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DE256811C - - Google Patents

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Publication number
DE256811C
DE256811C DENDAT256811D DE256811DA DE256811C DE 256811 C DE256811 C DE 256811C DE NDAT256811 D DENDAT256811 D DE NDAT256811D DE 256811D A DE256811D A DE 256811DA DE 256811 C DE256811 C DE 256811C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
line
switch
contact
switches
changeover
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT256811D
Other languages
English (en)
Publication of DE256811C publication Critical patent/DE256811C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H29/00Switches having at least one liquid contact
    • H01H29/20Switches having at least one liquid contact operated by tilting contact-liquid container

Landscapes

  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
- M 256811 KLASSE 21 c. GRUPPE
EDUARD UNVERRICHT in HAMBURG.
ihrer Wirkung nach der Umstellung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1910 ab.
Bei Umschaltern, welche auf andere Umschalter derart wirken, daß diese ihrerseits wieder auf die ersteren oder andere eine Wirkung ausüben, kann es leicht vorkommen, daß bei Störung einer Leitung, durch welche der durch einen der beiden Schalter geschlossene und zur Betätigung des anderen Schalters dienende Strom hindurchgeht, nicht nur die Wirkung des durch diese Leitung hindurchgehenden Stromes ausbleibt, sondern auch der zur Schließung dieses Stromes dienende Schalter in seine ursprüngliche Stellung wieder zurückgestellt wird. Letzteres geschieht dadurch, daß der Stromkreis infolge der unveränderten Stellung des ersten Schalters nicht unterbrochen wurde.
Dies kann bei Einrichtungen, bei welchen zwei oder mehr Schalter aufeinander wechselseitig wirken sollen, und wo die Stellung des einen Schalters die Stellung des anderen bestimmen soll, Betriebsunfälle zur Folge haben. Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Schaltereinrichtung, bei welcher dieser Übelstand dadurch vermieden wird, daß bei ihr durch Anordnung eines Zwischengliedes
, der Stromkreis des zur Betätigung des anderen Schalters dienenden Stromes nur so lange geschlossen wird, als zur Umstellung oder Betätigung des anderen Schalters oder einer anderen Vorrichtung notwendig ist. Die Schalter können z. B. zur unmittelbar aufeinander folgenden Beeinflussung von Streckenanschlägen oder Signalen bei Eisenbahnen, wechselweisem I Austausch von Akkumulatorenbatterien usw. benutzt werden.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, und zwar als ein Flüssigkeitsschalter, der mit einem gleichen Schalter wechselseitig zusammenwirkt, dargestellt.
Die Fig. 1, 2, 3 und 4 zeigen die aufeinander folgenden Stellungen des Schalters und der Flüssigkeit.
Die Schalter bestehen aus je drei miteinander verbundenen Behältern a, b, c und a1, b1, c1, von denen je zwei a, c und a1, c1 derart eingerichtet sind, daß die in ihnen enthaltene Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, langsamer fließt als in den dritten Behältern b bzw. b1. Die Behälter sind durch Rahmen d bzw. d1 miteinander verbunden, welche Anker f bzw. f1 tragen, die durch Magnete g, h bzw. g1, h1 angezogen werden können.
Die Schalter sind durch elektrische Leitungen miteinander derart verbunden, daß sie wechselweise aufeinander einwirken können. Von einer Stromleitung -\- 1 führt eine Leitung 2 über einen Kontakt j einerseits zu dem Kontakt k1 des Behälters a1 des einen Schalters Ax und von hier die Leitung 41 zum Ma^ gneten g1 andererseits über die Leitung 3 nach dem Kontakt k des Behälters a des anderen Schalters A und von hier über die Leitung 4 zum Magneten g. Ferner führt von der Leitung + 1 eine Leitung 5 nach dem Kontakt I, von hier eine Leitung 6 nach dem Kontakt m
des einen Schalters A und von hier die Leitung 7 nach dem Kontakt«1 des Behälters a 1 des anderen Schalters A1. Von dem Kontakt n1 führt eine Leitung 81 zum Magneten h1. Weiter geht von der Leitung +1 eine weitere Leitung 51 zu dem Kontakt I1 des Behälters b1 des Schalters A J, und von hier eine Leitung 61 zu dem Kontakt m1 des Behälters c1. Von diesem Kontakt führt die Leitung 71 nach dem Kontakt η des Behälters a des Schalters A und von hier eine Leitung 8 nach dem Magneten h. Die Magnete g und h bzw. g1 und h1 sind durch gemeinsame Leitungen 9 bzw. 91 mit der Leitung —1 verbunden.
