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DE2523052A1 - Verfahren zur bekaempfung von pathogenen pilzen - Google Patents

Verfahren zur bekaempfung von pathogenen pilzen

Info

Publication number
DE2523052A1
DE2523052A1 DE19752523052 DE2523052A DE2523052A1 DE 2523052 A1 DE2523052 A1 DE 2523052A1 DE 19752523052 DE19752523052 DE 19752523052 DE 2523052 A DE2523052 A DE 2523052A DE 2523052 A1 DE2523052 A1 DE 2523052A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
blood
haemoglobin
side effects
undesirable side
pathogenic fungi
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752523052
Other languages
English (en)
Inventor
Toni Dr Dockner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19752523052 priority Critical patent/DE2523052A1/de
Publication of DE2523052A1 publication Critical patent/DE2523052A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N63/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing microorganisms, viruses, microbial fungi, animals or substances produced by, or obtained from, microorganisms, viruses, microbial fungi or animals, e.g. enzymes or fermentates
    • A01N63/10Animals; Substances produced thereby or obtained therefrom
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N63/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing microorganisms, viruses, microbial fungi, animals or substances produced by, or obtained from, microorganisms, viruses, microbial fungi or animals, e.g. enzymes or fermentates
    • A01N63/50Isolated enzymes; Isolated proteins

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
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  • Virology (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Proteomics, Peptides & Aminoacids (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bekämpfung von pathogenen Pilzen Gesundheit und Entwicklung von Mensch, Tier und Pflanze werden häufig durch Infektion mit pathogenen Pilzen beeinträchtigt. Natürliche Werkstoffe wie Holz, Leder und Textilien werden durch Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien geschädigt, bisweilen ganz vernichtet. Dasselbe gilt für Nahrungs-und Futtermittel.
  • Es gibt eine Vielzahl von Wirkstoffen, mit deren Hilfe man Mensch, Tier, Pflanze, Werkstoffe und Nahrungsmittel schützt. Es handelt sich überwiegend um synthetische Produkte aus nahezu allen Klassen anorganischer und organischer Verbindungen. So reicht z.B. das Spektrum im Pflanzenschutz von Metalsalzen (Kupfer/Mangan/Eisen) über organische und anorganische Schwefelverbindungen bis zu komplizierten synthetischen Systemen wie Benzimidazol-und Phthalimidderivaten.
  • Häufig werden auch Chlorverbindungen verwendet, so zum Beispiel im Holzschutz.
  • Eine Vielzahl synthetischer Wirkstoffe hat unerwünschte Nebenwirkungen.
  • Sie bringen Gefahren für den Menschen beim Handhaben und Ausbringen. Eine besonders in letzter Zeit häufig festgestellte Gefahr birgen synthetische Systeme deshalb in sich, weil gewisse Nebenwirkungen wie Mutagenitöt, Teratogenität, Cancerogenität etc. erst nach längerem Gebrauch festgestellt werden können.
  • Es wurde nun gefunden, daß Blut, insbesondere Tierblut wie Rinderblut fungizide Wirksamkeit hat. Ebenso fungizid ist dasodaraus gewonnene Hämoglobin. Beide Substanzen zeigen auch bakterizide Wirkung. Doch der Vorteil liegt im besonderen in der Fungizidwirkung gegenüber schädlichen Mikroorganismen.
  • Die natürlichen Produkte haben folgende Vorteile. Sie sind umweltfreundlich und sie schließen eine nur langfristig festzustellende Toxizität gegenüber Mensch, Tier und Pflanze aus.
  • Die Wirksamkeit wurde an verschiedenen Pilzstömmen und Schimmelpilzgemischen untersucht.
  • So inhibiert Rinderblut das Wachstum von Schimmelpilzen auf Glucose-Agar. Hämoglobin zeigt bei einer Anwendungskonzentration von 0,01 - 1 % ebenfalls eine sehr gute Wirkung gegen Schimmelpilze.
  • Hämoglobin hat auch überraschend eine gute Wirkung gegenüber pflanzenpathogenen Pilzen. Rizoctonia solani und Pernospora können mit Erfolg bekämpft werden.
  • Glucose-Agar Als Nährboden für nachfolgende Beispiele wurde Glucose-Ag!ur der Firma Merck AG, Darmstottf Art.Nr. 5268 verwendet.
  • Die Bereitung erfolgt durch Zugabe von 41 g des Pulvers zu einem Liter kaltem, frisch destilliertem oder vollentsalztem Wasser. Durch ausgiebiges Umschtteln wird das Pulver gleichmäßig verteilt und nach kurzem Stehenlassen, um eine Quellung des Agar-Agar zu erreichen, unter giegentlichem Unschwenken bis zur vollständigen Lösung gekocht. Danach wird durch Erhitzen auf 100 0C 30 Minuten sterilisiert.
  • Die Zusammensetzung ist wie folgt: Fleischextrakt 3 g pro Liter Pepton 10 g D (+) Glucose 10 g Natriumchlorid 5 g Agar 13 g " " Der pH-Wert des gebrauchsfertigen NLLrbodens bei 32 OC betrögt 7,2 - 7,4.
  • Beispiel 1 10 Kulturschalen mit einem Durchmesser von 8 cm werden mit dem oben beschriebenen Nährboden bis zu einer Dicke von 3 mm beschichtet. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur - der Nährboden wird dabei fest - wird die Hälfte der Glasschalen an der Oberfläche mit Hämoglobin (Proteasesubstrat nach Anson, Merck, Art. Nr. 4300 LAB) behandelt. Die Konzentration an Hämoglobin beträgt 0,25 Gew.% bezogen auf den eingesetzten Nährboden.
  • Die Schalen werden nun zusammen in eine Brutkammer gegeben. Bei hoher Luftfeuchtigkeit (95-100 %) und einer Temperatur von ca. 27 -28 OC wurden die Schalen 8 Tage bebrütet.
  • Dabei zeigte sich auf dem unbehandelten Nährboden nach ca. 36 Stunden die ersten Sproßzellen. Nach 3-4 Tagen war die Fläche des Nährbodens zu ca. 80 % bewachsen. Bei dem mit Hämoglobin behandelten Nährboden zeigte sich selbst nach 8 Tagen kein Wachstunt.
  • Beispiel 2 Die Bereitung des Nährbodens erfolgt wie zuvor beschrieben. Es wurde in den noch 60 - 65 °C warmen Nährboden Rinderblut in der Konzentration von 1 %, 5 % und 10 % eingerührt. Außerdem wurde eine Reihe von Schalen kalt mit Rinderblut behandelt.
  • Nach 8 Tagen war der unbehandelte Nährboden bewachsen.
  • In den Proben, die mit 1 und 5 Gew.% Rinderblut bei 60 - 70 Or versetzt waren, setzte das Wachstum 1-2 Tage später ein als bei den unbehandelton.
  • Bei den mit 1,5 und 10 Gew.% kalt behandelten Proben zeigte sich auch nccr 7 Tagen kein Wachstum; ebenso bei den Proben, die mit 10 » Rinderblut heiß behandelt waren.
    Vergleichsversuche für Glucose- i Wachstum von Schimmelpilzen
    agarnährböden in Petrischalen
    a) 4 Schalen unbehandelt nach 7 - 10 Tagen bewachsen
    b) 3 Schalen mit 1 Gew.% Rinder- nach 10 Tagen kein Wachstum
    blut bez. auf Nährboden kalt
    behandelt
    c) 4 Schalen mit 10 Gew.% Rinder- } nach 10 Tagen kein Wachstum
    blut bez. auf Nährboden bei
    60 - 70 OC behandelt

