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Schaltungsanordnung für Steuermatrizen von Koppelvielfachen in Fernineldeanlagen,
insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung
für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprecn-çernittlungsanlagen, mi+ in Zeilen
und Spalten koordinatenförmig aus Zeilenzuleitungen und Spaltenzuleitungen aufgebauten
Steuermatrizen, in denen an den Kreu7ungspunkten je ein einzeln mit wenigsteins
einem der Entkopplung dienenden Kreuzpunktgleichrichter in Reihe geschaltetes und
durch Markierung je einer Zeile und je einer Spalte wahlweise steuerbares Schaltelement
vorgesehen ist, und in denen die Zeilenzuleitungen einerseits und die Spaltenzuleitungen
andererseits im Ruhezustand Potentiale führen, die über pro Zeilenzuleitung und
pro Spaltenzuleitung einzeln vorgesehene Hilfswiderstände oder in einem der beiden
Fälle auch ohne Hilfswiderstände von einer Sperrspannungsquelle her an die Zeilenzuleitungen
und an die Spaltenzuleitungen angelegt sind, und durch die die Kreuzpunktgleichrichter
in Sperrichtung beansprucht werden.
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Eine derartige Schaltungsanordnung ist durch die deutsche Patentschrift
1 162 883 bereits bekannt. Ein Problem in derartigen Schaltungsanordnungen ist die
Überwachung der Ereuzpunktgleichrichteran den Kreuzungspunkten jeder der Zeilenzuleitungen
und jeder der Spaltenzuleitungen auf Verlust der Sperreigenschaft.
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Durch die DT-AS 1 954 910 ist es bereits bekannt, nach Markierung
eines Rreuzpunktes vor einer Betätigung des betreffenden
Kreuzpunktrelais
zu prüfen, ob sämtliche Entkopplungsgleichrichter in der jeweils markierten Spalte
ihre Sperreigenschaft behalten haben. Die Über.fachwng der Kreuzpunktgleichrichter
einer Steuermatrix auf Beibehaltung bzw. Verlust der Sperreigenschaft ist in diesem
bekannten Falle also auf jeweils die markierte Spalte beschränkt. Diese Schaltungsanordnung
bedient sich einer Spannungsmessung in dem Zeitraum, in dem lediglich die betreffende
Spalte markiert ist. Mit dieser Anordnung ist es also leaiglich möglich, bei Kurzschluss
eines'KreuzDuntgleichrichters diesen unter der Voraussetzung aufzufinden, dass auch
die betreffende Spalte markiert wird, in der er liegt. Liegt dagegen ein defekt
gewordener Kreuzpunktgleichrichter in einer anderen als der markierten Spalte, so
kann er nicht erkannt werden. Wenn es sich nun bei der betreffenden Steuermatrix
um die Steuermatrix eines Koppelvielfaches einer ersten Koppelstufe handelt und
die Spalten des Koppelvielfaches den Teilnehmern zugeordnet sind und der betreffende
Teilnehmer über längere Zeit hin weder Verbindungen selbst herstellt noch angerufen
wird, kann es vorkommen, dass ein solcher Defekt eines Kreuzpunktgleichrichters
über längere Zeit hin nicht erkannt wird. Obwohl nun in einem solchen Falle ein
defekt gewordener Kreuzpunktgleichrichter in einer Spalte liegt, die längere Zeit
nicht markiert wird, die also ungleich ist mit den regelmässig markierten Spalten,
wird sich der Defekt eines Kreuzpunktgleichrichters in jener nicht markierten Spalte
bei Markierung anderer Spalten als ein Funktionsfehler auswirken. Deshalb ist es
erforderlich, bei der Überwachung von Steuermatrizen von Koppelvielfachen auf Kurzschlüsse,
insbesondere auf Kurzschlüsse von der Entkopplung dienenden Kreuzpunktgleichrichtern,
immer die gesamte Matrix zu erlassen.