Die durch Buchstaben nicht bezeichneten Kontakte der Behälter b, c und b1, c1 können in gleicher Weise wieder mit weiteren Schaltern verbunden sein, und auf diesen wieder bei entsprechender Einschaltung Wirkung ausüben.
Die Wirkungsweise der Schalter ist folgende :
Durch Schließen des Kontaktes /, der sich in der Regel selbsttätig, z. B. durch Federkraft, nach seinem Schluß wieder öffnet, wird der Stromkreis von der Leitung -\-τ über die Leitung 2 dem Kontakt / die Leitung 31 dem Kontakt k1, die Leitung 41 und den Magneten g1 und die Leitung 91 zur Leitung —1 geschlossen. Der durch diese Leitung hindurchgehende Strom erregt den Magneten g1, welcher den Anker f1 des Schalters A1 anzieht und diesen Schalter umstellt, so daß er in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung gelangt.
Hierbei wird die in dem Behälter δ1 befindliche Flüssigkeit sofort nach der anderen Seite dieses Behälters fließen und den Kontakt I1 schließen, während die in den Behältern α1, c1 befindliche Flüssigkeit infolge der geringeren Durchflußquerschnitte dieser Behälter nur langsamer überfließen wird, und somit die Kontakte m1 und k1 langer geschlossen hält. Auf diese Weise wird ein neuer Stromkreis geschlossen, der von der Leitung -fi über die Leitung 51, den Kontakt I1, die Leitung 61, den Kontakt m1, die Leitung 71, den Kontakt n, die Leitung 8, den Magneten h und die Leitung 9 zur Leitung —1 führt. Der Strom dieses Stromkreises erregt den Magneten h, welcher den Anker f des Schalters A anzieht und diesen Schalter umstellt, so daß die Schalter die in Fig. 3 gezeichnete Stellung einnehmen. Die Flüssigkeit wird inzwischen in die Behälter a1 und c1 herabgeflossen sein und die Kontakte k1 und m1 geöffnet haben.
Kurze Zeit nach der Umstellung des Schalters A wird auch die Flüssigkeit in die Behalter α und c herabgeflossen sein und sich in den in Fig. 4 gezeichneten Stellen befinden.
Eine Wechselwirkung der Schalter würde auch erzielt werden, wenn man an den Kontakt I1 die Leitung 71 und an den Kontakt I die Leitung 7 unmittelbar ohne die Zwischenglieder c1 bzw. c anschließen würde. In diesem Falle wäre es aber nicht möglich, bei eventueller Unterbrechung der Leitung, durch deren Strom der Schalter A umgestellt werden soll, eine Zurückstellung des bereits umgestellten Schalters ΑΛ in seine frühere Lage zu verhindern. Denn angenommen, die Leitung 71 würde eine Unterbrechung erleiden, so würde der Magnet h nicht wirken und Schalter A würde in der Stellung nach Fig. 1 bleiben. Die Flüssigkeit wird den Kontakt I geschlossen halten, der Stromkreis von Leitung + 1 über Kontakt I, Leitung 7 (die nun unmittelbar an diesen Kontakt I angeschlossen gedacht ist), Kontakt n1 (welcher durch die inzwischen zufolge Umstellung des Schalters^1 herabgeflossene Flüssigkeit geschlossen ist), Leitung 81, Magneten h1, Leitung 91 zur Leitung —ι wird hierdurch geschlossen sein und der Strom dieses Stromkreises den Magneten h1 erregen, der den durch den Strom des über / gehenden Stromkreises erst umgestellten Schalter A x unbeabsichtigt und fehlerhaft wieder in seine frühere Lage zurückbringen würde.
Dies soll durch die neue Einrichtung vermieden werden.
Würde der Schalter wieder zurückgestellt werden, so könnte dies oft, je nachdem zu welchen Zwecken die Schalter verwendet werden, Betriebsunfälle zur Folge haben.
Durch Einschaltung der Behälter c bzw. c1 ist aber die Wirkung der Schalter gesichert, da nach Umstellung eines Schalters der Stromkreis, dessen Strom seine Rückstellung bewirkt, selbsttätig an dem von dem umgestellten Schalter beeinflußten Schalter unterbrochen ist. Dies geschieht dadurch, daß jeweils die Flüssigkeit sofort oder zum mindesten in sehr kurzer Zeit, nachdem die Schalter umgestellt sind, die entsprechenden Kontakte öffnet.
Infolge der Stromführung und der zeitkontaktartigen Wirkung des einen Behälters kann ein einzelner solcher Umschalter dazu benutzt werden, bei einer Umstellung aufeinanderfolgend mehrere Stromkreise zu schließen.
