DE2511867A1 - Vorrichtung zum herstellen von mit keramischen platten verkleideten bauteilen, wie wandelementen, raumzellen o.dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum herstellen von mit keramischen platten verkleideten bauteilen, wie wandelementen, raumzellen o.dgl.Info
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Description
- Vorrichtung zum Herstellen von mit keramischen Platten verkleideten Bauteilen, wie Wandelementen, Raumzellen o. dgl.
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen von mit keramischen Platten verkleideten Bauteilen, wie Wandelementen, Raumzellen o. dgl., aus nachträglich erhärtendem Material, vorzugsweise Beton, mit einer Form, die einen mit Löchern versehenen Formboden aufweist, und mit einer aus elastischem Material bestehenden gitterförmigen Matte, die auf dem Formboden so angeordnet ist, daß sich ihre öffnungen über den Löchern des Formbodens befinden, und auf deren Stegen die keramischen Platten auflegbar sind, die beim Anlegen eines Unterdrucks über die Löcher des Formbodens an die Matte angesaugt werden.
- Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der DT-AS 2 352 887 bekannt geworden.
- Bei der bekannten Vorrichtung können jedoch, wie sich gezeigt hat, durch ungleichmäßige Ermüdung des Materials der gitterförmigen Matte Unzuträglichkeiten entstehen. Einmal werden diese Vorrichtungen zur Herstellung von Bauteilen unterschiedlicher Abmessungen verwendet, wobei die nicht mit keramischen Platten überdeckten Öffnungen großflächig mit einem oder mehreren Deckeln abgedeckt werden, so daß an diesen Stellen andere Kräfte auf die Umgrenzungen der Mattenöffnungen wirken als dort, wo keramische Matten aufgelegt sind. Es kommt also zu unterschiedlichen Beanspruchungen und damit auch zu unterschiedlichen Ermüdungen des Mattenmaterials. Des weiteren müssen bei der bekannten Vorrichtung die keramischen Platten mit sehr großer sorgfalt und damit in sehr zeitraubender Arbeitsweise ausgelegt werden, wenn man verhindern will, daß die Fertigbauelemente eine ungleichmäßige Oberfläche aufweisen. Werden nämlich die Platten nicht genau zentrisch zu den Öffnungen aufgelegt, dann liegen die Plattenkanten auf unterschiedlichen Flächenbereichen der gitterförmigen Matte auf. Die Platten verkanten sich also beim Anlegen des Unterdrucks. Diese Verkantungen zeigen sich dann in einer sägezahn-oder schuppenartigen Oberfläche des fertigen Bauteils. Außerdem führt auch ein solches ungleichmäßiges Auslegen der Platten, das praktisch unvermeidbar ist, zu unterschiedlichen 'Ermüdungen des die Öffnungen umgebenden Materials der gitterförmigen Masse. Dabei ist es nicht selten, daß durch diese ungleichmäßigen Ermüdungserscheinungen die Abdichtung nicht mehr gewährleistet ist, da auch die Platten als solche nicht unbedingt völlig ebenflächige Körper darstellen. Das wird auch von den Normen nicht verlangt, vielmehr sind ohnehin gewisse Toleranzen hinsichtlich der Flügeligkeit solcher Platten zulässig.
- Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung der eingang genannten Art so auszubilden, daß das Ansaugen der einzelnen Platten auf die gitterförmige Matte immer möglichst vollständig und gleichmäßig erfolgt.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch in den Öffnungen der gitterförmigen Matte vorgesehene Stützkörper, die jeweils die im Bereich der von ihnen besetzten Offnvmg liegenden Löcher im Formboden nur teilweise überdecken und bis in dem Bereich der Oberfläche der gitterförmigen Hatte reichende Vorsprünge aufweisen, deren Höhe und Verteilung so gewählt ist, daß sich die Matte beim Anlegen des Unterdruckes um ein definiertes Naß absenkt. Mit diesen Stützkörpern wird die Beanspruchung der Matte wesentlich herabgesetzt, da sie nunmehr nicht mehr voll dem angelegten Unterdruck ausgesetzt ist, sondern nur über das definierte Maß verformt wird. Als besonders vorteilhaft hat sich diese Maßnahme auch deshalb erwiesen, weil durch die Stützkörper die keramischen Platten gegen Durchbiegen geschützt werden, was ebenfalls eine Unebenheit des fertigen Bauelements oder sogar den Bruch der entsprechenden keramischen Platte zur Folge haben könnte.