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Rei einer gemeinsamen und gleichzeitigen Überwachung sämtlicher Kreuzpunktgleichrichter
einer Matrix mittelsiiner
Sber-.zachungseinrichtung besteht das
Problem der Unterscheidbarkeit eines aufgrund inneren Kurzschlusses eines Kreuzpunktgleichrichters
hervorgerufenen Fehlerstromes von der Summe der Sperrströme, die im störungslosen
Ubel-zachungszustand der Matrix parallel durch sämtliche Kreuzpunktgleichrichter
bei Beibehalt ihrer Sperrwirkung in Sperrrichtung fliesst. Für die Erfindung besteht
deshalb die Aufgabe, die der Entkopplung dienenden Kreuzpunktgleichrichtew einer
Matrix auf Verlust ihrer Sperrwirkung mittels einer gemeinsamen Einrichtung zu überwachen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass an die Zeilenzuleitungen
bzw. Spaltenzuleitungen eine ihnen gemeinsame der Erkennung des Verlustes der Sperreigenschaft
von Kreuzpunktgleichrichtern dienende Überwachungseinrichtung über einzeln pro Zeilenzuleitung
bzw. Spaltenzuleitung vorgesehene Entkopplungsgleichrichter angeschaltet ist, dass
diese Entkopplungsgleichrichter einerseits sperrend wirken für ein Spannungsgefälle
zwischen dem im Ruhezustand auf den Zeilenzuleitungen bzw. Spaltenzuleitungen vorhandenen
Potential und einem Vergleichspotentia-l der Uberwachungseinrichtung, andererseits
aber durchlässig sind für ein Spannungsgefälle zwischen diesem Vergleichspotential
und einem solchen Potential an einer Zeilenzuleitung bzw.
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Spaltenzuleitung, das sich bei Verlust der Sperreigenschaft eines
der KreuzpunAtgleichrichter an dieser Zeilenzuleitung aufgrund der Spannungsabfälle
an dem Hilfswiderstand der betreffenden Zeilenzuleitung bzw. der betreffenden Spaltenzuleitung
und an dem zwischen ihnen liegenden Schaltelement einstellt.
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Erfindungsgemäss ist also anstatt einer Überwachung der Sperrströme
aller Kreuzpunktgleichrichter der Matrix eine Überwachung dahingehend vorgesehen,
dass geprüft wird, ob auf einer der Zeilenzuleitungen bzw. Spaltenzuleitungen eine
Potentialänderung eintritt, die nur bei innerem Eurzschluss eines der Kreuzpunktgleichrichter
vorkommen kann.
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Mittels Anschlusses der Überwachungseinrichtung über die genannten,
Entkopplungsgleichrichter kann die Uberwachungseinrichtung eindeutig zwischen einerseits
einen aufgrund Kurzschlusses eines Kreuzpunktgleichrichters fliessenden Fehlerstrom
von der Summe aller bei störungsfreiem Zustand der Kreuzpunktgleichrichter der Matrix
fliessenden Sperrströme unterscheiden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nur im
wesentlich zu ihrem Verständnis beitragenden Bestandteilen dargestellt, worauf sie
jedoch keineswegs beschränkt ist.
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Die dargestellte Steuermatrix dient als Einstellnetzwerk für ein Koppelvielfach.
Dieses Koppelvielfach weist n nicht dargestellte Zeilenleitungen und m nicht dargestellte
Spaltenleitungen auf. Dementsprechend sind laut Zeichnung n Zeilenzuleitungen zz1
bis zzn für die Einschaltung der Koppelrelaiswicklungen vorgesehen. Den m Spalten
entspricht die doppelte Anzahl von Spaltenzuleitungen. Jeder Spalte sind also zwei
Spaltenzuleitungen zugeordnet, z.B. der ersten Spalte der Koppelreiais Kil bis Kn1
die Spaltenzuleitungen sei und sir1. Die Spaltenzuleitungen sei bis sem dienen der
Einstellung der bistabilen polarisierten Koppelrelais Kil bis Knm, während die Spaltenzuleitungen
sri bis srm der Rückstellung der Koppelrelais dienen.
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Die Zeilenzuleitungen zzl bis zzn sind mit den Mittelfedern von als
Umschaltekontakte ausgebildeten Zeilenmarkierkontakten z1 bis zn einzeln verbunden.
Die Spaltenzuleitungen sind ebenfalls mit den Mittelfedern von als Umschaltekontakte
ausgebildeten Spaltenmarkierkontakten 7s7 bis lsm und 251 bis. 2sm einzeln verbunden.
Die Ruheseiten aller Zeilenmarkierkontakte sind gemeinsam an eine Steuerleitung
ul angeschaltet. Die Arbeitsseiten aller Zeilenmarkierkontakte sind gemeinsam an
eine Steuerleitung u2 angeschaltet.
