DE2526360A1 - Verschluss fuer photographische apparate - Google Patents
Verschluss fuer photographische apparateInfo
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Description
Die Erfindung bezient sich auf einen Verschluß für photographische
Apparate.
Es sind flache und kompakt aufgebaute photograptiisehe Spiegelreflexkameras
entwickelt worden, bei denen die Belichtung des Filmes elektronisch gesteuert und der Film sofort in einer Behandlungsstation
innerhalb der Kamera benandelt werden kann. Derartige Selbstentwicklerkameras sind im zusammengeklappten
Zustand so flach, daß sie in der Rocktasche getragen werden können, Sie sind als einäugige Spiegelreflexkameras ausgebildet und erfordern
ein komplexes Belichtungssystem urn den Erfordernissen für Sucherbetrieb und Aufnahmebetrieb Rechnung zu tragen, weil
das Objektiv der Spiegelreflexkamera normalerweise frei sein muß, um den Lichtdurchtritt nach dem Sucher zu ermöglichen. Zu Beginn
des BelichtungsVorganges wird der Verschluß in die Schließstellung
überführt, wobei die Kamera automatisch von Sucherbetrieb auf Aufnahmebetrieb umschaltet und der lichtempfindliche Film in
den optischen Pfad des Objektives eingeschaltet wird. Wenn die
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Kamera aufnahmebereit ist, dann wird der Verschluß wieder geöffnet,
wobei die Belichtungsparameter wie Belichtungszeit und Blende als Punktion der Szenenhelligkeit gesteuert werden, und
zwar in Abhängigkeit von den sensitometrischen Charakteristiken des zu belichtenden Films. Am Schluß der elektronisch bestimmten
Belichtungszeit wird der Verschluß wieder geschlossen, um die Belichtung zu beenden bis die Kamera wieder auf Sucherbetrieb
umgeschaltet hat.
Der Verschluß derartiger Selbstentwicklerkameras weist allgemein zwei zusammenwirkende bewegliche Verschlußlamellen auf, die in
Querrichtung in Führungsschienen verschiebbar sind. Die Verschlußlamellen sind mit selektiv gestalteten Blendenöffnungen versehen,
die je nach der Stellung der Lamellen sich symmetrisch über der Belichtungsöffnung der Kamera überlappen. Derartige Lamellen
können so verbunden sein, daß progressiv die Blende der Kamera vergrößert wird und diese Verbindung kann über einen Schwingbalken
erfolgen, der drehbar im Kameragehäuse gelagert ist. In den äußeren Spitzenabschnitten des Schwingbalkens sind Schlitze vorgesehen,
in welche Stifte der Verschlußlamellen eingreifen. Auf diese Weise wird erreicht, daß sich die Lamellen gleichzeitig und einander
entsprechend so bewegen, daß eine symmetrisch ausgebildete, variable Blendenöffnung in der Objektivachse zustande kommt.
Einäugige Spiegelreflexkameras dieser Bauart eignen sich zur Benutzung
in Verbindung mit Filmeinheiten, wie sie in der US-PS 3,415,644 beschrieben sind. Derartige Filmeinheiten weisen sämtliche
Materialien auf, die notwendig sind, um ein positives photographisches Bild durch ein Bilderzeugungsverfahren zu schaffen, welches
allgemein bekannt ist, und die Erzeugung von Bildsubstanzen im belichteten lichtempfindlichen Element durch Diffusion bewirkt,
wodurch ein sichtbares Positivbild zustande kommt.
Verschlüsse der beschriebenen Art arbeiten durchaus zufriedenstellend,
jedoch sind sie relativ kostspielig wegen der
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erforderlichen Führungsschienen, die mit hoher Präzision hergestellt
sein müssen. Außerdem erfordern die Führungsschienen, in denen die Lamellen über eine beträchtliche Strecke gleiten,
eine hohe Betätigungskraft um die mechanische Reibung zwischen Lamelle und Führung zu überwinden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache und wirtschaftliche Verschlußanordnung für eine photographische
Kamera zu schaffen, die Filmeinheiten jener Type benutzt, welche alle Materialien umfaßt, die notwendig sind, um ein positives
photographisches Bild zu erzeugen.
Weiter bezweckt die Erfindung die Schaffung eines einfachen und wirtschaftlichen Verschlusses für eine einäugige Spiegelreflexkamera,
welche Filmeinheiten benutzt, die im einzelnen in der US-PS 3 415 646 beschrieben sind.
