-
Vorrichtung an Fahrzeug-Kränen Erfindung: Mats Erik Eriksson, $Krangerüst
Dc vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für sclche fahrzeug-Kräne. die
mit einem gegenüber ihrem Krangerüst mithilfe eines Hydraulikolbenzylinders betätigbaren,
auf und ab schwenkbaren Ladebaum ausgerüstet sind, der aus einem mit dem Krangerüst
gelenkig verbundenen inneren Arm und einem an dessen angelengten mittels eines zweiten
Hydraulikolbentzylinders betätibaren äusseren Arm besteht wobei der äussere Arm
mit einem in dessen Längsrichtung ein- und ausfahrbaren Verlängerungsarm versehen
ist. Ladekräne mit einem Teleskopbaum zu versehen. der in einen gewöhnlichen Verlngerungsarm
einsteckbar ist, um dadurch den Wirkungsbereich eines Ladekranes zu erweitern. ist
allgemein vorbekannt. Bei völlig ausgefahrenem Teleskopbaum wird jedoch
der
totale Kranarm im Verhältnis zu dem Ladebaum linprcDcrtional lang werden, was zur
Folge hat. dass in unmittelbarer Nähe des Krangerüstes auf der Ladepritsche eines
LastiQraCtwagens stehendes Gut nur sehr schwierig von dem LKW erreicht und abgeladen
bzw. mithilfe des Kranes Ladegut an dieser Stelle auf der Ladepritsche abgestellt
werden kann. Es ist weiter auch sehr schwierig, an dem Ladebaum hängendes Ladegut
in engen Gängen oder Passagen, wie beispielsweise in solchen Fabrikshallen zu manövrieren;
in denen Pfeiler und Maschinen sehr oft den Schwenkbereich wesentlich beeinträchtigen.
Wenn auch dem Kran eine grosse Reichweite und Hubhöhe verliehen wird, so sind bei
völlig gehobenem Ladebaum die Gelenke des äusseren Ladebaumarmes noch immer auf
verhältnismässig begrenzter Höhe gelegen. was auf die Handhabung von Ladegut beispieisweise
auf Baustellen, wo Wande und Dächer manchmal sehr hoch sind eine sehr nachteilige
Einwirkung ausüben Kann. es ist also oft sehr schwierig. die Last über fände und
Dächer zu bewegen, weil der äussere Arm nicht unmittelbar hinter der Wandkrone heruntergeführt
werden rann. Man versuchte den Wirkungsbereich eines Kranes dadurch zu erweitern,
dass man den gewöhnlichen verfahrbaren Verlängerungsarm des Ladebaumes mit einem
Kipparm ausrüstete, der dann perrnanent angeordnet war. Da aber die Befestigungsvorrichtung
eines solchen Kipparmes viel Platz einnimmt. d.h. sehr sperrig ist.kann der Laiebaum
nicht quer auf dem Lastkraftwagen "geparkt" sondern nur in dessen Längsrichtung
Platz finden. in der er die Laderaumflache beeinträchtigt.
-
Für Ladefräne. die auf Lastkraftwagen mit laderaum angebracht sind,
wird jedoch die forderung gestellt, dass der Ladebaum quer zu dem LKW.geparckt werden
kann, um dadurch den Laderaum völlig freizulegen.
-
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, die obenerwähnten
Nachteile zu beseitigen und kennzeichnet sich deshalb durch eine an das Kcpfende
des Verlängerungsarmes anoringbare Konsole mit einem mit dieser gelenkig verbundenen
und mittels eines Hydraulikolbenzylinder auf und ab verschwenkbaren Kipparm in dessen
Längsrichtung ein zweiter Verlängerungerm mit einer
Anordnung zum
Anhängen einer Last verschiebbar angeordnet ist.
-
woneben die Konsole ausser mithilfe einer Gelenkstelle auch durch
zwei Gelenke oder Gelenkpaare mit dem Kipparm in Verbindung steht. die ihrerseits
etwas unterhalb der erwähnten Gelenkstelle miteinander verbunden sind. und dass
der Hydraulikolbenzylinder teils an den Kipparm angelenkt und teigs mit der Gelentstelle
zwischen den Gelenken verbunden ist. Der Kipparm lässt sich sehr leicht an den Ladebaum
eines Fahrzeug-Kranes anordnen bzw.
-
von diesem entfernen und verleiht dem Kran die zufällig erforderliche
Reichweite insbesondere für die Handhabung von baumaterial auf Baustellen. auf denen
schwere Lasten mit maximal ausgefahrenem und hochgestellten Kranarm gehoben werden
müssen, die man unmittelbar hinter einer hchen Wandkrone herabsenken und abstellen
will.
-
Die Anordnung d Kipparmes gibt dem Tadekraì eine gewisse Geschmeidigkeit
und ermöglicht. dass auf der Ladepritsbare des Fahrzeuges in der Nähe des Krangerüstes
stehendes Ladegut mit dem Kranarm leicht erreicht werden Kann. Schliesslich ist
auch die Möglichkeit gegeben . mit montiertem Kipparm den gesamten Kranaflr.
-
derart zsammenzuklappen. dass dieser in unwirksamer Lage (Parkstellung)
sich quer ruder den LKW erstreckt und mit keinem Teil über das maxima1 zulässige
Lastprofil vorsteht. Durch die Gelenkanordnung der vorliegenden Erfindung wird der
Kipparm in vertikaler Richtung innerhalb eines Bereiches von etwa 1800 verschwenkbar.
