DE2559615B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem Beton - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem BetonInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem
Beton.
Bei dem Verfahren wird in üblicher Weise zunächst ein Vortreibrohr in den Boden eingetrieben, worauf der
Boden aus dem Vortreibrohr entfernt wird, und das Vortreibrohr mit der dem Volumen des Pfahles
entsprechenden Menge Beton gefüllt wird. Zum Zwecke der Verdichtung des in das Vortreibrohr eingefüllten
Betons ist es aus der GB-PS 3 98 050 bekannt, oberhalb der im Rohr befindlichen Betonsäule ein Luftpolster zu
bilden, und das Rohr in Ausziehrichtung mit einer mechanischen Kraft zu beaufschlagen. Nach dem
Einfüllen des Betons wird das Vortreibrohr dichtend verschlossen, und in den oberhalb des Betons befindlichen
Raum des Vortreibrohres wird Preßluft eingegeben, um ein konstantes Luftpolster aufzubauen, durch
das der in dem Vortreibrohr befindliche Beton
so verdichtet und das Vortreibrohr mit dem in Ausziehrichtung
wirkenden Druck beaufschlagt wird. An dem Vortreibrohr greift eine in Ausziehrichtung wirkende
mechanische Kraft an, die durch den Druck des Luftpolsters unterstützt wird.
Aus der DE-PS 5 68 333 ist eine Methode bekannt, bei der das Vortreibrohr nicht mit der gesamten erforderlichen
Betonmenge vollständig gefüllt wird, sondern bestimmte Betonmengen in zeitlicher Aufeinanderfolge
eingegeben und durch Druckluft verdichtet werden.
Hierbei muß bei Eingabe jeder Betonmenge das Vortreibrohr geöffnet und anschließend geschlossen
werden, um das für die Verdichtung erforderliche Luftpolster durch Zufuhr von Druckluft aufzubauen. Zur
Eingabe der folgenden Betonmenge muß das Luftpolster entlastet, das Vortreibrohr geöffnet und wieder
geschlossen und ein neues konstantes Druckluftpolster aufgebaut werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das
erstgenannte bekannte Verfahren so abzuwandeln, daß auf die Verwendung von Preßluft für das Luftpolster
verzichtet und damit der für die Erzeugung von Preßluft erforderliche Aufwand vermieden wird, daß mit
einfachen Mitteln eine zuverlässige Unterstützung beim Ausziehen des Vortreibrohres in der Ausziehrichtung
gegeben wird, ohne daß die Gefahr besteht, daß das Vortreibrohr aus dem Bohrloch herausschießt, und daß
eine feste Verbindung des Betons mit dem Erdreich gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs gelöst durch die in
seinem kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale.
Das atmosphärische Luftpolster wird intermittierend mechanisch verdichtet, so daß es einen Druck auf die in
dem Vortreibrohr befindliche Betonsäule ausübt und nach jedem Verdichtungsimpuls wird das Luftpolster
wieder auf atmosphärischen Druck entspannt, und dem Vortreibrohr wird ein in Ausziehrichtung wirkender
mechanischer Schlagimpuls durch einen Ko'ben erteilt.
Die der Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung gehl aus von der in der DE-PS 6 56 837
bekannten Ausführungsform, bei der in dem Vortreibrohr ein in axialer Richtung beweglicher dichtend
aufgenommener Preßkolben angeordnet ist zum Zwekke der Verdichtung des Betons. Zur Verdichtung des
Betons wird in das geschlossene Vortreibrohr oberhalb des Preßkolbens Druckluft eingegeben, unte·- deren
Wirkung der Preßkolben sich nach unten bewegt und den Beton verdichtet. Nach Erreichen der Verdichtungsstellung
des Preßkolbens werden durch die Kolbenstange im Deckel des Vortreibrohres angeordnete
Ventile geöffnet und das Druckpolster ins Freie entlassen.
Bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 2 kennzeichnet sich diese durch die in dem
kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale.
Die Ansprüche 3 bis 6 stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung gemäß Anspruch 2 dar.
Bei einem in das Grundwasser reichenden Vortreibrohr kennzeichnet sich das Verfahren weiter durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruches 7 angegebenen Merkmale.
