DE2535559A1 - Vorrichtung zum fuehren eines schiffes zur verlegung von leitungen - Google Patents
Vorrichtung zum fuehren eines schiffes zur verlegung von leitungenInfo
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Description
os. JoiKän vossius
SIS3ERTSTRÄSS5 4 8. ÄUG
TELEFON 4740 75 ' *°'
u.Z.: L 394 (Vo/We/th)
Case: 778, File 37817
Case: 778, File 37817
SAIPEM S.p.A.
Mailand, Italien
Mailand, Italien
"Vorrichtung zum Führen eines Schiffes zur Verlegung von
Leitungen"
Friorität: 9· August 1974, Italien, Nr. 26165-A/74
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen eines Schiffes zur Verlegung von Leitungen und bezieht sich insbesondere
auf eine Vorrichtung zum Führen eines Schiffes zum Verlegen von Rohren, wobei Seile in Verbindung mit Ankersystemen verwendet werden, um eine Haftung am Meeresboden zu
erreichen.
Es ist bekannt, daß die Verlegung von Rohren und/oder Leitungen auf dem Meeresboden im allgemeinen in der V/eise ausgeführt
wird, daß der Verlegungs-Ponton, der im allgemeinen eine etwa rechteckige Form hat, an seinen vier Ecken verankert wird.
Jede Ecke wird im allgemeinen mit Hilfe von zwei oder mehr Seilen verankert, die jeweils mit· Hilfe eines Ankers im
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Meeresboden befestigt werden. Demgemäß werden Kettenlinien gebildet, deren eines Ende mehr oder weniger tangential zu
dem Meeresboden verläuft. Die Verlegung von Rohren und/oder Leitungen wird in der Weise ausgeführt, daß Kabel in der
Richtung der Schiffsbewegung aufgewickelt und.gleichzeitig
entgegengesetzte Kabel abgewickelt werden. Die Vorrichtung arbeitet schrittweise. Am Ende jedes Schrittes wird von Hilfsschiffen
die Verlagerung der Anker ausgeführt, um die ursprünglichen Bedingungen wieder herzustellen. Diese Arbeitsmethode
bringt natürlich Totzeiten für die Leitungsverlegung bzw. Rohrverlegung mit sich, sie führt weiterhin zu einem beachtlichen
Bedarf an Ankerseilen bzw. Ankerketten (wenigstens 8), und weiterhin ist bei dieser Verlegungsmethode die Verlegungstiefe
begrenzt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, mit welcher die Verlegung auch bei großer Meerestiefe besonders
schnell ausgeführt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß zwei lange Seile oder Ketten vorgesehen sind, deren Enden auf dem
Meeresboden aufliegen und deren Zwischenabschnitte parallel zueinander den Schiffsseiten im Bereich des Decks entlang
geführt sind, wobei die Endstücke der Seile oder Ketten am Boden haften, um eine Verankerung zu bilden.
253655S
Weiterhin sind gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des
Erfindungsgegenstandes Antriebe vorgesehen, deren Wirkung in einer Richtung orthogonal zu der Richtung der Schiffsbewegung ausgeübt wird.
Mit anderen Worten, das Leitungsschiff bzw. Rohrschiff oder
der Ponton ist der Wirkung von zwei wesentlichen Gruppen von Kräften ausgesetzt, die zueinander annähernd"orthogonal stehen,
wobei die Gegenkraft durch den Zug ausgeübt wird, welcher durch das Seil bei der Verlegung wirksam wird und weiterhin
durch die Wirkung von Meeresströmungen, die dazu mehr oder weniger orthogonal verlaufen. Die Gleichgewichtseinzelheiten
werden nicht näher diskutiert, da sie für den Rahmen der Erfindung nicht von ausschlaggebender Bedeutung sind.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
ist vorgesehen, daß die zwei Führungsseile oder -ketten aus einzelnen Elementen bestehen," die voneinander getrennt werden
können. Dadurch wird es den Hilfsschiffen ermöglicht, einen
Seilabschnitt oder einen Kettenabschnitt von der Zone, welche dem Heck des Rohrschiffes oder des Pontons zugewandt ist, in
die Bugzone zu transportieren, wo das Seilende angeschlossen bzw. dem vorhergehenden Seilabschnitt hinzugefügt werden kann.
