DE2521519A1 - Substituierte 9,10-dihydroanthracen- 9,10-imine und heterocyclische (aza) analoge davon und verfahren zur herstellung dieser verbindungen - Google Patents
Substituierte 9,10-dihydroanthracen- 9,10-imine und heterocyclische (aza) analoge davon und verfahren zur herstellung dieser verbindungenInfo
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Description
Substituierte 9»10-Dihydroanthracen-9,10-imine und heterocyclische
(Aza) Analoge davon und Verfahren zur Herstellung
Die vorliegende Erfindung betrifft bestimmte substituierte 9,10-Dihydroanthracen-9»10-imine, ihre heterocyclischen (Aza)
Analoge und ihre pharmazeutisch annehmbaren Salz-, Esterund Amidderivate, die als schwachwirkende Tranquilizer, Krampf
mittel (krampflösende Mittel), Muskelrelaxansien und bei der Behandlung von extrapyramidalen Störungen, wie der Parkinson'-sehen
Krankheit, nützlich sind. Der Zweckmässigkeit halber werden die erfindungsgemässen Verbindungen nachfolgend als
"Anthracenimine" bezeichnet.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch Verfahren zum Herstellen solcher Anthracenimine und pharmazeutische Mittel, welche
solche Verbindungen enthalten.
5098 48/1 UO
15 610Y ·<λ· 2521513
Die erfindungsgemässen Verbindungen können allgemein durch die
folgende Strukturformel dargestellt werden:
Hierin bedeuten:
E Wasserstoff, Acyl, Alkyl, Aryl, Alkoxycarbonyl,
Aralkyl, Alkenyl, Dialkylaminoalkyl, Hydroxyalkyl,
Alkinyl, Trialkylsilyl, Alkylcycloalkyl oder
Cycloalkyl,
1 2
R und R unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Halogen-
alkyl, Aralkyl, Aryl, Alkenyl oder Dialky!aminoalkyl,
X und Y unabhängig voneinander Halogen, wie Chlor, Fluor, Brom und Jod, Alkoxy, Dialkoxymethyl, Alkyl,
Cyan, Dialkylaminoalkyl, Carboxy, Carboxamido,
halogensubstituiertes Alkoxy, Halogenalkyl, HaIogenalkylthio, Allyl, Aralkyl, Cycloalkyl, Aroyl,
Aralkoxy, Alkanoyl, Aryl, substituiertes Aryl, Alkylthio, Alkylsulfonyl, Halogenalkylsulfonyl,
Alkylsulfinyl, Halogenalkylsulfinyl, Arylthio,
Halogenalkoxy, Amino, Alkylamino, Dialkylamino,
Hydroxy, Carbamoyl, N-Alkylcarbamoyl, ΪΤ,Ν-Dialkylcarbamoyl,
Nitro oder Dialkylsulfamoyl,
η eine ganze Zahl, und zwar O (X oder Y stehen für
Wasserstoff), 1, 2, 3 oder kleinen ungesättigten heterocyclischen oder heteropolycyclischen
Anteil, in welchem das Heteroatom oder die Heteroatome A N oder NR bedeuten, wobei
R die oben angegebene Bedeutung hat, oder den Benzoanteil.
- 2 509848/1140
Mit Bezug auf die Anthracenimine der oben stehenden Strukturformel
I sind die bevorzugten Ausführungsformen diejenigen, bei denen bedeuten:
1 2
R und R unabhängig voneinander Wasserstoff, Niedrigalkyl,
mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkenyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder Dialkylaminoalkyl mit
3 bis 15 Kohlenstoffatomen,
R ■ Wasserstoff oder Niedrigalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
Hydroxyniedrigalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkenyl mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkyl mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, Alkylcycloalkyl
mit 4- bis 10 Kohlenstoffatomen, Benzyl (oder X- oder R-kernsubstituiertes Benzyl), Medrigalkoxycarbonyl
mit 2 bis 7 Kohlenstoffatomen oder Dialkylaminoalkyl mit 3 bis 15 Kohlenstoffatomen,
Y und X unabhängig voneinander Niedrigalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogen (Fluor, Chlor, Brom,
Jod), Niedrigalkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
halogensubstituiertes Niedrigalkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Halogenniedrigalkyl mit 1 bis
6 Kohlenstoffatomen, Cyano, Carboxy, Halogenalkylthio, Alkylthio, Haiοgenalkylsulfonyl oder Carboxamido,
η eine ganze Zahl, und zwar 0 (X oder Y stehen für Wasserstoff), 1 oder 2,
—"\
Benzo
CM"
6 0 9 8 4 B / 1 U 0
610Y H
oder
Die bevorzugtesten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind diejenigen, bei denen bedeuten:
die Benzogruppe
R und R Wasserstoff, Niedrigalkenyl, wie Vinyl und dgl.,
Niedrigalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Propyl und dgl., Trifluormethyl
oder Diniedrigalkylaminoniedrigalkyl, wie Dimethylaminopropyl
und dgl.,
R Wasserstoff, Benzyl oder substituiertes Benzyl, Niedrigalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie
Methyl, Äthyl, Propyl und dgl., Cyclopropyl, Cyclobutyl
oder Diniedrigalkylaminoniedrigalkyl, wie Dimethylaminopropyl und dgl.,
X und Y Chlor, Brom, Jod, Niedrigalkoxy mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
Niedrigalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Cyano, Carboxy, Carboxamido, Trifluormethoxy,
Trifluormethyl, Trifluormethylsulfonyl, Miedrigalkylthio, wie Methylthio und dgl., oder
Trifluormethylthio,
η eine ganze Zahl, und zwar 0 (X oder Y stehen für
Wasserstoff), 1 oder 2.
5 09848/1UQ
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Im allgemeinen werden die erfindungsgemassen Anthracenimine
durch Umsetzung eines in geeigneter Weise substituierten Hetarins ("Benzin" im Falle des Benzosubstituenten) mit einem
in geeigneter Weise substituierten Isoindol Ia gemäss der folgenden Reaktion (sämtliche Substituenten haben die oben
angegebene Bedeutung) hergestellt:
(Y)n |g 1 2 N-R
Ia
In dfer Praxis wird der Hetarin- oder Benzinreaktant (nachfolgend
der Zweckmässigkeit halber als Gesamtheit "Benzin" genannt) in situ unter Bedingungen, welche mit der letzlich durchgeführten
Diels-Alder-Kondensation mit dem Isoindol vereinbar
sind, erzeugt. Die Herstellung solcher Reaktanten und ■Verfahrensbedingungen
für die letztliche Herstellung der erfindungsgemassen Anthracenimine werden nachfolgend beschrieben.
Viele der bei der Herstellung der erfindungsgemassen Anthracenimine
nützlichen Isoindole sind bekannt und leicht erhältlich. Andererseits können derartige Isoindole auch leicht
durch Umsetzen eines o-disubstituierten Benzols mit einem Halogenierungsmittel, wie N-Bromsuccinimid (NBS), nachfolgendes
Umsetzen des erhaltenen α,α'-dihalogenierten Produktes
mit einem N-substituierten Hydrazin (RNHNHo) und Behandeln
des letzteren mit Base hergestellt werden. Dadurch ergibt sich das gewünschte Isoindol (Ia):
_ 5 _
509848/1 UO
509848/1 UO
15 610Y
(X oder I)n-I- j! R2
NBS..
(X oder Y)
Br
(X oder Y)
+) NC (X oder Y)n
NH.
Base,
Ia
(sämtliche Substituenten haben die oben angegebenen Bedeutungen)
Im typischen Falle wird die Halogenierungsstufe bei der Herstellung
des Isoindols in Gegenwart eines Initiators, wie Benzoylperoxid und dgl., unter Ultraviolettbestrahlung ausgeführt.
Die Reaktionstemperatur, das Lösungsmittelsystem oder die in der Endstufe verwendete Base sind nicht kritisch. Zu geeigneten
Lösungsmitteln für die Reaktion gehören Kohlenwasserstoffe, wie Hexan, Benzol und dgl., und Halogenkohlenwasserstoffe,
wie Tetrachlorkohlenstoff, Chlorbenzol und dgl. Im typischen Falle beträgt die Reaktionstemperatur etwa 25° C
bis zur Rückflusstemperatur; die nicht kritische Base kann aus der Gruppe Natriumhydroxid, Kaiiumhydroxid, Kaliumcarbonat
und dgl. ausgewählt sein.
Eine andere Methode zum Herstellen von in geeigneter Weise substituierten Isoindolen wird in dem folgenden Schema gezeigt
:
509848/1H0
15 610Y
COOH
1)
2) Veresterun
I if BS^
^^^COoR0
Br
OC
2R
ENH,
R2Li ν Ia
Hierin haben sämtliche Symbole die weiter oben angegebenen Bedeutungen, und R0 bedeutet irgendeinen Niedrigalkylanteil, wie
Methyl, Äthyl, Propyl und dgl. Gemäss dem oben beschriebenen Verfahren wird die o-Acylbenzoesäure zunächst nach herkömmlichen
Arbeitsweisen, wie Hydrierung über Pd/C in wässriger Natriumhydroxidlösung, hydriert, um die Carbonylgruppe zu reduzieren,
und danach wird die freie Garboxygruppe durch Behandlung mit Diazomethan, Schwefelsäure in Methanol oder HCl
in Äthanol oder nach anderen Standardmethoden verestert. Durch Halogenieren des erhaltenen substituierten Benzoesäureesters
ergibt sich das oben veranschaulichte cc-Halogen-Zwischenprodukt.
Die Halogenierung kann beispielsweise durch Behandeln des Esters mit NBS in CCl^ unter Rückfluss bewirkt werden. Durch
Behandeln des a-Halogen-Zwischenproduktes mit dem primären
Amin, RNHo, in Methanol, Äthanol, Acetonitril, Äther, THF
oder einem anderen polaren organischen Lösungsmittel erhält man das oben veranschaulichte Phthalimidin das bei Behandlung
mit R Li in Äther, Benzol, THF oder einem anderen nicht an der Reaktion teilnehmenden, organischen Lösungsmittel unter
Rückfluss oder mit einem Grignard-Reagens, R MgX1 (Xf steht
für Halogen, wie Chlor, Brom oder Jod) in Anisol, THF, Glyme
oder Dibutyläther unter Rückfluss das gewünschte Isoindol (Ia) ergibt. Was das unmittelbar obenstehend veranschaulichte Ver-
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15 610Y
fahren angeht, so kann die Veresterungsstufe gemäss der folgenden
Arbeitsweise
eliminiert werden. Dabei erhält man das Phthalimidin-Zwischenprodukt
direkt durch Behandeln der ortho-Acylbenzoesäure mit dem primären Amin, ENHp, in Gegenwart von NaCHBH,, wenn protische
Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol und dgl., verwendet werden, oder in Gegenwart von NaBH2,, MgSO2, und dem Hydrochlorid
des primären Amins, wenn polare, aprotische Lösungsmittel, wie Acetonitril, DMF, HMPA und dgl., verwendet werden.
In jedem der beiden Lösungsmittelsysteme sind die Reaktionstemperatur, die Reaktionszeit und das Reaktantenverhältnis
nicht übermässig kritisch. Die folgenden Bedingungen werden jedoch im typischen Falle beim Arbeiten in dem aprotischen
System angewandt: Das primäre Amin liegt als äquimolare Mischung der freien Base mit ihrem Säureadditionssalz im Überschuss
bezüglich der Acylbenzoesäure vor, und das Natriumborhydrid wird anteilweise im Verlauf von mehreren Stunden der
Lösung des Amins und der Acylbenzoesäure -NgSO2,-Aufschlämmung
zugesetzt.