Diese Steuerleitungen sind zu
einer Steuereinrichtung ST geführt.
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Die Arbeitsseiten aller derjenigen Spaltenmarkierkontakte, deren Mittelfedern
mit den der Koppelrelaiseinstellung dienenden Spaltenzuleitungen sel bis sem verbunden
sind - also die Spalterimarkierkontakte lsl bis Isin - , sind gemeinsam an eine
Steuerleitung u3 angeschaltet. Die Ruheseiten derjenigen Spaltenmarkierkontakte
2s1 bis 2sm, deren Mittelfdern mit den der Koppelrelaisrückstellung dienenden Spaltenzuleitungen
srl bis srm verbunden sind - also die Spaltenmarkierkontakte 2s1 bis 2sm - , sind
gemeinsam an eine Steuerleitung u5 angeschaltet. Die Arbeitsseiten der letztgenannten
Spaltenmarkierkontakte sind gemeinsam an eine Steuerleitung4 angeschaltet. Auch
diese drei Steuerleitwlgen u3, u4 und u5 sind in die Steuereinrichtung ST geführt.
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Sämtliche Spaltenzuleitungen sel bis srm sind über relativ hochohmige
Hilfswiderstände Real, Rpl bis Rem, Rpm mit dem negativen bzw. positiven Pol einer
Sperrspannungsquelle verbunden, deren spannungssymmetrischer Mittelpunkt Erdpotential
führt. Diese Massnahme entspricht dem Gegenstand des deutschen Patentes 1 162 883.
Durch die über die Hilfswiderstände auf den Spaltenzuleitungen wirksamen Sperrpotentiale
der Sperrspannungsquelle sind im Ruhezustand der Steuermatrix, also im Ruhezustand
der Zeilen- und Spaltenmarkierkontakte, sämtliche der Entkopplung dienenden Kreuzpunktgleichrichter
Gels, Gpll bis Genm, Gpnm in Sperrrichtung beansprucht.
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Zur Herstellung einer Verbindung über eine Zeilenleitung und eine
Spaltenleitung eines Koppelvielfaches muss zunächst dafür gesorgt werden, dass in
der betreffenden Zeile und in der betreffenden Spalte kein anderes bistabiles polarisiertes
Koppelrelais mehr eingestellt ist. Das kann ohne weiteres der Fall sein, weil in
derartigen aus Koppelvielfachen
mit bistabilen polarisierten Relais
aufgebauten Koppelfeldern nach Auslösung einer Verbindung die für sie eingestellten
Koppelrelais zunächst eingestellt bleiben und erst bei einer neuerlichen Verbindungsherstellung
über die entsprechende Zeilenzuleitung und Spaltenzuleitung rückgestellt werden
(vgl. DBP 1 762 055, ferner DT-OS 2 415 474, Seite 2, Zeile 18 ff). Es müssen also
zur Einstellung eines Koppelrelais zunächst alle Koppelrelais, die derselben Zeile
angehören, und alle Koppelrelais, die derselben Spalte angehören, eine Rückstellerregung
erhalten. Hierzu werden von der Steuereinrichtung ST in vorgegebener Schaltfolge
nacheinander die Kontakte 13 bis 44 geschlossen.
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Es sei angenommen, dass der Zeilenmarkierkontakt zl und die ein- und
demselben Relais angehörenden Spaltenmarkierkontakte 1s2 und 2s2 betätigt sind.
Demnach soll das Koppelrelais K12 eingestellt werden. Folglich müssen aber zuvor
alle Koppelrelais K11 bis Klm und K12 bis Kn2 rückgestellt werden.
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Von der Steuereinrichtung ST werden zuerst die Kontakte 13 und 14
geschlossen. Über die Ruheseiten der Spaltenmarkierkontakte 2s1 bis 2sm mit Ausnahme
des betätigten Spaltenmarkierkontaktes 2s2 und über die Gleichrichter Gzl bis Gzm
mit Ausnahme des Gleichrichters Gz2 gelangt Erdpotential über die weiteren Gleichrichter
Gpll bis Gpnm mit Ausnahme der Gleichrichter Gpl2 bis Gpn2 zu allen Koppelrelais
K11 bis Knm mit Ausnahme der Koppelrelais K12 bis Kn2. Dadurch kann sich des bis
dahin an den Mittelfedern der genannten Spaltenmarkierkontakte über die Hilfswiderstände
Rpl bis Rpm anliegende positive Sperrpotential nun nicht mehr auswirken. Über den
Kontakt 13 und die geschlossene Arbeitsseite des Zeilenmarkierkontaktes zl gelangt
Pluspotential zu allen Koppel-.
