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"Beladevorrichtung an Schüttgutsammelbehältern, insbesondere Mülisammelbehältern
auf Müllwagen" Die Erfindung betrifft eine Beladevorrichtung an Schüttgut sammelbehältern,
insbesondere mit Verdichtung arbeitenden Müllsammelbehältern auf Müllwagen, zur
Aufnahme von Absetzmulden an der Einschüttöffnung des Sammelbehälters und zum Entleeren
derselben in den Sammelbehälter.
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Die heute üblichen großen Absetzmulden, etwa in Form von Containern,
z.B. in Behältergrößen von etwa 10 m), erfordern stark bemessene Beladevorrichtungen
mit Hebe- und Kippvorrichtung, um das Schüttgut, insbesondere Müll, in den Sammelbehälter
zu fördern.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Beladen mit
relativ einfachen, beim Heben und Kippen auftretende Kräfte einwandfrei aufnehmenden
Mitteln zu ermöglichen, derart, daß die Absetzmulde an Ort und Stelle verbleiben
kann, ohne durch ein Transportfahrzeug an eine entfernte Entladestelle transportiert
werden zu müssen, und somit nach dem Entleeren sofort wieder zur Aufnahme weiteren
Schüttgutes zur Verfügung steht.
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Die Erfindung besteht demgemäß im wesentlichen darin, daß am Sammelbehälter
angeordnete Zugmittel wie Seile od.dgl. zum Heranziehen und Anheben der Absetzmulde
an die Einschüttöffnung und derart angeordnete Kuppelmittel an der Absetzmulde und
dem Sammelbehälter vorgesehen sind, daß nach einem bestimmten Hub der Zugmittel
Absetzmulde und Sammelbehälter im Bereiche der Einschüttöffnung kuppelbar sind und
die Absetzmulde durch den weiteren Hub in den Sammelbehälter durch Kippen entleert
wird.
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In einfachster Ausführungsform kann das Heranbringen der Absetzmulde
an das Fahrzeug, soweit dieses nicht durch Heranfahren des Fahrzeuges an die Absetzmulde
geschieht oder möglich ist, allein durch die Zugmittel, insbesondere mittels Seile,
erfolgen, indem die Absetzmulde an die Einschüttöffnung des Fahrzeuges, gegebenenfalls
unter entsprechendem Anheben des kuppelseitigen Endes derselben, herangezogen wird,
so daß Absetzmulde und Sammelbehälter
miteinander gekuppelt werden
können und der Absetzbehälter anschließend durch weiteren Antrieb der Zugmittel
zum Entleeren gekippt werden kann.
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Eine besonders vorteilhafte und stabile Ausführungsform besteht des
weiteren darin, daß ein bzw. zwei paarweise am Sammelbehälter hochschwenkbar gelagerte
Hublenker zum Anheben der Absetzmulde an die Einschüttöffnung und derart angeordnete
Kuppelmittel an der Absetzmulde und dem Sammelbehälter angeordnet sind, daß nach
einem bestimmten Anhebehub der Hublenker Absetzmulde und Sammelbehälter im Bereiche
der Einschüttöffnung kuppelbar sind und die Absetzmulde durch den weiteren Anhebehub
der Hublenker in den Sammelbehälter entleert wird. Durch die Verwendung derartiger
Hublenker wird eine eindeutige Führung der Absetzmulde zur Kuppelstelle an der Einschüttöffnung
sichergestellt, so daß ein besonders zuverlässiges Kuppeln gewährleistet ist.
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Gegebenenfalls kann das Kuppeln auch automatisch erfolgen.
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Bei leichteren Absetzmulden kann das durch die angehobene Mulde auf
den Sammelbehälter bzw. den Müllwagen ausgeübte Kippmoment allein durch das Gewicht
des Müllsammelbehälters bzw. des Fahrzeuges aufgenommen werden. Bei schwereren Absetzmulden
ist es jedoch vorteilhaft, zur Abstützung des Sammelbehälters bzw. Fahrzeuges gegen
Kippen unter der Last der angehobenen Absetzmulde eine besondere Stützvorrichtung
vorteilhaft
vorzusehen, die/in einer etwa durch die Einschüttöffnung bzw. die Schwenkgelenke
der Hublenker gehenden oder in deren Nähe verlaufenden lotrechten Ebene angeordnet
ist und z.B. eine oder mehrere, etwa teleskopartig ausfahrbare Bodenstützen aufweist.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform mit Verwendung von Hublenkern
kann die Absetzmulde durch Aufhängemittel wie Seile, Ketten, gelenkige Bügel od.dgl.
an dem oder den Hublenkern oder auch an den über diese geführten Zugmitteln bis
zum Kuppeln mit dem Sammelbehälter frei gelenkig anhängbar sein.
