiden Tragstützen 3 und 4 starr miteinander
verbinden. A'jf jeder dieser Führungen 6, die wie die
Fi g. 3 am deutlichsten zeigt, jeweils aus zwei parallelen Stangen 7 bestehen, ist ein Schlitten 8 auf- und
abverschiebbar gelagert. Jeder Schlitten 8 ist auf der der Achse 2 zugekehrten Seite mit einer Rolle 9 versehen,
die sich auf einer Führung 10 abstützt, die fest mit der Achse 2 verbunden ist. Die Bahnform der Führung 10 ist
so gewählt, daß die Schlitten 8 auf den Führungen 6 auf- und abgleiten, wenn letztere zusammen mit den
Tragstützen 3 und 4 um die Achse 2 rolleren. Die Führungen 6 werden zusammen mit den Tragstüizen J
und 4 von einem horizontalen, über der oberen Tragstütze 3 ebenfalls drehbar auf der Achse 2
gelagerten Triebrad U angetrieben, das mittels eines Bügels 12 fest mit derTragstütze 3 verbunden ist.
Die aufzuschneidenden Vögel 14 werden von einem Förderer mil Traghaken U herangeführt, an denen
jeweils ein Vogel 14 an den Knöcheln aufgehängt ist. leder Haken 1} wird von einem Bügel 15 getragen, der
sich mit zwei Rollen 16 auf einer Schiene 17 abstützt. Die Bügel 15 des Förderers sind in regelmäßigen
Abständen an einem Zugseil 18 befestigt. Ein Teil der Schiene 17 ist konzentrisch zur Achse 2 über dem
Triebrad 11 angeordnet. Das Triebrad U ist mit Aussparungen 19 versehen, die in regelmäßigen
Abständen im Umfangsrand desselben vorgesehen sind, wobei der Abstand /wischen benachbarten Aussparungen
19 mil dem Abstand zwischen benachbarten Bügeln 15 übereinstimmt, so daß die Bügel 15, die von dem
Zugseil 18 entlang der Schiene 17 bewegt werden, beim Erreichen der Vorrichtung von den Aussparungen 19
des Triebrades Il aufgenommen werden und das Triebrad 11 um die Achse 2 verdrehen.
leder Schlitten 8 trägt eine Schneideeinrichtung mit
einem Anschlugbiigcl 20, der radial nach außen vorsteht und /wischen die Füße des an einem Unken 15
hängenden Vogels gebracht wird, wenn dieser Vogel 14
die Vorrichtung erreicht. Dabei nimmt der Schlitten 8 der betreffenden Schneideeinrichtung auf der zugehörigen
Führung 6 die höchste Lage ein. Wenn jel/t der Vogel 14 von dem Förderer weitergezogen wird,
bewegt sich die Schneideeinrichtung, weil von dem Triebrad Il angetrieben, mit dem Vogel 14, wobei die
Führung 10 den Schlitten 8 freigibt, so dab dieser entlang tier Führung 6 hinuniergleitet und der
Anschlagbügel 20 /wischen den Füßen des Vogels auf den Vogel 14 greift. Da die Abwärtsbewegung des
Schlittens 8 von der Führung 10 nicht erzwungen wird, wird diese Bewegung des Schlittens 8 blockiert, sobald
die Füße des Vogels 14 /wischen dem Ilaken 13 und
dem Anschlagbügel 20 straff gezogen sind. Auf diese Weise wird die Abwärtsbewegung des Schlittens 8
jeweils tier (irolle des Vogels 14 angepaßt. Der
Anschlaghügel 20 trägt lerner zwei nach innen
gerichtete Zapfen 21, die bei der Abwärtsbewegung il'.'s
Schlittens H am Rucken des Vogels 14 angreifen.
Die Schneideeinrichtung besitzt weiterhin einen kugelförmigen Verdrängungskörper 22. der bei der
Abwärtsbewegung des Schlittens 8 in die beim Ausschneiden der Kloaka des Vogels 14 gebildete
öffnung eingeführt wird, wobei der Vogel 14 von den Zapfen 21 bezüglich des Verdrängungskörpers 22 in die
richtige Lage gebracht wird. Der kugelförmige Verdrängungskörper 22 ist in zwei Kugelhälften 23 und 24
geteilt. Die der Achse 2 der Vorrichtung zugekehrte Kugelhälfte 23 ist fest mit dem Anschlagbügel 20
verbunden, während die andere Kugelhälfte 24 am Ende eines Hebelarmes 25 befestigt ist, der um eine
horizontale Achse 26 drehbar mit dem Schlitten 8 verbunden ist, so daß beim radialen Ausschwenken des
Hebelarmes 25 die Kugelhälften 23 und 24 gespreizt werden. Diese Spreizbewegung wird mit Hilfe eines an
dem Hebelarm 25 befestigten weiteren Hebelarmes 27 mit einer Leitrolle 28 erzielt, die an einer fest mit der
Achse 2 verbundenen Führungsfläche 29 liegt. Die Form der Führungsfläche 29 ist so gewählt, daß der Hebelarm
25 mit der Auf- und Abbewegung des Schlittens 8 hin- und hergeschwenkt wird. Am Ende des Hebelarmes 25
ist ein Messerhalier 30 vorgesehen, in welchem ein Messer 31 gehalten ist, das teilweise von einem Schlitz,
der bewegbaren Kugelhälfte 34 aufgenommen ist. Das Messer 31 ist mittels einer Klemmschraube \2 in dem
Messerhalter 30 gesichert.