Weiter bezweckt die Erfindung die Schaffung eines Verschlusses für eine photographische Kamera, der einen einfachen und wirtschaftlichen
Verschlußmechanismus aufweist, um sowohl Belichtungszeit als auch Blendengröße zu ändern.
Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, eine Belichtungssteuereinrichtung für eine Kamera zu schaffen, die als Reflexkamera
oder auch nicht als Reflexkamera ausgebildet ist, wobei die Belichtungssteuereinrichtung einen Verschlußmechanismus aufweist,
der betriebssicher arbeitet, ohne Führungselemente zu benutzen, die gleitbar Verschlußlamellen führen.
Schließlich bezweckt die Erfindung die Schaffung eines Belichtungssteuersystems
für eine photographische Kamera, wobei das Belichtungssteuersystem einen Verschluß aufweist, der
einen niedrigen Reibungskoeffizienten besitzt, so daß der Anteil der Gesamtbetätigungskraft, die zur Überwindung der mechanischen
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Reibung erforderlich ist, im Vergleich mit herkömmlichen Systemen beträchtlich vermindert wird.
Die Erfindung weist einen Verschluß mit schwenkbaren Verschlußlamellen
auf, und zwar können zwei Verschlußlamellen mit entsprechenden Blendenöffnungen vorgesehen sein, wobei diese
Blendenöffnungen gleichzeitig über die optische Achse mittels eines Drehantriebes geführt werden, um eine progressive Veränderung
der wirksamen Blende zu erreichen. Die Verschlußlamellen
sind sowohl schwenkbar, als auch translatorisch beweglich um eine erste feste Schwenkachse angeordnet, die seitlich neben
der Lichteintrittsöffnung im Kameragehäuse liegt, wobei der Drehantrieb einen Schwingbalken aufweist, der schwenkbar an
zwei im Abstand zueinander liegenden Stellen an den beiden Verschlußlamellen angelenkt ist. Der Schwingbalken ist seinerseits
schwenkbar an einem Punkt gelagert, der von den Schwenkpunkten der Lamelle entfernt liegt, und der Schwingbalken
kann sich um eine zweite Drehachse drehen, die seitlich des gegenüber der Lichteintrittsöffnung und von der ersten Schwenkachse
entfernt liegt. Die Drehung des Schwingbalkens um die zweite Drehachse bewirkt eine gleichzeitige Bewegung der
Verschlußelemente über die Lichteintrittsöffnung, wodurch eine progressive Veränderung der wirksamen Blendenöffnung bewirkt
wird.
Der Drehantrieb kann außerdem einen elektromagnetischen Antrieb aufweisen, der schwenkbar am Schwingbalken an einem Punkt angreift,
der von der zweiten Schwenkachse entfernt liegt, so daß er in der Lage ist, selektiv den Schwingbalken um die
zweite Schwenkachse zu drehen. Gemäß der bevorzugten Arbeitsweise wird bei Erregung des Elektromagneten der Verschluß
in die Schließstellung überführt und es sind Vorspannmittel vorgesehen, die die Verschlußlamellen elastisch in die Öffnungsstellung vorspannen. Es können außerdem Steuermittel vorgesehen
werden, um selektiv eine Erregung des elektromagnetischen Antriebs zu bewirken, wobei diese Steuereinrichtung einen
Lichtfühler und einen Integrator aufweisen kann, dem Licht
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der Aufnanr/ieszene aber zwei oekund'irblendenöffnunren der Verscnlußlamellen
zugefünrt wird. Die 3eK"undärblenden;Jffnun£;en
können gleichzeitig über dem Licni; fühler entsprechend den
Primärblendenüffnungen bewegt werden, um eine sicn progressiv
ändernde Sekundärblendenöffnung über dem Licntfühler zu bilden,
so daß nach Auffallen einer ausreichenden Lichtmenge ein Signal duren den Integrator geliefert wird, durch das der Elektromagnet
erregt wird, der die Lamellen in die Schließstellung zurückfünrt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Lamellen schwenkbar
über Stifte mit dem Schwinghebel verbunden. Die im Querschnitt kreisförmigen Stifte sind dabei am Schwingbalken fixiert und
stehen durch entsprechende öffnungen kreisförmigen Querschnitts in den Verscnlußlamellen hindurch. Die am Schwingbalken sitzenden
Stifte stehen vorzugsweise durcn die Öffnungen der Lamellen
in Gleiteingriff :nit entsprechenden bogenförmigen Führungen oaer Schlitzen, die verhindern, daß die Lamellen während der Betätigung
des Verschlusses außer Eingriff mit ihren Stiften gelangen.