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Durch die Erfindung ist es ferner ohne weiteres möglich, die Zugmittel,
insbesondere in Verbindung mit Hublenkern, derart anzuordnen und zu bemessen, daß
die Absetzmulde auch aus Bodenvertiefungen aushebbar ist. Von besonderem Vorteil
ist es ferner, wenn die Hublenker, insbesondere teleskopartig, verlängerbar ausgebildet
sind. Hierdurch ist es möglich, den Jeweiligen Abstand zwischen dem Sammelbehälter
und der Absetzmulde in Längsrichtung des Sammelbehälters bzw. des Fahrzeuges als
auch in Höhenrichtung durch entsprechendes Ausfahren der Hublenker bzw. entsprechendes
Betätigen der Zugmittel zu überbrücken. Insbesondere hat dieses den Vorteil, daß
der Fahrzeugführer eines den Sammelbehälter tragenden Fahrzeuges einen gewissen
Spielraum beim Heranfahren an die Absetzmulde hat und keinen genauen Abstand
zu
dieser einhalten muß, was durch die der Absetzmulde entgegengesetzte Lage des Fahrersitz
es unter Umständen schwierig sein kann.
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Vorzugsweise sind der oder die unter oder neben der Einschüttöffnung
(direkt oder indirekt) am Sammelbehälter angelenkten Hublenker aus einer im wesentlichen
waagerechten in eine im wesentlichen lotrechte Lage hochschwenkbar gelagert. Vorteilhaft
haben sie eine etwa der Höhe des Sammelbehälters entsprechende Länge, so daß die
Absetzmulden auch bei tiefer Lagerung verhältnismäßig hoch an die Einschüttöffnung
gehoben und unter Ausnützung des Eigengewichtes des Schüttgutes wirksam entleert
werden können.
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Von besonderem Vorteil ist ein Antrieb der Zugmittel bzw.
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der Hublenker derart, daß beim Anheben der Absetzmulde diese zunächst
eine relativ langsame Anhebebewegung und hierauf eine relativ schnelle Schwenkbewegung
ausführt. Dieses kann in der Weise geschehen, daß zum Hochschwenken der Absetzmulde
bzw. des oder der Hublenker ein an diesen angreifendes und nach Art eines Flaschenzuges
über eine Umlenkrolle zurückgeführtes und z.B. in einem bestimmten Anhebezustand
blockierbares Seilzugtriebwerk vorgesehen ist, wobei das Blockieren zweckmäßig derart
erfolgt, daß der Blockierzustand mit dem Kuppeln von Absetzmulde und Sammelbehälter
bewirkt wird. Hierdurch können die Beschleunigungskräfte beim Anheben der Absetzmulde
sowie die Verzögerungskräfte beim Absetzen
der Mulde auf den Boden
in erwünschter Weise begrenzt werden, ohne daß das Entleeren der Absetzmulde in
den Sammelbehälter unnötig verzögert wird.
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Vorteilhaft wird als Antriebsmittel ein Seilzugtriebwerk verwendet,
das am Sammelbehälter oder an einem mit diesem verbundenen Teil, z.B. auf dem Fahrzeug,
angeordnet sein kann. Der Seilzug kann hierbei über eine oberhalb der Einschüttöffnung
angeordnete Seilzugrolle geführt sein, so daß günstige Zugkraftverhältnisse an den
an den Absetzmulden bzw. an den Hub-lenkern angreifenden Seilen gewährleistet sind.
