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DE2539669A1 - Mantel fuer eine sinterelektrode - Google Patents

Mantel fuer eine sinterelektrode

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Publication number
DE2539669A1
DE2539669A1 DE19752539669 DE2539669A DE2539669A1 DE 2539669 A1 DE2539669 A1 DE 2539669A1 DE 19752539669 DE19752539669 DE 19752539669 DE 2539669 A DE2539669 A DE 2539669A DE 2539669 A1 DE2539669 A1 DE 2539669A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode
jacket
electrodes
sintered
mantle
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19752539669
Other languages
English (en)
Inventor
Ryo Ando
Kensei Itakura
Kazuo Yamagishi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JFE Engineering Corp
Original Assignee
Nippon Kokan Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Kokan Ltd filed Critical Nippon Kokan Ltd
Publication of DE2539669A1 publication Critical patent/DE2539669A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/06Electrodes
    • H05B7/08Electrodes non-consumable
    • H05B7/085Electrodes non-consumable mainly consisting of carbon
    • H05B7/09Self-baking electrodes, e.g. Söderberg type electrodes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Discharge Heating (AREA)

Description

  • Mantel für eine Sinterelektrode Die Erfindung betrifft einen verbesserten Mantel für eine in einem elektrischen oder Lichtbogenofen verwendete Sinterelektrode.
  • Die Konstruktion einer bisher angewandten Sinterelektrode zur Verwendung in Lichtbogenöfen für die Herstellung von Ferrolegierungen und Karbiden ist aus der teilweise weggeschnittenen Seitenansicht von Fig. 1 ersichtliche Da die in der Schmelzzone des Lichtbogenofens befindliche Sinterelektrode 5 im Verlauf des Schmelzvorgangs im Lichtbogenofen allmählich abbrennt bzw. sich selbst verbraucht, wird jeweils ein zylindrischer Elektrodenmantel 1 aus einem flachen Metall der in Fig. 2 in Aufsicht dargestellten Konfiguration am oberen Ende eines vorhergehenden Elektrodenmantels angeschweißt, wobei fortlaufend eine Elektrodenpaste 2 in den Elektrodenmantel nachgefüllt wird. Unter der Wirkung der Jouleschen Wärme, die durch den elektrischen Strom erzeugt wird, welcher die Elektrode über eine diese umschliessende, mit ihr in Berührung stehende und sie mit elektrischem Strom versorgende Anschlußhalterung 3 durchfließt, sowie durch die Wärmeableitung aus der Schmelzzone des Lichtbogenofens wird die Elektrodenpaste 2 gesintert, so daß sich eine ununterbrochene Elektrode 5 mit einem gesinterten, kohlenstoffartigen Teil und einem letzteren umschließenden Elektrodepmantel ergibt, Wie erwähnt, wird der kohlenstoffartige Teil am unteren Ende der Elektrode 5 im Verlauf des Schmelzvorgangs im Lichtbogenofen zusammen mit dem Elektrodenmantel 1 verbraucht bzw0 abgeschmolzen. Dieses Abschmelzen wird dadurch ermöglicht, daß die Elektrode 5 mittels einer am Körper des Elektrodenmantels 1 vorgesehenen Elektrodenvorschubeinrichtung 4 in regelmäßigen Abständen durch die den elektrischen Strom zuführende Anschlußhalterung 3 nach unten hindurchgeschoben wird. Wie aus der Aufsicht von Fig. 2, der längs der Linie I-I in Fig. 2 geführten ,c«nitt,ansicht von Fig. 3 und de /längs der Linie II-II in Fig. 2 geführten Schnittansicht von Fig. 4 hervorgeht, sind an der Innenfläche eines Zylinders 7 des Elektrodenmantels 1 mehrere in entsprechenden Abständen über ihre Länge hinweg mit Bohrungen 9 versehene Rippen 8 in lotrechter Lage und in entsprechenden Abständen voneinander in Positionen 10 an der Innenfläche des Zylinders 7 befestigt.
