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DE2534774A1 - Pressform zum herstellen von formkoerpern aus beleimtem spanmaterial - Google Patents

Pressform zum herstellen von formkoerpern aus beleimtem spanmaterial

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Publication number
DE2534774A1
DE2534774A1 DE19752534774 DE2534774A DE2534774A1 DE 2534774 A1 DE2534774 A1 DE 2534774A1 DE 19752534774 DE19752534774 DE 19752534774 DE 2534774 A DE2534774 A DE 2534774A DE 2534774 A1 DE2534774 A1 DE 2534774A1
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DE
Germany
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mold
press
mould
punch
chip
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752534774
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE2534774A1 publication Critical patent/DE2534774A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N5/00Manufacture of non-flat articles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • "Preßform zum Herstellen von Formkörpern aus beleimtem Spanmaterial" Die Erfindung betrifft eine Preßform zum Formen und Aushärten von unebenen Formkörpern mit wenigstens angenähert konstanter Wanddicke aus beleimtem Span- und/oder Fasermaterial auf Ligno-Zellulosebasis, insbesondere aus derartigen Holzspänen, mit einem entsprechend einer Seite des Formkörpers geformten Formunterteil und einem entsprechend der anderen Seite des Formkörpers geformten Formoberteil.
  • Ein Anwendungsgebiet der Erfindung ist z.B. die Herstellung von Paletten, also von Transport- und Lagerplattformen, wie sie z.B. zum Stapeln, Lagern und Transportieren von in Säkken befindlichem Schüttgut, von Bausteinen, von gefüllten Kartons und was dergleichen mehr ist, verwendet werden.
  • Die Preßform gemäß der Erfindung dient bevorzugt zur Verarbeitung von beleimten Holzspänen, wie sie auch zur Herstellung der sogenannten Spanplatten verwendet werden.
  • Beim Herstellen von Formkörpern mit den gemäß der Erfindung -zu verbessernden Pressen wird das Spanmaterial (der Einfachheit halber wird hier und nachfolgend kurz nur noch von Spanmaterial gesprochen) in die Preßform möglichst gleichmäßig verteilt eingebracht. Dadurch hat das Spanmaterial eine im wesentlichen ebene Oberfläche. Das hat wiederum zur Folge, daß an den Stellen, an denen das Formunterteil Vertiefungen besitzt, weit mehr Spanmaterial liegt als an höheren Stellen des Formunterteils. Man kann natürlich dem Grunde nach das Spanmaterial jeweils vor dem Verpressen von Hand entsprechend verteilen. Das ist jedoch sehr aufwendig und in vielen Fällen praktisch nicht möglich.
  • Ferner ist aus der DT-PS 1 453 386 ein Vorschlag bekannt, gemäß welchem erwünschte unebene Oberflächen des Spankuchens in der Form dadurch erzielt werden, daß das Spanmaterial gesteuert eingeschüttet wird. Die dort gemachten Vorschläge sind jedoch nur für bestimmte Profile und Formen anwendbar.
