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DE2641578C2 - Magnetisches Aufzeichnungsmedium einer ersten und einer zweiten Art magnetischer Aufzeichnungsteilchen - Google Patents

Magnetisches Aufzeichnungsmedium einer ersten und einer zweiten Art magnetischer Aufzeichnungsteilchen

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Publication number
DE2641578C2
DE2641578C2 DE19762641578 DE2641578A DE2641578C2 DE 2641578 C2 DE2641578 C2 DE 2641578C2 DE 19762641578 DE19762641578 DE 19762641578 DE 2641578 A DE2641578 A DE 2641578A DE 2641578 C2 DE2641578 C2 DE 2641578C2
Authority
DE
Germany
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magnetization
magnetic recording
axis
particles
type
Prior art date
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Expired
Application number
DE19762641578
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DE2641578A1 (de
Inventor
Richard E. Saint Paul Minn. Fayling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
3M Co
Original Assignee
Minnesota Mining and Manufacturing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Minnesota Mining and Manufacturing Co filed Critical Minnesota Mining and Manufacturing Co
Priority to DE19762641578 priority Critical patent/DE2641578C2/de
Publication of DE2641578A1 publication Critical patent/DE2641578A1/de
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Publication of DE2641578C2 publication Critical patent/DE2641578C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B5/00Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
    • G11B5/62Record carriers characterised by the selection of the material
    • G11B5/68Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent
    • G11B5/70Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent on a base layer
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
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    • G11B5/716Record carriers characterised by the selection of the material comprising one or more layers of magnetisable material homogeneously mixed with a bonding agent on a base layer characterised by two or more magnetic layers

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  • Magnetic Record Carriers (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein magnetisches Aufzeichnungsmcdium mit einer ersten und einer zweiten Art magnetischer Aufzeichnungsteilchen, wobei die Aufzeichnungsteilchen zweiter Art eine Eigenkoerzitivkraft von weniger als 150 000 A/m in einer Achse leichter Magnetisierung aufweisen.
Ein derartiges magnetisches Aufzeichnungsmedium ist aus der DE-OS 24 51 796 bekannt.
Obgleich der Leistungsstandard bekannter magnetischer Aufzeichnungsmedien ein hohes Niveau erreicht hat, gibt es heute viele Anwendungen für magnetische Aufzeichnungsmedien, bei denen die üblichen hochwertigen Parameter wf^iiger wichtig sind. In einigen Fällen kann es beispielsweise erwünscht sein, ein magnetisches Aufzeichnungsmedium vorzusehen, das nur durch ein bestimmtes Magnetfeld magnetisier- oder löschbar ist. anstatt eine sehr hohe Wiedergabegüte aufzuweisen. Eine sehr nützliche Anwendung eines nur durch bestimmte Magnetfelder magnetisier- oder löschbaren Mediums liegt auf dem Gebiet maschinengelesener magnetisch kodierter Unterlagen wie Kreditkarten.
Während heute die Gesellschaft von Kreditkarten und anderem Bargeldersatz mehr und mehr abhängig wird, nimmt der Bedarf an fälschungs- und betrugssicherem Bargeldersatz immer mehl zu.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mjgnetisches Aufzeichnungsmedium gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 so zu gestalten, daß es bei Vernachlässigung der Wiedergabegüte nur durch ein bestimmtes Magnetfeld magnetisier- oder löschbar ist und somit für den Einsatz bei magnetisch kodierten Dokumenten besonders geeignet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Aufzeichnungsteilchen zweiter Art gleichmäßig gerichtete und einachsial stark anisotrope magnetische Aufzeichnungsteilchen mit einer Achse leichter Magnetisierung sowie einer Vielzahl \. η Achsen schwerer Magnetisierung umfassen, wobei nach anfänglicher Magnetisierung der Aufzeichnungsteilchen zweiter Art mit einem Feld von mindestens 300 000 A/m in der Achse leichter Magnetisierung das magnetische Restmoment der Teilchenart mindestens 40% höher ist als das anfängliche magnetische Restmoment nach dem Aufbringen eines Löschwechselfeldes in einer der Achsen schwerer Magnetisierung, dessen Spitzenwert mindestens das Doppelte der Eigenkoerzitivkraft der Aufzemhnungsteüehcn zweiter Art in der Achse der leichten Magnetisierung beträgt.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen magnetischen Aufzeichnungsmediums ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Infolge der außergewöhnlichen magnetischen Anisotropieeigenschaften mindestens einer der Teilchenarten läßt sich ein ausgeprägtes magnetisches Ansprechverhalten entlang der leichten Magnetisierungsachse sol-
eher Teilchen beobachten, während das magnetische Ansprechverhalten entlang der schweren Magnetisierungsachse vernachlässigbar ist Solche Teilchen scheinen also entlang ihrer schweren Achse im wesentlichen nichtmagnetisch zu sein. Folglich lassen sich die stark anisotropen Teilchen entlang ihrer leichten Magnetisierungsachsen selektiv magnetisieren und entmagnetisieren, wohingegen die Beaufschlagung mit verhältnismäßig starken Magnetfeldern in der schweren Achsft kaum eine Wirkung hat.