  • Zur Erleichterung der Ausfluchtung zwischen oberem und unterem Elektrodenmantel, die miteinander verschweißt werden sollen, sind mehrere Führungsstücke 11 mit der Querschnittsform gemäß den Fig. 3 und 4 am oberen Ende 12 des Zylinders 7 angebracht, Anstelle der Führungsstücke 11 kann auch ein Führungsband verwendet werden, das sich um den Gesamtumfang des Zylinders 7 herum erstreckt.
  • Bei einer bekannten Sinterelektrode der vorstehend umrissenen Art müssen die ihr zugeordneten elektrischen und mechanischen Einrichtungen, die elektrische Strombelastung im tatsächlichen Ofenbetrieb, die Zufuhr der Elektrodenpaste, der Aufbau des Elektrodenmantels und das Zusammenschweißen desselben sämtlich so abgestimmt werden, daß ein normales und stufenloses Selbstsintern und Abwärtsschieben der Elektrode gewährleistet wird. In den letzten Jahren sind im Zuge des Trends zu größeren Lichtbogenöfen die der Elektrode zugeordneten Einrichtungen verbessert worden, wodurch die Vermeidung von Störungen an den Elektroden begünstigt wird.
  • Elektrodenstörungen, wie Ausbrechen und Schlupf oder Herausrutschen, sind jedoch bisher noch nicht völlig vermeidbar0 Ein Elektrodenbruch oder -ausbrechen bedeutet eine Störung, bei welcher ein Teil der Elektrode 5 unterhalb des unteren Endes einer elektrischen AnschluBhalterung 3 während des Betriebs des Lichtbogenofens in einen oberen und einen unteren Teil zerbricht. Das Herausrutschen der Elektrode stellt eine Störung dar, bei welcher nur der durch die Elektrodenpaste 2 im Gehäuse 1 gebildete kohlenstoffartige Teil während des Betriebs des Lichtbogenofens aus dem Elektrodenmantel 1 herausrutscht.
  • Da ein Elektrodenbruch durch eine komplexe Kombination zahlreicher unmittelbarer und mittelbarer Ursachen hervorgerufen wird, ist es in vielen Fällen schwierig, die Ursachen genau zu klären. Aufgrund der Ergebnisse der Untersuchungen von in der Vergangenheit aufgetretenen Elektrodenbrüchen besteht jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Position eines Risses, der vor dem Auftreten eines Ausbrechens auf der Oberfläche des kohlenstoffartigen Teils der Elektrode zu beobachten ist, der Stelle des (späteren) Elektrodenbruchs entspricht. Diese Vermutung wird ohne weiteres durch die Tatsache bestätigt, daß ein Ausbrechen häufig innerhalb einer Zeitspanne von ein bis drei Tagen nach der erstmaligen Beobachtung eines Risses auf der Oberfläche des kohlenstoffartigen Elektrodenteils auftritt.
  • Zur Vermeidung des Elektrodenausbrechens sind daher die beiden nachstehend aufgeführten Maßnahmen vorstellbar: 1. Die Bildung von Rissen an der Oberfläche des kohlenstoffartigen Teils der Elektrode zu verhindern und 2. die Ausbreitung der Risse zu verhindern, nachdem sie sich an der Oberfläche des Kohlenstoffteils der Elektrode gebildet haben.
