DE2511650C2 - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd-Whiskern - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Alumlniumoxyd-Whiskern gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs.
Bei bekannten Verfahren zur Herstellung von Alumlniumoxyd-Whiskern
werden Whisker durch gesteuerte Oxydation von flüssigem Aluminium hergestellt, wobei
ein Gemisch aus Sauerstoff und einem nicht mit dem Aluminium reagierenden Gas über die Oberfläche von
flüssigem Aluminium geleitet wird. Hierbei werden die Aluminiumoxyd-Whisker auf der Oberfläche des flüssigen
Aluminiums gebildet, wobei sie aber durch kleine Aluminiumkügclchcn verunreinigt werden.
Ein anderer Vorschlag zur Bildung von Alumlniumoxyd-Whiskern besteht in der Oxydation von gasförmigen
Aluminlum-Trlchlorld mit Kohlendloxyd in Gegenwart von ausreichend Wasserstoff, um eine Verbindung
mit dem in dem Aluminlumtrichlorid vorhandenen Chlor herzustellen und Chlorwasserstoff zu bilden.
(Campbell, W. B. - Determination of the Feasabllity of Forming Refractory Fibres by a Continuous Process.
Lexington Laboratories Report No. AMRA CR-63-03/8F - 1966.)
Die Reaktion wird bei Temperaturen zwischen 1275
und 1700° C durchgeführt. Die physikalische Whiskcrform
hängt vom Übersättigungsgrad des reagierenden Systems mit dem erzeugten Alurnlniumoxyd ab; sie ist
jedoch nicht einfach zu steuern, und es ist nicht leicht.
Whisker aus Aluminiumoxyd unter wesentlicher Ausschaltung anderer Formen zu erzeugen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht In der Verbesserung
eines Verfahrens zur Herstellung von Alumlniumoxyd-Whiskern gemäß der einleitend angeführten Art.
bei dem die Whisker schnell von Einschlüssen befreit werden können und das eine Erzeugung der Whisker in
gewünschter, leicht steuerbarer Form ermöglicht.
Die Lösung der Aufgabe geht von dem genannten Verfahren
aus und Ist in dem Kennzeichen des Patentanspruchs angegeben.
Die so hergestellten Aluminlumoxyd-Whlskcr enthalten
keine Einschlüsse, und ferner können die Whisker leicht steuerbar in der gewünschten Form erzeugt
werden.
Das crlindungsgemäße Verfahren hängt vom Ablaut
der folgenden Reaktion ab:
3C +■ AIX1
3ALX + 3CO
wobei X das Halogen Chlor oder Brom ist. Der Abiauf
einer solchen Reaktion ist aufgrund von thcrmochcmlschen Verhältnissen aufgestellt worden; jedoch ist bisher
der experimentelle Nachweis dafür nur in geringem Umfange durchgeführt worden. Es wurde nun festgestellt,
daß diese Reaktion nicht nur stattfindet bei höheren Temperaturen in der Größenordnung von 1400 bis
18000C, sondern daß bei Verringerung der Temperatur
um ungefähr 200 bis 400° C, so daß die Temperatur unter 1400° C liegt, die umgekehrte Reaktion stattfindet unter
Abscheidung von Aluminiumoxyd-Whiskern und Ausfällung
von Kohlenstoff.
Wegen der Freiheit von Einschlüssen wird das entsprechende
wasserfreie, gasförmige Aluminiumtrihalogenld
in einer Vorreaktionszone gebildet, indem ein Dampfgemisch des entsprechenden Halogengases und eines Inerten
Trägergases über ein Bad aus flüssigem Aluminium von hoher Reinheit geleitet wird. Das Trägergas kann aus
inerten Gasen der Atmosphäre bestehd., z. B. aus Helium oder Argon oder einem Gemisch daraus. Eine zu
empfehlende Reaktionstemperatur liegt bei etwa 700° C, wobei Experimente gezeigt haben, daß diese Temperatur
unterhalb derjenigen Temperatur liegt, bei der die AIuminiummonohalogenide vorhanden sind. Das resultierende
Gemisch aus dieser Reaktion wird dann über einen erhitzten, ungeschmolzcncn Körper aus Aluminium
geleitet, der eine große Oberfläche im Verhältnis zu seinem Volumen aufweist, z. B. in der Form einer oder
mehrerer Spulen, um zu sichern, daß kein unreagiertes
Halogen in dem Gasgemisch vorhanden ist, welches zu der ersten Reaktionszeit geleitet wird.
