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DE2559223C2 - Vorrichtung zum Erheben und/oder Verarbeiten von Daten - Google Patents

Vorrichtung zum Erheben und/oder Verarbeiten von Daten

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Publication number
DE2559223C2
DE2559223C2 DE19752559223 DE2559223A DE2559223C2 DE 2559223 C2 DE2559223 C2 DE 2559223C2 DE 19752559223 DE19752559223 DE 19752559223 DE 2559223 A DE2559223 A DE 2559223A DE 2559223 C2 DE2559223 C2 DE 2559223C2
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DE
Germany
Prior art keywords
assemblies
multiplexer
designed
systems
demultiplexer
Prior art date
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Expired
Application number
DE19752559223
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English (en)
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DE2559223B1 (de
Inventor
Anmelder Gleich
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Original Assignee
Individual
Filing date
Publication date
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Priority to DE19752559223 priority Critical patent/DE2559223C2/de
Publication of DE2559223B1 publication Critical patent/DE2559223B1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2559223C2 publication Critical patent/DE2559223C2/de
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erheben und/oder Verarbeiten von Daten mit einer Anordnung von Baugruppen, deren Ausgangsgröße Information über Daten beinhaltet, die durch die Baugruppen erhoben wurden, oder die durch ihre Eingangsgröße, welche diese Daten beinhaltet, beeinflußt werden.
Bei den bekannten derartigen Einrichtungen ist jeder Baugruppe meist entweder eine eigene Einrichtung zur Herstellung der Eingangsgröße bzw. zur Verarbeitung der Ausgangsgröße oder ein eigener Multiplexerkanal zugeordnet. Dies hat den Nachteil, daß bei einer großen Anzahl von Bauelementen die Einrichtungen zur Eingabe bzw. Ausgabe selbst bei Anwendung elektronischer Schaltungen kompliziert und aufwendig werden.
Vorteile bringen demgegenüber ebenfalls bekannte Verfahren, bei denen zwei abhängig voneinander arbeitende Multiplexergruppen die Baugruppen anwählen, wobei nur diejenigen Baugruppen aktiviert werden, die von beiden Multiplexern gleichzeitig angewählt wurden. Diese Technik wird z. B. in der Rechnertechnik beim Anwählen von Kernspeicherplätzen oder bei einer Anordnung nach der DT-OS 25 29 475.1 benutzt. Hierbei ist es möglich, mit einem a-kanaligen und einem />-kanaligen Multiplexer N=a-b (Gleichung 1) Baugruppen eindeutig anzuwählen. In letzter Schrift wird eine Vorrichtung zum zeitabhängigen Messen physikalischer Größen beschrieben.
Vorrichtungen nach dieser Schrift bestehen aus: einem Spannungsgenerator, einem Demultiplexer, dem Hauptteil mit vielen gleichartigen Baugruppen als Meßfühler, einem Multiplexer und einer Registriereinrichtung. Es ist stets nur diejenige Baugruppe aktiviert, die sowohl durch den Demultiplexer als auch durch den Multiplexer angewählt ist. Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die oben beschriebene Technik zu verallgemeinern, d. h., ein System zu schaffen, mit dem es gelingt, mit Hilfe von a + b + c + d +... Multiplexerkanälen abcd... Baugruppen anzuwählen, wobei die Baugruppen z. B. zum Messen, Speichern oder Darstellen dienen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst
Dabei wird zum einen von dem Gedanken Gebrauch gemacht, daß ρ Multiplexersysteme DMn^ mit m-Stufen, wobei 1 < u < p, ein Hauptteil mit mindestens 16 Baugruppen Bio. *„ die dem Zweck der Einheit angepaßt sind, und 9 Multiplexersysteme MX„.V mit «-Stufen, wobei 1 < ν < q, vorgesehen sind, daß jede Baugruppe B,u,kv mindestens zwei Anschlüsse nämlich \...p+q aufweist, daß jeder Ausgang a,m " der Demultiplexersysteme DMn „ mit den Anschlüssen u von mehreren Baugruppen Bi11 »„verbunden ist daß jeder Eingang bk"·v der Multiplexersysteme MXn. v mit den Anschlüssen ρ+ ν von mehreren Baugruppen &„*,. verbunden ist daß am Eingang jedes Demultiplexersystems DAfn,., jeweils zweiter Anschluß eines Generators G„ angeschlossen ist, daß diese Generatoren, die durch alk Demultiplexersysteme DMn,. u und die durch alk Multiplexersysteme MXn. r gleichzeitig angewählter Baugruppen fl,ut>Ara beeinflussen und/oder daß an der Ausgängen der Multiplexersysteme MXn, v Folgen vor Ausgangsgrößen abgenommen werden, die durch die
ίο Folge der Baugruppen B,u<ykvo, welche durch dit Demultiplexersysteme und die Multiplexersysteme gleichzeitig angeschlossen werden, beeinflußt sind odei diese beeinflußt haben.
Dabei bezeichnen
' u bzw. ν die laufenden Nummern der De- bzw
Multiplexersysteme,
ρ bzw. q deren Anzahl,
m bzw. η die Stufenzahl der De- bzw. Multiplexersy steme·
i bzw. k die laufende Nummer der Ausgänge der De-
bzw. Multiplexersysteme, Bi11. *,. die Bauelemente, die mit den Ausgängen
des Demultiplexersystems u und mit der
Eingängen Ar des Multiplexersystems ι
verbunden sind und
Biul>kvdurch ihren zusätzlichen Index ο die gerade
angewählten Baugruppen.
Die Vorrichtung weist im allgemeinen viele Baugruppen auf, von denen diejenige, die zum einen übei Demultiplexersysteme mit allen Generatoren verbunden ist und die zum anderen über Multiplexersysteme mit dem Ausgang eines jeden Multiplexersystem; verbunden ist. in der Lage ist, von den Ausgangsgrößen der Generatoren und damit von den Eingangsgrößer der Baugruppen beeinflußt zu werden oder die Ausgangsgröße der Generatoren und damit die an der Ausgängen der Multiplexersysteme anstehenden Größen zu beeinflussen.