  • Die Oberfläche des Kohlenstoffteils der Elektrode ist jedoch stets einer Zugbeanspruchung unterworfen, die durch eine Kombination von Faktoren, wie Temperaturunterschied zwischen dem Inneren und der Außenseite der Elektrode, Gewicht der Elektrode, Reibungskräfte und Biegebeanspruchungen, die durch das Abschmelzen der in den Lichtbogenofen eingegebenen Materialien hervorgerufen werden, erzeugt wird. Sobald sich also im Kohlenstoffteil der Elektrode ein Riß bildet, wirkt die Zugbeanspruchung messerkantenartig, doh. in einem den Riß erweiternden Sinn auf diesen ein. Der Riß breitet sich infolgedessen selbst unter Zugbeanspruchungen schnell aus, welche kleiner sind als in einem rißfreien Material. Im Hinblick auf die zweitgenannte Maßnahme kann die Ausbreitung der bereits gebildeten Risse durch Verringerung der Zugbeanspruchung verhindert werden. Die einzige, für diesen Zweck in der Praxis anwendbare Maßnahme besteht jedoch darin, den Temperaturunterschied zwischen Innerem und Außenseite der Elektrode durch Verringerung der elektrischen Strombelastung weitgehend herabzusetzen oder den plötzlichen Temperaturschock beim Abstellen bzw. Stromabschalten zu vermeiden. Von dieser Maßnahme können also keine nennenswerten Ergebnisse bezüglich der Verlangsamung der Rißausbreitung erwartet werden.
  • Bezüglich der zuerst genannten Maßnahme wurden andererseits die im folgenden genannten Vorschläge zur Verhinderung der Rißbildung an der Oberfläche des Kohlenstoffteils der Elektrode gemacht: a) Verbesserung der Elektrodenpaste, d.ho des Materials für die Elektrode, zwecks Verbesserung des Aufplatzwiderstands des gesinterten Kohlenstoffteils der Elektrode (japanische Patentveröffentlichung Nr. 19 464/61)o b) Verbesserung der Konstruktion des Elektrodenmantels (japanische Gebrauchsmusterveröffentlichungen Nr.
  • 17 434/73 und 7 737/73), Nit diesen früheren Vorschlägen konnten jedoch keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden0 Eine Elektrodenpaste wird dadurch hergestellt, daß Anthrazit, gesinterte Elektrodensplitter, Graphitpulver und Koksgrus als Aggregate zweckmäßig dosiert und vermischt werden, Pech und Teer als Bindemittel zugesetzt werden und das Gemisch auf eine geeignete Temperatur vorgewärmt und gründlich geknetet wird0 Die Elektrodenpaste besitzt dabei im Verlauf des Sinterns eine thermische Ausdehnungs- und Kontraktionskurve gemäß Fig. 5. Die im Gehäuse oder Mantel befindliche Elektrodenpaste schwindet oder schrumpft daher infolge dieser Eigenschaften in der in der Teilschnittansicht von Fig. 6 angedeuteten Richtung C. Die Beziehung zwischen Zugfestigkeit der Elektrodenpaste und der Temperatur ist andererseits in Fig0 7 veranschaulicht0 Wie aus Fig0 7 hervorgeht, beeinflußt die Temperatur die Zugfestigkeit der Elektrodenpaste in großem MaßO Genauer gesagt: Die Elektrodenpaste ist im Temperaturbereich von Raumtemperatur bis etwa 1000C fest, und sie durchläuft im Temperaturbereich von etwa 100 - 50000 nacheinander eine Erweichung, Verflüssigung und Elastifizierung/Plastifizierung. Über etwa 5000C schreitet die Verdampfung und Verkohlung des Bindemitels weiter fort, so daß die Plastizität allmählich abnimmt und die Elektrodenpaste die Zugfestigkeit eines elastischen Körpers besitzt0 Die Beziehung zwischen der Zugfestigkeit der Stahlrippen des Elektrodenmantels und der Temperatur ist zum Vergleich ebenfalls in Fig. 7 veranschaulicht.
