DE2531318A1 - Rohrsteckverbindung - Google Patents
RohrsteckverbindungInfo
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Description
6483 Bad Soden/SaImünster
Sprudelallee 19
"Rohrs teekverbindung"
Die Erfindung betrifft eine Rohrsteekverbindung, bestehend
aus Rohrsehüssen aus insbesondere mineralischen Materialien mit Einsteckende und zugeordneter Muffe zur Aufnahme des Einsteckendes
unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes, wobei der Dichtungsring einen Haltering und einen Lippenring
aufweist sowie der Haltering in eine Ringnut der Muffe eingesetzt ist und der Lippenring in die Muffe vorkragt. Unter Muffe
soll im Rahmen der Erfindung nicht nur ein aufgeweitetes Rohrende verstanden werden, sondern auch eine Manschette zum beid-
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Andrejewski, Honice, Gesthuysen & Masch, Patentanwälte in Essen
seitigen Einstecken von glatten Rohrenden.
Es ist bekannt, daß Bohre aus mineralischen Materialien wie
Steinzeug, Beton oder dergleichen nur mit verhältnismäßig großen Toleranzen im Außen- und Innendurchmesser und unumgänglichen
Unrundungen hergestellt werden können. Hinzu kommt häufig rauhe oberfläehenbeschaffenheit, z.B. bei Beton oder
unglasiertens Steinzeug. Derartige Rohre werden regelmäßig mit angeformten Muffen und darin eingesetzten Dichtungsringen verbunden.
Zum Einsetzen der Dichtungsringe müssen konzentrische Verhältnisse geschaffen werden, z.B. durch Ausgießen zugeordneter
Ringnuten salt einem Ausgleichsmaterial. Voraussetzung ist allerdings stets ein sorgfältiges Einsetzen des jeweiligen
Dichtungsringes mittels eines an ihm vorhandenen Gießrandes in die vorbereitete Ringnut der Muffe. Diese Maßnahmen sind
verhältnismäßig aufwendig, zumal nur der zusätzliche Einsatz eines Haftvereittlers eine kraftschlüssige dauerhafte Verbindung
zwischen Ringnut bzw. Muffe und Ausgleichsmaterial herstellt.
Eingeklebte Dichtungsringe sind ebenfalls unbefriedigend, zumal
die Außenkante des Dichtungsringes zwangsläufig an der Innenkante der Muffe anliegen muß und somit den Toleranzen
folgt, ohne sie jedoch ausgleichen zu können. Die glatte Oberfläche
glasierten Steinzeugs und die rauhe Oberfläche unglasierten Steinzeugs ergeben zusätzliche Haftprobleme bei Dauerbeanspruehung
Mechanischer und chemischer Natur. - Diese Nachteile will die Erfindung vermeiden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rohrsteckverbindung
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, bei welcher
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sich der Dichtungsring unschwer mit mechanischer Selbstfixierung in die Muffe einsetzen läßt und eine einwandfreie toleranzausgleichende
Abdichtung gegen das Einsteckende ohne Beeinträchtigung seiner Elastizität und Dauerbelastbarkeit gewährleistet.
Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß der Dichtungsring zwischen Haltering und Lippenring einen beide verbindenden
Radialsteg aufweist, und daß der Ringnut in Einsteekriehtung
ein Stülpring zum Umstülpen des Lippenringes mit gegen Einsteckrichtung weisender Dichtlippe sowie zur Auflage des
Radialstegs und dem Stülpring eine Ringkammer zur teilweisen Aufnahme des umgestülpten Lippenringes mit nun in Einsteckrichtung
weisender Dichtlippe unter Verpressung durch das eingesteckte
Einsteckende nachgeordnet ist. - Diese Maßnahmen der Erfindung haben zur Folge, daß der Haltering in der ihm
zugeordneten Ringnut der Muffe lediglich mechanisch und ohne besonderes Beanspruchungsvermögen eingesetzt werden kann.