Die Vorrichtung weist also Baugruppen auf, von denen jede z. B. zum Zwecke der Messung, Speicherung. Darstellung, Steuerung oder Regelung nur dann aktiviert wird, wenn alle Demultiplexersysteme und alle Multiplexersysteme sie angewählt haben. Durch die Anordnung von Demultiplexersystemen mit Aw.. A^. 4p-Kanälen und von Multiplexersystemen mit fli,.. B, ... β,-Kanälen ist es möglich.
N = A1 ■ A2 ... A11- ... A- B,- B2- ... Br- ... B1
= Ua11- Ub,
II
Baugruppen eindeutig abzufragen.
Erfindungsgemäß werden auch für die Demultiplexer systeme und für die Multiplexersysteme besonder« Einrichtungen benutzt Die folgenden Erklärunger beziehen sich exemplarisch auf den einfachsten Fall, dal jede Baugruppe durch eine Schalterstellung dei (De-)Multiplexersysteme eindeutig gekennzeichnet ist Die Einrichtungen enthalten ihrerseits Schaltersysteme weiche so angeordnet sind, daß sich die Kanalzahl dei (De-)Multiplexersysteme als Produkt der Kanalzahl dei aufgewendeten Schaltersysteme ergibt Dazu wird dei Eingang eines Demultiplexersystems u mit dem Eingang eines herkömmlichen /-,"-kanaligen Schaltersystem: (beispielsweise eines Umschalters), welch letzterer in allgemeinen Formalismus »Demultiplexeruntersysten
erster Ordnung ÜMi.,,« genannt wird, verbunden. Jeder seiner ri"-Ausgänge a,'" (mit 1 ... / ... n") ist mit mehreren Leitstunden verbunden, die mit a,;i2", ... a,j22" durchnummeriert sind. Alle Leitungen mit dem gleichen Index r, die zu verschiedenen Ausgängen von DM\, „, „ gehören, sind über Entkopplungsglieder mit demselben Eingang er eines weiteren f2-kanaligen Schaltersystems DE2. „ verbunden. Dieses verbindet mit einer Ausnahme alle Eingänge mit dem ersten Anschluß eines Generators. Der DM\.U, das De2.„ und die Entkopplungsglieder bilden zusammen mit ihren Verbindungsleitungen ein »Demulliplexeruntersystem zweiter Ordnung«, an dessen Ausgänge die Leitungen a,.r2·" über die Entkopplungsglieder geführt sind. Jede dieser Leitungen a,. r 2·" ist einem ersten Anschluß eines Entkopplungsgliedes zugeführt. Von einem weiteren Anschluß dieses Entkopplungsgliedes führt eine Leitung a,2" zu einem Ausgang des Demultiplexeruntersystems zweiter Ordnung DM2.,,.
Das Demultiplexeruntersystem dritter Ordnung wird wiederum gebildet aus dem Untersystem zweiter Ordnung, dessen Ausgangsleitungen a,2u mit jeweils rj" Leitungen verbunden sind, die ihrerseits über Entkopplungsglieder zu den Ausgängen des Untersystems dritter Ordnung führen. Lediglich jeweils eine der Leitungen, die mit dem gleichen Ausgang des Demultiplexeruntersystems zweiter Ordnung a,3u verbunden sind, wird durch ein weiteres Schaltersystem DEy „ nicht geerdet. Auf diese Weise wird das Demultiplexersystem DMm, u stufenweise aufgebaut; die Ausgänge der letzten Stufe a,m" des Systems m-ter Ordnung sind schließlich mit den Anschlüssen 21 der Baugruppen ß,„. *,. verbunden, die an den Eingang des DM„,.U angelegte Ausgangsgröße eines Generators G1, tritt demnach nur an denjenigen Ausgängen des Systems m-ter Ordnung auf, der (über Entkopplungsglieder) mit dem angewählten Eingang des Untersystems erster Ordnung auf keiner Stufe mit dem ersten Anschluß eines Generators ist. Mit dieser Schaltung gelingt es, durch den Einsatz von Schaltersystemen mit rf + r2" + ... n" + ... r„,u Kanälen ein Demultiplexersystem mit
Kanälen zu schaffen.
Um eine unerwünschte Kopplung zwischen Schaltungsteilen zu vermeiden, ist zwischen die zugeordneten Ausgänge a,'-'" und a,'" von aufeinanderfolgenden Stufen und dem zugeordneten Eingang er'·" des zugeordneten Schaltersystems DE1-"ein Entkopplungsglied geschaltet.
Das Multiplexersystem ist entsprechend aufgebaut wie das Demultiplexersystem, wobei die Baugruppen Bi, k an den Eingang des Multiplexersystems /n-ter Ordnung und der Ausgang des Multiplexersystems erster Ordnung (eines herkömmlichen Schaltersystems) an eine Einrichtung zur Weiterverarbeitung angeschlossen ist Die Maximalzahl der durch diese Anordnung abfragbaren Baugruppen Bi * ist nach Gleichung (2), (3) gleich dem Produkt der Kanalzahlen aller in den Demultiplexer- und Multiplexersystemen angeordneten Schaltersystemen.
Durch die Einschränkung, daß mindestens eine der Größen m, n, p, q größer als 1 ist, ist die Erfindung gegenüber dem oben angesprochenen Stand der Technik (Geräte mit je einem einstufigen Demultiplexer und Multiplexer) abgegrenzt
Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht mit geringem Aufwand das Erheben und Verarbeiten einer großen Anzahl von Daten. Dabei ist es z. B. durch den Einsatz von vier 16kanaligen Schaltersystemen möglich, 65 536 Baugruppen anzuwählen.
.1 Es besteht Gefahr, daß die Ausgangsgröße (sofern es sich um einen elektrischen, pneumatischen oder anderweitigen Strom oder um eine magnetische Durchflutung handelt) nicht nur über die gerade eingeschaltete Baugruppe sondern auch über eine Kette parallelgeschalteter Baugruppen zum Multiplexersystem gelangt. Wenn man alle Ausgangsleitungen des Demultiplexersystems mit jeweils einem der Ausgangsgröße entsprechenden Widerstand R, belastet, dessen Wert vergleichsweise klein ist, dann wird diesem störenden Einfluß begegnet.
An die Multiplexersysteme kann sich eine Einrichtung zur Weiterverarbeitung, d. h. zur Speicherung und/oder Verarbeitung und/oder Darstellung des die Information über die Baugruppen tragenden Signals anschließen.
