DE2640640A1 - Reifenform zur erzielung eines laufflaechenmusters - Google Patents
Reifenform zur erzielung eines laufflaechenmustersInfo
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Description
2 b 4 Ü 6
Patentanwalts :
Dr. In?. Walter Abitz
Dr. Dieter F. Morf
Dr. In?. Walter Abitz
Dr. Dieter F. Morf
Dr. Hans-Α. Brauns ^. 7 9. September 1976
8 Münchan 88, Plenzeiiauaritr. 28 * 3 * GT-897/GT-1010
THE GENERAL TIRE & RUBBER COMPANY One General Street, Akron, Ohio ^329* V.St.A,
Reifenform zur Erzielung eines Laufflächenmusters
Die Erfindung betrifft Nägel, welche allein oder in Kombination
mit einer oder mehreren Unterlegscheibe^) in Entlüftungsöffnungen
von Reifenformen eingesetzt werden, wobei die Unterlegscheiben unter den Nagelköpfen liegen.
Gegenwärtig werden zwei grundlegende Reifenarten gebaut» Als
erste Reifenart werden Diagonalreifen als Zylinder auf Reifenaufbautrommeln hergestellt. Die Zylinder werden in Formen
eingegeben. Ein innerhalb des' Zylinders angeordneter Balg wird mit Dampf aufgeblasen, um dem Zylinder in eine Torusform
zu bringen, den unvulkanisierten Kautschuk der Aussenflache
des Reifens in die Formhohlräums zu pressen und den Reifen zu vulkanisieren. Das bei der Herstellung eines Radialreifens
angewandte Verfahren ist weitgehend das gleiche, abgesehen davon, dass der unvulkanisierte Reifen vor dem Einsetzen in
die Form einen Durchmesser aufweist, welcher nahezu so gross wie die Innenfläche der Form ist. Hach dem Vulkanisieren
macht es erhebliche Schwierigkeiten einen Radialreifen aus einer üblichen zweiteiligen Form herauszunehmen, weil der
7 f) P - 3 3 / 0 F, U 7
• V·
Aussendürchmesser des Eadialreifens grosser als der durch.
OberflächenvorSprünge der Form gebildete Forminnendurchmesser
ist. Unter einer zweiteiligen Form wird eine Form verstanden, welche zwei Teile aufweist, an denen die Aussenflache des
Reifens gebildet wird. Ein Balg drückt den Reifen gegen die Formfläche. Das Formen des Reifens erfolgt normalerweise,
während dieser in einer horizontalen Ebene liegt.
Die obere Formfläche wird zur Erleichterung der Entnahme des Reifens mit Silikon geschmiert. Zur Entfernung des Reifens
von der Form wird ein Radialreifen von der Bodenhälfte der Form mit erheblichem Druck weggedrückt. Der Radialreifen
wird dabei plötzlich freigegeben. Beim Losbrechen des Reifens werden einige der in den Entlüftungsöffnungen gebildeten
Kautschukvorsprünge vom Reifen abgebrochen und sammeln sich in der Bodenhälfte der Form. Die abgebrochenen Kautschukvorsprünge werden nachfolgend als Pfropfen bezeichnet. Die
zur Entfernung der Pfropfen mittels Pressluft unternommenen '
Versuche waren in 90 % der Fälle einer Fertigungsreihs radialer
Reifen erfolgreich, so dass 10 % der in dieser Fertigungsreihe
hergestellten Reifen Oberflächenmangel aufwiesen, welche durch Pfropfen verursacht wurden, die sich in der Bodenhälfte
der Form befanden und die in die Seitenwand des nachfolgend in der Form vulkanisierten Reifens eingeschlossen wurden.
Selbst wenn die in den Entlüftungsöffnungen der Form gebildeten Propfen nicht abbrechen, sind sie sowohl bei Diagonal- wie
auch bei Radialreifen unerwünscht. Nicht abbrechende Pfropfen werden gewöhnlich von Hand unter Verwendung von Messern vom
Reifen entfernt. Dies bedeutet einen Kautschukverlust und führt häufig dazu, dass die Reifen durch die Messer an falschen
Plätzen eingeschnitten werden. Diese Bearbeitung kann dazu führen, dass eine Reifenunwucht-auftritt.
Das Abnehmen der Pfropfen von den Reifen erfordert eine erhebliche
Handarbeit. Werden schnell umlaufende, kleine Reifen be-
7 o Q ° *n / η β u 7
GT-897 l{
arbeitet, wie beispielsweise Lastwagen- oder Pkw-Reifen, so
besteht die Gefahr, dass der umlaufende Reifen plötzlich eine Vorwärtsbewegung ausführt und dem bearbeitenden Arbeiter
einen Schlag versetzt. Bei grossen Reifen, wie beispielsweise Reifen für landwirtschaftliche Maschinen oder grosse Erdbewegungsgeräte, ist es schwierig, den Reifen in die richtige Lage
zur Entfernung der Pfropfen zu bewegen und es besteht die Gefahr, dass der grosse Reifen gegen den Arbeiter schlägt,
wenn der Reifen bewegt und/oder gedreht wird. Werden die Reifen in unterteilten Formen hergestellt, so ist ebenfalls
die Schwierigkeit vorhanden, dass die in den Entlüftungsöff—
nungen gebildeten Kautschukpfropfen abbrechen und in den komplizierten mechanischen Formaufbau gelangen; dies kann
zu einer mechanischen Abnützung oder einem frühzeitigen Versagen der aus mehreren Teilen aufgebauten Formvorrichtung führen.
Die GB-PS 922 788 beschreibt die Anwendung eines Ventils zur
Beseitigung von Ausfluss oder Pfropfen, wodurch eine anschliessende Bearbeitung unnötig wird.
Andere Patentschriften, wie beispielsweise die US-PSen
3 822 857 und 3 804 566, zeigen die Anordnung kleiner Öffnungen in den Entlüftungsöffnungen, wodurch offenbar Luft, aber
wenig oder kein Kautschuk austreten soll.
Es hat sich überraschend gezeigt, dass durch Einsetzen von Nägeln in die Entlüftungsöffnungen von Formen für Radialreifen
und Befestigung der Nägel an ihrem Platz die Zahl der Reifen auf 0 % gedrückt werden konnte, welche Oberflächenmängel als
Folge von in die Reifenoberfläche eingeformten Pfropfen aufwiesen. Als weiterer Vorteil ergab sich dabei der Wegfall von
durch die Pfropfen gebildeten ReifenvorSprüngen, sowie der
durch die Entfernung der Vorsprünge verursachten Kosten. Der normalerweise bei der Ausbildung der Vorsprünge entstehende
Abfall wird im Reifenkörper verarbeitet. Darüberhinaus wird beim Reinigen einer Reifenform, welche mit Nägeln versehen
ist, keine Verstopfung der Entlüftungsöffnungen mit Sand, Kies-
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teilchen oder Glasperlen erhalten, die zum Reinigen der Form
verwendet werden. Sollten die Luftdurchtrittskanäle unter den
Nägelköpfen blockiert sein, so werden dabei die Nägel nach dem Reinigen der Form erneuert. Falls keine Blockierung auftritt,
werden die Nägel in ihrem Platz belassen.