Eine andere Methode zum Herstellen der Verbindungen Ia umfasst die Behandlung eines o-Diacylbenzols mit einem primären Amin,
RNHp, in Gegenwart eines Reduktionsmittels, wie NaBH2, oder
C.
dgl., in einem protischen Lösungsmittel bei einer Reaktionstemperatur von 20 bis 35° C gemäss dem folgenden Reaktionsschema (sämtliche Symbole haben die oben angegebenen Bedeutungen):
509848 / 1 UO
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Ia
Eine andere Methode zum Herstellen von Verbindungen Ia umfasst, wenn entweder R oder R Wasserstoff bedeutet, die Behandlung
von Phthalsäureanhydrid mit dem primären Amin RNHp unter Bildung
eines Phthalimid-Zw is chenp ro dukt es, das bei der Reduktion
mit beispielsweise Zinkstaub in Eisessig das Phthalimidin liefert, das bei Behandlung mit einem passenden Lithiumalkyl
2 2
LiR oder Grignard-Reagens R MgX1 das gewünschte Isoindol
gemäss dem folgenden Schema ergibt:
RNH,
oder
LiR2
R2MgX1
Noch eine andere Arbeitsweise zur Herstellung von Verbindungen
1 2
Ia umfasst insbesondere dann, wenn entweder R oder R Wasserstoff
bedeuten und wenn der benzoide Kern des Isoindols einen Elektronen freisetzenden Substituenten trägt (hier als X1 bezeichnet;
X' bedeutet einen Rest aus der Gruppe der Reste, die zuvor für X und 1 definiert wurden), wie Alkyl, Halogen
oder dgl., die Friedel-Crafts-Alkylierung einer meta-X1-substituierten
Benzoesäure· Die' folgende Gleichung fasst diese
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Methode zusammen:
COOH
CH2IiHCOCH2Cl
0OH
Das unmittelbare Friedel-Crafts-Produkt cyclisiert spontan
unter Bildung des Phthalimidin-Zwischenproduktes, das durch
Behandlung mit EJ in Gegenwart eines Reduktionsmittels, wie Natriumhydrid, in einem Lösungsmittelsystem, wie Dimethylformamid
oder einer 1:1-Mischung aus DMF und Benzol N-alkyliert
werden kann. Das sich ergebende N-substituierte Phthalimidin
liefert bei Behandlung mit einem geeigneten Lithiumalkyl
Ί Ί
(LiE ) oder Grignard-Eeagens (E MgX), wie zuvor definiert,
1 2
das gewünschte E - oder E -substituierte Isoindol, das den X'-Sübstituenten in der 5-Stellung trägt:
das gewünschte E - oder E -substituierte Isoindol, das den X'-Sübstituenten in der 5-Stellung trägt:
Geeignete Friedel-Crafts-Eeagenzien für die oben angegebene Reaktion sind N-Hydroxymethylchloracetamid und N-Hydroxymethylphthalimid.
Der bevorzugte Friedel-Crafts-Katalysator ist konzentrierter H2SO^. Im typischen Falle wird die Umsetzung
lösungsmittelfrei oder in Lösungsmitteln, wie 2
und dgl., bei einer Temperatur von etwa 0° C bis etwa 30°
ausgeführt.
Dem Fachmann ist es geläufig, dass die oben beschriebenen Verfahren
einzeln oder in Kombination gemäss dem zweckmässigsten
Weg in der Synthese der Isoindole, welche für die Herstellung
der erfindungsgemassen Anthracenimine benötigt werden, angewandt
werden können.
- 10 -
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Der vorübergehend auftretende "Benzin"-Reaktant (hier derart
definiert, dass' sowohl Carboverbindungen als auch heterocyclische
Verbindungen umfasst sind) kann nach einer Vielfalt von Methoden einschliesslich Blitzphotolyse einer im Kern substituierten,
cyclischen, aromatischen Verbindung, wie Benzol oder Pyridin, oder Behandlung einer ortho-Dihalogen- oder einer
Monohalogen-substituierten, cyclischen aromatischen Verbindung mit einer starken Base, hergestellt werden:
Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung ist es vorzuziehen, dass das oben veranschaulichte "Benzin" in situ für die unmittelbare
Diels-Alder-Kondensation mit dem Isoindol Ia erzeugt
wird. Die folgende Gleichung veranschaulicht repräsentativ diese Reaktion für die bevorzugten Benzo-Ausführungsformen:
Halogen
I—Halogen
oder (X)
alogen
Base^
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Geeignete Basen für die oben angegebene· Reaktion können aus der folgenden Gruppe ausgewählt werden: Alkali- und Erdalkalimetalle
und ihre entsprechenden Oxide, wasserhaltigen Oxide, Alkoxide, Alkaliamide, Alkalialkyle und dgl. Die bevorzugtesten
Basen sind Magnesiumme'tall und Alkalialkyle, wie Methyllithium,
Butyllithium, Phenyllithium, Kalium-tert.-butoxid
und Alkaliamide, wie Lithiumdiisopropylamid, Lithium-2,2,6,6-tetramethylpiperidid,
Natriumamid und dgl. Die Identität des Reaktionslösungsmittels ist nicht unang'emessen kritisch; geeignete
Lösungsmittel können unter Kohlenwasserstoffen, wie Benzol, Hexan, Cyclohexan und dgl., oxygenierten Lösungsmitteln,
wie Äther, Dioxan, Tetrahydrofuran, Anisol und dgl., ausgewählt werden. Im typischen Falle wird die Reaktion bei etwa
-70 C bis zur Rückflusstemperatur ausgeführt.
Eine zweite Methode zum Herstellen der erfindungsgemässen Anthracenimine
umfasst die Diels-Alder-Kondensation eines substituierten
Butadien-(1,3) und eines Naphthalinimins und die nachfolgende Aromatisierung des neu gebildeten 6-gliedrigen
Rings durch Addition von Brom und HBr-Austritt durch Behandlung des bromierten Zwischenproduktes mit einer Base, wie Triethylamin:
(X oder Y)
+ (X oder Y)
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Hierin haben alle Substituenten die weiter oben angegebenen Bedeutungen.
Derartige Naphthalinimine Ib (substituierte 1,4-Dihydronaphthalin-1,4-imine)
sind in der US-SN 498 485 beschrieben.
Im typischen Falle wird kein Lösungsmittel für die Diels-Alder-Reaktion der ersten Stufe benötigt; geeignete
Lösungsmittel für diese Stufe sind aber beispielsweise THF, p-Dichlorbenzol, Toluol und dgl. bei einer Reaktionstemperatur
von etwa 25° C bis zur Rückflusstemperatur oder bei höherer Temperatur, wenn die Umsetzung unter Druck ausgeführt wird.
Die Bromadditionsreaktion kann in Lösungsmitteln, wie Essigsäure, CCl^, Chloroform, THF, Benzol und dgl., ausgeführt
werden. Die zum Schluss durchgeführte Eliminierungsreaktion wird im typischen Falle in Lösungsmitteln, wie Benzol oder
THF, in Gegenwart einer Base, wie (C2Hc)5N, NaOH oder DBN
(Dibenzocyclononan), ausgeführt.
Schliesslich können die erfindungsgemässen Anthracenimine
durch Derivat bildende Operationen, die an dem Anthracenimingrundkern zur Erzielung bestimmter Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung vorgenommen werden, hergestellt werden. Die folgende Reaktion ist repräsentativ für diese Methode.
Es wird die Benzo-Ausführungsform veranschaulicht; die nachfolgenden Arbeitsweisen sind aber auf sämtliche Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung anwendbar:
In diesen Formeln werden zum Zwecke der Veranschaulichung die benzoiden Ringe nur im Bezug auf die auftretende Gruppe L
substituiert gezeigt; es ist aber nicht kritisch und nicht einmal bevorzugt, dass L unter diesem Aspekt der Erfindung der
einzige benzoide Substituent ist. L kann irgendeine chemisch
- 13 -
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abwandelbare Gruppe sein, wie Amino, Hydroxy, Brom, Jod, Chlor und dgl., die nach, bekannten Arbeitsweisen in die Funktion X
übergeführt werden kann» X hat die oben angegebenen Bedeutungen und umfasst insbesondere· für diesen Zweck der Erfindung Reste,
wie Cyano, Trifluormethylthio, Methylthio und dgl. Zu geeigneten
Lösungsmitteln für diesen Verfahrensaspekt der Erfindung
gehören Dimethylformamid, Hexamethylpho sphors äureamid (HMPA), THF, Chinoxalin und dgl. Im typischen Falle wird die Reaktion
bei etwa 25° C bis zur Eückflusstemperatur ausgeführt.
Andere zu Derivaten führende Eeaktionen, die keine kritischen Eeaktionsparameter umfassen und durch die folgenden Beispiele
repräsentativ veranschaulicht werden, umfassen: Die N-Alkylierung,
die N-Acylierung und Eeduktion, die reduktive IT-Alkylierung
und die elektrophile Substitution an den benzoiden Kernen.
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Von dem Bereich der vorliegenden Erfindung werden auch nichttoxische, pharmazeutisch annehmbare Salz-, Ester- und Amidderivate
der Verbindung I umfasst. Säureadditionssalze werden bevorzugt. Solche Säureadditionssalze der Anthraceniminverbindungen
bilden sich durch Vermischen einer Lösung der Anthraceniminverbindungen mit einer Lösung einer pharmazeutisch
annehmbaren, nicht-toxischen Säure, wie Chlorwasserstoffsäure,
Ameisensäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure, Essigsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Kohlensäure, Phosphorsäure, Oxalsäure
und dgl.
Die erfindungsgemässen, als schwache Tranquilizer wirkenden
Anthracenimine vermögen bei Einheitsdosierungsniveaus von etwa 0,1 bis etwa 500 mg je kg Körpergewicht oder bei einem
Tagesdosierungsniveau von etwa 0,4 bis etwa 2000 mg je kg
Körpergewicht Angstzustände zu lindern, ohne übermässige Beruhigung oder Schlaf zu bewirken. Ausserdem sind die erfindungsgemässen
Anthracenimine als Muskelrelaxanzien, als Krampfmittel und bei der Behandlung von extrapyramidalen Störungen
nützlich, wenn sie bei vergleichbaren Dosierungsniveaus indiziert werden. Es versteht sich natürlich, dass das genaue
Behandlungsniveau von der individuellen Krankengeschichte des behandelten Tiers oder des behandelten Menschen abhängt, und
letzten Endes bleibt die genaue Behandlungsvorschrift, die
unter die oben angegebenen Richtlinien fällt, dem Ermessen des Therapeuten überlassen.
Unter den Bereich der vorliegenden Erfindung fallen auch pharmazeutische
Mittel, welche solche Anthracenimine enthalten. Vorzugsweise liegen diese Mittel in Einheitsdosierungsformen,
wie in Tabletten, Pillen, parenteralen Lösungen oder dgl., vor.. Für die Herstellung fester Mittel, wie Tabletten, wird
der aktive Hauptbestandteil mit einem pharmazeutischen Träger, d. h. herkömmlichen Tablettierungsbestandteilen, wie Maisstärke,
Lactose, Saccharose, Sorbit, Talkum, Stearinsäure, Magnesiumstearat, Dicalciumphosphat, Gummiarten und andere
pharmazeutische Verdünnungsmittel, beispielsweise Wasser, unter
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Bildung einer festen Vorformiilierung, die eine homogene Mischung
eines erfindungsgemässen Anthracenimins oder eines
nicht-toxischen, pharmazeutisch annehmbaren Salz-, Ester- oder
Amidderivates davon enthält, vermischt. Diese feste Vorformulierung
wird dann in Einheitsdosierungsformen der oben beschriebenen
Art, die 0,1 bis etwa 500 mg an dem aktiven,
erfindungsgemässen Bestandteil enthalten, unterteilt. Die Tabletten oder Pillen aus dem neuartigen Mittel können überzogen
oder in anderer Weise kompoundiert werden, damit sich eine Dosierungsform ergibt, welche den Vorteil einer verlängerten
Wirkung der erfindungsgemässen Anthracenimine bietet.
Die flüssigen Formen, denen das erfindungsgemässe, neuartige
Mittel für eine Verabreichung auf oralem Wege oder durch Injektion einverleibt werden kann, umfassen wässrige Lösungen,
zweckmässigerweise schmackhafte Sirups, wässrige oder ölige Suspensionen.
Die erfindungsgemässen pharmazeutischen Anthraceniminformulierungen
können oral, parenteral oder rektal verabreicht werden. Oral können sie in Tabletten, Kapseln, Suspensionen oder Sirups
verabreicht werden, wobei die bevorzugte Dosierungsform eine komprimierte Tablette ist, welche 0,1 bis etwa 500 mg
an dem aktiven Bestandteil enthält. Die optimale Dosierung hängt natürlich von der in Rede stehenden Dosierungsform ab.
In jedem speziellen ITaIl hängt die richtig ausgewählte Dosierung,
wie zuvor erwähnt, weiterhin von Faktoren des Patienten ab, welche die Reaktion auf das Heilmittel beeinflussen können;
solche sind beispielsweise der allgemeine Gesundheitszustand, das Alter, das Gewicht und die gewünschte Wirkung.