Bei Anordnung des Sammelbehälters auf einem Kraftfahrzeug bzw. einem Fahrzeuganhänger
kann es aus wirtschaftlichen und bedienungsmäßigen Gründen vorteilhaft sein, zum
Antrieb des Seilzuges eine an einen Nebenantrieb der Fahrzeugantriebs-bzw. Zugmaschine
angeschlossene oder anschließbare Seilwinde zu verwenden.
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Als Kuppelmittel sind in besonders vorteilhafter Weise mit Anschlagsflächen
versehene gabel-, haken- oder schlitzartige Kuppelelemente (im folgenden kurz "Kuppelschlitze"
genannt), z.B. am Sammelbehälter, und im Kuppelzustand in diese eingreifende, sich
beim Kuppeln gegen die Anschlagsflächen legende zapfen-, stangen- oder hülsenartige
Kuppelelemente (im folgenden kurz "Kuppelzapfen" genannt), z.B. an der Absetzmulde,
vorgesehen, wobei als Anschlagsflächen etwa senkrecht zur
Bewegungsbahn
der Kuppelzapfen verlaufende Begrenzungskanten der Kuppelschlitze dienen.
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Eine Riegelvorrichtung, z.B. in Form einer Riegelklinke, kann zur
Verriegelung der Kuppelmittel in Kuppelstellung dienen.
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Damit die Absetzmulde gegebenenfalls möglichst reibungsarm an den
Sammelbehälter bzw. an die Einschüttvorrichtung desselben herangezogen werden kann,
kann die Absetzmulde auf einem Fahrgestell lose oder arretierbar montiert sein,
von dem sie zum Entleeren abgehoben und auf das sie nach dem Entleeren wieder abgesetzt
werden kann. Gegebenenfalls kann die Absetzmulde fest mit dem Fahrgestell verbunden
sein, so daß es zusammen mit der Absetzmulde anhebbar ist.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung
von Ausfübrungsbeispielen zu entnehmen.
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In der Zeichnung zeigen Fig. 1 eine schematisch dargestellte Anordnung
mit Seilzug, Fig. 2 eine schematisch dargestellte Anordnung mit Hublenker und Seilzug,
Fig. 3 eine schematisch dargestellte Anordnung mit auf ein Fahrgestell aufgesetzter
Absetzmulde, Fig. 4 eine Schemadarstellung für die Wirkungsweise einer Beladevorrichtung
nach Fig. 1 in größerem Maßstabe und in verschiedenen Lagen der zu entleerenden
Absetzmulds
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Beladevorrichtung etwa
nach Fig. 4 bei an den Sammelbehälter angekuppelter Absetzmulde, Fig. 6 eine Schrägansicht
auf die an der Zugvorrichtung hängende Absetzmulde nach Fig. 4 und 5, Fig. 7 eine
perspektivische Teildarstellung einer Absetzmulde, etwa nach Fig. 4, Fig. 8 ein
Fahrzeug mit einer mit Hublenkern konstanter Länge arbeitenden Beladevorrichtung,
Fig. 9 eine schematische Darstellung der Beladevorrichtung nach Fig. 8 in größerem
Maßstabe und mit verschiedenen Lagen der Absetzmulde, Fig. 10 die schematische Darstellung
einer Beladevorrichtung mit Hublenkern veränderlicher Länge in verschiedenen Stellungen,
Fig. 11 eine schematische Darstellung für die Aufhängung einer Absetzmulde an einem
flaschenzugahnlichen Seilzug und Fig. 12 eine Variante zu Fig. 11.
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Auf dem Fahrgestell 20, z.B. eines Müllwagens, ist ein Sammelbehälter
21 montiert, der an seinem hinteren Ende ein Fördergehäuse 22 mit einer Einschüttvorrichtung
23 aufweist, die nach unten durch eine Rutsche 24 und nach oben durch die Einschüttöffnung
25 (z.B. Fig. 4 und Fig. 8) begrenzt wird.
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Das Fördergehäuse 22 kann eine Fördervorrichtung beliebiger Art, z.B.
in an sich bekannter Weise eine untere Zubringerschaufel und eine das von dieser
zugeförderte Schüttgut in
und verdichtende den Sammelbehälter weiterfördernde/FörderschauSel
enthalten.
