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DE256342A - - Google Patents

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Publication number
DE256342A
DE256342A DE256342A DE 256342 A DE256342 A DE 256342A DE 256342 A DE256342 A DE 256342A
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DE
Germany
Prior art keywords
acid
acids
sulfazones
ecm
potassium permanganate
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
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English (en)

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Herstellung von Sulfazonen
ίο ist bereits bekannt (vgl. Ber. 45 [1912], S. 749 bis 755). Sie beruht auf der Oxydation von o-Nitrophenylthioglykolsäuren mit 30 prozentigem Wasserstoffsuperoxyd in Eisessiglösung und darauf folgender Reduktion.
Die Anwendung von Wasserstoffsuperoxyd in der Wärme, sowohl in saurer als auch in alkalischer Lösung, als Oxydationsmittel ist mit wesentlichen Mängeln verbunden, denn das Reaktionsprodukt wird einmal zum Teil in das Sulfon
,NO2
^SO2-CH3 '
das andere Mal in die Sulfosäure
gespalten.
Deshalb ist die technische Verwertung dieses Verfahrens ausgeschlossen.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, welches ermöglicht, die o-Nitrophenylthioglykolsäure oder kernsubstituierte o-Nitrophenylthioglykolsäuren am Schwefel in fast quantitativer Ausbeute zu den entsprechenden o-Nitroarylsulfoessigsäuren zu oxydieren.
Dieses Verfahren besteht darin, daß man o-Nitroarylthioglykolsäuren oder deren Kern-Substitutionsprodukte in neutraler oder schwach alkalischer Suspension in der Kälte mit Kaliumpermanganat behandelt, und zwar mit oder ohne Zusatz eines Neutralsalzes, wie Magnesiumsulfat oder Aluminiumsulfat.
Durch saure Reduktionsmittel (Metall und Säure) gehen solche o-Nitroarylsulfoessigsäuren in guter Ausbeute in die Sulfazone über.
Dieses Oxydationsverfahren ist auch auf die durch Reduktion in das Benzoketodihydroparathiazin:
NH
55
bzw. dessen im aromatischen Kern substituierten Derivate übergeführte o-Nitroarylthioglykolsäuren anwendbar. Es entstehen dann gleichfalls die Sulfazone.
Beispiel 1.
213 g o-Nitrophenylthioglykolsäure (vgl. Ber. 45 [1912], S. 749/50) werden in einer Lösung von 180 g Magnesiumsulfat in 1 1 Wasser verteilt und unter guter Kühlung bei etwa 10 bis 15 ° mit 235 g festem Kaliumpermanganat oxydiert. Aus dem Filtrat werden durch Mineralsäure 220 bis 240 g ο - Nitrophenylsulfoessigsäure (vgl. a. a. O. S. 750/51) abgeschieden.
65
70
245 g o-Nitrophenylsulfoessigsäure werden in einer Mischung von 150 ecm verdünnter Essigsäure, 520 ecm konzentrierter Salzsäure und 600 ecm Wasser unter guter Kühlung mit 200 g Zinkstaub reduziert. Das sich ausscheidende Sulfazon
NH
wird abfiltriert und aus Alkohol umkristallisiert.
Beispiel 2.
258 g ι · 3-Dinitrophenylthioglykolsäure
NO,-
■NO»
4J-S-CH2-COOH
(vgl. a. a. O. S. 754) werden in einer Lösung von 180 g Magnesiumsulfat in 11 Wasser verteilt und unter guter Kühlung bei 10 bis 15 ° mit 235 g festem Kaliumpermanganat oxydiert. Aus dem Filtrat wird mit Bleiacetatlösung das Bleisalz der 1 · 3 - Dinitrophenylsulfoessigsäure (vgl. a.a.O. S. 754/55) ausgefällt.
290 g ι · 3-dinitrophenylsulfoessigsaures Blei werden in 2400 ecm i8prozentiger Salzsäure
. mit 560 g Zinn in der Wärme reduziert. Die Lösung wird mit viel Wasser verdünnt, durch Schwefelwasserstoff vom Metall befreit und zur Kristallisation eingedampft. Man erhält so das salzsaure Salz des 6-Aminosulfazons:
NH2-,
CH9
(vgl. a. a. O. S. 755/56).
Beispiels.
213 g o-Nitrophenylthioglykolsäure werden in einer Mischung aus 150 ecm verdünnter Essigsäure, 520 ecm konzentrierter Salzsäure und 600 ecm Wasser verteilt und unter Kühlung mit 200 g Zinkstaub reduziert. Der Lösung wird das Reduktionsprodukt, das Benzoketodihydroparathiazin .
NH
durch geeignete Lösungsmittel, wie Äther, entzogen und aus Alkohol umkristallisiert.
165 g Benzoketodihydroparathiazin werden in einer Lösung von 180 g Magnesiumsulfat in ι 1 Wasser verteilt und mit 235 g festem Kaliumpermanganat oxydiert.
Aus dem Filtrat fällen Säuren das Sulfazon des Beispiels 1.
Die Oxydation des Schwefelatoms in den genannten Verbindungen zur Sulfongruppe 5 O2 mit Kaliumpermanganat kann in den obigen Beispielen auch ohne Zusatz eines Neutralsalzes bewirkt werden. Die so erhaltenen Produkte sollen als Komponenten für die Darstellung von Azofarbstoffen Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Sulfazonen, darin bestehend, daß man o-Nitroarylthioglykolsäuren oder deren Kernsubstitutionsprodukte bzw. die aus ihnen durch Behandeln mit sauren Reduktionsmitteln erhältlichen Benzoketodihydroparathiazine bei gewöhnlicher Temperatur mit Kaliumpermanganat oxydiert und, soweit hierbei o-Nitroarylsulfoessigsäuren erhalten werden, in diesen nachträglich den Ringschluß zu den entsprechenden Sulfazonen durch Behandeln mit sauren Reduktionsmitteln bewirkt.

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