DE1948215C3 - Lesemagnetkopf mit einer im Magnetkreis des Kopfkerns mit einem Arbeitsspalt auf einem Substrat angeordneten weichmagnetischen Dünnschicht - Google Patents
Lesemagnetkopf mit einer im Magnetkreis des Kopfkerns mit einem Arbeitsspalt auf einem Substrat angeordneten weichmagnetischen DünnschichtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Disemagnetkopf mit
einer im Magnetkreis des Kopfkerns mit einem Arbeitsspalt auf einem Substrat angeordneten weichmagnetischen
Dünnschicht, deren remanente Magnetisierung durch die Abfühlung von weichmagnetischen
Markierungen entgegengesetzter Polarität umkehrbar ist
Es ist bekannt (IBM Technical Disclosure Bulletin,
Band 9, Juli 1966, Seite 124), einen L^emagnetkopf für die Abfühlung von magnetischen Markierungen einer
hohen Aufzeichnungsdichte so auszubilden, daß die Kernteile des Lesemagnetkopfes durch eine auf einem
Substrat angeordnete, weichmagnetische Dünnschicht f ebildet werden, die im Bereich der Polfläche einen
durch ein nichtmagnetisches Material gefüllten Zwischenraum begrenzen, der den Arbeitsspalt des
Magnetkopfes bildet
Durch die bekannte Einrichtung ist es möglich, einen Magnetkopf herzustellen, dessen Magnetisierungszu-
»tand durch Magnetfelder umschaltbar ist, die an magnetischen Markierungen eines Aufzeichnungsträgers
abgefühlt werden, die hohe Aufzeichnungsdichte bei kleinen magnetischen Energieunterschieden
aufweisen. Die bekennte Einrichtung hat jedoch den Mangel, daß die an den magnetischen Markierungen des
Aufzeichnungsträgers austretenden magnetischen Streuflüsse durch die Polteile des Dünnschicht-Magnetkopfes
nicht genügend begrenzt werden, so daß zwischen dem Aufzeichnungsträger und dem Lesemagnetkopf
eine in der Zeitlage ungenaue Signalübertragung stattfindet
Es ist ferner bekannt (DE-AS 10 92 702, GB-PS 144 081), Magnetköpfe für die Abfühlung von Markierungen
eines ruhenden Aufzeichnungsträgers so auszubilden, daß der magnetische Widerstand des Kopfkerns
durch ein Wechselmagnetfeld, das zum Lesemagnetfeld senkrecht angeordnet ist, periodisch verändert wird. In
dieser Weise wird der durch den Arbeitsspalt des Magnetkopfes in den Kopfkern übertragene Fluß einer
abzufühlenden magnetischen Markierung periodisch verändert, so daß durch die Lesewicklung des
Magnetkopfes ein Lesesignal übertragen wird. Der Kopfkern der bekannten Magnetkopfanordnungen
dieser Art besteht aus einem Joch, dessen beide Enden mit Kernschenkeln verbunden sind, die in Richtung des
Arbeitsspaltes des Magnetkopfes keilförmig verjüngt
sind. In dieser Weise ist es möglich, die Steuerwicklungen
und die Lesewicklung des Magnetkopfes an verschiedenen Bereichen des Kopfkerns so anzuordnen,
daß eine störende Mitkopplung zwischen Steuer- und Lesewicklungen vermieden wird. Die bekannte Anordnung
ist jedoch nicht dazu geeignet, eine im magnetischen Kreis eines Magnetkopfes angeordnete
weichmagnetische Dünnschicht so zu erregen, daß deren remanente Magnetisierung durch kleine Magnetfeldänderungen
im Bereich des Arbeitsspaltes des
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Lesemagnetkopf mit einer im Magnetkreis des Kopfkerns
auf einem Substrat angeordneten weichmagnetischen Dünnschicht so auszubilden, daß die Lesesignale
des Magnetkopfes in Amplitudenform und Zeitabhängigkeit dem Aufzeichnungsmuster möglichst
genau entsprechen, das durch den Magnetkopf am Aufzeichnungsträger abgefühlt wird.
