DE2505670B2 - Beatmungssystem - Google Patents
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Description
35
Die Erfindung betrifft ein Beatmungssystem mit von Patientenwerten gesteuertem Beatmungsgerät
Es ist bekannt, daß eine erfolgreiche Beatmung mit den bekannten Beatmungseinrichtungen, auch wenn sie
meßwertgesteuert sind, nicht nur durch die mechanisehen
Funktionswerte der Einrichtungen und die von dem Patienten bestimmten Or bzw. CO2- Werte erreicht
werden kann. Es muß darüber hinaus auf die durch die Zwangsbeatmung veränderten Verhältnisse im Organismus,
verglichen mit der Spontanatmung, Rücksicht genommen werden.
In einem bekannten volumengesteuerten Beatmungsgerät wird die Einatmungsphase eines jeweiligen
Atemzyklus jeweils dann beendet und die Ausatmungsphase ausgelöst, wenn einem Patienten während der so
Einatmungsphase ein bestimmtes Volumen an Gas zugeführt wurde. Der Patient kann dabei in gewissen
Grenzen die je Zeiteinheit zuströmende Gasmenge beeinflussen. Dazu besitzt das Gerät einen, die
zuströmende Gasmenge messenden Fühler und einen an den Fühler angeschlossenen, das jeweils vom Beginn der
jeweiligen Einatmungsphase dem Patienten zugeführte Atemgasvolumen messenden Integrator. Mit dem
Integrator zusammenwirkende ein Ausatemventii öffnende Mittel treten dann in Tätigkeit, wenn das dem bo
Patienten während der Einatmungsphase zugeführte und gemessene Atemgasvolumen einen bestimmten
eingestellten Wert erreicht hat Das Atemvolumen je Einatmungsphase ist festgelegt die Einatemzeit für
diese Menge wird jedoch vom Patienten bestimmt
Das Beatmungsgerät dieser Ausführung nimmt auf den Lungenzustand selbst keine Rücksicht Es besteht
die mögliche Gefahr, daß bei einer zu geringen Strömungsgeschwindigkeit, bedingt durch Obstruktionen
im Atemweg des Patienten, der Einatemvorgang sich viel zu lange ausdehnt oder wegen zu hohem
Atemwegdruck unterbrochen werden muß und damit der Gesamtrhythmus der Atemfunktion tiefgreifend
gestört wird (DT-PS 21 02 837). Es ist ferner bekannt,
Beatmungsgeräte, die mittels elektronisch steuerbarer
Servo-Ventile eine volumenkonstante Beatmung erreichen,
mit einer Meßwertsteuerung zu versehen. Dabei steuert ein intraarterieller Meßfühler das Beatmungsgerät
entsprechend dem arteriellen COrPartiaMruck des
beatmeten Patienten. Die kontinuierlich in den PcO2-Meßverstärker
einlaufenden, einem jeweiligen arteriellen CO^Partialdruck entsprechenden Spannungen
werden einem Addierverstärker übermittelt der den jeweiligen Spannungswert mit einem über ein Potentiometer
eingestellten Sollwert vergleicht Der Addierverstärker steuert über eis. Verzögerungsglied entsprechend
den Spannungsabweichungen zwischen Soll- und Istwert das Beatmungsgerät Wenn die Spannungsabweichung
zwischen dem Ist- und dem Sollwert gleich Null ist, liefert das Beatmungsgerät dem Patienten eine
am Beatmungsgerät eingestellte Normalatemgasmenge.
Bei der Steuerung dieses Beatmungsgerätes durch den COrPartialdruck, d.h. der Veränderung der
zugeführten Atemgasmenge in Abhängigkeit von dem CO2-Partialdmck im Blut, wird auf den Zustand der
Lunge des Patienten keine Rücksicht genommen. Die aufgrund des COrPartialdruckes sich einstellende
Atemgasmenge wird, ganz gleich, ob sie kleiner oder größer als die eingestellte Normalatemgasmenge ist,
dem Patienten zugeführt Bei einer sich dabei stark vergrößernden Atemgasmenge kann die Lunge über die
Maßen beansprucht werden. Dies ist besonders dann gefährlich, wenn die Lunge aufgrund ihres Zustandes
nicht in ihrer gesamten inneren Struktur voll beaufschlagbar ist, z.B. bei Verschleimung. Ferner nimmt
diese Art der Beatmungssteuerung keine Rücksicht auf den tatsächlichen Sauerstoffgehalt des Blutes, was z. B.
bei »Shunt«-Bildung bei der Durchblutung der Lunge zu Komplikationen führen kann (Anästhesist 22,416—422,
1973).