In der ersten Reaktionszone wird der Aluminiumtrichloriddampf
oder Aluminlumirlbromiddampf, dem Inertgas zugemischt ist. Ober eine oder mehrere Schichten
aus einem innigen Gemisch aus fein zerteiltem Aluminiumoxid und Kohlenstoff geleitet. Das Gemisch
weist dabei stöchiomctrische Verhältnisse auf. wie sie
gemäß der vorgenannten Gleichung erforderlich sind. Dis Temperatur in der ersten Rcaktlonszonc liegt zwischen
1400 und 1800° C, vorzugsweise zwischen 1500
und 17000C, wobei die höheren Temperaturen bei
schnelleren Strömungsraten der Rcaktandcn durch die erste Reaktionszone benutzt werden. Die Strömungsrate
des Inertgases durch die Reaktionszonen und die Konzentration von Aluminlumtrlchlorla bzw. Aluminiumtribromid
darin sollte derart sein, um zu sichern, daß das Inertgas unter den vorherrschenden Bedingungen leicht
mit Aluminiumoxyd übersättigt wird, um Bedingungen
zu schaffen, die der Abscheidung von Aluminiumoxyd In Whiskcrform förderlich Ist, und zwar nach der Reaktion
mit dem Aluminiumoxyd und dem Kohlenstoff mit der auttretenden Bildung von Aluminiumchlorid bzw.
-bromld und nachfolgender Kühlung in der zweiten Reaktionszone mit der Umkehrung derjenigen Reaktion, die
In der ersten Reaktionszone stattgefunden hat. Wenn das Inertgas zu übersättigt wird, beginnt sich ein Gemisch
aus Whlskern und Plättchen aus Aluminiumoxyd niederzuschlagen, und je größer der Übersättigungsgrad ist, je
größer Ist das Verhältnis der niedergeschlagenen Plättchen. Die Plättchen können so klein sein, daß sie bei
sehr wesentlichen Übersättigungsgraden der Puderform
gleichen, was vermieden werden sollte.
Die optischen Eigenschaften der erzeugten Aluminiumoxyd-Whisker offenbaren, daß diese Einzelkristalle
bilden und daß beim Wachsen anderer Einzelkristalle die
besten Ergebnisse erhalten werden, wenn die Kristalle In
einem leicht übersattigten Medium wachsen. Es Ist eine
Mehrzahl von Variablen gegeben, und mit jeder bestehenden Vorrichiungslorm werden einige vorhergehende
Experimente notwendig sein, um die optimalen Bedln-
gungen in jedem Einzelfall herauszufinden.
Daher wird bei Durchführung vorhergehender Experimente
die Erzeugung eines Gemisches aus Whiskem und Plättchen aus Aluminiumoxyd, bei welchem Plättchen
oder puderförmlges Aluminiumoxyd vorherrschen, in der kühleren zweiten Reaktionszone anzeigen, daß
unter den Bedingungen des Experimentes ein zu großer Obersättigungsgrad des in die kühlere Zone eintretenden
Gasstromes eingetreten ist. Ein solches Eintreten muß verhindert werden, z. B. entweder durch Reduzierung
des Halogenverhältnisses in dem das geschmolzene Aluminium berührenden Gasstrom oder durch langsameres
Abkühlen der aus der ersten Zone ausströmenden Medien, In der der Aluminlumtrichloriddampf bzw. AIuminlJmtrlbromiddampf
mit dem innigen Gemisch aus Aluminiumoxyd und Kohlenstoff in Berührung Ist, oder
durch Reduzieren des absoluten Druckes in dem Gasstrom oder durch irgendeine Kombination dieser
Maßnahmen.
