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Regelvorrichtung für kinematografische Kameras Die Erfindung betrifft
eine Regelvorrichtung für kinematografische Kameras zum schrittweisen Einstellen
einer Aperturblendenanordnung mit hilfe eines Schrittmotors mit einem licht empfindlichen
Signalwertgeber und einem Vergleichssignalwertgeber, mit einer Analog-Digital-Steuervorrichtung,
die zwei getrennte Kippstufen-Steuerkreise mit unterschiedlichen Schwellwerten aufweist,
deren Ausgänge mit einer Gatter-Stufe verbunden sind, von deren Ausgang ein Laufsignal
für eine Schrittmotor-Steuervorrichtung abgeleitet wird, deren die Richtung der
Regelabweichung des licht empfindlichen Signalwertgebers vom Vergleichssignalwertgeber
berücksichtigendes Richtungssteuersignal von einem der beiden Kippstufen-Steuerkreise
abgeleitet wird, mit einem die Schrittmotor-Steuervorrichtung beeinflussenden Impulsgenerator,
der stillgesetzt wird, wenn die Regelabweichung des lichtabhängigen Signalwertgebers
vom Vergleichssignalwertgeber aufgehoben ist und wenn die Aperturblendenanordnung
ihre jeweilige Grenzstellung erreicht hat.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine
Regelvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit deren Hilfe bei in
der jeweiligen Grenzstellung befindlichen Aperturblendenanordnung auch bei nicht
abgeglichenem lichtempfindlichen Signalwertgeber eine Stillsetzung des Impulsgenerators
bzw. des Schrittmotors erfolgen soll. Diese Maßnahme soll zur Stromersparnis und
zur Schonung der bei der Einstellung beteiligten mechanischen Teile getroffen werden.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in jedem der
beiden Kippstufen-Steuerkreise eine durch einen Schalter überbrückte Umkehrstufe
angeordnet ist, und daß der eine oder andere Schalter geöffnet wird, wenn die Aperturblendenanordnung
ihre größte oder kleinste Grenzstellung erreicht hat.
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Der Gatter-Stufe wird also dann, wenn die Aperturblendenanordnung
die eine oder andere Grenzstellung erreicht hat, durch das Öffnen des betreffenden
Schalters über den betreffenden Kippstufen-Steuerkreis ein gegenüber dem vorherigen
Signal entgegengesetztes Signal angeboten. Dem Gatter wird also ein abgeglichener
lichtempfindlicher Signalwertgeber vorgetäuscht. Somit erfolgt die Stillsetzung
des
Schrittmotors durch Ausschalten des Impulsgenerators.
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Ändert sich die Helligkeit zu Werten hin, bei denen ein Regeln der
Regelvorrichtung möglich ist, wird der Schwellwert des Kippstufen-Steuerkreises
mit dem geöffneten Schalter überschritten und demzufolge das Ausgangspotential invertiert.
Die Folge ist, daß der Impulsgenerator eingeschaltet wird und demzufolge der Schrittmotor
in Tätigkeit gesetzt wird. Die Aperturblendenanordnung bewegt sich aus ihrer Grenzstellung
heraus. Die Folge ist, daß der zuvor geöffnete Schalter wieder geschlossen wird
und demzufolge das zugehörige Potential durch Überbrücken des entsprechenden Inverters
den entgegengesetzten Wert annimmt.
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Gemäß weiterer Ausbildung sind die Schwellwerte der beiden Kippstufen-Steuerkreise
bei bezüglich des Vergleichssignalwertgebers abgeglichenem lichtempfindlichen Signalwertgeber
symmetrisch zur gemeinsamen Eingangsspannung der beiden Kippstufen. In vorteilhafter
Weise wird das Richtungssteuersignal zwischen der Kippstufe mit dem niedrigeren
Schwellwert und dem normalerweise überbrückten Inverter abgegriffen.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Figur dargestellten
Ausführungsbeispieles beschrieben.
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Die Figur zeigt in schematischer Darstellung die Schaltungsanordnung
zur Aperturblendenregelung.