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Beatmungssystem zu schaffen, das sich jeweils in der Einatmungs- und
Ausatmungsphase dem Lungenzustand anpaßt, so daß eine bestmögliche Gasverteilung bei gleichmäßiger
Dehnung der Lunge erfolgt, der Gasaustausch erleichtert wird und damit insgesamt eine schonende
Beatmung stattfindet Dies beinhaltet auch eine Anpassung des Beatmungsvorganges an plötzliche
Veränderungen der Lungenfunktionswerte innerhalb eines Beatmungszyklus. Ferner soll der Beatmungsvorgang
so gesteuert werden, daß andere Stoffwechselvorgänge (Metabolismus) möglichst wenig beeinträchtigt
werden. Außerdem soll sichergestellt sein, daß das Herzzeitvolumen (Cardiac-Output) nicht unzulässig
niedrige Werte annimmt
Die Erfindung besteht darin, daß das Beatmungssystem
eine Normwerteingabe, ein Lungenfunktionsgerät, das mindestens die Compliance und den Atemwegwiderstand
mehr als einmal pro Ein- und Ausatmungsphase mißt und eine Steuereinrichtung aus einem
Rechenteil und einem Steuerteil, die die entscheidenden Meßwerte auswählt, enthält und daß das Beatmungssystem
im nächsten Teil der Ein- bzw. Ausatmungsphase eine Atemgasmenge liefert, wie sie das Rechenteil aus
den Veränderungen des gerade zurückliegenden Teils der Ein- bzw. Ausatmungsphase ermittelt hat
Die mit dieser Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die mehrfache Anpassung
der physikalischen Beatmungsparameter (u.a. Druck,
Volumen und deren Zeit-Ableitungen) in jeder Ein- und Ausatmungsphase an die Lunge das Beatrrungsmuster
nicht starr, sondern variablel ist und sich den Erfordernissen der Lunge entsprechend einstellt. Die
Lunge wird, da der Atemwiderstand und die lungeneigene
Compliance optimal berücksichtigt werden, gleichmäßig gedehnt Das führt zu einer gleichmäßigen
Gasverteilung und — daraus resultierend — zu einem guten Gasaustausch. Teile der Lunge, die mit den
bekannten festeingestellten Beatmungsgeräten nicht oder nur unvollständig beatmet wurden, tragen jetzt mit
zum Gasaustausch bei Durch diese Anpassung des Beatmungssystems an die Gegebenheiten der Lunge
ergibt sich insgesamt durch Vermeidung von lokalen unphysiologischen Extremwerten der Strömungsgeschwindigkeit
und des Druckes eine schonende Beatmung, z.B. auch bei erhöhtem Atemwiderstand oder
krankhaft veränderter Compliance. Mit dem Gerät nach der Erfindung ist es möglich geworden, auch in
schwierigen, bisher aussichtslosen Fällen eine Beatmung auch über längere Zeiträume hinweg durchführen zu
können.
In Ausbildung der Erfindung enthält das Beatmungssystem ein Blutgasanalysegerät und ein Atemgasanalysegerät,
die an die Steuereinrichtung angeschlossen sind, die die Atemgasmenge und die Atemgaszusammensetzung
beeinflussen.
Die Erweiterung des genannten Beatmungssystems durch ein Blutgasanalysegerät und ein Atemgasanalysegerät
ist vorteilhaft, da es für bestimmte Beatmungsfälle sinnvoll ist, außer den physikalischen Beatmungsparametern
auch die Zusammensetzung des Atemgases den tatsächlichen Erfordernissen des Patienten anzupassen.
So kann es nötig sein, bei sich verschlechterndem Gasaustausch zwischen den Lungenbläschen und dem
Blut den Sauerstoffgehalt des Atemgases zu erhöhen, um den erforderlichen Sauerstoffgehalt im Blut zu
erreichen. Tritt im Verlauf der Beatmung dann eine Besserung ein, wird mit dieser vorteilhaften Ausführung
selbsttätig der Sauerstoffgehalt des Atemgases wieder auf den Ursprungswert zurückgeführt
In weiterer Ausbildung der Erfindung enthält das Beatmungssystem ein Herzzeitvolumen-Meßgerät, das
an die Steuereinrichtung angeschlossen ist die den
Endexpiratorischen-Druck bestimmt
Das ist vorteilhaft um bei einem Absinken des Herzzeitvolumens (Cardiac-Output), wie es bei einer
Beatmung vorkommen kann, durch Änderung des den Alveolarmitteldnick bestimmenden Beatmungsparameters
Endexpiratorischer-Druck kompensierend einzugreifen.
Das Beatmungssystem kann darüber hinaus vorteilhaft durch ein Stoffwechselgrößenanalysegerät ergänzt
sein, das an die Steuereinrichtung angeschlossen ist
Durch Hinzufügen des Stoffwechselgrößenanalysegerätes wird es möglich, durch Änderungen der
Beatmungsparameter den Stoffwechsel des Körpers zu steuern.