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Mit 26 ist eine Absetzmulde bezeichnet, die z.B. zur Aufnahme von
Müll dient und auf ebenem Boden (Fig. 1), in einer Vertiefung 28 (Fig. 2) oder auch
höher als der Fahrboden oder in sonstiger beliebiger Weise gelagert sein kann, beispielsweise
auch auf einem Fahrgestell 29 (Fig. ), das mit Rädern versehen ist und auf das die
Absetzmulde 26 abhebbar aufgesetzt ist.
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In Fig. 1 weist die Beladevorrichtung zum Beladen des Müllbehälters
21 mit dem in der Absetzmulde 26 gesammelten Schüttgut, z.B. Müll, ein Zugmittel
in Form eines Seilzuges 30 auf, durch den bei Antrieb des Seiles in Pfeilrichtung
x der Absetzbehälter 26 an den Müllsamr3elbehälter 21 bzw. dessen Einschüttvorrichtung
23 herangezogen und gegebenenfalls gleichzeitig angehoben werden kann, wie dieses
später noch im einzelnen erläutert wird. Der Seilzug 30 kann zu diesem Zweck wechselweise
entweder an die seitlichen Zapfen 31 oder - in der Lage 30' - an die seitlichen
Zapfen 32 an der Absetzmulde 26 angeschlossen werden. Die Zapfen 31 und 32 befinden
sich hierbei in Längsrichtung der Absetzmulde bzw. des Müllsammelbehälters 21 in
einem solchen Abstand beiderseits des Schwerpunktes der Absetzmulde 26 voneinander,
daß durch den Seilzug je nach Anschlußein Drehmoment auf die Absetzmulde wechselweise
um
eine hintere oder um eine vordere Kante der Absetzmulde ausgeübt werden kann.
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Der Seilzug 30 ist über eine Umlenkrolle 33 oberhalb der Einschüttvorrichtung
23 zu einer Seiltrommel geführt, die z.B. über dem vorderen Teil des Sammelbehälters
21 bei 34 angeordnet ist.
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Als Kuppelmittel zum Kuppeln des Absetzbehälters 26 mit dem Sammelbehälter
21 dienen einerseits etwa schlitz- oder gabelartige Kuppelelemente (Kuppelschlitze)
35, insbesondere unterhalb der Einschüttöffnung des Sammelbehälters, einerseits
und etwa zapfen- oder ösenartige Kuppelelemente (Kuppelzapfen) 36, insbesondere
an der Absetzmulde 26, andererseits.
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Um die beim Anheben der Absetzmulde 26 durch das Gewicht der gefüllten
Absetzmulde auftretenden Momente, welche den Sammelbehälter 21 um eine hintere Achse,
z.B. um die Hinterräder des Fahrgestells 20, zu kippen suchen, kann eine Stützvorrichtung,
vorzugsweise in Form von - vorzugsweise zwei seitlichen - Stützbeinen 37, vorgesehen
sein, welche etwa in einer die Einschüttvorrichtung 23 enthaltenden vertikalen Querebene
am Sammelbehälter 21 bzw. dessen Fördergehäuse 22 - vorzugsweise hydraulisch - ausfahrbar
angeordnet sind.
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Eine Riegelvorrichtung zur Sicherung der ausgefahrenen Lage kann vorgesehen
sein. Gegebenenfalls kann bei kleineren Absetzmulden, etwa bis zu 5 m3, die Abstützvorrichtung
in Fortfall kommen.
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Fig. 4 erläutert die Arbeitsweise etwa einer Vorrichtung nach Fig.
