DE2521670A1 - Steuergeraet fuer vorrichtungen zur uebertragung von teilchenfoermigem material - Google Patents
Steuergeraet fuer vorrichtungen zur uebertragung von teilchenfoermigem materialInfo
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Description
§ieuergerät_für_Vorrichtungen_zu^
(Priorität: 15. Mai 1974, USA, Nr. 470,227)
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur pneumatischen Übertragung von teilchenförmigen! Material, insbesondere
auf Sandstrahlgebläse.
Derartige Vorrichtungen werden allgemein e.ls Sandstrahlgebläse
bezeichnet, weil Sand eines der am häufigsten verwendeten Abriebmittel ist. Sie enthalten einen Hochleistungsschlauch
und eine Hochleistungsdüse. Der Schlauch ist an den AuslaiB
einer Luftlenkungseinrichtung mit einem durch diese hindurch
verlaufenden Luftkanal verbunden. Dem Luftkanal wird Druckluft zugeführt, die schnell und unter hohem Druck durch den
Kanal, den Schlauch und die Düse strömt. Die Vorrichtung enthält ferner einen Behälter zur Aufnahme des Abriebmittels,
der mit einer Teilchenlenkeinrichtung verbunden ist. Durch diese verläuft ein mit dem Luftkanal in Verbindung stehender
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Teilchenkanal. Sand oder ein anderes teilchenförmiges Abriebmittel
wird im Luftkanal durch den Teilchenkanal in die Bahn der Druckluft eingebracht. Die Luft reißt so den
Sand mit und trägt ihn mit beträchtlicher Geschwindigkeit durch den Schlauch hindurch und an dessen Ende durch die
Düse. Mit der Düse lenkt die Bedienungsperson den Sand gegen den sandzustrahlenden Gegenstand. Der Luft- und der
Teilchenkanal bilden im allgemeinen ein T-förmiges Kanalsystem.
Eine bei solchen Sandstrahlgebläsen bestehende Schwierigkeit besteht darin, daß, wenn der Luftstrom zur zeitweiligen
Unterbrechung des Betriebs unterbrochen wird, das teilchenförmige Material weiter in den Luftkanal strömt
und sich dort ansammelt. Wird der Luftstrom dann wieder eingeschaltet, so ist der Kanal teilweise oder sogar vollkommen
durch das teilchenförmige Material blockiert. Dies kann bei einem Sandstrahlgebläse dazu führen, daß ein Materialpfropfen
sehr heftig aus der Düse austritt, was von einer peitschenartigen Bewegung des Schlauches begleitet
ist. Sowohl der dabei auftretende Stoß als auch die peitschenartige Bewegung des Schlauches sind gefährlich und
können zu Verletzungen der Bedienungsperson führen. Durch die Ansammlung des Sandes im Luftkanal kann es auch zu Zerstörungen
des Gebläses selbst kommen, insbesondere wenn der Luftkanal so vollständig blockiert wird, daß keine
Luft mehr strömen kann. Ähnliche Erscheinungen können beim Start des Gebläses auftreten, wenn der Sand zu strömen
beginnt, bevor die Luft mit ausreichendem Volumen und ausreichender Geschwindigkeit zu strömen begonnen hat.
Es sind bereits verschiedene Vorschläge bekannt, diesen Schwierigkeiten zu begegnen. Aus der US-PS 3 148 484 ist
ein Sandstrahlgebläse bekannt, bei dem ein Einströmen des Sandes in den Schlauch verhindert wird, bis die Luft einen
bestimmten Druck erreicht hat. Dieses Gebläse bzw. das zugehörige Steuergerät ist mechanisch verhältnismäßig kompliziert.
Einige seiner beweglichen Teile sind dem Sand ausge-
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setzt. Ferner wird die Schwierigkeit des weiteren Sandstroms nach dem Abschalten des Luftstroms nicht gelöst.
Ein weiterer Lösungsversuch der Schwierigkeiten besteht darin, getrennte Steuereinrichtungen für Luft und Sand vorzusehen.