Die der Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 7 dienende Vorrichtung ist bei einer Ausführungsform
nach dem Oberbegriff des Anspruches 8 gekennzeichnet durch die in dem kennzeichnenden Teil
angegebenen Merkmale. Der Anspruch 9 dient der vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung gemäß
Anspruch 8.
Insbesondere bei der Herstellung von Pfählen mit relativ geringer Tiefe ist die Erfindung wegen ihrer
Wirtschaftlichkeit vorteilhaft, da nur Bohrbagger oder Kräne mit geringer Tragfähigkeit, die dem Gewicht des
Rohres entsprechen kann, eingesetzt werden müssen.
Die Erfindung ist auch in sehr engen Baugruben und in schlecht befahrbarem Gelände verwendbar. Die
Vorrichtungsteile sind in ihren Anschaffungskosten sehr niedrig und arbeiten geräuscharm, ohne da!? der Betrieb
von hindernden Schalldämmkapseln erschwert und verteuert wird. Durch dK: Verdichtung des Betons
mittels eines atmosphärischen l-uftpolsters und durch
die intermittierende, durch die S^hlagimpulse bedingte Rüttelung des Rohres beim Rückzug entsteht eine sehr
gute Verdichtung und eifie infiige Verzahnung des
Betons mit dem den Pfahl unigebenden Erdreich, da nach jedem Schlagimpuls der Beton durch das
Luftpolster in das Erdreich eingedrückt wird. Der ruckartige Rohrrückzug bewirkt nämlich eine Wulstbildung
und damit eine wesentlich erhöhte Mantelreibung des fertigen Pfahles im Erdreich. Die nach der Erfindung
hergestellten verdichteten Rüttelpfähle haben eine erheblich größere Tragfähigkeit als geschüttete Betonpfähle.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht in der vielseitigen Anwendungsmöglichkeit der
einzelnen Konstruktionsteile, so daß diese universell
ίο allen auftretenden Gegebenheiten und Forderungen
angepaßt werden können. So kann der Preß- und Schlagkolben zur Verdichtung des Betons und zur
Erteilung von Schlagimpulsen an das Rohr dienen; er kann aber auch zur Verdrängung des Grundwassers in
den Vortreibrohr vor der Einbringung des Betons benutzt werden. Die Kolben-Zylinderanordnungen
dienen sowohl dem Eintreiben des Vortreibrohres als auch in unterschiedlicher Weise dem Rohrrückzug. Der
Preß- und Schlagkolben kann mit den Kolben-Zylinderanordnungen, mit einem Kran, einem Bohrbagger oder
einem ähnlichen Antrieb entsprechend den örtlichen Verhältnissen eingesetzt werden. Mit ein und demselben
Preß- und Schlagkolben können auch verdichtete Betonpfähle mit unterschiedlichen, den geforderten
Tragfähigkeiten angepaßten Pfahldurchmessern hergestellt werden; so kann beispielsweise mit einer für ein
Rohr von 90 cm Durchmesser bestimmten Vorrichtung auch Pfähle mit beispielsweise 80, 75, 64, 60, 52 oder
42 cm Durchmesser hergestellt werden.
Die Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung, und es bedeutet
F i g. 1 Schnitt durch ein Vortreibrohr mit der der Verdichtung des Betons und dem Auszug des Vortreibrohres
dienenden Vorrichtung;
Fig. 2 Seitenansicht gemäß Fig. 1;
F i g. 3 eine weitere, der zusätzlichen Entfernung von Grundwasser aus dem Rohr dienende Vorrichtung; und
F i g. 4 Darstellung gemäß F i g. 3 bei Entfernung des Grundwassers.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine zum Ausziehen eines
eingerammten, mit zu verdichtendem Beton 27 gefüllten Vortreibrohres 2 dienende Vorrichtung.
