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DE256997C - - Google Patents

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Publication number
DE256997C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen peroxide
bleaching
acid
bath
bleached material
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT256997D
Other languages
English (en)
Publication of DE256997C publication Critical patent/DE256997C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/10Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen
    • D06L4/13Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen using inorganic agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES .A
PATENTAMT,
Bei den bekannten Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Wasserstoffsuperoxyds wird das Bleichgut in das schwach alkalische, beispielsweise ammoniakhaltige Wasserstoffsuperoxydbad eingebracht, mit Hilfe von Bleiplatten 0. dgl. unter die Oberfläche des Bades getaucht und längere Zeit der Einwirkung des Wasserstoffsuperoxydbades überlassen, damit > der durch die Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds frei werdende Sauerstoff das Bleichgut vollständig durchdringen kann.
Die bekannten Verfahren haben nun den Nachteil, daß ein großer Teil des frei werden-Sauerstoffes nicht zur Wirkung gelangen kann, . 15 da das in dem Wasserstoffsuperoxydbad enthaltene Alkali das Wasserstoffsuperoxyd außerordentlich leicht zersetzt und so einen Teil des Sauerstoffes zum Entweichen bringt, bevor noch das Bleichgut sich im Bade befindet. Hierzu kommt, daß beim Einpacken des Bleichgutes der zur Verfügung stehende Raum niemals vollständig ausgenutzt wird, so daß ein Teil des frei werdenden Sauerstoffes zwischen dem Bleichgut aufsteigt und entweder entweicht oder sich wohl auch an das Bleichgut ansetzt. Da aber. der Sauerstoff in statii k nascendi in oder auf der Faser selbst seine größte bleichende Wirkung ausübt, ist die i( Wirkung des nach dem Entstehen sich an die Faser ansetzenden Sauerstoffes nur eine geringe.
Diese Ubelstände bedingen zur Durchführung des Bleichprozesses einerseits einen starken Gehalt des Bades an Wasserstoffsuperoxyd und andererseits ein langes, sich in manchen Fällen auf mehrere Tage erstreckendes Verbleiben des Bleichgutes im Bade.
Gibt man schließlich dem Wasserstoffsuperoxydbade Zusätze, wie z. B. Wasserglas, so beschleunigt man nur die Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds, ohne jedoch den eben geschilderten Nachteil, nämlich das Entweichen von nicht zur Bleichwirkung gelangendem Sauerstoff, zu verhindern.
Die vorstehend dargelegten Mangel der bisher bekannten Verfahren werden nun gemäß vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, daß das zur Verwendung gelangende Bleichbad nicht durch Ammoniak o. dgl. alkalisch gemacht wird, sondern daß als Bleichflüssigkeit nur eine verdünnte Wasserstoffsuperoxydlösung benutzt, das Bleichgut mit dieser Lösung getränkt, hierauf ausgequetscht und sodann in einen mit Ammoniakdämpfen erfüllten Raum gebracht wird. Der wesentliche Unterschied von den bekannten Verfahren besteht somit darin, daß das Alkali, und zwar in Dampfform, erst dann zur Einwirkung auf das Bleichgut gelangt, nachdem das letztere mit der Wasserstoffsuperoxydlösung getränkt worden ist. Durch die Wirkung der Ammoniakdämpfe auf die feuchte Faser wird eine Bleichwirkung bei Anwendung einer verhältnismäßig geringen Menge verdünnter Wasserstoffsuperoxydlösung und in außerordentlich kurzer Zeit erzielt, wie sie mit den bisher bekannten Verfahren zu erreichen nicht möglich gewesen ist.
Die Ausführung des vorliegenden Verfahrens geschieht in der Weise, daß das vorher ausgekochte Bleichgut mit verdünnter Wasser-

Claims (1)

