DE2538380C3 - Aufgabeeinrichtung mit Fülltrichter und anschließendem Förderschacht zur Zufuhr von Müll zu Verbrennungsanlagen - Google Patents
Aufgabeeinrichtung mit Fülltrichter und anschließendem Förderschacht zur Zufuhr von Müll zu VerbrennungsanlagenInfo
- Publication number
- DE2538380C3 DE2538380C3 DE19752538380 DE2538380A DE2538380C3 DE 2538380 C3 DE2538380 C3 DE 2538380C3 DE 19752538380 DE19752538380 DE 19752538380 DE 2538380 A DE2538380 A DE 2538380A DE 2538380 C3 DE2538380 C3 DE 2538380C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tearing
- feeding device
- cutting devices
- cutting
- conveyor shaft
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000002699 waste material Substances 0.000 title claims description 6
- 239000010813 municipal solid waste Substances 0.000 claims description 42
- 238000011068 loading method Methods 0.000 claims description 29
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 6
- 238000013461 design Methods 0.000 claims description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 4
- 238000003466 welding Methods 0.000 claims description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 10
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 7
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 2
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 2
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 description 1
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 1
- 230000001788 irregular Effects 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 1
- 230000009965 odorless effect Effects 0.000 description 1
- 230000005855 radiation Effects 0.000 description 1
- 230000001020 rhythmical effect Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000012549 training Methods 0.000 description 1
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufgabeeinrichtung mit Fülltrichter und anschließendem Förderschacht
zur Zufuhr von Müll zu Verbrennungsanlagen.
Zufolge einer neueren Entwicklung in der Städtehygiene werden die städtischen Abfälle jetzt mehr und
mehr in Säcken aus Papier und Plastikfolien eingesammelt Diese sind zweifellos bequem und geruchfrei in der
Anwendung, ergeben jedoch feuerungstechnisch den Nachteil, daß sie eine Kontaktierung der Mullstoffe
bewirken, deren wünschenswerte Durchmischung erschweren und in der Aufgabephase auf die Feuerung die
Müllstoffe vor dem Kontakt mit der meist vorgewärmten Verbrennungsluft sowie der Einstrahlwärme aus
dem Feuerraum abschirmen. In großer Menge auf einmal in die Feuerung aufgegebene Plastiksäcke haben
zudem die Eigenschaft, aufeinander abzurutschen und so deren kontrollierte Beschickung zu stören.
Nachteile dieser Art könnten durch eine mechanische Vorzerkleinerung des Mülls vor seiner Aufgabe in die
Aufgabeschurre vermieden werden, jedoch ist dies bei bestehenden Anlagen aus baulichen Gründen meist
nicht möglich und gegebenenfalls sehr kostenaufwendig.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Aufgabeeinrichtung für Großfeuerungen zu schaffen,
die die eingangs erwähnten Nachteile vermeidet, d. h. einer Kontaktierung der Müllstoffe entgegenwirkt,
eine gute Durchmischung des Mülls fördert sowie den Kontakt des Mülls mit der Verbrennungsluft während
der Aufgabephase sowie die Einwirkung der Strahlung aus dem Feuerraum begünstigt. Außerdem soll das
unkontrollierte Durchrutschen der glatten Plastik-Müllsäcke vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zumindest längs einer Begrenzungsfläche des
Förderschachtes hervorstehende Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen angeordnet sind. Durch diese
Anordnung von Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen erfolgt ein Aufreißen und Aufschneiden der Müllsäcke,
wodurch der Müll aus diesen Säcken austreten und sich mit Müll aus anderen Säcken unter Oberflächenvergrößerung
vermischen kann, wobei eine intensivere Vortrocknung und Zündung eintrittt, als dies beim
Verbleiben des Mülls in geschlossenen Säcken möglich wäre.