An der Innenseite der Verstärkung 8 des Vortreibrohres 2 ist die Ringnut 23 angeordnet, die der Aufnahme
eines Sprengringes 28 dient. Bevor der Sprengring 28 in die Ringnut 23 eingesetzt wird, wird ein Preß- und
Schlagkolben 29 in das Vortreibrohr 2 eingeführt. Der Preß- und Schlagkolben 29 trägt auf einer Oberseite
einen der Geräuschdämmung dienenden Puffer 30.
so Unterhalb des Puffers 30 ist in dem Preß- und Schlagkolben 29 eine Ringnut 32 angeordnet, in der ein
Dichtungsring 31 liegt. Der Boden der Ringnut 32 steht über achsparallele Bohrungen 33 mit der Unterseite des
Preß- und Schlagkolbens 29 in Verbindung. An dem Preß- und Schlagkolben 29 ist eine nach aufwärts
gerichtete hohle, an ihrem freien Ende dichtend verschlossene Kolbenstange 34 befestigt, die an ihrem
freien Ende eine Quertraverse 35 trägt, deren beiderseitige Enden 36 mit den Kolbenstangen der
Kolben-Zylinderanordnungen 21 befestigt sind, deren Kolben an den am Vortreibrohr 2 befestigten Laschen
20 aufgenommen sind. Wie F i g. 2 zeigt, sind an dem Haken 37 zwei Zugseile 38 befestigt, die über
abgerundete Wülste 41 der Verstärkung 8 des Vortreibrohres 2 geführt sind. An dem Vortreibrohr 2
sind in diametraler Gegenüberlage zwei rohrförmige abgewinkelte Abzweigungen 39 befestigt, in deren
senkrecht aufwärts gerichteten Schenkeln 40 an sich
bekannte Überdruckventile 42 angeordnet sind.
Die Zugseile 38 greifen an den Ventilstößeln 43 der Überdruckventile 42 an und halten ihre Ventilteller
unter Wirkung der Zugseile 38 und des im Vortreibrohr 2 herrschenden Luftdruckes geschlossen. Läßt beim
Aufwärtshub des Vortreibrohres 2 die Spannung der Zugseile 38 nach, werden die Überdruckventile 42
geöffnet, und der im Vortreibrohr 2 herrschende Luftdruck wird über die Entlüftungsöffnungen 44
entlastet. Beim Ausziehen steht das Vortreibrohr 2 unter dem in Auszugsrichtung wirkenden Zug der
Zugseile 38. Zur Verdichtung des Betons 27 wird durch die Kolben-Zylinderanordnungen 21 die Quertraverse
35 und mit ihr der Preß- und Schlagkolben 29 nach unten abgesenkt, wodurch zwischen dem Preß- und Schlagkolben
29 und der Oberfläche des Betons 27 die in dem Vortreibrohr 2 befindliche atmosphärische Luft zu
einem Druckluftpolster verdichtet wird, das verdichtend auf den Beton 27 einwirkt und den Beton 27 unterhalb
des Vortreibrohres 2 wulstförmig in das Erdreich eingepreßt, wie bei 46 der F i g. 2 gezeigt ist. Bei diesem
Abwärtshub wirkt der Preß- und Schlagkolben 29 als Preßkolben auf den Beton 27. Darauf wird durch die
Kolben-Zylinderanordnungen 21 der Preß- und Schlagkolben 29 schlagartig nach oben geführt, in die
strichpunktierte Stellung, wobei bei Entlastung des Luftpolsters im Rohr 2 der Puffer 30 in schlagartigem
Anschlag an den Sprengring 28 tritt und hierbei dem Vortreibrohr 2 einen Aufwärtshub erteilt, der in seiner
Größe durch die Überdruckventile 42 begrenzt ist, da sie bei Nachlassen der Spannung der Seile 38 öffnen.
Beim Aufwärtshub wirkt der Preß- und Schlagkolben 29 als Schlagkolben. Durch intermittierende Abwärts- und
Aufwärtsbewegung des Preß- und Schlagkolbens 29 erfolgt bei jeder Betätigung des Preß- und Schlagkolbens
29 eine Verdichtung des Betons 27 und ein Schlag in Auszugsrichtung auf den Sprengring 28 des
Vortreibrohres 2. Hierdurch wird das durch die Zugseile 38 gehaltene Vortreibrohr 2 intermittierend ruckartig
ausgezogen, wobei der Beton 27 übereinanderliegende nach außen gerichtete Wülste 46 im Erdreich bildet,
durch die die Haftung des Betons 27 im Erdreich wesentlich erhöht und damit die Belastbarkeit des
verdichteten Betonpfahles vergrößert wird. In dem Vortreibrohr 2 befindet sich unterhalb des Preß- und
Schlagkolbens 29 ein absperrbarer Belüftungsstutzen 45, der in bestimmten Zeitabständen geöffnet wird, um
die Entstehung eines Unterdruckes in dem Vortreibrohr 2 bei fortschreitendem Ausziehen zu verhindern.
