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DE2559615B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem Beton - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem Beton

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DE2559615B2
DE2559615B2 DE19752559615 DE2559615A DE2559615B2 DE 2559615 B2 DE2559615 B2 DE 2559615B2 DE 19752559615 DE19752559615 DE 19752559615 DE 2559615 A DE2559615 A DE 2559615A DE 2559615 B2 DE2559615 B2 DE 2559615B2
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piston
pipe
concrete
propulsion pipe
propulsion
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DE2559615A1 (de
DE2559615C3 (de
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Ing.(grad.) Jürgen 6600 Saarbrücken Hochbrücken
Hans 6601 Saarbrücken-Biscchmisheim Mathieu
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D5/00Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
    • E02D5/22Piles
    • E02D5/34Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same
    • E02D5/38Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same making by use of mould-pipes or other moulds
    • E02D5/42Concrete or concrete-like piles cast in position ; Apparatus for making same making by use of mould-pipes or other moulds by making use of pressure liquid or pressure gas for compacting the concrete

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Placing Or Removing Of Piles Or Sheet Piles, Or Accessories Thereof (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem Beton.
Bei dem Verfahren wird in üblicher Weise zunächst ein Vortreibrohr in den Boden eingetrieben, worauf der Boden aus dem Vortreibrohr entfernt wird, und das Vortreibrohr mit der dem Volumen des Pfahles entsprechenden Menge Beton gefüllt wird. Zum Zwecke der Verdichtung des in das Vortreibrohr eingefüllten Betons ist es aus der GB-PS 3 98 050 bekannt, oberhalb der im Rohr befindlichen Betonsäule ein Luftpolster zu bilden, und das Rohr in Ausziehrichtung mit einer mechanischen Kraft zu beaufschlagen. Nach dem Einfüllen des Betons wird das Vortreibrohr dichtend verschlossen, und in den oberhalb des Betons befindlichen Raum des Vortreibrohres wird Preßluft eingegeben, um ein konstantes Luftpolster aufzubauen, durch das der in dem Vortreibrohr befindliche Beton
so verdichtet und das Vortreibrohr mit dem in Ausziehrichtung wirkenden Druck beaufschlagt wird. An dem Vortreibrohr greift eine in Ausziehrichtung wirkende mechanische Kraft an, die durch den Druck des Luftpolsters unterstützt wird.
Aus der DE-PS 5 68 333 ist eine Methode bekannt, bei der das Vortreibrohr nicht mit der gesamten erforderlichen Betonmenge vollständig gefüllt wird, sondern bestimmte Betonmengen in zeitlicher Aufeinanderfolge eingegeben und durch Druckluft verdichtet werden.
Hierbei muß bei Eingabe jeder Betonmenge das Vortreibrohr geöffnet und anschließend geschlossen werden, um das für die Verdichtung erforderliche Luftpolster durch Zufuhr von Druckluft aufzubauen. Zur Eingabe der folgenden Betonmenge muß das Luftpolster entlastet, das Vortreibrohr geöffnet und wieder geschlossen und ein neues konstantes Druckluftpolster aufgebaut werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das
erstgenannte bekannte Verfahren so abzuwandeln, daß auf die Verwendung von Preßluft für das Luftpolster verzichtet und damit der für die Erzeugung von Preßluft erforderliche Aufwand vermieden wird, daß mit einfachen Mitteln eine zuverlässige Unterstützung beim Ausziehen des Vortreibrohres in der Ausziehrichtung gegeben wird, ohne daß die Gefahr besteht, daß das Vortreibrohr aus dem Bohrloch herausschießt, und daß eine feste Verbindung des Betons mit dem Erdreich gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs gelöst durch die in seinem kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale.
Das atmosphärische Luftpolster wird intermittierend mechanisch verdichtet, so daß es einen Druck auf die in dem Vortreibrohr befindliche Betonsäule ausübt und nach jedem Verdichtungsimpuls wird das Luftpolster wieder auf atmosphärischen Druck entspannt, und dem Vortreibrohr wird ein in Ausziehrichtung wirkender mechanischer Schlagimpuls durch einen Ko'ben erteilt.
