DE2509641B2 - Schaltung zur Erzeugung eines Überlastsignals an einem Kran - Google Patents
Schaltung zur Erzeugung eines Überlastsignals an einem KranInfo
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- B66C23/00—Cranes comprising essentially a beam, boom, or triangular structure acting as a cantilever and mounted for translatory of swinging movements in vertical or horizontal planes or a combination of such movements, e.g. jib-cranes, derricks, tower cranes
- B66C23/88—Safety gear
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zur Erzeugung eines Überlastsignals an einem Kran der im Oberbegriff
des vorstehenden Anspruchs 1 genannten Art.
Aus dem Aufsatz von Dipl.-Ing. Knud O ve rl ach,
Karlsruhe, »Lastmomentbegrenzung für Teleskopkrane«, abgedruckt in der Zeitschrift »fördern und heben
20« (1970), Nr. 6. S. 311—314, ist eine Schaltung zur
Erzeugung eines Überlastsignals bekannt, bei dem der auf dem Ausleger angeordnete und ein Auslegerbiegemomentsignal
erzeugende Biegemomentgeber aus einem einzigen Biegemomentdetektor besteht. Bei Verwtndung eines einzigen Biegemomentdetektors
besteht die Gefahr, daß bei einer nicht gleichförmigen Übertragung der auf den Ausleger aufgebrachten Kraft
die Auswirkung einer solchen nicht gleichförmigen Kraftverteilung nicht ausgeräumt wird und somit das
Biegemoment nicht mit hinreichender Genauigkeit erfaßt werden kann.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Schaltung der vorstehend genannten Art anzugeben, bei der der
tJiegemomentgeber das Biegemoment auch bei nicht gleichförmiger Lastverteilung auf den Ausleger mit
ίο hinreichender Genauigkeit erfassen kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Biegemomentgeber aus zwei Biegemomentdetektoren,
die auf dem Ausleger an zwei symmetrisch zu einer die Längsachse des Auslegers enthaltenden Ebene liegenden
Punkten angeordnet sind, und aus einer Einrichtung zur Bildung des Mittelwerts der Ausgangssignale der
beiden Biegemomentdetektoren besteht.
Durch die Anordnung zweier Biegemomentdetektoren an den beiden vorgeschriebenen Punkten und durch
den Vergleich des Mittelwerts der Ausgangssignale der beiden Biegemomentdetektoren mit dem Biegemomentgrenzsignal
wird eine Überlastung des Auslegers mit sehr hoher Genauigkeit festgestellt. Die Überlastmeldung
arbeitet damit stabil, da der Mittelwert der Ausgangssignale zweier Biegemomentdetektoren verarbeitet
wird.
Gemäß der vorstehend genannten Entgegenhaltung hat sich für den Aufbau des Biegemomentgebers der
Einsatz von Dehnungsmeßstreifen besonders bewährt.
Μ Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Schaltung weist jeder der Biegemomentdetektoren zwei Dehnungsmeßstreifen auf, die
Zweige einer Widerstandsbrücke bilden.
Weitere Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen. Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Weitere Unteransprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen. Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
F i g. 1 eine schematische Seitenansicht eines Kranes mit erfindungsgemäßer Anordnung zweier Biegemomentdetektoren;
Fig. 2 einen transversalen Schnitt durch den Ausleger
des in F i g. 1 dargestellten Kranes längs der Linie H-II, wobei innenliegende Teile weggelassen sind;
Fig. 3 die Schaltung eines Biegemomentdetektors zum Messen des Biegemomentes im Ausleger des in Fig. 1 dargestellten Kranes;
Fig. 3 die Schaltung eines Biegemomentdetektors zum Messen des Biegemomentes im Ausleger des in Fig. 1 dargestellten Kranes;
Fig.4 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Schaltung;
Fig.5 ein Schaltbild, in dem eine Ausführungsform eines in Fig.4 dargestellten Funktionsgenerators dargestellt ist; und
Fig.5 ein Schaltbild, in dem eine Ausführungsform eines in Fig.4 dargestellten Funktionsgenerators dargestellt ist; und
F i g. 6 den Zusammenhang zwischen der Belastung des Auslegers und dem Anstellwinkel des Auslegers.
