DE2516012C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur automatischen
Kontrolle des Vorspannungspotentials einer Entwicklerelektrode
bei einem elektrostatischen Kopiergerät gemäß dem Gattungsbe
griff des Patentanspruchs 1.
Bestimmte elektrostatische Kopiersysteme, bei denen die Ober
fläche eines Photoleiters, der von einer Lageranordnung, übli
cherweise einer Trommel getrennt ist, zunächst geladen, an
schließend der Belichtung mit einem Original und schließlich
der Wirkung eines Entwicklers ausgesetzt wird, verwenden in
immer stärkerem Maße organische Photoleiter. Solche organische
Photoleiter weisen zwar beträchtliche Vorteile über anorganische
Photoleiter auf, es ergibt sich jedoch auch ein wesentlicher
Nachteil. Bei der Belichtung verschwindet nämlich die Ladung
auf dem organischen Photoleiter nicht so schnell, wie dies
eigentlich erwünscht ist. Daher behält bei einem Kopiergerät,
welches mit einer ausreichenden Geschwindigkeit arbeitet, ein
organischer Photoleiter eine beträchtliche Ladung auch auf den
Bilduntergrundbereichen oder nicht bildmäßig ausgenutzten Bereichen,
nachdem die normale Belichtung durch die zu reproduzierende
Kopie durchgeführt worden ist. Unter Bilduntergrundbereichen ver
steht man im folgenden solche Teile der anzufertigenden Kopie,
die nicht zum bildmäßigen Aufbau der Kopie beitragen, d. h. die
keine Informationsmarkierungen tragen und daher von dem Ent
wickler auch nicht entwickelt werden sollen. Die Höhe dieses
Bilduntergrundpotentials liegt im Bereich zwischen 100 und 200 V.
Es sind bisher schon viele Versuche unternommen worden, um diesem
Problem zu begegnen und die Ablagerung von Entwickler- oder
genauer gesagt, Tonerpartikeln auf diesen Bilduntergrundbereichen,
die keine Tonerpartikel aufweisen sollen, zu verhindern; diese
Ablagerung erfolgt aufgrund des eben schon erwähnten Restpoten
tials. Beispielsweise ist schon angeregt worden, daß die Ent
wicklungsstation oder die Entwicklungsanordnung mit einer Vor
spannungs- oder Entwicklerelektrode ausgestattet werden soll,
der ein solches Potential zugefügt wird, daß dieses dem Effekt
des Restpotentials in den Bilduntergrundbereichen entgegenwirkt.
Ein Problem bei Verwendung eines festen Vorspannungspotentials
liegt jedoch darin, daß sich das Untergrundpotential über
einen relativ weiten Bereich ändert, so daß entweder eine Ent
wicklung auch dieser Untergrundbereiche stattfindet, falls
nämlich das Vorspannungspotential nicht ausreichend groß ist
oder daß andererseits Tonerpartikel sich auf der Vorspannungs
elektrode ablagern, wenn ein zu großes Vorspannungspotential
verwendet wird. Es versteht sich, daß im übrigen ein Vor
spannungspotential nur dann der Entwicklerelektrode zugeführt
werden soll, wenn das latente Bild durch das Entwicklersystem
läuft. Wird das Vorspannungspotential nicht abgeschaltet, dann
werden relativ große Anteile des Toners auf der Vorspannungs
elektrode abgelagert, wenn ungeladene Bereiche der Trommel
durch die Entwicklungsanordnung laufen.
Es sind schon Versuche angestellt worden, Systeme zu schaffen,
bei denen das Vorspannungspotential als Folge einer Veränderung
des Potentials in den Untergrundbereichen einer Variation un
terworfen wird. So läßt sich beispielsweise dem US-Patent
36 11 982 eine Anordnung mit einem kapazitivem Sensor entnehmen,
der außerhalb und unmittelbar vor der Entwicklungsanordnung
angeordnet ist und über eine Blende einem geladenen und voll
belichteten Streifen an der Randkante der den Photoleiter tra
genden Trommel ausgesetzt wird, das abgetastete Potential wird
dann verstärkt und als Regelgröße für eine variable Spannungs
quelle verwendet, die der in der Entwicklungsanordnung ange
ordneten Entwicklerelektrode das Vorspannungspotential zuführt.
Ein weiteres Beispiel für ein Elektrodenvorspannungs-Regelsystem
läßt sich dem US-Patent 37 88 739 entnehmen, bei dem wiederum
der kapazitive Sensor außerhalb und unmittelbar vor der Ent
wicklungsanordnung angeordnet ist und das Potential als Teil
eines übergroßen belichteten Bereichs außerhalb des Bildbe
reiches abtastet, um das der Elektrode in der Entwicklungsan
ordnung zugeführte Vorspannungspotential zu steuern. Eine weitere
Möglichkeit zur Verwendung, die von einer Vorspannungsquelle der Ent
wicklerelektrode zugeführt ist, läßt sich der DE-OS 23 36 499
entnehmen. Auch bei dieser Anordnung ist, ähnlich wie
bei den weiter vorn erwähnten US-Patenten, der Sensor unmittel
bar vor und außerhalb der Entwicklungsanordnung lokalisiert,
in welcher sich die Entwicklerelektrode befindet.