- Vorzugsweise handelt es sich bei dem Stützkörper um einen in die entsprechende Öffnung der gitterförmigen Matte etLegbaren elastomeren Ring, der einseitig mit scheibenartigen Erhöhungen besetzt ist. Dabei ist man selbstverständlich nicht unbedingt auf die Ringform angewiesen. Vielmehr läßt sich auch eine Kreuzform in drei- oder mehrarmiger Ausbildung wählen.
- Obwohl die Ausbildung der Stützkörper also weitgehendst im Belieben liegt, müssen sie doch so gewahrt sein, daß der auf die keramische Platte zur Einwirkung kommende Unterdruck auf eine möglichst große Fläche der keramischen Platte wirkt.
- Im einfachsten Fall kann man als Stützkörper auch eine Anzahl von in die Öffnungen der gitterförmigen Matte eingelegten bzw. in den Löchern des Formbodens fixierte Noppen verwenden.
- Hier besteht jedoch die Gefahr, daß diese Noppen beim Auslegen der Platten, bei den ja die Matte betreten werden muß, verrückt werden oder beim Säubern der Vorrichtung verloren gehen. Deshalb ist es vorzuziehen, ringförmige oder kreuzförmige Stützkörper zu verwenden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Stützkörper so bemessen sind,.daß sie sich unter den oberen Rand der Öffnung in der gitterförmigen Matte einrasten lassen.
- Das Mattenmaterial ist ja ein federnd nachgiebiges Material, so daß ein solches Einrasten keine Schwierigkeiten bereitet, wenn nur die Abmessungen des Stützkörpers richtig gewählt sind.
- Durch diese Maßnahme wird außerdem ein Verlust der Stützkörper weitgehendst vermieden.
- Von welcher Bedeutung die erfindungsgemäße Maßnahme ist, ergibt sich bereits daraus, daß erst beim fertiggestellten Wandelement o. dgl. erkennbar wird, ob und welche Fehler durch das eine oder andere der aufgezeigten Ereignisse gemacht worden sind. Durch Einsatz von Stützkörpern, wie es gemäß der Erfindung vorgeschlagen wird, läßt sich also von vornherein sicherstellen, daß ein brauchbares Wandelement o. dgl. entsteht. Der Stützkörper wird zweckmäßig aus einem Material hergestellt, das es ihm erlaubt, etwas gegen den Druck, der auf den Stützkörper durch die angesaugte Platte ausgeübt wird, nachzugeben, Damit werden auch Flügeligkeiten in der Platte voll ausgeglichen. Außerdem ist die Gefahr des Bruches einer solchen Platte vollständig ausgeschlossen.
- Das Erfindungsprinzip läßt sich auch dadurch verwirklichen, daß man auf dem Formboden entsprechende Stützvorsprünge vorsieht, die gegebenenfalls einstückig mit ihm ausgebildet sein können. Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung, den Stützkörper als Teil der Gittermatte selbst auszubilden, was im wesentlichen einem Stützkörper gleich kommt, der mit der gitterförmigen Matte an den Einraststellen verklebt oder in anderer Weise dort befestigt ist.
- Die Zeichnung zeigt einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, in dem ein Ausführungsbeispiel eines Stützkörpers zu erkennen ist.
- Mit 1 ist der Formboden bezeichnet, der einen darunter befindlichen unter Unterdruck zu setzenden Raum abschließt und mit einer Vielzahl von Löchern 2 versehen ist. Auf diesem Formboden wird die gitterförmige Matte 3 ausgelegt, von der in der Zeichnung lediglich die beiden Stege 3a und 3b wiedergegeben sind. Diese Gittermatte besteht aus einem elastisch nachgiebigen Material, das im unteren Teil beispielsweise ein schaumgummiartiges Material ist, das mit einer verhältnismäßig widerstandsfähigen Schicht 4 abgedeckt ist. Auf dieser widerstandsfähigen Schicht 4 ruht die einen Teil des späteren Wandelementes bildende keramische oder sonstige Platte 5 auf. Zwischen den Stegen 3a und 3b, die selbstverständlich auch senkrecht zu den wiedergegebenen Stegen verlaufen, befinden sich Zwischenräume, die über die Löcher 2 unter der Wirkung des an dem Formboden 1 angelegten Unterdruck stehen.