Die genannte Aufgabe wird gemäß der vorliegenden
Die genannte Aufgabe wird gemäß der vorliegenden
Erfindung dadurch gelöst daß die weichmagnetische Dünnschicht das Joch des Kopfkerns bildet, dessen
beide Enden mit Kernschenkeln verbunden sind, die einen größeren Querschnitt aufweisen als das Joch des
Kopfkerns und die in Richtung des Arbeitsspaltes einen
keilförmigen Körper begrenzen, der durch ein Material hoher elektrischer uüd geringer magnetischer Leitfähigkeit
gefüllt ist und daß auf der Grundseite des Körpers ein Leseleiter angeordnet ist der durch ein elektrisch
isolierendes Material von der weichmagnetischen
Ein Lesemagnetkopf der genannten Art hat den Vorteil, daß er als raumsparendes Bauelement eines
Mehrspurmagnetkopfes verwendet werden kann, durch den eine hohe Wiedergabequalität des abgefühlten
Eine eingehende Erläuterung des Lesemagnetkopfes erfolgt an Hand der Zeichnungen. Ej. zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung einer Mehrspuranordnung
von Lesemagnetköpfen,
F i g. 2 eine vergrößerte Darstellung des Lesemagnetkopfes,
F i g. 3 die Unteransicht des Lesemagnetkopfes mit Darstellung des Leseleiters der durch ein elektrisch
isolierendes Material von der weichmagnetischen
Fig.4 die schematische Darstellung von magnetisch
in einem Magnetbandabschnitt gespeicherten, binären Informationen,
Fig.5 das Diagramm der BH-Charakteristik des
Fig.5 das Diagramm der BH-Charakteristik des
umschaltbaren Kopfkerns des Lesemagnetkopfes nach der Erfindung,
Fig.6 und 7 die Spannungsimpulsdiagramme der
vom Magnetkopf abgefühlten Informationssignale,
F i g. 8 eine perspektivische Darstellung des an einem
F i g. 8 eine perspektivische Darstellung des an einem
F i %. I zeigt eine Anordnung von drei Lesemagnetköpfen
die sich auf eine größere Anzahl von Lesemagnetköpfen z.B. für Mehrspurmagnetköpfe
erweitern läßt. Jeder Lesemagnetkopf 2 enthält zwei Kernschenkel 6 und 8, die einen keilförmigen Körper 4
aus Kupfer begrenzen. Die Kernschenkel 6 und 8 bestehen aus Schichten eines hochpermeablen Materials
niedrigen magnetischen Widerstandes. Dieses
Material kann ζ. B. ein Cu-Zn-Ferrit mit einem
Wismut-Zusatz sein. Durch Legierung dieses Materials mit Ni-ZN-Ferrit erhält man eine ganze Familie von
Materialien, welche sowohl eine hohe magnetische Permeabilität als auch eine Frequenzempfindlichkeit
großer Bandbreite besitzen. Auf der Grundfläche des keilförmigen Körpers 4 aus Kupfer ist ein dünner
Leseleiter 10 aus Kupfer oder einem anderen elektrisch Irrenden Material angeordnet, in dem ein Spannungsimpuls
induziert wird, wenn eine Magnetisie; ungsumkehr im Bereich dieses Leseleiters erfolgt
Um diesen Leseleiter 10 herum und zwischen den unteren Polen der Kernschenkel 6 und 8 kann ein
elektrisch isolierendes Material 12 angebracht sein, das den keilförmigen Körper 4 gegen die weichmagnetische
Dünnschicht 14 aus einem Material niedriger Koerzitivkraft wie z. B. einer Ni-Se-Legierung, Permalloy u. ä.
isoliert Das elektrisch isolierende Material 12 ist zusätzlich und nur dann erforderlich, wenn ein
bestimmtes Herstellungsverfahren des erfindungsgemäßen Lesemagnetkopfes seine Verwendung notwendig
macht Die Kopfspiegelflächen der Kemschenkel 6 und 8 sowie des keilförmigen Körpers 4 sind geschli.Ven und
poliert, um einen nichtmagnetischen Arbeitsspalt 16 mit genau definierten Abmessungen zu ergeben.