Eine wiederholte Beeinflussung der Schalter A und A1 kann durch einen dem Schalter j ähnlichen Kontakt in einer der nicht benannten Stromleitungen der Schalter bewirkt werden.
Die beschriebenen Wechselumschalter können, wie bereits oben erwähnt ist, auch für die selbsttätige Umschaltung von Akkumulatorenbatterien Verwendung finden, von welchen die eine eingeschaltet sein muß, bevor
die andere ausgeschaltet wird. Derselbe Wechselumschalter, durch welchen die Akkumulatorenbatterie ausgeschaltet wird, schließt in seiner nachherigen Stellung die Leitung, über welche die außer Betrieb gesetzte Batterie geladen wird. Diese Einrichtung sei hier an einem Beispiel erläutert.
Es wird angenommen, wie z. B. in Fig. 5 dargestellt ist, daß zwei Akkumulatorenbatterien vorhanden sind, welche mit B und S1 bezeichnet sind und für deren Umschaltung zwei mit C und C1 bezeichnete Minimalschalter sowie die beiden mit A und A x bezeichnete Wechselumschalter benötigt werden. Die Batterie B ist durch den Wechselumschlter A über Leitung-(-i, Leitung 5, Kontakt/, Leitung 10, Arbeitsmaschine D, Leitung ii, Leitung —ι auf die Arbeitsmaschine D geschaltet und wird allmählich entladen, während die Batterie B1 über den Kontakt o1 des Wechselumschalters A1 geladen wird oder geladen ist. Ist die Spannung der Batterie B auf eine bestimmte Größe gesunken, so wird der in der Leitung 11, 12 Hegende Magnet p des Minimalschalters so wenig erregt, daß er seinen Kern sinken läßt, wodurch dessen Ankerhebel den Kontakt / schließt. Dadurch ist ein Stromkreis hergestellt von der Batterie B, Leitung +1, Leitung 2, Kontakt j, Leitung 31, Kontakt k1, Leitung 41, Magneten g1, Leitungen 91, 9, —i, zur Batterie B, durch dessen Vermittlung der Wechselumschalter A1 in vorbeschriebener Weise umgestellt wird; demzufolge ist jetzt auch die Batterie B1 durch den Wechselumschalter A1 auf die Arbeitsmaschine D geschaltet. Die Wechselurnschalter A und A1 nehmen jetzt die in Fig. 2 gezeigte Stellung ein, und wird dann der Wechselumschalter A in beschriebener Weise durch den Wechselumschalter A1 umgestellt und nehmen die Wechselumschalter schließlich die in Fig. 4 dargestellte Stellung ein. Dadurch ist die vorher auf Betrieb geschaltete Batterie B ausgeschaltet und wird über den jetzt geschlossenen Kontakt 0 des Wechselumschalters A geladen, während die Batterie B1 über den Stromkreis +i1, 51, I1, io1, D, 11, 91, ii1, —i1, B die Arbeitsmaschine D speist. Dabei tritt auch zufolge der Gegenschaltung beider Batterien B und B1 über den Stromkreis B1, + i1, 51, P-, io1, 10, I, 5, +1, B, —i, 9. 91, —i, B1 bei der vorübergehenden Schaltung beider Batterien auf die Arbeitsmaschine eine Kurschließung der Batterien nicht ein.
Ist nun die Batterie B1 bis zu der bestimmten Spannungstiefe entladen, so wird der Minimalschalter C1 durch Schließen des Kontaktes j1 einen Stromkreis herstellen von der Batterie B1, Leitung -fi1, Kontakt j1, Leitung 3, Kontakt k, Leitung 4, Magneten g, Leitung 9, 91, —i1 zur Batterie B1, durch dessen Vermittlung der Wechselumschalter A die Batterie B — welche inzwischen geladen ist — wieder auf die Arbeitsmaschine D geschaltet. Infolge der nunmehrigen Stellung des Wechselumschalters A wird der Wechselumschalter A x umgestellt, wodurch dann die Batterie B1 außer Betrieb und über den Kontakt o1 für neue Ladung eingeschaltet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Einrichtung an wechselweise wirkenden elektromagnetischen Umschaltern zur Sicherung ihrer Wirkung nach der Umstellung, z. B. bei Unterbrechungen von Steuerleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch Umstellung eines der Schalter (A1) geschlossener Steuerstromkreis (+1, 51, I1, 61, m1, 71, n, 8, h, 9, —1) für einen anderen der Schalter (A) eine Zeitlang nach Umstellung des ersteren Schalters durch diesen selbsttätig mittels einer als Zeitkontakt wirkenden Einrichtung (c*) unterbrochen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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