Zwei Ausführungsformen des erfindungsgemäßen magnetischen Aufzeichnungsmediums werden nun anhand der Zeichnungen erläutert In diesen sind
F i g. 1 die Darstellung dieier Diagramme des magnetischen Restmoments als Funktion der Löschfeldeigenschaften in der schweren Magnetisierungsachse für stark anisotrope Teilchenarten, die zur Ausbildung des magnetischen Aufzeichnungsmediums eingesetzt werden können,
F i g. 2 die Darstellung dreier Diagramme des magnetischen kentffiüiriems als Funktion der Lcschfeideigenschaften in der schweren Magnetisierungsachs: für herkömmliche Aufzeichnungsteilchenarten, die zur Herstellung des magnetischen Aufzeichnungsmediums eingesetzt werden können,
Fig.3 eine Draufsicht eines magnetisch kodierten Dokuments als bevorzugte Ausführungsform des Aufzeichnungsmediums, das zwei magnetisierbare Streifen enthält,
Fig.4 eine Endansicht der kodierten Dokumente nach F i g. 3,
Fig. 5 eine Endansicht des Aufzeichnungsmediums nach F i g. 3 zusammen mit einem dritten magnetisierbaren Streifen,
F i g. 6 eine Perspektivansicht eines normalen magnetischen Schreib-Lese-Kopfes, und
F i g. 7 eine schematisierte Darstellung einer Vorrichtung zum Ablesen der im Dokument der F i g. 1 einkodierten Daten.
Das magnetische Aufzeichnungsmedium kann zwei oder mehr Arten magnetischer Teilchen aufweisen, von denen mindestens eine einachsig stark anisotrop ist, aber eine Eigenkoerzitivkraft von weniger als 157 · 103 A/m aufweist. Der Ausdruck »einachsig stark anisotrop« soll hier bedeuten, daß. wenn man eine Magnetteüchenart anfänglich mit einen. Feld von mindestens 2 ■ 10''A/m entlang einer Achse leichter Magnetisierung der Teilchenart magnetisiert, der Wert des magnetischen Rest moments der Teilchenart mehr als 40% des anfänglichen magnetischen Restmomersts beträgt, das man erhält, wenn man in Richtung einer der Achsen schwerer Magnetisierung der Teilchenart ein Löschwechselteld anlegt, dessen Spitzenwert gleich dem Doppelten der Ligcnkoer/itivkrafi der Teilchenart in eier Achse leichter Magnetisierung ist.
Das magnetische Aufzeichnungsmedium wird vorzugsweise ausgebildet, indem man die stark anisotropen Teilchen in einem organischen Bindemittel gleichmäßig ausgerichtc aufbringt, um eine einzige Achse leichter Magnetisierung darzustellen. In dieser Achse leichter Magnetisierung läßt sich ein ausgeprägtes Ansprechverhalten beobachten, und dieser ist eine verhältnismäßig eckige Hystereschleife zugeordnet. Im Gegensatz hierzu ist das magnetische Ansprechverhalten auf ein Magnetfeld von 8 101. .24 · 104 A/m, das in einer Achse zur leichten Magnetisierung senkrechten Achse, d. h. in eine Achse schwerer Magnetisierung aufgebracht wird, vernachlässigbar.