  • Ferner sind beim Einschütten Schwankungen und verhältnismässig stetige Übergänge von gegebenenfalls verschiedenen Spankuchendicken ineinander nicht zu vermeiden. Die Notwendigkeit, stellenweise unerwünscht hohe Spankuchendicken zu vermeiden, tritt beispielsweise bei der Herstellung von Paletten auf, welche die Form gegebenenfalls gesickter Platten haben, wobei jedoch verhältnismäßig tiefe Hohlkufen oder Hohlwarzen an der Unterseite der Palette vorgesehen sein müssen, damit ein Gabelstapler mit seiner Gabel unter die Palette fahren kann. Diese Kufen oder Füsse (letztere können z.B. etwa die Form von Blumentöpfen haben) besitzen normalerweise eine Höhe in der Größenordnung von 10 cm. Es versteht sich, daß bei derartigen Formen die Kufen oder Füsse auch im Formunterteil abgeformt sein müssen, da anderenfalls die das Innere der Füsse bzw. Kufen freihaltenden Formvorsprünge über den in die Form eingeschütteten Spankuchen hinaus nach oben ragen würden. Wenn nun das Formunterteil Vertiefungen -im Beispiel der Palette solche für die Füsse bzw. Kufen -besitzt, so weren die die Füsse bzw. Kufen formenden Vertiefungen im Formunterteil vollständig mit Spangut gefüllt, so daß etwa über der Mitte einer Vertiefung die Spangutdicke ein Mehrfaches von der Spangutdicke über einem ein ebenes Palettenteil formenden Teil des Formunterteils beträgt. Das führt nicht nur zu unerwünscht hohem Spangutverbrauch, sondern auch zu ungleicher Dichte des fertigen Werkstückes, da unter Umständen die relativ große Spangutmenge in einer Vertiefung des Formunterteils so stark verdichtet wird, daß sie dem Preßvorgang einen so hohen Widerstand entgegensetzt, daß andere flache Teile des Werkstücks nicht mehr unter genügendem Druck verpreßt werden.
  • Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, schafft die Erfindung eine Preßform der eingangs umrissenen Art, welche es erlaubt, die Spangutmenge im Bereich von Vertiefungen des Formunterteils auf ein gewünschtes Maß zu bringen, das kleiner ist, als es bei einfachem Schütten etwa auftreten würde.
  • Die Preßform gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Formhohlraumes im Formunterteil an stark vertieften Stellen in den Formhohlraum nach oben hineinragende vor dem Pressen oder während des Pressens in den Boden des Formhohlraums absenkbare Erhöhungen besitzt, deren Stirnflächen in abgesenktem Zustand die endgültig formgebende Wandung des Formhohlraumes ergänzen. In das Unterteil einer derartigen Preßform wird das Spangut Zunächst bei in ihrer erhöhten Stellung befindlichen Erhöhungen eingebracht. Falls erforderlich oder erwünscht, kann die Oberfläche des eingebrachten Spankuchens noch verändert werden. Die Erhöhungen werden dann vor dem Zusammenfahren der Preßform oder auch während des Zusammenfahrens der Preßform abgesenkt, bis ihre Stirnflächen, die, wenn gewünscht, auch entsprechend der gewünschten Werkstück form profiliert sein können,iredieWandung des Formhohlraums ergänzende Endlage erreicht haben.
  • Am einfachsten ist es, wenn die Erhöhungen vor dem Zusammenfahren der Presse nach unten abgesenkt werden, was beispielsweise mittels hydraulischer, pneumatischer oder sonstiger Antriebe erfolgen kann.
  • Erfolgt das Absenken vor dem Schließen der Form, so wird es am einfachsten mittels eines mechanischen Getriebes bewirkt, da die auftretenden und auszuübenden Kräfte gering sind.
  • Wenn die Art des Spanmaterials und die Form der Vertiefung es zulassen, wird das Ab senken vor dem Schließen der Form bevorzugt. Das wird in der Regel bei ausreichend rieselfähigem Spanmaterial der Fall sein, welches beim Absenken des Vorsprungs gleichmäßig mit entsprechend steilem Böschungswinkel nachrieselt und dabei keine oder höchstens unschädlich kleine Risse bildet. Wenn das Fasermaterial z.B. wegen Langspannigkeit wenig rieselfähig ist und beim Absenken lediglich einen freien Dorn bildet, kann das Absenken ebenfalls vor dem Schließen der Form, also vor dem Verpressen, erfolgen.
  • Besteht jedoch die Gefahr störender Rißbildung im Spankuchen beim Absenken, oder daß ganze Spankuchenteile hierbei unter Rißbildung in den frei werdenden Raum hineinkippen, so wird ein Absenken während der Verdichtung des Spankuchens im Bereich der die Erhöhung aufweisenden Vertiefung im Formunterteil bevorzugt.