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relais XII bis Klm. Über diese Koppelrelais und über die in Durchlassrichtung
beanspruchten Gleichrichter Gpl7 bis Gplm mit Ausnahme des Koppelrelais K12 und
des Gleichrichters Gp12
fliesst nun während der Schliessungszeit
der Kontakte 13 und 14 ein Rückstellstrom. Von den genannten Relais kehren diejenigen,
die eingestellt waren-, in ihre Ruhelage zurück.
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Die Schliessungszeit der Kontakte 13 und 14 ist so bemessen, dass
sie mit Sicherheit zur Koppelrelaisrückstellung ausreicht.
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Nachdem die Steuereinrichtung ST die Kontakte 13 und 14 wieder geöffnet
hat, schliesst sie die Kontakte 23 und 248 Nun gelangt Erdpotential über die Steuerleitung
u4, die geschlossene Arbeitsseite des Spaltenmarkierkontaktes 2s2 und die Gleichrichter
Gp12 bis Gpn2 zu allen Koppirelais K12 bis Kn2. Pluspotential gelangt über die Arbeitsseite
des Kontaktes 23, die Steuerleitung u1 und d r e Ruheseiten der nicht betätigten
Zeilenmarkierkontakte und über alle Zeilenzuleitungen mit Ausnahme der Zeilenzuleitung
zz1 zu allen Koppelrelais mit Ausnahme der Koppelrelais Kf1 bis Klm. Die Koppelrelais
der zweiten Spalte erhalten mit Ausnahme des Koppelrelais K12 Rückstellerregung.
Sofern eines von ihnen noch eingestellt war, wird es rückgestellt.
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Die Steuereinrichtung ST öffnet nun wieder die Kontakte 23 und 24
und schliesst stattdessen die Kontakte 33 und 34.
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Über diese Kontakte, die Steuerleitungen u2 und u4, die Arbeitsseiten
des Zeilenmarkierkontaktes z1 und des Spaltenmarkierkontaktes 2s2 und über den Gleichrichter
Gp12 fliesst ein Rückstellstrom durch das KoppelrPlais K12. Sofern es bis dahin
noch eingestellt war, wird es rückgestellt. -Es ist möglich, die vorsorgliche Rückstellung
des nachher einzustellenden Koppelrelais zugleich mit der Rückstellung aller Relais
einer Zeile oder zugleich mit der Rückstellung aller Relais einer Spalte vorzunehmen.
Ebenso ist es auch möglich, die vorsorgliche Rückstellung des nachher einzustellenden
Koppelrelais überhaupt zu unterlassen. Durch jede dieser drei Nassnahmen liesse
sich der aus insgesamt vier
Schaltvorgängen bestehende Einstellvorgang
eines Koppelrelais auf drei Schaltvorgänge reduzieren.
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Nachdem die Steuereinrichtung ST wieder ihre Kontakte 33 und 34 geöffnet
hat, schliesst sie jetzt die Kontakte 43 und 44. Minuspotentlal gelangt über den
Kontakt 43, die Steuerleitung u2, die Arbeitsseite des betätigten Zeilenmarkierkontaktes
z1 und über die Zeilenzuleitung zzl zum Koppelrelais K12. Erdpotential gelangt über
den Kontakt 44, die Steuerleitung u3, die Arbeitsseite des betätigten Spaltenmarkierkontakges
1s2, die Spaltenzuleitung se2 und über den Gleichrichter Ge12 ebenfalls zum Koppelrelais
K12. Das Koppelrelais K12 erhält nun einen Einstellstromstoss, der durch Öffnen
der Kontakte 43 und 44 wieder beendet wird. Da die Koppelrelais als Haftrelais ausgebildet
sind, behält das Koppelrelais K12, nachdem es seine Arbeitslage eingenommen hat,
dieselbe bei. Über seine nicht gezeigten Kontakte schaltet es die der Zeilenzuleitung
zzl entsprechende Zeilenleitung und die den Spaltenzuleitungen se2 und sr2 entsprechende
Spaltenleitung zusammen. Auf diese Weise werden Verbindungen inden Koppelvielfachen
des Koppelfeldes durchgeschaltet.
