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DE2506040A1 - Gasturbine - Google Patents

Gasturbine

Info

Publication number
DE2506040A1
DE2506040A1 DE19752506040 DE2506040A DE2506040A1 DE 2506040 A1 DE2506040 A1 DE 2506040A1 DE 19752506040 DE19752506040 DE 19752506040 DE 2506040 A DE2506040 A DE 2506040A DE 2506040 A1 DE2506040 A1 DE 2506040A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
turbine
fluid medium
compressed air
combustion
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752506040
Other languages
English (en)
Inventor
James Stouffer Campbell
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE2506040A1 publication Critical patent/DE2506040A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C3/00Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C3/00Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid
    • F02C3/20Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid using a special fuel, oxidant, or dilution fluid to generate the combustion products
    • F02C3/30Adding water, steam or other fluids for influencing combustion, e.g. to obtain cleaner exhaust gases

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

  • G A S @ U R B I N E Die Erfindung betrifft sine Gasturbine, und insbesondere ein Gasturbinen-friebwerk mit verbesserter Ausgangsleistung und geringerer Abgastemperatur und Konzentration an Verunreinigungen.
  • Eine Gasturbine weist im allgemeinen ein Laufrad auf, das auf einer welle befestigt, beispielsweise verkeilt, und mit @@fangsschaufeln versenen ist, die jeweils so getormt sind, daß der Aufprall eines Ho@@geschwindigkeits-Gasstrahls auf die Schaufeln eine Bewegung der Schaufel auf dem Umfang des Laufrades bewirkt; dadurch wird auf die Welle ein mechanisches Drehmoment ausgeübt. Dabei wird aufgrund der Übertragung von kinetischer Energie auf die Schaufeln der autprallende Gasstrahl wesentlich verlangsamt, wenn der Gasstrahl die Einlaßeinrichtung verläßt.
  • Der 0 ben erwähnte @ochgeschwindigkeits-Gasstrahl erfordert die Zulieferung eines Gases mit hohes Druck und mit hoher Temperatur; dazu kann beispielsweise ein Gasgenerator verwendet werden. Ein solcher Gaserzeuger muß eine Binrichtung aufweisen, die Luft komprimiert und die komprimierte Luft zu einer Verbrennungskammer oder einem Verbrennungszylinder liefert, in der ein @rennstoff an Luft unter Erzeugung von Ver-Orennungsgasen verbrannt werden kann; weiterhin muß ein solscher Gas generator auc eine Einrichtung enthalten, um diese Gase teilweise zu expandieren, damit die notwendige Energie für die Kompression der Luft erzeugt werden kann. Beispiele für einen solchen Gaserzeuger sind eine Freikolbenmaschine, wie sie später im folgenden besc.arieben werden soll, oder ein Rotationskompressor bzw. Umlaufverdichter, der einer Verbrennungskammer Luft zufünrt und durch eine weitere Gasturbine angetrieben wird, wie es üblicherweise bei Gasturbinen-Triebwerken vorgesehen ist, die auf vielen Anwendungsgebieten eingesetzt werden können.
  • Ini allgemeinen weist die Gaseinlaßeinrichtung für die Turbine einen Satz von Düsen oder einen Düsenring bzw. Leitkranz auf, von dem das Gas mit hoher Geschwindigkeit abgegeben wird, um auf die Turbinenschaufeln aufzutreffen. Das zugeführte Gas befindet sich auf hoher Temperatur und hohem Druck; beim Verlassen der Düse findet eine im wesentlichen adiabatische Expansion statt, beider die Auslaßtemperatur des Gases wesentlich verringert wird. Diese adiabatische Expansion und der folgende Abfall der Gastemperatur beeinflußt direkt den Wirkungsgrad der Turbine, da er eine Funktion der Energie ist, die an der Ausgangswelle in das mechanische Drehmoment umgewandelt wird. In einem typischen Fall ist jedoch die Temperatur aes Abgases nocn relativ hoch, sodaß sich bei vielen Gelegenheiten eine beträchtliche Verschwendung von nutzbarer Energie aus dem Binlaßgas ergibt.
  • Weiterhin stellt der Ausstoß von Abgasen mit so hohen Temperaturen einen wesentlichen lwJachteil bei der Entwicklung von kommerziell akzeptablen Gasturbinenmotoren für Personenkraftwagen und ählllicize Fahrzeuge darlbei aenen der Sicherheitsfaktor von sehr großer Bedeutung ist.