Obgleich durch die Erfindung ein schwerwiegendes Problem bei der Herstellung von Radialreifen gelöst wird, ist die Erfindung
auch äusserst brauchbar bei der Herstellung von Diagonalreifen. Der Wegfall von Kautschukpfropfen an der Oberfläche
aller Reifen führt zu einer Kautschukersparnis, bringt die
Nachbearbeitung in Wegfall, sowie die vorausgehend aufgeführten
mit der Nachbearbeitung verbundenen Schwierigkeiten. Die vorliegende Erfindung beseitigt ferner das Problem, dass die in
den Entlüftungsöffnungen gebildeten Kautschukpfropfen abbrechen und die Arbeitsweise mehrteilig aufgebauter Formen
beeinträchtigen.
Ein mit einer Unterlegscheibe versehener Nagel ist ein Nagel, bei welchem die Unterlegscheibe am Nagelschaft unmittelbar
unter dem Nagelkopf angeordnet ist. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung schliesst die Bezugnahme auf einen
Nagel auch einen eine Unterlegscheibe aufweisenden Nagel ein.
Die Erfindung wird anschliessend an Hand der Zeichnungen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine seitliche Schnittansicht einer Reifenform, bei welcher in den Entlüftungsöffnungen Nägel mit flachen Köpfen
angeordnet sind, wobei die Nägel gekröpft sind,
Fig. 2 einen vergrösserten Schnitt durch einen Bereich der in Fig. 1 gezeigten Reifenform, bei welchem ein Flachkopfnagel
in einer der Entlüftungsöffnungen liegt und durch den von der Nagelkröpfung gegen die Innenfläche der Entlüftungsöffnung
ausgeübten Druck an seinem Platz gehalten wird,
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Fig. 3 eine Ansicht eines üblichen Hagels,
Pig. 4 eine Ansicht des in Fig. 3 gezeigten Nagels, nachdem
dieser mit einer Kröpfung versehen wurde,
Mg. 5 einen Schnitt durch eine Reifenform, bei welcher Flachkopfnägel
in die Laufflächen-Entlüftungsoffnungen der Reifenform
eingesetzt sind, welche durch umbiegen der Nägelschäfte gegen die Formaussenflache in ihrem Platz gehalten werden,
Fig. 6 einen Schnitt durch eine der Entlüftungsoffnungen der
in Fig. 5 dargestellten Form, wobei ein Nagel sich auf seinem Platz befindet,
Fig. 7 eine Ansicht eines der in Fig. 5 gezeigten Nägel vor
ihrem Einsetzen in eine Entlüftungsöffnung,
Fig. 8 einen Schnitt durch eine Reifenform, die ähnlich wie gene gemäss Fig. 5 ausgebildet ist, wobei Nägeleinsätze in
den Schulter- und Seitenwändenöffnungen vorhanden sind und ferner Ausnehmungen in den äusseren Formseiten eingeschnitten
wurden, so dass die umgebogenen Nägelschäfte nicht über die ursprüngliche Formfläche hinaus vorstehen,
Fig. 9 eine Ansicht einer kreisförmigen Ausnehmung gemäss
Fig. 8,
Fig. 10 eine Ansicht einer linearen Ausnehmung gemäss Fig. 8, Fig. 11 eine Ansicht eines Nagels mit einem radialen Kamm,
Fig. 12 eine Ansicht eines Nagels mit quadratischem Nagelkopf,
Fig. 1A einen seitlichen Schnitt durch eine Reifenform, bei
welcher mit Unterlegscheiben versehene Flachkopfnägel in die Entlüftungsöffnungen eingesetzt sind, wobei die Nagel gekröpft
sind,
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GT-897 2b4064Ü
Fig. 2Α eine vergrösserte Draufsicht auf eine übliche flache Unterlegscheibe,
Fig. 3A einen üblich Nagel mit einer am Nagelschaft aufgebrachten
Unterlegscheibe,
Fig. 4-A eine Ansicht des in Fig. 3A dargestellten Nagels,
nachdem dieser gekröpft und eine Unterlegscheibe auf den Nagelschaft aufgebracht wurde,
Fig. 5A einen Schnitt durch eine Keifenform, bei welcher mit
Unterlegscheiben versehene Flachkopfnägel in die Laufflächen-Entlüftungsöffnungen
eine Reifenform eingesetzt wurden, wobei die Nägel gesichert werden, indem die Nägelschäfte gegen die
äussere Formfläche umgebogen wurde,
Fig. 6A einen Schnitt durch eine der Entlüftungsöffnungen der in Fig. 5A gezeigten Form, wobei sich ein mit einer Unterlegscheibe
versehener Nagel an seinem Platz befindet,
Fig. 7A eine Ansicht eines mit einer Unterlegscheibe versehenen
Nagels gemäss Fig. $A vor dem Einsetzen in eine Entlüftungsöffnung,
Fig. 8A einen Schnitt durch eine Eeifenform, die ähnlich jener
gemäss Fig. 5-A. aufgebaut ist, wobei mit Unterlegscheiben
versehene Nägel in die Schulter- und Seitenwand-Entlüftungsöffnungen eingesetzt sind und Ausnehmungen in den äusseren
Formseiten eingeschnitten sind, damit die umgebogenen Nägelschäfte nicht über die ursprüngliche Formfläche hinaus vorstehen,
Fig. 9A eine Ansicht einer kreisförmigen Ausnehmung gemäss Fig. 8A,
Fig. 1OA eine Ansicht einer linearen Ausnehmung gemäss Fig.8A,
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264Ü64Q
GT-897
•5.
Pig. 11Δ einen mit einer Unterlegscheibe versehenen Nagel mit
einem radialen Kamm, .
Fig. 12A einen mit quadratischem Nagelkopf ausgebildeten
und mit einer quadratischen Unterlegscheibe versehenen Nagel,
Fig. 13-A. einen mit Unterlegscheibe versehenen Zurichtungsnagel und
Fig. 14A einen mit Unterlegscheibe versehenen Zurichtungsnagel, der in die Entlüftungsöffnung einer Seifenform eingesetzt
ist.