2,3-Difflethylphthalimidin
Eine Lösung von 11,8 g (0,076 Mol) 2-Äthylbenzoesäure in 25 ml
absoluten Methanols wird vorsichtig mit 2,5 ml konzentrierter
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15'61OY
Schwefelsäure behandelt und auf Rückflusstemperatur erhitzt. Nach 4 Stunden wird das Gemisch auf Eis gegossen und das ölige
Produkt mit Xther extrahiert. Beim Verdampfen des gewaschenen
(Wasser; 5%iges, wässriges Natriumbicarbonat und Wasser)
und getrockneten Auszugs unter vermindertem Druck bleibt Methyl-2-äthylbenzoat als restliches, farbloses Öl in einer
Ausbeute von 86 % zurück.
Eine Mischung aus 10,7 g (0,065 Mol) Methyl-2-äthylbenzoat, 12,5 g (0,07 Mol) N-Bromsuccinimid, 50 mg Benzoylperoxid und
125 ml Tetrachlorkohlenstoff wird bei Rückflusstemperatur so
lange gerührt, bis die Umsetzung in 2 Stunden vollständig beendet ist. Das ausgefällte Bernsteinsäureimid wird von der
gekühlten Mischung abfiltriert, und das Filtrat wird unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft. Methyl-2-(1-bromäthyl)-benzoat
bleibt als gelber, öliger Rest in quantitativer Ausbeute zurück.
Eine Lösung von 0,156 Mol Methyl-2-(i-brommethyl)-benzoat
und 24,0g (0,312 Mol) 40%igen, wässrigen Methylamins in 230 ml
absoluten Methanols wird 20 Stunden lang bei Raumtemperatur gehalten. Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck verdampft,
und der Rückstand wird zwischen Chloroform und Wasser verteilt. Beim Verdampfen des gewaschenen (Wasser; 2n-Chlorwasserstoffsäure;
und Wasser) und getrocknetem Chloroformauszug unter vermindertem Druck bleibt das rohe Produkt als
restliches öl zurück. Die Destillation ergibt gereinigtes 2,3-Dimethylphthalimidin als fliessfähiges, farbloses öl.
2-Alkyl-3-methy !phthalimidine
Nach der in Beispiel 1a beschriebenen Arbeitsweise wird Methyl-2-(1-bromäthyl)-benzoat
mit dem passenden primären Amin unter Bildung der folgenden 2-Alkyl-3-methylphthalimidine umgesetzt:
1.) 2-Benzyl-3-methylphthalimidin,
Sp-.158 bis 162°C/0,1 mm Hg
2.) 2-Äthyl-3-methylphthalimidin,
Sp. 97 Ms 105°C/0,1 mm Hg
3.) 2-CycloOropyl-3-methylphthalimidini
Sp. 120*0/0,2 mm Hg
4.) 2-(3-Hydroxypropyl)-3-methylphthalimidin,
Sp. 172 bis 175°C/O,2 mm Hg
5.) 2-Propyl-3-πlethylphthalimidin,
Sp. 98 bis 194-° C/0,1 mm Hg
6.) 2-Butyl-3-methylph.thalimidin1
. Sp. 109 bis 114° C/0,1 mm Hg
7.) 2-Allyl-3-methylphtlialimidiii,
Sp. 102 bis 104° C/0,15 mm Hg
8.) 2-Cyclopropylmethyl- 3-methylphthalimidin,
Sp. 131 bis 133°C/O,1 mm Hg
Beispiel 1b
1,2,3-Trimethylisoindol
In einer trockenen, in einer Stickstoffatmosphäre gehaltenen
Apparatur werden 25 ml von 1,9m Methyllithium in Äther tropfenweise
zu einer gerührten Lösung von 6,4 g (0,04 Mol) 2,3-Dimethylphthalimidin
in 100 ml absoluten Äthers gegeben. Nach dem Rühren über Nacht bei Raumtemperatur wird das gekühlte Gemisch
durch tropfenweise Zugabe von 40 ml Wasser hydrolysiert. Die Ätherschicht wird abgetrennt, wiederholt mit Wasser gewaschen
und über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, während unter Stickstoff gerührt und- in einem Eisbad gekühlt wird.
Die filtrierte Lösung wird unter vermindertem Druck verdampft und der zurückbleibende, dunkelgelbe Feststoff bei 0,5 mm getrocknet.
Es ergeben sich 5,7 g (90 %) 1,2,3-Trimethylisoindol.
2-substituierte-1,3-Dimethylisoindole
Nach der in Beispiel 1b beschriebenen Arbeitsweise wird das
passende 2-substituierte 3-Methylphthalimidin mit Methyllithium
unter Bildung der folgenden 2-Alkyl-1,3-dimethylisoindole
behandelt:
- 18 509848/1140
156101 M' ' 2521513
1 . ) 2-Benzyl-1,3-dimethylisoindol 2.) 2-Äthyl-1, 3-dimethylisoindol
3« ) ' 2-Cyclopropyl-1,3-cLimethylisoindol
4.) 2-Propyl-1,3-dimethylisoindol
5. ) 2-Butyl-1,3-dimethylisoindol
6.) 2-Allyl-1,3-dimethylisoindol
7· ) 2-/B-(Tetrahydropyranyl>-2-ox27-propyl-1,3-dimethylisoindol
8.) 2-Cyclopropylmethyl-1,3-dimethylisoindol
9·) 5-Chlor-, ^Jod- und 5-Brom-2-cyclopropyl-1,3-dimethylisoindol
10.) 5-Chlor-, 5-Jod- und 5-Bfom-2-/3-(tetrahydropyranyl)-2-oxy/-propyl-1,3-dimethylisoindol
11.) 5~Chlor-, 5-Jod- und 5-Brom-2-propyl-1,3-dimethylisoindol
12.) 1-Butyl-2,3-dimethylisoindol aus n-Butyllithium und
2,3-Dimethylphthalimidin
2,3-Dimethylphthalimidin
13») 1-Äthyl-2,3-dimethylisoindol aus Äthyllithium und
2,3-Dimethylphthalimidin
14.) 1-Vinyl-2,3-dimethylisoindol aus Vinyllithium und
2,3-Dimethylphthalimidin
Beispiel 1c
2-/3-(Tetrahydropyranyl-2-oxy)-propyl7-3-niethylphthalimidin
2-/3-(Tetrahydropyranyl-2-oxy)-propyl7-3-niethylphthalimidin
Eine Mischung aus 7,35 g (0,036 Mol) 2-(3-Hydroxypropyl)-3-methylphthalimidin,
3,3 g (0,039 Mol) Dihydropyran, 80 mg
p-Toluolsulfonsäure-monohydrat und 75 ml absoluten Äthers
wird bei Raumtemperatur 24 Stunden lang gerührt. Das Rühren wird mehrere Stunden nach der Zugabe von 1,0 g wasserfreiem Kaliumcarbonat fortgesetzt, und das Gemisch wird filtriert. Beim Verdampfen des Filtrats unter vermindertem Druck und
Trocknen des Rückstandes bei 0,5 mm Hg bleibt 2-/3-(Tetrahydropyranyl-2-oxy)-propyl7-3-methylphthalimidin als viscoses, gelbes öl in quantitativer Ausbeute zurück.
p-Toluolsulfonsäure-monohydrat und 75 ml absoluten Äthers
wird bei Raumtemperatur 24 Stunden lang gerührt. Das Rühren wird mehrere Stunden nach der Zugabe von 1,0 g wasserfreiem Kaliumcarbonat fortgesetzt, und das Gemisch wird filtriert. Beim Verdampfen des Filtrats unter vermindertem Druck und
Trocknen des Rückstandes bei 0,5 mm Hg bleibt 2-/3-(Tetrahydropyranyl-2-oxy)-propyl7-3-methylphthalimidin als viscoses, gelbes öl in quantitativer Ausbeute zurück.
- 19 -
509848/ 1 UO
15 610Y ^0
Beispiel 1d
11~.(3-Dimethylaminopropyl )-9»IO-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9>10-imin
Zu einer gerührten Mischung aus 1,45 g (0,0052 Mol) 11-(3-Hydroxypropyl)-9,IO-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,
1,4g (0,00525 Mol) Triphenylphosphin und 17 ml trockenen Benzols werden bei Raumtemperatur und unter Stickstoff anteilweise
0,95 g (0*00535 Mol) N-Bromsuccinimid gegeben. Das Rühren
wird 6 Stunden lang fortgesetzt; es scheidet sich dabei ein feiner, weisser Niederschlag langsam ab. Nach dem Abkühlen
in einem Eisbad wird das Gemisch mit gasförmigem Dimethylamin gesättigt, und das Rühren wird Übernacht bei Raumtemperatur
fortgesetzt. Das Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck verdampft und der Rückstand mit absolutem Äther verrieben.
Der Bernsteinsäureimid-Niederschlag wird abfiltriert und das Filtrat wird unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft.
Der Rückstand wird mit heissem Hexan verrieben, und das Gemisch wird abgeschreckt. Nach dem Abfiltrieren des Triphenylphosphinoxid-Niederschlags
wird das Hexanfiltrat unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft. Das Produkt bleibt als
öliger Rückstand zurück. Kurzwegdestillation bei 95 bis 105° C und 0,2 mm Hg ergibt 0,9 g (56 %) an einem viscosen, gelben
Öl.
Die Base wird durch Behandeln einer äthanolischen Lösung mit einem Äquivalent Chlorwasserstoff in Äthanol in das Hydrochloridsalz
umgewandelt. Beim Verdünnen mit absolutem Äther fällt das Salz aus. Es wird aus kaltem, absolutem Äthanol-Äther
umkristallisiert. Man erhält 11-(3-Dimethylaminopropyl)-9,10-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-iminhydrοChlorid
als weisse Kristalle.
Nach der in Beispiel 1d beschriebenen Arbeitsweise erhält man, wenn man das 11-(3-Hydroxypropyl)-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9»10-imin
des Beispiels 1d durch äquivalente Mengen
- 20 509848/1 UO
an 2-Chlor-, 2-Jod- bzw. 2-Brom-11-(3-hydroxypropyl)-9,10-dimethyl-9»10-dihydroanthracen-9l10-imin
ersetzt, 2-Chlor-, 2-Jod- bzw. 2-Brom-11-(3-dimethylaminopropyl)-9»10-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin.
Beispiel 1
9,10,11-Trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
Stufe A: 1,2,3-Trimethylisoindol
Eine Mischung aus 50 g (0,374· Mol) o-Diäthylbenzol, 146 g
(0,822 Mol) N-Bromsuccinimid, 0,1 g Benzoylperoxid und 800 ml Tetrachlorkohlenstoff wird unter fiühren und Ultraviolettbestrahlung
so lange am Rückfluss erhitzt, bis die Umsetzung vollständig ist. Das ausgefällte Bernsteinsäureimid
wird abfiltriert, mit Tetrachlorkohlenstoff gewaschen, und das Filtrat wird unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft.
Der α,α'-Dibrom-o-diäthylbenzol-Rückstand wird in
800 ml absoluten Äthers aufgelöst.Die gerührte Lösung wird
unter Stickstoff tropfenweise mit einer Lösung von 40 g (0,87 Mol) Methylhydrazin in 50 ml absoluten Äthers versetzt.
Ein gummiartiger Niederschlag trennt sich ab. Nachdem man 3 Stunden gerührt und das Material Übernacht stehen gelassen
hat, dekantiert man den Äther. Der in 625 ml Wasser gelöste
Rückstand wird mit 375 ml 40%iger Natriumhydroxidlösung behandelt,
und das Gemisch wird 1,5 Stunden lang am Rückfluss gerührt. Nach dem Abkühlen wird der Niederschlag des rohen
Produktes gesammelt, mit Wasser gewaschen und in 600 ml Äther gelöst. Die Ätherlösung wird wiederholt mit Wasser gewaschen
und unter Rühren und Abkühlen in einem Eisbad über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet. Die filtrierte Lösung wird unter
vermindertem Druck eingedampft und der zurückbleibende, dunkelgelbe Feststoff mit Petroläther verrieben, filtriert und im
Vakuum getrocknet. Man erhält 15»56 g 1,2,3-Trimethylisoindol.