iacnstehend werden Ausfuhrungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Ansicht einer
photographischen Kamera mit dem erfindungsgemäßen Verschluß im Augenblick während der
Betätigung
Fig. 2 eine Ansicht des in Fig. 1 gezeigten Ver
schlusses während eines anderen Zeitpuntctes
während der Aufnahme
Fig. 3 eine Ansicht des Verschlusses nach Fig. 1
während einer weiteren Phase des Verschlußablaufs
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ο -
Fin;· 4 einen Schnitt nacn der Linie 4-4 gemäß
Fi-. 1
Fig. 5 eine schematische Ansicht einer abge
wandelten Ausführungsform des erfindurursgemäßen
Verscnlusses
Fig. 6 eine schematische Ansicht einer weiteren
Ausführungsform eines erfindungsgeniäß
aufgebauten Verschlusses
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, daß der Verschluß in einem Gehäuse
10 untergebracht ist, welches einen rückwärtigen Gußteil 12 aufweist, der selektiv so bearbeitet ist, daß er die ßestanuteile
des Verscnlusses tragen kann. Vorn und oben kann der Gußteil 12 durch eine Abdeckung 14 geschlossen sein, die nicnt
dargestellte Öffnungen besitzt, durch welcne manuell betätigbare
Entfernungseinstell- bzw. Trirnmräder vorstenen können, die teilweise
strichpunktiert bei 18 bzw. 20 angedeutet sind. In der Mitte ist innerhalb der Rückwand des Gehäuseteils 12 die Belichtungsöffnung
22 angeordnet, die die maximal verfügbare Belichtungsblendenöffnung
für das System bildet.
Vor der ßelicnungsöffnung 22 liegt ein Objektiv 24, welches aus
mehreren Elementen besteht, die in vorbestimmten Abstand mittels eines zylindrischen Linsentubus 28 gehaltert werden, der mit
einem Außengewinde versehen ist und mit einem mit Innengewinde versehenen Frontring 26 zusammenwirkt. Der Frontring 20 ist
gegenüber dem Gehäuse 10 drehbar, um die Linsenelemente des Objektivs längs der Mittelachse 30 des optischen Pfades des
Gehäuses 10 verschieben zu können. Die Mittelachse 30 des optiscnen Pfades steht in den Abbildungen 1 bis 3 senkrecht
zur Zeichenebene. Die Drehung des Frontringes 26 kann durch manuelle Drehung des Entfernungseinstellrades 20 bewirkt werden,
welches außen mit Gewinde versehen ist, und die äußeren Zähne
des Frontringes 26 über ein Zwiscnenrad 32 antreibt. Die Drehung
des Einstellrades 20 bewirkt eine Versetzung von Linsenelementen
des Objektivs 24 um das Bild auf der rückwärtigen Filmebene
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33 scnarfzustellen, welches über die Belichtungsöffnung 22 und
den Spiegel 31 erzeugt wird, wenn das System gemäß Fig. 1 in Verbindung mit einer geeigneten FilmbeIientungskammer 35 benutzt
wird. Unmittelbar hinter dem Objektiv 24 und der Lichteintrittsöffnung
22 sind zwei überlappende Verschlußlamellen 34,3b angeordnet,
die im folgenden im einzelnen beschrieben werden. Aus einer Seite des Gehäuses 12 steht ein Verschlußauslöser vor,
durch dessen Niederdrücken der 3elichtungszyklus eingeleitet wird.
In den Verschlußplatten 34 und 36 sind zwei das Szenenlicnt durchlassende
Primäröffnungen 38 und 40 angeordnet, die zusammen eine progressive Änderung der wirksamen Blendenöffnung gemäß der
Versetzung in Längsrichtung und in Seitenrichtung relativ zueinander bewirken. Die Blendenöffnungen 38 und 40 sind selektiv
so gestaltet, daß sie über der Belichtungsöffnung 22 zu liegen kommen und dadurch eine sich graduell ändernde wirksame Blendenöffnung
als Funktion der Lage der Lamellen 34 und 36 bewirkt.