Die der Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung gehl aus von der in der DE-PS 6 56 837 bekannten Ausführungsform, bei der in dem Vortreibrohr ein in axialer Richtung beweglicher dichtend aufgenommener Preßkolben angeordnet ist zum Zwekke der Verdichtung des Betons. Zur Verdichtung des Betons wird in das geschlossene Vortreibrohr oberhalb des Preßkolbens Druckluft eingegeben, unte·- deren Wirkung der Preßkolben sich nach unten bewegt und den Beton verdichtet. Nach Erreichen der Verdichtungsstellung des Preßkolbens werden durch die Kolbenstange im Deckel des Vortreibrohres angeordnete Ventile geöffnet und das Druckpolster ins Freie entlassen.
Bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 2 kennzeichnet sich diese durch die in dem kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale.
Die Ansprüche 3 bis 6 stellen vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung gemäß Anspruch 2 dar.
Bei einem in das Grundwasser reichenden Vortreibrohr kennzeichnet sich das Verfahren weiter durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 7 angegebenen Merkmale.
Die der Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 7 dienende Vorrichtung ist bei einer Ausführungsform nach dem Oberbegriff des Anspruches 8 gekennzeichnet durch die in dem kennzeichnenden Teil angegebenen Merkmale. Der Anspruch 9 dient der vorteilhaften Weiterbildung der Vorrichtung gemäß Anspruch 8.
Insbesondere bei der Herstellung von Pfählen mit relativ geringer Tiefe ist die Erfindung wegen ihrer Wirtschaftlichkeit vorteilhaft, da nur Bohrbagger oder Kräne mit geringer Tragfähigkeit, die dem Gewicht des Rohres entsprechen kann, eingesetzt werden müssen.
Die Erfindung ist auch in sehr engen Baugruben und in schlecht befahrbarem Gelände verwendbar. Die Vorrichtungsteile sind in ihren Anschaffungskosten sehr niedrig und arbeiten geräuscharm, ohne da!? der Betrieb von hindernden Schalldämmkapseln erschwert und verteuert wird. Durch dK: Verdichtung des Betons mittels eines atmosphärischen l-uftpolsters und durch die intermittierende, durch die S^hlagimpulse bedingte Rüttelung des Rohres beim Rückzug entsteht eine sehr gute Verdichtung und eifie infiige Verzahnung des Betons mit dem den Pfahl unigebenden Erdreich, da nach jedem Schlagimpuls der Beton durch das Luftpolster in das Erdreich eingedrückt wird. Der ruckartige Rohrrückzug bewirkt nämlich eine Wulstbildung und damit eine wesentlich erhöhte Mantelreibung des fertigen Pfahles im Erdreich. Die nach der Erfindung hergestellten verdichteten Rüttelpfähle haben eine erheblich größere Tragfähigkeit als geschüttete Betonpfähle.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht in der vielseitigen Anwendungsmöglichkeit der einzelnen Konstruktionsteile, so daß diese universell
ίο allen auftretenden Gegebenheiten und Forderungen angepaßt werden können. So kann der Preß- und Schlagkolben zur Verdichtung des Betons und zur Erteilung von Schlagimpulsen an das Rohr dienen; er kann aber auch zur Verdrängung des Grundwassers in den Vortreibrohr vor der Einbringung des Betons benutzt werden. Die Kolben-Zylinderanordnungen dienen sowohl dem Eintreiben des Vortreibrohres als auch in unterschiedlicher Weise dem Rohrrückzug. Der Preß- und Schlagkolben kann mit den Kolben-Zylinderanordnungen, mit einem Kran, einem Bohrbagger oder einem ähnlichen Antrieb entsprechend den örtlichen Verhältnissen eingesetzt werden. Mit ein und demselben Preß- und Schlagkolben können auch verdichtete Betonpfähle mit unterschiedlichen, den geforderten Tragfähigkeiten angepaßten Pfahldurchmessern hergestellt werden; so kann beispielsweise mit einer für ein Rohr von 90 cm Durchmesser bestimmten Vorrichtung auch Pfähle mit beispielsweise 80, 75, 64, 60, 52 oder 42 cm Durchmesser hergestellt werden.