Beispielsweise kann mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung die Verteilung von Eigenschaften (z. B. Meßgrößen, Speicherzuständen) über die Baugruppen Bi„kv mit einem Videorekorder gespeichert und/oder mit einem umgebauten Fernsehempfänger durch die Helligkeitsverteilung auf dem Schirm dargestellt werden. Dazu wird gegebenenfalls dessen Vertikalverstärker mit einer Hochfrequenzspannung im Megahertzbereich beaufschlagt bzw. der Elektronenstrahl wird defokussiert, daß die Zeilenbreite den mehrfachen Wert
to des normalen Fernsehempfängers annimmt. Daneben wird die Zeilen- und Bildfrequenz den Taktfrequenzen geeigneter Schaltersysteme angepaßt und durch diese synchronisiert. Wird noch die Strahlintensität des Fernsehempfängers mit der Ausgangsspannung des Multiplexersystems MXn. 1 gesteuert, so erhält man auf dem Schirm rechteckige Flächen, deren Helligkeiten dem Zustand der zugeordneten Baugruppen 6,,,.A1 entsprechen.
Sind z. B. die Baugruppen matrixförmig angeordnet, so werden die einen Anschlüsse der Baugruppen reihenweise zusammengeschaltet und pro Reihe mit einem Demultiplexerkanal verbunden. Die anderen Anschlüsse werden spaltenweise zusammengefaßt und mit einem Kanal des Multiplexers verbunden.
Durch Angabe des Demultiplexer- bzw. des Multiplexerkanals läßt sich, wie schon oben beschrieben, jede Baugruppe eindeutig kennzeichnen.
Die Baugruppen sind entsprechend dem Zweck der Einrichtung ausgebildet.
!.Dient die Einrichtung zum Messen, so sind die Baugruppen so ausgebildet, daß sie entsprechend durch ihre Umgebung beeinflußt werden und ihrerseits ihre Ausgangsgröße beeinflussen können, indem sie beispielsweise ihren Widerstand variieren. Beaufschlagt man den Eingang des Demultiplexersystems mit der Ausgangsgröße des Generators, so kann man am Ausgang des Multiplexersystems eine Größe abnehmen, die durch die auf die Baugruppen einwirkende Meßgröße beeinflußt ist
2. Dient die Einrichtung zum Lesen und Speichern, so sind die Baugruppen so ausgebildet daß sie einerseits ihre Ausgangsgröße beeinflussen können, ihrerseits durch Benutzer der Einrichtung beeinflußbar sind, daß in ihnen gespeicherte Information wieder abgelesen werden kann und daß sie andererseits durch die Ausgangsgröße des Generators beeinflußt werden können und damit zum Speichern von Daten geeignet sind.
709 684/476
Bei Anwendung der Einrichtung in der elektronischen Datenverarbeitung magnetisiert der Strom des Spannungsgenerators die als Kernspeicherelemenl ausgebildete Baugruppe £?,„. ;·,. oder schaltet die als Halbleiterspeicherelement ausgebildete Baugruppe. Analog fließt beim Lesen des Speichers am Ausgang des Multiplexersystems ein Strom, der Information über den Zustand der Baugruppe enthält.
3. Dient die Einrichtung zum Lesen von fest eingespeicherten Werten, so sind die Baugruppen so ausgebildet, daß sie entsprechend ihre Ausgangsgröße beeinflussen können, ihrerseits durch Benutzer der Einrichtung beeinflußbar sind und daß an ihnen gespeicherte Information abgelesen werden kann.
Bei einer mit elektrischen Bauelementen ausgebildeten Einrichtung sind die Baugruppen entweder als Festwiderstände oder als Festkondensatoren ausgebildet. Werden hierbei nicht diskrete Bauelemente sondern plattenförmige Materialien benutzt, deren Stärke an einer bestimmten Stelle den zugeordneten Festwert repräsentiert, so ist es vorteilhaft, das Plattenmaterial nicht als elektrischen Leiter (Widerstand) sondern als Dielektrikum (Kondensator) zu benutzen und das Material beidseitig mit einer großen Anzahl von Kondensatorplatten zu belegen, da hierbei die Probleme der Kontaktierung des Materials entfallen.
4. Dient die Einrichtung zum Darstellen von Information, so sind die Baugruppen so ausgebildet, daß sie entsprechend durch die Ausgangsgröße des Generators beeinflußt werden können (z. B. als Luminiszensdioden). Die Einrichtung kann benutzt werden:
a) zum Bau von Geräten zur Darstellung von Meßwerten (z. B.Oszillografen).
b) zum Bau eines nur wenige Zentimeter tiefen Fernsehschirms mit extrem hoher Linearität, wobei die darzustellende Information durch einen Spannungsgenerator geliefert wird,
c) zum Bau einer Anzeigetafel, wobei die darzustellende Information in der Ansteuerung der Multiplexer enthalten ist und der Spannungsgenerator beispielsweise als Konstantspannungsquelle ausgebildet ist.
Bildet man die Baugruppen so aus, daß sie ihre Ausgangsgröße beeinflussen können und ihrerseits durch ihre Umgebung beeinflußbar sind, so kann man die Einrichtung zum raum- und zeitabhängigen Messen beispielsweise biologischer, chemischer oder physikalischer Größen verwenden.
Insbesondere wird die Bestimmung der Raumverteilung spezieller physikalischer Größen dadurch ermöglicht, daß die Baugruppen S,„.*,. als elektrische Bauelemente ausgebildet sind, deren Strom in definierter Weise durch die zu messenden physikalischen Größen beeinflußt wird.
Beispielsweise können die Baugruppen als Fühler dienen, so daß die Verteilung physikalischer Größen im Raum, auf einer Fläche und längs einer Kurve meßbar ist. Es lassen sich damit untersuchen
— Streckenlängen, wobei räumliche Anordnungen von Objekten die Größe eines Widerstandswertes, einer Kapazität oder einer Induktivität ändern (Anwendung z. B. die Abtastung von Oberflächen).