Jede der Lamellen 34 und 36 kann zusätzlich eine entsprechende Pnotozellenabtastsekundärblendenöffnung aufweisen, die bei 42
und 44 dargestellt sind. Die Sekundäröffnungen 42 und 44 können gemäß der Form der Primärblendenöffnungen 38 und 40 gestaltet
sein. Die Sekundärblenden 42 und 44 bewegen sich ebenfalls gemäß den Primärblendenöffnungen 3B und 40 und definieren eine wirksame
kleine Sekundärblende, die Licht von der Aufnahmeszene nach einem Lichtdetektor 46 gelangen läßt. Der Lichtdetektor 46
weist eine photoelektrische Zelle bzw. eine Lichtintegrationsstufe 48 auf, die sowohl eine Photozelle als einen nicht dargestellten
Steuerkreis enthält und das Belichtungsintervall als Funktion der durch die Sekundärblende empfangenen Lichtmenge beendet,
wobei diese Lichtmenge durch die überlappenden Photozellen-Blendenöffnungen 42,44 bestimmt wird. Eine Belichtungssteuereinrichtung
dieser Bauart ist in der US-PS 3 641 889 beschrieben.
Von dem rückwärtigen Gehäuseteil 12 steht an einer Stelle seitlich
im Abstand zu der Belichtungsöffnung 22 ein Stift 54 vor,
der in Schlitze 50 und 52 der Verschlußlamellen 34 bzw. 36
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eingreift und diese verschiebbar und schwenkbar lagert. Der Stift 54 kann einstückig mit dem Gehäuse 12 hergestellt sein
und die Lamellen 34,36 können am Herausfallen vom Stift durch geeignete Mittel genindert werden, beispielsweise durch
Ausbreiten des Stiftendes.
Die gegenüberliegenden Enden der Lamellen 34 und 36 weisen langgestreckte Abschnitte auf, die schwenkbar an einem Schwingbalken
56 angelenkt sind. Der Schwingbalken 56 ist seinerseits
drehbar relativ zum Gehäuse IO über eine Schwenkverbindung mit einem vorstehenden Stift 58 verbunden, der ebenfalls einstückig
aus dem rückwärtigen Gehäuse 12 ausgebildet sein kann und an einer Stelle sitzt, die im seitlichen Abstand zur ßelichtungsoffnung
22 liegt. Der Schwingbalken 56 wird durch einen Sprengring
60 auf dem Stift 58 gehalten. Der Schwingbalken 56 ist an seinen beiden Enden schwenkbar mit den Verschlußlamellen
34 und 36 durch Stifte 66 und 68 verbunden, die vom Schwingbalken 56 vorstehen. Die Stifte 66 und 68 haben vorzugsweise einen
kreisförmigen Querschnitt und stehen durch entsprechende runde öffnungen 62 und 64 der Lamellen 34 und 36 ein und laufen in
bogenförmigen Schlitzführungen 70 und 72, die einstückig mit dem rückwärtigen Gehäuseteil 12 hergestellt sein können. Die
bogenförmigen Schlitzführungen 70 und 72 verhindern, daß die Lamellen 34 und 36 außer Eingriff mit den Stiften 66 und 68
während der Belichtungssteuerung geraten.
Ein Zugelektromagnet 74 versetzt die Verschlußlamellen 34,36
relativ zueinander und relativ zu dem Gehäuse 12. Der Elektromagnet 74 ist von herkömmlicher Ausbildung und besitzt einen
zylindrischen Plungerkolben 76 als Kern, der in die Spule bei
Erregung eingezogen wird. Dieser Plungerkern 76 ist am Schwingbalken 56 mittels eines Schwenkzapfens 78 derart angelenkt,
daß die in Längsrichtung erfolgende Versetzung des Plungers den Schwingbalken um den Stift 58 dreht, wodurch die Verschlußlamellen
3^ und 36 versetzt werden.