- 21 509848/1 UO
Stufe B: 9,10,11-Trimethylanthracen-9,10-dihydro-9,10-imin
In einer in einer Stickstoffatmosptiare gehaltenen,trockenen
Apparatur werden 1,7 S (0»0? Mol) Magnesiumdrehspäne in 10 ml
trockenen !Tetrahydrofurans suspendiert, und das Gemisch wird auf Rückflusstemperatur erhitzt. Die Umsetzung wird durch Zugabe
weniger Tropfen 2-Fluorbrombenzol eingeleitet, und eine
Mischung aus 9,65 g (0,06 Mol) 1,2,3-Trimethylisoindol und
12,3 g (0,07 Mol) 2-Fluorbrombenzol in 70 ml trockenen Tetrahydrofurans
wird im Verlauf von 1 Stunde zugetropft. Das Rühren unter Rückfluss wird 2 Stunden lang fortgesetzt. Das
gekühlte Gemisch wird durch tropfenweise Zugabe von 25 ml Wasser
hydrolysiert, und die organische Schicht wird dekantiert. Das Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck verdampft und
das zurückbleibende dunkle öl in Benzol gelöst. Die Lösung wird durch Diatomeenerde filtriert, mit Äther verdünnt und
mit Wasser gewaschen. Der getrocknete Auszug wird unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft. 15,6 g rohes 9,10,11-Trimethylanthracen-9,10-dihydro-9,10-imin
bleiben als dunkelroter öliger Rückstand zurück. .Der Rückstand wird durch Auflösen
in 30 ml Äthylacetat und Zugabe einer Lösung von 10,4 g
(0,09 Mol) Ameisensäure in 100 ml absoluten Methanols in das Fumarsäuresalζ umgewandelt. Beim Verdünnen mit 320 ml Äthylacetat
und Animpfen fallen 10,05 g des rohen Salzes als purpurner Feststoff aus. Durch zweimaliges Umkristallisieren aus
Methanol/Äthylacetat (1:1) unter Verwendung von entfärbender Holzkohle erhält man 4,38 g des Fumaratsalzes des 9,10,11-Trimethylanthracen-9,10-dihydro-9,10-imins
als weisse Kristalle (C17H17N-I,5 C4H4O).
iiach der Arbeitsweise des Beispiels 1, Stufe A, erhält man,
wenn man das o-Diäthylbenzol des Beispiels 1 durch eine äquivalente
Menge von o-Äthyltoluol, o-Dipropylbenzol, 2-Propyläthylbenzol,
o-bis-(ß,ß,ß-Trifluoräthyl)-benzol, o-Dibutylbenzol
bzw. 2-Butylpropylbenzol ersetzt, 1,2-Dimethylisoindol,
1,3-Diäthyl-2-methylisoindol, 1,2-Dimethyl-3-äthylisoindol,
- 22 609848/1. UO
1,3-bis- (Trifluormethyl )-2-methylisoindol, 1,3-Dipropyl-2-methylisoindol
bzw. i-Äthyl^-methyl^-propylisoindol.
Venn man die oben aufgeführten Isoindole einzeln anstelle des
1,2,3-Trimethylisoindols des Beispiels 1, Stufe B1 verwendet,
erhält man: 9,11-Dimethyl-9,10-dihydroanthracen~9,10-imin,
9,10-Diäthyl-11-methyl-9»IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 9,11-Dimethyl-10-äthyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,
9,10-Trifluormethyl-11-methyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,
11-Methyl-9, 1O-dipropyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin bzw.
11-Methyl-9-äthyl-10-propyl-9,10-dihydro anthrac en-9,10-imin.
Nach der Arbeitsweise des Beispiels 1, Stufe A, erhält man, wenn man das o-Diäthylbenzol des Beispiels 1 durch eine äquivalente
Menge von: 4-Chlor-, 4-Jod- und 4-Brom-1,2-diäthylbenzol
und das Methylhydrazin durch eine äquivalente Menge
an Propylhydrazin, Cyclopropylhydrazin bzw. γ-THP-Oxypropylhydrazin
ersetzt, 5-Chlor-, 5-Jod- und 5-Brom-2-propyl-1,3-dimethylisoindo1,
5-Chlor-, 5-Jod- und 5-Brom-2-cyclopropyl-1,3~dimethylisoindol
bzw. 5-Chlor-, 5-Jod- und 5-Brom-2-£Y-THP-oxypropyl7-1,3-dimethylisoindo1.
Dabei bedeutet THP Tetrahydropyranyloxy.
Venn man die oben aufgeführten Isoindole einzeln anstelle des 1,2,3-^3?iniethylisoindo3s des Beispiels 1, Stufe B, verwendet,
erhält man: 2-Chlor-, 2-Jod- und 2-Brom-11-propyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9i10-imin,
2-Chlor-, 2-Jod- und 2-Brom-11-cyclopropyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydro anthrac en-9,10-imin
bzw. 2-Chlor-, 2-Jod- und 2-Brom-11-/y-THP-oxypropyl7~9
,IO-dimethyl-9,10-dihydro an thr ac en-9,10-imin. Durch
milde Säurehydrolyse der zuletzt genannten drei Verbindungen erhält man 2-Chlor-, 2-Jod- und 2-Brom-11-hydroxypropyl-9,IO-dimethyl-9
,10-dihydroanthracen-9,10-imin.
Hach der Arbeitsweise des Beispiels 1 erhält man die folgenden
erfindungsgemässen Anthracenimine:
- 23 -
B098A8/ 1 1
| Beispiel | R | R1 | Rfc | X | Y | |
| 2a | CH, | H | H | 2-Brom | n»o | |
| cn | 2 | CH3 | H | H | 1-CH3 | n«o |
| ο co |
3 | CH, | H | H | 2-OCH3 | n»o |
|
S ·
oo ro ^_ Jr 1 I |
4 5 6 |
/TTT CH, P /tTT V/Xl —. 3 |
H H CH, |
H H CH3 |
1-Cl 2-CH3 |
n»o
n«o n»o |
| -» | 7 | CH3 | CH3 | 2-CI | n=o | |
| O | 8 | CH, |
/^TT
v/Xl^ |
CH3 | 1-Fluor | n=o |
| 9 | ^ITT | CH3 | 2-OCH, | n=o | ||
| 10 |
/TfT
3 |
CH3 | CH3 | fluor | n»o | |
| 11 | CH, | CH3 | CH3 | 1-CH3 | n»o | |
| 12 | /TTT | CH3 | CH, P |
2-CF, P |
n=o | |
| 13 | CH3 | CH, | CH, | 2-Fluor | n=o | |
| 14 | CH, P |
H | H | 1,3-Di- fluor |
n-o |
Allgemeine Bemerkungen; Bedingungen; Reaktanten
(soweit angebracht)
Butyllithium ersetzt Mg; Lösungsmitteläther 1-Brom-2-fluorbenzol
2-CH3-Isoindol
2-CH,-Isoindol
ρ
ρ
5-Brom-2-CH3-isoindol + 2-Brom-3-Cl-toluol
+ 2-Jod-4-0CH3-1-brombenzol
2-CH,-Isoindol + 1-Brom-2,6-diChlorbenzol
2-CH,-Isoindol
ts: κ ο a
1-Brom-2,6-difluorbenzol
1,2,3-Tri-CH3-isoindol + 3-Cl-4-Cl-Toluol
1,2,3-Tri-CH,-isoindol
1,2,3-Tri-CH3-isoindol
1,2,3-Tri-CH,-isoindol
1,2,3-Tri-CH3-isoindol
1,2,3-Tri-CH,-isoindol
2,5-Di-Cl-1-brombenzol
2,6-Difluor-1-brombenzol
4-Brom-3-Jodanisol
Butyllithium ersetzt Mg; Lösungsmittelhexan-1,2,3-Tri-CH,-isoindol
+ 1-Brom-2,4,5-trifluorbenzol
p
1,,2,p-Tri-CH,-isoindol + 2-Brom-3-Cl-toluol
1,2,3-Tri-CH,-isoindol
benzol ^
benzol ^
2-Brom-4-CF,-1-Cl-
1,2,3-Tri-CH,-isoindol + 2,4-Difluor-1-brombenzol
Butyllithium ersetzt Mg in Hexan. 2-CH,-Isoindol + 1-Brom-2,4,6-trifluorbenzol 5
Tabelle I (Fortsetzung)
15
16
17
17
18
19
19
20
21
22
CH,
CH-
CH,
CH: CH-
CH,
CH
CH,
H H H
et
CH;
CH,
CH,
CH-
H 2,3-Di- n=o fluor
H 2-Fluor 5-CH:
H 2-Fluor 6-CF-
Benzyl CH, CH-
CHx 2-Brom n»o
CH, 2-CN 3
CH, 2-C00H n»o
1,4-Di- n«o methyl Allgemeine Bemerkungen; Bedingungen; Reaktanten
(soweit angebracht)
Gemäss Beispiel 14. 2-CH,-Isoindol + 1-Brom-2,4,5-trifluorbenzol
°
5-Fluor-2-CHx-isoindol (aus 3,4-Di-CH,-1-fluorbenzol)
+ 2-Brom-3-Cl-toluol ^
5-Fluor-2-CH,-isoindol + 2-Cl-5-CF,-1-Brombenzol;
Isomere werden durch fraktionierte<Kristallisation
7-Ci^ getrennt
Gemäss Beispiel 14. 5-Brom-1,2,3-tri-CHv-isoindol
(aus 3»4-Diäthyl-1-brombenzol) + 2-Bromfluorbenzol
Hergestellt aus dem Produkt des Beispiels 18 (1,95 g) und 4,25 g Hg (SCF,)p, 2,8 g Cu-Pulver,
9,8 ml Chinolin in 8,4 ml Pyrldin. Reaktion über Nacht bei 195° C. Das Produkt wurde isoliert und
mit Benzol gewaschen
Hergestellt aus dem Produkt des Beispiels 18 (3,14 g) und 0,89 g CuCN in 70 ml DMF unter Rückfluss
während 6 Stunden. Gereinigt durch Säulenchromatographie an Silicagel.
Das Produkt des Beispiels 18 (1,6 g) wird in 5 ml
Äther mit 2,3 ml 2,2m Butyllithium in Hexan behandelt.
Das erhaltene Grignard-Zwischenprodukt wird mit CO2 behandelt und das Gemisch dann durch
tropfenweise Zugabe von Wasser hydrolysiert. Durch. Neutralisieren der wässrigen Phase wird das Produkt
des Beispiels 21 ausgefällt.
2-Benzyl-1,3,4,7-tetramethylisoindol + 2-Brom-1-fluorbenzol
Beispiel R
B<
Tabelle I (Fortsetzung) X ■ X
23
24
25
25
CH
CH
CH;
CH-CH,
1,4-Di- n=o methyl
CH, 1,4-Di- n»o methyl
CH, 2-SCH, n*=o 3 3
| cn | 26 | Propyl | CH3 | 3 | 2-Brom | n-o |
| O | 27 | Propyl | CH3 | CH, | 2-Cl | n«o |
| CO | 28 | Propyl | CH3 | CH, | 2-Jod | n=o |
| OO I | 29 | -<! | CH^ | CH3 | 2-Brom | n=o |
| 30 | —«el | CEt; | CH, CH3 |
2-Cl | n=o | |
| _v · | 31 | -o | CH3 | CH, | 2- Jod | n=o |
| 32 | 3-OH-propyl | CH3 | CH, | 2-Brom | n=o | |
| O | 33 | 3-OH-propyl | CH3 | CH3 | 2-Cl | n=o |
| 34 | 3-OH-propyl | CH3 | ' CH3S | 2-Jod | n=o | |
| 34a | CH3 | CH3 | CH3 | 2-Jod | n=o | |
| 35 | CH, |
CH,
3 |
1-Iso- | n=o | ||
| 3 | propyl | |||||
Allgemeine Bemerkungen; Bedingungent Reaktanten
(soweit angebracht)
Das Produkt des Beispiels 22 wird in Äthanol mit 10 % Pd auf Kohlenstoff unter Hp und unter Atmosphärendruck
hydriert.
1,2,3i4,7-Pentamethylisoindol + 2-Bromfluorbenzol cr>
Lithium-2,2,6,6-tetramethylpiperidid (LiTMP)
(23»4 ml von 1,8m Methyllithium in Äther werden
langsam zu 5»64 g 2,2,6,6-Tetramethylpiperidin
in 25 ml THF gegeben). Diese Lösung wird langsam
zu 0,036 Mol 1,2,3-Tri-CH,-isoindol und 0,04 Mol (4-Chlorphenyl)-methylsulfid in 40 ml THF gegeben.
15stiindiges Sieden unter Rückfluss. Das Gemisch wird in 150 ml gesättigtes^ wässriges NH/,C1 gegossen.
Das Produkt wird mit Äther extrahiert.
Uach der Arbeitsweise des Beispiels 25 erhält man jt
die Produkte der Beispiele 26 bis 34a aus dem pas- €"
senden 1,4-Dihalogenbenzol und dem passenden 1,3-Dimethyl-2-substit.-isoindol.
Die Produkte der Beispiele 32 bis 34 erhält man gemäss Beispiel 1,
wobei die Hydroxylgruppe durch den THP-Äther geschützt wird.