— Druck, wobei der Druck die Größe eines Widerstandswertes, einer Kapazität oder einer Induktivität ändert Insbesondere können Gasdruck- (insbesondere Schalldruck-) Verteilungen mit Mikrofonanordnungen oder die Verteilungen von Druck unter
unebenen oder beweglichen Körpern mit Anordnungen von Kondensatoren mit kompressiblen Dielektrikum oder mit Anordnungen von druckempfindlichen Widerstandsmaterialien gemessen werden,
— Temperatur auf der Basis von temperaturempfindlichen Widerständen,
— Licht auf der Basis von Fotowiderständen oder Fotodioden,
— elektromagnetische Felder auf der Basis von Induktionsschleifen oder Hallgeneratoren,
— elektrische Leitfähigkeit auf der Basis von Widerstandsänderungen von Leitungsstrecken und
— Röntgen-Gamma- oder Korpuskelstrahlung durch Verwendung entsprechender Baugruppen.
Insbesondere dient eine Ausführungsform der Erfindung dazu. Kräfte und Verteilungen von Kräften zu messen, die der menschliche Körper auf eine Unterlage ausübt.
Die Beschreibung der Bewegung des menschlichen Körpers in Raum und Zeit — eine der zentralen Aufgaben von Biologie, Medizin, Arbeitswissenschaft und Sportwissenschaft — wird durch die Angabe
a) der Ortsveränderung von Körper bzw. Körperteilen und
b) der Kräfte, die diese Ortsveränderungen bewirken
geleistet. Ortsveränderungen sind zwar zum einen visuell beobachtbar und können zum anderen mit Hilfe der Fotografie einfach und billig registriert werden. Die Kräfte, die solche Ortsveränderungen bewirken, sind jedoch zum einen der direkten Beobachtung entzogen und zum anderen sind die bisher bekannten Kraftmeßgeräte für biologische Objekte vergleichsweise wenig leistungsfähig und aufwendig.
Die gebräuchlichsten bekannten Konstruktionen zur Bestimmung von großflächig angreifenden Kräften senkrecht auf eine kraftaufnehmende Oberfläche eines Meßwertaufnehmers sind die sogenannten »biomechanischen Meßplattformen«, bei denen die Kräfte auf Metallplatten ausgeübt und von dort über meist vier Kraftaufnehmer auf DMS- oder Piezo-Basis auf die Bodenplatte übertragen werden. Diese Meßplattformen sind verhältnismäßig schwer und mehrere Zentimeter hoch, so daß sie für viele Anwendungen im Boden versenkt werden müssen. Sie sind starr und messen nur die Gesamtkraft, nicht aber, deren Flächen verteilung.
Es ist bereits ein Gerät bekannt (DT-OS 23 45 551), bei dem eine druckempfindliche Kondensatoranordnung mit einem kompressiblen Dielektrikum zur Bestimmung mechanischer Größen an biologischen Objekten verwendet wird. Die druckempfindliche Kondensatoranordnung ist als einkanalig arbeitende Matte ausgebildet, mit deren Hilfe die Aktivität von Säuglingen überwacht wird. Eine Untersuchung der Wirkungsweise dieses Gerätes durch die Anmelder zeigt, daß die dabei erhaltenen Signale sich erstens von der Änderung der Gesamtkraft, die von der Beschleunigung von Körperteilen herrührt, und zweitens von der Änderung der Druckverteilung bei konstanter Gesamtkraft ableiten. Ein Nachteil dieser Anordnung ist es, daß man wegen der Vermischung dieser beiden Effekte mit ihr lediglich qualitative Aussagen über »Aktivitäten« aber keine quantitativen Kraft- und Druckverteilung über die Oberfläche der Matte erhalten kann. Das bekannte Gerät ist damit jedoch für eine eigentliche Kraftmessung nicht verwendbar.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich insbesondere für ein Gerät, mit dem nicht nur Kräfte
genau gemessen werden können, sondern mit dem sich auch die Kraftverteilung zuverlässig und in einfacher Weise ermitteln läßt.
Hierzu werden die Baugruppen in der Anordnung nach Anspruch 1 als druckempfindliche Kondensatoren ausgebildet, zwischen deren Kondensatorplatten ein leicht kompressibler Nichtleiter als Dielektrikum angeordnet ist und deren Geometrie und deren Dielektrikum vorzugsweise so gewählt werden, daß die Dielektrizitätskonstante geteilt durch den Plattenabstand proportional der zu messenden Kraft ist. Die /..uswert- und Anzeigeeinrichtungen lassen sich dann besonders einfach gestalten, da dann die Kapazitätsänderung eines Kondensators linear zur Kraft und unabhängig von der Kraftverteilung über die (evtl. biegsame) Plattenfläche ist.
Bei biegsamer Ausbildung des Dielektrikums und der Kondensatorplatten erhält man eine Anordnung, mit der es in einfacher Weise möglich ist, Kräfte und Kraftverteilungen zu messen, und zwar auch dann, wenn die Messung auf unebenem und weichem Untergrund vorgenommen werden soll. Bei einer solchen Ausbildung ist der Meßwertaufnehmer wegen dieser Eigenschaften leicht an die verschiedensten Meßaufgaben anzupassen.
Bei einer praktischen Ausführungsform bilden die Kondensatoren der Schaltung jeweils ein Glied eines mit Wechselstrom gespeisten Λ-C-Spannungsteilers, so daß die am Widerstand abgegriffene Spannung nach Gleichrichtung und Siebung die Kraft anzeigt. Diese Anordnung ermöglicht es, eine große Anzahl von Kondensatoren ohne großen schaltungstechnischen Aufwand zur Kraftmessung einzusetzen. Da außerdem die Kondensatoren sehr klein ausgebildet werden können, ist auf diese Weise die Bestimmung von Kraftverteilungen mit hoher Flächenauflösung möglich.
Der mechanische Aufbau läßt sich besonders dadurch vereinfachen, daß statt einer Vielzahl von Kondensatorplatten die druckempfindlichen Kondensatoren auf einer Matte aus Moos- oder Zellgummi ausgebildet sind, indem deren Vorder- und Rückseite mit parallelen Streifen aus metallisierter Plastikfolie beklebt oder streifenförmig mit Leitlack bestrichen bind, wobei die Streifenrichtungen der beiden Seiten derart gewählt sind, daß sich die parallelen Streifen der einen Seite mit denen der anderen Seite schneiden. Die Verwendung von Moos- oder Zellgummi als Dielektrikum sichert eine weitgehende Einhaltung der oben beschriebenen Gleichung
,1
Durch diese Anordnung ist es in einfacher Weise möglich, die Verteilung von Kräften, die senkrecht auf ss eine Oberfläche wirken, zu messen, und zwar insbesondere auch dann, wenn die Messung auf unebenem und weichem Untergrund vorgenommen werden soll. Der Meßwertaufnehmer ist bei dieser Ausbildung selbst besonders leicht und biegsam und hat nur eine geringe ho Bauhöhe, so daß er für viele Zwecke einsetzbar ist.