  • Ein weiteres Problem bei vielen Gasturbinensystemen liegt in der Verunreinigung von dem Verbrennungsprozess, der das Arbeitsgas für die Turbine liefert; dieses Gas ist das Produkt der Verbrennung einer flüchtigen Mischung eines Brennstoffs -wie beispielsweise Dieselöl bzw. Dieselkraftstoff, Benzin oder Rohöl - mit komprimierter Luft. Allgemein ausgedrückt ist die Arbeitsleistung eines Verbrennungsprozesses eine Funktion der maximal erreichten Verbrennungstemperatur und des Drucks der entwickelten Verbrennungsgase. Mit Hochtemperatur-Verbrennungskammern ist jedoch ein Verunreinigungsproblem verbunden, da sich beträchtliche Mengen von Oxiden des Stickstoffs bilden, die im folgenden als Stickoxide oder NOx bezeichnet werden sollen. Diese Verunreinigung strömt nämlich durch die Turbine und wird zusammen mit den Abgasen von ihr ausgestoßen.
  • Ausgellend von den obigen Erläuterungen liegt deshalb der vorliegenden Erfindung unter anderem die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Gasturbine mit verringerter Abgastemperatur und erhöhtem Gaseinlaßdruck zu schaffen, deren Abgase nur geringere Mengen an NOx Verunreinigungen enthalten.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Gasturbinen-Triebwerk geschaffen, das eine Gasturbine mit einer Gaseinlaßeinrichtung und einer Gasauslaßeinrichtung1 einen Generator für das Verbrennungsgas mit einer Auslaßeinrichtung für das Verbrennungsgas, die mit der Einlaßeinrichtung für das Turbinengas in Verbindung steht, und einen Wärmetauscher mit pwimaren und sekundären Kreisläufen aufweist, wobei der primäre Kreislauf mit der Gasauslaßeinrichtung der Turbine in Verbindung steht und der sekundäre Kreislauf zwischen eine Quelle für ein unter Druck stehendes, flüssiges, fluides Medium, das bei dem erforderlichen Druck durch das Abgas der Turbine in dem ersten Kreislauf verdampft werden kann, und eine Einrichtung geschaltet ist, um das fluide Medium in Gasform in die Leitung für die komprimierte Luft des Gasgenerators einzuführen, beispielsweise einzuspritzen.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Gasturbinen-Triebwerks, bei dem die Prinzipien der vorliegenden Erfindung vervwe-lldet werden; und Fig. 2 eine Querschnittsansicht eines Freikolbenmotors, der bei dem Gasturbinen-Triebwerk nach der vorliegenden Erfindung angewandt werden kann.
  • Wie sich insbesondere aus Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung ergibt, weist eine Turbinenstufe 10 eine Einlaßgasdüse 11, ein Laufrad 12, das auf einer Ausgangswelle 13 angebracht, beispielsreise verseilt ist, eine Laufradkammer 1.4 und eine Abgasleitung 5 auf. Ein Gas 16 illit erhönter £eniperatur tritt mit hoher Getrifft schwindigkeit aus der Düse il aus und auf das Laufrad 12, das ein mechanisches Drehmoment auf die Welle 13 ausübt und dadurch ire Drehung bewirkt. Das Gas 16 wird einer im wesentlichen adiabatiscnen Expansion unterzogen und verläßt die Laufradkammer 14 durch die Abgasleitung 15.
  • Das Gas i6 ist das Verbrennungsprodukt des Kraftstoffs, der in dem Gasgenerator 17 verbrannt wird; es liegt deshalb in der Leitung 1ú, die den Gasgenerator 17 mit der Düse 11 verbindet, mit hohem Druck vor. Der Gaserzeuger hat einen oder mehrere zur Zuführung des Kraftstoffs dienende Eingänge, die in Ab;längigkeit von dem Typ des Gasgenerators und des darin verbrannten Kraftstoffs unterschiedliche Formen haben können; weiterhin weist der Gasgenerator einen Einlaß für die Aussenluft und eine Übertragungsleitung 7a für die komprimierte Luft auf.