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Das Gehäuse 10 trägt den Elektromagneten 74 in einer Lage kurz
über einer Vorspannfeder 80, die kontinuierlich die Lamellen 34 und 36 in Stellungen vorspannt, die ihre größte wirksame Blende
über der Belichtungsöffnung 22 definieren. Das bewegliche Ende der Feder 80 ist mittels eines Stiftes 82 am Schwingbalken 56
festgelegt, während das stationäre Ende an einem Stift 84 befestigt ist, der vom Gehäuse 12 vorsteht. Mittels dieser Federverbindung
wird die Belichtungssteuereinrichtung in eine normalerweise offene Stellung vorgespannt. Bei dieser Anordnung
werden die Verschlußlamellen 34 und 36 in ihre Schließstellung
gemäß Fig. 1 nur dann überführt, wenn der Elektromagnet 74 erregt ist. Infolgedessen verhindert die Erregung des Elektromagneten
74, daß sich die Verscnlußlamellen 34,36 unter der Vorspannung ihrer Feder 80 in die Stellung mit maximaler öffnung
bewegt. Es ist jedoch klar, daß das erfindungsgemäße System
aucn dort Anwendung finden kann, wo die Lamellen 34,36 in die
Scnließstellung durch Federn vorgespannt sind.
Die Belichtungssteuereinricntung wurde vorstehend in Verbindung mit einer Spiegelreflexkamera mit getrenntem Sucher beschrieben,
jedoch liegt es im rfesen der Erfindung, diese auch bei einäugigen
Spiegelreflexkameras anzuwenden, wie dies beispielsweise in der US-PS 3 672 281 beschrieben ist.
Der folgende photographische Arbeitsablauf wird in Verbindung mit einer Kamera beschrieben, bei der der Strahlengang des Sucners
nicht durch das Objektiv verläuft. Die Belichtung kann dadurch eingeleitet werden, daß ein nicht dargestellter Auslöser gedrückt
wird. Danach drent die Zugfeder 80 den Schwingbalken 56 im Uhrzeigersinn,
wodurch die Verschlußlamellen 34 und 36 in Ricntungen bewegt werden, die eine progressive Vergrößerung der wirksamen
Blendenöffnung über der Belichtungsöffnung 22 bewirken. Eine Drehung des Schwingbalkens 56 um den Scnwenkpunkt 58 bewirkt
eine gleichzeitige Verschiebung und Drehung der Verschlußlamellen 34 und 36 um den Schwenkzapfen 54.
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Durch die folgende progressive Drehung des Schwingbalkens 56
von der voll geschlossenen Stellung gemäß Fig. 1 in die volle Öffnungsstellung nacn Fig. 3 durchläuft die optische Mittelachse
30 gekrümmten ßewegungspfaden öoA und 36ß der beiden ßlenaenlamellen
34 bzw. 36. Die Blendenöffnungen 38 und 40 sind um
die jeweiligen gekrümmten ßewegungsp fade Ö6A und <363 so ausgebildet,
daß eine sich graduell vergrößernde wirksame ßlendenöffnung zwischen der vollen Schließstellung gemäß Fig. 1 und
der vollen Öffnungsstellung gemäß Fig. 3 erreicht wird. Es ist nicht notwendig, daß die Blendenöffnungen 38 und 40 derart
überlappen, daß sie eine symmetrische wirksame Blendenöffnung bilden, wie dies bei den herkömmlichen in Führungen laufenden
ßlendenlamellen der Fall ist, wie dies beispielsweise in der US-PS 3 641 889 beschrieben. Die wirksame Blendenöffnung kann
tatsächlich ständig a-symmetrisch im Hinblick auf die optische Mittelachse 30 sein, mit dem einzigen Kriterium, daß die tatsächliche
Fläche der wirksamen öffnung sich in einer vorbestimmten Weise gemäß der Stellung des Schwingbalkens und der
VerschlußlameIlen ändert. Gemäß einer bevorzugten Ausführung
sind die Blendenöffnungen 38 und 40 symmetrisch um ihre jeweiligen gekrümmten Bewegungspfade 86A und 863 derart angeordnet,
daß jede Linie die normal zu den gekrümmten Pfaden gezogen wird, die Ränder einer jeweiligen Blendenöffnung an
Punkten schneidet, die gleichen Abstand von dem gekrümmten Pfad haben. Bei der bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung vergrößert
sich die wirksame öffnung progressiv von der Schließstellung gemäß Fig. 1 in die Öffnungsstellung gemäß Fig. 3>
aber es ist nicht zwingend notwendig, daß die Blendenöffnungen 33 und 40 auf diese Weise ausgebildet sind. Stattdessen könnte
die Anordnung auch so getroffen sein, daß sich ihre wirksame Blendenöffnung nicht ändert, oder während des Verschlußablaufes
sogar abfällt.