Sind die Kondensatorplatten als steife Metallplatten ausgebildet, kann die Linearität der Kraft/Kapazitäts-Funktion und die Variation der Empfindlichkeit über die Plattenfläche dadurch verringert werden, daß Hilfselek- (15 troden, die elektrisch mit der einen Kondensatorplatte verbunden sind, nahe an die andere Platte herangeführt sind. Da sich hier der für die Federeigenschaften des Dielektrikums bestimmende mechanische Abstand und der die Kapazität weitgehend bestimmende elektrische Abstand stark unterscheiden, ist es möglich, eine Linearitätsabweichung in dem Sinn, daß die Empfindlichkeit mit zunehmender Kraft abnimmt, weitgehend zu kompensieren. Daneben ist es möglich, an den Stellen der Platte, an denen die Empfindlichkeit aus geometrischen Gründen geringer ist, durch Anbringen von Hilfselektroden die Empfindlichkeit zu erhöhen.
Die Kontaktierung der metallisierten Folie erfolgt durch Aufkleben der Anschlußdrähte mit Hilfe von Leitlack oder leitendem Kleber oder durch elektrisch isoliertes Aufkleben der Anschlußdrähte und kapazitives Ein- oder Auskoppeln der Signale.
Meßwiderstand und Gleichrichter mit Siebkondensator und Verstärker werden vorzugsweise direkt auf der Matte angeordnet, da andernfalls die Kapazität der Zuleitungskabel die der Kondensatoren um ein Vielfaches übersteigt, was zu erheblichen Störungen führt.
Beispielsweise lassen sich also folgende Erhebungen bzw. Verarbeitungen vorteilhaft vornehmen:
1. Messung der Raumverteilung elektrisch meßbarer Größen mit hoher Raumauflösung und vergleichbar niedrigem Aufwand.
2. Ansprechen einer großen Anzahl von Speicherelementen mit niedrigem Aufwand.
J. Billige Speicherung einer großen Anzahl von Festwerten.
4. Darstellung von Informationen auf einem hochgenauen Fernsehschirm von wenigen Zentimetern Tiefe, dessen Oberfläche mit einer Vielzahl von elektrisch ansteuerbaren Leuchtpunklen besetzt ist.
5. Einfache Möglichkeiten der Datenübertragung zwischen zwei Systemen durch eine einkanalige Verbindung von Multiplexerausgang des einen Systems mit dem Demultiplexereingang des folgenden, und damit der Einsatz der Schaltung als Kabelmultiplexer zur Einsparung von Übertragungsleitungen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen beschrieben. Dabei zeigt
F i g. 1 das Blockschallbild einer Einrichtung zur Messung von Kräften mit Hilfe einer inatrixförmigen Anordnung von druckempfindlichen Kondensatoren,
F i g. 2a und 2b das Schaltbild dieser Einrichtung,
F i g. 3 die Schaltung eines Entkopplungsglicdes,
F i g. 4 die Schaltung der Einrichtung zur Verstärkung, Gleichrichtung und Siebung,
Fig. 5 eine erfindungsgemäße Einrichtung mit streifenförmiger Anordnung der Kondensatoren,
F i g. 6 eine Matte gemäß einer Ausführungsform der Erfindung als Meßwertaufnehmer für Kräfte mit an der Vorder- und Rückseite angebrachten parallelen Streifen aus metallisierter Plastikfolie von oben gesehen,
F i g. 7 einen Schnitt durch die Matte nach Fig. 3, längs der Linie A-A in F i g. 3,
F i g. 8 eine Anordnung mit Hilfselektroden und
F i g. 9 eine Anordnung, bei der die Baugruppen drei Anschlüsse aufweisen.
Fi-g. 1 zeigt das Blockschaltbild einer Einrichtung zur zeitabhängigen Messung der Flächenverteilung einer Kraft, die senkrecht auf eine Unterlage wirkt, mit Hilfe einer matrixförmigen Anordnung von 32 768 druckempfindlichen Kondensatoren, die durch ein 128kanaliges Demultiplexersystem und ein 256kanaliges Multiplexersystem abgefragt werden. Die Ausgangsspannung eines Wechselspannungsgenerators wird durch den abgefragten Kondensator und einen, im MultiDlexersvstem
angeordneten Teilwiderstand geteilt, die Teilspannung wird nach Umformung mit einer Einrichtung zur Speicherung S auf einem Videoband gespeichert und/oder auf einer Einrichti.'ng zur Darstellung D auf einem Fernsehschirm dargestellt.
F i g. 2 zeigt die Schaltung nach F i g. 1 in Einzelheiten. Es handelt sich um ein System von 32 768 Kraftaufnehmern in der Form von druckempfindlichen Kondensatoren Blu. 4,. das durch ein Demultiplexersystem 2. Ordnung DMiu und durch ein Multiplexersystem 2. Ordnung MXi, abgefragt wird. In F i g. 2 sind die allgemeinen Bezeichnungen eingetragen. Die speziell auf F i g. 2 bezogenen Bezeichnungen ergeben sich durch die Ersetzungen: u bzw. v, die die laufenden Nummern der De- bzw. Multiplexersysteme mit der is Anzahl ρ bzw. q sind durch 1; / was die laufende Nummer der Stufen ist durch 2 und m bzw. n, was deren Anzahl angibt durch 2
/-1 durch 1
// durch die Kanalzahl 8 des Demultiplexuntersy- stems DMi,
η durch die Kanalzahl 16 des Schaltersystems DE2 ki durch die Kanalzahl 16 des Multiplexeruntersy-
stems MXi.,
Si durch die Kanalzahl 16 des Schaltersystems XE2., :s
Jeder Ausgang des Demultiplexeruntersystems DMi-1 „ist mit den Anschlüssen t von*16 Entkopplungsgliedern E verbunden, jeder Anschluß 2 eines der Entkopplungsglieder E ist mit einem Schaltersystem -,o DEi u verbunden, der außer dem Eingang ei'-" alle Eingänge erdet. Jedes Entkopplungsglied E, das z. B. mit dem Ausgang ai'~ '·" des Demultip'exeruntersystems DMi ι. „ verbunden ist, ist mit verschiedenen Eingängen des Schaltersystems DEt „verbunden. Dadurch liegt nur an dem Ausgang a,'"des Demultiplexersystems DMi,, die Generatorspannung an.
