DE2642099A1 - Ofeneinrichtung zum induktiven erhitzen metallener werkstuecke - Google Patents
Ofeneinrichtung zum induktiven erhitzen metallener werkstueckeInfo
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Description
AEG-Elotherm Gesellschaft mit beschränkter Haftung
0770/76-(o2) Remscheid, I7.09.76
Pat/Seiffert/Sw.
Ofeneinrichtung zum induktiven Erhitzen metallener
Werkstücke
Die Erfindung betrifft eine Ofeneinrichtung zum induktiven
Erhitzen metallener Werkstücke mit einem den Ofenraum umfassenden Induktionsspulenkörper und einer den Induktionsspulenkörper
in seiner Längsrichtung durchsetzenden, in Längsrichtung hin- und herbeweglich gelagerten WerkstückaufnaTune
zum Transport der Werkstücke durch den Induktionsspulenkörper und im Induktionsspulenkörper entlang der Werkstückaufnahme
angeordneten Werkstückablagen zur Ablage der Werkstücke, bei dem die Werkstückaufnahme über außerhalb des
Induktionsspulenkörpers angeordnete Antriebsmittel in Transportrichtung derart bewegbar ist, daß die am Ofeneingang
auf die Aufnahme aufgelegten Werkstücke schrittweise von einer Werkstückablage zur folgenden und zum Ofenavisgang
transportiert werden, während die Werkstückaufnahme in den
Transportpausen um den Transportschritt rückwärts bewegbar ist.
In bekannten Öfan dieser Ausbildung ist die Transportvorrichtung
als sogenannter Hubbalken-Förderer mit einem Hubbalken
als Werkstückaufnahme ausgebildet, und es ist die Anordnung derart getroffen, daß der Hubbalken die gesamte Länge des
Ofenraünis durchsetzt und an den beiden Stirnseiten des Durch-
809815/0396
'ty 2B42Ü99
laufofcns über entsprechende mechanische Antriebsmittel motorisch
antreibbar ist. Der Hubbalken führt dazu zunächst eine quer zur Transportrichtung verlaufende Htibbowegung aus, mit
der der Hubbalken von unten durch eine Werkstücklagervorrichtung
hindurchgreift und das dort lagernde Werkstück abhebt.
Danach führt der Ilubbalkon eine in Transportrichtung verlaufende
Translationsbewegung aus, die in einer Endphase in eine erneute (rückwärts verlaufende) Hubbewegung übergeht,
mit der das Werkstück auf eine entsprechende Werkstückablage
abgelegt wird. Danach führt der Hubbalken - unter den WerkstückabJagen
— eine entgegen der Transportbewegtmg verlaufende
Rückbewegung aus, mit der der Ilubbalken in seine ursprüngliche Ausgangslage zurückgeführt wird, aus der der erläuterte
Transportvorgang erneut ablaufen kann.
Die bekannten Durchlaufofen leiden unter dem Mangel einer relativ
kurzen Baulänge, da der Ilubbalken der zugehörigen Transportvorrichtungen infolge der Durchbiegung des Dalkens
nicht beliebig lange Langen aufweisen kann. Werden gewisse Längen der Ofenanlage überschritten, so nimmt die Transportvorrichtung
zur Herbeiführung der erforderlichen Durchhangstabilität
Abmessungen an, die mit einer unerwünschten Aufweitung des Durchmessers der den Durchlaufraum des Ofens umschließenden
Induktionsspulen verbunden ist.
Es ist deshalb bekannt, die Anordnung derart zu treffen, daß mehrere Durchlaufofen der genannten Art in unmittelbarem Abstand
hintereinander angeordnet und zur Erwärmung der einzelnen Werkstücke ausgenutzt werden. Dabei läßt es sich nicht vermeiden,
daß zwischen den einzelnen Ofenräumen ein Abstand verbleibt, in dem das zugehörige Werkstück, das den einen Ofen
verläßt und dem Eingang des anderen Ofens zugeführt wird, nicht beheizt wird. Der Wirkungsgrad solcher Anlagen ist deshalb
ungünstig.
Die Erfindung befaßt sich mit dor Aufgabe, Tnduktions-Durchlauföfnn
der eingangs näher bezeichneten Art dahin zu verbessern,
daß auch mit wachsender Länge des Ofenraums ein stö-
809812/G3QS
- 3 -
S
/ο ^ ^u-rl
render Durchhang der in Transportrichtung beweglich gelagerten
Werkstückaufnähme nicht eintritt und eine den Durchhang
vermeidende Dimensionierung der Werk« tückaufiiahme vermieden
wird.