Gemäss Beispiel 25. 1,2,3-Tri-CH,-isoindol +
2-Cl-Cumol
p
' Beispiel R
| 36 | CH, 3 |
|
| 37 | CH, 3 |
|
| 38 | CH, 3 |
|
| 38a | CH5 | |
|
O
CD OO 4>· O3 ΓΟ |
39 | CH, 3 |
40
41
42
42
43
44
44
45
Benzyl
C2H5
CH;
CH;
CH;
CH;
CH,
CH,
CH,
Tabelle I (Portsetzung) X Y
CH, 2-1so- n»o ^ propyl
CH
—5Cj
CH
CH,
CH;
CH^
CH; CH;
CH^
N(CH|)2
CH, 2-CH- n»o
* (OC2H5)
CH, 2-CHO n«o 3
CH3 2-CN
n«o
n»o
| n»o | n»0 |
| n»o | n«o |
| 2-Cl | n=o |
| 2-Jod | n=o |
| 2-Brom | n»o |
Allgemeine Bemerkungen; Bedingungen, Reaktanten (soweit angebracht)
Gemäss Beispiel 25. 1,2,3-Tri-CH9-isoindol +
4-Cl-Cumol *
Gemäss Beispiel 25. 1,2,3-Tri-CH,-Isoindol +
4-Cl-N,N-Dimethylbenzolsulfonamid
Gemäss Beispiel 25 (d. h. unter Verwendung von LiTKP) erhält man das Diäthylacetal (Beispiel
38) aus 1,2,3-TrI-CH,-isoindol + 4-C1-1-CH(0C2Hc)-benzol.
Der Aldehyd (Beispiel 38a wird aaraus durch Hydrolyse hergestellt.
Das Produkt des Beispiels 38a (2,5 g) wird^als Hydrogenoxalathydratsalz in 50 ml 95%igen ÄtOH
mit 0,6 g Hydroxylamin·HCl in 10 ml Wasser und danach mit 12 ml 1,7m-wässrigen NaOH behandelt.
Das sich ergebende 2-Carboxaldehydoxim fällt aus wenn die oben angegebene Lösung in 300 ml Wasser
gegossen wird (pH = 8; Q-0 C). Eine mit 1,6 g
Trifluoressigsäureanhydrid behandelte Lösung (1,8 g) des Oxims in 7 ml Pyridin ergibt nach
dem Stehenlassen über Nacht das Produkt. Es wird aus Ither gereinigt.
2-Benzyl-1,3-di-CH,-isoindol
benzol ^
benzol ^
2-Fluor-1-brom-
2-C2H5-I,3-Di-CH,-isoindol + 2-illuor-1-brombenzol
2-Cyclopropyl-1,3-di-CH,-isoindol + 2-1IuOr-I-brombenzol
p
Die Produkte der Beispiele 43 bis 45 werden gemäss
Beispiel 42 unter Verwendung des passenden 5-halogensubstituierten Isoindols hergestellt
Tabelle I (PortSetzung)
CD
X>
CO
X>
CO
46 47
48 49 50 51
52 53 54 55 56
57 58
Benzyl
3-0H-Propyl
3-0H-Propyl
3-0H-Propyl
3-0H-Propyl
Propyl Butyl
Allyl
CHx
CH,
CH-
CH
CH
CH
CH
CH CH CH
CH,
CH
CHx
CH;
CH*
CH, 2-CH 3
CH
n=o
| 3 | CHx 3 |
2-Cl |
| 3 | CHx | 2-Brom |
| 3 | CHx 3 |
2-Jod |
| 3 | CH, 3 |
-ο |
| KN KN t | CHx 3 CH, |
n»o 1-Cl n»=o |
CH
n-
n=o
n=o
Butyl -CpHq n=o
-Vinyl n=<
Allgemeine Bemerkungen; Bedingungen; Reaktanten (soweit angebracht)
2-Benzyl-1,3-di-CH,-isoindol und 3-Brom-4-Cltoluol
2-/3-(0?HP-2-Oxy)-propyl7—1,3 —di-CHx-isoindol
+ 2-Fluor-1-brom-benzol. Der erhaltene Äther
wird durch Hydrolyse in 1,0m HCl bei 25° C in das Produkt des Beispiels 47 umgewandelt. Das
Produkt wird aus dem Ätherextrakt gereinigt.
Die Produkte der Beispiele 48 bis 50 erhält man
wie in Beispiel 47, wenn man das passende 5-halogensubstituierte Isoindol verwendet
2-Propyl-1,3-di-CH,-isoindol + 2-Pluor-i-brom- *
benzol ^
2-Butyl-1,3-di-CH,-isoindol + 2-Pluor-1-brombenzol
1,2,3-Tri-CH,-isoindol + 2,6-Dichlorbrombenzol
2-Allyl-1,3-di-CH,-isoindol + 2-Pluor-1-brombenzol
2-Cyclopropylmethyl-i,3-di-CHx-isoindol
!Pluor-1-brombenzol ^
1-Butyl-2,3-di-CHx-isoindol
benzol ^
1-Äthyl-2,3-di-CH,-isoindol + 2-Pluor-1-brombenzol
1-Vinyl-2,3-di-CHx-isoindol + 2-Pluor-1-brombenzol
2-
2-Pluor-1-brom-
CTi ΓΌ
Beispiel 2 (a)
11-Äthyl-1,4,9 ,IO-tetramethyl-9 ,IO-dihydroanthracen-9,10-imin
Eine Lösung aus 1,0 g (0,004 Mol) 1,4,9,10-Tetramethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,
10-imin und 1,8 g (0,04 Mol Acetaldehyd in 20 ml Acetonitril, wird gerührt und mit 0,75 g (0,012 Mol)
Natriumcyanoborhydrid behandelt. 0,5 ml Eisessig werden anteilweise im Verlauf von 10 Minuten zugegeben, und das Gemisch
wird bei Raumtemperatur 2 Stunden lang gerührt. Nach Zugabe
von weiteren 0,5 ml Eisessig wird über Nacht weiter gerührt. Die Hauptmenge des Lösungsmittels wird unter vermindertem
Druck abgedampft, und der Rückstand wird zwischen 5%igem,
wässrigem Natriumhydroxid und Äther verteilt. Der gewaschene und getrocknete Ätherauszug wird unter vermindertem Druck
verdampft. Es bleiben 0,65 S (58 %) Produkt als öliger, fester
Rückstand zurück.
Die Base wird durch Auflösen in absolutem Äthanol, das mit Oxalsäure gesättigt ist, in das Hydrogenoxalatsalz umgewandelt.
Das Salz fällt aus und wird zweimal aus absolutem Äthanol umkristallisiert. Man erhält 11-Äthyl-1,4,9,1O-tetramethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin-hydrogenoxalat
als weisse Kristalle.
Beispiel 5 (a)
9,10-Dimethyl-9 + IO-dihydroanthracen-9,10-imin
Eine Lösung von 2,3 g (0,0074 Mol) 11-Benzyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
in 25 ml Eisessig wird mit 200 mg Palladium (5 %)/Kohlenstoff unter Wasserstoff bei Atmosphärendruck
so lange gerührt, bis die Wasserstoffabsorption vollständig ist. Der Katalysator wird durch Filtrieren entfernt,
und beim Eindampfen des Filtrats unter vermindertem Druck bleibt das rohe Produkt als öliger, fester Rückstand
zurück. Eine Lösung des Rückstandes in Benzol/Äther (1:1)
- 29 -
50984 8/1140
wird mit 0,5m Zitronensäure extrahiert. Der wässrige, saure
Auszug wird abgekühlt und mit 40%igem, wässrigem Natriumhydroxid stark basisch gemacht. Die ölige Base wird mit Benzol/
Äther (1:1) extrahiert. Beim Eindampfen des gewaschenen und getrockneten organischen Auszugs unter vermindertem Druck
bleibt das Produkt als ölige, weisse Kristalle zurück. Sublimieren bei 70° C und 0,05 mm Hg ergibt 0,35 g (21 %) weisse
Kristalle.
22,1 g 9,1O-Dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin in
150 ml HCCl5 und 10,1 g (C2Hc)5N werden bei 0° C unter Rühren
umgesetzt. 12,7 g Äthylchlorformiat in 25 ml HCCl, werden zugegeben, während das Rühren 2 Stunden lang bei 25 C fortgesetzt
wird. Das Gemisch wird in 300 ml Eiswasser gegossen. Die organische Phase wird abgetrennt und mit Eiswasser,
5%iger HCl, 5%igem, wässrigem UaHCO5 und dann mit Wasser gewaschen
und getrocknet.
11-Carbäthoxy-2-nitro-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
Das Produkt des Beispiels 4a (14,6 g) wird in 25 ml Tetramethylensulf
on tropfenweise zu einer gerührten Aufschlämmung
von 7»3 g Nitroniumtetrafluorborat in 50 ml Tetramethylensulf
on bei 15° C gegeben. Das Reaktionsgemisch wird nach 2 Stunden bei 30° C in 3OO g Eiswasser gegossen, und das Produkt
wird durch Filtrieren gesammelt.
Das 2-Nitro-9»10,11-trimethyl-Produkt erhält man, wenn man
das Produkt des Beispiels 1 anstelle des Produktes des Beispiels 4a bei der Arbeitsweise gemass Beispiel 5a verwendet.
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Beispiel 6a
ii-Carbäthoxy^-amino^ »IO-dimethyl-9 ,lO-dihydroanthracengi
Das Produkt des Beispiels 5a (16,9 g) wird in 100 ml Äthanol
über Pd (5%)/C (1,0 g) bei 25° C und Atmosphärendruck 2 Stunden
lang hydriert. Das Produkt wird durch Filtrieren und Eindampfen gesammelt.
Beispiel Vail-Carbäthoxy^-hydroxy-9 »IO-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
Das Produkt des Beispiels 6a (9,9 g) wird in 150 ml Eiswasser
und 6,4 ml konzentrierter H^SO^ tropfenweise mit 2,34 g
in 20 ml Wasser bei 0° C behandelt. Die erhaltene Lösung
(Diazoniumsalz) wird zu 6,4 g konzentrierter HgSO^ in 200 ml
HoO bei 80° C gegeben. Das Reaktionsgemisch wird nach 20 Minu
ten auf 0° C abgekühlt und das Produkt durch Filtrieren gesammelt.
11-Carbäthoxy-2-methoxy-9,IO-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
Das Produkt des Beispiels 7 a (4,9 g) in 100 ml CH5OH und
5,0 g Diazomethan in Äther lässt man bei 25° C über Nacht stehen. Durch Verdampfen des Lösungsmittels erhält man das
Produkt.
9,10,11-Trimethyl-2-methoxy-9,10- dihydro anthracen-9«. 10-imin
Das Produkt des Beispiels 8a (2,5 g) gibt man in 50 ml Äther
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509848/ 1 1 40
tropfenweise zu einer Aufschlämmung von 2,0 g Lithiumaluminiumhydrid
in 100 ml Äther. Das Erhitzen auf Eückflusstemperatur
wird 8 Stunden lang fortgesetzt. Vorsichtig wird Wasser zugesetzt und das anorganische Material durch Filtrieren abgetrennt.
Durch Verdampfen des Filtrats erhält man das Produkt.
2-Brom-9,10,11-trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin
Das Produkt des Beispiels 1 (2,35 g) und 0,03 Mol Thallium(III)-acetat
in 100 ml CCl^ werden tropfenweise zugegeben. Das Gemisch
wird 30 Minuten lang unter Eückfluss gekocht. Das Gemisch
wird filtriert, mit wässrigem Natriummetabisulfit,
wässrigem NaHCO, und Wasser gewaschen. Das Lösungsmittel wird verdampft und der Rückstand in Chloroform aufgenommen und
durch eine kurze Aluminiumoxidsäule hinabfiltriert. Man erhält das Produkt.
2-Amino-9,10,11-trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin
Das 2-Jod-Produkt des Beispiels 34a (7,2 g) und bis-Trimethylsilylamidokupfer,
das in situ aus Hexamethyldisilazan, n-Butyllithium und Kupfer(i)_jOdid in 100 ml trockenen Pyridins
hergestellt worden ist, werden 20 Stunden lang auf Eückflusstemperatur
erhitzt. Das Lösungsmittel wird verdampft, und 100 ml Methanol werden zugesetzt. Die methanolische Aufschlämmung
wird 2 Stunden lang bei 35° C gerührt, und dann wird das Lösungsmittel verdampft. Das Heaktionsgemisch wird mit verdünnter,
wässriger Fumarsäure extrahiert. Der saure Auszug wird mit wässrigem Ammoniak basisch gemacht und dann mit Äther
extrahiert. Der Ätherauszug wird über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und filtriert, und das Eiltrat wird eingedampft.