Gleichzeitig werden die Photozellenblendenöffnungen 42 und 44
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so bewegt, daß eine korrespondierende, sich progressiv vergrößernde,
Sekundärblendenöffnung über dem Lichtfühler 46 gebildet wird. Sobald eine ausreichende Lichtmenge von der Photozelle des Lichtfühlers
46 aufgenommen ist, wird die Steuerschaltung getriggert und es wird der Elektromagnet 74 erregt, der seinen Plungerkern
anzieht und den Schwingbalken 56 gegen die Vorspannnung der Feder 80 dreht, um den optischen Pfad der Kamera abzusperren. Auf diese
//eise wird das Belichtungsintervall beendet und die Verschlußlamellen
34 und 36 kehren in die volle Schließstellung gemäß Fig. 1 zurück. Auf diese Weise wird die Größe der wirksamen
31ende zusammen mit dem Belichtungsintervall für jeden gegebenen Lichtpegel abgemessen, um eine Photographie mit optimaler Qualität
zu erlangen.
Die Betätigungskraft für die Verschlußlamellen 34 und 36 muß
natürlich ausreichen, um die geringen Massenkräfte der Lamellen und die mechanische Reibung zwischen den sich gegeneinander
bewegenden Bauteilen zu überwinden. Zweckmäßigerweise sind die Bestandteile des Systems so ausgebildet, daß die Reibungsverluste
möglichst gering werden, so daß die mechanische Reibung nur einen geringen Bruchteil der gesamten erforderlichen Betätigungskraft
darstellt. Der Reibungskoeffizient zwischen den sich bewegenden Bauteilen braucht jedocn nicht konstant zu sein, sondern er kann
sich mit der Zeit infol'*· von Schmutzzutritt, Korrosion oder
anderen Verunreinigungen erhöhen, die zwischen den sicn bewegenden Oberflächen eindringen. Das erfindungsgemäße Verschlußsystem
ist so ausgebildet, daß jener Teil der Gesamtbetätigungskraft,
der für die Überwindung der mechanischen Reibung erforderlich ist, wesentlich vermindert wird, so daß selbst bei einem geringen
Ansteigen des Reibungskoeffizienten die mechanische Reibung immer noch nur einen relativ kleinen Prozentsatz der Gesamtkraft bildet,
die zur Betätigung des Verschlusses erforderlich ist. Auf diese vieise wird die Gefahr eines Hängenbleibens der Verschlußlamellen
infolge sich mit der Zeit erhöhenden Reibungskoeffizienten beträchtlich vermindert.
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Gemäß einer Aus füiirungsform der Erfindung können die Stifte
und öd mit dem Schwingbalken 56 einstückig hergestellt sein. Durcn feste Verbindung der Stifte 66 und 68 direkt mit dem
Schwingbalken 56 wird die Gefahr eines Bruchs der Verschlußlamellen
aus dem folgenden Grund vermindert: Die Verschlußlamellen 34 und 36 werden allgemein so dünn als möglich hergestellt,
um sowohl Gewicht als auch mechanische Reibung zu vermindern, wobei eine typische Verschlußlamelle aus einem unter
dem Warenzeichen "Mylar" vertriebenen Kunststoffes eine Stärke von I/3OOO Zoll besitzt. Derartige Verschlußlamellen sind relativ
unflexibel und sie können nicht wiederholt um größere Winkel ausgebogen werden, ohne daß eine erhöhte Gefahr eines Bruchs
besteht. Dadurch daß die Stifte 66 und 68 an dem Schwingbalken befestigt sind, wird gewährleistet, daß nur die Randoberflächen
der Verschlußlamellen von den Stiften erfaßt werden, wodurch wieder die Gefahr vermindert wird, daß irgendwelche Kräfte senkrecht
zur Ebene der Verschlußlamellen aufgebracht werden, weil die Stifte frei relativ zu den Lamellenoberflächen gleiten können.
Auf diese Weise können die Stifte 66 und 68 leicht gegenüber der £bene der Verschlußplatten verschoben werden, ohne daß die
Verschlußlamellen ausgebogen werden könnten.
Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, daß es bei dem erfindungsgemäßen Verschluß nicht notwendig ist, die Führungselemente
präzise zu dimensionieren, um die Verschlußlamellen gleitbar zu führen. Daher kann der Gesamtaufbau des Verschlusses
beträchtlich vereinfacht werden, was eine entsprechende Verminderung
der erforderlichen Kosten zur Folge hat. Es ergibt sich außerdem, daß eine gerade Linie, die die Schwenkzapfen 54 und 58 verbindet,
nicht notwendigerweise die optische Achse 30 schneiden muß.
Auf diese Weise kann mit relativ großen Toleranzen gearbeitet werden, soweit es die Anordnung der Schwenkzapfen 54,58 relativ
zur Belichtungsöffnung 22 anbelangt. Die Längsränder der Lamellenelemente 34,36 können auch schräg relativ zu den Längsrändern
des Gehäuses 12 angeordnet werden, wie dies in der Zeichnung
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dargestellt ist. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen,
andere nicht dargestellte Bauteile innerhalb von Räumen des Gehäuses unterzubringen, die sonst durch den herkömmlichen Verschlußmechanismus
eingenommen werden.
Im folgenden wird auf die Figur 5 der Zeichnung Bezug genommen.
Gleiche Bezugszeichen bezeichnen entsprechende Teile. Bei dieser abgewandelten Ausführungsform ist der Schwingbalken 88 dreieckig
ausgebildet. Die Linien, die die Anlenkpunkte vom Lamellen- und Schwenkzapfen schneiden, bilden zusammen mit dem Anlenkpunkt des
Plungers und dem Schwingbalken-Drehzapfen 78 ein Dreieck, wobei
der Schwenkzapfen 58 innerhalb dieses Dreiecks liegt. Auf diese
Weise kann die Längsachse des Elektromagneten 74' mit der Feder
80 senkrecht zur Lamellen-Längsachse ausgerichtet werden, wodurch eine Dimensionsrekonstruktion des Gehäuses 10 ermöglicht wird,
durch Vielehe die Lan^e des Gehäuses 10 vermindert werden kann.
Im folgenden wird auf Figur 6 der Zeichnung Bezug genommen, wo gleiche Bezugszeichen entsprechende Teile kennzeichnen. Dieses
Ausführungsbeispiel unterscheidet sich durch eine andere Ausführung
des schwenkbaren BelichtungssteuersysterriS. Die Verschlu.3-lamellen
J^ und 36 werden zum Zwecke gleichzeitiger Schwenk- und
Verschiebebewegung relativ zu dem Gehäuse 12 durch im Abstand zueinander angeordneter Stifte QO bzw. 92 gehalten, die einstückig
mit dem rückwärtigen Gehäuseteil 12 verbunden sein können. Die Stifte 90 und 92 können entweder mit; einer Umfangsnut versehen
oder an den äußeren Enden ausgebreitet sein, um die Lamellen zum Zwecke einer gleichzeitigen Gleit- und Verschiebebewegung zu
führen.
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Claims (1)
- - 15 - 2S263GCPATENTANSPRÜCHE1. Verschluß für photographische Apparate mit ^ schwenkbar gelagerten Verschlußlamellen, dadurch gekennzeichnet, dafi die Lamellen schwenkbar und verschiebbar um einen ersten festen Schwenkpunkt gelagert sind, der seitlich von der Lichteintrittsöffnung im Abstand liegt, und daß Mittel vorgesehen sind, die selektiv wenigstens einen Punkt der Verschlußlamelle um einen zweiten festen Schwenkpunkt drehen, der im seitlichen Abstand von der Lichteintrittsöffnung und der ersten Schwenkachse liegt, so daß der Verschluß gleichzeitig um den ersten Schwenkpunkt geschwenkt und verschoben werden kann.2. Verschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Verschlußlamellen mit Blendenöffnungen vorgesehen sind, die gleichzeitig über die Lichteintrittsöffnung durch einen Drehantrieb bewegt werden und eine sich progressiv ändernde wirksame Blendenöffnung über der Belichtungsoffnung bilden.3. Verschluß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei überlappende Blendenlamellen vorgesehen sind, die sowohl verschiebbar als auch schwenkbar um den ersten Schwenkpunkt angeordnet sind, und daß der Drehantrieb einen starren Schwingbalken aufweist, der schwenkbar zwischen zwei im Abstand zueinander liegenden Stellen gegenüber den Blenden-5098'U/0783- 1β " 2526300lamellen angeordnet