  • Hierbei erfolgt die Absenkbewegung vorzugsweise gesteigert entsprechend der Verdichtung im Bereich der auszugleichenden Vertiefung im Formunterteil. Die gesteuerte Absenkbewegung kann im einfachsten Fall durch unter den Vorsprüngen angeordnete Rückstellfedern erfolgen, die beim Verpressen des Spankuchens zusammengedrückt werden. Sind diese Federn richtig bemessen (zu schwache Federn führen unter Umständen beim Offnen der Form die Erhöhung nicht wieder in ihre nach oben ragende Lage; zu starke Federn leisten beim Verpressen einen unerwünscht hohen Widerstand), so erfolgt das Absenken der Erhöhungen in der gewünschten Art, nämlich in Abhängigkeit von der Schließbewegung der Presse. Auch elektrisch gesteuerte mechanische Absenkgetriebe können z.B. verwendet werden.
  • Die Erhöhungen können aber auch mittels pneumatischer oder vorzugsweise hydraulischer Kolbenzylindertriebe absenkbar und in den Formhohlraum wieder verschiebbar sein. Bei einer derartigen Steuerung, bei welcher die Bewegungsverhältnisse von Vorsprung und Formoberteil im Rahmen des mechanisch Zulässigen mehr oder weniger frei gewählt werden können, kann man, gerechnet vom Beginn des Aufsetzens des dem Vorsprung gegenüberliegenden Teils des Formoberteils auf den Spankuchen zunächst das Absenken der Erhöhungen etwas rascher verlaufen lassen als das Ab senken des Formoberteils oder etwa gleich schnell. Das ist von vorteilhaftem Einfluß auf die Innigkeit der Verbindung zwischen dem die Stirnfläche der Erhöhungen abdeckenden Teil des fertigen Werkstücks und den umgebenden Bereichen des Werkstücks.
  • In konstruktiver Hinsicht ist der Aufbau der Preßform vorzugsweise so getroffen, daß die Erhöhungen in Richtung ihrer Absenkbewegung verlaufende Seitenwände besitzen, mit denen sie in Axialgleitführungen des Formunterteils geführt sind.
  • Dadurch ist zugleich auch ein Eintreten von Spanmaterial zwischen die Erhöhungen und die Gleitführungen verhindert.
  • Um ein Haften des Spanmaterials insbesondere an den Seitenwänden der Erhöhungen zu verhindern, können diese mit einem entsprechenden Trennmittel beschichtet sein. Besonders eignet sich hier vielfach Polytetrafluoräthylen oder ein anderer Kunststoff.
  • Die Steuerung der Absenkbewegung der Erhöhungen während des Verpressens des Spankuchens erfolgt vorteilhaft proportional der das Preßgut verdichtenden Absenkbewegung des Oberstempels der Presse. Das gilt auch bei dem oben erwähnten Voreilen der Absenkbewegung. In letzterem Falle kann man kurz vor dem Aufsetzen des Oberstempels auf den Spankuchen die Erhöhung ein kurzes Stück, z.B. 1/4 ihrer Höhe, zurückziehen, um von da ab dann beide Bewegungen proportional verlaufen zu lassen, so daß der Oberstempel und die Erhöhung gleichzeitig ihre Endstellung erreichen.
  • Sollen Werkstücke mit Löchern hergestellt werden, also beispielsweise Paletten, die am Grunde ihrer Füsse gleich Blumentöpfen Wasserdurchlaßlöcher aufweisen, so kann das Formunterteil jeweils an den Stellen, an denen das fertige Werkstück Löcher aufweisen soll, senkrecht nach oben ragende Dorne tragen, die beim Zusammenfahren der Form in korrespondierende Löcher des Formoberteils ragen. Derartige Dorne sollten normalerweise über die Schütthöhe hinausragen, damit sich zwischen ihnen und den Löchern im Formoberteil keine Späne ansammeln könne. Vielfach werden derartige Dorne in den Vorsprüngen gemäß der Erfindung angeordnet. In diesem Fall läßt man zweckmäßig den Dorn jeweils vom Grund der Führung für das Absenken des Vorsprungs durch eine entsprechende Bohrung des Vorsprungs nach oben ragen.