Ferner ist aus der US-PS 3 139 705 ein elektronisches Gerät zum automatischen Abschalten des Sandstromes bekannt, wenn
der Luftstrom unterbrochen wird.
Das erfindungsgemäße Steuergerät für Vorrichtungen zur pneumatischen
Übertragung von teilchenförmigem Material mit einer Luftricht- oder -lenkeinrichtung mit einem durch diese
hindurch verlaufenden Kanal, mit Einrichtungen zur Speisung des Luftkanals mit Druckluft, und mit einer Teilchenricht-
bzw. -lenkeinrichtung mit einem durch diese hindurch verlaufenden Teilchenkanal, der mit dem Luftkanal zur Zufuhr
des teilchenförmigen Materials in den Luftkanal verbunden
ist, enthält eine Schließeinrichtung für den Luftkanal,mit
der dieser geöffnet und geschlossen v/erden kann, eine Schließeinrichtung für den Teilchenkanal, mit der der Teilchenkanal
geöffnet und geschlossen werden kann, einen mit der Schließeinrichtung des Luftkanals und der Schließeinrichtung
des Teilchenkanals wirksam verbundenen Steuermechanismus mit Steuerfluidkanälen, der so angeordnet ist,
daß ein erstes Strömungsmuster des Steuerfluids in den
Steuerfluidkanälen wirksam ist, wenn die Schließeinrichtungen für den Luftkanal und den Teilchenkanal beide offen
sind, so daß die Schließeinrichtungen des Luft- und Teilchenkanals zuerst den Teilchenkanal und dann den Luftkanal
schließen, und Einrichtungen zur selektiven Beeinflussung des Steuerfluids, daß es nach dem ersten Strömungsmuster
in den Steuerfluidkanälen strömt.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist ein zweites Strömungsmuster wählbar, wenn beide Schließeinrichtungen
verschlossen sind und sie zum Start der Vorrichtung geöffnet werden sollen. Wenn das Steuerfluid nach dem zwei-
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-ben Muster strömt, bewirkt der Steuermechanismus, daß der
Teilchenkanal nach dem Luftkanal geöffnet wird.
Vorzugsweise können der Luft- und der Teilchenkanal in einer gewünschten Folge durch Betätigung eines einzigen Schalters
geöffnet oder geschlossen werden.
Der Steuerinechanismus ist durch Wahl der relativen Größe
der darin vorgesehenen Kanäle so ausgebildet, daß die relativen Geschwindigkeiten gesteuert werden, mit denen die
beiden Schließeinrichtungen geöffnet und geschlossen werden. Insbesondere beim Abschalten wird der Luftkanal langsamer
geschlossen als der Teilchenkanal, während beim Starten die Öffnung des Teilchenkanals langsamer erfolgt als
die des Luftkanals.
Die beiden Schließeinrichtungen enthalten vorzugsweise je
ein bewegliches Teil, beispielsweise eine Membran oder einen Kolben, die so betätigbar sind, daß der entsprechende
Kanal in Abhängigkeit davon geöffnet wird, ob an der einen oder anderen Seite des Betätigungsgliedes ein höherer
Druck herrscht, bzw. beim Schließen des Kanals, ob auf der anderen Seite ein größerer Druck herrscht. Geeignete
Steuerfluidkanäle in der Steuereinrichtung sind direkt mit Bereichen verbunden, die mit den entsprechenden Seiten der
beweglichen Betätigungseinrichtungen in Verbindung stehen, so daß das Steuerfluid in diese Bereiche zur Betätigung
der Schließeinrichtungen eintreten oder aus diesen austreten kann.
Anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die Draufsicht auf eine pneumatisch wirkende Vorrichtung mit einem erfindungsgemäßen
Steuergerät;
Fig. 2 den z.T. vergrößerten Teilschnitt 2-2 der Fig. 1;
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Fig. 3 den Steuermechanismus im Teilschnitt 3-3
der Fig. 1;
Fig. 4 den Querschnitt eines Teils der Teilchenkanal-Schließeinrichtung
in geschlossener Stellung, in vergrößertem Maßstab; und
Fig. 5 die scheraatische Darstellung der Vorrichtung
der Fig. 1 und 3 "bei Verwendung bei einem Sandstrahlgebläse.