Fig. 1 zeigt die seitliche Ansicht eines auf einem Lastwagen 11 angeordneten Kranes 10. Der Kran ist auf einer Plattform 12 des Lastwagens angeordnet und hat einen Drehtisch 13, der von der Plattform 12 drehbar getragen wird. Zum Antrieb des Kranes ist im Drehtisch 13 eine nicht dargestellte Brennkraftmaschine oder ein anderer Primärantrieb angeordnet. Der Kran hat ferner eine Kabine 14 für den Kranführer, die auf dem Drehtisch 13 angebracht ist. Ein in vertikaler und horizontaler Richtung bewegbarer Ausleger 16 ist auf einem nicht dargestellten Schwenkzapfen auf der Oberseite des Drehtisches 13 gelagert und durch den Schwenkzapfen mit dem Drehtisch verbunden. Der Ausleger 16 wird in horizontaler Richtung durch eine nicht dargestellte Schwenkvorrichtung bewegt, die auf
Fig. 1 zeigt die seitliche Ansicht eines auf einem Lastwagen 11 angeordneten Kranes 10. Der Kran ist auf einer Plattform 12 des Lastwagens angeordnet und hat einen Drehtisch 13, der von der Plattform 12 drehbar getragen wird. Zum Antrieb des Kranes ist im Drehtisch 13 eine nicht dargestellte Brennkraftmaschine oder ein anderer Primärantrieb angeordnet. Der Kran hat ferner eine Kabine 14 für den Kranführer, die auf dem Drehtisch 13 angebracht ist. Ein in vertikaler und horizontaler Richtung bewegbarer Ausleger 16 ist auf einem nicht dargestellten Schwenkzapfen auf der Oberseite des Drehtisches 13 gelagert und durch den Schwenkzapfen mit dem Drehtisch verbunden. Der Ausleger 16 wird in horizontaler Richtung durch eine nicht dargestellte Schwenkvorrichtung bewegt, die auf
dem Drehtisch 13 vorgesehen ist In vertikaler Richtung
wird er durch einen hydraulischen Stellmotor 17 bewegt
Der Querschnitt des Auslegers 16 hat die Form eines hohlen Rechteckes, wie F i g. 2 zeigt Eine Mehrzahl von
Auslegersegmenten ähnlicher Gestalt (beim dargestellten Ausführungsbeispiel 3) sind teleskopähnlich in dem
Ausleger 16 angeordnet um dessen Länge ändern zu können. Ein Flaschenzug 18 bekannter Anordnung ist
am äußeren Ende des Auslegers 16 angebracht an de-n über ein nicht dargestelltes Drahtseil ein Haken 19
angehängt is» Zur Stabilisierung der Plattform 12 im Betrieb ist eine Mehrzahl von Ständern 21 vorgesehen.
Der soweit beschriebene Aufbau des Kranes ist dem Fachmann bekannt Einige Teile, die zum Verständnis
dieser Erfindung nicht notwendig sind, sind in der Beschreibung und der Zeichnung weggelassen.
Wie in den F i g. 1 und 2 schematisch dargestellt ist, sind an dem Ausleger 16 Biegemomentdetektoren 25
und 26 angebracht Die Biegemomentdetektoren 25 und 26 sind bevorzugt auf der Unterseite des Auflegers an
Stellen angebracht, die symmetrisch bezüglich der die
Längsachse des Auslegers enthaltenden Ebene liegen; sie können auch auf der Oberseite angeordnet sein.
Zugleich sind die Biegemomentdetektoren in Längsrichtung des Auslegers an geeigneten Stellen angebracht.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Biegemomentdetektoren 25 und 26 auf dem Ausleger an
einer Stelle angebracht, an der das obere Ende des Stellmotors 17zum Bewegendes Auslegers in vertikaler
Richtung mit dem Ausleger verbunden ist. An dieser Stelle ist die Belastung des Auslegers, d.h. das
Biegemoment im Ausleger, am größten. Die Biegemomentdetektoren brauchen jedoch nicht notwendigerweise
an dieser Stelle angebracht zu werden. Solange die Biegemomentdetektoren an irgendeinem Punkt
zwischen diesem Angriffspunkt des Stellmotors und dem oberen Ende des Auslegers angebracht werden,
erhält man ein Signal, das einer dem Biegemoment des Auslegers proportionalen Verformung entspricht. Als
Biegemomentdetektoren können bekannte Dehnungsmeßstreifen verwendet werden.