Ferner befaßt sich die Erfindung mi t der· Aufgabe, die Anordnung
derart zu treffen, daß der Transport der Werkstücke durch den Ofenraum allein unter Benutzung von Transportvoi-richtungs
te ilen möglich i s t, die den Ofeiirautu in Achsrichtung
" des Indukt ions.spu 1 enkörpers durchsetzen, ohne daß Din c hführungen
durch den Spulenkörper selbiif t;rf ordi-r I i c-h sind,
(iemäß einer weiteren Aufgabe dor Erfindung soll die Audi d mmg
diibcii derart getroffen sein, daß die» ein/.cliu-n W«i Ii stücke,
die den Ofen durchlaufen, muni I(el lmr aufeinanderfolgend
angeordnet sind, so daß sie einander bet uhren und so elektrisch
leitend miteinander verbunden sind, ohne daß beim Iransport
der so gebildeten Werkstücksäule von einem Werkstück zum
anderen wesentliche Kräfte übertragen werden, die in Verkleben oder Verschweißen der Werkstücke miteinander zur Folge
haben.
Der Erfindung entsprechend wird da/.u eine. Ofene i m i cht nut·, der
eingangs näher bezeiclinetcn Art irorgesthlagen, die» sicli ditdurch
kennzeichnol, daß neben der in Lagern '.raus 1 a tor isih verstoll»
baren Werkstückiuifnähme als Werks Lückablagen dienende Hebevorrichtungen
angeordnet sind, die über im Innern des Induktionsspulenkörpers
angeordnete Stellmittel von der Seite des
Ofeiieingangs und/oder Ofenausgangs her gemeinsam betätigbar
sind und die Werkstücke in den Transportpausen von der Werkstückauflage abheben.
In Ausgestaltung wird vorgeschlagen, die Einrichtung derart auszubilden, daß al3 Hebevorrichtungen drehbar gelagerte
Nocken vorgesehen sind, die über eine den Spulenkörper in Transportrichtung durchsetzende Stange gemeinsam antreibbar
sind.
BG9fei2/O3QS
2642UHH
Die Nocken können dabei an der Antr i ebss tange befestigt und
mit der Antriebsstange um deren Achse drehbar gelagert sein.
Die Of en ei iiri ch t ung nach der· Erfindung weist den Vorzug auf,
daß die einzelnen Werkstücke in einer Werks tueksäuIe unmittelbar·
aneinanderstoßend durch den Ofen transportiert werden
können, ohne dall -- wie dieses bei den bekannten Stoßöfen üblich
ist - iibe'r eine am ICiugang des Ofens angeordnete Stoßvorrichtung
auf" die Werk.s t üc-k.sau 1 e Transpor· tkraf te übertragen
weiden, die die e irr.'*· 1 neu Werkstücke aneinariderdriickeii
und ggf. λuta Verkleben und Verschweißen der Werkstücke miteinander
Anlaß Kibt.
Dar über hi mm« weist die Ki in ich tune, nach der Erfindung den
V(Ji /,ng auf, daß auch einzelne Werkstücke durch den Ofen trans
portierbar sind.
Die anliegende Zeichnung dient /,ur Erläuterung eines bevorzugten
Ausfuhr im C1S be is pi .e 1 s .
Fig. 1 dar Zeichnung zeigt in schema tischer· Darstellung und
teilweise geschnitten eine i>e i f «n üiia i ch t einer Ofeneinrichtuiig
Uci c; h der· Er ί "inching .
Fig. 2 zeigt eine Schni t tduri· t e 1 I ung der Einrichtung nach
Anspruch 1 in IUchtuiig Il-il.
Fig. iia entspricht der Darstellung nach Fig. 2 in einer abweichenden
Tranaportphasc der durch den Ofenraum transportierten
Werkstücke.
&Ό98-1 2/0305
2 6 A 2 U 9
In Fig. 1 bezeichnen 1 das Fundament einer Erwärmungsmaschine
nach der Erfindung, auf dem in einem Lagerteil 2 ein schlittenförmiges Bauteil 3 in Richtung des Doppelpfeils 4
hin- und herbewegbar gelagert ist. Die Bewegung des Bauteils ist über doppelt beaufschlagbare hydraulische Kolbenmotoren 5
und 6 steuerbar. Die Zylinder der Kolbenmotoren sind dazu auf dem Bauteil 2 ortsfest gelagert und stehen über zugehörige
Stellstangen 5A und 6A mit dem Bauteil 3 in Verbindung.
