DE259256C - - Google Patents
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- DE259256C DE259256C DENDAT259256D DE259256DA DE259256C DE 259256 C DE259256 C DE 259256C DE NDAT259256 D DENDAT259256 D DE NDAT259256D DE 259256D A DE259256D A DE 259256DA DE 259256 C DE259256 C DE 259256C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B43—WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
- B43L—ARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
- B43L11/00—Non-circular-curve-drawing instruments
- B43L11/02—Non-circular-curve-drawing instruments for drawing conic sections
- B43L11/04—Non-circular-curve-drawing instruments for drawing conic sections for drawing ellipses
- B43L11/041—Non-circular-curve-drawing instruments for drawing conic sections for drawing ellipses by means of a compass
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind Zirkel zum Ziehen von Ellipsen bekannt, welche mit einem gegen Drehung gesicherten,
jedoch jede Schrägstellung gestattenden Zentrierschenkel und einem in bezug auf
letzteren in jedem Sinne frei beweglichen Zeichenschenkel versehen sind, welcher bei
seiner Ziehbewegung durch eine längsverschiebbar und verschwenkbar auf dem Zentrierschenkel sitzende Schablone geführt wird.
Diese Ellipsenzirkel haben den Nachteil, daß die Schablonen nicht in jeder Höhenlage am
Zentrierscherkel und der entsprechenden Neigung
zu demselben stets richtige Ellipsenkurven von beliebigen Achsenlängen erzeugen lassen.
Dieser Nachteil wird durch den Ellipsenzirkel nach vorliegender Erfindung dadurch behoben,
daß die Schablone in der Richtung der kleinen Achse der zu ziehenden Ellipsen derart verschiebbar
angeordnet ist, daß sie gegenüber dem Zentrierschenkel, entsprechend ihr.er jeweiligen
Höhenlage und Neigung, so-versetzt bzw. aus dessen Mittelachse gerückt werden kann, daß
stets richtige Ellipsenkurven beliebiger Achsenlänge erzeugt werden können.
Eine Ausführungsform dieses Ellipsenzirkels ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt.
Hierbei zeigen die Fig. 1 und 2 eine Seiten- und Stirnansicht des arbeitsbereiten Zirkels;
die Fig. 3 und 4 sind Draufsichten auf die Kreisführung bzw. Schablone. Fig. 5 ist ein Schnitt
nach der Linie 5XSX von Fig. 3. In Fig. 6 ist ein
Einzelteil veranschaulicht. In Fig. 7 sind mit dem Zirkel hergestellte Halbellipsen veranschaulicht.
Der Zirkel besteht aus dem Schenkel 1 von
zweckmäßig quadratischem Querschnitt, der unten mit der Zentrierspitze 2 versehen ist,
und aus dem Schenkel 3 von ebenfalls zweckmäßig quadratischem Querschnitt, wobei die
innere1 Seite 3' (Fig. 1) konkav gekrümmt ist.
Die Schenkel 1 und 2 sind oben derart gelenkig miteinander verbunden, daß sie nach jeder Richtung
verstellt werden können. Als Gelenk dient zweckmäßig ein Kugelgelenk, dessen Kugel 4
von dem oberen Teil des Schenkels 1 gebildet wird, während die Kugelkalotte 5 aus zwei Teilen
besteht, die miteinander und mit dem oberen Teil des Schenkels 3 verbunden sind. Letzterer
ist unten sowohl mit einem Bleieinsatz 6 als auch mit einer Ziehfeder 7 versehen, die
zweckmäßig ein Stück miteinander bilden und um die Feststellschraube 8 jeweils in die Arbeitsstellung
verdreht werden können.