Die stark anisotropen magnetischen Aufzeichnungsteilchen, die für das magnetische Aufzeichnungsmedium eingesetzt werden, sind vorzugsweise hexagonale Ferritteilchen, bei denen es sich allgemein um euhedrische Plättchen handelt. Beispiele für Stoffe, die für solche Teilchen geeignet sind, sind Blei-, Barium- und Strontiumferrite sowie Eisencobaltphosphid. Außerdem werden vermutlich mehrere andere Substanzen wie beispielsweise andere Übergangsmetallphosphide, Yttri-
umcobalt, Seltenerdenverbindungen, Manganwismuth, Alnico-Verbindungen, Eisen-Cobalt-Legierungen,
Chromdioxid oder Eisenboride ein stark anisotropes Verhalten der gewünschten Art zeigen, wenn Einzeldomänenteilchen ausreichender Kristallperfektion sich aus diesen Stoffen herstellen lassen.
F i g. 1 zeigt nun Diagramme des magnetischen Restmoments als Funktion des Löschfelds in der Achse schwerer Magnetisierung für drei repräsentative Teilchenproben, die sich zur Ausbildung der stark anisotro-
pen Teilchenarten in dem magnetischen Aufzeichnungsmedium einsetzen lassen. F i g. 2 zeit* Diagramme der
' gleichen Parameter für drei bekannte magnetische Medien. In Fig. 1 zeigen die Kurven A, B bzw. Cdie Leistung einer Eisencobaltphosphidprobe und zweier Bari-
umferritproben. Die Proben bestanden jeweils aus vier gestapelten Schichten aus kreisförmigen Scheiben magnetischen Aufzeichnungsbandes mit einem Durchmesser von 6,35 mm, deren Achsen der leichten Magnetisierung ausgerichtet waren. Die Bänder wurden hergestellt, indem man Dispersionen der verschiedenen Arten magnetischer Teilchen in einem herkömmlichen Bindersystem auf Polyesterfolie von 25,4... 38,1 μΐη Dicke aufbrachte und nach bekannten Orientierungsverfahren die Achsen leichter Magnetisierung in die Längsabmessung der Proben legte. Die Löschfelder für die Achse schwerer Magnetisierung wurden parallel zur Probenachse aufgebracht, um mögliche Fehler infolge von Gestalteffekten zu eliminieren. In F i g. 2 zeigen die Kurven D. E und F jeweils die Leistung äquanter Magnetit-,
Chromoxid- und Ferrooxidproben. letztere mit cobaltdot; :rtem Eisen. Die Ordinaten der Kurven der F i g. 1 und 2 zeigen die magnetischen Restmomente der Proben und wurden zur klaren Darstellung normalisiert. Keine der Koerzitivkräfte in den Proben in d*.n Kurven der Fig. 1 und 2 sind einander gleich. Folglich s=nd die Koordinaten der für jede Probe jeweils doppelten Koerzitivkraft in den Diagrammen durch Kreise angedeutet.
Um die Koordinatenwerte zum Auftragen der Kurven in den F i g. 1 und 2 zu ermitteln, wurde ein Magnetfeld von etwa 24 · VO4 A/m in der Achse leichter Magnetisierung jeder Probe aufgebracht, um in dieser ein anfängliches magnetisches Moment nahe der Sättigung zu induzieren. Danach wurde das KeId abgenommen
π und das resultierende magnetische Restmoment j~der Probe mit einem Schwingprobenmagnetome.er gemessen Diese Werte des magnetischen Restmoments wurden als Basiswerte benutzt. Danach wurden einzelne Miißwerte der Abnahme der Basiswerte des magne-
bo tischen Rettmoments in jeder Probe als Reaktion auf Löschfelder in der Achse schwerer Magnetisierung aufgenommen, indem ein Löschwechselfeld rechtwinklig zur Achse der leichten Magnetisierung jeder Probe aufgebracht und dann das verbliebene magnetische Rest-
fa5 moment ermittelt wjrde. Anfänglich wurde das Wechselfeld mit geringer Stärke aufgebracht, dann allmählich erhöht, nach jeder einzelnen Löschfeldstärke wurde das verbleibende magnetische Restmoment gemessen.