Auf dem Bauteil 2 ist auf Lagerstangen 8 und 9 ortsfest ein
Induktionsspulenkörper Io gelagert, dessen Wicklung 11 den von ihr umschlossenen Ofenraum 12 induktiv beheizt.
Der Ofenraum 12 vrird in Achsrichtung des Induktionsspulenkörpers
Io von einer Werkstückaufnahme völlig durchsetzt, die aus zwei aus hitzebeständigem Material bestehenden Metallröhren
13 und Ik (vgl. Fig. 2) besteht. Die Metallröhren 13
und l4 sind an zwei pfostenartigen Erhebungen 3A und 3B des
schlittenförmigen Bauteils 3 befestigt und verlaufen - den
Öfenraum 12 durchsetzend - schienenartig parallel nebeneinander und sind im Innern des Ofenraums 12 in Gleitlagern 15
(vgl. Fig. 2), die in Spulenachsrichtung hintereinander angeordnet sind, mit dem Bauteil 3 in Richtung des Doppelpfeils k
verschiebbar gelagert. Vor dem Eingang 12A des Induktionsspulenkörpers Io und hinter seinem Ausgang 12B ist die Werkstückaufnahme
13»l4 gegen die Horizontalebene geneigt angeordnet,
so daß auf die Werkstückauflage am Ofeneingang 12A
aufgelegte metallene Werkstücke 15 den geneigten Teil der Aufnahme 13» 1 '* hinabrutschend dem Ofeneängang 12A zugeführt und
am Ausgang 12B - nach ihrem Transport durch den Ofonraum 12 über den am Ofenausgang angeordneten Teil der Werkstückaufnahme
rutschend aus dem Ofenrautn 12 abgeführt werden.
Dem Ofeneingung 12A ist ein Transportband 16 vorgeschaltet,
das in Verbindung mit einer Zuf ührvorri chtung 17 zur Zuführung
der Werkstücke 15 Wim Ofeneingang 12A dient.
Dem Ofenausßnng 1213 ist eine Abf ührvorri chi ting in Form eines
Transportbandes lO nachgeschaltet, das die Werkstücke 15»
die aus dein Innern des Ofenraums 12 herausgerutscht sind,
einer weiteren Bearbcitungsmaschine, z.B. einer Schmiedemaschi
ne zuführt.
Mit 2o und 21 sind zwei, aus wärmebeständigem Material bestehende
Stangen bezeichnet, die parallel zu den Stangen 13 und l'l der Werkstückaufnahme den Ofenraum 12 durchsetzen
und über pfostenartige Lager 21 und 22 auf dem Bauteil 2 gelagert sind. Die Stangen 2o und 21 sind in den Lagerpfosten
21 und 22 um ihre Längsachse um So drehbar gelagert und entlang
ihrer Längserstreckung mit mehreren, in geringem Abstand voneinander angeordneten nockenartigen Ansätzen 23 versehen,
die über einen der Stangendrehung dienenden Antriebsmotor mit den Stangen 2o und 2oA um 9o drehbar sind. Die Nocken
der Stangen 2o tind 2oA sind unterhalb der auf der Werkstückaufnahme
13» l4 angeordneten Werksstücke 15 gelagert, und es
ist durch Drehung der Stangen 2o und 2oA mittels des Antriebsmotors 24 möglich.(vgl. Fig.2a), die Werkstücke 15 von der
Werkstückaufnnhme 13tl4 abzuheben und oberhalb der Werkstückaufnahme
13tl4 auf ^en Nocken 23 zu lagern.
Mit 3o ist ein hydraulischer Kolbenmotor bezeichnet, der auf
dem Bauteil JA gelagert ist und über seine Kolbenstarage zur
Verschiebung eines auf der Seite des Ofeneingangs 12Ä auf die
Werkstückaufnahme aufgelegten Werkstücks 15 in Richtung auf
den Ofeneingang 12A dient.Der Motor 3o in eine Hilfseinrichtung.