Die zur Feststellung des Zentrierschenkels 1 gegen Drehung dienende Vorrichtung, welche
jedoch dessen sonstige Verstellung nach jeder Richtung hin ermöglicht, bestellt beispielsweise
aus einer Zentrierstütze, die in Fig. 1 im Schnitt und Fig. 6 in zwei Seitenansichten und einer
Draufsicht dargestellt ist. Diese Stütze besteht aus einem Mittelstück 9, das mit zwei seitlichen
Spitzen 10 und einer Mittelspitze 11 versehen ist,
welche letztere sich unter dem Mittelstück 9, aber in gleicher Linie mit den Spitzen 10 und in
gleichem Abstand von denselben befindet. Der obere Bogenteil 12 der Zentrierstütze ist mit
einem Längsschlitz 12' versehen, durch welchen sich der Schenkel 1 erstreckt, der sich mit der
Zentrierspitze in einer zentralen Ausnehmung g' des Mittelstückes 9 aufstützt. Wenn daher die
Zentrierstütze mit den drei Spitzen io, io und ii
auf die Zeichenebene aufgesetzt ist, wodurch sie sich nicht drehen kann, so verhindert sie
auch jede Drehung des Schenkels ι zufolge des Umstände=, daß der Querschnitt des letzteren
quadratisch ist und genau in den Schlitz 12' des Stützenteils 12 paßt. Dagegen kann ein
Ausschwingen des Schenkels 1 nach jeder Richtung hin erfolgen, und zwar der Längsrichtung
nach entlang des Schlitzes 12' und der Querrichtung nach, indm man gleichzeitig die Zentrierstütze
selbst ausschwingt.
Die Führungseinrichtung für den Schenkel 3, welche dazu dient, den elliptischen Lauf weg der
Zeichenspitze des Schenkels 3 zu sichern, besteht im wesentlichen aus einer kreisförmigen
Blechschablone 13, deren zur Befestigung dienender Unterteil 14 verschiebbar auf der
Tragplatte 15 (Fig. 1, 3 und 5) gelagert ist.
Letztere ist mittels der winkelartig umgebogenen zentralen Lappen 15' und Schrauben 16 schwingbar
an einer Schieberhülse 17 befestigt, die auf dem Schenkel 1 längsverschiebbar und mittels
der Schraube 18 in jeder Lage feststellbar angeordnet ist.
Die Verschiebung der Schablone 13 und des Unterteils 14 gegenüber der Tragplatte 15 ist
durch die in letzterer vorgesehenen Schlitze 15" und dieselben durchsetzenden, an dem Teil 14
befestigten Schrauben 19 ermöglicht und erfolgt mittels der Schraubenspindel 20, die in
dem vorderen Teil 21 der Tragplatte 15 gelagert ist, und deren Ende in eine Traverse 14' des
Schablonenunterteils 14 frei drehbar eingreift.
Wenn man daher die Spindel 20 im einen oder andern Sinne verdreht, so wird die Schablone 13
der Längsrichtung nach im einen oder andern Sinne in bezug auf die Mittelachse des Zentrierschenkels
ι verschoben. In Fig. 4 beispielsweise ist die Schablone 13 ganz nach vom verschoben
dargestellt.
Die Schwingbewegung der ganzen Führungseinrichtung um die Schraube 16 der Hülse 17
wird von Hand bewirkt, während die Druckschraube 22, die in das Endstück 23 eingesetzt
ist, unten an der Platte 15 angreift und sich gegen den oberen zylindrischen Teil 17' der
Hülse 17 legt, dazu dient, die ganze Führungseinrichtung gegen jede Schwingbewegung zu
sichern.
Die Handhabung und Wirkungsweise des Ellipsenzirkels ist folgende:
Zuerst stellt man die Zentrierstütze derart auf die Zeichenebene auf, daß deren Mittelspitze
11 sich im Mittelpunkte 11' (Fig. 7) der
zu zeichnenden Ellipse befindet, während die beiden Spitzen 10 auf zwei Punkte io' der
kleinen Achse 24 der Ellipse zu liegen kommen. Hiernach führt man das Ende des Schenkels 1
durch den Schlitz 12' der Zentrierstütze und bringt die Zentrierspitze 2 dieses Schenkels
in die Ausnehmung 9'. Nun führt man den Schenkel 3 um die Schablone 13, indem man
dessen konkave Innenseite 3' stets in Berührung mit der Umrißkante der Schablone 13 und die
Zeichenspitze (Stift 6 oder Reißfeder 7) in Berührung mit der Zeichenebene hält, was vollkommen
aus dem Grunde möglich ist, weil der Zentrierschenkel 1 nach jeder Richtung hin
geneigt werden kann. Man zeichnet auf diese Weise die Halbellipse 25. Die andere Hälfte 25'
läßt sich ziehen, wenn man in gleicher Weise verfährt, nachdem man den ganzen Zirkel um
180 ° gedreht hat, wobei man gleichzeitig den Schenkel 1 aus der Zentrierstütze zurückzog.