In einem Stoffwechselgrößenanalysegerät mit der Möglichkeit zur Messung der Chloridionenkonzentration
im Blut ermöglicht diese Erfindung, daß das Beatmungssystem zwischen einer respiratorisch und
einer metabolisch bedingten Azidose trennt und nach den jeweiligen Patientenbedürfnissen die Beatmungsparameter
steuert
Es kann so eine durch Hypeventilation hervorgerufene respiratorische Azidose durch eine Erhöhung des
Atemminutenvolumens korrigiert werden. Bei einer metabolischen Azidose würden jedoch die gleichen
Änderungen im Atemminutenvolumen zu osmotischen Störungen im Blutplasma führen, was besonders bei
Frühgeborenen zu schweren venösen Gehirnblutungen führen kann.
ίο Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben.
Die Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung das
Blockschaltbild des Beatmungssystems. Das Beatmungssystem besteht aus dem regelbaren Beatmungsgerät
7, das den symbolisch durch ein Rechteck dargestellten Patienten 8 beatmet Dieses Beatmungsgerät
7 erhält seine Soll-Werte für die Beatmungsparameter von der Steuereinrichtung 10, die aus dem
Rechenteil 4 und dem Steuerteil 6 besteht Das Steuerteil 6 wird von dem Rechenteil 4 angesteuert An
das Rechenteil 4 ist ein Blutgasanalysegerät 1, ein Stoffwechselgrößenanalysegerät 2, ein Herzzeitvolumen-Meßgerät
3, ein Lucgenfunktions-Meßgerät 5 und ein Atemgasanalyse-Meßgerät 11 angeschlossen. Diese
Meßgeräte erhalten ihre Meßwerte direkt vom Patienten 8. Außerdem liefert eine Normwerteingabeeinheit
12 an das Rechenteil 4 die bei einem gesunden Menschen zu erwartenden Normwerte. An das Steuerleil
6 ist die Sollwerteingabeeinheit 9 angeschlossen; sie
gibt die vom Arzt gewünschten Sollwerte an das Steuerteil 6.
Das Beatmungssystem arbeitet wie folgt:
Das Beatmungsgerät 7 wird von dem Steuerteil 6 mit den Sollwerten der Beatmungsparameter angesteuert Es beatmet den Patienten 8 zunächst mit einer bestimmten Atemgasmenge A, die kleiner ist als die in der Ein- bzw. Ausatmungsphase zu liefernde Gesamtatemgasmenge G (Tidalvolumen). Das Lungenfunktions-Meßgerät 5 ermittelt dabei die Compliance der Lunge und den Atemwegwiderstand des Patienten 8. Diese Werte werden von dem Lungenfunktions-Meßgerät 5 an das Rechenteil 4 weitergegeben, dort gespeichert und mit den in der vorhergehenden Einbzw. Ausatmungsphase bereits gespeicherten Werten der Compliance und des Atemwiderstandes zusammen verwendet und neue Soliwerte für die Beatmungsparameter der nächsten Atemgasmenge berechnet Die neuen Sollwerte werden vom Steuerteil 6 dem Beatmungsgerät 7 gegeben.
Das Beatmungsgerät 7 wird von dem Steuerteil 6 mit den Sollwerten der Beatmungsparameter angesteuert Es beatmet den Patienten 8 zunächst mit einer bestimmten Atemgasmenge A, die kleiner ist als die in der Ein- bzw. Ausatmungsphase zu liefernde Gesamtatemgasmenge G (Tidalvolumen). Das Lungenfunktions-Meßgerät 5 ermittelt dabei die Compliance der Lunge und den Atemwegwiderstand des Patienten 8. Diese Werte werden von dem Lungenfunktions-Meßgerät 5 an das Rechenteil 4 weitergegeben, dort gespeichert und mit den in der vorhergehenden Einbzw. Ausatmungsphase bereits gespeicherten Werten der Compliance und des Atemwiderstandes zusammen verwendet und neue Soliwerte für die Beatmungsparameter der nächsten Atemgasmenge berechnet Die neuen Sollwerte werden vom Steuerteil 6 dem Beatmungsgerät 7 gegeben.