Nachdem in der Achse schwerer Magnetisierung ein Löschfeld gleich dem Doppelten der Koerzitivkraft rechtwinklig zur Achse der leichten Magnetisierung der stark anisotropen Proben aufgebracht worden war, hatten sie jeweils einen Wert des magnetischen Restmoments, der erheblich höher lag als 40% des Basiswerts ihres magnetischen Restmoments (zwischen 58 und 96% des Basiswerts). Die nicht stark anisotropen Proben wiesen demgegenüber nach dem Anlegen des Löschwechselfeldes vom Doppelten der Koerzitivkraft Werte des magnetischen Restmoments auf. die nicht über 30% des Basiswerts (18... 27%) lagen. Gammacisenoxid. das am weitesten verbreitete Aufzeichnungsmaterial, isi in die Diagramme nicht aufgenommen worden, lag jedoch im angegebenen Bereich von 18... 27%. Obgleich die Proben mit einem Feld von etwa 24 104 A/m magnetisiert wurden, um zu gewährleisten, daß sie ausreichend siai'k magnetisiert waren, <im sinn volle Ergebnisse zu erbringen, kann man auch ein schwächeres Feld verwenden, sofern dabei die Proben zu mindestens 50% des magnetischen Sättigungsmoments magnetisiert werden.
Die stark anisotropen Teilchen machen das magnetische Aufzeichnungsmedium besonders geeignet für den Einsatz bei magnetisch kodierten Dokumenten, die zusammen mit einem Leseapparat ein System ergeben, das die unbefugte Benutzung solcher Dokumente erheblich erschwert. Magnetisch kodierte Dokumente lassen sich mit Vor il in fälschungs- und betrugssicheren Systemen verwenden, wie sich aus einem Dokument 1 nach den F i g. 3 und 4 ergibt. Das Dokument 1 ist aus einer nichtmagnetischen Unterlage 2 ausgebildet, die ein magnetisches Aufzeichnungsmedium 3 mit zwei ma· gnetisierbaren Streifen 4 und 5 übereinandergestapelt aufweist In spezieller. Anwendungen kann es sinnvoll sein, dac. Aufzeichnungsmedium 3 zwi^hen zwei nichtmagnetischen Schichten 2 einzuhüllen, um die Schicht 3 gegen Schaden oder andere Gefahren zu schützen, die zu einer Beeinträchtigung seiner Leistungsfähigkeit führen könnten. Das Medium 3 kann auf die Schicht 2 nach verschiedenen Verfahren aufgebracht werden — beispielsweise durch unmittelbaren Auftrag. Auftrag auf einen Zwischenbogen und nachfolgende Übertragung auf die Unterlage oder auch Aufkleben mit Hilfe eines Klebers.
Der Aufbau des Dokuments 1 ist besonders nützlich, da er zwei trennbare Ebenen magnetisch aufgezeichneter Signale auf der gleichen Spur der Streifen 4 und 5 ergibt. Eines dieser Signale kann dabei ein auf den Streifen 5 aufgezeiciinetes Datensignal sein, der aus stark anisotropen magnetischen Aufzeichnungsteilchen besteht Das andere Signal kann ein Rauschsignal auf dem Streifen 4 sein, das entweder aus herkömmlichen Aufzeichnungsimpulsen mit vorzugsweise schwächerer Koerzitivkraft ais der Teilchen im Streifen 5 oder aus stark anisotropen magnetischen Aufzeichnungsteilchen mit einer Achse der leichten Magnetisierung besteht die im rechten Winkel zu der des Streifen 5 liegt. Vorzugsweise befindet der Streifen 4 sich auf dem Streifen 5, damit wenn das Dokument 1 an einem Schreib-Lese-Wandler vorbeiläuft der Streifen 4 dem Wandlerspalt am nächsten und damit im kräftigeren Teil des von diesem erzeugten Magnetfeldes als der Streifen 5 liegt Diese Anordnung der Streifen 4 und 5 ist jedoch für die vorliegende Erfindung nicht kritisch.
