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DE2513475C3 - Wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial - Google Patents

Wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial

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Publication number
DE2513475C3
DE2513475C3 DE19752513475 DE2513475A DE2513475C3 DE 2513475 C3 DE2513475 C3 DE 2513475C3 DE 19752513475 DE19752513475 DE 19752513475 DE 2513475 A DE2513475 A DE 2513475A DE 2513475 C3 DE2513475 C3 DE 2513475C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sio
same
heat
insulating coating
coating material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19752513475
Other languages
English (en)
Other versions
DE2513475B2 (de
DE2513475A1 (de
Inventor
Keiichi Matsudo; Sasaki Toshimi Abiko; Koike (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hitachi Ltd
Original Assignee
Hitachi Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from JP3442774A external-priority patent/JPS5333974B2/ja
Priority claimed from JP49034428A external-priority patent/JPS50132013A/ja
Application filed by Hitachi Ltd filed Critical Hitachi Ltd
Publication of DE2513475A1 publication Critical patent/DE2513475A1/de
Publication of DE2513475B2 publication Critical patent/DE2513475B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2513475C3 publication Critical patent/DE2513475C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial zur Anwendung beim Schutz von Maschinen oder Maschinenteilen vor hohen Temperaturen in reduzierender oder oxidierender Atmosphäre, zur Innenauskleidung von Heizöfen, zur Verhinderung teilweise erfolgender Erwärmung von Materialien wie beispielsweise Stahl oder 4" zur Verlangsamung der Abkühlrate eines Materials bei Wärmebehandlung.
Wärmeisolierende Materialien, die in reduzierender oder oxidierender Atmosphäre verwendbar sind, wurden bisher durch mechanisches Fixieren von Asbestfasern, Glasfasern oder Geweben daraus, durch Ankleben bzw. Zusammenkleben mit einem Bindemittel oder durch Anwenden eines Gemisches aus Asbest oder leichten hitzebeständigen Partikeln mit Ton, feuerfestem Zement oder anorganischen Bindermaterialien auf Substrate aufgebracht.
Derartige Verfahren zum Aufbringen isolierender Beschichtungen nach dem Stand der Technik erfordern nicht nur große Erfahrung und Geschick sowie einen beträchtlichen Zeitaufwand beim Aufbringen des Isoliermaterial auf Substrate wie beispielsweise Stahl, sondern weisen ferner die Nachteile auf, daß sich das Material beim Erhitzen, Abkühlen oder bei mechanischer Beanspruchung wie Stoßen von den Substraten aufgrund schwacher Adhäsion des Materials gegenüber der Metalloberfläche der Substrate ablöst bzw. abblättert.
Als Ursache für das Ablösen des Isolationsmaterials wird angenommen, daß die Adhäsion zwischen dem Wärmeisoliermaterial und Metalloberflächen nicht stark ist, die Festigkeit von Wärmcisoliermaterialicn aufgrund der schwachen Bindungskräfte dieser Materialien per se nicht hoch ist, sowie ferner, daß Oxide auf Metalloberflächen in reduzierender Atmosphäre reduziert werden bzw., daß in oxidierender Atmosphäre Oxide auf den Metalloberflächen gebildet werden.
Es wird ferner angenommen, daß bei Verwenduni; eines Bindermaterials mit niedrigem Schmelzpunkt dieses gesintert wird bzw. eine Art Glasurüberzug bildet, um das Ablösen der Isolierschicht zu verhindern; das geschmolzene Bindermaterial dringt jedoch in einem solchen Fall in die Aggregate ein bzw. reagiert mit den Aggregaten, so daß das gesamte wärmeisolierende Material gesintert bzw. glasiert wird, wodurch seine Porosität herabgesetzt und der IsolierelTekt verringert wird. In oxidierender Atmosphäre diffundieren die resultierenden Oxide in das Bindermaterial, wodurch die Bindungsfestigkeit des Binders verringert wird und die resultierenden Beschichtungen geringe Festigkeit aufweisen bzw. schlecht hafte».