- Bei 6 ist der Stützkörper angedeutet. Er ist beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel ein aus Hartgummi bestehender Ring, der bei 7, 8, 9 nach oben vorstehende scheibenartige Vorsprünge aufweist, die von der Unterseite der Platte 5 einen Abstand 10 aufweisen.
- Wird also über die Löcher 2 im Formboden 1 Unterdruck an den Raum angelegt, der nach oben durch die Platte 5 verschlossen ist, so wird sich die Platte 5 unter der Wirkung dieses Unterdrucks und wegen der Nachgiebigkeit der Stege 3a und 3b nach unten absenkenr bis die Unterseite der Platte auf den Vorsprüngen 7, 8, 9 aufsitzt. Der kleine Weg 10 genügt dann, um eine sichere Abdichtung zwischen Platte 5 und Steg 3a bzw. 3b herzustellen, ohne daß das Material, aus dem die Stege bestehen, übermäßig beansprucht wird. Die Lebensdauer dieses Materials wird dadurch wesentlich erhöht.
- Nach dem Festlegen der Platte auf der Vorrichtung erfolgt das Ausgießen des über den ausgelegten Platten befindlichen Raumes der Form mit Beton o. dgl., wodurch dann das fetige Wandelement o. dgl. hergestellt wird.
- Die Bezeichnung Unterseite der Platte, die unter der Einwirkung des durch den Formboden wirkenden Unterdrucks besteht, ist nur hinsichtlich der Zeichnung gewählt. Tatsächlich liegen die Platten 5 mit der späteren Sichtseite nach unten auf den Stegen 3a, 3b auf.
- Die Zeichnung läßt auch ohne Schwierigkeiten erkennen, daß der Stiltzkörper in der verschiedensten Weise ausgeführt werden kann und die ringförmige Ausbildung, die wiedergegeben ist, lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt.
- - Patentansprüche: -
Claims (6)
- Patentansprüche Vorrichtung zum Herstellen von mit keramischen Platten verkleideten Bauteilen, wie Wandelementen, Raumzellen o.dgl., aus nachträglich erhärtendem Material, vorzugsweise Beton, mit einer Form, die einen mit Löchern versehenen Formboden aufweist, und mit einem aus elastischem Material bestehenden gitterförmigen Matte, die auf dem Formboden so angeordnet ist, daß sich ihre Öffnungen über den Löchern des Formbodens befinden, und auf deren Stegen die keramischen Platten auflegbar sind, die beim Anlegen eines Unterdrucks über die Löcher des Formbodens an die Matte angesaugt werden, g e k e n n z e i c h n e t durch in den Öffnungen der gitterförmigen Matte vorgesehenen Stützkörper, die jeweils die im Bereich der von ihnen besetzten öffnung liegenden Löcher im Formboden nur teilweise überdecken und bis in den Bereich der Oberfläche der gitterförmigen Matte reichende Vorsprünge aufweisen, deren Höhe und Verteilung so gewählt ist, daß sich die Matte beim Anlegen des Unterdruck um ein definiertes Maß absenkt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Stützkörper aus einem in die entsprechende Öffnung der gitterförmigen Matte einlegbaren elastomeren Ring besteht, der einseitig mit scheibenartigen Erhöhungen besetzt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der Stützkörper aus einem in die entsprechende Öffnung der gitterartigen Matte einlegbaren elastomoren Kreuz besteht, das einseitig mit scheibenartigen Erhöhungen besetzt ist.
- 4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß der Stützkörper unter den oberen Rand der Öffnung in der gitterförmigen Matte eingerastet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß der ,Stützkörper Teil des Formbodens ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß das Stützkörperteil der gitterförmigen Matte ist.Leerseite
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1976
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