DE2509044A1 - Verfahren zur herstellung einer nicht loesbaren festen verbindung aus leichtmetall bzw. leichtmetallegierungen - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer nicht loesbaren festen verbindung aus leichtmetall bzw. leichtmetallegierungenInfo
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Description
VAW LEICHTMETALL GMBH
BONN
BONN
Verfahren zur Herstellung einer nicht lösbaren festen Verbindung aus Leichtmetall bzw. Leichtmetallegierungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer nicht lösbaren festen Verbindung mittels Gießverfahren aus Leichtmetall
bzw. Leichtmetallegierungen.
Verfahren zur Herstellung von nicht lösbaren Verbindungen mittels Gießverfahren sind bekannt, doch erstrecken sich diese Gießverfahren
allgemein nur auf die Verbindungsbildung von Stahl bzw. Buntmetallen mit Leichtmetall. Dabei wird der Stahl bzw. die Buntmetalle mit dem
Leichtmetall umgössen. Diese Verfahren haben aber den Nachteil, daß
nur verschiedene sich durch den Schmelzpunkt bzw. das spezifische Gewicht stark unterscheidende Metalle miteinander verbunden werden
können, welche die Konstruktion insgesamt gewichtsmäßig erhöhen. Eine diesbezügliche Arbeitsweise zur Verbindung von Leichtmetall mit Leichtmetall
bzw. einer Leichtmetallegierung war bisher nicht sinnvoll, da durch die Einwirkung der von der Schmelze auf die andere Metallkomponente
übergehenden Wärme die betreffende Metallkomponente weicht geglüht wird, was mit einem Festigkeitsrückgang verbunden ist.
Darüberhinaus sind auch Verbindungsverfahren mittels Schweißen und
Löten zur Verbindung von Leichtmetall-Leichtmetall bzw. Leichtmetalllegierung in der Technik üblich. Auch diese Verbindungsverfahren haben
einen erheblichen Nachteil, der darin besteht, daß diese Art der Verbindungsbildung
sehr aufwendig bzw. sehr lohnintensiv ist.
Es bestand daher die Aufgabe, zwei Aluminiumwerkstoffe nichtlösbar
miteinander zu verbinden, wobei die erhaltene Verbindung bei wirtschaftlicher Herstellbarkeit eine gute Festigkeit aufweisen sollte.
Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Herstellung
der Verbindung eine Metallkomponente aus einer aushärtbaren Aluminiumlegierung eingesetzt wird, die mit einer Leichtmetallgußlegierung
als zweite Komponente umgössen wird.
609836/0544
Die Wahl der Verfahr^nsbeaingungen 'kann dem Fachmann aufgrund der
vorstehenden Erläuterunhen des Erfindungsgedankens freigestellt bleiben. Es kommt - wie bereits gesagt - lediglich darauf an, daß
durch die Wärmezufuhr mit dem schmelzflüssigen Metall das Gefüge der einzugießenden Teile nicht bzw. in genau definierter Weise beeinflußt
wird. Dieses erfolgt, indem diese Teile bei der Erhitzung durch das schmelzflüssige Metall selbst auf Temperaturen erwärmt
werden, die im Bereich der Lösungsglühung liegen, so daß bei der nachfolgenden Erkdtung eine Aushärtung des Gefüges eintreten kann.
Ebenso vermag der Fachmann die geeigneten Typen von aushärtbaren Legierungen einerseits und Gußlegierungen andererseits auszuwählen.
Als aushärtbare Legierungen kommen insbesondere die Typen AlZnMg, AlMgSi und AlCuMg in Betracht. Diese Legierungsgruppen sind im
DIN-Normblatt 1725, Blatt 1 aufgeführt.
Unter dergleichen Gesichtspunkt, nämlich der Lösungsglühung, ist
auch die Zeit zu benfssen, in der das schmelzflüssige Metall einwirken
kann. Man wird diese Zeit so wählen, daß kein bzw. kein wesentliches Rundschmelzen von Kanten oder Spitzen eintritt und daß auch die Zeitdauer,
in der das einzugießende Teil eine Lösungsglühung erfährt, in dem optimalen Bereich liegt. Ebenso muß das nachfolgende
Abschrecken in an sich bekannter Weise entsprechend dem jeweiligen
Legierungstyp erfolgen ,wobei in jedem Fall eine schnelle Abkühlung
zweckmäßig ist.
Die Form der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu verbindenden
Teile ist beliebig. Beispielsweise können die Enden von Rohren und Profilen miteinander verbunden werden oder in Knotenpunkten zusammengefügt
werden. Dabei ist es nicht erforderlich, daß die Teile durch das Umgießen miteinander bzw. nit dem Gußmetall formschlüssig verbunden
werden; in vielen Fällen reicht auch die \Brbindung aus, die
durch das Anhaften der Gußlegierung an dem umgossenen Teil hervorgerufen
wird, obwwohl erfindungsgemäß die Entstehung einer intermetallischen
Verbindung zwischen den besagten Teilen nicht erforderlich oder angestrebt ist.