Die in den Figuren gezeigte pneumatische Übertragungsvorrichtung 10 dient zur Verwendung bei einem Sandstrahlgebläse
und enthält das erfindungsgemäße Steuergerät. Es sei
darauf hingewiesen, daß ähnliche Übertragungsvorrichtungen
mit dem erfindungsgemäßen Steuergerät auch bei anderen Vorrichtungen verwendet werden können, bei denen teilchenxörmiges
Material durch einen Luftstrom oder ein anderes Fluid aufgenommen und längs eines Kanals bewegt wird.
Die Vorrichtung 10 enthält eine Luftlenkeinrichtung mit zwei Fittings 30 und 40, durch die ein Luftkanal 12 verläuft. Ein
Kanal 14 für teilchenförmiges Material verläuft durch einen
Teilchenlenk- oder -richtteil mit einem Schieber 54, einem federnden Ring 46 und dem Fitting 40 und schneidet den Luftkanal
12 unter einem rechten Winkel. Eine Druckluftquelle
ist über einen Schlauch 20 mit dem Einlaß 18 des Luftkanals 12 verbunden. Ein weiterer Schlauch 22 ist mit dem Auslaß
des Kanals 12 verbunden. Am anderen Ende des Schlauches 22 ist eine Düse 26 angeordnet. Im Betrieb richtet die Bedienungsperson
mit Hilfe der Düse 26 den Sand auf den sandzustrahlenden Gegenstand.
Der Luftkanal 12 verläuft insgesamt horizontal vom Einlaß 18 im Fitting 30 zu einem ersten vertikal gerichteten Abschnitt
28. Ein Membrangehäuse mit einer oberen und unteren Hälfte 32 bzw. 34 ist an das Fitting 30 so angeschlossen,
daß eine Bohrung 36 in der unteren Hälfte 34 mit dem
vertikalen Abschnitt 23 des Luftkanals 12 in Deckung liegt. Die Bohrung 36, ein vom I-Iembrangehäuse begrenzter Hembran-
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bereich 38 und Bohrungen 39 in der unteren Hälfte 34 des Gehäuses
bilden eine Verlängerung des Luftkanals, zusammen mit .Bohrungen 39, die mit einem zweiten vertikal gerichteten Abschnitt
41 des Luftkanals 12 im Fitting 30 in Deckung liegen.
Der Rest des Luftkanals verläuft im wesentlichen horizontal, und zwar zunächst durch das Fitting 30 und darauf
durch das hiermit verbundene rohrartige Fitting 40 bis zum Auslaß 24 in demselben.
Eine zwischen der oberen und unteren Gehäusehälfte 32 bzw. 34 eingeklemmte Membran 42 spricht auf die Druckverteilung
in den an ihre obere und untere Seite angrenzenden Räumen derart an, daß der Luftkanal 12 stromauf vom Teilchenkanal
14 durch Öffnen und Schließen der Bohrung 36 geöffnet und
geschlossen wird. Die Membran dient somit als Schließeinrichtung für den Luftkanal. Die Membran 42 ist durch eine
Druckfeder 44 in der oberen Gshäusehälfte 32 nach unten vorgespannt,
so daß, wenn der Druck im Bereich 38 oberhalb der Membran größer oder gleich ist dem Druck in der Bohrung 36»
der Luftkanal 12 verschlossen wird. Ist der Druck in der Bohrung 36 höher als der im Bereich 38, so bewegt sich die
Membran nach oben und gibt den Luftkanal frei (Fig. 2).