  • Wie erwahnt, variiert die Zugfestigkeit der Elektrodenpaste in Abhängigkeit von Temperaturänderungen. Wenn der Elektrodenmantel nicht mit Rippen versehen ist oder wenn seine Rippen keine Bohrungen aufweisen, ist der Reibungswiderstand zwischen dem Elektrodenmantel und dem in ihm befindlichen, durch die Elektrodenpaste gebildeten Kohlenstoffteil so klein, daß die Halterung des Kohlenstoffteils unmöglich wird und es somit zum genannten Herausrutschen kommt, Zur Vermeidung dieser Schwierigkeit sind beim bisher verwendeten Elektrodenmantel gemäß den Fig. 2 bis 4 in den Rippen 8 zahlreiche Bohrungen 9 oder äquivalente Mittel vorgesehene Bei einem solche Bohrungen 9 aufweisenden Mantel 1 tritt die Elektrodenpaste in diese Bohrungen 9 ein, während sie sich im Temperaturbereich der Erweichung und Verflüssigung bzw. Fluidisierung befindet, wobei ihre Zugfestigkeit in diesem Zustand mit ansteigender Temperatur zunimmt, Durch die in den Bohrungen 9 befindliche Elektrodenpaste wird somit das Gewicht des gesamten Kohlenstoffteils, einschließlich der Elektrodenpaste im anfänglichen, verflüssigten Zustand im oberen Abschnitt der Elektrode sowie des gesinterten Teils im unteren Abschnitt der Elektrode getragen.
  • Im Hinblick darauf, daß es wünschenswert ist, die Zugfestigkeit in lotrechter Richtung im Elektrodenmantel 1 möglichst groß zu halten, sind bereits Vorschläge gemacht worden, um die Zugfestigkeit der Verbindungen oder Schweißnähte zwischen den Rippen 8 des oberen und des unteren Elektrodenmantels sowie der Verbindungen zwischen oberem und unterem Zylinder 7 zu vergrößern und Führungsstücke 11 oder ein nicht dargestelltes, umlaufendes Führungsband zur Vereinfachung der Verbindungsarbeiten vorzusehen.
  • Beim Mantel für eine bisher verwendete Sinterelektrode mit dem Aufbau gemäß den Fig. 1 bis 4 wurden jedoch bisher noch keine Untersuchungen bezüglich der Wechselwirkung zwischen verschiedenen Bauteilen, wie den Bohrungen in den Rippen des Mantels, den Rippenverbindungen zwischen oberem und unterem Elektrodenmantel(teil) sowie den Verbindungsstellen an den Führungsstücken oder am Führungsband, sowie bezüglich des dynamischen Verhaltens im Verlauf der thermischen Ausdehnung und Zusammenziehung beim Sintern der Elektrodenpaste angestellt.
  • Wenn bei einer Elektrode, deren Aufgabe in der Zufuhr von elektrischer Energie zu einem Lichtbogenofen besteht, Ausbrüche und Elektrodenschlupf, doho Herausrutschen, auftreten, muß der Schmelzvorgang unterbrochen werden, was großen Schaden und Verlust zur Folge hat. Insbesondere bei einem modernen großen, geschlossenen Lichtbogenofen kann der Elektrodendurchmesser bis zu etwa 2 m betragen. Wenn nun Elektrodenstörungen in einem derart großen Ofen auftreten, ist es nicht einfach, die normalen Betriebsbedingungen wieder herbeizuführen. Auch nach der Wiederaufnahme des Betriebs dauert es lange, bis wieder stabile Betriebsbedingungen erreicht sind.
  • Eine Elektrodenstörung kann einen äußerst nachteiligen Ausfall bedeuten. Obgleich es für den Ofenbetrieb von größter Bedeutung ist, daß die Elektrode in einem einwandfreien Zustand gehalten wird und die vorgenannten Störungen, wie Ausbrechen und Schlupf, verhindert werden, sind diesbezüglich bisher noch keine effektiv zufriedenstellenden Vorschläge gemacht worden.
  • Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Gehäuse bzw. einen verbesserten Mantel für eine Sinterelektrode zu schaffen, mit dessen Hilfe Elektrodenstörungen, wie Ausbrechen und Schlupf, verhindert werden können0 Dieser verbesserte Sinterelektrodenmantel soll dabei die Entstehung von im Kohlenstoffteil der Elektrode auftretenden Rissen, welche unmittelbar zu Elektrodenstörungen, wie Ausbrechen und Schlupf, führen, und/oder die weitere Ausbreitung von bereits gebildeten Rissen verhindern.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Mantel für eine Sinterelektrode, bestehend aus einem Zylinder und mehreren Rippen, die in praktisch lotrechter Lage in zweckmäßigen Abständen voneinander an der Innenfläche des Zylinders befestigt sind, erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die dem Zentrum des Elektrodenmantels zugewandte Seite oder Kante jeder Rippe eine im wesentlichen sägezahnartige Form besitzt und daß jeder Zahn der Sägezahnform einen Schrägteil bzw. eine Schrägflanke aufweist, der bzw. die in Richtung auf das Zentrum des Elektrodenmantels hin abwärts geneigt ist0 Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung im Vergleich zum Stand der Technik anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert, Es zeigen: Fig. 1 eine teilweise weggeschnittene Seitenansicht, welche den Aufbau und die Anwendungsweise einer bisher angewandten Sinterelektrode veranschaulicht, Fig. 2 eine Aufsicht auf das Gehäuse bzw. den Mantel der bekannten Sinterelektrode, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie I-I in Fig. 2, Fig, 4 einen Schnitt längs der Linie 11-11 in Fig. 2, Fig. 5 eine Kennlinie der Beziehung zwischen den Koeffizienten der thermischen Ausdehnung und Kontraktion der Elektrodenpaste und der Temperatur, Fig. 6 e ine eine Teilschnittdarstellung einer Elektrode, welche die Beziehung zwischen der im bisher verwendeten Sinterelektrodenmantel vorgesehenen Rippe und der Richtung der im Kohlenstoffteil der Elektroden auftretenden Zusammenziehung bzw. Kontraktion angibt und außerdem die Lage und Richtung von im Kohlenstoffteil der Elektrode gebildeten Rissen veranschaulicht, Fig. 7 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen den Zugfestigkeiten und der Temperatur einer Elektrodenpaste bzw. der Stahlrippen eines Elektrodenmantels, Fig. 8 bis 12 Teilseitenansichten zur Veranschaulichung der Form von Rippen beim erfindungsgemäßen Elektrodenmantel und Fig. 13 eine Teilschnittansicht der Anbringungsart von FUhrungsstücken an einem Zylinder des Elektrodenmantels gemäß der Erfindung.
  • Erfindungsgemäß durchgeführte Untersuchungen von bei den herkömmlichen Sinterelektroden mit dem eingangs erläuterten Aufbau auftretenden Störungen, wie Ausbrechen und Schlupf der Elektroden, haben folgendes ergeben: 1. Da eine Elektrodenpaste die vorher erwähnten Eigenschaften der thermischen Ausdehnung und Kontraktion besitzt, zieht sich die Paste gemäß Fig0 6 auch unter dem Einfluß ihres Eigengewichts in einem Elektrodenmantel 1 lotrecht abwärts zusammen, während sie sich gleichzeitig waagerecht in Richtung auf das Zentrum der Elektrode 5 zusammenzieht.
  • Die Elektrodenpaste zieht sich folglich insgesamt in Richtung des Pfeils C gemäß Fig. 6 zusammen. Hierbei kontrahiert oder schrumpft ein Teil der Paste, der in die Bohrungen 9 in den Rippen 8 eines Zylinders 7 eingedrungen ist, auf ähnliche Weise. Die Bewegung der Elektrodenpaste in den Bohrungen 9 wird jedoch durch letztere vollständig verhindert, was zeitweilig zur Bildung von Rissen 6 im Kohlenstoffteil der Elektrode unterhalb der Bohrungen 9 in den Rippen 8 und zu Brüchen der Verbindungen oder Schweißnähte 10 zwischen den Rippen 8 und dem Zylinder 7 des Elektrodenmantels führt, was von der Zugfestigkeit der gesinterten Elektrodenpaste 5 und derjenigen der Verbindungen zwischen den Rippen 8 und dem Zylinder 7 des Mantels 1 abhängt.