Obgleich die F i g. 3 und 4 zwei getrennte und unterscheidbare magnetisierbare Streifen zeigen, um zwei aufge7eichnete Signale in der gleichen Spur darzustellen, ist es in Anwendungsfälien. in denen das Aufzeichnungsmedium 3 aus stark anisotropen Teilchen und herkömmlichen Teilchen ausgebildet ist, möglich, beide Teilchenarten im gleichen Streifen miteinander zu vermischen. Jede Teilchenart eines solchen Streifens wirkt dabei als getrennt magnetisierbarer Streifen, wenn man eine Signaltrennung durch Magnetfelder in den Achsen schwerer Magnetisierung einsetzt.
Ist der Rauschstreifen 4 aus herkömmlichem Auf-Zeichnungsmaterial ausgebildet und soll nach beendeter Kodierung auf dem Streifen 4 keines der Datensignalc vorliegen, sollte man den Datcnstrciien 5 zuerst bespielen. Da die Koerzitivkraft des Rauschstreifens 4 vorzugsweise niedriger ist als die des Datenstreifens 5, werden die Daten zunächst auf sowohl die Streifen 4 und 5 aufgebracht. Das Datensignal im Rauschstrcifcn 4 laßt sich dann löschen, indem man vor dem Aufzeichnen des Rauschsignals ein FpW in der Achse der harten Magnetisierung aufbringt oder das zunächst eingeprägte Datensignal mit dem Rauschsignal einfach überlagert. Das Rauschsignal sollte mit einer Feldstärke aufgezeichnet werden, die zu niedrig ist, um die Daten auf dem Streifen zu löschen, d. h. unter der Koerzitivkraft in der Achse leichter Magnetisierung des Streifens 5, aber über der Koerzitivkraft des Rauächstreifens 4.
Fails erwünscht, kann man den Datenstreifen 5 auf den R? .schstreifen 4 aufbringen, um ihn in eine Außenlage zu bringen und damit das auf den Streifen 5 betrieblich aufgebrachte Feld zu verstärken, wenn die Karte an einem Schreib-Lese-Wnndler vorbeiläuft. Wie in F i g. 5 gezeigt, kann man auch einen dritten magnetisierbaren Streifen 6 im Medium 3 vorsehen. Der Streifen 6 kann eine wesentlich höhere Koerzitivkraft als die Streifen 4 und 5 und/oder eine Achse leichter Magnetisierung haben, die unter einem Winkel zu denen der Streifen 4 und 5 liegt, um eine dritte Aufzeichnungsspur darzustellen.
Da auf dem Dokument 1 sowohl Daten als auch Rauschsignale auf die gleiche Spur von zwei unterschiedlichen magnetisierbaren Streifen aufgezeichnet werden können, ist das Dokument 1 sehr sicher gegen einen Mißbrauch bei der Dokumentenfälschung. Dokumentenduplikate werden im allgemeinen durch Kontaktvervielfältigung oder Ablesen und erneutes Aufzeichnen hergestellt Dieses Kopieren des Dokuments 1 wird durch die Überlagerung von Rauschsignalen verhindert, sofern man sie nicht durch ein Löschfeld in der schweren Magnetisierungsachse oder eine andere selektive Löschung auf Grundlage der Unterschiede der Koerzitivkräfte abtrennt
Der Datenstreifen 5 hat vorzugsweise eine einzige leichte Magnetisierungsachse in der Längsabmessung des Dokuments 1, während zwei der schweren Magnetisierungsachsen in der Ebene des Dokuments 1 und rechtwinklig zu dieser liegen. Die Streifen 4 und 5 lassen sich mit magnetisch aufgezeichneten digitalen Daten kodieren, indem man das Dokument 1 mit konstanter relativer Geschwindigkeit an einem normalen Lese-Schreib-Kopf 7, wie in der F i g. 6 ist, vorbeiführt, der von elektrischen Signalströmen erregt wird, die digitale Dr.ten wiedergeben.