Die Ausgänge des Demultiplexersystems DMilh die mit U]1". .71'" .., al", ..„ a,/" bezeichnet sind, sind zeilenweise mit jeweils den Anschlüssen 21 einer matrixförmigen Anordnung von Kondensatoren ß,„. a,. die /wci Kondensatorplatten aufweisen, verbunden. Die Anschlüsse 22 der Raugruppen ß,„t,. die jeweils mit einer der Kondensatorplatten verbunden sind, sind
spaltenweise mit den Eingängen ZV', bj1-' Z>a' '
Zj1/-1 eines Multiplexersysiems MX/., verbunden. Vor dem Eingang des Multiplexeruntersystems ist eine Einrichtung GSa1 zum Gleichrichten, Sieben und Verstärken angeordnet. Der Ausgang des Multiplexeruniersystems MXi., ist mit einer Einrichtung zur Speicherung der Meßwerte auf einem Videoband und Darstellung auf einem Fernsehschirm D verbunden.
Die Kondensatoren ft^t, werden der Reihe nach mit Hilfe des Demultiplexersystems DMmu und des Multiplexersystems MXn.,, die durch einen Taktgenerator TC und mehrere Frequenzteiler FTi bis FT4 angesteuert werden, abgetastet und der dabei fließende Strom wird durch einen bestimmten Helligkeitswerl auf dem Fernsehschirm wiedergegeben. Wenn sich der Grad der Einwirkung der zu messenden Kraft auf einen oder mehrere Kondensatoren ändert, wird sich entsprechend die Helligkeit auf dem Schirm für das betreffende Feld ändern. Bei genügender Feinteilung des Meßwertaufnehmers lassen sich Verteilungen mit hoher Auflösung darstellen. Der Takt dient ebenso zum Synchronisieren (^ der Einrichtungen zur Speicherung 5 bzw. der Darstellung D.
Andererseits können nach weiterer Auswertung auf einem Vielfachdiagramm Kraft und Zeit dargeste werden.
F i g. 3 zeigt die Schaltung des Entkopplungsgliede: Die Nummerierung der Anschlüsse ist wie in Fig. eingezeichnet. Neben den Anschlüssen oder Eingänge 1 und 2 sind Anschlüsse oder Eingänge 3 und vorgesehen. Das Entkopplungsglied hat die folgende! vier Aufgaben:
1. die Eingänge 1 und 3 miteinander zu verbinden,
2. im Falle einer Erdung von Eingang 2 den Eingang zu erden,
3. im Falle einer Erdung von Eingang 2 den Eingang nicht zu erden,
4. im Falle, daß Eingang 2 nicht geerdet ist, e Überkoppeln des Signals von Eingang 1 ai Ausgänge des De- bzw. Multiplexersystems DM„ bzw. MXn.,, die mit dem gleichen Eingang e/ " bz' e5'· · des Schaltersystems DEi „bzw. XEi, verbundei sind, zu verhindern.
F i g. 4 zeigt die Schaltung des lökanaligen Signalum formers GSa1 der vor dem Multiplexer erster Ordnun) angeordnet ist. Der Umformer beinhaltet pro Kan einen Spannungsteilerwiderstand 6', einen Gleichrichte 8', einen Siebkondensator 7' und einen Verstärker 9'. E dient dazu, die Sei. vierigkeiten beim Multiplexe kleiner Wechselspannungssignale zu verringern. D Numerierung der Anschlüsse ist in Fig.2 ebenfall eingezeichnet.
In F i g. 5 ist eine reihenförmige Kondensatoranord nung dargestellt, bei der einzelne Kondensatoren ζ Gruppen mit den gemeinsamen Anschlüssen a\n" bi a4 m" in der Zeichnung kurz als a\ bis a* bezeichne zusammengefaßt sind. Die eine Konclensatorplatte de Kondensatoren jeder Gruppe ist mit je einem Ausganj des Demultiplexersystems verbunden, während dii andere Platte jedes jeweils /n-ten Kondensators jede der Gruppen mit jeweils einem Eingang fei"·'bis Z)4"1, ii der Zeichnung kurz als b, bis Zj4 bezeichnet, de Multiplexers verbunden sind. Es ist möglich, di Kondensatoranordnung nach F i g. 1 durch die reihen förmige Anordnung nach F i g. 5 zu ersetzen.
Es ist auch bei dieser Anordnung eine Abtastung de Kondensatoren mit einfachen Mitteln möglich.
In Fig. 6 ist eine Matte 16 dargestellt, auf derei Vorderseite sich metallisierte Plastikstreifen 36 und au deren Rückseite sich metallisierte Plastikstreifen 2 befinden, die gestrichelt dargestellt sind. Die Matte is zur Verdeutlichung noch einmal in F i g. 7 im Schni gezeigt, wobei der Streifen an der Vorderseite de Matte in seiner Längsrichtung geschnitten ist, währen die Streifen an der Rückseite der Matte in ihre Querrichtung geschnitten sind.
F i g. 8 zeigt einen kraftempfindlichen Meßkondensa tor, der mit einer Kompensationseinrichtung versehe ist. Zwischen zwei steifen Kondensatorplatten 1 und ist das druckempfindliche Dielektrikum 3 angeordnet. I Aussparungen des Dielektrikums sind Hilfselektrode!) angeordnet, welche die Kraft/Kapazitätsfunktion linea risieren und ungleiche Empfindlichkeiten an verschiede nen Stellen der Platten 1 und 2 verringern.