V/eiterhin sind gemäß der Erfindung Schwimmbojen vorgesehen, welche dazu dienen, die Enden der Führungsseile oder -ketten
an der Oberfläche zu halten.
Dadurch werden das Einholen und das Anschließen von Seilen bzw.
Ketten auf der Seite der Hilfsschiffe wesentlich vereinfacht.
Die Erfindung wird nachfolgend "beispielsweise anhand der
Zeichnung beschrieben; in dieser zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Anordnung,
Fig. 2 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 1,
Fig. 3 einen Grundriß der in der Fig. 2 dargestellten Anordnung,
Fig. 4- eine Seitenansicht eines Pontons, und
Fig. 5 einen Grundriß der in der Fig. 4 dargestellten Anordnung.
In der Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 die Meeresoberfläche bezeichnet, und mit dem Bezugszeichen 2 ist der Meeresgrund
bezeichnet. Mit 3 ist ein Rohr-Ponton oder ein Rohr-Schiff bezeichnet, welches nachfolgend zur Vereinfachung einfach als
Ponton bezeichnet wird, während mit 4 das auf dem Meeresgrund zu verlegende Rohr bezeichnet ist und mit 5 die L-eitseile oder
Leitketten bezeichnet sind, welche einen Zug in der Längsrichtung ausüben (Richtung der Bewegung des Pontons 3)» und mit
6 bzw. 10 sind Bug- bzw. Heck-Seile bezeichnet, die eine geeignete Länge haben und auf dem Meeresgrund liegen, so daß
aufgrund ihrer Reibung eine stabile Verankerung gewährleistet ist. Mit 7 und mit 11 sind jeweils die Abschnitte der Bug- und
der Heck-Seile bezeichnet, deren Enden an Bojen 8 bzw. 12
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2635559 _
angebracht sind, Mit 9 ist die Positionsform oder das Profil der Seile 5 bezeichnet, welche von dem Ponton zu dem Meeresboden
verlaufen (in einer Kettenlinie).
Der Ponton 3 ist dem Zug der Abschnitte des Heckkabels und dem Zug des Rohres in der Verlegungsphase ausgesetzt, wobei
diese Zugkräfte ein Kräftesystem bilden, in welchem leichgewicht besteht, wobei die Kräfte ihren Ursprung jeweils etwa
auf dem Deck des Pontons haben.
In der Fig. 2 ist eine ähnliche Darstellung wie in der Fig. 1 wiedergegeben, mit der Ausnahme, daß der Ponton 3 sich weiter
bewegt hat, wobei er praktisch mit seinem eigenen Deck an den Seilen 5 entlang geführt wurde. Seine größte Verlagerung, welche
durch Einrichtungen herbeigeführt wird, die an Bord des Pontons vorhanden sind, ist eine Funktion von verschiedenen Parametern,
die in übliche Berechnungen eingehen, auf die hier nicht eingegangen wird. In der Fig. 2 ist angenommen, daß der Ponton 3
seine größte Verlagerung erreicht hat, und die Hilfsschiffe
13 und 15 beginnen jeweils, die Seilabschnitte 11 bzw. 15
einzuholen (d. h. einen Seilabschnitt, welcher der Länge des Abschnittes 7 entspricht).
In der Fig. 3 ist die Anordnung der Fig. 2 im Grundriß dargestellt.
Aus dieser Darstellung ist die Anordnung der zwei Seile 5 ersichtlich, welche mit der Achse des Pontons 3 einen
Bugwinkel α von einigen Grad bilden, um die Belastungen der
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Antriebe zu vermindern, wie es nachfolgend näher erläutert
wird.
Der Ponton 3 mit der Leitung 4 wird während des Verlegens der
Leitung bzw. des Rohres durch die zwei Seile 5 im Gleichgewicht
gehalten, welche über das Deck des Pontons 3 geführt sind, und zwar während der Verlagerung dieses Pontons nach
vorne, und diese Seile nehmen im Bereich des Hecks die Konfiguration 9 ein, wobei sie auf gegenüberliegenden Seiten des
Rohres bzw. der Leitung 4- auf dem Meeresgrund ruhen. Diese Figur zeigt schematisch den Vorgang des Hinzufügens von Seilabschnitten
am Bug (mit Hilfe des Hilfsschiffes 15 und zwar
bis zu der mit c bezeichneten Zone).