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Nachdem nun zuvor im einzelnen die Rückstellvorgänge (Putzen) und
die Einstellvorgänge zur Betätigung der Koppelrelais beschrieben wurden, soll anschliessend
die erfindungsgemässe Überwachung der in der Steuermatrix verwendeten, der inneren
Entkopplung der Steuermatrix dienenden Kreuzpunktgleichrichter erläutert werden.
Im Ruhezustand der in der Zeichnung dargestellten Schaltungsanordnung sind an die
Zeilenzuleitungen und Spaltenzuleitungen der Steuermatrix z.B. über die Hilfswiderstände
Rel bis Rpm und über die Ruheseite des Kontaktes 23 Potentiale einer Sperrspannungsquelle
angeschaltet, durch die die Matrixgleichrichter in Sperrichtung beansprucht sind.
Über die Ruheseite des Umschaltekontaktes 23, dessen Funktionsweise
bereits
beschrieben wurde, über die Steuerleitung ul und über die Ruheseiten der Zeilenmarkierkontakte
zl bis zn liegt an sämtlichen Zeilenzuleitungen zz1 bis zzn ErdpotentiaI.
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An den Spalteneinstelleitungen sel bis sem liegt im Ruhezustand der
Steuermatrix negatives Sperrpotential. An den Spaltenrückstelleitungen srl bis szm
liegt im Ruhezustand der Steuermatrix positives Sperrpotential. Durch diese an den
Zeilenzuleitungen und den Zeileneinstell- und den Spaltenrückstelleitungen wirksamen
Sperrpotentiale sind sämtliche Entkopplungsgleichrichter Gell bis Gpnm in Sperrrichtung
beansprucht.
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Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind Messanordnungen Me und
Np einerseits über die zusammengefassten Ruheseiten aller Spalteneinstellmarkierkcntakte
1s1 bis lsm, Entkopplungsgleichrichter Gel bis Gem und die Steuerleitung, u7 und
andererseits über die ebenfalls zusammengefassten Ruheseiten der Spaltenrückstellmarkierkontakte
2s1 bis 2sm, Entkopplungsgleichrichter Gpl bis Gpm und über eine Steuerleitung u6
mit den Spalteneinstellleitungen und den Spaltenrückstelleitungen verbunden. Die
Zeilenmarkierkontakte und die Spaltenmarkierkontakte dienen zugleich als Schalter
zur Fehlerlokalisierung. Die Messanordnungen Mp und Me dienen sowohl zur Übert,rachung
der Steuermatrix im Ruhezustand, um auftretende Fehler der Kreuzpunktgleichrichter
in Form von Stromdurchlässigkeit in Sperrichtung zu erkennen, als auch als Prüfschalteinrichtungen
bei der Fehlerlokalisierung.
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Zunächst wird die Überwachungsfunktion der Messanordnungen Me und
Mp erläutert. Im Ruhezustand, wenn also alle Markierkontakte und alle Steuerkontakte
die Ruhelage einnehmen, gelangen positives und negatives Sperrpotential über die
Hilfswiderstände Rel bis Rpm auf alle Spaltenzuleitungen sel bis srms Dadurch sind
die der Entkopplung dienenden Kreuzpunktgleichrichter in der Matrix sämtlich in
Sperrichtung
beansprucht, Bekanntlich ist der SperrYJiderstand
dieser Gleichrichter zwar relativ hoch, jedoch endlich. Infolgedessen fliesst über
die Hilfswiderstände Rel, Rp1, bis Rem, Rpm im Ruhezustand ein Strom, der im wesentlichen
durch die Höhe der Sperrspannung, den Sperrwiderstand der Kreuzpunktgleichrichter
und durch die Anzahl der Zeilen der betreffenden Steuermatrix bestimmt ist. Der
in jedem der Hilfswiderstände fliessende Sperrstrom jeweils mehrerer Kreuzpunktgleichrichter
ruft einen Spannungsabfall hervor, der höchstens einen kleinen Bruchteil der Sperrspannung
beträgt, z.B. ein Fünftel der Sperrspannung. An den Spaltenzuleitungen der Matrix
sind also im Ruhezustand Teilpotentiale wirksam, die sich geringfügig von den Sperrpotentialen
der Sperrspannungsquelle unterscheiden. Die zwischen-den Spalteneinstelleitungen
und den Spaltenrückstelleitungen jeweils wirksame und die Kreuzpuriktgl e ichrichter
der Steue rmatrix jeweils in Sperrichtung beanspruchende Spannung ist also kleiner
als die an den Hilfswiderständen direkt anliegende Sperrspannung.