  • Insbesondere für die Anbringung kleinerer Löcher im Werkstück, also solcher mit einem Querschnitt in der Größenordnung von nicht wesentlich mehr als etwa 5 cm2, kann man auch am Formunterteil jeweils an den Stellen, an denen das fertige Werkstück Löcher aufweisen soll, entsprechende nach unten offene Vertikalbohrungen vorsehen, in welche korrespondierende Stempelvorsprünge des Formoberteils mit den Lochrändern stanzstempelartig zusammenwirkend eintreten können. Da hier die Erzeugung von Löchern in der Regel nicht sehr genau sein muß, müssen die stanzstempelartig zusammenwirkenden Teile auch nicht besonders genau zusammenpassen. Um zu gewährleisten, daß bei dieser Ausbildung nur wenig Material nach unten durch das Formunterteil hindurch ausgeschoben werden muß und um eine nachteilige Spanstruktur im fertigen Werkstück zu vermeiden, kann man die Stanzkanten der Stempelvorsprünge in Bewegungsrichtung des Formoberteils von zugespitzten Verdränungskörpern überragen lassen.
  • Es versteht sich, daß man bei der Erfindung die Vorsprünge, deren Führungen, die Dorne, mit diesen zusammenwirkende Lochteile im Gegenstempel und was dergleichen Teile mehr sind, zweckmäßig auswechselbar ausbildet, damit bei Verschleiß nur die tatsächlich verschlissenen Teile ausgewechselt werden müssen.
  • Nachfolgend ist die Erfindung anhand der schematischen Zerhnungen in Form von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt schematisch einen Querschnitt durch eine Palette, wie sie mit Vorteil mittels einer Preßform gemäß der Erfindung hergestellt werden kann.
  • Fig. 2 zeigt schematisch teilweise im Schnitt eine Preßform gemäß der Erfindung in geöffnetem Zustand.
  • Fig. 3 zeigt in gegenüber Fig. 2 vergrößertem Maßstab einen Teil von Fig. 2.
  • Fig. 4 zeigt im Schnitt ein Formunterteil mit einer anderen Ausführungsform einer Erhöhung gemäß der Erfindung.
  • Fig. 5 zeigt im Schnitt einen Teil einer Preßform gemäß der Erfindung, welche lediglich mit einem Dorn zur Aussparung von Löchern im Werkstück versehen ist.
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung ist in Fig. 1 als beispielhaftes mit einer Preßform gemäß der Erfindung herstellbares Werkstück eine gepreßte quadratische Palette gezeichnet, die in gleichmäßiger Anordnung jeweils nahe den vier Ecken, nahe der Mitte jeder Kante und in ihrer Mitte einen etwa blumentopfförmigen Fuß 1 trägt, der in der Mitte ein Wasserablaufloch 2 aufweist.
  • Zur Herstellung derartiger Paletten dient die in Fig. 2 und 3 gezeigte beheizbare Preßform, welche ein Formoberteil 4 und ein Formunterteil5 aufweist. Die Beheizungseinrichtungen sind der Einfachheit halber nicht dargestellt. Sie bestehen in der Regel in üblicher Weise aus Leitungen für einen gasförmigen oder tropfbaren Wärmeträger.
  • Zum Pressen einer Palette wird der Formhohlraum 6 des Formunterteils bis zur erforderlichen Höhe mit dem Spanmaterial - normalerweise üblichen mit einem üblichen durch Erwärmung aushärtbaren Bindemittel beleimten Spänen - gefüllt. Dann wird das Formoberteil 4 abgesenkt. Hierbei treten die Vorsprünge 7 des Formoberteils, welche die hohlen Bereiche der Palettenfüsse formen, in die Vertiefungen 8 des Formhohlraumes 6 ein, so daß in letzterem die Palettenfüsse 1 gepreßt werden.