Bei den bekannten Systemen, die soeben besprochen worden sind,
wird eine Spannung des Photoleiters unter Verwendung sehr empfind
licher und schwierig zu handhabender Instrumente, beispiels
weise Elektrometer abgetastet, um die Ladung in den Bilduntergrund
bereichen oder Restbereichen des Photoleiters zu ermitteln.
Solche Instrumente sind nicht nur teuer, sondern führen auch
weitere kritische Faktoren in das System ein, insbesondere hin
sichtlich der Geometrie des Sensors und des kritischen Abstan
des des Sensors von der Oberfläche, deren Potential abgetastet
werden soll. Darüber hinaus verwenden die Systeme bekannter Art
Schaltungsanordnungen, die die Vorspannung nur für den Zeitraum
wirksam werden lassen, währenddessen das Bild durch die Entwick
lungsanordnung läuft. Schließlich ist bei dem bekannten System
noch besonders nachteilig, daß aufgrund der Ablagerung der
Tonerpartikel auf der Vorspannungselektrode, sofern nicht Mittel
zur Reinigung dieser Elektrode vorgesehen sind, diese sehr
schnell derart mit Tonerpartikeln überhäuft wird, daß das
gesamte System seine Wirkung verliert.
In der auf einer prioritätsälteren Anmeldung basierenden, nicht
vorveröffentlichten DE-AS 25 20 810 ist ferner eine Einrichtung
zum Anlegen einer Vorspannung an eine Entwicklungselektrode einer
elektrophotographischen Kopiervorrichtung beschrieben, bei der mit
mehreren Sensor- bzw. Abtastelektroden gearbeitet wird, deren
Potential jeweils zu einem vorgegebenen Zeitpunkt abgetastet wird,
wobei mittels einer Diodenschaltung jeweils das niedrigste unter
allen abgetasteten Potentialen ausgewählt und für die Erzeugung
der Vorspannung an der Entwicklerelektrode bis zur nächsten
Abtastung gespeichert wird. Dieses Verfahren hat den Nachteil,
daß zum Abtastzeitpunkt u. U. ein viel zu hohes Potential er
mittelt wird.
Ausgehend vom Stande der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung dahingehend zu ver
bessern, daß eine optimale Kontrolle des Vorspannungspotentials
für die Entwicklerelektrode auch bei schwankendem Bilduntergrund
potential erreichbar ist.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Vorrichtung gemäß
der Erfindung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Patentanspruchs 1 gelöst.
Es ist ein wichtiger Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
daß ein höheres Bilduntergrundpotential, welches zunächst als
entsprechende Spannung über dem Kondensator abgespeichert wird,
sofort nach unten korrigiert wird, wenn zu einem späteren Zeitpunkt
ein niedrigeres Potential an der mindestens einen Sensorelektrode
festgestellt wird. Auf dieser Weise ergibt sich die Möglichkeit,
die Vorspannung für die Entwicklerelektroden auch noch während
eines bereits laufenden Kopierzyklus an die Gegebenheiten anzu
passen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unter
ansprüche und in diesen niedergelegt.
Im folgenden werden Aufbau und Wirkungsweise eines Ausführungs
beispiels der Erfindung anhand einer Zeichnung im einzelnen näher
erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine teilweise schematische Seitenansicht eines
elektrostatischen Kopiergeräts
mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung
des Kopiergeräts
gemäß Fig. 1 mit
Sensor- und Vorspannungselektroden; und
Fig. 3 ein schematisches Schaltbild
für eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
In Fig. 1 und 2 ist ein
Kopiergerät 10 dargestellt, bei dem
die erfindungsgemäße Vorrichtung verwendet werden
kann. Das Kopiergerät 10 umfaßt eine Trommel 12 mit einem leitenden Zylin
der 14, dessen Mantelfläche
eine Schicht 16 eines an sich bekannten organischen
photoleitenden Materials trägt. Die Trommel 12 weist weiterhin Seiten
endplatten 18 und 20 auf, die Achsstummel 22 und 24 tragen, die
drehbar gelagert sind.
Eine Korona-Entladungsanordnung 26 ist über einen Schalter 30
mit einer geeigneten Versorgungsquelle 28 verbunden und erzeugt
eine Korona- oder Sprühentladung, die bei Drehung der
Trommel 12 auf den Photoleiter 16 oder die photoleitende Ober
fläche gleichförmige elektrostatische Ladung aufbringt. Nach
Aufladung bewegt sich die photoleitende Oberfläche an einer
Belichtungsanordnung 32 ebenfalls bekannter Art vorbei, die so
ausgebildet ist, daß sie bei Schließen eines Schalters 36 mit
einer Regelschaltung 34 verbunden wird.
Nach Belichtung mit einem Original des zu kopierenden Bildes
oder Gegenstandes bewegt sich die photoleitende Oberfläche zu
einer Entwicklungsanordnung 38.