Man erhält das Produkt.
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509848/ 1 HO
9,10-Dimethyl-11-äthyl-9,10-dihydroanthracen-9,10--imin
Das Produkt des Beispiels 3a (2,21 g) lind 1,56 g C2HcJ werden
in 100 ml Acetonitril mit 2,0 g NaHCO, bei 45° C 6 Stunden
lang aufgeschlämmt. Das Lösungsmittel wird verdampft. Der
Rückstand wird zwischen 5%igeni, wässrigem NH, und Äther verteilt.
Die Ätherlösung wird abgetrennt, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und eingedampft. Man erhält das Produkt.
9 ,IO-Dimethyl-H-propyl-9,10-dihydro anthr acen-9,10-imin
Das Produkt des Beispiels 3a (2,21 g) und 1,06 g CH5CH2CHO
in 45 ml Acetonitril werden mit 2,5 S NaCNBH, versetzt. Der
pH-Wert wird mittels wässrigem CBuCOOH auf 7,0 eingestellt. Das Gemisch wird über Nacht gerührt. Nach dem Entfernen des
Lösungsmittels wird wässriges KOH zugesetzt, und das Gemisch wird mit Äther extrahiert. Der Auszug wird getrocknet, filtriert
und eingedampft. Man erhält das Produkt.
11-Carbäthoxy-2-acetyl-9,10-dimethy1-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
Zu einer Lösung von 13*9 g Methyloxocarbonium-hexafluorantimonat
in 50 ml Nitromethan werden 14,6 g des Produktes des
Beispiels 4a gegeben. Das Reaktionsgemisch wird nach 3 Stunden
bei 4-5° C in Wasser gegossen und mit Äther extrahiert, und der Auszug wird mit Wasser gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet und filtriert und das FiItrat wird eingedampft. Man
erhält das Produkt.
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3 «9,H-Trimethyl-9*10-dihydroanthracen-9, 10-imin
Stufe A: 2,5-Dimethylphthalimidin (A)
48,63 g 4-Methylphthalsäureanhydrid, 40,5 S 52
49,23 g NaCH5CO2 und 1000 ml CH5CO2H werden als Mischung
2 Stunden lang auf Rückflusstemperatur erhitzt. Das Gemisch wird filtriert und auf 75° C abgekühlt. 95 g Zn-Staub werden
schnell zugesetzt, und es wird 4 Stunden lang unter Rückfluss gekocht. Dann wird filtriert, und das Lösungsmittel wird
verdampft, bis ein kleines Volumen zurückbleibt. Es werden 600 ml gesättigtes, wässriges NaHCO5 zugegeben, und die Lösung
mit HCCl, (4 χ 200 ml) extrahiert. Die Auszüge werden mit 100 ml NaHCO5-Lölsung, 100 ml Wasser und 250 ml gesättigter
NaGl-Lösung gewaschen und getrocknet (MgSO^). Nach Entfernen
des Lösungsmittels bleibt das Produkt A als wachsartiger Feststoff zurück (25,1 g).
Stufe B: 1,2,5-Trimethylisoindol (B)
55 ifil (I18 21) Methyllithium werden in Äther tropfenweise zu
einer Lösung von 11,9 g A in 200 ml Äther unter N2 gegeben.
Das Gemisch wird 5 Stunden lang gerührt. 100 ml Wasser werden zugetropft. Die Ätherschicht wird mit gesättigter NaCl-Lösung
gewaschen und getrocknet (K2CO5). Durch Entfernen des Lösungs
mittels erhält man das Produkt B.
Stufe C:
Eine Portion einer Lösung von 12,25 g 2-Bromfluorbenzol in
50 ml THF wird zu einer Mischung aus 1,68 g Mg, 9,2 g
1,2,5-Trimethylisoindol und 50 ml THF unter N2 gegeben. Die
Grignard-Reaktion wird in Gang gesetzt, und der Rest der Bromfluorbenzollösung
wird tropfenweise zugegeben. Das Gemisch wird 3 Stunden lang auf Rückflusstemperatur erhitzt, und
Lösungsmittel entfernt. Der Rückstand in Benzol (250 ml) wird
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mit gesättigtem NH^Cl (2 χ 100 ml), Wasser (3 x 100 ml) und
gesättigtem NaCl (150 ml) gewaschen und getrocknet (Na^SO^).
Lösungsmittel wird entfernt, und der Rückstand wird mit Hexan extrahiert. Das öl, das man beim Verdampfen der Hexanauszüge
erhält, wird chromatographisch über Silicagel gereinigt, wobei mit HCCl, eluiert wird. Die aus der Chromatographie erhaltene,
reine Base (1,1 g) wird in 15 ml Äthylacetat gelöst und zu einer heissen, gesättigten Lösung von Fumarsäure in
2-Propanol (15 ml) gegeben. Der gebildete Feststoff wird
gesammelt (1,1 g) und aus Äthylacetat umkristallisiert. Man erhält 3,9 ί 11-Trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-iminsesqui-hydrogenf
umarat.
2,9»11-Trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-iinin
Stufe A: 6-Methylphthalimidin (A)
Eine Mischung aus 27»2 g m-Methylbenzoesäure, 35^44 g N-Hydroxyphthalimid
und 200 ml konzentrierter H^SO^ wird 24 Stunden lang
auf 100° C erhitzt. Die gekühlte Lösung wird auf zerstossenes Eis gegossen, und der Feststoff wird gesammelt, mit Benzol
und nachfolgend mit 5%iger Natriumhydroxidlösung gewaschen und
getrocknet. Man erhält 12,85 g A nach dem Umkristallisieren aus Benzol.
Stufe B: 2,6-Dimethylphthalimidin (B)
5,0 g NaH (57%ige öldispersion) werden zu einer gerührten Lösung
von 14-, 5 g A und 40 g CH,J in 400 ml DMF unter N~ gegeben.
Das Gemisch wird 24 Stunden lang bei 25° C gehalten; Lösungsmittel wird entfernt, und der Rückstand wird in 400 ml
Wasser aufgelöst. Die wässrige Lösung wird mit Chloroform extrahiert, und das Chloroform wird verdampft. Der ölige Rückstand
wird in Äther aufgelöst und getrocknet (MgSO^), und der Äther wird verdampft. Der Rückstand wird in 50 ml Äthylacetat
gelöst und allmählich mit 200 ml Hexan verdünnt. Der
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Feststoff wird gesammelt und getrocknet (6,3 S B).
Stufe C: 1,2,6-Trimethylisoindol (C)'
Nach der Arbeitsweise der Stufe B des Beispiels 15a. erhält
man das Produkt C als orange-gelbes Pulver.
Stufe D: 2,9,11-Trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin (D)
Nach der Arbeitsweise der Stufe C des Beispiels 15& erhält
man mit dem 1,2,6-Trimethylisoindol die Verbindung D und sein Sesqui-hydrogenfumarat-Salz.
Beispiel 17a
9,11-Dirne thyl-9,10-dihydro anthracen-9,10-imin
Stufe A: 1,2-Dimethylisoindol (A)
Eine Lösung von CH-,Li in Äther (53 mlj 1,9 M) wird tropfenweise
zu einer Suspension von 14,7 g N-Methyiphthalimidin in
200 ml Äther unter Np gegeben. Das Gemisch wird 4 Stunden lang
gerührt, und nachfolgend werden 150 ml Wasser zugetropft.
Die Schichten werden getrennt, und die wässrige Phase wird mit 100 ml Äther extrahiert. Die organischen Auszüge werden
mit gesättigter NaCl gewaschen und getrocknet (KgCO;,). Das
Lösungsmittel wird entfernt, und der Sückstand wird getrocknet. Man erhält A als orange-gelbes öl.
Stufe B: 9.11-Dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9 ?10-imin (B)
Nach, der Arbeitsweise der Stufe C des Beispiels 15a erhält
man mit dem 1,2-Dimethylisoindol die Verbindung B und, wenn man Qsalsäure anstelle von Fumarsäure verwendets sein Hydrogenoxalatsalz.
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Beispiel 18a
2-Chlor-9 -, 11-dimethyl-9 ·>
10-dihydro anthracen-9,10-imin
Stufe A: 6-Chlorphthalimidin (A)
8,86 g N-Hydroxymethy!phthalimid werden zu einer Lösung von
7»83 g m-Chlorbenzoesäure in 250 ml konzentrierter HpSO^ gegeben.
Die Lösung wird 18 Stunden lang bei 100° C gehalten, abgekühlt und über 1500 g Eis gegossen. Der sich abscheidende
Feststoff wird gesammelt, mit Wasser gewaschen und getrocknet (8,0 g). Durch Umkristallisieren aus 2-Propanol erhält man A.
Stufe B: S-Chlor^-methylphthalimidin (B)
Eine Mischung aus 4,3 g NaH (57%ige öldispersion; 0,1 Mol)
und 100 ml Benzol wird mit einer Aufschlämmung von 16,75 g -A-in
250 ml DMF versetzt. Wenn die Gasentwicklung nachlässt, wird das Gemisch auf dem Wasser dampfbad 2 Stunden lang erwärmt und
abgekühlt. 21,3 g CH,J in 100 ml Benzol werden zugetropft. Nach Ißstündigem Mischen wird filtriert, und das Filtrat verdampft.
Der .Rückstand wird mit Wasser vermischt, filtriert und
getrocknet. Man erhält 10,52 g B nach dem Umkristallisieren aus CCl^-Hexan.
Stufe C: 6-Chlor-i,2-dimethylis oindol (C)
Nach der Arbeitsweise der Stufe B des Beispiels 15a erhält man
C, wenn man die Verbindung B des Be:ipiels 18a anstelle der
Verbindung A des Beispiels 15a verwendet.
Stufe D: 2-ChIOr^, ii-dimethyl-gjiO-dihydroanthraeen^, 10-imin (D)
' .
Nach der Arbeitsweise der Stufe C des Beispiels 15a erhält man
D (und sein Hydrogenfumaratsalz), wenn man B des Beispiels 15a
durch C des Beispiels 18a ersetzt.
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509848/ 1 UO
Beispiel 19a
9-Äthyl-11-methyl-9,10-dihydroanthracen-9, 10-imin
Stufe A: 1-Äthyl-2-methylisoindol (A)
Eine Lösung von 110 ml (0,95 M) C2HcLi in Benzol wird zu
einer Suspension von 14,7 S N-Methylphthalimidin in 200 ml
Äther unter Ho gegeben. Es wird 24 Stunden lang gerührt,
100 ml Wasser werden zugetropft, und die Schichten werden getrennt. Die Ätherschicht wird mit gesättigtem NaGl (100 ml)
gewaschen und getrocknet (KpCO,). Durch Verdampfen des Lösungsmittels
erhält man A (i5iO5 g)·
Stufe B: gy
imin (B)
Fach der Arbeitsweise der Stufe C des Beispiels 15a erhält
man B (und sein Sesquihydrogenfumarat-Salz), wenn man A
des Beispiels 19a anstelle von B des Beispiels 15a verwendet.
11-Benzyl-9-methyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
Stufe A: 2-Benzyl-1-methylisoindol (A)
Eine Lösung von Methyllithium in Äther (50 ml; 1,8 M) wird tropfenweise zu einer gerührten Lösung von 13,1 g N-Benzylphthalimidin
in 400 ml Äther unter Ii2 gegeben. Nach 6 Stunden
werden 100 ml Wasser zugetropft, und die Schichten werden getrennt. Die wässrige Schicht wird mit 100 ml Äther extrahiert,
und die vereinigten Ätherlösungen werden mit gesättigtem NaCl (400 ml) gewaschen und getrocknet (K2CO^). Das Lösungsmittel
wird entfernt, und man erhält A (12,8 g).
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509848/ 1140
15 610Y ·39· 252Ί
Stufe B: ii-Benzyl-g-methyl^iO-dihydroanthracen^iO-imin
(B)
Nach der Arbeitsweise der Stufe C des Beispiels 15a erhält man
B (und sein Sesquihydrogenfumarat-Salz), wenn man A des Beispiels 20a anstelle von B des Beispiels 15a verwendet.