Der Teilchenkanal 14 ist in drei Abschnitte unterteilt. Den ersten Abschnitt stellt eine Bohrung 48 dar, die durch das
Fitting 40 hindurch verläuft und den Luftkanal 12 schneidet. Der zweite Abschnitt 50 des Teilchenkanals verläuft durch
den Ring 46 aus federndem Material hindurch, der in einem vom äußeren Teil des Fittings 40 wegragenden, mit der Bohrung
4S konzentrischen Zapfen 52 aufgenommen ist. Der dritte Abschnitt 60 des Teilchenkanals verläuft durch den
Schieber 54 hindurch, dessen ringförmiges Ende 56 an einer
axialen Stirnfläche des federnden Ringes 46 anliegt» Die andere Stirnfläche des Ringes 46 liegt auf der Schulter 58
des Fittings 40 auf s die zwischen der Bohrung 28 und dem
Zapfen 52 vorgesehen ist« Das ringförmige Ende 56 des Schiebers
54 paßt in den Zapfen 52 5 wenn das Ende 56 den federn-
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den Ring 46 nach unten drückt. Der Ring 46 ist mit Abschrägungen 45 und 47 versehen, so daß das Ende 56 des Zapfens
52 nicht in das Elastomer schneiden kann.
Vom Schieber 54 ragt ein Kolben 61 radial weg, der als Schließeinrichtung
für den Teilchenkanal dient. Der Kolben 61 ist von einem Gehäuse 62 mit offenem Ende umschlossen. Ein Teil
des Rests des Schiebers 54 bildet eine bündige Gleitbahn für den Kolben 61 und den angrenzenden Teil 70.Die Innenfläche
des Gehäuses 62 ist gegen den Teil 70 des Schiebers 54 mittels Dichtungen 72, 74 und 76 abgedichtet, so daß auf
der einen Seite des Kolbens 61 ein geschlossener Raum 66 entsteht. Das Gehäuse 62 ist mittels Bolzen 64 am Fitting
40 befestigt. Übersteigt der im Raum 66 oberhalb des Kolbens herrschende Druck den unterhalb des Kolbens herrschenden,
normalerweise Atmosphärendruck, so wird der Schieber 54 nach unten bewegt. Dabei drückt das Ende 56 gegen den
federnden Ring 46 und drückt diesen axial zusammen, so daß das elastische Material radial nach innen gedrückt und der
Abschnitt 50 des Teilchenkanals durch den federnden Ring 46 verschlossen wird (Fig. 4). An der unteren Seite des
Kolbens 61 ist eine ringförmige Ausnehmung 68 angeordnet, die zur Aufnahme des Zapfens 52 dient, wenn sich der Kolben
61 nach unten bewegt. Wenn der Raum 66 entlüftet wird,
nimmt das federnde Material seine normale Form wieder an
und drückt den Schieber 54 nach oben, so daß sich der Teilchenkanal
öffnet.
Das Steuergerät enthält weiter eine Steuereinrichtung oder in aufeinanderfolgenden Schritten schaltende Einrichtungen
mit einem darin vorgesehenen Netz von Steuerfluidkanälen. Die Steuereinrichtung arbeitet mit einem Steuerfluid, vorzugsweise
aus der Druckluftquelle 16 entnommener Luft, das nach einem vorgegebenen Muster durch die Steuerfluidkanäle
strömt♦
Die Steuereinrichtung enthält einen nach oben ragenden Teil 78 (Fig. 2) an der Oberhälfte 32 des Membrangehäuses,
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eine Leitung 80, über die die Steuereinrichtung an eine
Druckfluidquelle angeschlossen werden kann, ein in der Lei-.tung 80 vorgesehenes Ventil 82 und eine Leitung 84, die
eine Verlängerung eines der Kanäle im Teil 78 bildet, über den sie an den geschlossenen Raum 66 oberhalb des Kolbens
61 angeschlossen ist.
Gemäß Fig. 3 ist im nach oben ragenden Teil 78 ein Haupt-Steuerfluidkanal
mit Bohrungen 86 und 88 und einer kleinen Zweigbohrung 98 vorgesehen. Die Bohrung 86 wird hergestellt,
indem durch den Teil 78 gebohrt und die Enden der Bohrung verschlossen werden. Die Bohrung 88 verläuft von
der Oberseite des Teils 78 nach innen und schneidet die
Bohrung 86. Die öffnung der Bohrung 88 bildet den Einlaß
des Haupt-Steuerfluidkanals. Die Leitung 80 ist an die
Öffnung der Bohrung 88 angeschlossen. Ein Luftschließkanal 90 verbindet den Haupt-Steuerfluidkanal mit dem Raum
38 oberhalb der Membran. Das Steuerfluid kann vom Raum 38 über ein Einwegventil 92 im Luftschließkanal 90 zum Haupt- ·
Steuerfluidkanal strömen, jedoch nicht in der Gegenrichtung. Der Haupt-Steuerfluidkanal ist weiter über eine Entlüftungsöffnung
94 mit dem Raum 38 verbunden, deren Durchmesser wesentlich kleiner ist als der des Luftschließkanals
90.