Die Entwicklungsanordnung
38 kann beispielsweise so aufgebaut sein, daß sie einen Appli
katortank 40 umfaßt, der innerhalb eines Sammelgefäßes oder
einer Rückführschale 42 angeordnet ist. In an sich bekannter
Weise wird über eine Rohrverbindung 44 oder Leitung dem Applika
tortank 40 eine Entwicklerflüssigkeit aus geladenen Tonerpartikeln
in einer Trägerflüssigkeit zugeführt, die
einen relativ hohen Volumenwiderstand hat. Der Tank 40 ist
so weit gefüllt, daß die Entwicklerflüssigkeit mit
der Oberfläche der Trommel 12 in Kontakt kommt, wobei dann ein
Überlauf in die Rückführschale 42 erfolgt, von welcher die
Entwicklerflüssigkeit über eine Leitung 46 einem nicht dargestellten Vor
ratsgefäß zugeführt wird.
Beim Ausführungsbeispiel folgt auf der
photoleitenden Oberfläche dem Bildbereich ein Bereich,
der ebenfalls voll geladen, jedoch nicht belich
tet wird. Beispielsweise kann man dies dadurch erzielen, daß
auf einer der Achsstummel 22 eine Nocke oder Nockenfläche 48
montiert wird, die einen Stößel 50 in der Weise betätigt, daß
der Schalter 30 in gesteuerter Weise geschlossen wird, wodurch
ein vorgegebener Bereich um die Trommeloberfläche voll geladen
wird. Eine zweite Nocke oder Nockenfläche 54 auf der Achsstummel
22 ist so ausgebildet, daß ein Nockenstößel 56 zur
Schließung des Schalters 36 betätigt wird, der die Belichtungs
anordnung 32 in Tätigkeit setzt.
Der Fig. 1 kann entnommen werden, daß die winkelmäßige Er
streckung der Nocke 48 größer als die der Nocke 54 ist, so
daß eine größere als die belichtende Fläche der photoleitenden Oberfläche 16 ge
laden wird. Darüber hinaus ist die
Anordnung so getroffen, daß die Belichtung mit Beginn des ge
ladenen Bereiches beginnt, so daß der voll geladene, jedoch
nicht belichtete Bereich 60 dem Bildbereich in der Bewegungs
richtung der Trommel nachfolgt.
Dies läß sich auch bei Kopien unterschiedlicher Länge
realisieren.
Beim Ausführungsbeispiel ist das automa
tische Elektrodenvorspannungs-Regelsystem für den Entwicklungs
bereich ferner so ausgebildet, daß eine schmale zentral angeordnete
Elektrode 62 und Randelektroden 64 und 66 aus leitendem Materi
al im Entwicklertank 40 angrenzend an den Tankeinlaß angeordnet
sind, wie Fig. 2 dies genauer zeigt. Die Elektroden 62, 64 und
66 sind so lokalisiert, daß sichergestellt ist, daß der Bild
bereich die Elektroden passiert, wenn er sich
durch die Entwicklungsanordnung 38 bewegt. Darüber hinaus sind
die Elektroden 62, 64 und 66 so angeordnet, daß die Entwickler
flüssigkeit zwischen den Elektroden und der Trommel fließt
und die Oberflächen sowohl der Elektroden und der Trommel be
rührt. Diese Elektroden 62, 64 und 66 sind vollständig gegen
über Masse isoliert, d. h. ungeerdet oder erdfrei, so daß sie
ihre eigenen Potentiale annehmen.
Be
findet sich die Entwicklerflüssigkeit zwischen den Elektroden und der
Trommel und berührt er beide Oberflächen dieser Systeme, dann
werden geladene Tonerpartikel zur Oberfläche des Photoleiters
angezogen, so daß es zu einer Aufladung der Elektroden 62, 64 und 66
in der Weise kommt, daß jede Elektrode ein Potential annimmt,
welches ein Maß für das Potential an der Oberfläche der
photoleitenden Schicht 16 ist. Der Widerstand der Entwicklerflüssigkeit ist hoch,
jedoch ist diese kein vollständiger Isolator. Bei der besonderen
Orientierung und dem besonderen Aufbau, gemäß in Fig. 2,
nimmt jede Elektrode 62, 64 und 66 ein Potential an, welches
ein Maß ist für das durchschnittliche Potential über dem Bereich
oder Teil des Bildbereiches, der auf die Elektrode ausgerichtet
ist. Das Potential, das die Elektrode annimmt, ist nahezu unab
hängig von dem Abstand zwischen Elektrode und photoleitender
Oberfläche, und zwar aufgrund der leitenden Zwischenverbindung
durch die Entwicklerflüssigkeit. Das Potential ist praktisch auch
unabhängig von der Kapazität der Elektroden gegen Masse,
vorausge
setzt, daß die Kapazitäten klein und die Widerstände relativ
hoch sind. Daraus läßt sich entnehmen, daß die als Sensorelektroden dienenden
Elektroden 62, 64 und 66 im wesentlichen auf dem Prinzip der
Leitfähigkeit, nicht aufgrund von Kapazitätseinflüssen arbeiten.