-
Im Fclgenden wird die Erfindung mit Hinweis au die beigefügten Zeichnungen
näher verdeutlicht. Es zeigen: Fig. 1 einen mit einem Kipparm der vorliegenden Erfindung
ausgerüsteten Fahrzeug-Kran in Seitenansicht während der Arbeit.
-
Fig. 2 in etwas grösserem Masstab eine Stirnansicht (gesehen in Längsrichtung
des LKWs)des Kranes in Parklage Fig. 3 den Kranarm an der Gelenkstelle zwischen
dem Ladebaum und dem Kipparm in Seitenansicht, Fig. 4 eine Draufsicht auf den Kranarm
gemäss Fig. 3 und Fig. 5 in Perspektive die Gelenkstelle desselben.
-
Der auf der Zeichnung veranschaulichte Kran A (Fig. 1) ist hinter
der Fahrerkabine 3 auf dem Chassis 2 eines Lastkraftwagens 1 angeordnet. Das Krangerüst
4 ist um eine vertikale Achse schwenkbar gelagert. Der innere Ladebaumarm 5 ist
um eine horizontale Achse 6 am oberen Ende des Krangerüstes 4 mithilfe eines Hydraulkolbenzylinders
7. 8 in vertikaler Richtung auf und ab verschwenkbar. Der äussere Ladebaumarm 9
ist um eine horizontale Achse 10 mitteils eines weiten Hydraulkolbenzylinders 11.
12 auf und ab verschwenkbar. Der Arm 9. welcher eine ?3-förmige Seitenkrümmung 13
aufweist, ist mit einem Verlängerungsarm 14 versehen, der durch einen Hydraulkclbenylinder
15. 16 gleichläufig mit der Lingsrichtung des Armes 9 versetzbar ist. Am Kopfende
ist der Verlängerungsarm 14 mit einer Vorrichtung zum Anhängen einer Last (nicht
gezeigt) ausgerüstet.
-
Der cben beschriebene Ladekran ist von Stanuardausführung. Gemäss
der vorliegenden Erfindung gehört aber zum Kran auch eine aus zwei Platten 18, 19
bestehende Konsole, die durch Sperrbclzen 20, 21 an das Kcpfende des Verlängerungsarmes
14 befestigt wird.
-
In dieser Konsole 18, 19 ist um eine horizontale Achse 22 das innere
Ende eines Kipparmes 23 schwenkbar gelagert. In dessen Längsrichtung ein zweiter
Verlängerungsarm 24 versetzbar angeordnet ist, der ari seinem Aussenende eine zum
Anhängen einer Last 26 dienende Anordnung 25 aufweist. Zur Schwenkung des Kipparmes
dient ein HydrauAkolbenzylinder 27, 28, dessen eines Ende mit dem Kipparm 23 verbunden
ist und mit seinem entgegengesetzten Ende durch einen Bolzen 29 mit der Verbindungsstelle
zwischen zwei Gelenkpaaren 30. 31 in Verbindung steht, welche Gelenke ihrerseits
mit ihrem entgegengesetzten Ende mithilfe eines Bolzens 32 an die Konsole 18, 19
befestigt bzw. mithilfe eines Bolzens 33 mit dem Kipparm 23 verbunden sind. Die
Gelenkstelle mit dem Bclzen 29 ist unterhalb der Achse 22. d.h. der Gelenkstelle
zwischen Kipparm 23 und Konsole 18, 19 gelegen. Durch diese Art Gelenkverbindung
wird es möglich, den Kipparm 23 zusammen mit seinem Verlängerungsarm 24 mithilfe
des Hydraulkolbenzylinders 27, 28 in vertikaler Ebene in einem Bereich von 1800
zu verschwenken.
-
Wie eindeutig aus Fig. 1 der Zeichnung hervorgeht, besitzt der Kranarm
eine sehr grosse Reichweite. Es ist also möglich mithilfe des Kipparmes 23 zusammen
mit den' Verlängerungsarm 24 die Last 26 über beträchtlich hche Wände zu heben.
Aus Fig. 1 der Zeichnung geht weiter hervor dsss die Last 26 in unmittelbarer Nähe
des Krangerüstes 4 abgesetzt werden kann. Fig. 2 der Zeichnung veranschaulicht die
möglichkeit. den Kranarm völlig zusammenzuklappen.
-
sodass dessen einzelne Kranarmsteile 5, 9 und 23 in Parklage wihrend
der Fahrt quer zur Längsrichtung des LKWs gelegen sind, chne die maximal zulässige
Breite des LKWs überschreiten zu müssen.
-
In dieser Lage benötigt der Fahrzeug-Krn nur sehr wenig Platz.
-
Dit gezeigte und beschriebene Ausführungsform der Erfindung ist nur
als ein Beispiel zu betrachten und insbesondere die hydrautischen Vorrichtungen
zur Bedienung des Fahrzeug-Kranes können baulich auf verschiedene Art im Rahmen
der nachfolgenden Ansprüche verändert werden. Beispielsweise kann anstatt der S-förmigen
Ausbildung des Ladebaumarmes 9. auch das Krangerüst 4 entsprechend ausgeformt werden.
um die in Fig. 2 der Zeichnung veranschaulichte Parklage des Kranarmes zu erwirken.
In diesem Fall kann der Verlängerungsarm 14 exakt in Längerichtung des Ladebaumarmes
9 versetzt und nicht wie in Fig. 4 gezeigt ist. parallel mit diesem versetzt werden.
Der Verlängerungsarm 24 kann einen in diesem verfahrbaren Teleskopbaum haben, wenn
eine auscnahmensweise grosse Reichweite des Kranes erwünscht ist.