Ein Teilchenschließkanal mit einer Bohrung 100 und der Leitung 84 verbindet den Haupt-Steuerfluidkanal mit dem Raum
66 oberhalb des Kolbens 60. Im Teilchenschließkanal befindet sich ein Rückschlagventil 96, durch das das Steuerfluid
vom Raum 66 zum Haupt-Steuerfluidkanal, jedoch nicht in der Gegenrichtung strömen kann. Der Haupt-Steuerfluidkanal ist
über eine Entlüftungsöffnung 102 mit der Bohrung 100 des Teilchenschließkanals und damit mit dem Raum 66 verbunden.
Der Durchmesser der Entlüftungsöffnung 102 ist wesentlich kleiner als der des Teilchenschließkanals.
In der Leitung 80 befindet sich an einer geeigneten Stelle zwischen dem Teil 78 und der Steuerfluidquelle ein Zweiweg-
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ventil 82. Das Zweiwegventil 82 enthält ein hohles Ventilgehäuse 106 mit einem darin drehbaren, durch einen Handgriff
114 betätigbaren VentilkUken 104. Im Ventilgehäuse 106 sind drei in Abständen voneinander angeordnete Bohrungen
108, 110 und 116 vorgesehen. Die Bohrungen 110 und 116
sind über geeignete Verbindungen mit stromauf und stromab gelegenen Teilen der Leitung 80 verbunden. Die Bohrung 108
ist zur Atmosphäre offen. Im Ventilküken 104 befindet sich ein gekrümmter Kanal 112. In der in Fig. 2 in durchgehenden
Linien gezeigten Stellung des Ventilkükens sind die Enden des Kanals 112 auf die Bohrungen 108 und 116 ausgerichtet,
während die Bohrung 110 durch den massiven Teil des Ventilkükens 104 gesperrt ist. Durch Drehen des Handgriffs
114 kann das Ventilküken 104 so gedreht v/erden, daß sich der Kanal 112 in der in Fig. 2 in gestrichelten Linien
gezeigten Stellung befindet, so daß die Enden des Kanals 112 auf die Bohrungen 116 und 110 ausgerichtet sind.
In Fig. 2 sind der Luftkanal und der Teilchenkanal durch ihre zugehörige Schließeinrichtung geöffnet. Zum Schliessen
der Schließeinrichtung und damit zum Abschalten der Vorrichtung wird das Ventilküken 104 in die in Fig. 2 gestrichelt
gezeigte Stellung gedreht, wobei die Leitung 80 geöffnet wird. Damit strömt unter Druck stehendes Steuerfluid
in seiner ersten Strömungsart durch den Steuerfluidkanal, nämlich in die Bohrungen 88 und 86. Es strömt dann
am Rückschlagventil 96 vorbei, frei durch den Teilchenschließkanal 98, 100, 84 und in den Raum 66 oberhalb des
Kolbens 61. Hierdurch wird der Kolben 61 nach unten getrieben, wobei er den Teilchenkanal verhältnismäßig
schnell schließt. Inzwischen wird die Strömung des Steuerfluids in den Luftschließkanal 90 durch das Rückschlagventil
92 blockiert. Das Steuerfluid strömt langsam in den Raum 38 oberhalb der Entlüftungsöffnung 94 ab. Der Raum
38 wird daher allmählich unter Druck gesetzt, so daß die Membran nach unten geschoben und der Luftkanal nach Verschließen
des Teilchenkanals geschlossen wird. Die Steuer-
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einrichtung steuert somit nicht nur die Reihenfolge, in der die beiden Kanäle geschlossen v/erden, sondern auch die
relative Geschwindigkeit, mit der sie verschlossen werden. Die Bedienungsperson ruft diese Steuerfolge durch
eine einzige Bewegung eines Schalters hervor, nämlich des Handgriffs 114.