Jeder Nageleinsatz für die Eeifenentlüftungsöffnungen besteht vorzugsweise aus einem Flachkopfnagel, welcher unter dem
Nagelkopf Vorsprünge mit den Abmessungen zwischen 0,025 bis 0,125 mm aufweist und gegebenenfalls eine unter dem Nagelkopf
liegende flache Unterlegscheibe. Die Vorsprünge entstehen zwangsläufig bei der Nagelherstellung. Sind die Nägel an ihrem
Platz in der Form, so halten die Vorsprünge die Unterseite des Nagelkopfs weit genug von der Formfläche oder von dem
in Anlage mit der Formfläche befindlichen Unterlegscheibe entfernt, um den Durchtritt von Luft, aber nicht von Kautschuk
unter dem Nagelkopf und durch den Auslass zu gestatten. Bei einer Ausführung3fοrm wird der Nagel an seinem Platz gehalten,
indem der von der Aussenfläche der Form vorstehende Nagelschaft umgebogen ist. Der Nagel kann ferner in seinem Platz
gehalten werden, indem der von der Aussenfläche der Form wegstehende Teil in bekannter Weise erweitert wird, beispielsweise
indem eine Scheibe am Nagelschaft befestigt oder dieser plattgedrückt wird. Der Nagelschaft kann ferner umgebogen und in
der Entlüftungsöffnung verkeilt werden. Vorzugsweise wird der Nagel in seinem Platz gehalten, indem der Nagelschaft durch
die Entlüftungsöffnung eingeführt wird, bis die unter dem Nagelkopf liegende Unterlegscheibe an der Innenfläche der Form
anschlägt, worauf der Nagelschaft zur Halterung des Nagels gegen die Aussenfläche der Form umgebogen wird. Dieses bevor-
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zugte Verfahren ermöglicht ein gewisses Spiel des Nagelschafts
in der Entlüftungsöffnung. Schätzungsweise kann sich der Nagelkopf etwa 0,025 mm bis 0,125 iam gegenüber der in Anlage an
der Innenfläche der Form liegenden Unterlegscheibe bewegen.
In einigen Fällen kommt die Innenfläche der Form, beispielsweise die Seitenwand derselben, in unmittelbare Anlage mit einem
Halteelement und es ist kein Raum zwischen der Formaussen«
flache und dem Halteelement vorhanden, um die umgebogenen
Nägelschäfte aufzunehmen. Um in solchen Fällen Platz für umgebogene Nägelschäfte zu schaffen, werden einzelne Ausnehmungen
in die Rückseite der Form eingeschnitten, die vorzugsweise kreisförmig sind. Jede Ausnehmung nimmt gemäss den Fig. 8,
8A, 9 und 9-A. einen umgebogenen Nagel schaft auf. Gros sere Bereiche
einschliesslich der gesamten Rückseite der Form hinter einer Seitenwand können mit Ausnehmungen versehen werden, mit
Ausnahme der Halteflächen zur Unterbringung der Schäfte aller mit Unterlegscheiben versehenen Nägel für die gesamte Seitenwand.
Anstelle einer kreisförmigen Ausnehmung in der Rückseite der Form zur Aufnahme des umgebogenen Nagelschafts kann in
der Fläche eine Nut zur Aufnahme des Schafts eingeschnitten sein (siehe Fig. 8, 8A, 10 und 10A).
Die Anordnung einer Nut ist besonders zweckmässig,wenn ein Nagel einen Nagelkopf aufweist, welcher auf ein bestimmtes
Formflächenmuster abgestellt ist. Ein Verbiegen des Nagelschafts in die nut artige Ausnehmung verhindert, dass sich ein
Nagelkopf mit einer bestimmten unrunden Formgebung gegenüber der entsprechenden Formfläche dreht; diesbezüglich wird auf
die Fig. 12 und 12A für einen unrunden Nagelkopf hingewiesen, während eine Formfläche, die der Kopfausbildung eines mit
einer Unterlegscheibe versehenen Nagels entspricht, nicht dargestellt ist.
Die Anordnung einer Nut in der äusseren Formfläche ist ferner
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vorteilhaft, wenn die äussere und innere Formfläche nicht
parallel zueinander verlaufen. Verläuft die Innenfläche der Form in einem Winkel zur Aussenfläche, so wird der Nagelkopf
mit einem Hammer beaufschlagt, um ihn so zu biegen, dass er
flach und parallel zur inneren Formfläche liegt (siehe Fig. 1, 1A, 8 und 8A).
Eine bevorzugte Nagelausführung ist in Fig. 7 dargestellt. Hier
handelt es sich um einen Aluminiumnagel mit einem Nagelkopf 30 und einem Schaft 36 ohne spitz zulaufendes Schaftende. Ein
Aluminiumnagel wird wegen seiner glatten Oberfläche bevorzugt, durch welche verhindert wird, dass der Luftdurchtritt unter
dem Nagelkopf so schnell wie bei einem Stahlnagel blockiert wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform eines mit einer Unterlegscheibe versehenen Nagels ist in Fig. 7 A dargestellt$ es handelt
sich um einen Aluminiumnagel mit einem Nagelkopf 30', einer Unterlegscheibe 31'und einem Schaft 36* ohne zugespitztes
Ende.
Eine abgeänderte Ausführungsform der bevorzugten Nagelausführung
ist in Fig. 11 gezeigt; dieser Nagel hat unter dem Nagelkopf radiale Kammabschnitte 62 und 64. Der Nagel einschliesslich
des Schafts 68 besteht aus Aluminium.
Ein entsprechender mit Unterlegscheibe versehener Nagel ist in Fig. 11A dargestellt und ist unter dem Nagelkopf mit radialen
Kammabschnitten 68' und 69' versehen. Der mit Unterlegscheibe
versehene Nagel einschliesslich des Schafts 64a1 ist aus Aluminium hergestellt. Die Unterlegscheibe 67' besteht
aus rostfreiem Stahl.
Ein üblicher Stahldrahtnagel gemäss Fig. 3 kann auch als Einsatz
für die Entlüftungsöffnung der ßeifenform verwendet werden. Der Nagel hat einen Schaft 14, eine Schaftspitze 15
und einen Nagelkopf 12$ an der Unterseite des Nagelkopfs sind Pressgrate 17 und 18.
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GT-897 2B4Ü640
Der entsprechende mit Unterlegscheibe versehene Stahldrahtnagel ist in Fig. 3A dargestellt. Der Nagel ist mit einer
Unterlegscheibe 13' versehen, die an einem Schaft 14' angeordnet
ist, einer Nagelspitze 15' und einem Nagelkopf 12'.
An der Unterseite des Nagelkopfs sind Pressgrate 17' und 18'.
Der Nagel wird vor dem Einsetzen in die Entlüftungsöffnung gekröpft, wie dies in den Fig. 4 und 4A gezeigt ist. Der
Nagel gemäss Fig. 4 hat einen Schaft 14 mit einer Kröpfung Die Kröpfung ist so bemessen, dass der Nagel nicht lose in
einer Entlüftungsöffnung liegt, sondern hineingeschlagen werden muss. Im gekröpften Schaft 14, 16 ist eine ausreichende
Federwirkung vorhanden, um den Nagel in seinem Platz zu halten. Die Unterlegscheibe 13' besteht aus rostfreiem Stahl.