1. Die in Fig. 4 strichpunktiert dargestellte der Absetzmulde Lage 26/entspreche
etwa der in Fig. 1 dargestellten Lage derselben. Der Seilzug 30 ist im Anschlußpunkt
31 der Absetzmulde angeschlossen. Wird der Seilzug 30 in Pfeilrichtung x angetrieben,
wird die Mulde 26,auf dem Boden 27 gleitend, zum Sammelbehälter 21 herangezogen,
wobei gleichzeitig der Seilzug 30 ein Anheben der Absetzmulde 26 um deren hintere
untere Kante bewirkt, so daß beispielsweise die Absetzmulde 26 in der strichpunktiert
dargestellten leicht angehobenen Lage 26a mittels ihrer Kuppelzapfen in deren Lage
36a gegen eine schräg aufwärts zu den Kuppelschlitzen 35 gerichtete Gleitfläche
38 stößt und dadurch beim weiteren Antrieb des Seilzuges 30 entlang der Gleitfläche
38 nach oben geführt wird, bis die Kuppel zapfen 36 vor die Kuppelschlitze 35 gelangen
und in diese einfallen die können, so daß sich/tuppelzapfen und die Kuppelschlitze
gegenseitig kuppeln. Die Absetzmulde 26 befindet sich alsdann in ihrer ausgezogen
dargestellten Lage 26b und die Kuppelzapfen 36 in der Lage 36b. Der Eingriff der
Kuppelmittel wird hierbei dadurch gesichert, daß die Kuppel zapfen 36 Je gegen eine
Anschlagsfläche 39 stoßen, welche die in den seitlichen Führungs- oder Abdeckwänden
40 angeordneten Kuppelschlitze 35 nach oben begrenzen. Eine Sperrklinke 41 z.B.
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in Form eines/doppelarmigen, bei 42 in den seitlichen Wänden 40 gelagerten
doppelarmigen Hebels kann vorgesehen sein,
um nach dem Kuppeln
der Kuppelmittel 36,35 die Kuppelzapfen 36 in deren Lage 36b am Austritt aus den
Kuppelschlitzen 35 von Hand oder z.B.
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zu hindern. Sie kann/durch Federwirkung in Sperrlage verstellbar,
jedoch von außen durch die Kuppelzapfen anhebbar sein, z.B. auch durch Fernbedienung
betätigt werden.
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Die Seile des in der zuletzt beschriebenen Lage 26b der Absetzmulde
26 in der Lage 30b befindlichen Seilzuges sind hierbei noch an die vorderen seitlichen
Anschlußzapfen 31 in deren Lage 31b angeschlossen. Um ein Entleeren der Absetzmulde
herbeizurühren, ist der Seilzug von den seitlichen Anschlußzapfen 31 in deren Lage
31b abzukuppeln und an die seitlichen Anschlußzapfen 32 in deren Lage 32b anzuschließen,
so daß der Seilzug nach der Linie 30b' verläuft. Die Absetzmulde 26 kann nunmehr
dadurch, daß der Seil zug in Pfeilrichtung x weiter angetrieben wird, in Pfeilrichtung
y um eine durch die Kuppel zapfen in deren Lage 36b verlaufende Querachse hochgeschwenkt
werden. In der Lage 26c der Absetzmulde nimmt der Seilzug in der Lage 30c einen
sich über die Umlenkrolle 33 erstreckenden geradlinigen Verlauf an, so daß beim
weiteren Anheben der Absetzmulde sich der Seilzug von der Umlenkrolle 33 abhebt
und in der Endstellung 26d der Absetzmulde in die Lage 30d gelangt. In dieser Lage
der Absetzmulde liegt darin ££nung 43 auf der Einschüttöffnung 25 des Müllsammelbehälters
auf, so daß das Schüttgut unmittelbar aus der Absetzmulde in den Einschütt-Trichter
der Einschüttvorrichtung 23 des Sammelbehälters 21 überrutschen kann.
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Der Seilzug 30 kann aus zwei paarweise seitlich angeordneten Einzelseilzügen
bestehen, die gesondert oder gemeinsam angetrieben werden. In dem in Fig. 4 bis
6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist Jedoch angenommen, wie dieses insbesondere
aus Fig. 5 und 6 hervorgeht, daß der Seilzug 30 (z.B. in der Lage 30b' der Fig.
4) eine gemeinsame Seiltrommel 34 und eine gemeinsame Umlenkrolle 33 aufweist und
oberhalb der Absetzmulde 26 durch ein Querjoch 44 verzweigt wird, das sich quer
über die Absetzmulde 26 erstreckt und an dessen Enden beiderseits Seilzugabschnitte
45 angeschlossen sind, die an ihren dem Querjoch 44 entgegengesetzten Enden an die
seitlichen Zapfen 31 bzw. - nach Änderung des Anschlusses - an die Zapfen 32 angeschlossen
sind.