Die F i g. 3 und 4 zeigen eine Abwandlung der Vorrichtung, die zur Herstellung von verdichteten
Betonpfählen im Grundwasser geeignet ist. Wie die F i g. 3 erkennen läßt, sind die Kolben-Zylinderanordnungen
21 an den Laschen 20 des Vortreibrohres 2 senkrecht nach unten gerichtet, wobei ihre Kolbenstangen
mit auf dem Erdboden aufliegenden Stützfüßen 49 versehen sind. Der Preß- und Schlagkolben 47 ist in
gleicher Weise in dem Vortreibrohr 2 angeordnet wie bei F i g. 1 mit der Ausnahme, daß in dem Ende der
Kolbenstange 48 das Überdruckventil 42 angeordnet ist, an dessen Ventilstößel die Zugseile 38 des Hakens 37
angreifen. Der Preß- und Schlagkolben 47 arbeitet in gleicher Weise wie bei F i g. 1 beschrieben, mit der
Ausnahme, daß seine intermittierenden abwärts und aufwärts gerichteten Hübe durch Nachlassen bzw.
Anziehen des Kranhakens 37 erfolgen, so daß das Gewicht des Schlag- und Preßkolbens 47 so groß sein
muß, daß einerseits beim Absenken der Aufbau eines der Verdichtung dienenden Luftpolsters erfolgt, und
zum anderen beim schlagartigen Anheben dem Vortreibrohr 2 ein aufwärts gerichteter Bewegungshub
erteilt wird, wobei auch hier das Überdruckventil 42 als Sicherheit gegen ein zu großes Ausheben des
Vortreibrohres 2 aus dem Erdreich dient. In dem Preß- und Schlagkolben 47 ist eine Durchbohrung 51
angeordnet, an die eine mit einem Ventil 62 ausgestattete Luftleitung 50 angeschlossen ist, die der Aufrechterhaltung
des atmosphärischen Druckes in dem Vortreibrohr 2 dient, wobei das Ventil 62 kurzfristig geöffnet
wird, wenn sich in dem Vortreibrohr 2 ein Unterdruck während des Ausziehens des Vortreibrohres 2 ausbildet.
In dem Preß- und Schlagkolben 47 ist eine weitere Durchbrechung 52 angeordnet, die während des
Ausziehens des Vortreibrohres 2 beiderseitig geschlossen ist, und deren Funktion bei Beschreibung der F i g. 4
erläutert wird. Die Kolben-Zylinderanordnungen 21 unterstützen wenigstens in der Anfangsphase des
Ausziehens die durch die Zugseile 38 ausgeübte Zugkraft, wobei beim Anheben des Vortreibrohres 2
zwischen die Stützfüße 49 und dem Erdboden entsprechende Zwischenlagen angeordnet werden können,
um das Ausziehen des Vortreibrohres 2 in der Anfangsphase über 2 bis 3 m zu unterstützen.
Die F i g. 4 zeigt das Entfernen des Grundwassers 61 aus einem eingerammten Vortreibrohr 2 unter Verwendung
der Vorrichtung gemäß F i g. 3. An dem Preß- und Schlagkolben 47 ist eine Betonleitung 53 angeschlossen,
die an der Unterseite des Preß- und Schlagkolbens 47 durch eine aus Gummi oder aus Styropor bestehende
Kugel 54 verschlossen ist. An die beiderseitig offene Durchbrechung 52 ist an der Unterseite eine flexible
Leitung 55 angeschlossen, die an ihrem Ende einen in das Grundwasser 61 eintauchenden Korb 56 trägt An
der Oberseite der Durchbrechung 52 ist ein Absperrventil 57 angeordnet, das durch ein über eine
Umlenkrolle 59 geführtes Seil 58 in die Offenstellung bringbar ist.