Es ist bereits eine Aufgabeeinrichtung der eingangs
erläuterten Art aus der DT-OS 21 61 936 bekannt, bei
der am Ende des Förderschachtes für feuchte Brennstoffe, wie z. B. Schlamm, ein Rotorzuteiltrockner
angeordnet ist, der eine umlaufende Walze mit sägezahnartiger Oberflächengestaltung umfaßt, wobei
die sägezahnartigen Vorsprünge von dem im Förderschacht vorhandenen Schlamm Teile nach Art eines
Fräsvorganges abtrennen, die dann in den zwischen den Sägezähnen befindlichen Kammern während des
Umlaufs des walzenartigen Rotors trocknen und anschließend in den Feuerraum fallen. Zur Lösung der
weiter oben angegebenen Aufgabe ist diese bekannte Einrichtung nicht geeignet, da nur eine geringe Anzahl
der durch den Förderschacht geförderten Müllsäcke mit diesem Rotor in Berührung kommen würden, wobei
auch für diesen Fall nicht sichergestellt ist, daß ein Aufreißen der Müllsäcke stattfindet, da der Rotor sich in
gleicher Richtung bewegt wie die Müllsäcke. Der angestrebte Erfolg wäre zumindest unvollständig.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung können die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen an feststehenden
und/oder bewegbaren Flächen des Förderschachtes angeordnet sein. Bei den bewegbaren Flächen kann es
sich sowohl um versteilbare Flächen zur Veränderung der Durchtrittsquerschnitte in der Aufgabeeinrichung
als auch um zwangsweise bewegbare Flächen handeln, die der Förderung des aufgegebenen Mülls dienen.
Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen an
relativ zueinander bewegbaren Flächen des Förderschachtes angeordnet sind, wodurch eine wesentlich
intensivere Einwirkung der Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen auf die Müllsäcke eintritt, als dies bei einem
Vorbeifördern der Müllsäcke an solchen Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen der Fall ist. Außerdem tritt bei
einer Relativbewegung von Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen eine Umwälzbewegung des Mülls und der
Müllsäcke wegen der Stau- und Schubwirkung der stehenden und der bewegten Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
ein. Diese Umwälzbewegung führt dazu, daß nach jeder Relativverschiebung neue Flächen der
Müllsäcke an die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen gelangen, was zu einem weitgehenden Aufschlitzen der
Müllsäcke bzw. Auflockern des bereits aus den Müllsäcken austretepden Mülls führt.
Bei einer Aufgabeeinrichtung mit Beschickkolben unterhalb der Aufgabeschurre des Förderschachtes, die
den Müll gegebenenfalls über einen Aufgabetisch zum Feuerraum der Verbrennungsanlage fördern, können
die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen auf der Oberseite im Bereich der Stirnenden der Beschickkolben
angeordnet sein. Die angestrebte Wirkung wird dabei noch verbessert, wenn die Reiß- und/oder
Schneidvorrichtungen außer an den Beschickkolben auch noch auf dem Aufgabetisch angeordnet sind,
wodurch große Relativverschiebungen zwischen benachbarten Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen eintreten,
die das Aufreißen der Müllsäcke fördern. Da der Aufreiß- und/oder Aufschneidvorgang mit zunehmender
Relativverschiebung benachbarter Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen zunimmt, ist es vorteilhaft, wenn
anstelle von einem oder zwei Beschickkolben mehrere gegenläufig oder in untereinander verschiedenem
Rhythmus arbeitende Kolben oder Stößel verwendet werden, die mit Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
besetzt sind.
Wenn auch die Zerreißwirkung durch Anordnung von Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen an den relativ
zueinander bewegbaren Beschickkolben besonders hoch ist, so läßt sich die Wirkung von Reiß- und/oder
Schneidvorrichtungen, die in der Aufgabeschurre des Förderschachtes angeordnet sind, noch dadurch steigern,
daß ein oder mehrere Wandbereiche oder eine gesamte Wand, vorzugsweise die hintere Wand der
Aufgabeschurre, in Längsrichtung der Aufgabeschurre bewegbar angeordnet sind oder ist, wodurch eine
intensive Relativverschiebung zwischen den nach unten rutschenden Müllsäcken und den Reiß- und/oder
Schneidvorrichtungen eintritt
Die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen können auf ihren zugeordneten Flächen starr oder frei schwenkbar
angeordnet sein. Beide Anordnungsmöglichkeiten sollen die Austauschbarkeit der Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
umfassen, um einerseits beschädigte Teile austauschen und andererseits die Reiß- und/oder
Schneidvorrichtungen geänderten Bedingungen anpassen zu können. Frei schwenkbar angeordnete Reiß-
und/oder Schneidvorrichtungen kommen nur an zwangsweise bewegbaren Flächen zur Anwendung, die
sowohl in als auch gegen die Förderrichtung des Mülls bewegt werden, da nur so eine Verschwenkung der frei
schwenkbar gelagerten Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen eintritt.