  • Beim Arbeiten mit den bisher nur beschriebenen Teilen der Preßform 4, 5 ist über den mittleren Bereich der Vertiefungen 8 der Spankuchen drei bis vier Mal so stark als etwa über den ebenen Bereichen der Form (diese hat normalerweise in den ebenen Bereichen noch weitere Rillen und mit diesen korrespondierende Rippen zur Erzeugung von Versteifungssicken in der Palette). Zur Vermeidung der hierdurch bedingten oben dargelegten Nachteile ragt von unten in jede der Vertiefungen 8 des Formunterteils eine im Ausführungsbeispiel als Zylinder 9 ausgebildete Erhöhung. Diese Zylinder 9 sind jeweils in konzentrisch in den Vertiefungen 8 angebrachten, in Schließrichtung der Form verlaufenden Bohrungen 10 im Formunterteil axial verschiebbar gelagert. Der untere Teil der Bohrungen 10 ist dabei als Hydraulikzylinder ausgebildet, in welchem die Erhöhung 9 den Kolben bildet. Eine entsprechende Abdichtung 11 ist beispielsweise in Form eines sogenannten O-Ringes vorgesehen. Der Raum unterhalb des Hydraulikkolbens oder -vorsprungs 9 ist durch eine Leitung 12 an ein nicht dargestelltes Förderelement für Hydraulikflüssigkeit dargestellt, welches es erlaubt, gesteuert Hydraulikflüssigkeit in den Zylinderraum 10 einzuspeisen oder aus diesem austreten zu lassen.
  • Zur Erzeugung der Löcher 2 in den Böden der Füsse 1 der Palette ragt vom Grunde jedes Hydraulikzylinders 10 bzw. jeder Gleitführung 10 für die Kolben bzw. Erhöhungen 9 ein Dorn 13 vertikal nach oben, welcher sich durch eine zentrale Bohrung der Kolben 9 erstreckt und im Bereich des Oberrandes des Formunterteils 5 endet. Der Dorn 13 ist gegen den Kolben 9 bei hydraulischer Betätigung desselben ebenfalls in nicht gezeigter Weise abgedichtet. Er trägt oben eine Anphasung, die sein Eintreten in die ihm korrespondierende Bohrung 14 im Formoberteil erleichtert.
  • Im Ausführungsbeispiel ist die beschriebene Anordnung der Vorsprünge 9 und Dorne 13 sowie Bohrungen 14 für sämtliche Vertiefungen 8 im Formunterteil bzw. Vorsprünge 7 im Formoberteil vorgesehen.
  • Im Betrieb wird zunächst das Spanmaterial in das Formunterteil bis knapp unter den oberen Rand des Formunterteils eingefüllt, so daß die Oberfläche des Spankuchens im wesentlichen eben ist und die Spitzen der Dorne 13 mindestens mit ihren Anphasungen aus der Oberfläche des Spankuchens herausragen. Nun wird das Formoberteil 4 nach unten abgesenkt. Als erstes treten die Spitzen der Dorne 13 in die Bohrungen 14 ein. Beim nun folgenden Verdichten des Spankuchens wird mittels der oben erwähnten Fördereinrichtung für Hydraulikflüssigkeit in der gewünschten Geschwindigkeit Hydraulikflüssigkeit aus dem Zylinderraum 10 abgelassen, so daß beim Erreichen einer bereits geringfügig Verdichtung des Spankuchens zwischen der oberen Stirnfläche der Erhöhung 9 und der Stirnfläche des Vorsprungs 7 der Vorsprung 9 im gewünschten Maße absinkt. Er sollte dabei dem Vorsprung 7 entsprechend voreilen, damit nicht zu früh eine starke Verdichtung über der Stirnfläche des Vorsprungs 9 entsteht, die unter Umständen dazu führen könnte, daß das Spanmaterial zwischen der Stirnfläche des Vorsprungs 9 und der Stirnfläche des Vorsprungs 7 vorverdichtet ist und zu wenig Bindung mit dem umgebenden seitlichen Spanmaterial bekommt. Es kann daher in vielen Fällen zweckmäßig sein, die Absenkbewegung des Vorsprungs 9 nicht nur durch gedrosseltes Ablassen von Hydraulikflüssigkeit und den Druck des Formoberteils zu bewirken, sondern auch dem Vorsprung eine genau gesteuerte Bewegung vorzuschreiben.