Der Nagel gemäss den Fig. 12 und 12A stellt ein Ausführungsbeispiel eines Nagels dar, bei welchem die Oberflächenausbildung
des Nagelkopfs und der Unterlegscheibe auf die Reifenlaufflächenausbildung
der Reifenform abgestellt ist. Der Nagel hat einen quadratischen Nagelkopf 74 und einen Nagelschaft
72. Der mit einer Unterlegscheibe versehene Nagel hat einen quadratischen Nagelkopf 74·'» eine quadratische Unterlegscheibe
73' und einen Schaft 721.
Der mit Unterlegscheibe ausgestattete Nagel gemäss Fig. 13A
stellt ein Ausführungsbeispiel eines mit kleinem Nagelkopf und Unterlegscheibe versehenen Nagels dar. Da der Nagelkopf
76' nicht flach ist, sondern einen erweiterten Abschnitt des Schafts 78' darstellt, wird die Unterlegscheibe 80' an ihrem
Platz gehalten. Die öffnung 82' in der Unterlegscheibe 80'
hat einen grösseren Durchmesser als der Schaft 78', aber einen
kleineren Durchmesser als der Nagelkopf 76'. Fig. 14A zeigt die Verwendung eines mit Unterlegscheibe versehenen Nagels
gemäss Fig. 13A in einer Form 82*, wobei die Entlüftungsöffnung 84' nicht rechtwinklig zur Formfläche 86' liegt. Selbst
bei Verwendung eines Flachkopfnagels hat die Unterlegscheibe das Bestreben, sich parallel zur Formfläche einzustellen, je-
- 10 -
7 0 9 B 3 3 / 0 R U 7
" ft.
doch ist bei einem Zurichtungsnagel hierzu mehr Bewegungsfreiheit gegeben.
Damit der Kautschuk des Beifens nicht am Nagel haftet, wird
empfohlen, dass der Nagel und die unter dem Nagelkopf liegende Unterlegscheibe mit einem Trennmittel, wie beispielsweise
Polyfluoräthylen, beschichtet werden.
Eine Reifenform enthält häufig zwischen 200 und 2000 Entlüftungsöffnungen. Palis festzustellen ist, dass nur Pfropfen von bestimmten Entlüftungsöffnungen Schwierigkeiten machen, brauchen
die Nägel nur in diese Entlüftungsöffnungen eingesetzt zu werden. Seitenwand-Entlüftungsöffnungen machen im allgemeinen
keine Schwierigkeiten, jedoch werden vorzugsweise alle Entlüftung so ff nungen mit Nägeln versehen.
Vorzugsweise haben die Nägeleinsätze flache Nägelköpfe mit
einem Durchmesser, welcher zwischen 0,5 mm bis 1,7 nna grosser
als der Nagelschaftdurchmesser ist. Der Bereich für den Aussendurchmesser
der Unterlegscheiben entspricht jenem für die Nagelköpfe, jedoch brauchen die an einem bestimmten Nagel verwendeten
Unterlegscheiben nicht den gleichen Durchmesser wie der Nagelkopf aufzuweisen. Die Unterlegscheiben haben ein
Loch, dessen Durchmesser geringfügig, etwas 0,1 mm, grosser als der Durchmesser des Nagelschafts ist. Der Aussendurchmesser
des Nagelkopfs und der Unterlegscheibe ist um 0,5 bis 2,5 em
grosser als der Durchmesser der Entlüftungsöffnung, welche sie
einnehmen und vorzugsweise 1,0 mm bis 1,5 saa grosser als der
Durchmesser der Entlüftungsöffnung. Der Durchmesser des Nagelkopfs kann kleiner als der Durchmesser der Entlüftungsöffnung
sein; in diesem Falle muss der Durchmesser der Unterlegscheibe grosser als der Durchmesser der Entlüftungsöffnung sein, was
jedoch keine bevorzugte Ausführungsform darstellt. Je grosser
der Durchmesser des Nagelkopfs und gegebenenfalls der Unterlegscheibe ist, desto grosser ist der Bereich für einen Luftaustritt
aus der Form. Der Nagel schaft hat einen Durchmesser, welcher etwa 0,2 mm bis 0,7 mm kleiner als die Entlüftungs-
- 11 709833/0547
öffnung ist, in welcher der Schaft liegt. Beispielsweise haben die Entlüftungsöffnungen einen Durchmesser-zwischen 1,2 bis
2,2 mm. Die Nagelschäfte haben im allgemeinen einen Durchmesser zwischen 0,9 mm und 1,7 mm· Es hat den Anschein, dass diese
Abmessungen nicht kritisch sind; desgleichen ist die Schaftlänge nicht kritisch. Vorzugsweise ist der Nagelschaft lang genug,
damit er in die Entlüftungsöffnung eingesetzt und anschliessend das kopffreie Ende zur Verriegelung des Nageleinsatzes in
der Entlüftungsöffnung um die äussere Formfläche umgebogen werden kann. Unregelmässigkeiten an der Unterseite des Nagelkopfes
verursachen ein Spiel von etwa 0,02 bis 0,13 ^ zwischen dem Nagelkopf und der Formfläche.
Wird der Schaft eines mit Unterlegscheibe versehenen Nagels umgebogen, um den Nagel an seinem Platz zu halten,so ist
in den meisten Fällen eine geringfügige Bewegung des Schafts längs der Länge der Entlüftungsöffnung möglich. Diese Bewegung
kann bis zu 0,125 nun betragen und sich bis auf Null verringern.
Das Ausmass der Bewegung scheint nicht kritisch zu sein. Soll
der Nagel umgebogen und in die Entlüftungsöffnung eingeschlagen werden, so reicht eine Schaftlänge von 12,7 mm bis 50,8mm
aus, wobei eine Schaftlänge von 14 bis 20 cm bevorzugt wird. Die im Beispiel 1 verwendeten Nägel entsprachen einer handelsüblichen
Ausführung und hatten Oberflächenunregelmässigkeiten unter den Nagelköpfen, durch welche die Nagelköpfe im Abstand
von der Formfläche gehalten wurden und ein Luftaustritt ermöglicht wurde. Bei Anwendung des dargestellten Nagelsystems
kann ein verhältnismässig grosser Luftaustrittsbereich erhalten werden, während gleichzeitig eine öffnung mit einer geringen
Abmessung vorhanden ist, d. h. es ist ein beträchtlicher Baum um den Umfang des Nagelkopfs zur Ermöglichung eines Luft»
austritts vorhanden, aber der Baum zwischen dem Nagelkopf und der Formfläche ist so klein, dass unvulkanisierter Kautschuk
nicht in diesen Baum eintreten kann.