Tatsächlich hat der Haltering bei der erfindungsgemäßen Röhrst
eckverbindung lediglich die Punktion, den Dichtungsring zu fixieren. Erst wenn das Einsteckende in die Muffe eingesteckt
ist, wird der Dichtungsring unter Toleranzausgleich und Dichtwirkung gleichsam festgeklemmt, nämlich zwischen Einsteckende
und Muffe eingeklemmt. Dabei ist von besonderer Bedeutung, daß der Ringsteg zwischen Haltering und Lippenring keine
ernsthaften Streck- und Kompressionsbeanspruchungen erfährt, sondern lediglich zum Umstülpen des Lippenringes in die nachgeordnete
Ringkammer dient. Das Umstülpen erfolgt über den Stülpring in der Muffe. Die eigentliche Abdichtung zwischen
Einsteckende und Muffe erfolgt im Bereich des Lippenringes, welcher in der zugeordneten Ringkammer verpreßt wird. In
diesem Bereich erfolgt auch der erforderliche Toleranzausgleich. Lediglich der Lippenring bzw. die nunmehr in Einschub-
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richtung,weiisQnde, Dichtlippe beschreiben den eigentlichen belasteten
Dichtungsringteil. Dagegen bleiben Haltering und
RadiaTsteg weitgehend belastungsfrei. Aus diesem Grunde findet
auch keine Dezimierung der Elastizität und Dauerbelastbarkeit des Dichtungsringes im Bereich von Haltering und Radialsteg
statt, wie das bei herkömmlichen Ausführungsformen der Fall
ist. Der Lippenring erfährt nicht nur durch die über das Einsteckende erfolgende Verpressung in der Ringkammer den nötigen
Anpreßdruck zum Abdichten, sondern ist dadurch zugleich zur Aufnahme der auftretenden Belastungen wie Abwinklung, Längsverschiebung,
Scherwirkung, Außen- und Innendruck geeignet. Die gleichen Effekte treten dann auf, wenn es sich nicht um
eine Muffe, sondern um eine Manschette zur beidseitigen Aufnahme von Einsteckenden handelt.
Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt.
So kann der Haltering in die Ringnut lediglich eingeklipst sein. Allerdings ist auch eine Halteringverstärkung
mittels einer Stahlringeinlage denkbar. Erfindungsgemäß entsprechen die Breiten von Radialsteg und Stülpring einander,
so daß der Radialsteg nach dem Umstülpen des Lippenringes voll auf dem Stülpring aufliegt und dadurch weder Streckung noch
Kompression erfährt. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung, der selbständige Bedeutung zukommt, ist vorgesehen,
daß die Volumina von Lippenring und Ringkammer so gewählt sind, daß der Lippenring bei durch ihn ausgefüllter Ringkammer noch
eine Verpressung von mindestens 15 % durch das in die Muffe
eingesteckte Einsteckende erfährt. Diese Mindestverpressung sorgt noch in ausreichendem Maße einerseits für einwandfreie
Abdichtung, andererseits für hinreichenden Toleranzausgleich. Grundsätzlich kann die Verpressung bis zu 40 % und darüber
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hinaus erfahren. Denn durch zunehmende Verpressung wird die Diehtwirkung weiter verstärkt. Das gilt insbesondere dann,
wenn die Ringkammer eine in Einsteckrichtung verlaufende dachfirstartige
Steigung bzw. Neigung im Muffenaxialschnit besitzt. Bei extremer Verpressung kann also der Lippenring bzw.
seine Dichtlippe diese dachfirstartige Steigung überwandern, so daß im Dachfirstbereich extreme AnpreBwirkung und damit
Diehtwirkung erreicht wird.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, daß eine Rohrsteckverbindung für Rohrschüsse
aus insbesondere mineralischen Materialien verwirklicht wird, deren Dichtungsring bzw. -ringe in einfacher Weise mechanisch
zur bloßen Fixierung in die betreffende Muffe bzw. Manschette eingesetzt werden können und dennoch ausreichende und sogar
extreme Diehtwirkung ermöglichen. Hinzu kommt, daß beim Einschieben des Einsteckendes des anzuschließenden Rohrschusses
eine starke Dezimierung der Elastizität und Dauerbelastbarkeit des Dichtungsringes unterbunden wird, wil Streck- und
Kompressionsbeanspruehungen im Bereich von Haltering und
Radialsteg nicht auftreten. Lediglich der Lippenring bzw. seine Dichtlippe unterliegt Streck- und Kompressionsbeanspruehungen,
die zum Zwecke der einwandfreien Abdichtung erforderlieh sind. Darüber hinaus ist der Lippenring bzw. seine Dichtlippe auf
diese Weise zur Aufnahme der auftretenden Belastungen geeignet. Tatsächlich erbringen Anordnung und Ausbildung des
erfindungsgemäßen Dichtungsringes optimale Eigenschaften durch Erhöhung des elastischen Bereiches, wie sie bei Abwinklung,
Längsversehiebung, Scherwirkung, Außen- und Innendruck erforderlieh
sind. Auch läßt sich nunmehr eine vorgefertigte Rohrsteckverbindung verwirkliehen, die sich durch Transportstabilität,
Montagestabilität der Dichtverbindung und Erfüllung
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sämtlicher hauaufsiehtliehen Forderungen hinsichtlich Punktion
und Beständigkeit auszeichnet.