F i g. 9 zeigt eine Vorrichtung zur elektrische Messung physikalischer Größen mit Hilfe entsprechen ausgebildeter und beschalteter Transistoren i" (bzv Fototransistoren), die über zwei einstufige Demult plexersysteme 5" und 7" und über ein einstufige Multiplexersystem 9" abgefragt werden. Ein Generato 6" führt über ein einstufiges zweiknnaliges Demult plexersystem 5" den in zwei Gruppen zusammengefat
ten Kollektoranschlüssen 2" der Transistoren 1" Gleichspannung zu. Ebenso versorgt ein Generator 8" über das Demultiplexersystem 7" die in zwei Gruppen zusammengefaßten Basisanschlüsse 3" der Transistoren mit Vorspannung. Die Emitteranschlüsse 4" sind ebenfalls in zwei Gruppen zusammengefaBt und werden
über das Multiplexersystem 9" mit dem Meßwiderstand 10" verbunden. Nur derjenige Transistor, der mit beiden Generatoren und mit dem Meßwiderstand verbunden ist, arbeitet und bringt Information über die ihn beeinflussende physikalische GröBe an den Abgriff des Meßwiderstandes.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Vorrichtung zum Erheben und/oder Verarbeiten von Daten mit einer Anordnung von Baugruppen, deren Ausgangsgröße Information Ober Daten beinhaltet, die durch die Baugruppen erhoben wurden, oder die durch ihre Eingangsgröße, welche diese Daten beinhaltet, beeinflußt werden, dadurch gekennzeichnet, daß ρ Demulti- ,0 plexersysteme ^DAi1114) mit/n Stufen (1 < u< p),ein Hauptteil mit mindestens 16 Baugruppen (B^kX die dem Zweck der Einheit angepaßt sind, und q Multiplexersysteme (MXn, v) mit π Stufen (1 < ν < 9) vorgesehen sind, daß jede Baugruppe (B-u-ka mindestens zwei Anschlüsse (l..-[p+q]) aufweist, daß jeder Ausgang (a;m·") des Demultiplexersystems (DMn u) mit den Anschlüssen (u) von mehreren Baugruppen (B-,u.kv), verbunden ist, daß jeder Eingang (bk"· v)des Multiplexersystems (MXn. v) mit den Anschlüssen (p+ v) von mehreren Baugruppen (Bj11./,J, verbunden ist, daß am Eingang jedes Demultiplexersystems (DMm. u) jeweils ein zweiter Anschluß eines Generators (G11) angeschlossen ist, daß diese Generatoren die durch alle Demultiplexersysteme (DMn „) und durch alle Multiplexersysteme (MXn. ,) gleichzeitig gewählten Baugruppen (Βία» kvj> beeinflussenden und/oder daß an den Ausgängen der Multiplexersysteme (MXn. v) Folgen von Ausgangsgrößen abgenommen werden, die v> durch die Folge der Baugruppen (Bjuo.ks,J, welche durch die Demultiplexersysteme und die Multiplexersysteme gleichzeitig angeschlossen werden, beeinflußt sind oder diese beeinflußt haben, ferner, daß das De- bzw. Multiplexersystem (DMn,.,, bzw. MXn. v) folgende Teile enthält:
    a) ein De- bzw. Multiplexeruntersystem (DM1n- i.„ bzw. MX„-\.V) fm-l)-ter bzw. (n-\)-ler Ordnung
    b) mehrere Entkopplungsglicder fEbzw. E') und
    c) ein Schaltersystem (DE1n. „ bzw. XEn. v), das mit jeweils einer Ausnahme alle Leitungen, die an das Schaltersystem angeschlossen sind, mit dem ersten Anschluß des Generators (G11) verbindet,
    daß in dem De- bzw. Multiplexeruntersystem (DMn,-].,, bzw. MXn-1. v) wiederum ein De- bzw. Multiplexeruntersystem (m—2)-ter bzw. (n—2)-ter Ordnung, mehrere Entkopplungsglieder und ein Schaltersystem zur Verbindung mit dem ersten Anschluß des Generators enthalten ist, daß allgemein das De- bzw. Multiplexeruntersystem (DMlu bzw. MXi. %)der Ordnung /folgende Teile enthält:
    a) ein De- bzw. Multiplexeruntersystem (DMt-\,u bzw. MXi-i, v)(l- l)-ter Ordnung,
    b) mehrere Entkopplungsglieder (Ebzw. E'^und
    c) ein Schaltersystem (DEi, u bzw. XE/. v) das mit jeweils einer Ausnahme alle Leitungen, die an das Schaltersystem (DEi, u bzw. XEi,) angeschlossen sind, mit dem ersten Anschluß des Generators fG^Verbindet,
    ferner, daß ein Anschluß (3) jedes Entkopplungsgliedes (E) im Demultiplexeruntersystem (DMi. u) einen Ausgang (a,'■") des Demultiplexeruntersystems (DMiu) bildet, daß ferner ein Anschluß (1) des Entkopplungsglieds (E) mit einem Ausgang (a,'- ]u) des Demultiplexeruntersystems (DMi-. \,u) und ein Anschluß (2) mit einem Eingang (er lu) des Schaltersystems (DEi, u) verbunden sind und daß ein Anschluß (3) jedes Entkopplungsgliedes (E') im Multiplexeruntersystem (MXi feinen Eingang (bk1") des Multiplexeruntersystems (MXi y) bildet, daß ferner ein Anschluß (1) des Entkopplungsgliedes (E') mit einem Eingang (bk'-lv) des Multiplexeruntersystems (MXi-\,y) und ein Anschluß (2) mit einem Eingang (fs<-y)'des Schaltersystems (XEiv) verbunden sind und ferner, daß mindestens eine der Größen m, n, p, q größer 1 ist
    Z Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge (ainu) der Demultiplexersysteme (DMm, u) derart mit den Anschlüssen (u) der Baugruppen (B10, kj und die Eingänge (bk1"·") der Multiplexersysteme (MXm,u) derart mit den Anschlüssen (v) der Baugruppen (Bi11, kr) verbunden sind, daß jede Baugruppe durch Angabe der u und ν eindeutig gekennzeichnet ist
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Bj11. kj matrixförmig angeordnet sind.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Bi11 kj als ihre Ausgangsgrößen beeinflussende Baugruppen ausgebildet sind.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Generaloren (Gu) als Quellen für eine konstante Eingangsgröße ausgebildet sind.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die baugruppen (Blu,k,) als durch ihre Umgebung beeinflussende Baugruppen ausgebildet sind.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Ausgangsgrößen beeinflussenden Baugruppen (BilhkJ als durch Eingriffe des Benutzers beeinflußbare Baugruppen ausgebildet sind.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (B,uky) als durch den Generator (Gn) beeinflußbare Baugruppen ausgebildet sind.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (ß,„.tjals Meßbaugruppen für chemische oder biologische Größen ausgebildet sind.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Bi11I,,.) als Meßbaugruppen für physikalische Größen ausgebildet sind.