Die effektive Länge des magnetischen Pfades in den Kernschenkeln 6 und 8 ist sehr kurz. Da die
weichmagnetische Dünnschicht 14 eine hohe Magnetisierung in der Größenordnung von 10 000 Oersted und
eine niedrige Koerzitivkraft Hc von ungefähr 0,5
Oersted oder weniger besitzt, genügt schon ein kleines magnetisches Feld an der Aufzeichnungsstelle des
Magnetbandes 18, um eine große Flußumkehr in der weichmagnetischen Dünnschicht 14 und damit einen
großen Spannungsstoß im Leseleiter 10 zu bewirken.
Nach F i g. 4 ist angenommen, daß die Pfeile 20 die magnetisch gespeicherten Bits darstellen, wobei die
binäre 1 durch einen nach rechts gerichteten Pfeil und die binäre 0 durch einen nach links gerichteten Pfeil
ausgedrückt ist Die weichmagnetische Dünnschicht 14 ist zu Beginn des Abtastvorgangs zuerst in ihren in
F i g. 5 gezeigten negativen Remanenzzustand N versetzt Die mit Bit a gespeicherte magnetische Energie ist
positiv, so daß dieses Bit a die weichmagnetische Dünnschicht 14 über das Knie K seiner BH-Charakteristik
hinweg in das positive Sättigungsgebiet 5 magnetisiert wobei zum Zeitpunkt ri wie in Fig.6
gezeigt im Leseleiter 10 der Ausgangsspannungsimpuls
1 entsteht Nach dieser Umschaltung kehrt die weichmagnetische Dünnschicht 14 in ihren positiven
Remanenzzustand P zu rück.
2 abgetastet, und da die Magnetisierungseinrichtung des Bits b positiv ist, wird die weichmagnetische Dünnschicht
14 in positiver Sättigungsrichtung nach S getrieben, und folglich erfolgt kein Umschalten der
Magnetisierung. Dadurch wird kein Spannungsimpuls im Leseleiter 10 induziert und es erscheint zum
Zeitpunkt h kein Spannungsimpuls, wobei angezeigt wird, <Ja3 das Bit b dieselbe binäre Information wie das
Bit a enthält Zum Zeitpunkt /3 wird vom LesemagnetkopT
2 das Bit c abgetastet, und dessen gespeicherte magnetische Energie schaltet die weichmagnetische
Dünnschicht 14 in negativer Magnetisierungsrichtung Ober das Knie K' der BH-Charakteristik in den
negativen Sättigungs/ustand 5' um. Bei diesem Umschalten
wird im Leseleiter 10 ein negativer Spannungsimpuls 3 induziert. Zum Zeitpunkt U wird im Leseleiter
10 keine Spannung induziert, da das Bit d die gleiche binäre Information enthält wie das Bit c
Die Fig.5, 7 und 8 sollen die Anwendung der Erfindung für den Fall zeigen, daß die binäre
Speicherung mit einem durch Pfeile an den Stellen A und Cauf dem Magnetband 18 in F i g. 8 ausgedrückten
positiven Magnetismus für die binäre 1 und mit einem durch das Fehlen von Pfeilen an den Stellen B und C
ausgedrückten Fehlen von Magnetisierung für die binäre 0 verwirklicht ist Das Magnetband 18 wird am
Arbeitsspalt des Lesemagnetkopfes 2 vorbeibewegt der mit Hilfe einer Batterie 22 an dem in F i g 5 gezeigten
Punkt X der BH-Charakteristik nahe dem Knie K vorgespannt ist Beim Vorbeibewegen der an der Stelle
A des Magnetbandes 18 gespeicherten binären 1 am Nutzspalt wird die weichmagnetische Dünnschicht 14 in
den Sättigungszustand S geschaltet wobei zum Zeitpunkt fi im Leseleiter 10 ein Aus^angsspannungsimpuls
7 erzeugt wird. Nach dem Auslesen der Stelle A
würde nun die weichmagnetische Dünnschicht 14 normalerweise in den in Fig. 5 darge' .-Uten Magneti
sierungszustand Y der BH Charakterirtik zurückkeh
ren. Jedoch wird nun während jedes Lesezyklus dem Lesemagnetkopf ein negativer Impuls sofort nach dem
Auslesen oder ein Abfrageimpuls zugeführt so dab die weichmapnetische Dünnschicht 14 in den gespannten
Zustand X zurückkehrt Zum Zeitpunkt i2 existiert keine
Magnetisierung an der Stelle B, und es wird deshalb keine Spannung im Lesemagnetkopf 2 erzeugt Aus
H) F i g. 7 geht hervor, daß eine binäre 0 a^ der Stelle B
durch das Fehlen eines Spannungsimpulses im Leseleiter 10 angezeigt wird. Kommt nun zum Zeitpunkt t·.