- 12 709833/0547
Beispiel 1
Dieses Beispiel betrifft eine übliche Reifenform, wie sie bei der Herstellung eines Radialreifens der Grosse GR-78-14 verwendet wird. Beim normalen Betrieb der Form hatten etwa 10 %
der erzeugten Reifen Pfropfen eingeformt. Die Entlüftungsöffnungen der Reifenform bestanden aus üblichen offenen Entlüftung
soffnungen, wobei näherungsweise 1000 Entlüftungsöffnungen
in der Form vorhanden waren, welche einen Durchmesser von 1,78 mm und einen Tiefenbereich von 2,5 cm bis 10cm aufwiesen.
Ein Querschnitt der Form ist in Fig. 1 dargestellt, wobei die innere Formfläche bei 2 und die metallische Innenfläche der
Entlüftungsöffnungen bei 4 angegeben ist.
Die Form wurde gemäss der vorliegenden Erfindung abgeändert,
indem gekröpfte Nägel 6 in jeüe der Entlüftungsöffnungen 8
der Form 10 gemäss Fig. 1 eingesetzt wurden. Eine Entlüftungsöffnung 8 mit einem gekröpftem Nageleinsatz 6 ist in Fig. 2
dargestellt. Als Nägel wurden übliche Drahtnägel verwendet. Ein derartiger Nagel ist vor Anbringen der Kröpfung in Fig. 3
gezeigt. Der Nagelkopf 12 ist mit einem zugespitzten Schaft 14 verbunden. Die verwendeten Nägel hatten eine Schaftlänge von
18 mm, einen Schaftdurchmesser von 1,5 Bim und einen Kopf durchmesser
von 3j6 mm. Der Kopf 12 war flach ausgebildet und hatte
eine Dicke von 0,36 mm. Die Nägel bestanden aus stahl. Vor dem Einsetzen der Nägel in die Entlüftungsöffnungen wurden sie mit
einer Kröpfung versehen. Gemäss Fig. 4 enthält der Schaft 14 die Kröpfung 16. Der gekröpfte Nagel 6 gleitet nicht ohne weiteres
in die Entlüftungsöffnung 8 hinein und muss hinein getrieben werden. Ist er an seinem Platz, so wird der Nagel 6
durch die Federwirkung der Kröpfung 16 in seinem Platz gehalten-
Die Form 10 wurde während einer begrenzten Zeitspanne zur Herstellung
von Reifen verwendet, um die Brauchbarkeit des Systems nachzuweisen. Einige Entlüftungsprobleme und einige Schwierigkeiten
durch Verstopfung der Entlüftungsöffnungen traten nach einigen Arbeitstagen auf. Die Ausbildung von Kautschukpfropfen
- 13 -
709^33/0547
in den Entlüftungsöffnungen wurde beseitigt und zugleich alle durch die Pfropfen verursachten Schwierigkeiten. Der gemäss
diesem Beispiel durchgeführte Versuch ergab, dass der Gedanke einer Nagelanwendung in den Entlüftungsöffnungen brauchbar
war.
Ausgehend von den in Beispiel 1 erhaltenen Ergebnissen wurden die Nägel bezüglich ihrer Formgebung überarbeitet, um die
aufgetretenen Verstopfungsprobleme zu lösen. Die neuen Nägel wurden aus Aluminium hergestellt und hatten eine glattere Oberfläche
als die Stahlnägel, womit sich die Wahrscheinlichkeit .des Festsetzens von Teilchen verringerte. Weitere Entlüftungsöffnungen wurden in der Form vorgesehen, um die nicht ausreichende
Entlüftung gemäss Beispiel 1 zu beseitigen.
Gemäss diesem Beispiel wurde eine übliche Reifenform verwendet, wie sie zur Herstellung von Radialreifen der Grosse LR 78-15
dient. Beim normalen Betrieb der Form hatten etwa 8 bis 10 %
der hergestellten Reifen Pfropfen in den Seitenwänden eingeformt. Beim normalen Betrieb waren die Entlüftungsöffnungen
übliche offene Entlüftungsöffnungen, wobei näherungsweise 1000 Entlüftungsöffnungen in der Form in ihrem üblichen Betriebszustand
vorhanden waren. Die Entlüftungsöffnungen haben einen Durchmesser von 1,78 mm und eine Tiefe zwischen 2,5 cm
bis 10 cm. Die Form entsprach einer Ausführung gemäss Fig. 5-Die innere Formfläche ist bei 20 dargestellt und die Metallfläche
der Entlüftungsöffnungen bei 22. Die Form 24 hatte näherungsweise 300 zusätzliche Entlüftungsöffnungen, so dass
eine Gesamtanzahl von I3OO Entlüftungsöffnungen erhalten wurde.
Die zusätzlichen Öffnungen wurden im Mittelabschnitt eines
jeden Formhohlraums gebohrt, welcher einen Laufflächenbereich bildet.
Die Form 24 wurde gemäss der vorliegenden Erfindung abgeändert, indem Nägel 26 in jede der näherungsweise 950 Laufflächen-
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264Ü640
Entlüftungsöffnungen eingesetzt und die Schäfte 28 der Nägel
gegen die Rückseite der Formfläche umgebogen wurden. Die Nägelköpfe
30 liegen flach an der inneren Formfläche 20 an. Eine Entlüftungsöffnung mit einem darin angeordneten Nagel ist in
Fig. 6 dargestellt. Ein Nagel ist vor dem Einsetzen und Umbiegen seines Schafts in Fig. 7 gezeigt. In die Schulter-Entlüftungsöffnungen
32 und die Seitenwand-Entlüftungsöffnungen 34 wurden
keine Nägel eingesetzt, da diese Entlüftungsöffnungen hinsichtlich der in den Seitenwänden eingeformten Pfropfen keine
ernstlichen Schwierigkeiten bereiteten. Die verwendeten Nägel hatten eine Länge von 15)2 cm, der Schaft 36 einen Durchmesser
von Λ)5 vm und der Nagelkopf 30 einen Durchmesser von 3»δ mnu
Der Nagelkopf 30 war flach und hatte eine Dicke von 0,36 mm.
Der Nagelwerkstoff war Aluminium. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Nägeln waren keine Nagelspitzen vorhanden.
Die Form wurde zur regelmässigen Herstellung von Reifen während
1 Monats betrieben, und zwar 24 Stunden je Tag und 5 Tage Je
Woche, ohne dass Schwierigkeiten bezüglich der Pfropfen oder, in anderer Hinsicht aufgetreten sind. Die Form wurde anschliessend
gereinigt, ohne dass die Nägel entfernt wurden^und erneut
betrieben. Eine Form wird normalerweise im monatlichen Abstand gereinigt. Keiner der hergestellten Reifen hatte Kautschukpfropfen
in die Seitenwände eingeformt.