Die Zeichnungen zeigen beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung, und es bedeutet
F i g. 1 Schnitt durch ein Vortreibrohr mit der der Verdichtung des Betons und dem Auszug des Vortreibrohres dienenden Vorrichtung;
Fig. 2 Seitenansicht gemäß Fig. 1;
F i g. 3 eine weitere, der zusätzlichen Entfernung von Grundwasser aus dem Rohr dienende Vorrichtung; und F i g. 4 Darstellung gemäß F i g. 3 bei Entfernung des Grundwassers.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine zum Ausziehen eines eingerammten, mit zu verdichtendem Beton 27 gefüllten Vortreibrohres 2 dienende Vorrichtung.
An der Innenseite der Verstärkung 8 des Vortreibrohres 2 ist die Ringnut 23 angeordnet, die der Aufnahme eines Sprengringes 28 dient. Bevor der Sprengring 28 in die Ringnut 23 eingesetzt wird, wird ein Preß- und Schlagkolben 29 in das Vortreibrohr 2 eingeführt. Der Preß- und Schlagkolben 29 trägt auf einer Oberseite einen der Geräuschdämmung dienenden Puffer 30.
so Unterhalb des Puffers 30 ist in dem Preß- und Schlagkolben 29 eine Ringnut 32 angeordnet, in der ein Dichtungsring 31 liegt. Der Boden der Ringnut 32 steht über achsparallele Bohrungen 33 mit der Unterseite des Preß- und Schlagkolbens 29 in Verbindung. An dem Preß- und Schlagkolben 29 ist eine nach aufwärts gerichtete hohle, an ihrem freien Ende dichtend verschlossene Kolbenstange 34 befestigt, die an ihrem freien Ende eine Quertraverse 35 trägt, deren beiderseitige Enden 36 mit den Kolbenstangen der Kolben-Zylinderanordnungen 21 befestigt sind, deren Kolben an den am Vortreibrohr 2 befestigten Laschen 20 aufgenommen sind. Wie F i g. 2 zeigt, sind an dem Haken 37 zwei Zugseile 38 befestigt, die über abgerundete Wülste 41 der Verstärkung 8 des Vortreibrohres 2 geführt sind. An dem Vortreibrohr 2 sind in diametraler Gegenüberlage zwei rohrförmige abgewinkelte Abzweigungen 39 befestigt, in deren senkrecht aufwärts gerichteten Schenkeln 40 an sich
bekannte Überdruckventile 42 angeordnet sind.
Die Zugseile 38 greifen an den Ventilstößeln 43 der Überdruckventile 42 an und halten ihre Ventilteller unter Wirkung der Zugseile 38 und des im Vortreibrohr 2 herrschenden Luftdruckes geschlossen. Läßt beim Aufwärtshub des Vortreibrohres 2 die Spannung der Zugseile 38 nach, werden die Überdruckventile 42 geöffnet, und der im Vortreibrohr 2 herrschende Luftdruck wird über die Entlüftungsöffnungen 44 entlastet. Beim Ausziehen steht das Vortreibrohr 2 unter dem in Auszugsrichtung wirkenden Zug der Zugseile 38. Zur Verdichtung des Betons 27 wird durch die Kolben-Zylinderanordnungen 21 die Quertraverse 35 und mit ihr der Preß- und Schlagkolben 29 nach unten abgesenkt, wodurch zwischen dem Preß- und Schlagkolben 29 und der Oberfläche des Betons 27 die in dem Vortreibrohr 2 befindliche atmosphärische Luft zu einem Druckluftpolster verdichtet wird, das verdichtend auf den Beton 27 einwirkt und den Beton 27 unterhalb des Vortreibrohres 2 wulstförmig in das Erdreich eingepreßt, wie bei 46 der F i g. 2 gezeigt ist. Bei diesem Abwärtshub wirkt der Preß- und Schlagkolben 29 als Preßkolben auf den Beton 27. Darauf wird durch die Kolben-Zylinderanordnungen 21 der Preß- und Schlagkolben 29 schlagartig nach oben geführt, in die strichpunktierte Stellung, wobei bei Entlastung des Luftpolsters im Rohr 2 der Puffer 30 in schlagartigem Anschlag an den Sprengring 