Aus der DT-OS 16 46 444 ist ein feuerfestes Isoliermaterial bekannt, das Aluminiumsilikatfasern und pulverförmiges SiO., enthält, wobei ein hydraulischss Calciumaluminat-Bindemittel verwendet wird. Das Isoliermaterial der DT-OS 16 46 441) enthält ferner kein poröses oder Hohlräume aufweisendes Material.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wärmeisolierendes Isoliermaterial anzugeben, das nicht nur leicht auf Metalloberflächen wie Eisen- oder Stahlflächen aufgebracht bzw. aufgeklebt werden kann, sondern ebenso bei hohen Temperaturen in Gegenwart einer reduzierenden oder oxidierenden Atmosphäre nicht denaturiert wird.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial gelöst, das hitzebeständige Aluminiumsilikat-Fasern, kieselsäurehaltige poröse hitzebeständige Materialien, pulverförmitien SiO., und eine wäßrige Alkalimetallsilikatlösung enthält. Das erfindungsgemäße wärmeisolierende Material kann leicht auf die Oberflächen von Metallen wie Eisen oder Stahl aufgebracht oder aufgeklebt werden und wird bei hohen Temperaturen in Gegenwart reduzierender wie auch oxidierender Atmosphäre weder denaturiert noch abgelöst. Das poröse Material kann durch ein Hohlmaterial ersetzt werden. Des weiteren ist ein Phosphatbinder anstelle des Alkalisilikat-Binders je nach der Art der Atmosphäre verwendbar. Durch Zumischen eines fein verteilten Metalls zu den Aggregaten kann die Wirkung der Beschichtung weiter verbessert werden.
Von den Erfindern wurden umfangreiche experimentelle Untersuchungen mit der Zielsetzung durchgeiührt, wie eine Sinterung bzw. Glasierung des wärmeisolierenden Beschichtungsmaterials verhindert werden kann; von den Erfindern wurde dabei festgestellt, daß durch Erzeugen einer Mischung aus hitzebeständigen Aluminiumsilikat-Fasern, kieselsäurehaltigcn teilchenförmigen und porösen hitzeheständigen Materialien oder Hohlmaterialien sowie pulverförmigem SiO., und Zusetzen eines Natriumsilikat-Binders wie etwa eines Gemisths aus Natriummetasilikat (Na1O ■ SiO.,) und Natriumdisilikat (Na.,O · 2 SiO1) ein wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial hcrgstellt weiden kann, das leicht auf Substrate angewandt werden kann, sich auch beim Erhitzen auf hohe Temperaturen in Gegenwart einer reduzierenden Atmosphäre nicht ablöst und auch nicht unter Verringerung der Isolicreigenschaftcn gänzlich gesintert bzw. verglast wird.
Es wurde ferner festgestellt, daß ein wärmeisolie-
J,
S^trSÄST.· Ä, SiSTM SSSA
*" F-"° »," cinC" Β",""Γ f,'ο ΐθ "ν« °"m C in rcduzi °i,ier A,m«pl,ä!c stabil. Des Al.O./SiO.-Verhiil.nr. von 1 h.hcn J,c 35 d» ^»P^«'*^ ^; ten P vcnci,lc
„„a .
den werden und verbessert die Fluss.gke.t des Be- (Z^zu^ner^ MctaUoberflächc des Substrats ver-5Cl?ir 5?r^a-haHige hitzebcstiindigc M^e- wendet werde,, nder ^^ die Aggregate
wie VbeiW Verwendung hitzebeständiger Fasern ver- wird fai der wird erfindungsgemäß ein Al-
mmmmmm
25
475
material kleine Mengen fein verteilter Metalle wie Al, Cu, Ag, Au oder Cr eingebracht sind, kann dadurch der Beschichtungsefiekt gesteigert und die Metalloberfläche zugleich vollständig von einer oxidierenden Atmosphäre gelrennt werden.