  • 2. Ähnliche Brüche, wie vorstehend beschrieben, treten auch in den Verbindungen bzw. Schweißnähten 12 und 12' zwischen den oberen und unteren Rippen sowie in den Schweißnähten von Führungsstücken 11 (Fig0 3) oder eines nicht dargestellten, umlaufenden Führungsbands auf, so daß Risse in den diesen Verbindungsstellen entsprechenden Teilen des Kohlenstoffteils auftreten, die ihrerseits zu Elektrodenausbrüchen führen.
  • 3. Von den Brüchen im Kohlenstoffteil der Elektrode, die an den Bohrungen 9, den Verbindungsstellen 12 und 12' zwischen oberen und unteren Rippen sowie den Schweißnähten der Führungsstücke 11 oder des nicht dargestellten umlaufenden Führungsbands auftreten, sind die an den Bohrungen 9 entstehenden Risse in bezug auf Zahl und Größe am schwerwiegendstenO 4. Die im Inneren des Kohlenstoffteils der Elektrode durch die Bohrungen 9 verursachten Risse vergrößern sich und breiten sich aus, bis sie an der Oberfläche des Kohlenstoffteils erscheinen. Auch wenn mit dem unbewaffneten Auge kein Riß an der Oberfläche zu beobachten ist, können sich die Risse im Inneren des Kohlenstoffteils an den den Bohrungen 9 entsprechenden Stellen beträchtlich vergrößern, wobei diese Risse häufig zu einem Ausbrechen der Elektrode führen.
  • 5. Wenn - wie vorstehend unter 1. und 2. erläutert - ein Bruch in den Schweißnähten 10 zwischen Rippen 8 und Zylinder 7, in den Schweißnähten 12 und 12' zwischen oberen und unteren Rippen oder in den Schweißnähten der Führungsstücke 11 oder des umlaufenden Führungsbands auftritt, steht nicht mehr die gesamte Querschnittsfläche des Elektrodenmantels für die Zufuhr des durch den Mantel allein hindurchleitbaren elektrischen Stroms zur Verfügung, und die mechanische Festigkeit des Elektrodenmantels, die für die Halterung des Unterteils der Elektrode 5 erforderlich ist, wird herabgesetzt. Wenn ein derartiger Bruch auftritt, vergrößert er das Risiko für ein Herausrutschen der Elektrode bzw. für einen Elektrodenschlupf, was zu größeren Schäden führt als ein Ausbrechen der Elektrode0 Erfindungsgemäß wurden nun Sinterelektroden auf der Grundlage der nunmehr klargestellten, vorstehend aufgeführten Tatsachen nach verschiedenen Gesichtspunkten untersucht. Aufgrund dieser Untersuchungen zeigte es sich, daß der zweckmäßigste Mantel für eine Sinterelektrode, welcher die vorgenannten Elektrodenstörungen auszuschalten vermag, eine Konstruktion besitzen sollte, welche die Bewegungen der Elektrodenpaste im Elektrodenmantel unter dem Einfluß der thermischen Ausdehnung und Zusammenziehung nicht behindert und welche keinen Schlupf der Elektrodenpaste zuläßt. Hierbei zeigte es sich, daß die Elektrodenstörungen bei einem Sinterelektrodenmantel mit einer Anzahl von Rippen, die in entsprechenden Abständen praktisch lotrecht an der Innenfläche eines Zylinders angeordnet sind, sehr wirksam verhindert werden können, wenn die dem Zentrum des Elektrodenmantels zugewandte Seite jeder Rippe eine praktisch sägezahnförmige Konfiguration besitzt, wobei jeder Zahn der Sägezahnform mit einer zur Mitte des Elektrodenmantels hin abfallenden Schrägflanke versehen ist.