Im folgernden wird die Erfindung anhand einer lediglieh ein
AusflihTPitmgsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert;
es zeigen:
Fig. 1 «die Huffe einer erfindungsgemäßen Rohrsteckverbindung
dime Einsteckende,
Fig. 2 dem Gegenstand nach Fig. 1 mit eingestecktem Einsteckende,
Fig. 3 eine Manschette für eine Rohrsteckverbindung un
Fig. 4 den Gegenstand nach Fig. J mit beidseitig eingestecktem
Einsteckende.
In den Figuren ist eine Rohrsteckverbindung dargestellt, die in ihren grundsätzlichen Aufbau aus Rohrschüssen aus insbesondere
mineralischen Materialien mit Einsteckende 1 und zugeordneter Muffe 2 bzw. Manschette 3 zur Aufnahme des Einsteckendes
1 unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes 4 besteht, wobei der Dichtungsring 4 einen Haltering 5 und einen Lippenring
7 aufweist, sowie der Haltering 5 in eine Ringnut 8 der
Muffe 2 eingesetzt ist und der Lippenring 7 in die Muffe 2 vorkragt.
Der Dichtungsring 4 weist zwischen Haltering 5 und Lippenring 7 einen beide verbindenden Radialsteg 6 auf. Der
Ringmst 3 ist in Einsteckrichtung ein StUlpring 9 zuro Umstülpen
des läppenringes 7 mit gegen Einsteckrichtwng weisender
Diefatlippe sowie zur Auflage des Radialstegs 6 und dem Stülp-
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ring 9 ist eine llingkammer 10 zur teilweisen Aufnahme des umgestülpten
Lippenringes 1J mit nunnehr in Einsteckrichtung v/eisender
Dichtlippe unter Verpressung durch das eingesteckte Einsteckende 1 naehgeordnet. Der Haltering 5 kann in die
jRingnut 8 lediglieh eingeklipst sein. Er kann eine Stahlringeinlage
11 aufweisen, was angedeutet ist. Die Breiten von Radialst
eg 6 und Stülpring 9 entsprechen einander, so daß der Stülpring 9 als Auflager für den umgestülpten Radialsteg 6
dient. Die Volumina von Lippenring 7 und Ringkammer 10 sind so
gewählt, daß der Lippenring 7 bei durch ihn ausgefüllter Ringkammer
10 noch eine Verpressung von mindestens 15 % durch das
in die Muffe 2 eingesteckte Einsteckende l erfährt. Die Ringkair.mer
10 besitzt eine in Einsteckrichtung verlaufende dachfirstartige
Steigung bzw. Neigung 12 im Muffenaxialschnitt. Die Figuren lassen unschwer erkennen, daß im Bereich der dachfirstartigen
Steigung 12 die Verpressung des Lippenringes 7 am größten ist.
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Claims (1)
- Andrejewski, Honke, Gesfhuysen & Masch, Patentanwälte in EssenPatentansprüche:ί 1,j Rohrsteckverbindung, bestehend aus Rohrschüssen aus insbesondere mineralischen Materialien mit Einsteckende und zugeordneter Muffe zur Aufnahme des Einsteckendes unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes, wobei der Dichtungsring einen Haltering und einen Lippenring aufweist sowie der Haltering in eine Ringnut der Muffe eingesetzt ist und der Lippenring in die Muffe vorkragt, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring (4) zwischen Haltering (5) und Lippenring (7) einen beide verbindenen Radialsteg (6) aufweist, und daß der Ringnut (8) in Einsteckrichtung ein Stülpring (9) zum Umstülpen des Lippenringes (7) mit gegen Einsteckrichtung weisender Dichtlippe sowie zur Auflage des Radialstegs (6) und dem Stülpring (9) eine Ringkammer (10) zur teilweisen Aufnahme des umgestülpten Lippenringes (7) mit nun in Einsteckrichtung weisender Dichtlippe unter Verpressung durch das eingesteckte Einsteckende (l) nachgeordnet ist.2. Rohrsteckverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltering (5) in die Ringnut (8) eingeklipst ist und ggf. eine Stahlringeinlage (11) besitzt.5. Röhrsteckverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breiten von Radialsteg (6) und Stülpring (9) einander entsprechen.4. Rohrsteckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet, daß die Volumina von Lippenring (7) und Ringkammer (10) so gewählt sind, daß der Lippenring bei durch609884/0168Andrejewski, Honke, Gesthuysen & Masch, Patentanwälte in Essenihn ausgefüllter Ringkarr.mer (10) eine Yerpressung von mindestens 15 γο durch das in die Muffe (2) eingesteckte Einsteckende (1) erfährt.5. Rohrsteckverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, e^.3 die Ringkanimer (10) eine in Einsteckrichtung verlaufende dachfirstartige Steigung bzw. Neigung (12) im Muffenaxia!schnitt oeaitzt.9 8 3 U O 1 6 8
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