DE2530060C3 - Gymnastikapparat - Google Patents
GymnastikapparatInfo
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Description
60
Die Erfindung betrifft einen Gymnastikapparat nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bereits ein Gymnastikapparat bekannt, mit dem
es möglich ist, bestimmte Körperpartien gezielt zu trainieren (FR-PS 8 07 411). Dieser Gymnastikapparat
weist eine senkrechte Säule mit zwei Bügeln auf, wobei die Bügel über Achsen schwenkbar sind, die an Muffen
angeordnet sind, welche die Säule umfassen. Einer dieser Bügel befindet sich in der Nähe des oberen Endes
der Säule, während der andere Bügel in der Nähe des unteren Endes dieser Säule angeordnet ist Ferner sind
zum Teil elastische Verbindungselemente vorgesehen, weiche die Bügel kreuzweise untereinander verbinden,
die ihrerseits Griffe tragen. Dieser Gymnastikapparat ermöglicht somit die gleichzeitige Bewegung von
Armen und Beinen, und zwar derart, daß das linke Bein mit dem rechten Arm und das rechte Bein mit dem
linken Arm koordiniert ist Es handelt sich also um gegenläufige Arm/Bein-Bewegungen. Nachteilig ist bei
dem bekannten Gymnastikapparat, daß bei der koordinierten Arm- und Beinbewegung die Beinkrafc
stets überwiegt und hierdurch eine disproportionale Beanspruchung von Armen und Beinen erfolgt
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, diesen Gymnastikapparat so weiterzuentwickeln, daß
mit diesem die Muskeln der Schenkel, der Arme, der Schultern, des Unterleibs und des Kreuzes zielgerichtet
und ohne ermüdende und schmerzhafte Beanspruchungen des ganzen Körpers trainiert werden können.
Diese Aufgabe wird ernndungsgemäß nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst
Der mit der Erfindung erzielte Fortschritt besteht insbesondere darin, daß durch die starre Befestigung des
Bügels an der oberen Muffe eine Schwenkbewegung des Schwenkhebels ermöglicht wird, die eine genau
definierte Kraft auf die Muskelpartien ausübt Diese Kraft wird nur durch die Elastizität der Stränge und
gegebenenfalls durch einstellbare Bremsmittel festgelegt
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gymnastikapparats ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht des Gymnastikapparats
F i g. 2 eine von vorne gesehene Teilansicht des gleichen Apparats
F i g. 3 einen Schnitt längs der Link- III-III der F i g. 1
F i g. 4 eine Ausführungsabwandlung der F i g. 3
F i g. 5 ein Element des Gymnastikapparats in größerem Maßstab.
In F i g. 1 besteht der Gymnastikapparat aus einer Säule 1, welche hier aus drei Teilen la, \b, ic
zusammengesetzt ist, um ihren Transport zu erleichtern, wobei diese drei Teile miteinander durch innere Muffen
2 verbunden sind. Das Teil la trägt oben einen Ansatz 3,
welcher sich gegen die Decke F des Raums legt, in welchem sich der Gymnastikapparat befindet, während
das untere Teil Ic unten einen durch eine Schraube 4
regelbaren Fuß aufweist welcher sich mit seiner unteren Sohle gegen den Fußboden P legt Hierdurch wird die
Säule 1 vollkommen zwischen der Decke und dem Fußboden gehalten. Es genügt nur, zu prüfen, daß sie
senkrecht steht
Eine erste, an der Säule 1 angebrachte Muffe 5 kann an dieser zeitweilig mittels einer Schraube 6 mit
gerändeltem Kopf befestigt werden. Die Vorderseite der Muffe 5 trägt einen Bügel 7, dessen Schenkel 7a, Tb
leicht nach vorne gebogen sind, so daß sie miteinander einen Winkel« von weniger als 180° bilden. Der Bügel 7
trägt an seinen Enden Ringhälften 8 und in seinem mittleren Teil eine Ringhälfte9.