Die zuvor beschriebene Vorrichtung besitzt folgende Wirkungsweise: Wenn ein von dem Förderer /ugeführter
Vogel 14 die Vorrichtung erreicht, trifft der den Vogel 14 tragende Haken Π auf eine fest mit der
unteren Tragstütze 4 verbundene Führungsschiene H.
durch die der Vogel 14 senkrecht unterhalb die zugehörige Schneideeinrichtung gebracht wird, derer
Anschlagbügel 20 zwischen die Füße des Vogels 14 greift. Sodann senkt sich der Schlitten 8, wobei die
Zapfen 21 hinter den Rücken des Vogels 14 gelangen und der kugelförmige Verdrängungskörper 22 in
geschlossenem Zustand in den Vogel 14 eingeführt wird,
bis die Abwärtsbewegung des Schlittens 8 von dem Anschlagbügel 20 unterbunden wird. Da die Abwärtsbewegung
des Schlittens 8 mit Hilfe des Anschlagbügels 20 an die Größe des Vogels 14 angepaßt ist, dringt der
Verdrängungskörper 22 immer gleich tief in den Vogel 14 ein. Das Fingeweide des Vogels 14 wird dabei vom
Verdrängungskörper 22 weggeschoben, so daß es mit dem Messer 31 nicht in Berührung kommen kann.
Aufgrund der Kugelforin beschädigt auch der Verdrängungskörper
22 das Eingeweide nicht. Nachfolgend wird der Hebelarm 25 hinaufgeschwenkt, so daß der
Vogel 14 von dem zwischen der Kugelhälfle 24 und dem
Messerhalter 30 teilweise freigebend] Messer 31 von
der Kloaka weg in Richtung des Brustbeins von innen her aufgeschnitten wird. Dadurch, daß die bewegliche
Kugelhälfte 24 mit dem Messer Jl eine Schwenkbewegung um die Achse 26 ausführt, wird sie an einem
bestimmten Punkt ihrer Bahn von dem Vogel 14 wieder freigegeben. Die genaue Lage des Punktes, wo die
Kugelhälfte 24 den Körper des Vogels 14 verläßt, ist von tier Größe des Vogels 14 abhängig. Sodann wird der
Schlitten 8 von der Führung 10 wieder nach oben geschoben, während der Hebelarm 25 von einer
zwischen dem Hebelarm 25 und der unteren Tragstütze 4 vorgesehenen, die Leitrolle 28 an die Führungsfläche
29 pressenden Feder 34 zurückgezogen wir.!. Die in
senkrechter Richtung Kings der Führungsrolle 24 verschiebbare I eilrolle 28 liegt ^m ei! iir:.:!-iiciiigiii von
den Bewegungen des Schlittens 8 stets ,111 der Führungslläclic 29 an. Abschließend wird der Vogel 14
von dem Förderer aus der Vorrichtung wieder entfernt.
Obwohl die Zeichnung deutlichkeitshalber lediglich zwei SchncideLini ichtiingcn zeigt, ist natürlich unter
jeder Aussparung 19 des Triebrades 11 eine Schneideeinrichtung
vorgesehen, welche von einem auf einer ί-'ührung 6 gelagerten Schlitten 8 gelragen wird.
Hierzu 2 Wall Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Aufschneiden eines Vogels in Richtung des Brustbeines, wobei der Vogel mit
bereits ausgeschnittener Kloaka an einem Haken eines Förderers an den Knöcheln aufgehängt
transportierbar ist und die Vorrichtung zumindest ein Messer aufweist, welches mit einem sich mit dem
Förderer mitbewegendem Schlitten auf- und niederbewegbar ist und welchem ein zweigeteilter,
kugelförmiger Verdrängungskörper vorgesetzt ist, der bei der Abwärtsbewegung des Messers in die
beim Ausschneiden der Kloaka gebildete öffnung einführbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Messer (31) fest in einer der beiden, nach der Abwärtsbewegung zum Aufschneiden auseinanderspreizbaren
Kugelhälften (23,24) des Verdrängungskörper (22) gehalten ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Kugelhälfte (23) fest mit dem
Schlitten (8) verbunden ist, während die andere Kugelhälfte (24) starr an dem Ende eines drehbar mit
dem Schlitten (8) verbundenen Hebelarms (25) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebelarm (25) eine an einer
Führungsfläche (29) anliegende l.eitrolle (28) trägt, so daß die Kugelhälften (2?, 24) abhängig von der
Auf- und Abbewegung des Schlittens (8) gespreizt und geschlossen werden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abwärtsbewegung
des Schlittens (8) zumindest teilweise von der Schwerkraft bewirkt wird, wobei die Länge der bei
dieser Bewegung von dem Schlitten (8) zurückgelegten Strecke von einem /wischen den Füßen des
Vogels (14) angreifenden, fest mit dem Schlitten (8) verbundenen Anschlagbügel (20) bestimmt wird, so
daß eier kugelförmige Verdrängungskörper (22) unabhängig von der Größe des Vogels gleich tief in
den Vogel (14) eindringt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderbahn
kreisförmig ist und die Aiifwiirtsbewegung des Schlittens (8) durch eine Führung (10) bewirkt wird,
auf der sich eine am Schlitten (8) befestigte KoIIe (9) abstützt.
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