Das erfindungsgemäße wärmeisolierende Bcschichtungsmaterial wird entsprechend durch Mischen von Alumiriiumsilikat-Fasem, kicselsaurehaltigcn porösen hilzebeständigen Materialien und pulvcrförmigem SiO., mit wäßriger Alkalisilikatlösung erzeugt. Die wäßrige Alkalisilikatlösung kann dabei, je nach der Natur der verwendeten Atmosphäre, durch einen
messer und 10 mm Dicke aufgebracht und bei 200 C 1 h getrocknet. Die beschichteten Teststücke wurden anschließend 4Kh in einen Ofen mit reduzierender Atmosphäre (H.. oder CO) gebracht. Die Teststücke wurden bei 870"C in Öl abgeschreckt. Die BindungsfcsÜL'kcit mechanische Festigkeit sowie Veränderungen in der Beschaffenheit, den Eigenschal ten und der Wärmeleitfähigkeit der Bcschichtungsmaterialien wurden bestimmt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 au Iac führt.
Die Teststücke bestanden aus S2OC- und SNC22-Slahl folgender Zusammensetzung:
Phosphatbinder ersetzt sein fein verteilte Metalle ; ii ι die Agcreeate können i c 1 I 1 Zusammensetzung ("Ol angegeben. Die Mate- Poröse oiler hohle 15 S 20 C(ücv ν.-"·»): 80 Pulver SNC 22 (dew.-11 ( C '): '■ H)Z) 10 Wasser in
ferner eingebracht werden. wurden jeweils in einer I-asern Dicke von 2 bis 5 mm Materialien f\ 1 O f \ *") 1 75 förmiges 0.12—0,18 10 g'lOO £
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Bei- wurden wärmeisolierende Beschichtungsmate- auf Teststücke (aus Stahl) von 60 mm Außcndurch- 0.18—O.z.i 70 Metall Si IO O C Γ /,11 -
spieler i näher erläutert. hergestellt, die in reduzierender Atmosphäre Tabelle 1 SiO2-Al2O11-KiIgCIn 0,15—0,35 Si 60 0,15—0,35 Mn 10 sammeii-
sclzung
verwendet wurden; die Zusammensetzungen sind in Nr. SiO2-Al2O-J-FaSCm 5 desgl. 20 Mn 0,35—0,65 10 150
Beisp der nachstehenden Tabelle desgl. desgl. <0,030 P 60 <0.030 P 10 150
rialien desgl. desgl. <O,O35 S 60 <0,030S 10 10 200
Es ' desgl. 60 <C3,00 Ni η τη ι ο Cr 10 200
rialien 1 5 desgl. Rest Fc 60 Cr 10 R pct P"f» 10 10
2 desgl. 7, descl. 25 65 Ti 10 IXtol 1 L 5 200
3 desgl. 10 desgl. 69 Zr 10 Na~O-2SiO, 5 10 200
4 desgl. 15 desgl. 35 Cu 10 (Japanese Industrial Na2SiO., 200
desgl. desgl. 35 Ag 5 Standard 64 Na'.SiO., 10 200
5 desgl. 10 desgl. 35 Au 1 Na2SiO, 200
6 desgl. 10 desgl. 35 Na2SiO, 25 200
7 desgl. 10 35 Hinder Na2SiO., 25 200
8 10 desgl. 5 35 Na2SiO., 6
9 desgl. 10 7, 35 Na2SiO., 6 200
10 10 desgl. 10 35 Na2SiO.,
11 desgl. 10 15 25 Na2SiO., Na2SiO;, 250 250
desgl. 25 Na2SiO.,
12 desgl. 10 10 35 Na.SiO., Na2SiO., 250 250
10 (Japanese Industrial 18 10
13 Asbest 15 10 Standard 64 051) 33,3 Na2SiO., 25 100
Asbest 10 25 100
14 Asbest 10 10 33,3 Na2SiO., 100
,7 — 10 Na2SiO.,
15 Asbest 50 10 30 Na'SiO.,
16 50 ,7 — Pulverförmiges 25 Na",PO4
17 Asbest 35 10 hitz.e- 50 kolloidales
Al2O.,
18 Glasfasern 66, Diatomecncrdc 10 bcstiindigcs
Material
kolloidales 100
Asbest Diatomecnerdc SiO2 SiO., 100
19 66, 15 5 SiO2 Na2SiO., 100
SiO2 Na2SiO.,
20 60 SiO2 Na.SiO,
21 40
22 SiO2
SiO.,
SiO2
SiO2
SiO2
SiO2
SiO.,
10 ZrStO4
25 SiO.,
ZrO.,
SiO.,"
MgO
SiO.,
Al.,0.,
SiO2
TiO2
SiO."