In der zweiten, kühleren Reaktionszone läuft die Reaktion umgekehrt ab, d. h. in bezug auf die vorgenannte
Gleichung von rechts nach links, und resultiert in der Bildung von Aluminiumoxyd und Kohlenstoff. Vorzugsweise
wird dem Aluminiumoxyd erlaubt, sich durch Kondensation auf der Oberfläche vines Substrates, z. B.
eines Bootes, das aus Alpha-Aluminiumoxyd hergestellt ist, niederzuschlagen, wobei sich das Substrat in der
zweiten Zone befindet. Der Kohlenstoff scheidet sich in einer Zone ab, die sich nahe der zweiten Rcaktlonszonc
befindet, in der steh die Aluminiumoxyd-Whiskcr niederschlagen,
webeI sich die beld.n Zonen gewöhnlich
überlappen. Es ist dann notwendig, den Kohlenstoff von den Alumlniumoxyd-Whlskern zu e.tfernen, und zwar
durch Unterbrechen der Zuführung des Gasstromes, der das Alumlniumtrlhalogenld enthält, und durch Ersetzen
dieses Stromes durch einen saucrstoffhaliigcn Gasstrom,
dessen andere Komponenten In bezug auf das sich auf einem angehobenen Tcmperaturpegcl befindende Aluminiumoxyd
inert sind, z. B. Stickstoff. Die Temperatur sollte auf einem solchen Pegel gehalten werden, daß der
vorhandene Kohlenstoff zu Kohlcnstoffmonoxyd und/oder Kohlcnstoffdioxyd oxydiert wird. Hierfür eignen
sich Temperaturen von 800° C und darüber, z. B. 800
bis 10000C. Auf diese Welse wird der verunreinigende
Kohlenstoff In gasförmiges Kohlcnstoffmonoxyd und/oder Kohlenstoffdioxyd umgewandelt und diese
Gase mit dem saucrstoffhaltlgcn Gasstrom entfernt.
Die zweite, kühlere Rcaktlonszonc Ist eine Zone mit
abnehmender Temperatur In Strömungsrichtung des Rcaktionsgcmischcs. Die Temperatur dieser Zone kann
daher von 14000C an ihrem einen Ende, das näher zur
ersten Rcaktlonszonc liegt, auf 10000C an Ihrem anderen
Ende abfallen.
Wann die Reaktion nach der genannten Gleichung von links nach rechts abläuft, begleitet eine Volumenzunahme
die Bildung der Reaktionsprodukte; entsprechend ergibt sich eine Volumenabnahme, wenn die Reaktion
von rechts nach links abläuft. Da es jedoch wichtig Ist, daß die Rcakilon In der ersten Rcaktlonszonc von links
nach rechts abläuft, 1st es vorteilhaft, daß ein unteratmosphärischcr
Druck In der ersten Reaktlonszonc gehalten wird. Da es ferner am zweckmäßigsten Ist, mit einer fortlaufenden
Strömung von der ersten Reaktlonszonc zur zweiten Rcaktlonszonc zu arbeiten, wobei diese Zonen
Im wesentlichen unter demselben Druck gehalten werden.
Ist es vorteilhaft, beide Zonen auf einem unteratmosphärlschcn
Druck zu halten. Vorzugsweise wird ein
Druck von 0,05 bis 0,50 des Atmosphärendruckes angewendet.
Das Verhalten der Alpha-Alumlniumoxyd-Whlsker,
die in einem Strahl aus polarisiertem Licht betrachtet werden, zeigt an, daß die Whisker vom C-Typ sind, die
auf der 0001-Achse (nach Miller-Indices) als einzelne Kristalle gewachsen sind. Dieser Typ weist einen regelmäßigen
Sechseckquerschnitt auf. Elektronentükroskopisch geprüfte Proben hatten ein extrem hohe Aspektverhältnis,
nämlich 100 bis 10 000 zu 1.
Nachstehend ist eine Versuchsprobe näher beschrieben.
Es wurde eine Charge vorbereitet, die aus einem innigen Gemisch aus drei Gewichtsanteilen Aluminiumoxyd
und einem Gewichtsanteil Graphit bestand.
Ein Teil der Charge wurde benutzt, um einen Behälter mit rekristallisiertem Alpha-Aluminiumoxyd ?.u füllen,
wobei der Behälter in einem rohrartigen Elektroofen untergebracht war. Ein Ende des Ofens wurde mit einer
Vorrichtung zum Erzeugen von wasserfreiem Aluminiumtrichlorid verbunden, indem Chlorgas über flüssiges
Aluminium geleitet wurde, während das andere Ende mit einem Kondensor mit einer Entladeleitung verbunden
war. Die Vorrichtung zum Erzeugen von wasserfreiem Aluminiumtrichlorid war ferner mit einer Versorgungsqucile
für indes Gas verbunden, In diesem Fall Argon. Ebenfalls war eine Vakuumpumpe mit der Vorrichtung
verbunden, so daß die gesamte Vorrichtung mit reduziertem Druck betrieben werden konnte.