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Die Messanordnungen Me und Mp sind über die Entkopplungsgleichrichter
Gel bis Gem und Gpl bis Gpm im Ruhezustand mit den Spalteneinstelleitungen und den
Spaltenrückstellleitungen verbunden. Die Messanordnungen vergleichen die auf den
Spalteneinstelleitungen und den Spaltenrückstellleitungen im Ruhezustand wirksamen
Potentiale jeweils mit einem eigenen Vergleichspotential. Das Vergleichspotential
der Messanordnung Me ist negativ und liegt hinsichtlich seines auf Erdpotential
bezogenen Absolutwertes unterhalb des auf den Spalteneinstelleitungen im Ruhezustand
wirksamen Potential. Hierbei sind die äussersten Toleranzgrenzen sämtlicher beteiligten
Bauteile berücksichtigt. Das Vergleichspotential der Messanordnung Mp ist positiv.
Der ebenfalls auf Erdpotential bezogene Absolutwert des Vergleichspotentials
liegt
ebenfalls unterhalb des auf den Spaltenrückstellleitungen im Ruhezustand wirksamen
Potentials. Ebenfalls sind hierbei die äussersten Toleranzgrenzen sämtlicher beteiligten
Bauteile berücksichtigt.
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Aufgrund der zuvor beschriebenen Bemessung der Vergleichspotentiale
der Messanordnungen Me und Mp sind ihre Zuleitungen u6 und u7 im Ruhezustand stromlos,
sofern keiner der Kreuzpunktgleichrichterder Steuelmatrix defekt ist.
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Die grosse Anzahl der durch die einzelnen Kreuzpunktgleichrichter
im Ruhezustand in Sperrichtung fliessenden Sperrströme fliest über die Hilfswiderstände
Rel bis Rpm. Über die Messanordnungen fliesst kein Sperrstrom im Ruhezustand der
Matrix.
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Es sei nun angenommen, dass der Kreuzpunktgleichrichter Ge12 in Sperrichtung
stromdurchlässig wird. Bereits im Ruhezustand liegt Erdpotential auf der Zeilenzuleitung
zzl. Es fliesst ein Fehlerstrom über folgenden Stromkreis: Erde, 23, u1, z1, zzl,
K12, Ge12, se2, Re2,.
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1s2,Ge2,u7,Me Der über die Messanordnung Me fliessende Teilstrom
kommt dadurch zustande, dass der Wicklungswiderstand des Relais K12 relativ klein
ist gegenüber dem Widerstandswert des Hilfswiderstandes Re2, und dass infolgedessen
das auf der Spalteneinstelleitung se2 in diesem Fehlerfall wirksame Potential hinsichtlich
seines auf Erdpotential bezogenen Absolutwertes unter das Vergleichspotential der
Messanordnung Ne absinkt, und dass infolgedessen der Gleichrichter Ge2 stromdurchlässig
wird.
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Die Messanordnungen führen also nur im Fehlerfall Strom. Sie
brauchen
deshalb also nicht zwischen der Höhe des Gesamtsperrstromes sämtlicher Kreuzpunktgleichrichter
der Steuermatrix einerseits und diesem Gesamtsperrstrom plus Fehlerstrom andererseits
zu unterscheiden (vgl. Patentanmeldung VPA. 74/6172), sondern unterscheiden lediglich
die Schaltzustände Stromlosigkeit und Fehlerstrom (entsprechend den im Fehlerfall
gegebenen Potentialverhältnissen).
