DE2530113A1 - Verfahren zum entkeimen von packstoffen und packmitteln - Google Patents
Verfahren zum entkeimen von packstoffen und packmittelnInfo
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Description
- Anlage zur Patentanmeldung Verfahren zum Entkeimen von Packstoffen und Packmitteln Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entkeimen von Packstoffen und Packmitteln mittels W-Strahlung, wobei der Packstoff bzw. die Packnittel in den Bestrahlungsbereich einer W-Strahlungsquelle gebracht werden.
- Es ist bekannt, Packstoffe und Packmittel mittels UV-Strahlung zu entkeimen. Dazu sind Hochleistungs-Röhren entwickelt worden, die sich wegen ihres großen Anteils an kurzwelliger Strahlung für die Entkeimung von Packstoffen und Packtaitteln besonders eignen. Diese Röhren geben einen beträchtlichen Teil der UV-Strahlung bei einer Wellenlänge von 254 nm (Nanometer) ab, die wegen ihrer guten Absorption in Einweiß eine gute sterilisierende Wirkung hat. Ein anderer beachtlicher Strahlungsteil dieser Röhren hat eine kürzere Wellenlänge - bis herab zu 185 nm -, der wegen seiner höheren Energie ebenfalls zum Entkeimen interessant ist.
- Ein Nachteil dieser kurzwelligen Strahlung unter 254 nm liegt darin, daß sie aus dem Sauerstoffanteil der Luft Ozon erzeugt, welches gesundheitsschädlich ist und Packstoffe angreift. So wird beispielsweise bei für die Sterilisierung üblichen Strahlungsdosen eine Polyaethylenfolie oder ein Polyaethylenüberzug eines Packstoffes durch Ozon so oxydiert, daß eine beim Verpacken von Nahrungsmitteln unzulässige Geruchsentwicklung auftritt und die Schweißung des Packstoffes erschwert bis unmöglich gemacht wird. Ein weiterer Nachteil der Ozonbildung ist, daß ein Teil der für die geimtötung wertvollen Strahlung mit einer Wellenlänge um 254 nm durch Ozon absorbiert wird und so für die Keimtötung verloren ist.
- Zur Beseitigung dieser Nachteile wurde schon vorgeschlagen, für die Röhren Spezialgläser einzusetzen, welche Strahlung mit Wellenlängen unter 254 nm ausfiltern. Dadurch wird zwar eine Ozonbildung verhindert, es steht aber die energiereichere kurzwellige Strahlung zur Keimtötung nicht mehr zur Verfügung.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Sterilisieren von Packstoffen zu schaffen, bei dem eine Ozonbildung auch bei kurzwelliger UV-Strahlung nicht auftritt.
- Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß im Bestrahlungsbereich eine sauerstoffarme Atmosphäre aufgebaut und aufrechterhalten wird.
- Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen: Fig. 1 Ein erstes Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zum Keimfreimachen einer Packstoffbahn vereinfacht im Längsschnitt und Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zum Keimfreimachen von offenen Verpackungsbehältern vereinfacht im Langsschnitt.
- Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 hat eine quaderförmige Kammer 11 in einer Seitenwand einen Einlaßschlitz 12 zum Einführen einer Packstoffbahn 10 und in der gegenüberliegenden Seitenwand einen Auslaßschlitz 13 für die Packstoffbahn 10. An den Auslaßschlitz 13 schließt sich ein Kanal 14 an, welcher in eine Kammer 15 übergeht, in der eine Verpackungsvorrichtung aus der Packstoffbahn 10 unter sterilen Bedingungen Behälter formt, diese füllt und verschließt.
- Zum Keinfreimachen wenigstens einer Seite, nämlich der Innenseite der Packstoffbahn 10 sind in der Kammer 11 oberhalb der waagrecht geführten Bahn 10 drei Uv-Röhren 16 angeordnet, welche Licht einer Wellenlänge um 254 nm und darunter bis etwa 185 nm abstrahlen. Durch direkte und indirekte UV-Bestrahlung der Packstoffbahn 10 wird diese im Durchlauf entkeimt und dann der Verpackungsvorrichtung zugeführt.
- Um eine Ozonbildung in der Kammer 11 zu verhindern, wird in diese durch einen Stutzen 17 ein sauerstofffreies Gas, beispielsweise Stickstoff in die Kammer 11 geblasen. Vorzugsweise wird das sauerstofffreie Gas unter '0berdruck gegenüber der Umgebung in der Kammer 11 gehalten, so daß durch die Schlitze 12 und 13 keine Umgebungsluft in die Kammer 11 eindringen kann.
- Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 zum Entkeimen von oben offenen Behältern 20 hat ebenfalls eine Kammer 21 mit darin 26 angeordneten UV-Röhren? Auf ihrer Einlauf seite hat die Kammer 21 eine Schleuse 22 mit einer Öffnung 23, durch die ein Zuführförderband 24 in die Schleuse 22 eingeführt ist. An das Zuführförderband schließt sich in Förderrichtung ein zweites Förderband 25 an, welches in der Schleuse 22 beginnend durch die Kammer 21 und weiter in eine eingekapselte Verpackungsvorrichtung führt, in der die entkeimten Behälter 20 unter sterilen Bedingungen gefüllt und verschlossen werden.
- In der Kammer 21 werden die Behälter 20 direkt und indirekt mit W-Licht von Röhren 26 bestrahlt und dabei entkeimt. In die Kammer 21 wird durch einen Stutzen 27 ein sauerstofffreies Gas im Überdruck eingeleitet. Ferner wird auch in die Schleuse 22 ein sauerstofffreies Gas durch einen Stutzen 28 eingeführt.
- Ansprüche:
Claims (2)
- Ansprüche 1. Verfahren zum Entkeimen von Packstoffen und Packmitteln mittels UV-Strahlung, wobei der Packstoff bzw. die Packmittel in den Bestrahlungsbereich einer W-Strahlungsquelle gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß im Bestrahlungsbereich eine sauerstoffarme Atmosphäre aufgebaut und aufrechterhalten wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,-daß die Packstoffe (10) bzw. Packmittel (20) durch eine Kammer (11; 21) geführt werden, in der eine W-Strahlungsquelle (16; 26) angeordnet ist, und daß in die Kammer ein sauerstofffreies Gas eingeführt wird.Leerseite
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| DE19752530113 DE2530113A1 (de) | 1975-07-05 | 1975-07-05 | Verfahren zum entkeimen von packstoffen und packmitteln |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19752530113 DE2530113A1 (de) | 1975-07-05 | 1975-07-05 | Verfahren zum entkeimen von packstoffen und packmitteln |
Publications (1)
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| DE2530113A1 true DE2530113A1 (de) | 1977-01-27 |
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| DE19752530113 Pending DE2530113A1 (de) | 1975-07-05 | 1975-07-05 | Verfahren zum entkeimen von packstoffen und packmitteln |
Country Status (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009043496A1 (de) * | 2009-09-30 | 2011-04-14 | Khs Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Sterilisation von Oberflächen |
-
1975
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