28 tritt und hierbei dem Vortreibrohr 2 einen Aufwärtshub erteilt, der in seiner Größe durch die Überdruckventile 42 begrenzt ist, da sie bei Nachlassen der Spannung der Seile 38 öffnen. Beim Aufwärtshub wirkt der Preß- und Schlagkolben 29 als Schlagkolben. Durch intermittierende Abwärts- und Aufwärtsbewegung des Preß- und Schlagkolbens 29 erfolgt bei jeder Betätigung des Preß- und Schlagkolbens 29 eine Verdichtung des Betons 27 und ein Schlag in Auszugsrichtung auf den Sprengring 28 des Vortreibrohres 2. Hierdurch wird das durch die Zugseile 38 gehaltene Vortreibrohr 2 intermittierend ruckartig ausgezogen, wobei der Beton 27 übereinanderliegende nach außen gerichtete Wülste 46 im Erdreich bildet, durch die die Haftung des Betons 27 im Erdreich wesentlich erhöht und damit die Belastbarkeit des verdichteten Betonpfahles vergrößert wird. In dem Vortreibrohr 2 befindet sich unterhalb des Preß- und Schlagkolbens 29 ein absperrbarer Belüftungsstutzen 45, der in bestimmten Zeitabständen geöffnet wird, um die Entstehung eines Unterdruckes in dem Vortreibrohr 2 bei fortschreitendem Ausziehen zu verhindern.
Die F i g. 3 und 4 zeigen eine Abwandlung der Vorrichtung, die zur Herstellung von verdichteten Betonpfählen im Grundwasser geeignet ist. Wie die F i g. 3 erkennen läßt, sind die Kolben-Zylinderanordnungen 21 an den Laschen 20 des Vortreibrohres 2 senkrecht nach unten gerichtet, wobei ihre Kolbenstangen mit auf dem Erdboden aufliegenden Stützfüßen 49 versehen sind. Der Preß- und Schlagkolben 47 ist in gleicher Weise in dem Vortreibrohr 2 angeordnet wie bei F i g. 1 mit der Ausnahme, daß in dem Ende der Kolbenstange 48 das Überdruckventil 42 angeordnet ist, an dessen Ventilstößel die Zugseile 38 des Hakens 37 angreifen. Der Preß- und Schlagkolben 47 arbeitet in gleicher Weise wie bei F i g. 1 beschrieben, mit der Ausnahme, daß seine intermittierenden abwärts und aufwärts gerichteten Hübe durch Nachlassen bzw. Anziehen des Kranhakens 37 erfolgen, so daß das Gewicht des Schlag- und Preßkolbens 47 so groß sein muß, daß einerseits beim Absenken der Aufbau eines der Verdichtung dienenden Luftpolsters erfolgt, und zum anderen beim schlagartigen Anheben dem Vortreibrohr 2 ein aufwärts gerichteter Bewegungshub erteilt wird, wobei auch hier das Überdruckventil 42 als Sicherheit gegen ein zu großes Ausheben des Vortreibrohres 2 aus dem Erdreich dient. In dem Preß- und Schlagkolben 47 ist eine Durchbohrung 51 angeordnet, an die eine mit einem Ventil 62 ausgestattete Luftleitung 50 angeschlossen ist, die der Aufrechterhaltung des atmosphärischen Druckes in dem Vortreibrohr 2 dient, wobei das Ventil 62 kurzfristig geöffnet wird, wenn sich in dem Vortreibrohr 2 ein Unterdruck während des Ausziehens des Vortreibrohres 2 ausbildet. In dem Preß- und Schlagkolben 47 ist eine weitere Durchbrechung 52 angeordnet, die während des Ausziehens des Vortreibrohres 2 beiderseitig geschlossen ist, und deren Funktion bei Beschreibung der F i g. 4 erläutert wird. Die Kolben-Zylinderanordnungen 21 unterstützen wenigstens in der Anfangsphase des Ausziehens die durch die Zugseile 38 ausgeübte Zugkraft, wobei beim Anheben des Vortreibrohres 2 zwischen die Stützfüße 49 und dem Erdboden entsprechende Zwischenlagen angeordnet werden können, um das Ausziehen des Vortreibrohres 2 in der Anfangsphase über 2 bis 3 m zu unterstützen.