11-Äthyl-9-methyl-9,IO-dihydroanthracen-9 ^ 10-imin
Stufe A: 2-Äthyl-1-methylisoindol (A)
Eine Lösung von Methyllithium in Äther (60 ml; 1,8 M) wird tropfenweise zu einer gerührten Lösung von 16,1 g 2-Äthylphthalimidin
in 300 ml Äther unter ^ gegeben. Das Gemisch wird 18 Stunden lang gerührt, 200 ml Wasser werden zugegeben,
und die Schichten werden getrennt. Die Ätherschicht wird mit gesättigtem NaGl gewaschen und getrocknet (KpCO,). Das Lösungsmittel
wird entfernt und man erhält A (15^1 δ)·
Stufe B: 11-Äthyl-9-methyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
(B)
Nach der Arbeitsweise der Stufe C des Beispiels 15a erhält
man B (und sein Hydrogenfumarat-Salz), wenn man A des Beispiels 21a anstelle von B des Beispiels 15a verwendet.
1-Aza-5^10~dihydro-11-methylanthracen-5^10-imiQ
30 ml Äthyläther und 1,9 molares Butyllithium in Hexan (12 ml) werden in einen trockenen Kolben unter N^ gegeben und in einem
Trockeneis/Aceton-Bad auf -70° C abgekühlt. Hierzu wird unter
Rühren eine Lösung von 4,0 g 3-Brom-2-chlorpyridin in 20 ml Äther und nachfolgend eine Lösung von 4,0 g N-Methylisoindol
in 80 ml Äther gegeben, und das Gemisch wird 5 Minuten lang bei -70° G gerührt.
- 39 -
50984 8/1UO
Danach wird das Reaktionsgemisch sehnen auf 20 C erwärmt und über
Nacht bei 25° C gerührt. Das Reaktionsgemisch wird in Wasser gegossen und mit Chloroform (3 x 100 ml) extrahiert. Die vereinigten
Chloroformauszüge werden über NapSO^ getrocknet und
filtriert und unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wird an Silicagel chromatographiert, wobei mit 2 %
Methylalkohol/Chloroform eluiert wird. Das aus dem Eluenten erhaltene, rohe Produkt wird mit Fumarsäure in Isopropanol
behandelt, um das Fumarsäuresalζ nach dem Umkristallisieren
aus Isopropanol-ithylacetat (1:1) zu erhalten.
Nach der Arbeitsweise des Beispiels 22a erhält man 2-Aza-5,10-dihydro-11-methylanthracen-5,10-imin,
wenn man das 3-Brom-2-chlorpyridin des Beispiels 22a durch 4—Brom-3-chlorpyridin
ersetzt; 2-Aza-5,10-dihydro-5?10,11-trimethylanthracen-5,10-imin
erhält man, wenn man das N-Methylisoindol und das 3-Brom-2-chlorpyridin des Beispiels 22a durch 1,2,3-Trimethylisoindol
und 4— Brom-3-chlorpyridin ersetzt; und 1-Aza-5,10-dihydro-5>10,11-trimethylanthracen-5,10-imin
erhält man, wenn man das N-Methylisoindol des Beispiels 22a durch 1,2,3-Trimethylisoindol
ersetzt.
1 ,3-Diaza-5i10-dihydro-11-methylanthracen-|?,10-imin
In einer trockenen, in einer Stickstoffatmosphäre gehaltenen
Apparatur wird 1,8 molares Methyllithium in Äther (11,7 ml)
tropfenweise zu einer gerührten Lösung von 2,82 g (0?02 Mol)
2?2,6,6-Tetramethylpiperidin in 15 ml trockenem Tetrahydrofuran
gegeben. Die erhaltene Lösung wird tropfenweise zu einer gerührten
Lösung von 2,62 g (0,02 Mol) N-Methylisoindol und
-MO-
509848/ 1 Ί 40
2,05 g (0,02 Mol) 5-Chlorpyrimidin in 20 ml trockenem Tetrahydrofuran
gegeben. Nachdem das Gemisch über Nacht unter Rückfluss gesiedet hatte, wird es in eine gesättigte Ammoniumchloridlösung,
die 3 % konzentrierten Ammoniumhydroxids enthält, gegossen. Die Tetrahydrofuranschicht wird abgetrennt und
unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wird an Silicagel chromatographyert^,Es wird mit 5 % Methanol/Chloro-"
form eluiert, um das gereinigte Produkt als Rückstand bei , der Verdampfung des Eluierungsmittels zu erhalten.
Wenn man das N-Methylisoindol des Beispiels 23a durch eine
äquivalente Menge an 1,2,3-Trimethylisoindol,. 5-Brom-1,2,3-trimethylisoindol
bzw. 5-Jod-i,2,3-trimethylisoindol ersetzt,
erhält man 1,3-Diaza-5,10-dihydro-5,10,11-tΓimethylanthΓacen-5,10-imin,
(6- und 7-)Brom- bzw. Jod-1,3-diaza-5,10-dihydro-5,10,11-trimethylanthracen-5,10-imin.
In ähnlicher Weise erhält man, wenn man das 5-Chlorpyrimidin des Beispiels 23a
durch eine äquivalente Menge an 5-Chlor-1,2-diazin ersetzt,
1 ^-Diaza-ii-methyl^jiO-dihydroanthracen^^O-imin.
Λ
,10-Dimethyl-4,9-dihydro-1H-naphth(2,3-d)imidazol-4,9~imin
Nach der in Beispiel 23a angegebenen Arbeitsweise erhält man
1 i10-Dimethyl-4,9-dihydro-1H-naphth(2,3-d)imidazol-4-,9-imin
aus N-Methylisoindol und dem in situ aus 5-Chlor-1-methylimidazol
gebildeten Hetarin.
Wenn man das N-Methylisoindol des Beispiels 24a durch eine
äquivalente Menge an 1,2,3-Triniethylisoindol, 2-Cyelopropy1-
- 41 509848/1 UU
15 610Y
1,3-dimethylisoindol bzw. 2-(3-Hydroxypropyl)-1t3-dimethylisoindol
ersetzt, erhält man 1,4,9»10-Tetramethyl-4,9-dihydro-1H-naphth/2,3-d7imidazol-4,9-imin,
1,4,9-Trimethyl-IO-cyclopropyl-^^-dihydro-IH-naphth/SiJ-dZ-imidazol—4,9-imin
bzw. 1,4,9-Trimethyl-10-(3-hydroxypropyl)-4,9-dihydro-1H-naphth/2,3-.d7-imidazol-4,9-imin.
6,11,15-Trimethyl-e,11-dihydro-5-azanaphthacen-6,11-imin
Eiach der in Beispiel 22a beschriebenen Arbeitsweise erhält
man 6,11,13-TI*imethyl-6,11-dihydro-5-azanaphthacen-6,11-imin
aus 1,2,3-irimethylisoindol und dem in situ aus 3-Brom-2-chlorchinolin
gebildeten Hetarin.
7,12,13-ffrime thyl-7,12-dihydrobenzo (.,j )phenanthridin-7,12-imin
Nach der in Beispiel 22a beschriebenen Arbeitsweise erhält man 7,12,13-Trimethyl-7,12-dihydrobenzo(j)phenanthridin-7,12-
509848/ 1 UO
15 610Y
imin aus 1,2,3-Triniethylisoindol und dem aus 3-Brom-4-chlorchinolin
in situ gebildeten Hetarin.
13-Hethyl-7,12-dihydrobenzo (b) phenanthr idin-7,12-imin
Nach der in Beispiel 23a beschriebenen Arbeitsweise erhält man 13-Methyl-7,12-dihydrobenzo (b)phenanthridin-7»12-imin aus
N-Methylisoindol und dem in situ aus 4-Bromisochinolin gebildeten
Hetarin.
13-Methyl- 5,12-dihydronaphtho ( 3,2-C ) - (1,5)naphthyridin-5,12-imin
Nach der in Beispiel 23a beschriebenen Arbeitsweise erhält man
13-Methyl- 5,12-dihydronaphtho ( 3,2-C )-naphthyridin-5,12-imin
aus N-Methylisoindol und dem in situ aus 4—Brom-1,5-naphthyridin
gebildeten Hetarin.
- 43 5098 4 8/1140
Eine Lösung, die 10 mg 9i10,11-Trimethyl-9)10-dihydroanthracen-9i10-imin
(A) je ml der injizierbaren Lösung enthält, wird in folgender Weise hergestellt.
Eine Mischung aus 10 mg A und 9 mg UaCl wird in für die Injektion
ausreichender Menge Wasser gelöst, und es wird dabei 1 ml Lösung angesetzt. Der pH-Wert wird mittels wässrigem HCl oder
NaOH auf etwa 7*0 eingestellt.
Wenn es erwünscht ist, die intravenöse Lösung für Mehrfachdosen zu verwenden, werden 1,0 mg Methyl-p-hydroxybenzoat
(Methylparaben) und 0,10 mg n-Propyl-p-hydroxybenzoat (Propylparaben)
mit den anderen Feststoffen vermischt, bevor Wasser zum Auflösen der Feststoffe zugegeben wird. Die Lösung wird
hergestellt und in der Weise gelagert, dass sie in geeigneter Weise gegen die schädlichen Einwirkungen der Atmosphäre geschützt
werden kann. Die erhaltene Lösung wird durch Behandlung im Autoklaven sterilisiert» Injizierbare Lösungen, die
0,1, 1,0, bzw. 100,0 mg A Je ml Lösung enthalten, werden in
ähnlicher Weise hergestellt. Nach der oben angegebenen Arbeitsweise lassen sich leicht injizierbare Lösungen in grösserer
Menge, die für nachfolgende Verabreichung in Einheitsdosierangsform
zweckmässige Volumina aufweisen, herstellen.
der Arbeitsweise des Beispiels 29a lassen sich andere
repräsentative, inj'izisrbare Lösungen der ©rfindungsgemässen
Yerfoindungen herstellen, wenn man A des Beispiels 29a durch
®±ne äquivalente Menge von 2-5lluor-9,10511-t2?imethyl-9}10-di-"hydroanthracen-9»10-imi2i
oder durch sine äquivalente Menge
¥on irgendeinem der srfindungsgemässen, in den Beispielen
veranschaulichten Anthracenimin© srsetEto
509848 /1UO
15 610Y
Beispiel 30a
Tabletten, die 1,0, 2,0, 25,0, 26,0, 50,0 bzw. 100,0 mg an 9i10,11-Trimettiyl-9>10-diliydroanthracen-9i10-imin enthalten,
werden, wie unten veranschaulicht, hergestellt.
Tabelle Dosen, die 1 bis 25 mg der Anthraceniminverbindung enthalten
9,1O,11-Trimethyl-9,1O-dihydroanthracen-9,10-imin
Mikrokristalline Cellulose Modifizierte Futtermaisstärke Magnesiumstearat
| Menge, mg | 25,0 | |
| 1,0 | 2,0 | 37,25 |
| 49,25 | 48,75 | 37,25 |
| 49,25 | 43,75 | 0,50 |
| 0,50 | 0,50 | |
Dosen, die 26 bis 100 mg der Anthraceniminverbindung enthalten
9,10,11-Trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin
Mikrokristalline Cellulose Modifizierte Futtermaisstärke Magnesiumstearat
| Menge, mg | 100,0 | |
| 26,0 | 50,0 | 200,0 |
| 52,0 | 100,0 | 8,5 |
| 2,21 | 4,25 | 1,5 |
| 0,39 | 0,75 | |
Das gesamte 9,10,11-Trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,
Lactose und ein Anteil der Maisstärke wird vermischt und zu einer 10%igen Maisstärkepaste granuliert. Das erhaltene Granulat
wird gesiebt, getrocknet und mit dem Eest der Maisstärke und dem Magnesiumstearat abgemischt. Das erhaltene Granulat
wird dann zu Tabletten komprimiert, die 1,0 mg, 2,0 mg, 25,0 mg, 26,0 mg, 50,0 mg und 100,0 mg 9,10,11-Trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,
10-imin je Tablette enthalten.
509848/1 140
Nach der Arbeitsweise des Beispiels 30a kann man Tabletten,
die 2-Fluor-9 »10,11-trimethyl-9»IO-dihydroanthracen-9,10-imin
enthalten, herstellen, wenn man das 9»10,11-Q}rimethyl-97IO-dihydroanthracen-9,
10-imin des Beispiels 29a durch eine äquivalente Menge von 2-Fluor-9,10,H-trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9
,10-imin ersetzt. Andere Tabletten lassen sich nach denselben Arbeitsweisen unter Verwendung von äquivalenten Mengen
an Trägern zusammen mit äquivalenten Mengen der erfindungsgemässen,
gemäss den vorhergehenden Beispielen hergestellten Anthracenimxnverbindungen herstellen.