TiO",
SiO2"
SiO2
SiO.,
SiO2
SiO."
In den Tabellen 1 und 2 sind die Teststücke Nr. 1 bis 14 mit den erfindungsgcmälkn wärmeisolierenden Beschichtungsmaterialicn beschichtet; die Teststücke Nr. 15 bis 22 sind dagegen mit wärmcisoliercnden Bcschiehtungsmaterialicn nach dem Stand der Technik beschichtet.
Tabelle 2
Nr. Hin- lcsliykcit Veränderung Wärme
(JtIn(IS- lic*, wi'imic- der leit
fcstip- isolie- !•'.iuenschaflen fähigkeit
kcil i enden beim
Materials Im iiil7.cn
(kg'cm-) (kg/cm'J) (Keal'mrT'C)
1 23,5 35 unverändert 0,172
2 20 30 desgl. 0,145
3 14,5 22 desgl. 0,105
4 11,6 18 desgl. 0,097
5 15,0 23 desgl. 0,121
6 16,5 24 desgl. 0,115
7 12,0 19 desgl. 0,111
8 13,0 20 desgl. 0,125
9 18,0 25 desgl. 0,118
K) 16,5 24,5 desgl. 0,107
11 15.5 23,5 desgl. 0,100
12 16,0 24,0 desgl. 0,102
13 11,0 17,5 desgl. 0,115
14 13,0 20,5 desgl. 0.110
15 1,0 3,0 abgelöst 0,139
(brüchig)
16 1,0 2,0 desgl. 0,130
17 1,0 2,5 desgl. 0,132
18 1,0 3,0 desgl. 0,130
ll> 1,0 4,2 desgl. 0,129
20 20 32 geschmolzen 0,5
21 1,0 20 desgl. 0,32
22 1,0 15 desgl. 0,25
Wie in Tabelle 2 angegeben, wurde festgestellt, daß der größte Teil der Bcschichtungsmalerialien nach demSiand der Technik eine sehr niedrige Bindungsfestigkeit von 1,0 kg/cm- besaß und sieh bei der Exposition in einer reduzierenden Atmosphäre bei 950 C von den Teslstücken ablöste bzw. zu einem gesinterten Zustand geschmolzen wurde.
Im Gegensatz dazu wurde festgestellt, daß die erlindungsgemäßcn wärmeisolierenden Beschichlungsmatcrialicn sämtlich eine sehr hohe Bindungsfestigkeit von 11 kg/cm"-1 oder darüber besaßen und auch bei der Exposition in einer reduzierenden Atmosphäre bei 9SO C weder Ablösung noch Schmelzen oder Brüchigkeit zeigten. Die Wärmeleitfähigkeit der crl'indungsgemäßen Beschiehhmgsmaterialien ändert sich darüber hinaus mit dem Mengenverhältnis von Fasern und zugesetzlen porösen bzw. hohlen Materialien. Die Abkühlgesclnvindigkeit von Teststücken, die mit einem Beschiclitungsmatcrial mit 7,51O Fasern und 7.5 "'(ι porösen Materialien beschichtet worden waren, betrug beim Abschrecken im Vergleich zu Teststücken ohne darauf aufgebrachtes Beschichtungsnuiterial 1Ai oder weniger. Der Wärmeisnlationsclfekl des erfindungsgemäßen Bcschichlungsmaterials ist entsprechend ausgezeichnet.