Um die von den Elektroden 62, 64 und 66 abgetasteten Potentiale
auszuwerten, sind die Elektroden mit einer Meßschaltung 68 mit
hoher Eingangsimpedanz verbunden, die für ihr Ausgangspotential
das niedrigste abgetastete Potential auswählt. Das Ausgangssi
gnal der Meßschaltung wird einem nachgeschalteten Verstärker 70
zugeführt, der in noch zu beschreibender Weise Vorspannungselek
troden 72, 74, 76 und 78 ein Vorspannungspotential zuführt. Die
durchschnittliche Spannung jeder der Elektroden 62, 64 und 66,
die über den Bildbereich abgetastet wird, ist dabei gleich dem
Rest- oder Bilduntergrundpotential in den
unbelichteten Bereichen,
und größer als das Potential in den Bildbereichen.
Wie in Fig. 2 dargestellt, erstreckt sich jede der Entwickler
elektroden 72, 74, 76 und 78 im wesentlichen quer über die ge
samte Breite W, über welche eine Kopie hergestellt wird. Darü
ber hinaus ist bei der Dimensionierung der Sensorelektro
den 62, 64 und 66 und deren Positionierung über die Breite der
herzustellenden Kopie so vorgegangen worden, daß die Elektrode
62 den mittleren Bildbereich abtastet, der normalerweise dem
Teil des Originals entspricht, der, beispielsweise bei einer
Schreibmaschinenseite, die effektiv zu kopierenden oder zu
vervielfältigenden Bildbereiche enthält, während die Elektroden
64 und 66 Bereiche abtasten, die den Randbereichen des Originals
entsprechen, auf denen üblicherweise nicht Geschriebenes oder
Gedrucktes mehr steht und die daher in diesem Sinne zum Kopiervor
gang nichts beitragen. Aufgrund einer solchen Anordnung mehrerer
Elektroden, nämlich eine an jedem Randbereich und eine im mittle
ren Bereich des Bildes, gelingt es in Verbindung mit der Meß
schaltung 68, die Vorspannung derjenigen Sensorelektrode aus
zuwählen, die den geringsten Wert aufweist. Da, wie soeben er
wähnt, die meisten Originale ein oder mehrere nicht
bedruckte Randbereiche aufweisen, stellt eine solche Anordnung
sicher, daß für die meisten Kopien eine minimale Vorspannung
erzeugbar ist. Die Meßschaltung 68 erlaubt auch das Anlegen
einer kleinen zusätzlichen Vorspannung an die
Entwicklerelektroden, um so eine Gesamtvorspannung bereitzu
stellen, die geringfügig größer ist als der Potentialwert, der
in den nicht bedruckten Bereichen abgetastet wird,
so daß sichergestellt wird, daß eine Entwicklung der Bildunter
grundbereiche
nicht stattfindet. Im Verlauf von ausführ
lichen Untersuchungen ist festgestellt worden, daß der Wider
stand der Entwicklerflüssigkeit zwischen einer abtastenden
Elektrode und der Trommel in der Größenordnung von 109 Ohm
liegt. Die Meßschaltung 68 verfügt über eine Eingangsimpedanz
von mehr als 1012 Ohm, die also mindestens um drei Größen
ordnungen größer ist als der Widerstand zwischen der oder den
Elektroden und der Trommeloberfläche. Auf diese Weise gelingt
es, eine gute Ablesung oder Messung des durchschnittlichen
Potentials über dem Bildbereich zu erhalten, der jeweils auf
die Elektroden 62, 64 und 66 ausgerichtet ist.
Wenn der weiter vorn schon erwähnte voll aufgeladene, jedoch
nicht belichtete Bereich 60 der Trommel 12 an den Entwickler
elektroden ankommt, dann erzeugt das hohe
Potential dieses Bereiches eine umge
kehrte Vorspannung. Es versteht sich, daß selbst dann, wenn
man den Verstärker 70 auf seinen bewußt begrenzten Maximalwert
einstellt, daß Potential an den Entwicklerelektroden klar
unterhalb des Potentials des nicht belichteten Bereiches 60
bleibt. Dementsprechend werden Tonerpartikel, die sich im Ver
lauf des Entwicklungsvorgangs auf diesen Entwicklerelektroden
abgelagert haben, in Richtung auf
die Oberfläche der Trommel gezogen. Im Verlauf dieses Vorganges
kehren viele der Tonerpartikel in die Suspension der Träger
flüssigkeit zurück. Allerdings ist auch richtig, daß dieser
unbelichtete Bereich 60 bis zu einem gewissen Ausmaß von den
Tonerpartikeln entwickelt wird. Dies stellt jedoch kein ernst
haftes Problem bei den meisten gewerblichen Anwendungsfällen
dar, da Kopiergeräte mit mechanischen
Mitteln zur Reinigung der photoleitenden Oberfläche 16
ausgerüstet sind.
Alternativ kann, um den vollgeladenen und nicht belichteten
Bereich zur Reinigung der Entwicklerelektroden zur Verfügung
zu stellen, ein Abschnitt der Trommel statt mit einer photolei
tenden Oberfläche mit einer dünnen Kunststoffbeschichtung ver
sehen sein; es ist auch möglich, an die Entwicklerelektroden
während des Durchlaufs der nicht belichteten Bereiche der Trommel
durch die Entwickleranordnung eine Spannung umgekehrter Polari
tät anzulegen.