  1. stoffsuperoxydlösung getränkt, je nach der Qualität und dem gewünschten Grade der Bleiche mehr oder weniger stark ausgequetscht und dann in einen besonderen Raum gebracht wird, in welchem das eigentliche Bleichen vor sich geht. Dieser Raum ist erfüllt mit heißen Ammoniakdämpfen oder sonstigen Gasen bzw. Dämpfen, welche die Eigenschaft besitzen, eine alkalische Reaktion in dem in dem Bleichgut zurückgebliebenen Wasserstoffsuperoxyd hervorzurufen. Das Bleichgut verbleibt so lange in diesem Raum, bis der gesamte aktive Sauerstoff in Wirkung getreten und kein Wasserstoffsuperoxyd mehr im Bleichgut vorhanden ist. Das Freiwerden des Sauerstoffes findet hierbei in und' auf der Faser statt, so daß seine volle Ausnutzung gewährleistet wird und sein ungenütztes Entweichen nicht mehr
    .. möglich ist.
    Die Dauer des Bleichprozesses ist von der Qualität des Bleichgutes und dem gewünschten Grade der Bleiche abhängig; sie schwankt zwischen 20 Minuten und 1 Stunde.
    Nach beendeter Oxydation wird entweder gleich gespült, oder das Bleichgut wird zum Neutralisieren durch ein Säurebad geführt und erst dann gespült, gewaschen, gebläut und getrocknet.
    Das Säurebad kann Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorsäure u. dgl. enthalten.
    Um das Wasserstoffsuperoxydbad licht- und wärmebeständig sowie für den Fall, daß es nicht gleich zur Verwendung gelangt, haltbar zu machen, kann demselben Oxalsäure und Natriumcarbonat zugesetzt werden, wobei der Säuregrad mit Oxalsäure oder Schwefelsäure derart eingestellt wird, daß derselbe 5,5° bis 6,0° freie Säure beträgt. In gewöhnlichen Fällen genügt dieser Säuregrad. Handelt es sich um das Aufbewahren des Wasserstoffsuperoxyds auf längere Zeit, so wird mit Vorteil phosphorsaures Natron oder auch Phosphorsäure zugesetzt. Das so erhaltene Bleichbad ist sehr haltbar und zeichnet sich durch große Licht- und Wärmebeständigkeit aus.
    Das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung besitzt den bisher bekannten Verfahren gegenüber große Vorteile nach verschiedenen Richtungen hin. So sind zu seiner Ausführung nur verhältnismäßig geringe Mengen von verdünnter Wasserstoffsuperoxydlösung notwendig, da die Menge Wasserstoffsuperoxyd, welche bei dem eigentlichen Bleichprozesse, nämlich bei der Behandlung mit Ammoniakdämpfen, zur Wirkung gelangt, voll und ganz ausge- 55 ( nutzt wird, während die Menge der Wasserstoffsuperoxydlösung, die nicht zur Wirkung gelangen soll, aus dem Bleichgute durch das Ausquetschen wiedergewonnen wird. Weiterhin gestattet das vorliegende Verfahren, den Blcichprozeß in erheblich kürzerer Zeit durchzuführen, als dies bei den bisher bekannten Wasserstoffsuperoxydbleichverfahren möglich ' war. Während nämlich bei den bekannten Verfahren das Bleichgut viele Stunden, oft sogar mehrere Tage in der Bleichflüssigkeit belassen werden mußte, ist das vorliegende Verfahren in erheblich kürzerer Zeit durchzuführen, da der eigentliche Bleichprozeß, d. h. das Behandeln mit Ammoniakdämpfen, kaum mehr als eine Stunde erfordern dürfte. Schließlich sei noch als besonderer Vorteil des vorliegenden Verfahrens erwähnt, daß bei seiner Anwendung die Faser außerordentlich geschont wird.
    Ρλτεντ-Anspkucii:
    Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen mittels Wasserstoffsuperoxyds, dadurch gekennzeichnet, daß das mit verdünnter Was · serstoffsuperoxydlösung getränkte Bleichgut ausgequetscht und sodann in einen mit Ammoniakdämpfen erfüllten Raum ge . bracht wird. :
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