Fig.3 zeigt ein Ausführungsbeispiel für den Biegemomentdetektor
25. Demgemäß weist dieser zwei Dehnungsmeßstreifen 30 und 31 auf, die zusammen mit
Widerständen 32 und 33 in eine Widerstandsbrücke geschaltet sind. Die Eingangsklemmen der Widerstandsbrücke
sind über Widerstände 34 und 36 über eine Spannungsquelle 37 geschaltet, die als Batterie dargestellt
ist. Zugleich ist ein Widerstand 35 über die Klemmen der Spannungsquelle 37 geschaltet. Die
Widerstandsbrücke wird so eingestellt, daß sie eine Ausgangsspannung vom Wert Null (eo) erzeugt, wenn
der Ausleger keine Last trägt, und eine Ausgangsspannung erzeugt, wenn der Ausleger 16 belastet wird. Der
Biegemomentdetektor 26 weist denselben Aufbau auf. Da die Biegemomentdetektoren 25 und 26 und damit die
Dehnungsmeßstreifen 30 und 31 auf der Unterseite des Auslegers 16 angeordnet sind, werden sie auf Kompression
behstet.
Ein in Fig. 1 nicht dargestellter Stellungsgeber 28 ist am Schwenkzapfen zum Lagern des Auslegers angeordnet
und ermittelt die variablen Größen, die dem Arbeitsradius des Kranes zugeordnet sind. Der Stellungsgeber
28 dient dazu, den Neigungswinkel des Auslegers bezüglich der Erdoberfläche oder den
Schwenkwinkel des Drehtisches 13 zu erfassen. Der Neigungswinkel kann dadurch gemessen werden, daß
auf der Welle eines Potentiometers ein Pendel
angebracht wird, sodaß die Neigungsanderung des
Auslegers in eine Widerstandsänderung umgesetzt wird. Dieser Neigungsgeber kann auf dem Ausleger in der
Nähe des Punktes vorgesehen werden, an dem der Stellmotor 17 mit dem Ausleger 16 verbunden ist Der
Schwenkwinkel des Drehtisches kann dadurch gemessen werden, daß die Welle eines Potentiometers mit
dem Schwenkzapfen des Auslegers verbunden wird, so daß der horizontale Schwenkwinkel des Auslegers in
eine Widerstandsänderung umgesetzt wird. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein Stellungsgeber
der letzteren Art d. h. ein den Schwenkwinkel des Drehtisches ermittelnder, vorgezogen, da bei diesem
dem Meßsignal weniger Rauschen überlagert wird
Bei dem in Fig. 1 gekennzeichneten Punkt A ist auf
dem Ausleger ein Auslegerlängengeber 29 angebracht Dieser weist eine Rolle mit auf dieser aufgewickeltem
Draht auf, wobei ein Ende des Drahtes fest mit dem oberen Ende des Auslegers 16 verbunden ist Wird die
Länge des Auslegers vergrößert oder verkleinert so wird entsprechend Draht von der Spule abgewickelt
oder auf sie aufgespult. Über ein Untersetzungsgetriebe wird die Anzahl der Umdrehungen der Spule in die
Drehung der Welle eines Potentiometers umgesetzt; damit wird eine der Längenänderung des Auslegers
entsprechende Widerstandsänderung erhalten.
Die F i g. 4 ist ein Blockschaltbild der Schaltung.
Die Ausgangssignale der Biegemomentdetektoren 25 und 26 werden auf die Eingänge von Differenzverstärkern
40 bzw. 41 gegeben. Der Differenzverstärker 40 kann jedoch auch ein normaler Verstärker sein, wenn
für die Schaltung eine geeignete Bezugsspannung ausgewählt wird. Die Ausgangssignale der Differenzverstärker
40 und 41 werden auf die Eingangsklemmen eines Addierers 43 gegeben. Dieser erzeugt ein
Ausgangssignal, das dem Mittelwert der beiden Ausgangssignale der Differenzverstärker 40 und 41
entspricht. Wie oben ausgeführt worden ist sind die Biegemomentdetektoren 25 und 26 auf der Unterseite
des Auslegers 16 an zu der die Längsachse des Auslegers enthallenden Ebene symmetrischen Stellen
angeordnet. Wird der Mittelwert der Ausgangssignale der Biegemomentdetektoren 25 und 26 gebildet, so kann
auch bei nicht gleichförmiger Übertragung der von dem hydraulischen Stellmotor 17 auf den Ausleger 16
ausgeübten Hebekraft die Auswirkung einer solchen nicht gleichförmigen Kraftverteilung ausgeräumt werden.