  • Die bisher schematisch beschriebene Anordnung wird herkömmlicherweise bei Gasturbinen-Triebwerken verwendet, die auf vielen Anwendungsgebieten eingesetzt werden können.
  • Gemäß der vorliegenden erfindung ist eine Abgasleitung 15 mit dem primären Kreislauf 19a eines Wärmetauschers 19 verbunden. Der sekundäre Kreislauf l9b des Wärmetauschers ist init einer Vorratsquelle eines unter Druck stehenden flüssigen fluiden hediums verbunden; außerdem ist die Aulaßseite des sekundären Kreislaufs 19b an einen Einlaß 20 für den Gasgenerator 17 angeschlossen. Das fluide Mediu in dem sekundären Kreislauf 19b des Wärmetauschers wird erwärmt und durch das heiße Abgas verdampft, das durch den primären Kreislauf 19a strömt. Anschließend wird das fluide Medium in Gasform unter Druck in den Gasgenerator 17 geführt. Damit wird die Stromungsgeschwindigkeit des Verbrennungsgases von dem Generator 17, ausgedrückt in Volumeneinheiten, durch die Hinzufügung des zusätzlich eingespritzten, unter Druck stehenden Gases erhöht, sodaß die Austrittsgeschwindigkeit des sich ergebenden Gases aus der Düs-e 11 in entsprechender Weise ansteigt.
  • Das mechanische Drehmoment, das auf die Ausgangswelle 13 übertragen wird, ist eine Funktion der Kraft, die auf die Laufradschaufeln ausgeübt wird; d.ii. also, daß auf diese Weise das Drehmoment erhöht wird; da die erte Ausgangsleistung vollständig von der sonst überscllüssigen Energie, insbesondere der Abwärme, des Abgases geliefert wird, steigt der thermische Wirkungsgrad des Triebwerks in entsprechender Weise an.
  • Ein wesentlicher Effekt der Injektion des zusätzlichen gasförmigen fluiden Mediums in den Gas generator liegt in der Erhöhung der Wärmekapazität der Verbrennungsgase und damit einer Verringerung der maxinialen Gastemperatur nach der Verbrennung.
  • Obwohl ein Absinken der Verbrennungstemperatur selbst den Wirkungsgrad des Verbrennungsprozesses und damit den gesamten Wirkungsgrad der Ausgangsleistung des Triebwerks verringern würde, so wird doch diese Verringerung mehr als ausgeglichen durch die erhöhte Strömungsgeschwindikeit, ausgedrückt in Voluijieneinheiten, die sich dadurch ergibt, daß das gasförmige fluide Medium unter relativ hohem Druck in die Brennkammer eingeführt, beispielsweise eingespritzt wird. Dadurch ergibt sich also eine Netto-Erhöhung des thermischen Wirkungsgrades und der Ausgangsleistung, die von einer niedrigeren Brennkammertemperatur begleitet ist.
  • Bereits oben wurde darauf hingewiesen, daß die Stickoxide NOx eine wesentliche Verunreinigung bei jedem Prozess darstellen, für den Luft bei hohen Temperaturen verbrannt werden muß. Es hat sich herausgestellt, daß es im allgemeinen eine kritische Temperatur für jeden bestimmten Typ von Brennkammer, jedes Kraftstoffgemisch, jeden Verbrennungsdruck, usw. ergibt; oberhalb dieser kritischen Temperatur steigen die NOx-Emissionen scharf an, sodaß angestrebt wird, diese Temperatur für die spezifischen Parameter des Verbrennungsprozesses zu bestimmen. Dies läßt sich relativ einfach durch Experimente und Berechnungen durchführen; ist die kritische Temperatur einmal bestimmt so können die Injektionsgeschwindigkeit und der Druck des gasförmigen fluiden j'jediums ohne Schwierigkeiten so eingestellt werden, daß sic eine geeignete Temperatur in der Brennkammer ergibt. Dabei muß weiterhin berücksichtigt werden, daß eie zu starke Abkühlung der Brennkammer zu einem merklichen Absinken des Wirkungsgrades sowie zu der Emission von anderen Verunreinigungen- beispielsweise Kohlenwasserstoffenführt, die unvollständig verbrannt werden, die optimale maximale Temperatur in der Brennkammer sollte deshalb etwas über der kritischen Temperatur für die ifOx-Emission liegen. Wie oben erwähnt wurde, läßt sich die optimale Temperatur leicht durch Einstellung der Zuführgeschwindigkeit und des Drucks des gasförmigen fluiden Mediums erreichen; dazu müssen nur der Wärmetauscher und die zugehörigen Absperrorgane usw. in geeigneter Weise ausgelegt und geeicht werden.