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Gemäß der Figur ist mit 1 eine Batterie bezeichnet, die über einen
Schalter 2 an die Schaltungsanordnung anschließbar ist. Ein lichtempfindlicher Spannungsteiler
weist einen Fotowiderstand 3 sowie einen Festwiderstand 4 auf. Der Abgriff zwischen
Fotowiderstand 3 und Festwiderstand i ist mit dem nicht invertierenden Eingang eines
Operationsverstärkers 5 verbunden. Der invertierende Eingang des Operationsverstärkers
5 weist eine Verbindung zu einem Vergleichsspannungsteiler auf, der aus zwei Festwiderständen
6 und 7 besteht. Ein den Ausgang des Operationsverstärkers 5 mit dem invertierenden
Eingang verbindender Rückkopplungswiderstand ist mit 8 bezeichnet.
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Vom Ausgang des Operationsverstärkers 5 führt eine Verbindung zu einer
ersten Kippstufe, welche aus zwei rückgekoppelten Inverterstufen 9 und kO sowie
einem Rückkopplungswiderstand 11 besteht. Der Kippstufe 9,10,11 ist eine Inverterstufe
12 nachgeschaltet, die durch einen Schalter 13 überbrückt ist. Der Schalter 13 wird
durch einen Ansatz 15a eines Blendengliedes 15 dann betätigt, wenn das Blendenglied
15 sich in seiner die Objektivöffnung 16 freigebenden Grenzstellung befindet.
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Vom Ausgang des Operationsverstärkers 5 führt eine Verbindung zu einem
Spannungsteiler besteherd aus zwei Widerständen 17 und 18. Vom Abgriff zwischen
den beiden Widerständen 17 und 18 führt eine Verbindung zu einer zweiten Kippstufe
bestehend aus zwei rückgekoppelten Inverterstufen 19 und 20 sowie aus einem Rückkopplungswiderstand
21. Der Kippstufe 19,20,21 ist eine Inverterstufe 22 nachgeschaltet, die durch einen
Schalter 23 überbrückt;t ist, welcher durch einen Ansatz 15b bei Erreichen der kleinsten
Blendenöffnung geöffnet wird. Der Inverterstufe 22 ist eine weitere Inverterstufe
24 nachgeschaltet.
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Die Ausgänge der beiden Inverterstufen 12 und 24 sind mit einem UND-Gatter
verbunden, welches aus zwei Dioden 25 und 26 sowie einem Widerstand 27 besteht.
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Dem UND-Gatter 25,26,27 ist eine Inverterstufe 28 nachgeschaltet,
deren Ausgang mit einem Impulsgenerator 29 verbunden ist. Das am Ausgang der Inverterstufe
28 auftretende Potential ist das Laufsignalpotential. Weist das Laufsignal-Potential
den Wert "L" auf, wird der Impulsgenerator 29 eingeschaltet. Vom Ausgang der Kippstufe
9,lO,il führt eine Steuerleitung direkt zu einer Schrittmotor-Steuerschaltung 30,
deren Potential "L" oder "O" die Drehrichtung eines Schrittmotors 31 festlegt.
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Die Schrittmotor-Steuerschaltung ist außerdem mit dem Ausgang des
Impulsgenerators 29 verbunden.
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Der Schrittmotor 31 weist vier Erregerwicklungen 32, 33,34,35 sowie
einen permanentmagnetischen Anker 36 auf. Vom permanentmagnetischen Anker 36 führt
eine mechanische Verbindung 37 zu einer vor dem Fotowiderstand 3 angeordneten Aperturblende
38.
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Die Funktionsweise ist nun folgende: Es wird angenommen, daß nicht
ausreichende Lichtverhältnisse gegeben sind. Nach Schließen des Schalters 2 wird
die Schaltungsanordnung mit Spannung versorgt.
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Am Ausgang des Operationsverstärkers 5 liegt eine Spannung an, die
geringer ist als der Schwellwert der beiden Kippstufen 9 bis 11 bzw. 19 bis 21.