Bei dem Schreib-Lese-Kopf 7 handelt es sich um einen herkömmlichen Ringkopf, wie er zur Aufzeichnung oder Wiedergabe von Signalen auf bzw. von magne-
&5 tischen Aufzeichnungsmedium verwendet wird. Der Kopf 7 weist einen Kern 8 mit einen kleinen Spalt 9 sowie eine elektrische Spule 10 auf, die auf einen Teil des Kerns 8 aufgewickelt und mit herkömmlichen elek-
tronischen Schaltungen (nicht gezeigt) verbunden ist, die die induzierte Magnetisierung des Kerns 8 erfassen. Die orthogonalen Achsen (w, 1, absind mit dem Schreib-Lese-Kopf 7 zusammen angegeben, um die Richtung der Spaltbreite, -länge bzw. -tiefe anzugeben. Zeilveränderliche Ströme in der Spur 10 induzieren zeitveränderliche Magnetfelder über und an dem Spalt 9, deren Korpi/onenten im wesentlichen nur in der /- und der cf-Acnsvi liegen. Die /- und die (/-Komponente dieses Feldes läßt sich zum Aufzeichnen von elektrischen Signalen entsprechenden Magnetisierungsr.Aistern auf einer magnetischen, über den Spalt 9 laufenden Aufzeichnungsfläche verwenden. Bei der phasenkohärenten Zweifrequenzaufzeichnung zum Kodieren von Kreditkarten mit Magnetstreifen können die Streifen 4 und 5 bis zur Sättigung magnetisiert werden, wobei eine Richtungsumkehr des Sättigungsfeldes des Aufzeichnungskopfes 7 des Taktimpulsen und Datenbits entspricht. Gewöhnlich erfolgt die Relativbewegung eines her kömmlichen Aufzeichnungsmediums entlang der /-Achse des Kopfes, kann aber auch unter einem Winkel α in der //w-Ebene erfolgen. Vorzugsweise verwendet man kleine Winkel a (weniger als 50°); Winkel bis zu 90° sind möglich.
Die magnetischen Aufzeichnungsdokumente lassen sich auch kodieren, während sie am Spalt 9 des Schreib-Lese-Kopfes 7 unter relativer translatorischer Bewegung in der /-Achse vorbeigeführt werden, wobei jedoch die leichte Magnetisierungsachse der Dokumente unter einen kleinen Winkel a (nicht gezeigt) in der l/w-Ebe;j liegt. Für eine optimale Aufzeichnung sollte die leichte Magnetisierungsachse der Dokumente etwa parallel zur //V-Ebene verlaufen. Die Richtung der leichten Magnetisierungsachse läßt sich also variieren, wenn eine entsprechende Änderung der Richtung der Spaltlänge erfolgt, um die //c/-Ebene und die Richtung der leichten Magnetisierungsachse des Aufzeiehnungsdokuments parallel zu halten.
Beim Aufzeichnen von Signalen auf den den beiden Streifen 4 und 5 ist es, wenn diese beide aus stark anisotropen Material mit zueinander rechtwinkliger leichten Magnetisierungsaehsen ausgebildet sind, im allgemeinen ziemlich gleichgültig, welcher der Streifen 4 und 5 zuerst bespielt wird. Es sind jedoch zwei getrennte Köpfe 7 erforderlich, deren Spalte rechtwinklig zueinander liegen.
Fig. 7 zeigt nun eine Vorrichtung 13 zum Lesen des Dokuments 1. Die Vorrichtung 13 ist mit einer Magnetfeldquelle in Form eines Paares von Rauschlöschpermanentmagneten 14 versehen, die beiderseits des Dokuments 1 angeordnet sind. Die Magneten 14 können jedoch auch beide auf der Seite des Dokuments 1 sich befinden, auf der die Streifen 4, 5 befestigt sind. In der Tat kann es in bestimmten Anwendungsfällen vorteilhafter sein, wenn die Magnete 14 sich auf nur einer Seite befinden, um ein Feld in der schweren Magnetisierungsachse in der Ebene des Dokuments 1 aufzubringen und damit unerwünschte Gestalteffekte, die bei einer Magnetisierung im rechten Winkel zu der Ebene der Streifen 4 und 5 auftreten, zu vermeiden. Die Magneten 14 erzeugen ein magnetisches Gleichfeld, dem die Streifen 4 und 5 des Dokuments 1 ausgesetzt werden. Dieses Feld wird in einer der schweren Magnetisierungsachsen des Datenstreifens 5 aufgebracht und sollte ausreichen, um den Rauschstreifen zu löschen. Das Dokument 1 wird von rechts nach links zwischen zwei Endlosgurten 15 durch die Vorrichtung 13 geführt und läuft zunächst zwischen den Magneten 14 hindurch, so daß der Rauschstreifen 4 gelöscht wird. Der Datenstreifen 5 wird von den Magneten 14 infolge seines Widerstands gegen eine Löschung durch Felder in der schweren Magnetisierungsachse nicht gelöscht. Wird das Rauschsignal vom Streifen 4 abgenommen, läuft das Dokument 1 zu einem ersten Schreibe-Lese-Kopf 16, wo die verbleibenden kodierten Daten des Datenstreifens 5 abgelesen werden. Dann läuft das Dokument 1 zu einem zweiten Schreib-Lese-Kopf 17, wo eine selektive Aufzeichnung von auf den neuesten Stand gebrachten Daten stattfinden kann. Bevor es aus der Vorrichtung 13 ausgeworfen wird, kann man das Dokument 1 an einer Walze 18 mit einer dünnen Schicht 19 abwechselnd magnetisierten Magnetmaterials vorbeiführen, um wiederum und nur auf den Rauschstreifen 4 mit der geringen Eigenkoerzitivkraft ein Rauschsignalmuster aufzumagnetisieren.