Hierdurch wird eine Verschlechterung der Genauigkeit der Biegemomentbestimmung verhindert.
Das Ausgangssignal des Addierers 43 wird auf einen Eingang eines Komparator 44 gegeben, in welchem es
mit einem weiteren Signal verglichen wird, das in noch zu beschreibender Weise auf einen zweiten Eingang des
Komparators 44 gegeben wird.
Das Ausgangssignal des Stellungsgebers 28, der die dem Arbeitsradius des Kranes entsprechende variable
Größe ermittelt, und das Ausgangssignal des Auslegerlängengebers 29 werden auf Funktionsgeneratoren 46a
bis 46n gegeben. Dies erfolgt derart, daß das Ausgangssignal des Stellungsgebers 28 auf einen der
Funktionsgeneratoren gegeben wird, der durch das Ausgangssignal des Auslegerlängengebers 29 ausgewählt
wird. Auf das Ausgangssignal des Stellungsgebers 28 hin erzeugt der ausgewählte Funktionsgenerator
dann ein einen Grenzwert für das Biegemoment des Auslegers darstellendes Signal. Dieses wird auf den
zweiten Eingang des Komparators 44 gegeben und in diesem mit dem von dem Addiprer 43 bereiteestellien
Mittelwertsignal verglichen. Ist das Mittelwertsignal größer als das Grenzwertsignal, so erzeugt der
Komparator 44 ein Signal, das zur Betätigung einer Alarmvorrichtung 45 oder zum Anhalten des Betriebes
des Kranes verwendet wird.
ll:ci/!i -I Bhitl Zeichnungen
Claims (6)
1. Schaltung zur Erzeugung eines Oberlastsignals an einem Kran mit einem Ausleger zum Tragen
einer Last, mit einem Generator zur Erzeugung eines Biegemomentgrenzsignals in Abhängigkeit
von dem gewählten Arbeitsradius des Auslegers, einem auf dem Ausleger angeordneten und ein
Auslegerbiegemomentsignal erzeugenden Biegemomentgeber
und einem Vergleicher für den Vergleich des Biegemomentgrenzsignals und des Auslegerbiegemomentsignals,
der das Überlastsignal erzeugt, wenn das Auslegerbiegemomentsignal das Biegemomentgrenzsignal
überschreitet, dadurch gekennzeichnet, daß der Biegemomentgeber (25,
26,40,41,43) aus zwei Biegemomentdetektoren (25,
26), die auf dem Ausleger (16) an zwei symmetrisch zu einer die Längsachse des Auslegers (16)
enthaltenden Ebene (Fig.2) liegenden Punkten
angeordnet sind, und aus einer Einrichtung zur Bildung des Mittelwertes der Ausgangssignale der
beiden Biegemomentdetektoren (25,26) besteht.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegemomentdetektoren (25,26) in
an sich iDekannter Weise Dehnungsmeßstreifen (30, 31) aufweisen.
3. Schaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Vergleichers
(44) mit einer an sich bekannten Alarmeinrichtung
(45) verbunden ist.
4 Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der Biegemomentdetektoren
(25; 26) zwei Dehnungsmeßstreifen (30,31) aufweist, die Zweige einer Widerstandsbrücke (30—37)
bilden.
5. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausleger rechteckige Querschnittsform
aufweist und die Biegemomentdetektoren (25, 26) auf der Unterseite des Auslegers (16)
angeordnet sind.
6. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 oder 5, bei der der Neigungswinkel des Auslegers bezüglich
der Erdoberfläche durch einen Antrieb änderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegemomentdetektoren
(25, 26) auf dem Ausleger (16) an Punkten angeordnet sind, die in an sich bekannter Weise
zwischen dem freien Ende des Auslegers (16) und dem Punkt des Auslegers (16) liegt, an dem der
Antrieb (17) mit dem Ausleger (16) verbunden ist.
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