Beispiel II
150 Teile Wasser wurden zu 100 Teilen eines Gcmischs aus 7,5 Teilen SiO2-PuIvCr, 7,5 Teilen SiO2-Al2O.,-Fiisern, 7,5 Teilen SiO2-Al2Oj1-KvIgCIn (poröses Material) und 10 Teilen Natriummetasilikat zugegeben. Das entstehende Gemisch wurde auf die lnncnflächen eines Ofens mit reduzierender Atmosphäre gesprüht. Die erhaltene Auskleidung war leicht und besaß ein gutes Adhäsionsvermögen. Sie wies eine hohe Bindungsfestigkeit nach dem Trocknen auf und konnte entsprechend ohne weitere mechanische Maßnahmen wie Aufrauhung der Oberfläche oder desgleichen an der Stahlwand des Ofens fixiert werden. Die Beschichtung löste sich auch bei wiederholtem Erhitzen auf 1000 C nicht von der Wandung ab und besaß zufriedenstellende Wärmcisolationswirkung.
Beispiel III
Es wurden wärmeisolierende Bcschiehtungsmaterialicn mit verschiedenen Zusammensetzungen hergestellt, die in einer oxidierenden Atmosphäre verwendet wurden; die Zusammensetzungen sind in der nachstehenden Tabelle 3 angegeben. Die Materialien wurden in einer Dicke von 2 bis 5 mm auf Teststücke (aus S..OC) von 60 mm Außendurchmesser und K) mm "Dicke aufgebracht und lh bei 200° C gctrocknet. Die beschichteten Teststückc wurden anschließend 5 h bei 1000° C in einen Ofen mit oxidierender Atmosphäre eingebracht und darauf auf Raumtemperatur abgekühlt. Die Teststückc wurden bei 870 C in öl abgeschreckt. Die Bindungsfestigkeil, mechanische Festigkeit, Veränderungen der Eigenschaften sowie die Wärmeleitfähigkeit der Beschichtungsmaterialicn wurden bestimmt. Die erhaltenen Eigcbnisse sind in der Tabelle 4 aufgeführt. In den Tabellen 3 und 4 sind die Teststückc Nr. 1 bis 14 mit den erfindungsgemäßen wärmeisolierenden Bcschichtungsmatcrialien beschichtet; die Teststückc Nr. 15 bis 22 sind mit wärmeisolierenden Bcschichtungsmatcrialien nach dem Stand der Technik beschichtet.
Wie aus der Tabelle 4 hervorgeht, besitzt der größte Teil der Beschichtungsmaterialicn nach dem Stand der Technik eine sehr niedrige Bindungsfestigkeit von 1,0 kg/cm1- und löst sich bei der Exposition in einer oxidierenden Atmosphäre bei 1000°C von den Test-So stücken ab bzw. schmilzt zu einem glasartigen bzw. gesinterten Zustand.
Im Gegensatz dazu wurde festgestellt, daß die cr-Imdungsgemäßcn wärmcisolicrendcn Materialien sämtlich eine sehr hohe Bindungsfestigkeit von 11 kg cm- aufweisen und bei der Exposition in einer oxidierenden Atmosphäre bei 1000 C weder Ablösung noch Schmelzen oder Sprödigkcit zeigen. Die Wärmeleitfähigkeit des Bcschichtungsmaterials hängt darüber hinaus von den Mengenverhältnissen von
6" zugesetzten Fasern und porösen bzw. hohlen Materialien ab. Die Abkühlgesclnvindigkeit eines Bcschiehtungsmaterials mit 7,5 "/0 Fasern und 7,5 " u porösen Materialien beim Abschrecken beträgt im Vergleich zu der Abkühlgeschwiiuligkcit von Testslücken ohne darauf aufgebrachtes Beschichtungsmaterial 1M oder weniger. Das cilindungsgemäße BesehichUmgsmaterial weist infolgedessen eine ausgezeichnete Wärmeisolierwirkung auf.