Die Feldquellen für die harten Magnetisierungsaehsen sind nicht auf Permanentmagneten 13 beschränkt.
Vielmehr kSnir £S SiCfi auch üfii MiCmifünieiide Spulen, Elektromagneten oder einen querorientierten Löschkopf handeln. Permanentmagneten sind jedoch vorteilhaft, da sie keine Leistungsquelle erfordern. Da der ma· gnetisierbare Datenstreifen 5 des Dokuments 1 aus stark anisotropem Material ausgebildet ist, werden die magnetisierten Bereichs entlang der leichten Magnetisierungsachse des Streifens 5 von dem Feld in der schweren Magnetisierungsachse nicht ausreichend beeinflußt, um die dort aufgezeichneten Daten zu löschen. Diese bleiben beibehalten und werden abgelesen, während das Dokument 1 am ersten Schreibe-Lese-Kopf 16 vorbeiläuft.
Der Vorrichtung kann wahlweise eine weitere (nicht gezeigte) Station hinzugefügt werden, um das Fehlen oder eine Änderung des Rauschens auf dem Dokument 1 festzustellen. Eine solche Station wäre vorzugsweise zwischen dem Ort, wo das Dokument 1 anfänglich in die Vorrichtung pinläuft, und dem jenigen Ort angeordnet, wo das Rauschsignal gelöscht wird. Wenn das Dokument 1 in die Vorrichtung 13 einläuft, kann diese zusätzliehe Station bestimmen, üb der auf dem Rauschstreifen
4 vorliegende Rauschkode einer auf dem Datenstreifen
5 nicht vorliegenden vorbestimmten Frequenz entspricht. Die Erfassung einer vorbestimmten Frequenz bzw. deren Abwesenheit kann auf einfache Weise mittels eines dritten Schreib-Lese-Kopfes erfolgen, der an eine frequenzempfindliche Verstärker-Detektor-Schaltung angeschlossen ist. Auch lassen sich kompliziertere Einrichtungen vorsehen, um eine Änderung des Rauschkodes zu ermitteln.
Im folgenden sollen eine Anzahl von Beispielen der Art von Dokumenten erläutert werden, bei der die Ausführungsformen des magnetischen Aufzeichnungsmediums eingesetzt werden.
Beispiel 1
Ein magnetisch kodiertes Dokument wird hergestellt aus einer nichtmagnetischen Unterlage aus Kunststoff, die auf einer Seite mit einem Rauschstreifen aus Gammaeisenoxid mit einer Koerzitivkraft von
103
265 - —.— A/m und über dem Rauschstreifen einem Da-
4,T
tfi tenstreifen aus Bariumferrit mit einer Koerzitivkraft
IO3
von 773 - —— A/m versehen ist Die Achse der leichten
4Vr
Magnetisierung jedes magnetisierbaren Streifens liegt
9
parallel zur Längsachse des Dokuments. Beispiel 2
Ein Dokument wird nach Beispiel 1 hergestellt, wobei jedoch die leichte Magnetisierungsachsc des Barriumferritstreifens. unter einem Winkel »a« zur Längsachse des Dokuments liegt.