  • Die Form der Rippen eines erfindungsgemäßen Sinterelektrodenmantels ist in den Teilseitenansichten der Fig. 8 bis 12 näher veranschaulicht, gemäß denen der erfindungsgemäße Elektrodenmantel die folgenden Merkmale aufweist: 1. Eine Anzahl von Rippen einer der Arten 8'a bis 8'e mit dem Zentrum eines Zylinders 7' zugewandten, sägezahnartigen Seiten sind in entsprechenden Abständen praktisch lotrecht an der Innenfläche des Zylinders 7t anstelle der üblichen, mit Bohrungen versehenen Rippen befestigt, und 2o jeder Zahn der Sägezahnform besitzt eine Schrägflanke 13, die zum Zentrum des Zylinders 7' hin abfällt.
  • Erforderlichenfalls kennzeichnet sich der erfindungsgemäße Elektrodenmantel auch durch die Hinzufügung der nachstehenden Merkmale 3. und/oder 4.: 3o Gemäß Fig. 8 beträgt der Neigungswinkel « der Schrägflanke 13, doho der Winkel zwischen der Schrägflanke 13 und der 0 0 Waagerechten, 30 - 85 und vorzugsweise 45 - 75 4. die obersten Enden der Rippen 8'a bis 8'e weisen einen Schrägteil 14 auf, welcher in die gleiche Richtung geneigt ist wie die Schrägflanke 13.
  • Zur Erleichterung der Ausfluchtung zwischen einem oberen und einem unteren Elektrodenmantel, die miteinander verbunden werden sollen, werden gemäß Fig. 13 zweckmäßigerweise Führungsstücke 111 oder ein um den Umfang umlaufendes Führungsband am oberen Ende des Zylinders 7' befestigt. Indem die obersten Enden der Führungsstücke 112 oder die Oberkante des Führungsbands mit einem abgeschrägten Abschnitt 15 versehen werden, der in die gleiche Richtung abfällt wie die Schrägflanken 13 der sägezahnförmigen Rippen, kann ein Bruch der Verbindungsstellen oder Schweißnähte der Führungsstücke bzw. des Führungsbands wirksam verhindert werden0 Die gleiche Wirkung kann erzielt werden, wenn die oberen Enden der Rippen 8'a bis 8'e etwas huber die Oberkante des Zylinders 7' hinausragen oder wenn die unteren Enden der Rippen 8'a bis 8'e geringfügig unter die Unterkante des Zylinders 7' hinausreichen.
  • Die Form der erfindungsgemäß vorgesehenen Rippen ist nicht auf die Konfigurationen gemäß den Fig0 8 bis 12 beschränkt, vielmehr kann ihre Form unter Berücksichtigung der oben angeführten Erfindungsmerkmale zweckmäßig abgewandelt werden.
  • Wie erwähnt, wird beim bisher verwendeten Elektrodenmantel 1 gemäß den Fig. 1 bis 4 die in die Bohrungen 9 in den Rippen 8 eingedrungene Elektrodenpaste beim Schrumpfen an einer Verlagerung gehindert, und die Schwerkraftbelastung der Elektrodenpaste im Mantel 1 konzentriert sich dabei auf den Kohlenstoffteil in der Nähe der Unterseiten der Bohrungen.
  • Infolgedessen können Risse 6 im Kohlenstoffteil an den den Unterseiten der Bohrungen 9 entsprechenden Stellen entstehen.
  • Da die genannte Belastung als Zugbeanspruchung zwischen den Rippen 8 und dem Zylinder 7 wirkt, können die Schweißnähte 10 zwischen den Rippen und dem Zylinder brechen.