Im folgenden wird auf die Darstellung der Fig. 3 genauer einge
gangen, der sich ein Ausführungsbeispiel einer Meßschaltung 68
mit hoher Eingangsimpedanz entnehmen läßt; das Ausführungsbei
spiel verfügt über eine
Sample-and-Hold-Schaltung und den
Verstärker 70, der eben
falls Teil des Elektrodenvorspannungs-Regelsystems ist. Bei der
dargestellten Anordung sind Abschirmungen 80, 82 und 84 für die
von den Sensorelektroden 66, 62 und 64 kommenden Leitungen
vorgesehen. Die Elektroden 66, 62 und 64 sind über entsprechend
zugeordnete Widerstände 86, 88 und 90 mit Feldeffekttransistoren
92, 94 und 96 mit isolierter Steuerelektrode oder isolierter
Basis verbunden, die
jeweils über eine gemeinsame Senkenleitung
98 und eine gemeinsame Quellenleitung 100
geschaltet sind, wobei die gemeinsame
Leitung 100 der Feldeffekttransistoren über einen Widerstand 102
mit dem einen Anschluß 104 einer Spannungsquelle von beispiels
weise -600 V verbunden ist. Diese Transistoren bilden die Eingangs
schaltung hoher Impedanz für die Meßschaltung 68 . Die
FET-Transistoren sprechen auf die von den Elektroden 66, 62 und 64
abgetasteten Spannung an und dienen dazu, Strom vom Basis-
Emitterübergang eines nachgeschalteten Transistors 106 abzu
leiten. Die gemeinsame Quellenleitung 100,
die mit der Basis des Transistors 106 verbunden ist, führt diesem
Transistor den Basisstrom über den Widerstand 102 zu. Ein
weiterer Transistor 108 bildet eine Stromquelle für den Emitter
strom des Transistors 106. Aufgrund dieser Anordnung ist der
Emitter des Transistors 106 normalerweise um einige Volt posi
tiver als die Eingänge der FET-Transistoren 92, 94 und 96 , wobei
angenommen wird, daß diese sämtlichen Transistoren von der
gleichen Quelle gespeist werden. Tatsächlich werden jedoch,
wie der Fig. 3 entnommen werden kann, den FET-Transistoren 92,
94 und 96 als Eingangsspannungen die von den jeweiligen
Sensorelektroden 66, 62 und 64 stammenden Spannungen zuge
führt. Bei der dargestellten Anordnung reagiert die Schaltung
auf die am wenigsten negative der abgetasteten Spannungen und
ignoriert die anderen abgetasteten Spannungen. Es ist offen
sichtlich, daß es sich bei dieser am wenigsten negativen
Spannung um von der Sensorelektrode gelieferten Spannung handelt, die
den am meisten entladenen Bereich der photoleitenden Oberfläche
abtastet, bei dem es sich daher normalerweise um den Randbe
reich, bezogen auf das Original, handelt. Ein aus einer Parallel
schaltung bestehendes RC-Glied 109 verbindet den Emitter des
Transistors 106 mit den Abschirmungen 80, 82 und 84, so daß
die Kapazität zwischen der Eingangsleitung und der Abschirmung
die abtastende Elektrode nicht belastet. Die negative Spannungs
quelle für die Abtastschaltung ist von einer Zenerdiode 110
gebildet, die über einen Widerstand 112 mit der Spannungsquelle
von -600 V verbunden ist.
Die Meßschaltung 68 umfaßt weiterhin den erwähnten Sample-and-
Hold-Kreis, der auf das Potential am Verbindungspunkt der Zener
diode 110 und des Widerstandes 112 anspricht. Dieses Signal
wird der Basis eines Transistors 114 zugeführt, die mit dem
Emitter dieses Transistors über eine Diode 116 verbunden ist.
Der Kollektor des Transistors 114 ist an eine Spannungsquelle
von beispielsweise -300 V angeschlossen. Der Transistor 114
bildet eine Treiberschaltung mit geringer Impedanz, die so aus
gebildet ist, daß einem Speicherkondensator 124 ein Potential
zugeführt wird. Die Sample-and-Hold-Schaltung umfaßt gegenein
ander geschaltete Dioden 118 und 120, die mit ihren Anoden ver
bunden sind; der Verbindungspunkt dieser beiden Dioden liegt
über einem Widerstand 122 an Masse.
Des weiteren sind ein Paar Mikroschal
ter 126 und 130 vorgesehen, die so ausgebildet sind, daß sie
durch ihr Schließen den Ladevorgang des Speicherkondensators
124 regeln. Der eine Anschluß des Mikroschalters 126 ist über
einen Widerstand 128 mit dem gemeinsamen Verbindungspunkt der
Dioden 116 und 118 verbunden. Der den beiden Mikroschaltern
126 und 130 gemeinsame Kontaktanschluß ist mit der Diode 120
verbunden, und zwar mit ihrer Kathode. Der restliche, noch freie
Anschluß des Mikroschalters 130 liegt am Kondensator 124. Die
Darstellung dieser Schaltung läßt erkennen, daß bei geschlosse
nen Mikroschaltern 126, 130 der Transistor 114 in die Lage versetzt
wird, den Speicherkondensator 124
aufzuladen und zu entladen.