  • Die Zusammensetzung des verdampften fluiden Mediums stellt keine kritische Größe dar, wobei selbstverständlich vorausgesetzt wird, daß sie mit dem speziellen verwendeten Verbrennungsprozess verträglich ist; weiterhin darf die Zusammensetzung nicht zu chemischen oder mechanischen Beschädigungen an der Brennkammer und dem Turbinenmecnanismus fünren.
  • Für die meisten Anwendungsfälle ist Dampf senr gut geeignet und läßt sich auch onne Nachteile bei den verschiedenen Verbrennungsprozessen einsetzen, die üblicherweise benutzt werden; in diesem Fall würde dem zweiten Krislauf des Wärmetauschers unter bruck stehendes Wasser zugefünrt werden. Bei Bedarf kann ein wesentlicher Anteil des Wassers durch Kondensation der Abgase der Turbine erreic@t werden; dadurc@ ergi@t sich also ein Umlaufsystem, dem von einen äußeren Vorratsbehälter nur eine geringe Wassermenge als Ersatz des abgeschiedenen Wassers zugeführt werden muß.
  • In Fig. 2 der Zeichnangen sind die konstruktiven Grundelemente eines Freikolbenmotors dargestellt, der als Gasgenerator bei dem Gasturbinen-Triebwerk nach der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden kann. Diese Maschine weist einen Brennzylinder 21 mit offenen Enden auf, in dem gegenüberliegende langgestreckte Kolben 25 angeordnet sind. Iii der iiitte des Zylinders 21 ist eine Einspritzvorrichtung 23 für den Kraftstoff vorgesehen. Eine Einlaßöffnung 24 fürdie komprimierte Luft befindet sic in der ane eines indes des Zylinders 21, während siciI eine Auslaßöffnung 25 für das Verbrennungsgas in der Nähe des anderen Endes des Zylinders befindet.
  • Die Einrichtung, die der Einlaßöffnung 24 komprimierte Luft zuführt, weist Verdichterzylinder 26, die koaxial damit an den jeweiligen Enden der Brennzylinder 21 vorgeseilen sind, und Verdichterkolben 27 auf, die in dem Zylinder 26 verschiebbar und einstückig mit den Kolben 22 ausgebildet sind.
  • Das Ende eines jeden Zylinders 26 ist für den Luftauslaß mit Einweg-Absperrorganen 29 versenen, die durch ein Rohr 3G mit der Einlaßöffnung 24 für die Brennkammer in Verbindung steilen; eiteriü' j st ein Rohr 31 vorgesehen, durch das Dampf von dem Wärmetauscher des Turbinensbgases zugeführt wird. Um jeden nylinder 26 ist ein Ring mit einzelnen, im Abstand zuelnanuer angeordneten Einlaßöffnungen 32 vorgesehen.
  • Im folgenden soll die Funktionsweise der Maschine beschrieben werden.
  • In der in rig. 2 gezeigten Stellung haben sich die Kolben 22 aufeinanderzubewegt, sodaß ein relativ kleiner Raum eingeschlossen ist, in den die Binspritzvorrichtung 23 für den Kraftstoff den Kraftstoff versprüht. Der abgeschlossene Raum enthält ein Gemisch aus komprimierter Luft und dem Kraftstoff, der von der Einspritzvorrichtung 23 versprüht wird; die komprimierte Luft wird durch die Öffnung 24 in den Zylinder 21 gedrückt, wenn die Kolben 22 den größten Abstand voneinander haben (wie im folgenden erläutert werden soll); durch die Bewegung der Kolben nach innen wird die Luft noch weiter komprimiert. Die hohe Kompressionswärme des zusammongedrückten Luft/Kraft stoff- Gemisches bewirkt eine Explosionsverbrennung, die die Kolben mit großer Geschwindigkeit auseinanderdrückt. Die Kolben 27 bewegen sich nun mit gleicher Geschwindigkeit in Richtung auf die Enden der Zylinder 26, sodaß die in den Enden des Zylinders eingeschlossene Luft durch das Rohr 30 gedrückt wird. Wenn sich die Kolben 22 auseinanderbewegen, kommt die Öffnung 24 mit dem Innern des Zylinders 21 in Verbindung, das durch die Kolben 22 eingeschlossen wird; Luft von dem Rohr 30 wird unter beträchtlichem Druck, der durch die Verdichterkolben 27 erzeugt wird, in diesen Raum geslzungen. Weiterhin läßt sich aus Fig. 2 erkennen, daß zu diesem Punkt die Auslaßöffnung 25 auch für den Raum zlrischen den Kolben 22 und den darin enthaltenen Verbrennungsgasen freigegeben wird. Damit spült die durch die Öffnung 24 eintretende Luft den Zylinder 21, indem die Verbrennungsgase durch die Auslaßöffnung 25 nach außen gedrückt werden. Diese Gase werden dann auf die oben beschriebene Weise der Gasturbine zugeführt.