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Die bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zu wählenden
Temperaturen richten sich nach dem Schmelzpunkt der betreffenden Legierungen und dem Gießpunkt entsprechend des angewandten Gießverfahrens
.
Die Erfindung ist im Nachstehenden anhand eines Ausführungsbeispiels,
das keine Beschränkung der Erfindung beinhaltet, näher erläutert und anhand der Zeichnung dargestellt.
den Die Figur zeigt einen senkrechten Querschnitt durch Tretlagerbereich
eines Fahrradrahmens. -:
Gezeigt sind die Enden des Rahmenrohres 1 zwischen Tretlager und Sitz, des Rahmenrohres 2 zwischen Tretlager und Ausfallende und
des Rahmenrohres 4 zwischen Tretlager und Steuerkopf, wobei im Winkel
zwischen den Enden der Rohre 2 und 3 das Tretlagergehäuse angeordnet
ist. Die Rohre werden in ihrer gegenseitigen Zuordnung durch geeignete Vorrichtungen (nicht dargestellt) festgehalten. Nach der Zeichnung
ist vorgesehen, daß als Rohr 4 ein angegossener Stutzen ausgebildet
wird, jedoch kann selbstverständlich auch ein selbständiges Teil wie
bei den Rohren 1 und 2 eingesetzt werden. Das Gleiche gilt für das rretlagergehäuse 3.
Der Tretlagerbereich wird zur Durchführung des erfindungsgernäSen Verfahrens
mit einer (nicht dargestellten) Gießform umgeben, deren Ausbildung ebenfalls dem Fachmann überlassen bleiben kann. Die Rohrenden
sind oberflächlich metallisch blank und an ihren Stirnseiten mit Stopfen 5 aus geeigneten metallischen oder nicht-metallischen Materialien,
zum Beispiel Keramik, Kunststoff, aber auch Deckeln aus eingeschweißten artgleichen Metallen oder dergleichen, verschlossen, um das
Eindringen von schmelzflUssigem Metall beim Gießen zu vermeiden.
Die Gießform kann, falls gewünscht, in an sich bekannter Weise vorgewärmt
werden. Das schmelzflUssige Metall wird bei einer Temperatur eingegossen, deren Höhe sich nach der Art der Legierungen richtet,
aus denen die Rohre:1, 2 gegebenenfalls andere Teile, z.B. das Rohr*4,
bestehen. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind diese Teile aus Legierungen des Typs AlZnMg 1 hergestellt. Diese hat einen
-2c-
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j NAC TICHT ί
Schmelzbereich von 6lO bis 650 0C, und die Lösungsglühung erfolgt
im Bereich von 350 bis 490 0C, vorzugsweise bei ca. 480 0C.
Als Gußlegierung wird der Typ G-AlSi7Mg, also eine Legierung mit
hohen Festigkeitseigenschaften, verwendet. Einzelheiten hierzu sind beispielsweise im Normblatt DIN 1725, Blatt 2 zu finden; die Legierung
wird mit einer Temperatur von ca. 76Ο 0C eingegossen und
erstarrt beim Kontakt mit der Formoberfläche bzw. den Rohrenden 1 und 2 in kurzer Zeit. Das Ganze wird in üblicher Weise abgeschreckt,
so daß es in einigen Minuten eine Temperatur um 350 °C erreicht, worauf eine Abschreckung in Wasser erfolgt. Während dieser Zeit
XÄJiiegen die Rohrenden 1 und 2 dem Lösungsglühvorgang, während sich
mit dem Erstarren der Schmelze die Teile 3 und 4 ausbilden. Alle Teile bilden nach der Erstarrung ein Ganzes.
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Claims (3)
- 2503044Patentansprüche/l) ,Verfahren zur Herstellung einer nicht lösbaren festen Verbindung ^^ mittels Gießverfahren aus Leichtmetall bzw. Leichtmetallegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Verbindung eine Metallkomponente aus einer aushärtbaren Aluminiumlegierung eingesetzt wird, die mit einer Leichtmetallgußlegierung als zweite Komponente umgössen wird.
- 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Leichtmetall bzw. Leichtmetallegierung Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen verwendet werden.
- 3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß während des Gußvorganges die LösungsglUhtemperatur der aushärtbaren Legierung weder über-, noch unterschritten wird.609836/0544frLeerseite
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Also Published As
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| NL7601996A (nl) | 1976-09-03 |
| JPS51111425A (en) | 1976-10-01 |
| FR2302802A1 (fr) | 1976-10-01 |
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