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Im Fehlerfall registriert die Messanordnung Me den Fehlerstrom und
meldet die Tatsache, dass ein Koppelpunktdefekt eingetreten ist, an die Steuereinrichtung
ST. Die Steuereinrichtung erkennt daran, dass die Messanordnung Me und nicht die
Messanordnung Mp reagiert, dass einer der mit den Spalteneinstelleitungen sel bis
sem verbundenen Kreuzponktgleichrichter in Sperrichtung stromdurchlässig geworden
ist. (Entsprechendes gilt bei Defekt eines der mit einer der Spaltenrückstelleitungen
verbundenen Kreuzpunktgleichrichter.) Aufgrund dessen beginnt die Steuereinrichtung
ST mit einem Prüfvorgang. Sie betätigt einzeln nacheinander die nichtgezeigten Spaltenmarkierrelais,
die die Spaltenmarkierkontakte 1s1 bis 2sm tragen. Sofern pro Spalte zwei SpaltOenmarkier
relais vorgesehen sind, und zwar eines für die Koppelrelaiseinstellung und das andere
für die Koppelrelaisrückstellung, kann man die Anordnung so ausbilden, dass dne
Steuereinrichtung ST in diesem zuvor angegebenen Fehlerfalle lediglich die der Koppelrelaiseinstellung
dienenden Spaltenmarkierkontakte 1s1 bis lsm betätigt.
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Zur Fehlerlokalisierung wird zunächst der Spalteneinstellmarkierkontakt
1s1 betätigt. Dadurch wird der obige Stromkreis nicht beeinträchtigt und der Stromfluss
in der Messanordnung Me nicht verändert. Daraufhin wird der Spalteneinstellmarkierkontakt
1s1 wieder in seine Ruhelage gebracht und der Spalteneinstellmarkierkontakt 1s2
betätigt. Dadurch wird der Stromkreis 2 unterbrochen. Die Messanordnung Me
wird
stromlos. Daran erkennt die Steuereinrichtung ST, dass der eingetretene Koppelpun'uStdefekt
in der zarten Spalte liegt. Die Steuereinrichtung ST bringt den Spalteneinstellmarkierkontakt
1s2 danach wieder in seine Ruhelage.
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Durch Zurückversetzung des Spalteneinstellmarkierkontaktes 1 s2 in
seine Ruhelage wird der Fehlerstromkreis wieder geschlossen und die Messanordnung
Ne wieder stromführend. Daraufhin betätigt die Steuereinrichtung ST nacheinander
die Zeilenmarkierkontakte z1 bis zn. Bereits bei Betätigung des Zeilenmarkierkontaktes
z1 wird der Fehlerstromkreis wieder unterbrochen.
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Daran erkennt die Steuereinrichtung ST, dass der aufgetretene Gleichrichterdefekt
in der ersten Zeile liegt.
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Anhand der bei der zuvor beschriebenen Fehlerlokalisierung erfolgten
Betätigung der Kontakte 1s2 und z1 und anhand der Reaktion der Messanordnung Me
erkennt die Steuereinrichtung ST, dass der eingetretene Gleichrichterdefekt den
Entkopplungsgleichrichter Ge12 betrifft.
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In entsprechender Weise wird auch ein Gleichrichterdefekt einer der
mit den Spaltenrückstelleitungen verbundenen Entkopplungsgleichrichter Gp11 bis
Gpnm erkannt und lokalisiert. In diesem Falle reagiert die Messanordnung Mp. - Es
sei auch noch auf die MöglichReit hingewiesen, die beschriebenen Vorgänge der einerseits
auf die Zeilen und andererseits auf die Spalten bezogenen Vorgänge der Fehlerlokalisierung
gleichzeitig abzuwickeln.
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Unter Bezugnahme auf das DBP 1 762 055,, insbesondere Fig. 5 nebst
Beschreibung, sei noch auf die Möglichkeit hingewiesen, dass sich die Steuermatrizen
mehrerer Koppelvielfache auch vereinigen und gemeinsam mittels ein und derselben
Steuereinrichtung steuern lassen. In diesem Falle ist in die Steuerleitung ul ein
pro Koppelvielfach vorzusehender zusätzlicher Markierkontakt einzufügen, der bei
der spaltenweisen Rückstellung
der Koppelrelais dazu dient, dass
diese Rückstellung immer nur auf die Koppelrelais einer Spalte und jeweils immer
nur eines einzigen Koppelvielfaches beschränkt bleibt. In Bezug auf diese Möglichkeit
erforderliche weitere schaltungstechnische Massnahmen sind zum Verständnis der Erfindung
nicht erforderlich und werden deshalb hier nicht im einzelnen beschrieben.
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5 Patentansprüche 1 Figur