Um auch diejenigen Müllsäcke erfassen zu können, die weitgehend unbeschädigt aus der Aufgabeschurre
austreten und auf der Oberseite des durch Beschickkolben zur Beschickkante des Förderschachtes geförderten
Mülls liegen, können gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
am Ende der Aufgabeschurre oberhalb von Beschickkolben an einer gesteuerte Drehbewegungen
ausführenden Walze angeordnet sein. Die Walze kann dabei gleich- oder gegensinnig oder entsprechend einer
Kombination dieser Bewegungsarten (Pilgerschritt) in bezug auf die Bewegung der Beschickkolben verdrehbar
sein.
Die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen können vorzugsweise dreieckförmige Messer umfassen, die mit
einer Flanke auf der zugeordneten Fläche aufruhen und an einer oder au beiden verbleibenden Flanken eine
vorzugsweise durch einen ein- oder zweiseitigen Wellenschliff mit Zacken versehene Schneide aufweisen.
Bei einer schwenkbaren Ausbildung ist es vorteilhaft, wenn die Schwenkachse an einer Ecke eines
dreieckförmigen Messers liegt und vorzugsweise nur die dieser Ecke gegenüberliegende Flanke mit einer
Schneide versehen ist. Im übrigen können die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen auch scharfkantige
oder hakenartige Vorsprünge umfassen.
Die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen können regelmäßig oder unregelmäßig längs des Weges des
Mülls in der Aufgabeeinrichtung angeordnet sein. Vorzugsweise sind die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
schachbrettartig verteilt angeordnet. Sie können zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit an ihren Reiß-
und Schneidkanten mit Hartmetallbelägen versehen sein, die vorzugsweise durch Elektrodenaufschweißung
aufgetragen sind. Das Aufschweißen hat den Vorteil, daß die Oberfläche der Hartmetallbeläge rauh ist und
den Reißvorgang unterstützt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, deren einzelne Figuren nur schematische
Abbildungen verschiedener Einrichtungen beinhalten.
Dabei zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch eine Aufgabeschurre mit Reiß und/oder Schneidvorrichtungen nach der Erfindung,
Fig. la und Ib vergrößerte Darstellungen von Schneidvorrichtungen,
F i g. 2 eine Anordnung von Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
an Beschicikkolben einer Aufgabeeinrichtung,
Fig. 3 die Anordnung von Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen an mehreren Beschickkolben einer
Aufgabeeinrichtung,
Fig.4a bis 4c verschiedene Anordnungs- und Ausgestaltungsmöglichkeiten einer Reiß- und/oder
Schneidvorrichtung an Beschickkolben einer Aufgabeeinrichtung,
Fig.5 eine weitere Ausführungsform nach der Erfindung mit einer schwenkbaren Reiß- und/oder
Schneidvorrichtung an einem Beschickkolben und
F i g. 6 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Aufgabeeinrichtung nach der Erfindung.
In Fig. 1 ist eine Aufgabeschurre 1 dargestellt, aus
der der aufgegebene Müll auf einen Aufgabetisch 2 gelangt, auf welchem ein hin- und herbewegbarer
Beschickkolben 3 angeordnet ist, der den aus der Aufgabeschurre 1 kommenden Müll zur Beschickkante
4 weiterbefördert, von der der Müll in den Feuerraum 5 gelangt, der sich an den mit 27 bezeichneten
Förderschacht anschließt, der vom Fülltrichter bis zur Beschickkante reicht. Um die in den Förderschacht 27
eingeworfenen Müllsäcke aufzureißen und/oder aufzuschneiden, sind die Wände der Aufgabeschurre, im
dargestellten Beispiel die vordere Wand 6 und die hintere Wand 7, mit dreieckförmigen Messern Sa
vorzugsweise schachbrettartig besetzt, an denen die Müllsäcke vorbeirutschen und aufgeschlitzt werden. Die
hintere Wand 7 der Aufgabeschurre 1 ist in Richtung des Pfeiles 9 höhenbeweglich ausgebildet, um die Einwirkung
der Messer 8a auf die vorbeirutschenden Müllsäcke zu erhöhen.