- Jl6 -
5098Λ8/ 1 UO
Claims (1)
- Patentansprüchev Ii Verbindungen der Formelin der bedeuten:R1 und R2X und X.AWasserstoff, Acyl, Alkyl, Aryl, Alkoxycarbonyl, Aralkyl, Alkenyl, Dialkylaminoalkyl, Hydroxyalkyl, Alkinyl, Trialkylsilyl, Alkylcycloalkyl oder Cycloalkyl,unabhängig voneinander Wasserstoff, Alkyl, Halogenalkyl, Aralkyl, Aryl, Alkenyl oder Dialkylaminoalkyl,unabhängig voneinander Halogen, wie Chlor, Fluor, Brom, Jod und dgl., Alkoxy, Dialkoxymethyl, Alkyl, Cyano, Dialkylaminoalkyl, Carboxy, Carboxamido, halogensubstituiertes Alkoxy, Halogenalkyl, Halogenalkylthio, Allyl, Aralkyl, Cycloalkyl, Aroyl, Aralkoxy, Alkanoyl, Aryl, substituiertes Aryl, Alkylthio, Alkylsulfonyl, Halogenalkylsulfonyl, Alkylsulfinyl, Halogenalkyl sulfinyl, Arylthio, Halogenalkoxy, Amino, Alkylamino, Dialkylamino, Hydroxy, Carbamoyl, N-Alkyl carbainoyl, N,N-Dialkylcarbamoyl, Nitro oder Dialkylsulfamoyl,eine ganze Zahl, und zwar 0 (X oder Y bedeutet Wasserstoff ) 1, 2, 3 oder kleinen gesättigten heterocyclischen oder heteropolycyclischen Anteil, in welchem das Heteroatom oder die Heteroatome A N oder NR bedeuten, wobei R die oben angegebene Bedeutung hat,- 47 509848/1140oder den carbocyclischen Anteil Benzo mit der-r-A
Massgabe (wenn J \ für Benzo steht),1 2 dass, wenn X, Y, R und R Wasserstoff bedeuten,R nicht Phenyl, Methyl oder Wasserstoff bedeu-1 2 ten kann, und dass, wenn R und R Phenyl,(X)n 1,4-Dimethyl und Y Wasserstoff bedeuten, R nicht Methyl, Benzyl oder Phenyl bedeuten kann, und dass, wenn R und R Methyl, (X)n 1,4—Dimethyl und Y Wasserstoff bedeuten, R nicht Benzyl bedeuten kann, und dass, wenn R1 und R2 Wasserstoff, (X)n 1,2,3?^-Tetra-fluor und Y Wasserstoff bedeuten, R nicht1 Methyl bedeuten kann, und dass, wenn R und RPhenyl und Ί. und Y Wasserstoff bedeuten, R nicht Wasserstoff, Carboxyäthyl oder Methyl bedeuten kann,sowie die nicht-toxischen, pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalze dieser Verbindungen. 2c ¥erbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dassbedeuten:2
R und R unabhängig voneinander Wasserstoff, Niedrig-alkyl mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Alkenyl mit 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen oder Dialkylaminoalkyl mit 3 bis etwa 15 Kohlenstoffatomen,H Wasserstoff oder Niedrigalkyl mit etwa 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Hydroxyniedrigalkyl mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Alkenyl mit 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl mit 5 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Alkylcycloalkyl mit 4 bis etwa 10 Kohlenstoffatomen, Benzyl (oder X- oder R-kernsubstituiertes Benzyl), Niedrigalkoxycarbonyl mit 2 bis etwa 7 Kohlenstoffatomen oder Dialkylaminoalkyl mit 3 bis etwa 15 Kohlenstoffatomen,-Ü8-509848/ 1 UO15 610YT und Xunabhängig voneinander Niedrigalkyl mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Fluor, Chlor, Brom, Jod, Niedrigalkoxy mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, halogensubstituiertes Niedrigalkoxy mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Halogenniedrigalkyl mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Cyano, Carboxy oder Carboxamido, eine ganze Zahl, und zwar 0 (X oder Y steht für Wasserstoff), 1 oder 2,Benzooder3. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bedeuten:E1 undWasserstoff, Niedrigalkenyl, wie Vinyl und dgl., Niedrigalkyl mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Propyl und dgl., Trifluormethyl, Diniedrigalkylaminoniedrigalkyl, wie Dimethylaminopropyl und dgl., Wasserstoff, Benzyl oder substituiertes Benzyl, Niedrigalkyl mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, wie Methyl, Äthyl, Propyl und dgl., Cyclopropyl, Cyclobutyl oder Diniedrigalkylaminoniedrigalkyl, wie.Dimethylaminopropyl und dgl.,- 49 -509848/1 UOX und T Chlor, Brom, Jod, Medrigalkoxy mit 1 bisetwa 6 Kohlenstoffatomen, Niedrigalkyl mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, Cyano, Carboxy, Carboxamido, Trifluormethoxy, Trifluormethyl, Trifluormethylsulfonyl, Niedrigalkylthio, wie Methylthio und dgl., oder Trifluormethylthio,η eine ganze Zahl, und zwar 0 (X oder Y stehenfür Wasserstoff), 1 oder 2, und.—A die BenzοgruppeVerbindungen nach Ansprach 1s und zwar 2-Brom-11-methyl-9»10-dihydroanthracen-9,10-imin, 1,11-Bimethyi-9,IO-dihydroanthraceii-9,10-imin, 2-Methoxy-11-methyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin t 1-Chlor-11-methyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin, 1-Fluor-11-methyl-9,10-dihydronaphthalin-9,10-imin, 9.10-Dihydro-9,10 ^11-trimethyl8nthracen-9,10-imin, 9 j11-Dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 9 810-Diäthyl-i1-methyl-9,10-dihyäroanthracen-9,10-imin, 9 s H-Dimethyl-IG-äthyl-9110-dihydroanthracen-9,10-imin,9,10-Trifluormethyl-1 'i-methyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,11-Methyl-9,10-dipropyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,11-Methyl-9-äthyl-10-propyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Chlor-11-propyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Jod-11-propyl-9,10-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Brom-11-propyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Chlor-11-cyelopropyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Jod-11-cyclopropyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Brom-11-cyclopropyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,"50-509848/1 UO2-Chlor-11- ( 3-hydroxypropyl )-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanth.racen-9,10-imin,2- Jod-11- ( 3-hydroxypropyl )-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Brom-11- ( 3-hydroxypropyl )-9,10-dime thyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,9,10-Dihydro-2,9,10,11-tetramethylanthracen-9,13-imin 2-Chlor-9,10-dihydro-9,10, H-trimethylanthracen-9,10-imin,9,10-Dihydro-1-f luor-1-f luor-9 ϊ 10,11-trimethylanthracen-9»10-imin,9,10-Dihydro-2-methoxy-9,10, H-trimetliylanthracen-9,10-imin, 2,3-Dif luor-9,10-dihydro-9,10,11-trimeth.ylanthracen-9,10-9,10-Dihydro-i ,9^0, H-tetramethylanthracen-9,10-imin,9 i 10-Mhydro-2-trif luormetliyl-9,10,11-trimethylanthracen-9,10-imin,9,10-Dihydro-2-f luor-9,10,11-trimethylanthracen-9,10-imin, 1,3-Dif luor-9,10-dihydro-11-meth.ylantliracen-9,10-imin, 1-Aza-5,10-dihydro-1 i-methylanthracen-5,10-imin, 2-Aza-5,10-dihydro-11-methylanthracen-5,10-imin, 1-Aza-5,10-dihydro-9,10, H-trimethylanthracen-5,10-imin, 1,3-Diaza-5,10-dihydro-11-methylanthracen-5,10-imin, 2,3-Dif luor-9,10-dih.ydro-11-methylanthracen-9,10-imin, 9,10-Dihydro-5,11-dimetilyl-2-fluoranthracen-9) 10-imin, 9,10-Dihydro-8,11-dimethyl-2-f luoranthracen-9,10-imin, 9,10-Dihydro-2-f luor-11-methyl-6-trif luormethylanthracen-9,10-imin,9,10-Dihydro-2-f luor-11-methyl-7-trif luormethylanthracen-9,10-imin,' " -2-Brom-9,10-dihydro-9,10, H-trimethylanthracen-9,10-imin,9,10-Ditiydro-2-trif luormethylthio-9,10,11-trimethylanthracen-9,10-imin,2-Cyano-9,10-dihydro-9,10,11-trimethylanthracen-9,10-imin, 2-Carboxy-9,10-dihydro-9,10, ii-trimethylanthracen-9,10-imin,11-/p-Chlorbenzyl7-9,10-dihydro-9,10-dimethyl anthracen-9,10-imin,9,10-Dihydro-1,4,9, IO-tetramethylanthracen-9,10-imin, 9,10-Dihydro-1,4,9,10,11-pentamethylanthracen-9,10-imin,9,10-Dihydro-9,10-dime thyl-H-cyclopropylanthracen^, 10-imin,- 51 -5 0 9 8 A 8 / 1 U 09,10-Mhydro-9,ii-dimethyl-IO-y-dimethylaminopropylanthracen-9 ,10-imin,2-Methylthio-9,10,H-trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,1- Isopropyl-9,10,11-trimetiiyl-9»10-diliydroantiiracen-9,10-imin,2-Isopropyl-9,10,11-trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,2-(N,N-Dimethylsulfamoyl)-9,10,11-trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Diäthoxymetllyl-9,10ί11-tΓimethyl-9,10-dillydroanthracen-9,10-imin,2-Carboxaldehyd-9,10,11-trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,11-Benzyl-9,1-dimethyl-9,10-di3iydroanthracen-9,10-imin, 11-lthyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin, 11-Benzyl-2,9?10-trimethyl-9j10-dihydroanthracen-9,10-imin,11-(3-Hydroxypropyl)-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,11-Propyl-9,10-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 11-Butyl-9,10-dimethyi-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin, 1-Chlor-9,10,11-trimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin, 11-Allyl-9,1O-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,11-Gyclopropylmethyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,11-(3-Dimethylaminopropyl)-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthrac en-9,10-imin,2-Jod-11-(3-dimethylaminopropyl)-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Brom-11-(3-dimethylaminopropyl)-9,10-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9 ,10-imin,11-Äthyl-1,4,9,10-tetramethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Chlor-11-(3-dimethylaminopropyl)-9,10-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9 ,10-imin,9,IO-Dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 10-Butyl-9,11-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,11-i5>-Methoxybenzyl7-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,10-Vinyl-9,11-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin, 9,10,11-Triäthyl-9,1O-dihydroanthracen-9,10-imin, 11-Garbäthoxy-9,10-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin,- 52 509848/11402-Nitro-11-carbäthoxy-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Amino-11-carbäthoxy-9,IO-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin.,2-Hydroxy-11-carbäthoxy-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Methoxy-11-carbäthoxy-9,10-dimethyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin,2-Methoxy-9,10,11-trimethyl-9 * IO-dihydroanthracen-9110-imin,2-Chlor- und 2-Jod-9»10,11-trimethyl-9i10-dihydroanthracen-9,10-imin, 2-ITitro-9,10,11-trimethyl-9, IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 2-Amino-9,10,11-trimethyl-9, IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 9,10-Butyl— 11-äthyl-9, IO-dihydroanthracen-9,10-imin,9,10-Butyl-11-propyl-9, IO-dihydroanthracen-9,10-imin,11-Carbäthoxy-2-acetyl-9,10-dimethyl-9,10-dihydro anthr acen-9,10-imin, 3,9,11-Trimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 2,9 ,H-Trimethyl-9, IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 9,11-Dibutyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 2-Chlor-9,H-dimethyl-9,IO-dihydroanthracen-9,10-imin, 9-lthyl-11-methyl-9,10-dihydro anthr acen-9,10-imin, 11-Benzyl-9-methyl-9,10-dihydroanthracen-9,10-imin, 11-Äthyl-9-methyl-9, IO-dihydroanthracen-9,10-imin.5· Verfahren zum Herstellen von Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isoindol der Strukturformel(X odermit einem "Benzin" oder Hetarin der Strukturformel- 53 -509848/114015 610Y(X oder Y)umsetzt.6. · Verfahren zum Herstellen von Verbindungen nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isoindol der Strukturformel(X oder Y)mit einem "Benzin" der Strukturformel(X oder Y)umsetzt.7· Pharmazeutisches Mittel, enthaltend in Einheitsdosierungsform eine therapeutisch wirksame Menge einer Verbindung gemäss Anspruch 1 oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon und einen dafür geeigneten pharmazeutischen Träger.■/- 54 509848/1 UO
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