  • Eine für letzteres geeignete Vorrichtung ist später anhand von Fig. 4 beschrieben.
  • Hat das Formoberteil 4 seine Endstellung erreicht, so geht die Beheizung des Spankuchens in der Form durch das starke Anpressen des Spankuchens gegen die Form beschleunigt vor sich, bis die Beleimung ausgehärtet ist. Nun kann in üblicher Weise das fertige Werkstück ausgeworfen und ein neues Arbeitsspiel begonnen werden.
  • Fig. 4 zeigt schematisch im Schnitt lediglich ein Formunterteil 20 mit einer in diesem Beispiel langgestreckten absenkbaren Erhöhung 21, die mittels zweier Kolbenstangen 22, die im Formunterteil 20 geführt sind, in eine entsprechende Vertiefung 23 des Formunterteils absenkbar ist. Die Endstellung der Erhöhung 21 ist durch einen in die Vertiefung 23 eingelegten Anschlag 24 genau bestimmt. Die hier anhand von Fig. 4 gezeigte Ausbildung eignet sich beispielsweise zur Herstellung von Paletten, welche anstelle einzelner Füsse Kufen aufweisen.
  • In diesem Fall kann mit dieser Anordnung eine übermäßige Materialanhäufung im Bereich einer Kufe verhindert werden.
  • Die Betätigung des Vorsprungs 21 gemäß Fig. 4 ist in letzterer lediglich rein schematisch angedeutet. Das heißt also, die dargestellte Ausbildung des hydraulischen Betätigungsmechanismus soll lediglich das Prinzip, nicht jedoch den konstruktiven Aufbau und die Anordnung erläutern.
  • Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sitzen die die Erhöhung 21 in ihrer Höhenlage steuernden Kolbenstangen 22 an zwei Hydraulikkolben 28, welche in Hydraulikzylindern 29 geführt sind.
  • Die Zylinder 29 sind starr in bezug auf das Formunterteil 20 an einer geeigneten Stelle der Presse bzw. des Formunterteils angebracht. Jeder Hydraulikzylinder 29 besitzt einen oberen Flüssigkeitsanschluß, welcher an eine Hydraulikleitung 30 angeschlossen ist, sowie einen unteren Flüssigkeitsanschluß, der an eine Hydraulikleitung 31 angeschlossen ist. Die Leitungen 30 und 31 führen jeweils, wie aus der Zeichnung ersichtlich, zu einer in bezug auf Förderleistung und Förderrichtung steuerbaren Hydraulikpumpe 32. Diese Hydraulikpumpe 32 kann nun beim Schließen der Form und Zusammenfahren derselben über dem Spankuchen in jeder gewünschten Weise gesteuert werden, so daß das Absenken des Vorsprungs 21 unter zweckmäßig zuvor im Versuch ermittelten Bedingungen optimal in bezug auf die Absenkbewegung des hier nicht gezeigten Formoberteils verläuft, also z.B. auch vor Beginn der Verdichtung des Spankuchens. Zum Absenken pumpt die Pumpe 32 Flüssigkeit aus den unteren Teilen der Zylinder 29 in die oberen Teile derselben. Zum Anheben des Vorsprunges 21 erfolgt die Pumpbewegung umgekehrt.