709 646/29Ϊ
10
Tabelle 3 5 Poröses oder hohles 5 Pulverförmiges 80 PuIv1 Ι 0 Kinder K) Wasser
Nr. Zusammensetzung (" ο) 7,5 Material 7,5 hitze 75 K) K) g IDU g
licr /.ii-
Fasern 10 K) 70 K) 10
15 SiO,-Al2O.rK.ugcln 15 beständiges
Material
60 e Γ 10 Na., PO1 IO sa m mc ι
setzung
K) desgl. 10 SiO2 60 förmiges K) Na,PO, K) 150
1 SiO2-Al,0.rFasern 10 desgl. K) SiO2 60 Metall 5
ι
Na1PO1 10 150
2 desgl. 10 desgl. 10 SiO2 60 Na1PO1 10 200
3 desgl. 10 desgl. K) SiO2 60 Na1PO4 10 200
4 desgl. 10 desgl. 10 SiO2 60 Na1PO1 10 200
5 desgl. 10 desgl. K) SiO2 60 Na1PO1 10 200
6 desgl. 15 desgl. 10 SiO., 30 Al Na1PO1 10 200
7 desgl. desgl. SiO2 30 Cr Na11PO4 200
8 desgl. 10 desgl. K) Sio", 30 Ti Na1PO1 K) 200
9 desgl. desgl. SiO2 30 Zr Na1PO1 200
10 desgl. 10 15 SiO, 30 Cu 10 200
11 desgl. desgl. ZnO2 30 Ag
Au
Na1PO4
15 10 SiO, 30 10 200
12 desgl. desgl. TiO2 30 Na1PO,
35 SiO2 35 K) 250
13 desgl. desgl. ZrO, 18 Na1PO1
50 SiO, 25 IO 250
14 desgl. 50 AI2O., 25 Na2SiO, K)
66,7 SiO., 33,3 100
15 Asbest •— TiO", Na2SiO, 250
66,7 SiO.!" 33,3 Na2SiO, 100
16 desgl. TiO2 kolloidales 250 100
17 desgl. 60 SiO2 30 Al2O, 10
18 desgl. 40 10 25 kolloidales 25
25 SiO, 50 SiO2 25
IQ desgl. Na2SiO.,
Diatomeenerdc SiO, Na11PO1 100
20 Glasfasern Diatomeenerde Sio" Na. PO. 100
21 Asbest Sio" 100
τ>
Tabelle 4
Tabelle 4 (Fortsetzung)
Nr. liin- Festigkeit Veränderung Wärme Nr. liin- Festigkeit Veränderung Wärme
iliings- des wärme- der leit dungs- des wärme der leit
festig isolu'- Figenschaflen fähigkeit festig- isolie Figensehaftcn fähigkeit
keit renden beim keil renden he i in
Materials F.rhitzen Materials Frhil/cn
(kg'cin1-) (kg-cn-r) (Kcal/mh C) (kg'an·1) (kg. cm-) (Kcal m
1 24.0 40 unverändert 0,173 13 12,0 17,5 desgl. 0,116
2 21 33 desgl. 0,146 14 12,5 20,5 desgl. 0,125
3 15,0 24 desgl. 0,107 15 1,0 5,0 abgelöst 0,137
4 12,0 20 desgl. (),()')7 (brüchig)
5 14,5 25 desgl. 0,120 16 1,0 2,8 desgl. 0,1 3 I
6 16,0 23 desgl. 0.123 17 1,0 3,7 desgl. 0,130
7 11,0 17 desgl. 0,11') 18 1,0 3,2 desgl. 0,135
8 12,8 21 desgl. 0,120 ll) 1,0 4,7 desgl. 0,137
Q 18,5 24 desgl. 0,130 20 20 30 geschmolzen 0,46
K) 17,3 26,5 desgl. 0,132 21 1,0 22,5 desgl. 0,30
11 15.0 24.5 desgl. 0,100 22 1,0 17 desgl. 0,26
12 14,0 25,0 desgl. 0,107
Beispiel IV
250 Teile Wasser wurden zu 100 Teilen eines Gcmischs aus 65 Teilen SiO.,-Pulver, 10 Teilen SiO.,-Al2O3-FaSCm, 10 Teilen SiO2-A1.0.,-Kugeln (poröses Material), 5 Teilen Titanoxid und 10 Teilen Natriumtriphosphat zugegeben. Das entstehende Gemisch wurde auf die Innenflächen eines Ofens mit oxidierender Atmosphäre gesprüht. Die so erhaltene Auskleidung war leicht und besaß gutes Adhäsionsvermögen. Sie zeigte nach dem Trocknen eine hohe Bindungsfestigkeit und konnte entsprechend ohne irgendwelche weiteren mechanischen Maßnahmen auf der Stahlwandung des Ofens fixiert werden. Sie wurde ferner auch beim wiederholten Erhitzen auf 1000 C nicht abgelöst und besaß zufriedenstellende Wärmeisolationswirkung.