die Speicherstelle C zur Abtastung, so erzeugt die gespeicherte binäre 1 einen Ausgangsspannungsimpuls
r> 9. Die Vorspannung mittels der Batterie 22 ist allgemein zum Betrieb des Lesemagnetkopfes nicht notwendig,
aber sie erlaubt eine Umschaltung der weichmagnetischen Dünnschicht 14 durch einen kleineren Betrag
der Magnetisierung in den Bitstellen des Magnetba?des
18.
Der erfindungsgemäße Magnetkopf kann, wenn es erwü .seht ist auch zum Schreiben von Daten
verwendet werden. Durch die Anordnung eines Leiters 24 im keilförmigen Körper 4 und durch Anschluß dieses
Leiters 24 über einen Schalter 28 an eine Batterie 26 kann beim Schließen des Schalters 28 genügend Strom
durch den Leiter 24 geschickt werden, um eine positive Magnetisierung z. B. für binäre Einsen im Magnetband
18 zu erzeugen. Nach diesem Schreibvorgang kann durch einen kleinen Impuls über den Leseleiter 10 die
weichmagnetische Schicht 14 zum Lesen in einen Zustand niedriger Koerzitivkraft gebracht werden,
ohne daß das Magnetband 18, das eine große Koerzitivkraft besitzt beeinflußt wird. Bei der Erläute
rung der Erfindung wurde in dem angeführten Ausführungsbeispiel der keilförmige Körper 4 in
Dreiecksform angenommen. Es soll aber an dieser Stelle betont werden, daß dieser zentrale, tragende Teil des
Magnetkopfes auch eine rechteckförmige, sphärische oder andere Form aufweisen kann, solange nur ein
Material niedriger Koerzitivkraft und hoher magnetischer Permeabilität innerhalb des geschlossenen
magnetischen Kreises niedrigen magnetischen Widerstandes eingelagert ist Der keilförmige Körper 4 hat
außer der mechanisch festen Lagerung der Kemschenkel 6 und 8 noch die Funktion, hochfrequente
Flußverluste im Bereich des Arbeitsspaltes des Magnetkopfes zu verhindern.
Claims (1)
- Patentanspruch:Lesemagnetkopf mit einer im Magnetkreis des Kopfkerns mit einem Arbeitsspalt auf einem Substrat angeordneten weichmagnetischen Dünnschicht, deren remanente Magnetisierung durch die Abfühlung von magnetischen Markierungen entgegengesetzter Polarität umkehrbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die weichmagnetische Dünnschicht (14) das Joch des Kopfkerns bildet, dessen beide Enden mit Kernschenkeln (6, 8) verbunden sind, die einen größeren Querschnitt aufweisen als das Joch des Kopfkerns und die in Richtung des Arbeitsspaltes (16) einen keilförmigen Körper (4) begrenzen, der durch ein Material hoher elektrischer und geringer magnetischer Leitfähigkeit gefüllt ist, und daß auf der Grundseite des Körpers (4) ein Leseleiter (10) angeordnet ist, der durch ein elektrisch isolierendes Material (12) von der weichmagnetischen Dünnschicht (14) getrennt ist.
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