  • Die expandierenden Verbrennungsgase zwingen die Kolben 27 auseinander, wobei die Luft komprimiert wird, die lurch die Einweg-Absperrorgane 29 in das Rohr 30 gedrückt wird. Um die Kolben 22 für den nächsten Kompressionshub der Gase in der Brennkammer 21 zurückzuführen, müssen die Kolben 27 mittels eines Rückprallmechanismus zurückgebracht werden. Gemäß Fig. 2 ergibt sich ein solcher Mechanismus aus dem Aufbau der Kolben; danach sind die Kolben 27 und ein Teil eines jeden Kolbens 22 längs ihrer Achsen hohl ausgebildet, wobei stationäre Stößel oder Stempel 34 vorgesehen sind, die von den Stirnwänden der Kompressorzylinder vorstehen und in die hohlen Kolben ragen. Dadurch ergibt sich also ein Luftraum 33 in Jedem Kolben 22; wenn die Kolben 22 unter dem Einfluß des Verbrennungshubs nach außen gedrückt werden, wird das Volumen dieses Luftrauiijs plötzlich sehr stark verringert; die plötzliche Kompression der Luft in diesem Raum übt eine Rückfederungskraft auf die Zylinder 22 aus, sodaß sie zusammen wieder zurückgedrückt werden. Obwohl bei einer bevorzugten Ausführungsform die dargestellte Anordnung verwendet wird, können selbstverständlich auch geeignete Rückprall-oder Riickfederungszylinder außerhalb der Luftverdichterzy linder und entfernt von den Kolben 22 angeordnet werden, wenn dies erwünscht wird.
  • Beim letzten Teil seines Auswärtshubs gibt ein Kolben 22 die Abgasöffnung 25 frei; unmittelbar darauf folgt der andere, der die Einlaßöffnung 24 freigibt. Näherungsweise die Hälfte der aus den. Verdichterzylindern abgegebenen Luft wird dazu verwendet, die Zylinder zu spülen und von innen zu kühlen; der Rest wird zwischen den Kolben eingeschlossen, wenn sie nach innen aufeinanderzu zurückfedern und die Öffnungen 24 und 25 bedecken.
  • Die Luft- und Dampfmasse, die bei voller Leistung eingeschlossen wird, nähert sich in einem typischen Falle einer Aufladung bzw. Vorverdichtung von 300%, während bei dem herkömmlichen Dieselmotor die Aufladung nur 30% beträgt. Diese Steigerung ist bei einem Freikolbennotor möglich, da keine Kurbelwelle, Lager für die Verbindungsstange, usw. vorhanden sind, die alle zu enorgieverbrauchenden Reibun gs@und Trägheitskräften führen würden. Weiterhin können durch geeignete Regulierung der Einspritzrate für den Kraftstoff die maximalen erreichten Temperaturen und Drücke geringer sein als die fiir einen herkömmlichen Dieselmotor, wobei jedoch der Winkungsgrad immer noch besser ist.
  • ijn werden die Kolben 22 wieder gemeinsam bewegt, sodaß sie die Öffnungen 24 auf ihrer Bahn blockieren und das komprimierte Luft-Dampfgemisch weiter zusammendrücken, das in der Brennkammer eingeschlossen ist, die durch die Kolben und den Zylinder 21 gebildet wird. Während dieses Hubs wird der Kraftstoff wieder in die Brennkammer eingespritzt, sodaß sich das gewünschte brennbare Luft/Kraftstoff-Gemisch ergibt.