Selbstverständlich hängen die Größen der Durchmesser der gezeichneten Ellipsen sowie
deren Verhältnisse von der Höhenlage und der Neigung der Schablone 13 in bezug auf den
Schenkel 1 ab. Wenn daher die Ellipse 25, 25' (Fig. 7) mit der aus Fig. 1 ersichtlichen Schablonenlage
ausgeführt worden ist, so genügt es, um eine größere oder kleinere Ellipse herzustellen,
die Höhenlage der Schablone 13 zu verändern. Um eine Ellipse 27, 27' zu zeichnen, welche die
gleiche große Achse wie die Ellipse 25, 25', aber eine kürzere kleine Achse besitzt, genügt es,
die Schablone 13 einfach zu neigen, wie in Fig. 1 mit gestrichelten Linien angegeben ist. Da man
in der beschriebenen Weise die Höhe und Winkellage der Schablone gegenüber dem Schenkel 1
regeln kann, ist man imstande, eine Ellipse zu zeichnen, deren Achsen vorher festgelegt
sind.
Bemerkt sei, daß man, um genaue Ellipsenbögen zu zeichnen, entsprechend der Höhe der
Schablone 13 am Schenkel 1, auch die Lage der Schablone in der Längsrichtung verstellen
muß, indem man die Schraubenspindel 20 betätigt. Wenn man nämlich die Schablone 13
immer zentriert halten würde, so würde man Kurven 25" oder 28" (Fig. 7) erhalten, welche
nicht Ellipsenbögen entsprächen, und deren Tangenten im Schnittpunkt mit der großen
Achse nicht senkrecht zu dieser Achse wären. Wenn man jedoch die Schablone entsprechend
exzentrisch einstellt im einen oder andern Sinne, indem man die Schraubenspindel 20 nach der
einen oder andern Richtung verdreht, so kann man wirkliche Ellipsenbögen, wie beispielsweise
den Bogen 28, zeichnen. Die Ausführung der Längsverschiebung der Schablone 13 mittels
der Spindel 20 bietet keine Schwierigkeit und wird sehr rasch jeweils von dem Zeichnenden
vor dem regelrechten Ziehen der Ellipse vorgenommen.
Unter der Voraussetzung, daß die Schenkel 1 und 3 quadratischen Querschnitt besitzen, stellt
man die Schenkel folgendermaßen ein:
Nachdem der Zirkel aufgerichtet ist, stellt man die Zeichenspitze 6 auf einen Punkt der
großen Achse der zu zeichnenden Ellipse, wobei
man die konkave Seite 3' des Schenkels 3 in Berührung mit der Schablone 13 hält. Man verstellt
dann die Schablone mittels der Schraubenspindel 20, bis eine der parallelen Seiten des
Schenkels 3 sich in der gleichen Ebene mit der entsprechenden Seitenfläche des Schenkels 1 befindet.
Man versichert sich, daß dies in richtiger Weise zutrifft, indem man ein gerades Lineal
gleichzeitig gegen die genannten Seitenflächen der Schenkel 1 und 3 anlegt.
Der beschriebene Ellipsenzirkel kann auch zum Ziehen von Kreisen dienen, wenn man
die Schraube 29 in die Kugelkalotte 5 einschraubt bis in die Nut 4' der Kugel 4. Der Schenkel 3
kann sich dann nur in einer Ebene bewegen und der Zirkel wie jeder andere Zirkel benutzt werden,
wenn man die Schablone 13 abnimmt und die Zentrier stütze entfernt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:
Ellipsenzirkel mit einem während des Zeichnens gegen Drehung gesicherten, jedoch eine Schrägstellung nach jeder Richtung gestattenden Zentrierschenkel und einem in bezug auf letzteren in jedem Sinne frei beweglichen Zeichenschenkel, welcher bei seiner Ziehbewegung durch eine längsverschiebbar und verschwenkbar auf dem Zentrierschenkel sitzende kreisförmige Schablone geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone in der Richtung der kleinen Achse der zu ziehenden Ellipsen verschiebbar so angeordnet ist, daß sie gegenüber dem Zentrierschenkel, entsprechend' ihrer jeweiligen Höhenlage und Neigung zu demselben, versetzt bzw. aus dessen Mittelachse gerückt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE259256C true DE259256C (de) |
Family
ID=517006
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT259256D Active DE259256C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE259256C (de) |
-
0
- DE DENDAT259256D patent/DE259256C/de active Active
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