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Fig. 4 zeigt des weiteren ein ausfahrbares Stützbein 37, das in Führungen
37a am Sammelbehälter 21 bzw. an dessen Fördergehäuse 22 teleskopartig ausziehbar
angeordnet ist und hydraulisch gegen den Fahrboden 27 in die Lage 37t zur Abstützung
des Sammelbehälters bzw. des Fahrzeuges ausgeschoben werden kann.
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Die in Fig. 7 gezeigte Absetzmulde 26 weist Kuppelzapfen 36 auf, die
zum Eingriff in die Kuppelschlitze 35 in den seitlichen Führungs- oder Abdeckwänden
40 ösenartig ausgebildet sind.
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Statt vorn können die Kuppelzapfen auch seitlich, z.B. bei 36a, angeordnet
sein. GegebenenSlls kann die Entleerungsöffnung 43 der Absetzmulde durch eine Verschlußklappe,
einen Verschlußschieber od.dgl. abgeschlossen sein, der zum Entleeren der Absetzmulde
von
Hand oder automatisch beim Kippen derselben geöffnet wird.
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Fig. 8 und 9 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Absetzmulde 26
durch ein Hublenkerpaar 46 angehoben wird.
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Die Hublenker sind unterhalb der Einschüttöffnung 25 der Einschüttvorrichtung
23 in Gelenken 47 am Sammelbehälter 21, und zwar im dargestellten Ausführungsbeispiel
in den seitlichen Führungs- oder Abdeckwänden 40 auf der Rückseite des Fördergehäuses
22 um eine waagerechte Querachse schwenkbar gelagert. An ihre freien Enden 48 ist
der Seilzug 30 angeschlossen, der ganz oder teilweise ein oder zwei Seile aufweist,
z.B. auch entsprechend einer Konstruktion nach Fig. 5 und 6. Die Seile können wieder
über eine Umlenkrolle 33 von einer Seilwinde 34 auf der hierfür verstärkten Deckwandung
des Sammelbehälters 21 abgewickelt bzw. auf dieselbe aufgewickelt werden. Durch
den Antrieb der Seilwinde 34 werden die Hublenker 46 zusammen mit der Absetzmulde
26 angehoben, die mittels einer geeigneten Aufhängevorrichtung 49, z.B. in Form
von Seilabschnitten, Lenkern, eines Bügels od.dgl., an bzw. anhängbar den freien
Enden 48 der Hublenker 46 frei gelenkig angehängt/ ist. Die Aufhängevorrichtung
49 kann z.B. mit ring- oder hakenartigen Anschlußelementen zum Anhängen an die Lenkerenden
48 versehen sein.
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Die Seilwinde 34 kann - wie auch in allen anderen Fällen -durch einen
eigenen Antriebsmotor, z.B. einen Elektromotor od.dgl., oder auch von einem Antrieb
für den Sammelbehälter bzw. vom Fahrzeugantrieb angetrieben werden. Anstelle der
auf dem Sammelbehälter angeordneten Seilwinde kann auch eine Seilwinde an anderer
Stelle, z.B. bei 34a, angeordnet sein, indem sie z.B. mittels einer Kupplung 50
an einen Nebenantrieb des Fahrzeugantriebsmotors angeschlossen ist und über eine
Umlenkrolle 51 den über die Führungs- oder Umlenkrolle 33 an die Hublenker 46 angeschlossenen
Seilzug 30 auf- bzw. abwickelt.
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Als Kuppelzapfen 36 zum Kuppeln der Absetzmulde 26 mit den Kuppelschlitzen
35 kann gegebenenfalls auch eine quer von einer zur anderen Seite der Absetzmulde
durchgehende Stange vorgesehen sein. Auch können gegebenenfalls die Kuppelzapfen
am Sammelbehälter 21, etwa unterhalb der Einschüttöffnung 25, und die Kuppelschlitze
an der Absetzmulde 26 vorgesehen sein.
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In Fig. e sowie in ausgezogenen Linien in Fig. 9 ist die Absetzmulde
26 in Bodenlage dargestellt, die je nach den örtlichen Voraussetzungen in Fahrbahnhöhe
des Fahrzeuges oder mehr oder weniger tiefer oder höher als der Fahrboden liegen
kann. Die Hublenker 46 können in diesem Falle einen entsprechend großen Hubbereich
erhalten. Das Fahrzeug bzw.