  • Im Gegensatz dazu gewährleistet der erfindungsgemäße Elektrodenmantel mit der vorstehend beschriebenen Konstruktion industrielle Vorteile in folgender Hinsicht: a) Die Elektrodenpaste kann im Elektrodenmantel ungehindert schrumpfen und sich bewegen oder verlagern.
  • b) Die auf die Elektrodenpaste im Elektrodenmantel einwirkende Schwerkraftbelastung wird in den Schrägflanken der Sägezahnform der Rippen auf große Flächen verteilt. Insbesondere im Fall der Rippen mit der Form gemäß Fig. 8 wird diese Belastung vollständig verteilt und in lotrechter Richtung kontinuierlich aufgenommen.
  • c) Da die Schwerkraftbelastung der Elektrodenpaste im Elektrodenmantel auf die Schrägteile bzw0 die Schrägflanken der Sägezahnform einwirkt, entstehen in den Verbindungen oder Schweißnähten zwischen den Rippen und dem Zylinder keine Zugspannungen, vielmehr wirken Druckspannungen auf diese Verbindungsstellen.
  • d) Aufgrund der obigen Merkmale (a) bis (c) tritt weder eine Rißbildung in den Rippen noch ein Bruch der Schweißnähte zwischen den Rippen und dem Zylinder auf. Infolgedessen werden die Elektrodenstörungen, wie Ausbrechen und Schlupf, ausgeschaltet.
  • e) Infolge der unter (c) genannten Wirkung steht die gesamte Querschnittsfläche des Elektrodenmantels für die Aufnahme der lotrechten Zugspannung und für die Führung des zulässigen elektrischen Stroms des Elektrodenmantels zur Verfügung.
  • Zusammenfassend wird mit der Erfindung also ein Metallmantel für eine Sinbrelektrode geschaffen, der einen Zylinder und mehrere Rippen aufweist, die in praktisch lotrechter Lage in zweckmäßigen Abständen voneinander an der Innenfläche des Zylinders befestigt sind. Die dem Zentrum des Elektrodenmantels zugewandte Seite oder Kante jeder Rippe ist im wesentlichen sägezahnförmig ausgebildet, wobei jeder Zahn dieser Sägezahnform einen Schrägteil bzw. eine Schrägflanke besitzt, der bzw. die zum Zentrum des Elektrodenmantels hin abwärts geneigt ist, so daß Elektrodenstörungen, wie Ausbrechen oder Schlupf bzw. Herausrutschen der Elektrode, vermieden werden.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Mantel für eine Sinterelektrode, bestehend aus einem Zylinder und mehreren Rippen, die in praktisch lotrechter Lage in zweckmäßigen Abständen voneinander an der Innenfläche des Zylinders befestigt sind, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die dem Zentrum des Elektrodenmantels (1) zugewandte Seite oder Kante jeder Rippe (8a bis 8'e) eine im wesentlichen sägezahnartige Form besitzt und daß jeder Zahn der Sägezahnform einen Schrägteil bzw0 eine Schrägflanke (13) aufweist, der bzw.
    die in Richtung auf das Zentrum des Elektrodenmantels (7, 7') hin abwärts geneigt ist0 2. Elektrodenmantel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem Schrägteil und der Waagerechten 0 festgelegte Winkel im Bereich von 30 - 85 liegt.
    3. Elektrodenmantel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem Schrägteil und der Waagerechten festgelegte Winkel im Bereich von 45 - 750 liegt0 4. Elektrodenmantel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am obersten Ende jeder Rippe ein Schrägteil (14) vorgesehen ist, welcher in die gleiche Richtung abfällt wie die Schrägflanke (13) der Sägezahnform.
DE19752539669 1974-09-18 1975-09-05 Mantel fuer eine sinterelektrode Withdrawn DE2539669A1 (de)

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NO140696B (no) 1979-07-09
SE410933B (sv) 1979-11-12
ZA755348B (en) 1976-07-28
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