ist und daß der Schwingbalken schwenkbar an einem Punkt gelagert ist, der von den Anlenkpunkten zwischen Schwingbalken und Lamellen entfernt liegt, und um den zweiten Schwenkpunkt so gedreht wird, daß die Drehung des Schwingbalkens um den zweiten Drehpunkt gleichzeitig die Lamellen über die Lichteintrittsöffnung bewegt, um eine sich progressiv ändernde wirksame Blendenöffnung zu schaffen.Verschluß nach Anspruch 3*dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenlamellen Blendenöffnungen aufweisen, die gleichzeitig über die Lichteintrittsöffnung bewegt werden können, in dem der Schwingbalken um den zweiten Gelenkpunkt gedreht wird, wodurch eine progressive Änderung der wirksamen Blendenöffnung geschaffen wird.Verschluß nach Anspruch 3*
dadurch gekennzeichnet, daß der Drehantrieb aus einem Elektromagneten besteht, dessen Kern schwenkbar an dem Schwingbalken angreift, und zwar an einer Stelle, die vom zweiten Schwenkpunkt entfernt liegt, so daß der Schwingbalken um den zweiten Schwenkpunkt selektiv drehbar ist, wodurch bei Erregung des Elektromagneten die Lamellen in die Abdeckstellung überführt werden, und daß eine Feder die Blendenlamellen in die Preigabestellung vorspannt, wobei eine Steuereinrichtung eine selektive Erregung des Elektromagneten bewirkt.9 B 8 /./07836. Verschluß nach Anspruch 5»
dadurch gekennzei c h η e t, daß die Steuereinrichtung zur selektiven Erregung des Elektromagneten einen Lichtfühler und einen Integrator aufweist, da^ die Verschlußlamellen primäre Blendenöffnungen aufweisen, die gleichzeitig über die Belichtungsöffnung bewegbar sind, um eine progressive Veränderung der wirksamen Blende zu schaffen, und zwar zusammen mit Sekundärblenden, die ebenfalls gleichzeitig über dem Lichtfühler entsprechend den Primärblendenöffnungen bewegt werden, und eine sich progressiv ändernde Blendenöffnung über dem Lichtfühler bilden, derart daß nach Aufnahme einer geeigneten Lichtmenge durch den Lichtfühler ein Signal durch den Integrator erzeugt wird, das den elektromagnetischen Antrieb erregt, um die Blendenlamellen in die Abaeckstellunc zu überführen.7. Verschluß nach Anspruch 3*
dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußlaraellen schwenkbar am Schwingbalken durch Stifte kreisförmigen Querschnitts verbunden sind, die fest mit dem Schwingbalken verbunden sind und durch entsprechende Offnungen kreisförmigen Querschnitts der Lamellen einstehen.8. Verschluß nach Anspruch 7*
dadurch gekennzeichnet, daß die vom Schwingbalken vorstehenden und in die üffnungßn einstehenden Stifte in Gleitberührung mit entsprechenden bogenförmigen Führungen stehen, die verhindern, daß die Lamellen außer Eingriff mit ihreri Stiften gelangen, während die Belichtung durchgeführt wird.50988 Λ/0783 ./._ 18 - 2B7639. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzei chnet, daß die Blendenöffnungen der beiden Verschlußlamellen über entsprechende gekrümmte Bewegungspfade bewegt werden, um sich progressiv ändernde wirksame Blendenöffnungen über der Belichtungsöffnung zu bilden.10. Verschluß nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Blendenöffnungen symmetrisch zu den gekrümmten Bewegungspfaden derart verlaufen, daß jede Linie die senkrecht an die Tangente des gekrümmten Pfades gezogen wird, die Ränder der jeweiligen Blendenöffnung an Punkten schneidet, die gleichen Abstand vom gekrümmten Pfad aufweisen.11. Verschluß nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwingbalken dreieckig ausgebildet ist und daß die Achse des Elektromagneten senkrecht zur Längsrichtung der Lamellen verläuft (Figur 5)<12. Verschluß nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußlaraellen zum Zwecke gleichzeitiger Schwenk- und Verschiebebewegung relativ zum Gehäuse durch Rollen oder Stifte gehalten werden, die vom rückwärtigen Gehäuse vorstehen (Figur 6).5 0 9 B 8 L / 0 7 8 3Leerseite
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