Die Fig. la und Ib zeigen Schneidvorrichtungen in
Form dreieckiger Messer 8a und 8a', von denen das Messer 8a einen Wellenschliff aufweist, der so ausgeführt
ist, daß trotz der einzelnen wellenförmigen Vertiefungen Sw eine durchgehende Schneide 8p verbleibt,
während beim Messer 8a'die einzelnen wellenförmigen Vertiefungen 8s so tief ausgeführt sind, daß Säge- oder
Reißzähne Sr entstehen. Die Schliffart nach F i g. 1 b kann ein- oder beidseitig an einer Messerflanke
ausgeführt sein. Die wellenförmigen Vertiefungen 8w und 8s können einen durch eine Auftragsschweißung
aufgebrachten Hartmetallbelag aufweisen.
Gemäß F i g. 2 sind dreieckförmige Messer Sb und 8c
auf der Oberseite jeweils am Stirnende von hin- und herbewegbaren Beschickkolben 10 und im Bereich der
Beschickkante 11 eines Aufgabetisches 12 angeordnet, auf dem der untere der beiden Beschickkolben 10
verschiebbar geführt ist, während der andere der beiden Beschickkolben auf dem unteren Beschickkolben
aufruht und relativ zu diesem verschiebbar ausgebildet sein kann. Bei dieser Ausführungsform ist die Reiß-
und/oder Schneidwirkung besonders groß, wenn die Messer Sb auf den Beschickkolben relativ zueinander
bewegbar sind und außerdem noch eine Relativverschiebung in bezug auf die feststehenden Messer 8c an 6$
der Beschickkante 11 aufweisen, da hierbei durch Bremswirkung auch noch eine Omwälzbewegung des
Mülls eintritt, wodurch bei jedem Hub neue Flächen der Müllsäcke an die gegeneinander arbeitenden Reiß-
und/oder Schneidvorrichtungen gelangen.
F i g. 3 zeigt eine Variante einer Aufgabeeinrichtung, die mehrere schräg nach oben in Richtung auf eine
Beschickkante 13 fördernde Beschickkolben 14 umfaßt, zwischen denen jeweils ein feststehender Kolben 15
angeordnet ist. Sowohl die bewegbaren Kolben 14 als auch die feststehenden Kolben 15 sind an der Oberseite
im Bereich ihrer Stirnenden mit dreieckförmigen Messern Sd versehen, die im Betrieb Relativverschiebungen
ausgesetzt sind. Die dreieckförmigen Messer Sd, die in Förderrichtung des Mülls ausgerichtet und auf den
Oberflächen der Kolben befestigt sind, weisen jeweils eine Flanke 16 auf, die mit Zacken 17 versehen ist,
welche durch einen Wellenschliff an dieser Flanke gebildet sind.
Fig.4 zeigt verschiedene Ausbildungs- und Anordnungsmöglichkeiten
von Reiß- und Schneidmessern 8e, Sf, Sg, wobei sämtliche Messer vorzugsweise am
Stirnende eines Beschickkolbens 10 auf dessen Oberseite angeordnet sind. Die Ausführungsformen unterscheiden
sich dadurch, daß das Messer 8e an beiden Flanken 16 und 18 einen Wellenschliff aufweist und mit hierdurch
gebildeten Zacken 17 versehen ist, während die Messer 8/"und Sg nur an einer Flanke 16 einen Wellenschliff mit
Zacken 17 aufweisen. Die Messer 8/'und Sg unterscheiden
sich dadurch, daß beim Messer 8/die Flanke 16 mit einer Schneide versehen ist, während das Messer Sg an
der Flanke 18 einen Wellenschliff aufweist. Hierdurch ergeben sich unterschiedliche Wirkungsweisen. Während
das Messer 8e in jeder Bewegungsrichtung des Beschickkolbens 10 wirksam ist, erfolgt beim Messer 8/
ein Aufreißen von Müllsäcken und ein Auflockern des Mülls nur beim Vorwärts- bzw. Förderhub, während
beim Rückhub des Beschickkolbens 10 das Messer 8/ weniger wirkungsvoll arbeitet. Das Messer Sg weist
gegenüber dem Messer Sf eine Reiß- und Schneidwirkung beim Rückhub des Beschickkolbens 10 auf,
während es beim Vorwärts- oder Förderhub mehr umlagernd schneidend wirkt
In F i g. 5 ist ein dreieckförmiges Messer 8Λ gezeigt,
das mittels einer Schwenkachse 19 auf einer abgeschrägten Oberseite 20 eines Beschickkolbens 21
schwenkbar gelagert ist. Die Schwenkachse 19 ist an einer Ecke des dreieckförmigen Messers 8Λ vorgesehen,
das nur mit einer Schneide versehen ist, die sich an der der Schwenkachse 19 gegenüberliegende Flanke 22
befindet. In F i g. 5 ist mit ausgezogenen Linien die eine
und mit gestrichelten Linien die andere Endstellung des frei verschwenkbaren Messers 8Λ gezeigt. Die Verschwenkung
des Messers tritt aufgrund der Verschiebung des Beschickkolbens 21 gegenüber dem darüberliegenden
Müll ein, an dem das Messer 8A den zui Verschwenkung notwendigen Widerstand findet Hierbei
werden die Ecken und die geschliffene Flanke 2i wirksam.