Wenn das Vortreibrohr 2 eingerammt ist, wird der Preß- und Schlagkolben 47 in der zu F i g. 1 beschriebenen
Weise in das Vortreibrohr 2 eingesetzt, nachdem die Betonleitung 53 mit der Kugel 54 verschlossen ist.
Darauf wird der Preß- und Schlagkolben 47 abgesenkt, bis sich zwischen ihm und der Oberfläche des
Grundwassers 61 ein Luftpolster gebildet hat, das den hydrostatischen Druck des Grundwassers 61 übersteigt.
Darauf wird durch das Seil 58 das Absperrventil 57
geöffnet so daß bei weiter absinkendem Preß- und Schlagkolben 47 das Grundwasser 61 durch die als
Überströmleitung dienende Leitung 55 auf die Oberfläche des Preß- und Schlagkolbens 47 gefördert wird. Das
oberhalb des Preß- und Schlagkolbens 47 sich ansammelnde Grundwasser 61 beschwert zusätzlich den
Preß- und Schlagkolben 47, so daß er weiter absinkt, und alles Grundwasser 61 unterhalb des Kolbens über den
Preß- und Schlagkolben 47 durch die Leitung 55 und die Durchbrechung 52 gefördert wird. Ist sämtliches
Grundwasser 61, das sich unterhalb des Preß- und
bo Schlagkolbens 47 in dem Vortreibrohr 2 befindet, auf
diese Weise entfernt, wird das Absperrventil 57 geschlossen. Darauf wird durch die Betonleitung 53
gegen den Druck des unterhalb des Preß- und Schlagkolbens 47 bestehenden Luftpolsters 60 Beton in
u-> das Vortreibrohr 2 eingepumpt, so daß das Luftpolster
60 mit dem Preß- und Schlagkolben 47 allmählich angehoben wird. Hierbei strömt das oberhalb des Preß-
und Schlagkolbens 47 befindliche Grundwasser 61 über
die Mündung des Vortreibrohres 2 nach außen ab. Ist das Vortreibrohr 2 auf diese Weise mit Beton 27 gefüllt,
wird die Betonleitung 53 entfernt und die zugehörige Durchbohrung 51 oberseitig luftdicht verschlossen und
der Preß- und Schlagkolben aus dem Vortreibrohr 2 ausgezogen, um die flexible Leitung 55 abzunehmen und
die Durchbrechung 52 zu verschließen. Darauf wird der Preß- und Schlagkolben 47 wieder in das Vortreibrohr 2
eingeführt und der Sperring 28 eingesetzt, und der Preß- und Schlagkolben 47 wird, wie zu Fig. 3 beschrieben,
intermittierend abwärts und aufwärts bewegt, um einerseits den Beton 27 zu verdichten und andererseits
dem Vortreibrohr 2 über den Sprengring 28 in Ausziehrichtung wirkende Schläge zu erteilen. Diese
intermittierende Hubbewegung des Preß- und Schlagkolbens 47 wird solange fortgesetzt, bis das Vortreibrohr
2 soweit ausgezogen ist, daß die Zugseile 38 das Vortreibrohr 2 allein vollständig aus dem Erdreich
ausziehen können.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem Beton, bei dem ein Vortreibrohr in den
Boden eingetrieben, der Boden aus dem Vortreibrohr entfernt wird, und das Vortreibrohr mit der dem
Volumen des Pfahles entsprechenden Menge Beton gefüllt wird, und zum Zwecke der Verdichtung des
Betons oberhalb der im Rohr befindlichen Betonsäule ein Luftpolster gebildet wird, und das Rohr in
Ausziehrichtung mit einer mechanischen Kraft beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß mit Hilfe eines im Vortreibrohr angeordneten Kolbens ein unter atmosphärischem Druck
stehendes Luftpolster intermittierend verdichtet und anschließend an jede Verdichtung des Luftpolsters
dem Vortreibrohr ein in Ausziehrichturg wirkender mechanischer Schlagimpuls dumh den Kolber.· erteilt
wird.