Bei offenem Mikroschalter 126 ist dagegen nur eine
Entladung des Kondensators 124 möglich.
Die Schaltung ist so getroffen, daß der Schalter 126 während
der ersten 2 oder 3 cm des Bildbereichs der Kopie und der
Schalter 130 für die ersten 12 cm der Bildkopie geschlossen ist.
Zu diesem Zweck kann eine erste Nocke oder Nockenbahn 132 zur
Durchführung einer Drehbewegung auf der Stummelwelle 22 montiert
sein. Von dieser Nockenscheibe wird ein Nockenstößel 134, der
an einer Stelle um den Wellenstummel 22 angeordnet ist, die der
entspricht, an welcher das latente Bild in die Entwicklungs
anordnung 38 eintritt, so betätigt, daß der Schalter 126 ge
schlossen und der Schalter für annähernd die nächsten 2 oder
3 cm der Kopie geschlossen gehalten bleibt. Eine weitere Nocke
oder Nockenscheibe 136 auf dem Achsstummel 22 ist so ausge
bildet, daß sie einen Nockenstößel 138 betätigt, der an einer
Stelle angeordnet ist, die der des Nockenstößels 134 entspricht
und wobei die Ausbildung so getroffen ist, daß der Schalter 130
für annähernd die ersten 12 cm der Kopielänge geschlossen wird.
Daher wird es während der ersten 2 bis 3 cm der Bildkopie dem
Transistor 114 ermöglicht, den Kondensator 124 sehr schnell in
beliebiger Richtung aufzuladen und zu entladen. Während des nächsten Bild
bereichsteils bis zu etwa 12 cm kann der Transistor 114 den
Kondensator 124 nur in der positiven Richtung entladen, und zwar
mit einer Laderate, die gesteuert ist und einen Kompromiß
zwischen einer Anzahl von Faktoren bildet.
Die gespeicherte Spannung wird über einen Widerstand 140 dem
Verstärker 70 zugeführt, der aus einem Paar Transistoren 142
und 144 besteht und der auf der Ausgangsleitung 146 die Vor
spannung für die Vorspannungselektroden oder Entwicklerelektroden
bereitstellt. Die Spannung auf der Ausgangsleitung 146 wird
verschiedenen Entwicklerelektroden 72, 74, 76 und 78 über eine
Diodenkette 148, 150, 152 und einen Widerstand 154 zugeführt,
die sämtlich zwischen der Ausgangsleitung 146 und Masse in Reihe
geschaltet sind. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
empfängt die Elektrode 72, die die erste Elektrode darstellt,
zu welcher angrenzend die Kopie bei ihrer Bewegung durch die
Entwicklungsanordnung läuft, das volle Vorspannungspotential.
Der zweiten Elektrode 74 wird das Potential am gemeinsamen
Verbindungspunkt der Dioden 148 und 150 zugeführt. Die Elektrode
76 empfängt das Potential vom gemeinsamen Verbindungspunkt der
Dioden 150 und 152, während die letzte Entwicklerdiode 78 das
Potential am gemeinsamen Verbindungspunkt der Diode 152 mit dem
Widerstand 154 zugeführt erhält.
Es ist erwünscht, daß den Entwicklerelektroden während der
Zeiten, während welcher eine Entwicklung nicht stattfindet,
keine Vorspannung zugeführt wird, um eine übermäßige Ablage
rung an Tonerpartikeln auf den Entwicklerelektroden zu verhin
dern. Dies kann in beliebiger üblicher Weise durchgeführt werden;
beispielsweise ist in Fig. 3 schematisch eine Spannungversor
gungsquelle 156 dargestellt, die den verschiedenen Schaltungs
punkten, wie angegeben das -600 V-Potential und das -300 V-Poten
tial zuführt; eine Abtrennung dieser Versorgungsspannung von
der Meßschaltung ist durch übliche Mittel möglich. So ist in
der Versorgungsleitung für die -600 V-Spannung ein Schalter 158
angedeutet, der über einen Nockenstößel 160 in der Weise be
tätigt wird, daß bei Schließen des Schalters 158 die Ver
sorgungsspanung der Meßschaltung zugeführt wird. Der Nocken
stößel 160 kann in beliebiger Weise betätigt werden. Beispiels
weise kann die Position des Nockenstößels 160 in Reihe mit den
Nockenstößeln 134 und 138 in der Weise gewählt werden, daß er
von der weiter vorn erwähnten "Belichtungsnockenscheibe" 54 be
tätigt wird, so daß der Schalter 158 während des gesamten
Zeitraumes, während welchen das latente Bild durch die Ent
wicklungsanordnung läuft, geschlossen ist. Es versteht sich,
daß selbstverständlich auch andere geeignete Mittel verwendet
werden können, um die Versorgung der Meßschaltung mit Energie
zu regeln.
Die Wirkungsweise des Elektrodenvorspannungs-
Regelsystems ist dann wie folgt: bei Inbetriebnahme des Kopier
gerätes 10 wird die Trommel 12 in der durch die Pfeile in Fig.