Fig.6 zeigt eine Aufgabeeinrichtung, bei dei
oberhalb mehrerer Beschickkolben des Förderschach tes 27 ähnlich der Anordnung nach F i g. 3 am unterer
Ende der hinteren Wand 23 einer Aufgabeschurre 24
eine Walze 25 drehbar gelagert ist, die mit Messern Si besetzt ist, die beim Hin- und Herdrehen der Walze 2!
zwischen den mit ausgezogenen und gestricheltei Linien dargestellten Endstellungen auf den unterhalt
der Walze 25 vorbeigeförderten Müll einwirken. Di< Walze 25 kann dabei so gesteuert sein, daß sii
gleichsinnig oder gegensinnig in bezug auf dii Bewegung der Beschickkolben 14' verdreht wird
Selbstverständlich ist auch eine Kombination dieser Bewegungsmöglichkeiten einstellbar. Die bewegbaren
Beschickkolben 14' und die zwischen diesen Kolben angeordneten feststehenden Kolben 15' sind an ihren
Stirnenden mit Messern 8/n ähnlich der Darstellung in
Fig.4 versehen. Die Beschickkolben 14' fördern den
Müll in Richtung auf die Beschickkante 13', wobei der Müll eine Umwälzbewegung entsprechend der Pfeillinie
26 ausführt.
Zur Verdeutlichung der Wirkungen sind die Messer 8 teilweise in vergrößertem Maßstab dargestellt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (15)
1. Aufgabeeinrichtung mit Fülltrichter und anschließendem Förderschacht zur Zufuhr von Müll zu
Verbrennungsanlagen, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest längs einer Begrenzungsfläche des Förderschachtes (27) hervorstehende
Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen (8a bis Sm) angeordnet sind.
2. Aufgabeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
(8a bis Sm) an feststehenden und/oder bewegbaren Flächen (6,7,10,14,15,14', 15', 20,25)
des Förderschachtes (27) angeordnet sind.
3. Aufgabeeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Reiß- und/oder
Schneidvorrichtungen (8a bis Sm) an zueinander verstellbaren Flächen des Förderschachtes (27)
angeordnet sind.
4. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen (8a bis Sm) an relativ zueinander bewegbaren Flächen (10, 12,
14,15) des Förderschachtes (27) angeordnet sind.
5. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, mit Beschickkolben unterhalb
der Aufgabeschurre des Förderschachtes, die den Müll gegebenenfalls über einen Aufgabetisch zum
Feuerraum der Verbrennungsanlage fördern, dadurch gekennzeichnet, daß die Reiß- und/oder
Schneidvorrichtungen (8b bis Sm) auf der Oberseite im Bereich der Stirnenden der Beschickkolben (10,
14,15,14', 15', 21) angeordnet sind.
6. Aufgabeeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, , daß die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen
(Sc) auf dem Aufgabetisch (12) angeordnet sind.
7. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen (8a bis Sm) auf ihren zugeordneten Flächen starr angeordnet
sind.
8. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen (Sh) auf ihren zugeordneten Flächen (20) frei schwenkbar
angeordnet sind.
9. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen (8^ am Ende der Aufgabeschurre oberhalb von Beschickkolben
(14', 15') an einer gesteuerte Drehbewegungen ausführenden Walze (25) angeordnet sind.
10. Aufgabeeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (25) gleich- oder
gegensinnig oder entsprechend einer Kombination dieser Bewegungsarten (Pilgerschritt) in bezug auf
die Bewegung der Beschickkolben (14', 15') verdrehbar ist.
11. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen (8a bis
Sm) vorzugsweise dreieckförmige Messer umfassen, die mit einer Flanke auf der zugeordneten Fläche
und an einer oder beiden verbleibenden Flanken (16, 18) eine vorzugsweise durch einen ein- oder
zweiseitigen Wellenschliff mit Zacken (17) versehene Schneide aufweisen.
12. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer schwenkbaren Ausbildung der Reiß-
und/oder Schneidvorrichtungen (Sh) die Schwenkachse
(19) an einer Ecke eines dreieckförmigen
Messers liegt und vorzugsweise nur die dieser Ecke gegenüberliegende Flanke (22) mit einer Schneide
versehen ist
13. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen scharfkantige oder hakenartige Vorsprünge umfassen.
14. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen (8a bis Sm)schachbrettartig verteilt angeordnet sind.
15. Aufgabeeinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reiß- und/oder Schneidvorrichtungen an ihren Reiß- und Schneidkanten mit Hartmetallbelägen
(ζ. B. Elektrodenaufschweißung) versehen sind.
Priority Applications (27)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752538380 DE2538380C3 (de) | 1975-08-28 | Aufgabeeinrichtung mit Fülltrichter und anschließendem Förderschacht zur Zufuhr von Müll zu Verbrennungsanlagen | |
| AT478776A AT357659B (de) | 1975-08-28 | 1976-06-30 | Aufgabeeinrichtung mit fuelltrichter und an- schliessendem foerderschacht zur zufuehrung von muell zu verbrennungsanlagen |
| CH841976A CH612493A5 (de) | 1975-08-28 | 1976-07-01 | |
| SE7608328A SE7608328L (sv) | 1975-08-28 | 1976-07-21 | Beskickningsanordning for stora eldsteder |
| YU1846/76A YU37026B (en) | 1975-08-28 | 1976-07-26 | Filling device for large garbage incineration places |
| FR7622722A FR2322331A1 (fr) | 1975-08-28 | 1976-07-26 | Appareil de chargement pour foyers d'incineration de grande capacite |
| ES450198A ES450198A1 (es) | 1975-08-28 | 1976-07-27 | Dispositivo de carga para hornos de combustion de gran tama-no para incinerar basura. |
| BE169352A BE844653A (fr) | 1975-08-28 | 1976-07-29 | Appareil de chargement pour foyers d'incineration de grande capacite |
| NL7608473A NL7608473A (nl) | 1975-08-28 | 1976-07-30 | Toevoerinrichting voor een grote verbrandings- installatie. |
| BR7605191A BR7605191A (pt) | 1975-08-28 | 1976-08-09 | Dispositivo de abastecimento para combustao em grande escala |
| IN1469/CAL/1976A IN143321B (de) | 1975-08-28 | 1976-08-12 | |
| AU16935/76A AU507839B2 (en) | 1975-08-28 | 1976-08-18 | Chute |
| SU762393001A SU625635A3 (ru) | 1975-08-28 | 1976-08-24 | Загрузочное устройство дл мусоросжигательных печей |
| JP51101215A JPS5230077A (en) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | Feeding apparatus for large incinerator |
| CA259,879A CA1058017A (en) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | Charging device for furnaces |
| NO762934A NO139616C (no) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | Ifyllingsanordning for soeppelforbrenningsovn |
| DD194485A DD125888A5 (de) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | |
| IT26550/76A IT1123906B (it) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | Dispositivo di alimentazione per grandi impianti di combustione |