Die F i g. 4 zeigt das Entfernen des Grundwassers 61 aus einem eingerammten Vortreibrohr 2 unter Verwendung der Vorrichtung gemäß F i g. 3. An dem Preß- und Schlagkolben 47 ist eine Betonleitung 53 angeschlossen, die an der Unterseite des Preß- und Schlagkolbens 47 durch eine aus Gummi oder aus Styropor bestehende Kugel 54 verschlossen ist. An die beiderseitig offene Durchbrechung 52 ist an der Unterseite eine flexible Leitung 55 angeschlossen, die an ihrem Ende einen in das Grundwasser 61 eintauchenden Korb 56 trägt An der Oberseite der Durchbrechung 52 ist ein Absperrventil 57 angeordnet, das durch ein über eine Umlenkrolle 59 geführtes Seil 58 in die Offenstellung bringbar ist.
Wenn das Vortreibrohr 2 eingerammt ist, wird der Preß- und Schlagkolben 47 in der zu F i g. 1 beschriebenen Weise in das Vortreibrohr 2 eingesetzt, nachdem die Betonleitung 53 mit der Kugel 54 verschlossen ist. Darauf wird der Preß- und Schlagkolben 47 abgesenkt, bis sich zwischen ihm und der Oberfläche des Grundwassers 61 ein Luftpolster gebildet hat, das den hydrostatischen Druck des Grundwassers 61 übersteigt.
Darauf wird durch das Seil 58 das Absperrventil 57
geöffnet so daß bei weiter absinkendem Preß- und Schlagkolben 47 das Grundwasser 61 durch die als Überströmleitung dienende Leitung 55 auf die Oberfläche des Preß- und Schlagkolbens 47 gefördert wird. Das oberhalb des Preß- und Schlagkolbens 47 sich ansammelnde Grundwasser 61 beschwert zusätzlich den Preß- und Schlagkolben 47, so daß er weiter absinkt, und alles Grundwasser 61 unterhalb des Kolbens über den Preß- und Schlagkolben 47 durch die Leitung 55 und die Durchbrechung 52 gefördert wird. Ist sämtliches Grundwasser 61, das sich unterhalb des Preß- und
bo Schlagkolbens 47 in dem Vortreibrohr 2 befindet, auf diese Weise entfernt, wird das Absperrventil 57 geschlossen. Darauf wird durch die Betonleitung 53 gegen den Druck des unterhalb des Preß- und Schlagkolbens 47 bestehenden Luftpolsters 60 Beton in
u-> das Vortreibrohr 2 eingepumpt, so daß das Luftpolster 60 mit dem Preß- und Schlagkolben 47 allmählich angehoben wird. Hierbei strömt das oberhalb des Preß- und Schlagkolbens 47 befindliche Grundwasser 61 über
die Mündung des Vortreibrohres 2 nach außen ab. Ist das Vortreibrohr 2 auf diese Weise mit Beton 27 gefüllt, wird die Betonleitung 53 entfernt und die zugehörige Durchbohrung 51 oberseitig luftdicht verschlossen und der Preß- und Schlagkolben aus dem Vortreibrohr 2 ausgezogen, um die flexible Leitung 55 abzunehmen und die Durchbrechung 52 zu verschließen. Darauf wird der Preß- und Schlagkolben 47 wieder in das Vortreibrohr 2 eingeführt und der Sperring 28 eingesetzt, und der Preß- und Schlagkolben 47 wird, wie zu Fig. 3 beschrieben,
intermittierend abwärts und aufwärts bewegt, um einerseits den Beton 27 zu verdichten und andererseits dem Vortreibrohr 2 über den Sprengring 28 in Ausziehrichtung wirkende Schläge zu erteilen. Diese intermittierende Hubbewegung des Preß- und Schlagkolbens 47 wird solange fortgesetzt, bis das Vortreibrohr 2 soweit ausgezogen ist, daß die Zugseile 38 das Vortreibrohr 2 allein vollständig aus dem Erdreich ausziehen können.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

1 Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von Pfählen aus verdichtetem Beton, bei dem ein Vortreibrohr in den Boden eingetrieben, der Boden aus dem Vortreibrohr entfernt wird, und das Vortreibrohr mit der dem Volumen des Pfahles entsprechenden Menge Beton gefüllt wird, und zum Zwecke der Verdichtung des Betons oberhalb der im Rohr befindlichen Betonsäule ein Luftpolster gebildet wird, und das Rohr in Ausziehrichtung mit einer mechanischen Kraft beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe eines im Vortreibrohr angeordneten Kolbens ein unter atmosphärischem Druck stehendes Luftpolster intermittierend verdichtet und anschließend an jede Verdichtung des Luftpolsters dem Vortreibrohr ein in Ausziehrichturg wirkender mechanischer Schlagimpuls dumh den Kolber.· erteilt wird.