Eine zweite, an der Säule 1 gleitende Muffe 10 ist ebenfalls zeitweilig an dieser durch eine Schraube 11 mit
gerändeltem Kopf befestigt Die Muffe 10 trägt eine Konsole 12, an deren oberem Teil ein lotrechter Schaft
13 (s. Fig, 1, 2 und 5) befestigt ist Dieser lotrechte
Schaft 13 enthält eine Bohrung 14, welche eine Achse 15 aufnimmt, weiche eine an ihr auf der linken Seite der
Achse 15 befestigte Platte 16 mit einem Reibungsbelag 16a trägt Ferner trägt der rechte Teil der Achse 15
Riffelungen, welche denen einer Platte 17 entsprechen, welche durch eine Mutter 18 mit gerändeltem Kopf 19
zurückgedrückt wird, wodurch eine regelbare Bremsung der Drehung der Achse 15 durch Reibung der beiden
Platten an dei.i lotrechten Schaft 13 erzielt wird. Die
Achse 15 trägt an ihrem freien Ende einen Schwenkhebel 20, welcher sich um 360° drehen kann, und dessen
eines Ende mit einer Ringhälfte 21 versehen ist, während fast am Ende seines anderen Endes zwei
Ringhälften 22, 23 befestigt sind und an seinem freien Ende ein auf seiner Achse frei drehbarer doppelter Griff
24 angebracht ist, der daher den Händen des Benutzers keinen Widerstand entgegensetzt
Schließlich sind elastische Stränge 30 zwischen den Ringhälften 8 und/oder 9 und den Ringhälften 21
angeordnet Der Apparat kann auch elastische Stränge 31 zwischen der Ringhälfte 8 des rechten Teils des
Bügels 7 und den Ringhälften 22 und 23 je nach der Stellung des Schwenkhebels 20 aufnehmen.
An dem Bügel 7 befestigte Haken 32,33 ermöglichen
es, die elastischen Stränge, 30,31 aufzuhängen, wenn sie nicht benutzt werden.
In F i g. 1,2 und 3 hat die Säule 1 einen quadratischen
Querschnitt, und die Muffen 5 und 10 sind ebenfalls quadratisch; wenn jedoch die Säule 1 einen Kreisquerschnitt
hat haben die Muffen 5 und 10 einen runden Querschnitt, wie in F i g. 4 dargestellt
Nach Zusammensetzen der Säule 1 und Einstellung der Höhe des Bügels und des Schwenkhebels mittels der
Muffen werden der elastische Strang oder die elastischen Stränge 30 in der geeigneten Stellung
zwischen dem Bügel und dem Schwenkhebel befestigt, worauf der Benutzer die Bewegungen ausführt weiche
ihm geraten wurden. Wie man sieht, sind die elastischen Stränge infolge der Anordnung der Ringhälften
praktisch lotrecht oder sehr stark geneigt (s. F i g. 2), und dank dieser letzteren kann man zu der Hauptspannung
eine Differentialspannung hinzufügen, weiche in diesem Fall senkrecht zu der Bewegung gerichtet ist
Die Muskelarbeit ist vollkommen lokalisiert Der erforderliche nervliche Einstrom ist ?uf das notwendigste
beschränkt, die Intensität der Zusammenziehung für jede Bewegung geht von Null auf ein Maximum für eine
genaue Dosierung im Verhältnis zu der Kraft eines jeden, was die Benutzung in der Familie sowohl für ein
Kind als auch für einen Erwachsenen ermöglicht
Die an dem Schwenkhebel 20 angebrachten Ringhflften
22, 23 ermöglichen die Anbringung von elastischen Strängen 30 oder 31, um so praktisch unbegrenzt die
Arbeitsstellungen zu vermehren, und zwar entsprechend der Größe des Benutzers, oder beim Aufsuchen
einer anderen Widerstandsspannung, oder auch insbesondere für eine sehr lokalisierte Muskelkontraktion.
Der Widerstand gegen die Muskelkontraktion wird durch eine leichte Spannung des elastischen Strangs
oder der elastischen Stränge in der dem Beginn der Bewegung entsprechenden Stellung 0 dosiert Im
allgemeinen geht die Gegenwirkung von einem zu sechs elastischen Strängen, wobei eine notwendige Wiederholung
der Kontraktion berücksichtigt wird.