| GB35471/76A GB1559311A (en) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | Charging device for furnaces |
| ZA765126A ZA765126B (en) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | Feeding device of large furnaces |
| TR19206A TR19206A (tr) | 1975-08-28 | 1976-08-26 | Bueyuek yakma tesilerine mahsus tagdiye tertibati |
| NZ181875A NZ181875A (en) | 1975-08-28 | 1976-08-27 | Apparatus for feeding refuse to furnace: tearing and/or cutting devices disposed along conveying passage |
| PL1976192052A PL110228B1 (en) | 1975-08-28 | 1976-08-27 | Device for feeding big furnaces |
| CS7600005586A CS186248B2 (en) | 1975-08-28 | 1976-08-27 | Large furnace stoking device |
| HU76MA2806A HU173246B (hu) | 1975-08-28 | 1976-08-27 | Dozirovhhik k ustanovkam dlja szhiganija mussora |
| DK390776AA DK140607B (da) | 1975-08-28 | 1976-08-27 | Indfyringsenhed til brug ved indfyring i en forbrændingsovn af i sække tilført affald. |
| US05/930,568 US4225277A (en) | 1975-08-28 | 1978-08-03 | Charging device for furnaces |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752538380 DE2538380C3 (de) | 1975-08-28 | Aufgabeeinrichtung mit Fülltrichter und anschließendem Förderschacht zur Zufuhr von Müll zu Verbrennungsanlagen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2538380A1 DE2538380A1 (de) | 1977-03-10 |
| DE2538380B2 DE2538380B2 (de) | 1977-06-23 |
| DE2538380C3 true DE2538380C3 (de) | 1978-02-09 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2208537C3 (de) | MüUverarbeitungsvorrichtung | |
| DE2701897C3 (de) | Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfällen unterschiedlicher Art, insbesondere von Industrieabfällen und Sperrmüll | |
| DE3347115C2 (de) | ||
| DE2516111C2 (de) | Zerkleinerungsvorrichtung, insbesondere zur Verarbeitung von Papier und Kunststoffmaterial | |
| DE4338561A1 (de) | Vorrichtung zur Vorbereitung/Vorbehandlung verpreßbarer Hohlkörper für Recycling | |
| DE2714962A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abtransport und zerkleinern von randstreifen | |
| EP0140869B1 (de) | Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfall | |
| EP1259326A2 (de) | Aufsatz für aktenvernichter zur aufnahme und zuführung von schriftgut | |
| DE2605604A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von zerfaserten zelluloseflocken | |
| DE2657196C3 (de) | Vorrichtung zum Zerkleinern von insbesondere Altpapier | |
| DE2947438A1 (de) | Vorrichtung zum querabtrennen beleimter verbindungsblaettchen zum umhuellen von zigaretten-mundstueck-gruppen von einem belagpierstreifen der tabakverarbeitenden industrie | |
| DE2928471A1 (de) | Maschine zum zerkleinern von stueckigen gegenstaenden | |
| DE4446323A1 (de) | Tabakrecycling | |
| DE2538380C3 (de) | Aufgabeeinrichtung mit Fülltrichter und anschließendem Förderschacht zur Zufuhr von Müll zu Verbrennungsanlagen | |
| DE202007015788U1 (de) | Schwenkvorrichtung zur Erhöhung der Kapazität eines Abfallbehälters | |
| DE2542908C2 (de) | Schere zum Schneiden von Altmaterial | |
| DE68917481T2 (de) | Anordnung zum Zerreissen und Schneiden von runden Stroh- und Grasballen. | |
| DE3306512A1 (de) | Einrichtung zum zufuehren von heterogenem brennstoff, insbesondere von muell bei verbrennungsanlagen | |
| EP0605382B1 (de) | Vorrichtung zum Zerkleinern von Abfällen | |
| DE4319790A1 (de) | Vorrichtung zum Öffnen von Müllsäcken | |
| EP0119208A1 (de) | Schneckenpresse. | |
| DE2538380B2 (de) | Aufgabeeinrichtung mit fuelltrichter und anschliessendem foerderschacht zur zufuhr von muell zu verbrennungsanlagen | |
| DE2546515C3 (de) | Vorrichtung für Silos o.dgl. zum Austragen von Klärwerksrückständen o.dgl. | |
| EP0686562A1 (de) | Vorrichtung zum Aufreissen und/oder Öffnen von Säcken | |
| DE3319278C1 (de) | Schere |