Demzufolge liegt an der Diode 25 das Potential "L" und an der Diode 26 das Potential
"O" an. Am Ausgang der Inverterstufe 28 liegt das Potential "L" an, welches den
Impulsgenerator 29 einschaltet. Am Ausgang der Kippstufe 9 bis 11 liegt das Potential
"O" an, welches als Richtungssteuersignal die Schrittmotor-Steuerschaltung 30 so
beeinflußt, daß der Schrittmotor ein Öffnen der Blende 38 bewirkt, Beim Erreichen
der größten Blendenöffnung ist die Brückenschaltung 3 bis 7 noch nicht abgeglichen.
Die Blendenlamelle 15 würde also weiter verstellt werden. Jedoch veranlaßt der Ansatz
15 a das Öffnen des Schalters i3,
wodurch die Inverterstufe 12 in
dem Stromkreis der Kippstufe 9 bis 11 wirksam wird. Das hat zur Folge, daß das Potential
an der Diode 26 vom Wert "0" auf den Wert "L" springt. Dies wiederum hat zur Folge,
daß das Potential am Ausgang der Inverterstufe 28 auf den Wert Ot springt, wodurch
der Impulsgenerator 29 ausgeschaltet und der Schrittmotor 31 stillgesetzt wird.
Durch das Einschalten der Inv-terstufe 12 wird also der Abgleich der Brückenschaltung
3 bis 7 simuliert.
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Es wird angenommen, daß z.B. bei einer folgenden Aufnahmeserie die
Helligkeit so zugenommen hat, daß eine Belichtungsregelung möglich ist. In diesem
Fall sind die Schwellwerte der beiden Kippstufen 9 bis 11 und 19 bis 21 überschritten,
so daß an den beiden Ausgängen der beiden Kippstufen das Potential "L" anliegt.
Am Ausgang der Inverterstufe 12 liegt das Potential "O" an und am Ausgang der Inverter-Stufe
24 ebenfalls das Potential "O" an. Demzufolge ist das Potential am Ausgang der Inverterstufe
28 gleich "L". Der Impulsgenerator 29 wird demzufolge eingeschaltet. Da sich das
Potential am Ausgang der Kippstufe 9 bis 11 vom ursprünglichen Wert "0" auf den
Wert "L" geändert hat, hat sich auch die Laufrichtung des Schrittmotors 31 geändert.
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Nach einem bestimmten Drehwinkel des Blendengliedes 15 schließt der
Schalter 13, was zur Folge hat, daß die Inverterstufe 12 wieder überbrückt wird.
Dies ändert jedoch nichts am elektrischen Zustand sowie an der Einstellrichtung
des Schrittmotors 31. Nach Unterschreiten des Schwellwertes der Kippstufe 19 bis
21 tritt am Ausgang der Inverterstufe 28 das Potential "O" auf, was zur Folge hat,
daß der Impulsgenerator 29 ausgeschaltet und der Schrittmotor 31 stillgesetzt wird.
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Ist die helligkeit so groß, daß nach Erreichen der kleinsten Blendenöffnung
die Brückenschaltung 3 bis 7 nicht abgeglichen ist, wird mittels des Ansatzes 15b
des Blendengliedes 15 der Schalter 23 geöffnet und in den Stromkreis der Kippstufe
19 bis 21 die Inverterstufe 22 wirksam geschaltet. Auch hier wird bei in der Grenzstellung
befindlichem Blendenglied 15 ein Abgleich der Brückenschaltung 3 bis 7 simuliert.
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Bei Verringerung der Helligkeit werden die Schwellwerte der beiden
Kippstufen 9 bis 11 und 19 bis 21 unterschritten und der Schrittmotor 21 eingeschaltet,
wobei sich der Schrittmotor in entgegengesetzter Richtung dreht und zwar im Sinne
einer Vergrößerung der Blendenöffnung. Nach einem bestimmten Drehwinkel wird der
Schalter 23 wieder geschlossen und für die beiden Lippstufen-Steuerstromkrei$e der
ursprungliche Schaltzustand wieder hergestellt.