Claims (1)

  1. Patentanspruch: erfahren zur Bekämpfung von pathogenen Pilzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Blut oder Hämoglobin als Fungizid verwendet.
DE19752523052 1975-05-24 1975-05-24 Verfahren zur bekaempfung von pathogenen pilzen Pending DE2523052A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19752523052 DE2523052A1 (de) 1975-05-24 1975-05-24 Verfahren zur bekaempfung von pathogenen pilzen

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DE19752523052 DE2523052A1 (de) 1975-05-24 1975-05-24 Verfahren zur bekaempfung von pathogenen pilzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2523052A1 true DE2523052A1 (de) 1976-12-02

Family

ID=5947325

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19752523052 Pending DE2523052A1 (de) 1975-05-24 1975-05-24 Verfahren zur bekaempfung von pathogenen pilzen

Country Status (1)

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DE (1) DE2523052A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3215654A1 (de) * 1981-04-27 1982-11-18 Erdoekemia Erdoegazdasagi Bioaktives ueberzugs- und befestigungspraeparat fuer den pflanzenschutz
EP1066045A4 (de) * 1997-10-08 2001-05-16 Theragem Inc Säugetierabkömmliche peptide zur behandlung von mikrobiellen infektionen
WO2003082392A3 (en) * 2002-03-28 2004-04-15 Exponential Biotherapies Inc Oxygenating agents for enhancing host responses to microbial infections

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EP1066045A4 (de) * 1997-10-08 2001-05-16 Theragem Inc Säugetierabkömmliche peptide zur behandlung von mikrobiellen infektionen
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