1 und 2 angedeuteten Richtung gedreht. Die Nockenscheibe 48
betätigt den Nockenstößel 50, wodurch der Korona-Entladungs
anordnung 26 von der Versorgungsquelle 28 Energie zugeführt
wird. Auf diese Weise erhält die photoleitende Oberfläche 16
über den Zeitraum, während welchem die Nockenscheibe 48 den
Nockenstößel 50 betätigt, eine gleichförmige Ladung. Nachdem
sich die Trommel bis zu einem Punkt gedreht hat, an welchem
die vordere, führende Kante des geladenen Bereiches an das
optische System, nämlich an die Belichtungsanordnung 32 angrenzt,
betätigt die Nockenscheibe 54 den Nockenstößel 56 in der Weise,
daß der Schalter 36 geschlossen und die Regelschaltung 34 mit
der Belichtungsanordnung 32 verbunden wird, um so den Belichtungs
schritt einzuleiten. Dieser Belichtungsschritt dauert solange,
wie die entsprechende Erstreckung der Nockenscheibe 54 andauert,
so daß, wie der Fig. 1 entnommen werden kann, sich nachfolgend
zum Bildbereich ein voll geladener, jedoch nicht belichteter
Bereich 60 ergibt. Wenn der Bildbereich in die Entwicklungsan
ordnung 38 eintritt, dann schließt die Nockenscheibe 54 den
Schalter 158 und führt der Meßschaltung 68 Versorgungsspannung
zu. Beim Passieren der Elektroden 62 und 64 und 66 durch das
Bild, tasten die Elektroden die Potentiale der Bildbereiche, die
von ihnen überdeckt werden, ab. Die Meßschaltung wählt das am
wenigsten negative Potential aus, welches ermittelt wurde;
dieses Potential wird dann festgehalten. Das sich ergebende
Signal wird verstärkt und den Entwicklerelektroden 72, 74, 76
und 78 zugeführt. Es versteht sich, daß dieses Potential gleich
oder etwas größer ist als das tatsächliche Restpotential auf
den Bilduntergrundbereichen (also den nicht bildmäßig oder infor
mationsmäßig ausgenutzten Flächen, so daß sichergestellt ist,
daß eine Entwicklung dieser Untergrundbereiche nicht stattfindet.
Es versteht sich weiterhin, daß, wie weiter oben schon erwähnt,
im Verlaufe dieses Entwicklungsvorganges einige Tonerpartikel
sich an den Entwicklerelektroden ansammeln. Wenn sich dann jedoch
der Bereich 60 über die Entwicklerelektroden bewegt, wird ein
umgekehrt gerichtetes Feld aufgrund
des Umstandes erzeugt, daß sich dieser voll geladene, jedoch
nicht belichtete Bereich 60 auf einem wesentlich größeren Poten
tial befindet als dies das maximale, von der Meßschaltung ein
schließlich dem Verstärker 70 zur Verfügung gestellte Vor
spannungspotential sein kann. Diese in entgegengesetzter Richtung
wirkende Vorspannung veranlaßt eine Wanderung der Tonerpartikel
von den Entwicklerelektroden 64, 66 in Richtung auf die Trommel
oberfläche. Im Verlauf dieses Vorganges gehen einige der Toner
partikel, die sich von den Elektroden lösen, zurück in Suspension
in der Trägerflüssigkeit des Entwicklers. Es ist jedoch richtig,
daß im Verlauf dieses Vorganges auch der Bereich 60 zumindest
bis zu einem gewissen Grade entwickelt wird. Wie jedoch weiter
vorn schon erwähnt, stellt dies bei einem handelsüblichen Kopier
gerät kein größeres Problem dar, da ohnehin schon Mittel zur
Reinigung der Trommeloberfläche bei jedem Arbeitszyklus vorge
sehen sind. Aus diesen Feststellungen ergibt sich, daß es ge
lungen ist, die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe zu erfül
len und ein automatisches Elektrodenvorspannungs-Regelsystem
zur Verfügung zu stellen. Das Vorspannungs
system überwindet die Nachteile der Systeme bekannter Art und
verhindert eine Entwicklung der Bilduntergrundbereiche.
Es wird eine zunächst veränderliche
Vorspannung erzeugt, die wie eine automatische Be
lichtungskontrolle wirkt. Dabei sind jedoch die Parameter des
erfindungsgemäßen Systems nicht kritisch, außerdem gelingt
eine Reinigung der Entwickler- oder Vorspannungs
elektroden ohne daß sich die Notwendigkeit ergibt,
auf die Verwendung mechanischer Reinigungssysteme zurückzugrei
fen.