Zur Beseitigung von KautschukvorSprüngen an den Seitenwänden
und den Schultern des Reifens wurde die Form gemäss Fig. 5
abgeändert, um Nägel in der Schulter-Entlüftungsöffnungen und den Seitenwand-Entlüftungsöffnungen aufzunehmen.
Die abgeänderte Form ist in Fig. 8 dargestellt. Vas die Rippen-Entlüftungsöffnungen
und die für diese verwendeten Nägeleinsätze betrifft, so entsprechen sie Jenen der Fig. 5· Die Form
wurde jedoch bezüglich der Seitenwand-Entlüftungsöffnungen und der Schulter-Entlüftungsöffnungen abgeändert. Wurden die
Nägel in die Schulter- und Seitenwand-Entlüftungsöffnungen der
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Form gemäss Pig. 5 eingesetzt und um die Aussenflache der Form
umgebogen, so wurden die Vorsprünge das Einlegen der Form in
eine Fresse behindern, um diese Schwierigkeit zu beseitigen,
sind die Seitenflächen der Form mit Ausnehmungen versehen, welche die umgebogenen Nägelschäfte aufnehmen.
Bei den Seitenwand-Entlüftungsöffnungen, in welchen die Nagelköpfe
normalerweise flach gegen die Innenfläche der Form anliegen, ist die jede Entlüftungsöffnung umgebende Formaussenflache
kreisförmig ausgenommen, um das umgebogene Nagelende aufzunehmen. Dies ist am Nagel 42 dargestellt, welcher durch
die Seitenwand der Form 40 eingesetzt ist. Der Schaft 44 ist
in die kreisförmige Ausnehmung 46 der äusseren Wand der Form 40 umgebogen. Der Nagelkopf 48, welcher senkrecht gegenüber
dem Schaft 44 angeordnet ist, liegt flach an der Innenfläche der Form 40 an. Die kreisförmige Ausnehmung ist in einer Seitenansicht
des Schnitts der Form dargestellt, welche die Ausnehmung gemäss Fig. 9 aufweist. Die Ausnehmung ist bei 45
angegeben und der umgebogene Nagelschaft bei 44. Die Lage des Nagelkopfs an der Innenfläche der Form ist bei 48 angegeben»
Wird der Nagel durch die Seitenwand der Form eingesetzt und der Schaft derart umgebogen, dass der Nagelkopf parallel zur
Innenwand der Form liegt, so wird vorzugsweise der Schaft in eine lineare Ausnehmung umgebogen. Dies verhindert eine
Drehung des Schafts und die resultierende nicht-parallele Lage des Nagelkopfs gegenüber der Innenwand der Form. Ein
derartiger Nageleinsatz entspricht dem Nagel 50,-wobei.der
Nagelkopf 52 mit dem Hammer derart bearbeitet wird, dass er parallel zur Innenfläche der Form liegt. Der Schaft 54 wird
in die lineare Ausnehmung 56 umgebogen.
Eine Ansicht des Abschnitts der Form 40, welche die Ausnehmung 56 aufweist, ist in Fig. 10 gezeigt.
Eine weitere Situation, bei welcher vorzugsweise der Nagel-
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schaft in eine lineare Ausnehmung und nicht in eine kreisförmige Ausnehmung umgebogen wird, ist dann gegeben, wenn die
Entlüftungsöffnung nicht senkrecht zur äusseren Formwand liegt. Eine solche Ausführung ist bei den Schulter-Entlüftungsöffnungen
dargestellt. Hier ist der Nagel 60,dessen Nagelkopf parallel zur Innenfläche der Form verläuft, mit dem Schaft
64 in die lineare Ausnehmung 66 umgebogen. Eine Seitenansicht des Formabschnitts mit der linearen Ausnehmung entspricht
der Fig. 9.
Weitere Ausführungen entsprechen einem Nagel gemäss Fig. 11. Der Nagel 60 der Fig. 10 hat radiale Kammabschnitte 68 und 69
unterhalb des Nagelkopfs 62a. Diese Kammabschnitte sind so bemessen, dass sie einen Abstand des Nagelkopfs zwischen
0,025 bis 0,125 aim von der Innenfläche der Form aufrechterhalten,
wenn der Schaft in eine Entlüftungsöffnung eingesetzt und zu seiner Sicherung umgebogen wird.
Falls der Nagelkopf des Nageleinsatzes der Gestalt der Innenfläche
der Form entsprechen soll, so wird ein Nagel mit einem quadratischen Nagelkopf oder einem anderen angepassten
Nagelkopf verwendet. Ein derartiger Nagel ist in Fig. 12 dargestellt.
Eier hat der Nagel 70 einen Schaft 72 und einen quadratischen Nagelkopf 74·· Bei Verwendung dieses Nagels wird
vorzugsweise eine lineare Ausnehmung in der Aussenf lache der
Form vorgesehen, so dass der Kopf sich nicht ausser Entsprechung mit der Formgebung der Form bewegt, auf welche er abgestellt ist.
Die im Beispiel 4 verwendeten Nägel waren handelsüblicher Ausführung-
und hatten Ungleichmässigkeiten unter den Nagelköpfen , durch welche diese im Abstand von den Unterlegscheiben gehalten
wurden, so dass Luft zwischen dem Nagelkopf und der Unterlegscheibe sowie zwischen der Unterlegscheibe und der Formfläche
austreten konnte. Durch Verwendung eines mit Unterlegscheiben
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arbeitenden Nagelsystems kann eine verhältnismässig grosse
Luftaustrittsflache vorgesehen werden, während eine öffnung
mit geringen Abständen vorhanden ist, was besagen will, dass um den Umfang des mit einer Unterlegscheibe versehenen Nagelkopfs
und um die Unterlegscheibe viel Raum für einen Luftaustritt vorhanden ist, jedoch der Abstand zwischen dem Nagelkopf
und der Unterlegscheibe sowie der Unterlegscheibe und der Formfläche so klein ist, dass anvulkanisierter Kautschuk
nicht in diesem Abstandsbereich eintreten kann.
Dieses Beispiel betrifft die Herstellung eines Radialreifens der Grösse GR-78-14- in einer handelsüblichen Reifenfona. Beim
normalen Betrieb der Form hatten etwa 10 % der hergestellten Reifen eingeformte Pfropfen. Die Entlüftungsöffnungen der
Reifenform waren üblicherweise offene Entlüftungsöffnungen, wobei näherungsweise 1000 öffnungen in der Form vorhanden waren.
Diese Entlüftungsöffnungen hatten einen Durchmesser von 1,78 mm und eine Tiefe zwischen 2,5 cm und 10 cm. Ein Querschnitt der
Form ist in Fig. 1A dargestellt. Die innere Formfläche ist bei 2' und die metallische Innenfläche der Entlüftungsöffnungen bei
4-1 angegeben.