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der Sammelbehälter 21 ist so weit rückwärts an die Absetzmulde
26
herangefahren, daß diese an die Hublenker 46 mittels der Aufhängevorrichtung 49
angehängt werden :~kann, wie dieses in der Zeichnung dargestellt ist. Die Stützvorrichtung
37 ist in die Lage 37' ausgefahren und stützt damit den Sammelbehälter gegen Kippen
nach hinten unter der Last der Absetzmulde 26 am Boden ab.
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Durch Antrieb der Seilwinde 34 bzw. 34a werden die Hublenker 46 mittels
des Seilzuges 30 in Pfeilrichtung y1 hochgeschwenkt.
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Die hierbei angehobene Absetzmulde 26 verbleibt zunächst in ihrer
waagerecht hängenden Lage, bis die Hublenker 46 die Lage 46 | bzw. ihre freien Enden
48 die Lage 48 | einnehmen und die Absetzmulde 26 sich in der Lage 26' befindet.
In dieser Lage greifen die Kuppelzapfen 36, die inzwischen einen Schwenkhub Y2 ausgeführt
haben, in die Kuppelschlitze 35 unterhalb der Einschüttöffnung 25 ein, wobei sie
durch die Anschlagsflächen 39 in die Kuppelschlitze 35 hineingeführt werden und
darin die Lage 36' einnehmen in der sie durch die Sperrklinke 41 verriegelt werden
können. Werden die Hublenker 46 - z.B. über die Lage 26" der Absetzmulde - weitergeschwenkt,
bilden die Kuppelzapfen 36 die Schwenkachse für die Absetzmulde 26, bis die Hublenker
die Endlage 46' und die Absetzmulde die Lage 26"' erreicht haben. In dieser Stellung
26"' ist die Absetzmulde 26 so weit hochgekippt, daß sie mit ihrer Entleerungsöffnung
43 (Fig. 7) auf der Einschüttöffnung 25 zwischen den seitlichen Führungswänden 40
aufliegt und ihren Inhalt ungehindert über die Rutsche 24 der Einschüttvorrichtung
23 in das Fördergehäuse 22 des Sammelbehälters entleeren kann.
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Eine Variante zu der Ausführungsform nach Fig. 8 und 9 entsprechend
der Schemadarstellung nach Fig. 2 ist in Fig. 10 dargestellt. Die Absetzmulde 26
befindet sich in einer Bodenvertiefung 28. Zum Beladen des Sammelbehälters 21, also
zum Anheben und Kippen der Absetzmulde 26,dient ein Paar seitlicher Hublenker 46,
die in diesem Falle teleskopartig ausgebildet sind und je aus den beiden Teilen
51 und 52 bestehen. Die beiden Teile können zur Verlängerung oder Verkürzung der
Hublenker auf geeignete Weise, z.B. hydraulisch, mittels Zylinders 53 und Kolben
bzw. Kolbenstange 54, ineinander verschoben werden, wie z.B. durch die Lage 52'
des Teiles 52 angedeutet ist, wobei der Zylinder 53 z.B.
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mittels Gelenkes 55 mit dem Teil 51 und der Kolben bzw. die Kolbenstange
54 mittels Gelenkes 56 mit dem Teil 52 des zugeordneten Hublenkers 46 verbunden
ist. Zylinder und Kolben bzw. Kolbenstange zum Verlängern bzw. Verkürzen der Hublenker
können auch im Innern der Hublenker untergebracht sein.
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Die Hublenker 46 werden durch den Seilzug 30 in ihrer Lage gehalten.
Zum Entleeren der z.B. mit Müll gefüllten Absetzmulde 26 wird zunächst wieder das
Stützbein 37 der Abstützvorrichtung aus der eingeschobenen Lage nach unten in die
Lage 37t ausgeschoben, so daß das hintere Ende des Sammelbehälters etwa in der Ebene
der Einschüttvorrichtung 23 bzw.
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der Hublenkergelenke 47 fest auf dem Fahrboden 27 abgestützt ist.