Die beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt: Die einzelnen Werkstücke 15 werden mit Hilfe des Transportbandes l6
über die Zuführvorrichtung 17 am Ofeneingang 12A auf die
Werkstückauflage 13,l4 aufgelegt und mit Hilfe des Kolbenmotors
3° ztiia Ofeneinang 12A transportiert. In der entspre-
2/oaos
-Λ -
chendcn Lage wird das zum Ofeneingang gelangte Werkstück 15 von der Werkstückaufnahme 13» l4 durch Drehung der als Hebevorrichtungen
dienenden Nocken 23 in eine in Fig. 2a gezeigte Stellung von der Werkstückaufnahme 13fl4 abgehoben,und es
wird durch Betätigung der Motoren 5 und 6 das Bauteil 2 in seine linke Endlage transportiert. Darauf folgen die Stangen
2o und 2oA durch Betätigung des Motors 24 wieder in ihre
ursprüngliche Position zurückgedreht, wodurch das Werkstück 15 wieder auf die Werkstückauflage 13i l4 abgelegt und durch
Betätigung der Motoren 5 und 6 mit der Werkstückaufnahme in
die rechte Endlage des Bauteils 3 transportiert wird. In dieser Lage der Werkstückaufnahme wird das Bauteil erneut
von der Werkstückaufnahme abgehoben, und es wird die Werkstückaufnahme
mittels der Motoren 5 und 6 wieder in ihre linke Endposition zurücktransportiert. Der beschriebene Vorgang
wiederholt sich bis das Werkstück 15 über den Ausgang 12B
des Spulenkörpers Io und den rutschenartigen Teil der Werkstückaufnahme
zum Transportband l8 gelangt ist und von diesem Band der weiteren Bearbeitung zugeführt wird.
Zur Drehung der Antriebsstangen 2o und 2oA kann ein gemeinsamer
Antriebsmotor 24 vorgesehen sein. Es können jedoch auch getrennte Antriebsmotoren benutzt werden. Die Steuerung
der Antriebsmotoren erfolgt über eine zugehörige Ste\iervorrichtung
phasenrichtig in Bezug axif die Steuerung der Antriebsmotoren
5 und 6 für das Bauteil 3·
Es liegt im Rahmen der Erfindung, die Nocken 2 3 im Innern
des Ofenraums 12 einzeln schwenkbar zu lagern und über eine gemeinsame Antriebsstange vom Ofeneingang oder vom Ofenausgang
her zu betätigen.
Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung, die Werkstückaufnahme 13,l4 und die Antriebsstangen 2o,2oA mit Mitteln zur
Wasserkühlung auszustatten, wozu die stangenförmigen Bauteile
als Röhren ausgebildet und in ihrem Innern mit Kühlwasser beschickt werden können.
Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung, die Antriebsmotoren 5 und 6 durch einen einzigen Antriebsmotor zu ersetzen, der
das schlittenformige Bauteil 3» das ggf. in Rollen gelagert
ist, über ein Getriebe antreibt.
1 Zeichnung 3 Ansprüche
809812/0305
Claims (4)
1. Ofeneinrichtung zum induktiven Erhitzen metallener
Werkstücke mit einem den Ofenraum umfassenden Induktionsspulenkörper und einer den Induktionsspulenkörper
in seiner Längsrichtung durchsetzenden, in Längsrichtung hin- .und herbeweglich gelagerten Werkstückaufnahme
zum Transport der Werkstücke durch den Induktionsspulenkörper und im Induktionsspulenkörper entlang
der Werkstückaufnahme angeordneten Werkstückablagen zur Ablage der Werkstücke, bei dem die Werkstückaufnahme
über außerhalb des Induktionsspulenkörpers angeordnete Antriebsmittel in Transportrichtung derart bewegbar
ist, daß die am Ofeneingang auf die Aufnahme aufgelegten Werkstücke schrittweise von einer Werkstückablage
zur folgenden und zum Ofenausgang transportiert werden, während die Werkstückaufnahme in den Transportpausen
um den Transportschritt rückwärts bewegbar istt dadurch gekennzeichnet, daß neben der in Lagern (L)
translatorisch verstellbaren Werkstückaufnahme (I3,l4)
als Werkstückablagen dienende Hebevorrichtungen (23) angeordnet sind, die über im Innern des Spulenkörpers
(lo) angeordnete Stellmittel (2o,2oA) von der Seite des Ofeneingangs (12A) und/oder Ofenausgangs (l2B) her gemeinsam
betätigbar sind und die Werkstücke in den Transportpausen von der Werkstückauflage (13,1*0 abheben.
2. Ofeneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Hebevorrichtungen drehbar gelagerte Nocken (23) dienen, die über eine den Spulenkörper (lo) in Transportrichtung
durchsetzende Stange (2o,2oA) gemeinsam antreibbar sind.
8Ü9B12/Ö3QS
3. Ofeneinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (23) an der Antriebsstange
(2o,2oA) befestigt sind.
4. Ofeneinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3i
dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Wasserkühlung der Werkstückaufnahme (I3,l4) und/oder der Werkstückablage
(2o,2oA) vorgesehen sind.
AEG-Elotherm G.m.b.H.
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