Weiterhin ist aus der Darstellung ersichtlich, wie die Seilabschnitte
von dem Hilfsschiff 13 aufgenommen werden.
Es ist ersichtlich, daß die Bojen 12 vor dem Einholen der Seile sich in der Zone befunden haben, welche mit m bezeichnet
ist, und daß die Bogen 8 nach dem Hinzufügen sich in der mit c bezeichneten Zone befinden. Die Zonen m und c lassen
auch erkennen, daß die Hilfsschiffe die Tendenz zeigen, die Bojen auf einem geeigneten Abstand zu halten, und zwar zu
dem Zweck, daß der oben erwähnte Winkel α entsteht. Dadurch werden sowohl das Einholen als auch der Vorgang des Hinzufügens
erleichtert.
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_7 2S3555S -
Die Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht eines Pontons, und in diesem Falle ist ein Katamaran dargestellt. Außer den bereits
erwähnten Teilen sind Winden 17 vorhanden, welche mit geeigneten Übersetzungselementen ausgestattet sein können, wobei
die Winden vorzugsweise auf geringem Abstand oberhalb der Meeresoberfläche angeordnet sind und die Antriebe 20 derart
ausgebildet sind, daß sie gemäß den obigen Ausführungen in einer Richtung orthogonal zu einem der Seile-arbeiten, um
die Wirkung von Meeresströmungen und Winden zu kompensieren.
Es können beliebige Antriebe verwendet werden. Die Antriebe,
deren Wirkungswinkel veränderbar ist, könnten auch Belastungen kompensieren, die beispielsweise von Schwingungen herrühren,
welche durch die Bewegung des Pontons verursacht werden.
Die Fig. 5 zeigt einen Grundriß der Anordnung der Fig. 4. Es
sind die Schächte 18 erkennbar, welche zur Speicherung der Seilabschnitte dienen, die an Bord des Pontons miteinander
verbunden oder voneinander getrennt werden können, wenn dies durch unterschiedliche Meerestiefen erforderlich ist oder
durch die Einstellung der Spannung der langen Seile 5·
Mit 19 ist eine Halterung bezeichnet, welche ein Verklemmen'
der Seile 5 an Bord ermöglicht und auf diese Weise das Hinzufügen
oder das Einholen von Seilabschnitten an Bord ermöglicht.
- Patentansprüche -
8/0U1
Claims (7)
- ■ ■·*■ ο **■Patentansprüchefi; Vorrichtung zum Führen von Wasserfahrzeugen zur Verlegung von Leitungen, insbesondere von Rohren, dadurch gekennz eichnet, daß zwei lange Seile oder Ketten vorgesehen sind, deren Enden auf dem Meeresboden aufliegen und deren Zwischenabschnitte parallel zueinander den Schiffsseiten im Bereich des Decks entlang geführt sind, wobei die Endstücke der Seile oder Ketten am Boden haften, um eine Verankerung zu bilden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seile oder Ketten aus einzelnen Elementen bestehen, welche voneinander trennbar sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Führungsseile oder -ketten durch Schwimmbojen an der Oberfläche gehalten werden.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsseile oder -ketten einen Winkel von einigen Grad mit der Achse des Leitungs- bzw. Rohrschiffes bilden, und somit auch mit der Bewegungsrichtung.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schiff in mehreren Richtungen wirksame Antriebe vorgesehen sind, welche dazu geeignet sind, solche6 0 9.8 0 8 / iU "UBelastungen zu kompensieren, welche sich von denjenigen unterscheiden, die durch die Seile kompensiert werden.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schiff Schächte angeordnet sind, um die Abschnitte der Führungsseile oder -ketten zu speichern.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Schiff Klammereinrichtungen vorgesehen sind, welche dazu geeignet sind, das Auswählen und das Anschließen von Seilabschnitten an Bord des Schiffes zu ermöglichen.60980'8MKU
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