Um die Kanäle wieder zu öffnen und die Vorrichtung zu starten, wird der Handgriff 114 so gedreht, daß das Ventilküken
104 wieder in die in Fig. 2 in durchgezogenen Linien gezeigte Stellung gelangt. Hierdurch strömt das Steuerfluid
nach einem zweiten Strömungsmuster oder nach einer zweiten Strömungsart in die Steuerfluidkanäle. Bei der in durchgehenden
Linien gezeigten Stellung des Ventilkükens 104 ist der Teil 78 zur Atmosphäre entlüftet, so daß das unter Druck
stehende Steuerfluid in den Räumen 38 und 66 aus diesen auszuströmen "beginnt. Das Fluid im Raum 38 strömt frei am Rückschlagventil
92 vorbei, durch den Luftschiießkanal 90, durch
die Bohrung 88, die Leitung 60 und das Ventil 82 zur Atmosphäre. Hierdurch wird der Druck im Raum 3& schnell abgebaut. Durch
den Luftdruck in der Bohrung 36 und im stromauf gelegenen
Teil des Luftkanals 12 wird die Membran 42 nach oben geschoben. Damit wird der Kanal 12 schnell geöffnet, und die Luft
beginnt durch denselben hindurchzuströmen. Inzwisehen wurde
die Strömung des Steuerfluids aus dem Raum 36 durch den Teilchenschließkanal 100 durch das Rückschlagventil 96
blockiert. Es muß daher langsam aus dem Teilchenschließkanal 100 durch die Entlüftungsöffnung 102 in die Bohrung S6 und
von dort zur Atmosphäre strömen. Daher nimmt der Druck im Raum 66 allmählich ab, so daß auch der federnde Ring 46 seine
unkomprimierte Form allmählich annimmt. Dabei wird der Schieber 54 nach oben geschoben und der Teilchenkanal 14 geöffnet,,
nachdem die Luft bereits durch den Luftkanal 12 strömt. Auch hier v/erden Reihenfolge und relative Geschwindigkeit
der Betätigung der beiden Schlief:einrichtungen durch den Steuermechanismus gesteuert, und zwar durch eine einzige
Einstellung des Ventilgriffs 114 durch die Bedienungsperson.
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Das erfindungsgemäße Steuergerät ist besonders vorteilhaft und zweckmäßig, weil sein Steuerfluid aus Druckluft
"bestehen kann, die durch Anzapfen der Luftquelle zum Luftkanal zugeführt wird.
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Claims (6)
- P_a_t_e_n_t_a_n_s_g_r_ü_c_h_eM.^Steuergerät für Vorrichtungen zur Übertragung von teilchenförmigem Material mit einem Luftlenkteil mit einem durch denselben verlaufenden Luftkanal, einer Druckluftquelle zur Speisung des Luftkanals mit Druckluft, und mit einem Teilchenrichtteil mit einem durch denselben verlaufenden Teilchenkanal, der mit dem Luftkanal derart in Verbindung steht, daß das teilchenförmige Material in den Luftkanal eingebracht wird, wobei das Steuergerät eine Luftkanal-Schließeinrichtung enthält, durch die der Luftkanal geöffnet und verschlossen wird, sowie eine Teilchenkanal-Schließeinrichtung, durch die der Teilchenkanal geöffnet und geschlossen wird, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung (78, 80, 82, 84), die mit der Luftkanal-Schließeinrichtung (42) und der Teilchenkanal-Schließeinrichtung (46, 54, 62) wirksam verbunden ist und Steuerfluidkanäle (88, 90, 94, 98, 100, 102) enthält, wobei die Steuereinrichtung so angeordnet ist, daß bei geöffneter Luftkanal-Schließeinrichtung (42) und geöffneter Teilchenkanal-Schließeinrichtung (46, 54, 62) eine erste Strömungsart des Steuerfluids in den Steuerfluidkanälen auf die Schließeinrichtungen derart wirkt, daß erst der Teilchenkanal (14) und dann der Luftkanal (12) verschlossen wird, und durch eine Einrichtung (82), durch die bewirkt wird, daß das Steuerfluid in der ersten Strömungsart durch die Steuerfluidkanäle strömt.509848/0445
- 2. Steuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung so angeordnet ist, daß eine zweite Strömungsart des Steuerfluids in den Steuerfluidkanälen bei geschlossenen Schließeinrichtungen die Schließeinrichtung des Luftkanals (12) zuerst und darauf die des Teilchenkanals (14) öffnet, wobei die Steuereinrichtung eine Einrichtung (82) enthält, durch die selektiv bewirkt wird, daß das Steuerfluid in der zweiten Strömungsart in den Steuerfluidkanälen strömt.