Die so ausgestattete Vorrichtung wurde zunächst mit Argon ausgeblasen, um Sauerstoff und Feuchtigkeit zu
entfernen. Das Alumlniummetall wurde dann erschmolzen, während fortgesetzt Argon durchgeblasen wurde.
Nachdem das Aluminium vollständig geschmolzen war, wurde dem Argon In einem Vorabschnitt Chlor zugemischt
und das Gemisch über das flüssige Aluminium geleitet. An der Oberfläche des Aluminiums fand eine
Reaktion statt, bei der das wasserfrei?: Aluminiumtrichlorid
gebildet wurde, das nach seiner Bildung verdampft und von der Argonströmung mitgerissen wurde. Der sich
ergebende Gasstrom aus Aluminiumtrichlorid wurde dann bei 10000C durch einen Vorheizer geleitet und
anschließend In den rohrartigen Elektroofen eingeführt, der bei 1600°C betrieben wurde, wo der Gasstrom in das
Innige Gemisch aus Aluminiumoxyd und Graphit diffus eindrang und damit reagierte, um das Entstehen von
Aluminiumchlorid und Kohlcnstoffoxyd zu bewirken.
Außer beim Alurniniumoxyd-Bchälter fiel die Temperatur
allmählich ab. In dem Teil der Ofenröhre, die sich In der Zone herabgesetzter Temperatur befand, wurde
eine wollige Masse aus Alumlniumoxyd-Whlskern erzeugt, und In dichter Nähe dazu entstand ein Niederschlag
aus Kohlenstoff, der einen Bereich der wolligen Masse verunreinigte. Es wurde ein Druck von 0,25 absolutem
Atmosphärendruck gefahren.
Die aus dem Ofen ausströmenden Gase wurden
gekühlt und durch einen bei 200° C betriebenen Kondensator
geleitet. Das flüssige Alumlnlumtrtchlorld wurde In einem Sumpf gesammelt und erstarrte dort. Die Restgase
wurden mit Alkall gewaschen und dann In die Atmosphäre
abgeleitet.
Der Inhalt des Behälters bzw. Bootes wurde In einem getrennten Arbeitsgang von Kohlenstoff gereinigt. Indem
ein Gemisch aus Sauerstoff und Stickstoff über eine
Schale aus Aluminiumoxyd geleitet wurde. In der das Gemisch aus Alumlniumoxyd-Whlskern und verunreinigendem
Kohlenstoff placiert wurde. Die Schale wurde In einem Ofen auf ungefähr 1000" C erhitzt, bis sämtlicher
Kohlenstoff oxydiert war.
Es wurden weitere Versuche durchgeführt bei Temperaturen im Bereich von 15000C bis 17000C und bei
Drücken von 0,1 bis 1,0 Atmosphärendruck. Es wurden Whisker erhalten, wenn der Partialdruck des Argons größer
war als derjenige des wasserfreien Aluminiumchlorides.
Der Partialdruck sollte nicht größer sein als 20* des Gesamtdruckes in der Reaktionszone.
Typische Proben der Aluminiumoxyd-Whisker nach dem vorstehend erläuterten Verfahren, die je eine Dicke
von mehr als einem Mikrometer aufwiesen, wurden verschiedenen mechanischen Tests einschließlich Festigkeitstests
unterzogen. Dabei wurden folgende Ergebnisse erhalten:
Durchschnittliche Bruchdehnung: 1,20% durchschnittliche Bruchfestigkeit: 5,52 GH/m2
RMS-Durchmessen 2,86 Mikrometer Wahre Elastizität
(Elastizitätsmodul E): 460,9 GN/m2
(Elastizitätsmodul E): 460,9 GN/m2
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Aluminlumoxyd-Whiskern durch Inberührung bringen eines wasserfreien Aluminlumtrichlorid- oder Aluminiumtribromiddampfes mit einer innige Mischung aus Kohlenstoff und Aluminiumoxyd in einer zwischen 1400 und 1800° C gehaltenen ersten Reaktionszone, in der ein Gemisch aus Kohlenmonoxyd und Aluminiumtrichlorid oder Aluminiumtribromid gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Gemisch zu einer zweiten Reaktionszone mit einer um 200 bis 400° C niedrigeren, jedoch unter 1400° C liegenden Temperatur geleitet wird.
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