Claims (14)
1. Vorrichtung zur automatischen Kontrolle des Vor
spannungspotentials einer Entwicklerelektrode bei
einem elektrostatischen Kopiergerät mit einem mit
einer fotoleitenden Schicht versehenen Träger, mit
Bilderzeugungseinrichtungen zum Erzeugen eines
latenten elektrostatischen Ladungsbildes auf der
Oberfläche der fotoleitenden Schicht, mit einer der
Entwicklung des latenten elektrostatischen Ladungs
bildes dienenden und dieses in Kontakt mit einer
Entwicklerflüssigkeit bringenden Entwicklungsanord
nung mit einer auf einer Vorspanung gehaltenen Ent
wicklerelektrode, mit einer in die Entwicklerflüssig
keit eintauchenden und durch einen mit der Entwickler
flüssigkeit gefüllten Spalt von der fotoleitenden
Oberfläche getrennten Sensorelektrode, welche aufgrund
der elektrischen Leitfähigkeit der Entwicklerflüssig
keit im wesentlichen das Potential des ihr gegenüber
liegenden Bereiches der fotoleitenden Oberfläche an
nimmt, wobei sich dieses Potential in Abhängigkeit
von einer Relativbewegung zwischen der fotoleitenden
Oberfläche und der Sensorelektrode ändert, und mit
Auswerteeinrichtungen zur Erzeugung einer dem variablen,
von der Sensorelektrode erfaßten Potential der foto
leitenden Oberfläche entsprechenden elektrischen Vor
spannung für die Entwicklerelektrode, dadurch
gekennzeichnet, daß die Auswerteein
richtungen eine Diode (120) aufweisen, über die ein
Kondensator (124) derart entladbar ist, daß die
Spannung über dem Kondensator ( 124) in jedem Zeit
punkt dem niedrigsten Potential entspricht, welches
von der Sensorelektrode (62, 64, 66) bis zu dem be
treffenden Zeitpunkt während des laufenden Kopier
zyklus erfaßt wurde, und daß an die Entwickler
elektrode (72, 74, 76, 78) eine der jeweiligen Span
nung über dem Kondensator (124) entsprechende Vor
spannung anlegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Entwicklerflüssigkeit zwischen der fotolei
tenden Oberfläche (16) und der Sensorelektrode (62,
64, 66) einen vorgegebenen hohen Widerstand aufweist,
und daß mit der Sensorelektrode (62, 64, 66) eine Meß
schaltung (68) verbunden ist, deren Eingangswider
stand um Größenordnungen größer als der Widerstand
der Entwicklerflüssigkeit ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sensorelektrode (62, 64, 66) an ei
ner Stelle in der Entwicklungsanordnung (38) ange
ordnet ist, an welcher sie im Verlauf des Entwickler
vorgangs auf einen Bereich des latenten Ladungsbildes
ausgerichtet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß
die Sensorelektrode (62, 64, 66) an der Seite
der Entwicklungsanordnung (38) montiert ist, an der
das latente Ladungsbild in diese eintritt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß das Vorspannungspotential
für die Entwicklerelektrode (72, 74, 76, 78) größer
ist als das Potential der Untergrundbereiche des
latenten Bildes.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Verlauf des
Arbeitszyklus des Kopiergeräts zwischen der foto
leitenden Oberfläche (16) und der Entwicklerelektrode
( 72, 74, 76, 78) eine Vorspannung erzeugbar ist, deren
Polarität zu der für die Entwicklung des Ladungsbildes
verwendeten Polarität der Vorspannung entgegengesetzt
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzeugung der die entgegengesetzte Polarität
aufweisenden Vorspannung zwischen fotoleitender Ober
fläche (16) und Entwicklerelektroden (72, 74, 76, 78)
ein geladener, jedoch nicht belichteter Bereich (60)
auf der fotoleitenden Oberfläche vorgesehen ist, der
sich außerhalb des Bildbereichs befindet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß dieser geladene, jedoch nicht belichtete Bereich
(60) bei der Relativbewegung zwischen Entwicklungs
anordnung (40) und fotoleitender Oberfläche (16)
dem Bildbereich folgt.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die fotolei
tende Oberfläche (16) aus einem organischen Foto
leiter besteht.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Entwicklungs
anordnung (38) einen die Entwicklerflüssigkeit ent
haltenden Tank (40) aufweist, der einen Einlaßbereich
und einen Auslaßbereich aufweist und durch den sich
die das latente elektrostatische Bild tragende foto
leitende Oberfläche (16) vom Einlaß- zum Auslaß
bereich bewegt und daß die Sensorelektrode (62, 64, 66)
nahe dem Einlaßbereich in dem Tank (40) angeordnet
ist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer quer
zur Richtung der Relativbewegung verlaufenden Linie
in dem Tank (40) mehrere, auf einem schwimmen
den Potential gehaltene Sensorelektroden vorgesehen
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Sensorelektroden eine mittlere, zur
Abtastung des eine Bildinformation enthaltenden
Bereichs geeignete Elektrode (62) und mindestens
eine Randelektrode (64, 66) die einem
Randbereich zugeordnet ist, aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß die die von den Sensorelektroden
(62, 64, 66) gelieferten Potentiale verarbeitende
Regelschaltung aus Meßschaltung (68) und Verstär
ker (70) so ausgebildet ist, daß das niedrigste,
von den Sensorelektroden (62, 64, 66) ermittelte Po
tential ausgewählt und verarbeitet wird.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere, in
Richtung der Relativbewegung hintereinanderliegende
Entwicklerelektroden (72, 74, 76, 78) vorgesehen sind,
denen jeweils ein Vorspannungspotential zuführbar
ist, welches in Bewegungsrichtung stufenweise von
der ersten (72) bis zur letzten Elektrode (78)
kleiner ist.
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