- 3. Steuergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung so angeordnet ist, daß der Luftkanal (12) bei nach der ersten Strömungsart strömendem Steuerfluid langsamer als die Schließeinrichtung des Teilchenkanals (14) undder Teilchenkanal (14) bei nach der zweiten Strömungsart strömendem Fluid langsamer als der Luftkanal (12) geöffnet wird.
- 4. Steuergerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließeinrichtung für den Luftkanal ein Betätigungsglied (42) mit einer ersten und einer zweiten Seite enthält, das, wenn der Druck auf der ersten Seite größer ist als der auf der zweiten Seite, den Luftkanal (12) schließt, daß die Teilchenkanal-Schließeinrichtung ein Betätigungsglied (61) mit einer ersten und einer zweiten Seite enthält, das, wenn der Druck auf der ersten Seite grös-5098 48/04 45ser als auf der zweiten Seite ist,"den Teilchenkanal (14) schließt, und daß die Steuereinrichtung folgende Bestandteile enthält: einen Haupt-Steuerfluidkanal (86, 88), einen Einlaß zur Einspeisung von Steuerfluid in den Haupt-Steuerfluidkanal (66, 88), einen Luftschließkanal (90), der den Haupt-Steuerfluidkanal mit einem ersten Raum verbindet, der mit der ersten Seite des Betätigungsgliedes (42) der Luftkanal-Schließeinrichtung in Verbindung steht, ein Rückschlagventil (92) im Luftschließkanal (90), das bei einem Druck im Haupt-Steuerfluidkanal (86, 88), der größer als der Druck im ersten Raum ist, den Luftschließkanal (90) verschließt, eine erste Entlüftungsöffnung (94), deren Querschnitt kleiner als der des Steuerfluidkanals ist, und die den Haupt-Steuerfluidkanal (86, 88) mit dem ersten Raum verbindet, und einen Teilchenschließkanal (98, 100), dessen Durchmesser größer ist als der der Entlüftungsöffnung (94), die den Haupt-Steuerfluidkanal (86, 88) mit einem zweiten Raum verbindet, der mit der einen Seite des Betätigungsgliedes (61) der Teilchenkanal-Schließeinrichtung verbunden ist«
- 5. Steuergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung ein Rückschlagventil (96) im Teilchenschließkanal (98, 100) enthält, das den Teilchenschließkanal (98, 100) verschließt, wenn der Druck in zweiten Raum größer als der Druck im Kaupt-Steuerfluidkanal (86, 88) ist, und eine zweite Entlüftungsöffnung (102), deren Querschnitt509848/0445kleiner ist als der des Haupt-Steuerfluidkanals (86, 88) iind den Teilchenschließkanal (98, 100) mit dem Haupt-Steuerfluidkanal verbindet.
- 6. Steuergerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, .dadurch gekennzeichnet, daß das Steuer-Xluid aus aus der Quelle (16) zugeführter Druckluft besteht, und daß die Steuereinrichtung eine Einrichtung (52) zur selektiven Lenkung von Druckluft aus der Quelle (16) in die Steuerfluidkanäle der Steuereinrichtung enthält.509848/0A45
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