Beispiel 3
Ein Dokument wird wie im Beispiel 1 ausgebildet, wobei jedoch ein zweiter Barriumferritstreifen anstelle des Gammaeisenoxidstreifens verwendet und mit seiner leichten Magnetisierungsachse im rechten Winkel zur Längsachse des Dokuments angeordnet ist.
Beispiel 4
Ip Ein Dokument wird ausgebildet, wie im Beispiel 3 be-
schrieben, wobei jedoch der erste Barriumferritstreifen
mit seiner leichten Magnetisierungsachse unter einem
Winkel »a« zur Längsachse des Dokuments und die leichte Magnetisierungsachse des zweiten Barriumferritstreifens im rechten Winkel zur leichten Magnetisierungsachse des ersten Streifens angeordnet wird.
1I
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen ' 'i
35 40
55
60
65

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Magnetisches Aufzeichnungsmedium mit einer ersten und einer zweiten Art magnetischer Aufzeichnungsteilchen, wobei die Aufzeichnungsteilchen zweiter Art eine Eigenkoerzitivkraft von weniger als 150 000 A/m in einer Achse leichter Magnetisierung aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichnungsteilchen zweiter Art gleichmäßig gerichtete und einachsial stark anisotrope magnetische Aufzeichnungsteilchen (5) mit einer Achse leichter Magnetisierung sowie einer Vielzahl von Achsen schwerer Magnetisierung umlassen, wobei nach anfänglicher Magnetisierung der Aufzeichnungsteilchen zweiter Art mit einem Feld von mindestens 300 000 A/m in der Achse leichler Magnetisierung das magnetische Restmoment der Teilchena·" mindestens 40% höher ist als das anfängliche uvagnetische Restmoment nach dem Aufbringen eines Löschwechselfeldes in einer der Achsen schwerer Magnetisierung, dessen Spitzenwert mindestens das Doppelte der Eigenkoerzitivkraft der Aufzeichnungsteilchen zweiter Art in der Achse der leichten Magnetisierung beträgt.
2. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste (4) und die zweite (5) Teilchenart zu einer einzigen Teilchenschicht (3) vermischt sind und die erste Teilchenart ein? geringere Koerzitivkraft als die zweite Teilchenart hat.
3. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste (4) und die zweite (5) Teilchenart .i getrennten Schichten zu zwei Schichten magnetischer Teilchen angeordnet sind, die übereinandergestapelt sind.
4. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß die erste Teilchenart (4) gleichmäßig orientiert und einachsial stark anisotrop ist und daß ihre Achse der leichten Magnetisierung rechtwinklig zur Achse der leichten Magnetisierung der zweiten Teilchenart (5) liegt.
5. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den Magnetteilchen der zweiten Teilchenart (5) aus einem oder mehreren der Materialien Barium-, Strontium- und Bleiferrit handelt.
6. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Eigenkoerzitivkraft der Aufzeichnungsteilchen zweiter Art (5) maximal 128 000 A/m ist.
7. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium Fläche auf Fläche auf einer Unterlage (2) aus nichtmagnetischem Material zur Bildung eines maschinenlesbaren magnetisch kodierten Dokuments (1) angeordnet ist.
8. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 7 dadun h gekennzeichnet, daß die Achse der leichten Magnetisierung der zweiten Art (5) der Magnetteilchen parallel zur Längsachse des kodierten Dokuments (1) liegt.
9. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Art (6) magnetischer Aufzeichnungsteilchen vorgesehen ist, deren Eigenkoerzitivkraft erheblich höher ist als die der ersten und der zweiten Teilchenart (4, 5V
10. Magnetisches Aufzeichnungsmedium nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Medium eine dritte Art (6) gleichmäßig gerichteter und einachsial stark anisotroper magnetischer Aufzeichnungsteilchen mit Achsen leichter und schwerer Magnetisierung enthält, wobei die Achse leichter Magnetisierung der dritten Teilchenart (6) winklig zu der leichten Magnetisierungsachse der zwei*en Teilchenart liegt.
DE19762641578 1976-09-13 1976-09-13 Magnetisches Aufzeichnungsmedium einer ersten und einer zweiten Art magnetischer Aufzeichnungsteilchen Expired DE2641578C2 (de)

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