  • Die Anordnung von Lochdornen muß nicht notwendig in der in Fig. 1 und 2 gezeigten Art und Weise erfolgen. Es ist auch möglich, daß der Lochdorn am Formoberteil sitzt und die korrespondierende Bohrung am Formunterteil, wie dies in Fig. 5 angedeutet ist. Dort trägt das Formoberteil 40 in der Mitte eines rotationssymmetrischen, nach unten ragenden Vorsprung 41 einen Lochdorn 42, welcher mit einer scharfen Kante 43 versehen ist. Diese scharfe nach unten gerichtete Stirnkante 43 arbeitet mit einer korrespondierenden Bohrung 44 im Formunterteil 45 nach Art eines Stanzstempels zusammen. Ein reiner Stanzvorgang wäre hier jedoch wegen der unzweckmäßigen Beeinflussung der Struktur des umgebenden Spankuchens unzweckmäßig. Deswegen besitzt der Lochdorn 42 seine Stanzkante nach unten überragend einen Verdrängungsvorsprung 46, dessen Durchmesser beim Ansatz an den Dorn 42 nur wenig kleiner ist als der Durchmesser des letzteren. Der Verdränungsvorsprung 46 verläuft ballig in eine Spitze, so daß er beim Absenken des Formoberteils das Spanmaterial nicht nach unten verdichtet, sondern zur Seite schiebt, so daß nur sehr geringe Mengen Spanmaterial von der Schneidkante 43 des Lochdorns 42 tatsächlich abgeschert und nach unten ausgeschoben werden, wo eine entsprechende Möglichkeit für das Ablaufen von ausgeschobenen Spanresten vorgesehen sein muß.

Claims (7)

  1. ANSPRCHE:
    Preßform zum Formen und Aushärten von unebenen Formkörpern mit wenigstens angenähert konstanter Wanddicke aus beleimtem Span- und/oder Fasermaterial auf Ligno-Zellulosebasis, mit einem entsprechend der einen Seite des Formkörpers geformten Formunterteil und einem entsprechend der anderen Seite des Formkörpers geformten Formoberteil, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Formhohlraums im Formunterteil an stark vertieften Stellen in den Formhohlraum ragende vor dem Pressen oder während des Pressens in den Boden des Formhohlraums absenkbare Erhöhungen besitzt, deren Stirnflächen in abgesenktem Zustand die endgültig formgebende Wandung des Formhohlraums ergänzen.
  2. 2. Preßform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhungen mittels mechanischer, z.B. pneumatischer oder vorzugsweise hydraulischer Kolben-Zylinder-Triebe absenkbar und in den Formhohlraum verschiebbar sind.
  3. 3. Preßform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhöhungen in Richtung ihrer Absenkbewegung verlaufende Seitenwände besitzen, mit denen sie in Axialgleitführungen des Formunterteils geführt sind.
  4. 4. Preßform nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Absenkbewegung der Erhöhungen während des Verpressens des Preßgutes proportional der das Preßgut verdichtenden Absenkbewegung des Oberstempels der Presse erfolgt.
  5. 5. Preßform nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Formunterteil jeweils an den Stellen, an denen das fertige Werkstück Löcher aufweisen soll, senkrecht nach oben ragende Dorne trägt, die beim Zusammenfahren der Form in korrespondierende Löcher des Formoberteils ragen.
  6. 6. Preßform nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Formunterteil jeweils an den Stellen, an denen das fertige Werkstück Löcher aufweisen soll, ent sprechende unten offene Vertikalbohrungen aufweist, in welche korrespondierende Stempelvorsprünge des Formoberteils mit den Lochrändern stanzstempelartig zusammenwirkend eintreten können.
  7. 7. Preßfrom nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stanzkanten der Stempelvorsprünge in Bewegungsrichtung des Formoberteils von Verdrängungskegeln überragt werden.
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DE3045702A1 (de) * 1980-12-04 1982-07-08 Valentin 6503 Mainz-Kastel Schollmayer Pressform zur herstellung von hohlkoerpern aus holzfasern und/oder -spaenen
EP0115552A1 (de) * 1983-02-05 1984-08-15 Werzalit - Werke J.F. Werz KG Vorrichtung zur Herstellung von Formteilen
EP0226163A3 (de) * 1985-12-07 1989-02-22 Toyota Jidosha Kabushiki Kaisha Herstellungsverfahren geformter, mit einem Loch versehener Holzprodukte

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