Durch Antrieb der Seilwinde 34 und Ablassen des Seiles 30
werden
die Xublenker 46 in eine Lage 46 abwärtsgeschwenkt, so daß das freie Ende 48 der
Hublenker in die Lage 48IV gelangt und der Seilzug 30 in Richtung der Geraden 3ON
verläuft. Die an die Hublenker angehängte Absetzmulde kann nunmehr durch den sich
auf die Seilwinde 34 aufwickelnden Seilzug bzw. durch die von diesem mitgenommenen
Hublenker 46 in Pfeilrichtung y1 nach oben geschwenkt werden, bis die Hublenker
- ähnlich wie bei der Ausführung nach Fig. 9 - in die obere Endlage 46"t gelangen.
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Die Absetzmulde wurde hierbei zugleich wieder gekippt, so daß sie
am Ende des Hubes die Lage 26"' einnimmt und hierbei über die Einschüttvorrichtung
23 in den Sammelbehälter bzw. in dessen Fördergehäuse 22 entleert wird.
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Nach demEntleeren der Absetzmulde wird diese wieder durch Abwickeln
des Seilzuges 30 von der Seilwinde 34 abgesenkt, wodurch die Hublenker 46 zusammen
mit der Absetzmulde 26 herabgeschwenkt werden, bis letztere wieder in der Bodenvertiefung
28 abgesetzt werden kann.
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Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist angenommen, daß die Absetzmulde
26 nicht unmittelbar an den Hublenkern 46, sondern mittels ihrer Aufhängevorrichtung
49 an eine Öse 57, einen Haken od.dgl. am Ende des Seilzuges 30 angehängt wird.
Hierdurch ist es möglich, auch sehr tief gelagerte Absetzmulden 26, die z.B. von
den schwenkbaren Hublenkern nicht mehr erreicht werden, durch das über das Lenkerende
48 hinaus abgelassene Seilende
30a zu erfassen. Gleichzeitig kann
der Abstand zwischen Absetzmulde 26 und Sammelbehälter 21 durch Verlängern oder
Verkürzen der Hublenker 46 in der erforderlichen Weise ausgeglichen werden, ohne
daß es notwendig ist, daß das den Sammelbehälter 21 tragende Fahrzeug näher an die
Absetzmulde bzw. an die Bodenvertiefung 28 heranfahren muß. Zugleich ist es dadurch
möglich, durch Verlängern oder Verkürzen der Hubarme das Kuppeln der angehobenen
Absetzmulde und der Einschüttvorrichtung zu erleichtern.
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In Fig. 11 ist eine Variante dargestellt, bei der als Zugmittel zum
Anheben und Senken der Hublenker 46 bzw. der Absetzmulde 26 nicht einfache Seile
verwendet werden, sondern ein Seilzug nach Art eines Flaschenzuges mit zurUckkehrendem
Seil 3OXJ das zur Seiltrommel 34 führt. Hierdurch kann erreicht werden, daß im ersten
Teil des Hubes, der hauptsächlich dem Anheben der Absetzmulde 26 bis zum Kuppeln
derselben mit dem Sammelbehälter dient, eine relativ langsame Hubbewegung vor sich
geht, bis das über die Rolle 58 geführte Seil in ihrer Relativbewegung zur Rolle
58 bzw. zum Hublenker 46 blockiert wird, worauf alsdann der Seilzug 30 als Ganzes
von der Seiltrommel angetrieben wird und damit den Hublenker 40 mit doppelter Geschwindigkeit
weiterbewegt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 12 ist das Seil 30 über die Rolle
58 am Ende des Hublenkers 46 sowie über die Absetzmulde 26 tragende Rolle 58a zum
Hublenker zurückgeführt,
wobei der Endabschnitt 30Y an einem Festpunkt
am Hublenker 46 befestigt ist. Beim Anziehen des Seiles in Pfeilrichtung x wird
die Absetzmulde 26 zunächst wieder mit geringer Geschwindigkeit angehoben, bis die
Rolle 58a an der Rolle 58 anliegt und dadurch das Seil 30 blockiert wird, worauf
die Absetzmulde mit doppelter Geschwindigkeit weiter angehoben bzw. gekippt wird.