Die Form wurde erfindungsgemäss abgeändert, indem gekröpfte Nägel 61 mit Unterlegscheiben 7* zwischen den Nagelkopfern
und der Formfläche in jeder der Entlüftungsöffnungen 81 der
Form 10' (Fig. 1A) verwendet wurden. Eine übliche Unterlegscheibe
ist in Fig. 2A angegeben. Die bei allen Ausführungsbeispielen verwendeten Unterlegscheiben waren aus rostfreiem Stahl
mit glatter Oberfläche und einem Aussendurchmesser von 6,7 u™>
einem Lochdurchmesser von 1,7 mm und einer Dicke von 0,16 mm. Als Nägel wurden übliche Drahtnägel verwendet. Ein derartiger
Nagel ist vor dem Kröpfen in Fig. 3A dargestellt, wobei der
Nagel mit einer Unterlegscheibe 13' versehen ist. Der Nagelkopf 12' ist mit einem zugespitzten Schaft 14' versehen. Die
Nägel hatten eine Schaftlänge von 18 mm, einen Schaftdurchmesser von 1,5 nim und einen Kopf durchmesser von 356 mm. Der Nagelkopf
12' war flach und hatte eine Dicke von 0,36 mm. Die Nägel waren
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aus Stahl hergestellt. Vor dem Einsetzen der Nägel in die Entlüftungsöffnung
en wurden sie gekröpft. Gemäss Fig. 4A hat der Schaft 14-' eine Kröpfung 16*. Der gekörpfte Nagel 6' gleitet
nicht mühelos in die Entlüftungsöffnung 8' und muss eingetrieben werden. Die Federwirkung der Kröpfung 16' hält, den Nagel 61
an seinem Platz.
Beispiel 5
Die Nägel gemäss diesem Beispiel bestanden aus Aluminium und hatten eine glatte Oberfläche als Stahlnägel, womit die Wahrscheinlichkeit
des Festsetzens von Teilchen verringert wurde. Die verwendete Form war für einen Radial-Lkw-Reifen vorgesehen
und hatte eine Öffnung 11 χ 24,5· Diese Form hatte bisher viele Schwierigkeiten verursacht, weil die Kautschukpfröpfe
abgebrochen und in den Boden der Form gefallen waren. Darüberhinaus
floss Kautschuk in die Entlüftungsöffnungen sowie in den Zwischenraum zwischen die Aluminiumformwand und das Stahlgehäuse
und wurde dort vulkanisiert. Als Folge eines Verziehens und Bearbeitungsproblemen entstanden nicht dargestellte
offene Hohlräume zwischen der Aluminiumform-Aussenwand und
dem Stahlgehäuse.
Im normalen Betrieb wurden die Entlüftungsöffnungen als übliche offene öffnungen verwendet, wobei näherungsweise im handelsüblichen
Zustand der Form 720 Entlüftungsöffnungen vorhanden waren, welche einen Durchmesser von 2 mm und eine Tiefe zwischen
10 und 14 cm aufwiesen. Die Form entsprach einer Bauart gemäss Fig. 5A. Die innere■Formfläche ist bei 20' und die
Metallflache der Entlüftungsöffnungen bei 22' dargestellt.
Die Form 24·' wurde gemäss der vorliegenden Erfindung durch
das Einsetzen von mit Unterlegscheiben versehenen Nägel 26'
in jede der näherungsweise 300 Laufflächen-Entlüftungsöffnungen abgeändert, welche in der Vergangenheit Schwierigkeiten
erzeugt hatten, oder sich an solchen Plätzen befanden, die in der Vergangenheit zu Schwierigkeiten führten. Die Schäfte
28' aller Nagel wurden gegen die Rückseite der Formfläche
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zwecks Sicherung der Nägel an ihrem Platz umgebogen. Die Nagelköpfe
30' halten die Unterlegscheiben 31* gegen die innere
Formfläche 20'. Eine typische Entlüftungsöffnung mit einem mit einer Unterlegscheibe versehenen Nageleinsatz ist in
Fig. 6A dargestellt. Der mit einer Unterlegscheibe versehene Nagel ist vor dem Einsetzen und vor Anbringen der Kröpfung
des Schafts in Fig. 7A dargestellt. In die Schulter-Entlüftungsöffnungen
32* und die Seitenwand-Entlüftungsöffnungen 34·'
wurden keine Nägel eingesetzt, da diese Entlüftungsöffnungen keine merklichen Schwierigkeiten bezüglich von in den Seitenwänden
eingeformten Pfropfen verursachten. Die Nägel hatten eine Länge von 15 »2 cm, einen Durchmesser des Schafts 36'
von 1,5 mm und einen Durchmesser der Kopfs 30 von 3»6 mm.
Der Kopf 30' war flach und hatte eine Dicke von 0,36 mm. Die verwendeten Unterlegscheiben 31* ensprachen jenen des Beispiels
4. Die Nägel bestanden aus Aluminium und hatten im Gegensatz zu gewöhnlichen Nägeln keine Spitze.
Zehn derartiger Formen wurden während der regulären Fertigung von Keifen 3 Monate lang verwendet, und zwar 24 Stunden je
Tag und 6 Tage je Woche, ohne dass Pfropfen oder andere Entlüftungsschv/ierigkeiten auftraten. Keiner der hergestellten
Reifen bot Probleme bezüglich in den Seitenwänden eingeformter Kautschukpfropfen.
Zur Verhinderung der Entstehung von KautschukvorSprüngen an
den Seitenwänden und Schultern der Seifen wurde die Form gemäss Fig. 5A abgeändert, um mit Unterlegscheiben versehene
Nägel sowohl in den Schulter-Entlüftungsöffnungen wie den Seitenwand-Entlüftungsöffnungen aufzunehmen. Die abgeänderte
Form ist in Fig. 8Δ dargestellt. Die Hipp endurchtrittsoff nungen
und mit Unterlegscheiben versehenen Nägeleinsätze für diese Durchtrittsöffnungen sind die gleichen wie sie in Fig. 5A
dargestellt sind. Die Form ist jedoch bezüglich der Seiten-
- 20 -
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wand-Durchtrittsoff nungen und der Schult er-Durclitrittsöf Xnungen
abgeändert. Wurden mit Unterlegscheiben versehene Hagel in
die Schulter- und Seitenwan'd-Entlüftungsöffnungen der Form gemäss Fig. 5A eingesetzt und gegen die Aussenfläche der Form
umgebogen, so wurden die Vorsprünge die Eingabe der Form in
eine Presse behindern. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, sind die Seitenflächen der Form mit Ausnehmungen versehen,
welche die umgebogenen Schäfte der Nägel aufnehmen.