  • Während dieses Hubs geben die Kolben 27, die sich aufeinanderzu bewegen, die Einweg-Absperrorgane 32 für den Lufteinlaß frei, sodaß Luft in das Innere der Zylinder 26 als Vorbereitung zu ihrer Verdichtung eintreten kann, wie oben beschrieben lsurde.
  • Während der Verbrennung des LuftX'Kraftstoff-Gelilisches hat der darin vorhandene Dampf die Wirkung, die erreichte maximale Verbrennungstemperatur auf einen Wert etwas unterhalb der kritischen Temperatur für die NOx Emission zu senken, während dieser Dampf- der unter Druck steht - gleichzeitig dazu dient, die zur Verfügung stehende Energie und Ausgangsleistung des Motors zu erhöhen.
  • Aus thermodynamischen Berechnungen, bei denen ein Turbinentriebwerk mit einer Freikolbenmaschine des allgemeinen, oben beschriebenen Typs simuliert wiirde, wurde eine Reihe von Vergleichsergebnissen mit zu und ohne das Einspritzsystem für das gasförmige, fluide Medium nach der Erfindung erhalten. Bei jeder Simulation des Betriebszustandes wurden die folgenden Bedingungen und Annahmen beibehalten.
  • Der "Diesel" Zyklus war ein Doppelverbrennungszyklus (Dual Combustion cycle) mit maximaler Verdichtung = 112 kp/cm2 abs. (1600 psia).
  • Variationen der Gaszusammensetzungen und der spezifischen Wärmon wurden berücksichtigt.
  • Der Kraftstoff war Oktan (das äquivalente Verhältnis für eingeschlossene Luft/Kraftstoff wäre für Gas/Öl näherungsweise 3% niedriger) Druckverlustfaktor = 1,2 Frequenz = 2330 Zyklen pro Min.
  • Verhältnis von eingeschlossener Luft/Kraftstoff = 35 Wirkungsgrad des Verdichters = 90% Wirkungsgrad der Turbine = 85% - 15 -Trockener, gesättigter Dampf von 6,3 kp/cm2 (90 psia) wurde mit Luft in dem Rohranschluß fiir die Luft (Zuführungsrohr 30 in Fig. 2) vollständig gemischt.
  • Es ergaben sich die folgenden Resultate: Gesamtdampf/Kraftstoff-Verhältnis 0 4 Abgabedruckverhältnis 5 5,4 Gesamtwärmeverluste 4% 4% Kühlverluste vor der Spitzentemperatur O 0 Einfangtemperatur °C (°F) 288°C(550°F) 288°C (550°F) Verdichtungstemperatur °C (°F) 876°C(1610°F)860°C (1580°F) maximale Verbrennungstemperatur °C (°F) 1827°C(3320°F) 1681°C (3058°F) (Zulieferungsverhältnis) 2,16 2,0 Strömung der Luftmasse in kg/Min.(1b/min.) 15,65 kg/min.(34.5)14,5kg/min(32,0) Zuli eferungst emp eratur oC (°F) 5390C(10020F) 5370C (9980F) Thermischer Wirkungsgrad des Gases (%) 52,5 55,2 Gaspferdestärke 108 113,6 Gesamt-thermischer Wirkungsgrad (%) 44,6 46,9 Abgastemperatur der Turbine in oc (°F) (nach der Wärmetauschung) - 160 Oc (3200F) Aus den oben zusammengestellten Resultaten ergibt sich, daß in den interessierenden Bereichen wesentliche Verbesserungen möglich sind. Insbesondere steigt durch die Hinzuführung von Dampf in einem Dampf/Kraftstoff-Verhältnis von 4 das Zulieferungsdruckverhältnis, während die Verdichtungstemporatur und die maximale Verbrennungstemperatur sinken, letztere von 1827°C (33200F) auf 1681°C (3058 F). Dieser Abfall ist wesentlich, da die kritische Temperatur für die NO Emission unter diesen Bedingungen ungefähr 176c)0C (32000F) beträgt.