so Je kleiner das Verhältnis der Atemgasmenge A zur
Gesamtatemgasmenge G ist um so häufiger wird das Lungenfunktions-Meßgerät 5 die Werte für die
Compliance und den Atemwegwiderstand an das Rechenteil 4 liefern und um so besser wird die
Beatmung den tatsächlichen Erfordernissen der Lunge angepaßt Eine theoretische obere Grenze der Häufigkeit
wird durch den Atemgasweg von dem Beatmungsgerät 7 zu den Alveolen der Patientenlunge und der
Schallgeschwindigkeit im Atemgas bestimmt Das
w> Blutgasanalysegerät 1 bezieht seine Meßwerte von dem
Patienten 8 und analysiert das Blut auf seine Gasanteile und seinen Säure-Basengehalt Die ermittelten Blutgasmeßwerte
werden an das Rechenteil 4 geliefert Gleiches geschieht mit den Meßwerten aus dem
t>> Atemgasanalysegerät 11. Im Rechenteil 4 werden die
Meßwerte aus beiden Analysegeräten 1 und 11 nach Vergleich mit den für den Patienten zu erwartenden
Normwerten aus der Normwerteingabeeinheit 12
überprüft, aus den Werten berechnet das Rechenteil 4 Steuersignale für das Steuerteil 6. Das Steuerteil 6
ermittelt aus den von dem Arzt in der Sollwerteingabeeinheit 9 eingegebenen gewünschten Werten der
Blutgasanalyse eigene Werte und vergleicht diese mit den von dem Rechenteil 4 gelieferten Steuersignalen.
Entsprechend den Abweichungen werden die Beträge der Steuersignale, die aus dem Rechenteil 4 an das
Steuerteil 6 kommen, vergrößert oder verringert. Damit gelangen die hinsichtlich der Compliance, des Atem-Wegwiderstandes
und der Blut- und Atemgasanalyse berechneten Sollwerte für die Beatmungsparameter an
das Beatmungsgerät 7. Die Sollwerte bestimmen nicht nur die Atemgasmengen, sondern auch die Atemgaszusammensetzung.
!
Auch das Herzzeitvolumen-Meßgerät 3 bezieht seine Meßwerte vom Patienten 8 und liefert an das Rechenteil
4 ein Signal, das dem Herzzeitvolumen proportional ist Im Rechenteil 4 wird dieses Signal für das Herzzeitvolumen
mit dem Normwert aus der Normwerteingabeeinheit 12 verglichen. Ändert sich das Verhältnis durch
Änderung des Herzzeitvolumens, dann wird im Rechenteil 4 das Signal des Alveolarmitteldrucke:
entstanden aus den Signalen des Lungenfunktions-Meß gerätes 5 und des Atemgasanalysegerätes II, mit den
Signal aus dem Herzzeitvolumen-Meßgerät 3 korrelier Ist die Änderung des Herzzeitvolumens auf ein
entsprechende Änderung des Alveolarmitteldrucke zurückzuführen, dann entsteht im Rechenteil 4 eil
Steuersignal, es wird an das Steuerteil 6 weitergegeber Entsprechend diesem Steuersignal wird im Steuerteil 1
der Sollwert für den Beatmungsparameter Endexpirato rischer-Druck geändert und an das Beatmungsgerät'
weitergegeben.
Das Stoffwechselgrößenanalysegerät 2, das seim
Meßwerte direkt vom Patienten 8 bezieht, gibt seim Stoffwechselgrößenwerte an das Rechenteil 4 weitei
Im Rechenteil 4 werden sie mit den Normwerten aus de Normwerteingabeeinheit 12 verglichen. Aus der Abwei
chung ermittelt das Rechenteil 4 Steuersignale für da Steuerteil 6. Die an das Beatmungsgerät 7 weiterzuge
benden Sollwerte beeinflussen die Beatmungsparame ter in vorgegebenen Grenzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Beatmungssystem mit von Patientenwerten gesteuertem Beatmungsgerät, dadurch gekennzeichnet,
daß das Beatmungssystem eine Normwerteingabeeinheit (12), ein Lungenfunktions-Meßgerät
(5), das mindestens die Compliance und den Atemwiderstand mehr als einmal pro Ein- und
Ausatmungsphase mißt, und eine Steuereinrichtung (10) aus einem Rechenteil (4) und einem Steuerteil
(6), die die entscheidenden Meßwerte auswählt, enthält, und daß das Beatmungssystem im nächsten
Teil der Ein- bzw. Ausatmungsphase eine Atemgasmenge liefert, wie sie das Rechenteil (4) aus den
Veränderungen des gerade zurückliegenden Teils der Ein- bzw. Ausatmungsphase ermittelt hat
2. Beatmungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Blutgasanalysegesät (1)
und «in Atemgasanalysegerät (11) enthält, die an die
Steuereinrichtung (10) angeschlossen sind, die die Atemgasmenge und die Atemgaszusammensetzung
beeinflussen.
3. Beatmungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Herzzeitvolumen-Meßgerät
(3) enthält, das an die Steuereinrichtung (10) angeschlossen ist, die den Endexpiratorischen-Druck
bestimmt
4. Beatmungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Stoffwechselgrößenanalysegerät
(2) enthält, das an die Steuereinrichtung (10) angeschlossen ist
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8235 | Patent refused |