2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem im Vortreibrohr in axialer Richtung beweglichen, eine hohle Kolbenstange tragenden und eine der Aufnahme eines Dichtungsringes dienenden Nut aufweisenden Preßkolben, dadurch gekennzeichnet, daß in der Innenfläche des Vortreibrohres (2) eine der Aufnahme eines einen Anschlag bildenden Sprengringes (28) dienende Nut (23) vorgesehen ist, und daß unterhalb des Sprengringes (28) der Preß- und Schlagkolben
(29) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Preß- und Schlagkolben (29) auf seiner Oberfläche einen mit dem Sprengring (28) in Eingriff bringbaren, geräuschdämpfenden Puffer
(30) trägt
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die der Aufnahme eines Dichtungsringes. (31) dienende Ringnut (32) durch in ihrem Boden angeordnete, axiale Bohrungen (33) mit der Unterseite des Preß- und Schlagkolbens (29) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange des Preß- und Schlagkolbens (29) an ihrem freien Ende mittig an einer Quertraverse (35) befestigt ist, deren beide Enden (36) an den freien Enden von an dem Vortreibrohr (2) angeordneten Kolben-Zylinder-Anordnungen (21) verbunden sind, und daß an der Wand des Vortreibrohres (2) um 90° zur Quertraverse versetzte, zueinander diametral liegende, an dem Haken (37) eines Kranes aufnehmbare Zugseile (38) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der Zugseile (38) an der Wand des Vortreibrohres (2) rechtwinklig nach oben gerichtete rohrförmige Abzweigungen (39) befestigt sind, in deren achsparallelen Schenkeln (40) an sich bekannte, bei Entlassung der Zugseile (38) öffnende Überdruckventile (42) angeordnet sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei in das Grundwasser reichenden Vortreibrohren vor dem Einbringen des Betons unterhalb des Preß- und Schlagkolbens in dem Vortreibrohr ein Luftpolster aufgebaut wird, und daß das durch des Luftpolster verdrängte Grundwasser über eine Überlaufleitung oberhalb des Preß- und Schlagkolbens gebracht wird, und daß nach Verdrängung des Grundwassers aus dem Vortreibrohr der Beton gegen den Druck des Luftpolsters durch den Preß- und Schlagkolben hindurch in das Vortreibrohr eingebracht wird.
8. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 7 mit einem im Vortreibrohr in axialer Richtung beweglichen, eine hohle Kolbenstange tragenden und eine der Aufnahme eines Dichtungsringes dienende Nut aufweisenden Preßkolben, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Preß- und Schlagkolben (47) ein sich bei Entlastung der Zugseile (37) öffnendes Überdruckventil (42) vorgesehen ist, und daß er eine ihn durchdringende, absperrbare Durchbohrung (52), die an ihrem dem Grundwasser (61) zugewandten Ende eine den Grundwasserspiegel untergreifende flexible Leitung (55) trägt, und ferner eine ihn durchdringende, absperrbare Betonieitung (53) sowie eine ihn durchdringende, absperrbare Luftleitung (50) aufweist
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Laschen (20) des Vortreibrohres (2) befestigten Kolben-Zylinderanordnungen (21) derart nach unten geschwenkt sind, daß sie sich mit ihren freien Enden auf dem Boden unter Zwischenlage in ihrer Höhe veränderlicher Stützfüße (49) abstützen.
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