2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem im Vortreibrohr in
axialer Richtung beweglichen, eine hohle Kolbenstange tragenden und eine der Aufnahme eines
Dichtungsringes dienenden Nut aufweisenden Preßkolben, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenfläche
des Vortreibrohres (2) eine der Aufnahme eines einen Anschlag bildenden Sprengringes (28)
dienende Nut (23) vorgesehen ist, und daß unterhalb des Sprengringes (28) der Preß- und Schlagkolben
(29) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Preß- und Schlagkolben (29) auf
seiner Oberfläche einen mit dem Sprengring (28) in Eingriff bringbaren, geräuschdämpfenden Puffer
(30) trägt
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die der Aufnahme eines
Dichtungsringes. (31) dienende Ringnut (32) durch in ihrem Boden angeordnete, axiale Bohrungen (33) mit
der Unterseite des Preß- und Schlagkolbens (29) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange des
Preß- und Schlagkolbens (29) an ihrem freien Ende mittig an einer Quertraverse (35) befestigt ist, deren
beide Enden (36) an den freien Enden von an dem Vortreibrohr (2) angeordneten Kolben-Zylinder-Anordnungen
(21) verbunden sind, und daß an der Wand des Vortreibrohres (2) um 90° zur Quertraverse
versetzte, zueinander diametral liegende, an dem Haken (37) eines Kranes aufnehmbare Zugseile (38)
angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der
Zugseile (38) an der Wand des Vortreibrohres (2) rechtwinklig nach oben gerichtete rohrförmige
Abzweigungen (39) befestigt sind, in deren achsparallelen Schenkeln (40) an sich bekannte, bei
Entlassung der Zugseile (38) öffnende Überdruckventile (42) angeordnet sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei in das Grundwasser reichenden
Vortreibrohren vor dem Einbringen des Betons unterhalb des Preß- und Schlagkolbens in dem
Vortreibrohr ein Luftpolster aufgebaut wird, und daß das durch des Luftpolster verdrängte Grundwasser
über eine Überlaufleitung oberhalb des Preß- und Schlagkolbens gebracht wird, und daß nach
Verdrängung des Grundwassers aus dem Vortreibrohr der Beton gegen den Druck des Luftpolsters
durch den Preß- und Schlagkolben hindurch in das Vortreibrohr eingebracht wird.
8. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 7 mit einem im Vortreibrohr in
axialer Richtung beweglichen, eine hohle Kolbenstange tragenden und eine der Aufnahme eines
Dichtungsringes dienende Nut aufweisenden Preßkolben, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Preß-
und Schlagkolben (47) ein sich bei Entlastung der Zugseile (37) öffnendes Überdruckventil (42) vorgesehen
ist, und daß er eine ihn durchdringende, absperrbare Durchbohrung (52), die an ihrem dem
Grundwasser (61) zugewandten Ende eine den Grundwasserspiegel untergreifende flexible Leitung
(55) trägt, und ferner eine ihn durchdringende,
absperrbare Betonieitung (53) sowie eine ihn durchdringende, absperrbare Luftleitung (50) aufweist
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die an den Laschen (20) des Vortreibrohres (2) befestigten Kolben-Zylinderanordnungen
(21) derart nach unten geschwenkt sind, daß sie sich mit ihren freien Enden auf dem Boden
unter Zwischenlage in ihrer Höhe veränderlicher Stützfüße (49) abstützen.
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|---|---|---|---|---|
| DE2905042C3 (de) * | 1979-02-07 | 1981-12-03 | Hochstrasser, Jürgen, 6600 Saarbrücken | Vorrichtung zum Verschließen eines Vortreibrohres und zum Begrenzen seines Innendruckes zum Herstellen von Preßbetonphählen |
| RU2634759C1 (ru) * | 2016-07-28 | 2017-11-03 | Акционерное общество "Научно-исследовательский центр "Строительство", АО "НИЦ "Строительство" | Способ сооружения буронабивной сваи |
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-
1975
- 1975-11-07 DE DE19752559615 patent/DE2559615C3/de not_active Expired
Also Published As
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