  • Damit fällt also Qie maximale Verbrennungstemperatur von einem Wert wesentlich über der kritischen Temperatur für die NOx Emission auf einen Wert eindeutig unter dieser Temperatur, wodurch eine Verringerung des Volumens an in den Abgasen emittierten Stickoxiden sichergestellt ist.
  • Ungeachtet des allgemeinen Absinkens der Betriebstemperatur des Motors durch die Hinzufügung von Dampf steigt jedoch der thermische Wirkungsgrad des Gases von 52,5 auf 55,2% und die Gaspferdestärken von 108 auf 113,6. Dadurch ergibt sich ein Anstieg des gesamten thermischen Wirkungsgrades des Turbinentriebwerks von 44,6 auf 46,9.
  • Schließlich sinkt die Abgastemperatur der Turbine von 299 0C (5700F) auf 2920C (5570F), wobei sich ein weiterer Abfall auf 1600C (3200F) nach dem Durchgang durch den Wärmetauscher ergibt.
  • Die bei der oben erläuterten Simulation verwendete Freikolbenmaschine war von dem sogenannten "heißen" Typ, bei dem relativ hohe Brennkammertemperaturen verwendet werden.
  • Diese Motoren benutzen sogenannte Labyrinthdichtungen, die keine Schmierung erfordern; deshalb muß keine Schmiermittelkühlung, beispielsweise durch Strömen einer Flüssigkeit oder von Luft um die Zylinder, durchgeführt werden Deshalb kann die Maschine bei einer höheren Temperatur als eine ähnliche, konventionell geschmierte und gekühlte Maschine betrieben werden.
  • Dadurch ergibt sich eine Steigerung des thermischen Wirkungsgrades und der Ausgangsleistung der Maschine und damit des gesamten Triebwerks; andererseits besteht jedoch die G@fahr, daß die Temperatur über die kritische Temperatur für die Emission von stickoxiden ansteigt.
  • Es soll darauf hingewiesen werden, daß bei einer wassergekühlten Freikolbenmaschine, die in allen anderen Punkten der oben beschriebenen "heißen" Maschine ähnelt, die maximale Verbrennungstemperatur ungefähr 3687 C ( 3070°F) beträgt, während der gesamte thermische Wirkungsgrad ungefähr 39,6% ist. Durch die Einspritzung von Dampf beträgt die maximale Verbrennungstemperatur der "heißen" Maschine 1681°C (3058°F); d.h. also, daß sie geringer ist als die der wassergekühlten Maschine; der thermische Wirkungsgrad beträgt jedoch 46,9, also ein wesentlicher Anstieg von 7,3% im Vergleicn mit dem Wirkungsgrad der wassergekühlten Maschine; dabei wird auch nier die "heiße" Maschine noch bei einer Temperatur betrieben, die unter der kritischen Temperatur für die Emission von Stickoxiden liegt.
  • Es ergibt sich also, daß durch die vorliegende Erfindung eine wesentliche Verbesserung der herkömmlichen Gasturbine vorgeschlagen wird, deren Vorteile sowohl die Industrie als auch die Öffentlichkeit nutzen können, da ein damit ausgestattetes Gasturbinen-Triebwerk einen besseren Wirkungsgrad bei niedrigeren Abgastemperaturen nat, sodaß die Verunreinigungen durch Stickoxide wesentlich verringert werden.
  • -Patentansprüche-

Claims (8)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e U Gasturbinen-Triebwerk, gekennzeichnet durch eine Gasturbine (io) mit einer Gaseinlaßeinrichtung (11) und einer Gasauslaßeinrichtung (15), durch einen Verbrennungsgasgenerator mit einer Einlaßöffnung für komprimierte Luft, mit einer damit in Verbindung stehenden Zuführleitung für die komprimierte Luft und mit einer Auslaßeinrichtung für das Verbrennungsgas, die mit der Gaseinlaßeinrichtung (11) für die Turbine (10) in Verbindung steht, und durch einen Wärmetauscher (19) mit primären und sekundären Kreisläufen (19a, 19b), wobei der primäre Kreislauf mit der Gasauslaßeinrichtung der Turbine (io) in Verbindung steht, während der sekundäre Kreislauf zwischen einer Quelle für ein unter Druck stehendes flüssiges fluides Medium, das während des Durchgangs durch den sekundären Kreislauf durch das Turbinenabgas in dem primären Kreislauf verdampft wird, und eine Vorrichtung schaltbar ist, um das fluide Medium in Dampfform in die Zuführleitung für die komprimierte Luft des Generators einzuspritzen.