Ferner gestattet insbesondere die Bremse an der Nabe des Schwenkhebels eine sehr genaue und
sofortige Dosierung der während einer Arbeitsserie gewünschten Gegenwirkung, was kein bisher bekannter
Apparat oder Vorrichtung in du gleichen Weise ermöglicht
Die elastischen Stränge arbeiten mit vollkommen symmetrischer Dehnung, da, wie in F i g. 3 dargestellt,
der Bügel gegenüber seinem Halter nach vorne versetzt ist damit sich die elastischen Stränge ständig in
lotrechter Stellung befinden, wobei sie zu dem an dem Arbeitsschwenkhebel gewählten Anhängepunkt verlaufen.
Der Apparat arbeitet vollkommen geräuschlos. Der Benutzer ist von jeder physischen Anstrengung, die
nicht mit der intendierten Muskelbewegung ursächlich zusammenhängt befreit und kann die Kontraktionsserie
jederzeit unterbrechen. Die rhytmische Atmung ist in jedem Augenblick vollständig und leicht da an dem
Punkt 0 kein Widerstand mehr vorhanden ist
Die Erfindung ermöglicht ein intensives Training der Atmungsorgane für die Wiederherstellung des Metabolismus
des Gasaustauschs, welcher im modernen Leben verringert ist für ihre vegetative Aufgabe. Die
Brustkorbentwicklung kann erheblich verbessert werden.
Schließlich gewährleistet die durch die stark lokalisierte Kontraktion erhaltene Tonizität der Muskeln eine
außerordentliche Haltung der Wirbelsäule. Die sehr genaue Dosierung des Widerstands für jede gegebene
Bewegung bringt Ersparnisse des nervlichen Einstroms im Vergleich mit dem Training mit schweren Hanteln
mit sich.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Gymnastikapparat mit einer lotrechten Säule, an welcher eine obere Muffe befestigt ist, deren
Höhe an der Säule einstellbar ist und weiche einen Bügel trägt, der an jedem Ende wenigstens ein
Befestigungsorgan für elastische Stränge besitzt, deren andere Enden an einem wenigstens ein
Befestigungsorgan aufweisenden Schwenkhebel befestigt sind, welcher um eine Achse schwenkbar und IQ
an einer zweiten Muffe befestigt ist, deren Höhe an der Säule ebenfalls eingestellt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, daß der an der oberen Muffe (5) befestigte Bügel (7) nicht
schwenkbar angeordnet ist und der untere Schwenk- ι'
hebel (20) an einem Ende ein mit zwei Händen umfaßbares Betätigungsorgan (24) aufweist
2. Gymnastikapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastischen Stränge (30,31)
zwischen dem oberen Bügel (7) und dem unteren Schwenkheoel (20) so angeordnet sind, daß sie sich
nicht kreuzen.
3. Gymnastikapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine regelbare Bremse (16, 17,
18, 19) vorgesehen ist, die es ermöglicht, daß eine Schwenkachse (15) des Schwenkhebels (20) nach
Belieben und ohne Blockierung festgezogen werden kann.
4. Gymnastikapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan (24)
zylindrisch ausgebildet ist und durch den Schwenkhebel (20) in. wei Hälften unterteilt wird.
5. Gymnastikapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Schwenkhebel (20)
tragende Achse (15) in einer Bohrung (14) eines lotrechten Schaftes (13) gelagert ist, daß an der
Achse auf ihrer dem Schwenkhebel zugewandten Seite eine Platte (16) mit einem Reibungsbelag
befestigt ist und an ihrem freien, die Bohrung (14) durchsetzenden Ende eine Riffelung (15) vorgesehen -to
ist, die derjenigen einer zweiten Platte (17) entspricht und daß die Platten (16,17) durch eine auf
das freie Ende der Achse aufschraubbare Mutter (IS) beidseitig gegen den Schaft gedruckt werden
können.
6. Gymnastikapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lotrechte Säule (1) aus drei
Teilen (la, 16, Ic)zusammensetzbar ist
7. Gymnastikapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an der oberen Muffe
befestigte Bügel leicht nach vorn gebogene Schenkel (7a, Tb) aufweist.
8. Gymnastikapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die lotrechte Säule (1) mit
rundem oder mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet ist
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