Im Falle von Seitenwand-Entlüftungsoffnungen,bei welchen die
Unterlegscheiben unter den Nagelköpfen normalerweise flach
gegen die Innenfläche der Form anliegen, ist die Aussenfläche, welche jede Entlüftungsöffnung der Form umgibt, kreisförmig
ausgenommen, um das. umgebogene Nag.elende aufzunehmen. Dies
ist bei dem mit einer Unterlegscheibe versehenen Nagel 42'
dargestellt, welcher durch die Seitenwand der Form 40' eingesetzt
ist. Der Schaft 44' ist in eine kreisförmige Ausnehmung 46' der Aussenwand der Form 40' umgebogen. Der Kopf 48',
welcher senkrecht zum Schaft 44' angeordnet ist, liegt fläch
gegen die Innenfläche der Form 40* an. Die kreisförmige Ausnehmung
ist in einem seitlichen Schnitt der Form dargestellt, welcher die Ausnehmung gemäss Fig. 9A enthält. Die Ausnehmung
ist bei 46' dargestellt und der umgebogene,mit einer Unterlegscheibe
versehene Nagelschaft bei 44'. Die Lage des mit einer Unterlegscheibe versehenen Nagelkopfes an der Innenfläche
der Form ist bei 48* angegeben.
Wird der mit einer Unterlegscheibe versehene Nagel durch die Seitenwand der Form eingesetzt und der Schaft umgebogen, so
dass der mit der Unterlegscheibe versehene Nagelkopf parallel zur Innenwand der Form liegt, so wird der Schaft vorzugsweise
in eine lineare Ausnehmung umgebogen. Auf diese Weise wird eine Drehung des Schafts verhindert, sowie die daraus resultierende
nicht parallele Lage des Nagelkopf und der Unterlegscheibe gegenüber der Innenwand der Form. Ein derartiger mit Unterlegscheibe
versehener Nageleinsatz ist durch den Nagel 50' dargestellt.
Der Nagelkopf 52· wird durch einen Hammer beauf-
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GT-897 2 b 4 O 6 4 O
- if.
schlagt, so dass er parallel zur Innenfläche der Form zu liegen kommt. Der Schaft 5^' wird in die lineare Ausnehmung 56'
umgebogen. Zwei Unterlegscheiben j/\x liegen unter dem Nagelkopf
52'. Die Nagelköpfe 42' haben unter diesem Nagelkopf
drei Unterlegscheiben 31 '·
Eine Ansicht eines Teils der Form 40', welche die Ausnehmung
56' aufweist, ist in Fig. 1OA dargestellt.
Ein weiterer Fall, bei welchem es vorzuziehen ist, dass der Schaft des mit einer Unterlegscheibe versehenen Nagels in
eine lineare Ausnehmung und nicht in eine kreisförmige Ausnehmung umgebogen wird, liegt dann vor, wenn die Entlüftungsöffnung nicht senkrecht zur äusseren Formwand angeordnet ist.
Diese Ausführung ist mit Schulter-Entlüftungsöffnungen dargestellt. Der mit einer Unterlegscheibe versehene Nagel 60',
welcher einen Nagelkopf 62' parallel zur Innenfläche der Form aufweist, hat seinen Schaft 64' in die lineare Ausnehmung 66'
umgebogen. Eine Seitenansicht des Formquerschnitts, aus welcher die lineare Ausnehmung ersichtlich ist, ist in Fig. 9-A-angegeben.
Bei weiteren Ausführungsformen wird der mit einer Unterlegscheibe versehene Nagel gemäss Fig. 11A verwendet. Der Nagel
60a1 gemäss Fig. 11A hat unter dem Nagelkopf 68' radiale
Kammabschnitte 69*. Diese Kammabschnitte dienen dazu, den
Nagelkopf in einem Abstand von 0,025 bis 0,125 mm von der Fläche der Unterlegscheibe 67* zu halten, wenn der Schaft 54a1
in eine Entlüftungsöffnung der Form eingesetzt und zu seiner Sicherung umgebogen wird.
Wenn der Nagelkopf des mit einer Unterlegscheibe versehenen Nageleinsatzes sich an die Formgebung der Innenfläche der Form
anpassen muss, so wird ein mit einer Unterlegscheibe versehener Nagel mit einem quadratisch oder in anderer Weise angepassten
Nagelkopf und eine entsprechende Unterlegscheibe verwendet. Ein derartiger Nagel ist in Fig. 12A dargestellt. Der Nagel 70'
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2fa4U64°
- λί ·
hat einen Schaft 72', einen quadratischen Nagelkopf 74·' und
eine quadratische Unterlegscheibe 73'· Bei Verwendung dieser Nagelausführung wird vorzugsweise eine lineare Ausnehmung in
der Aussenseite der Form vorgesehen, so dass der Nagelkopf sich nicht ausser Anpassung mit der Gestalt der Form bewegt,
entsprechend welcher er ausgewählt wurde.
- 23 -
ORIGINAL IhJbFH
833/0547
Claims (6)
- PatentansprücheReifenform zur Erzielung eines Laufflächenmusters während des Vulkanisierens des Reifens, welche Entlüftungsöffnungen zum Austritt von Luft aufweist, die andernfalls eingeschlossen würde, wenn der nicht vulkanisierte Kautschuk in das Laufflächenmuster der Form gedrückt wird, gekennzeichnet durch mindestens einen Hagel, dessen Schaft in eine Entlüftungsöffnung der Form eingesetzt ist, wobei sich der Nagelkopf im Innern des Formhohlraums befindet und der Nagelschaft sich in die Entlüftungsöffnung erstreckt und jeder Nagel derart gesichert wird, dass sich jeder Nagelschaft längs der Entlüftungsöffnung zwischen Null und 0,125 nua bewegen kann.
- 2. Reifenform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nägel durch Umbiegen des Nagelschafts in ihrer Lage gesichert werden.
- 3. Reifenform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nägel in ihrem Platz durch Umbiegen des Nagelschafts an der Aussenseite der Form gesichert werden.
- 4. Reifenform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nägel in ihrem Platz gesichert werden, indem der Nagelschaft in einem sich innerhalb der Entlüftungsöffnung befindlichen Abschnitt gebogen wird.
- 5. Reifenform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nagel unter dem Nagelkopf einen Vorsprung aufweist, welcher den Nagel im Abstand von der inneren Formfläche hält.
- 6. Reifenform nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung eine Höhe zwischen 0,025 bis 0,125 mm aufwei st.- 24 -0 9 8 3 3/0547 ORIGINAL JMSPEGTEDGT-897 2&407· Reifenform nach, den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Unterlegscheibe unter dem Nagelkopf angeordnet ist, und der Nagelkopf und mindestens eine Unterlegscheibe innerhalb des Formhohlraums liegen.- 25 -709333/0547
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