  2. 2. urbinen-Triebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das gasförmige fluide Medium Zmpf ist.
  3. 3. Gasturbinell-Triebrerk nach einem der Ansprüche 8 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsgasgenerator ein Freikolben-Gaserzeuger ist
  4. 4. Gasturbinen-Triebwerk, gekennzeichnet durch eine Gasturbine (io) mit einer Gaseinlaßeinrichtung (11) und einer Gasauslaßeinrichtung (15), durch einen Freikolben-Gaserzeuger mit einer Brennkammer, die durch einen Zylinder (21) und die gegenüberliegenden Flächen eines Paars freiwirkender Maschinenkolben (22), die in dem Zylinder (21) bewegbar sind, gebildet wird, durch eine Verbrennungsgasauslaßöffnung für die Brennkammer, die mit der Gaseinlaßeinrichtung (11) der Turbine (10) in Verbindung steht, durch einen Verdichter mit ersten und zweiten Verdichterzylindern, die jeweils einen darin beweglichen Verdichterkolben aufweisen, die zur Durchführung einer Gleitbewegung mit dem jeweiligen Naschinenkolben verbunden sind, durch Verdichterzylinder, die mit einer Lufteinlaßeinrichtung und einer Auslaßeinrichtung für komprimierte Luft versehen sind, wobei die Breflrilcammer eine Einlaßöffnung für komprimierte Luft und eine Vorrichtung (23) aufweist, um einen brennbaren Kraftstoff in die Kammer zu spritzen, durch eine Zuführleitung für komprimierte Luft, die die Auslaßeinrichtung für die komprimierte Luft der Verdichterzylinder mit der Einlaßöffnung für die komprimierte Luft der Brennkammer verbindet, und durch einen Wärmetauscher (19) mit primären und sekundären Kreisläufen (19a, l9b), wobei der primäre Kreislauf mit der Gasauslaßeinrichtung der Turbine (io) in Verbindung steht und der zweite Kreislauf zwischen einer Quelle für ein unter Druck stehendes flüssiges, fluides Medium, das während des Durchgangs durch den sekundären Kreislauf durch das Turbinenabgas in dem primären Kreislauf verdampft wird, und eine Einrichtung schaltbar ist, um das fluide Medium in Dampfform in die Zuführleitung für die kompri mierte Luft einzuspritzen.
  5. 5. Gasturbinen-Triebwerk nach Anspruch 4, dadurch gekenneichnet, daß das gasförmige fluide Medium Dampf ist.
  6. 6. Verfahren zur Verbesserung des Wirkungsgrades eines Gasturbinen-Triebverks mit einer Gasturbine, die eine Gaseinlaßeinrichtung und eine Gasaualaßeinrichtung aufweist, und mit einem Verbrennungsgasgenerator, der eine Einlaßöffnung für komprimierte Luft, eine damit in Verbindung stehende Zuführleitung für komprimierte Luft und eine mit der Gaseinlaßeinrichtung der Turbine in Verbindung stehende Auslaßeinrichtung für das Verbrennungsgas aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Turbine (10) abgegebenen Gase durch einen primären Kreislauf eines Wärmetauschers (19) geführt werden, das ein flüssiges, fluides Medium unter Druck durch einen sekundären Kreislauf des Wärmetauschers (19) in thermischen Kontakt mit dem primären Kreislauf geleitet wird, um das fluide Medium zu verdampfen, und daß das gasförmige fluide Medium in die Zuführleitung für die komprimierte Luft des Verbrennungsgasgenerators eingespritzt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als gasförmiges fluides Medium Dampf verwendet wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß von den Turbinenabgasen wenigstens ein Teil des dem sekundären Kreislauf des Wärmetauschers (19) zugeführten flüssigen fluiden Mediums kondensiert wird.
DE19752506040 1974-01-15 1975-02-13 Gasturbine Pending DE2506040A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CA190,195A CA1013581A (en) 1974-01-15 1974-01-15 Gas turbine power plant with steam injection

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2506040A1 true DE2506040A1 (de) 1976-09-09

Family

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