Wie bereits erwähnt, kann das crfindungsgcmäße wärmeisolierende Beschichtungsmaterial leicht auf Metalloberflächen aufgebracht werden, weist nach kurzem Trocknen hohe Festigkeit und hohe Wärmeisolation auf iind ist bei Temperaturen bis zu 1000 1C (kurzzeitig sogar 12000C) in oxidierender Atmo-
Sphäre beständig. Hinzu kommt, daß das erfindungsgemäße wärmeisolierende Beschichtungsmatmal leichter als die bisherigen, dem Stand der Technik entsprechenden Wärmeisolationsmaterialien aufgebracht werden kann. Die Anwendungszeit kann entsprechend verkürzt werden. Da das erfindungsgemäße wärmeisolierende Beschichtungsmaterial ferner eine hohe thermische und mechanische Festigkeit aufweist, ist die Lebensdauer des Materials entsprechend höher.
ίο Da das crfindiingsgcmäße wärmeisolierende Beschichtungsmaterial ferner leicht ist und ein hohes Adhäsionsvermögen aufweist, kann es außerordentlich vielseitig eingesetzt werden. Das erfindungsgemäße Material ist ferner im Gegensatz zu Isoliermaterialien nach dem Stand der Technik in oxidierender Atmosphäre beständig. Die Verwendung des erfindungsgemäßen wärmeisolierenden Beschichtungsmaterials als Ofenauskleidungsmaterial bringt fernci die Vorteile mit sich, daß das Gewicht derartige öfen bedeutend verringert wird und zugleich Trage- bzw Halteeinrichtungen für die Auskleidung in wesentlich geringerem Ausmaße vorgesehen werden müsser oder gänzlich entfallen können.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    J. Wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial auf der Basis von Aluminiumsilikatfasern, pulverformigem SiO., und anorganischem Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß es Aluminiumsilikatfasern, pulverförmiges SiO.,, ein SiO.rhaltiges hohles oder poröses hitzebeständiges "Material und eine wäßrige Alkalimetallsilikatlösung enthält.
  2. 2. Wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial auf der Basis von Aluminiumsilikutfasern, pulverförmigem SiO., und anorganischem Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß es Aluininiumsilikatfasern, pulverförmiges SiO.,, ein SiO.,-haltiges hohles oder poröses hitzebeständiges Material und eine wäßrige Phosphatbinderlösung enthält.
  3. 3. Wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ein fein verteiltes Metall enthält.
  4. 4. Verwendung des wärmeisolierenden Beschichtungsmaterials nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Beschichtung von Materialien zum Schulz vor hohen Temperaturen in reduzierender oder oxidierender Atmosphäre.
DE19752513475 1974-03-29 1975-03-26 Wärmeisolierendes Beschichtungsmaterial Expired DE2513475C3 (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP3442774 1974-03-29
JP3442774A JPS5333974B2 (de) 1974-03-29 1974-03-29
JP3442874 1974-03-29
JP49034428A JPS50132013A (de) 1974-03-29 1974-03-29

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2513475A1 DE2513475A1 (de) 1975-10-02
DE2513475B2 DE2513475B2 (de) 1977-03-24
DE2513475C3 true DE2513475C3 (de) 1977-11-17

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