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsgröße des Generators (umsteuerbar ist.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (B^kJ) als Lesebaugruppen für gespeicherte Information ausgebildet sind.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Biu,kJ als Darstellungsbaugruppen für Information ausgebildet sind.
    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Biu,kv) als Darstellungsbaugruppen für Meßwerte ausgebildet sind.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Biu.kv) als optische Darstellungsbaugruppen für verbale oder optische Information ausgebildet sind.
    16. Vorrichtung nach Anspruch 8, 13, 14 oder 15,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Blu. kJ als Speicherbaugruppen für Daten ausgebildet sind.
    17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Anwendung bei der Übertragung von Daten, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Multiplexersystems einer Vorrichtung durch eine einkanalige Leitung mit dem Eingang des Demultiplexersystems einer anderen Vorrichtung verbunden ist
    18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem (De-)K£ultiplexersystem !. Ordnung bekannte, als (De-)Multiplexer betriebene Schalter verwendet werden.
    19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Ausgang des Demultiplexers (DMn „) und den ersten Eingängen der Generatoren Widerstände (R1) angeordnet sind, deren Widerstandswert klein ist gegenüber dem Wiederstand der Baugruppen
    20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Multiplexersysteme und die Demultiplexersysteme der Reihe nach alle Baugruppen (Biu. kJ anwählen. >5
    21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Multiplexersysteme und die Demultiplexersysteme nur diskrete Baugruppen (Bi11 tjanwählen.
    22. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden ic Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Generatoren, die De- bzw. Multiplexer und die Baugruppen als elektrische Einrichtungen ausgebildet sind.
    23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (B,u.kJ als ;,.s komplexe Widerstände mit fester Impedanz ausgebildet sind.
    24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Bi11.1.,) als Halbleiterspeicher ausgebildet sind.
    25. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Bi11, *J als Kernspeicher ausgebildet sind.
    26. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die komplexen Widerstände als diskrete ohmsche Festwiderstände oder Festkondensatoren ausgebildet sind.
    27. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtheit der komplexen Widerstände durch beidseitig vielfach kontaktierte plattenförmige Materialien gebildet sind, deren Dicke, Leitfähigkeit und/oder Dielektrizitätskonstante von Ort zu Ort variiert.
    28. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die komplexen Widerstände zwischen den plattenförmigen Materialien ohmsche Widerstände sind.
    29. Vorrichtung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktierung nicht leitend mit den plattenförmigen Materialien verbunden ist und daß zwei einander gegenüberliegende Kontak tierungen zusammen mit dem dazwischenliegenden Teil des plattenförmigen Materials als Kondensator betrieben werden.
    30. Vorrichtung nach Anspruch 22 in Abhängig- keit von Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (B^i1J als druckempfindliche Kondensatoren ausgebildet sind.
    31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Kondensatorplatten der druckempfindlichen Kondensatoren (Bi11. kJ ein leicht kompressibler Nichtleiter als Dielektrikum angeordnet ist und daß der druckempfindliche Kondensator durch geeignete Auswahl von Dielektrikum und Kondensatorgeometrie ein
    '. = a ■ F I />
    aufweist, wobei ε die Dielektrizitätskonstante, c/der wirksame Plattenabstand und F die zu messende Kraft sind.
    32. Vorrichtung nach Anspruch 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, daß die druckempfindlichen Kondensatoren (Bin k J auf einer Matte aus Moos- oder Zellgummi ausgebildet sind, deren Vorder- und Rückseite mit parallelen Streifen aus metallisierter Plastikfolie beklebt sind, wobei die Streifenrichtungen auf beiden Seiten derart gewählt sind, daß sich die parallelen Streifen der einen Seile mit denen der anderen Seite schneiden.
    33. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß Hilfselektroden, die elektrisch mit der einen Kondensatorplatte verbunden sind, nahe an die andere Platte herangeführt sind.
    34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltermultiplexer IC-Schaltungen sind.
    35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß im Multiplexersystem, insbesondere vor den Eingängen zum Multiplexer erster Ordnung in jedem Kanal eine Einrichtung (GSkJ zur Verstärkung und/oder Gleichrichtung und/oder Siebung angeordnet ist.
    36. Vorrichtung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen (GSkJ zur Verstärkung und/oder Gleichrichtung und/oder Siebung vollständig oder teilweise bei den Baugruppen (Bi11. i Jangeordnet sind.
    37. Vorrichtung nach Anspruch 35 oder 36 und 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen (GSkJ zur Verstärkung und/oder Gleichrichtung und/oder Siebung vollständig oder teilweise unmittelbar auf der Matte angeordnet sind.
    38. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußdrähte für die metallisierten Streifen nicht leitend auf die Streifen aufgeklebt sind und die Signale kapazitiv ein- oder ausgekoppelt werden.
    39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 bis 38, dadurch gekennzeichnet, daß an den A usgang des Multiplexersystems (MXn. J und an eine Einrichtung (T), welche die Schaltersysteme (DM,.„, DEi.w MX\.V, XEiJ steuert, eine Einrichtung (Ü) zur Überlagerung beider Signale angeschlossen ist, die ihrerseits an einen Videorekorder f^angeschlossen ist, daß an den Videorekorder (V) und/oder die Einrichtung zur Überlagerung (U) die Einrichtung zur Steuerung der Strahlintensität eines Fernsehempfängers (F) angeschlossen ist, daß die Steuereinrichtung für die vertikale Strahlablenkung des Fernsehempfängers (F) mit einem Hochfrequenzsignal beaufschlagt wird oder daß der Elektronenstrahl des Fernsehempfängers (T^defokussiert ist, und daß die im Ausgangssignal der Einrichtung zur Überlagerung (Ü) enthaltenen Signale der Einrichtung (T)
    zur Steuerung der Schaltersysteme der Synchronisationseinrichtung für Zeile und Bild des Fernsehempfängers (T^zugeführt werden.
    40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Generatoren, die De- bzw. Multiplexer und die Baugruppen als pneumatische Einrichtungen ausgebildet sind.
    41. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppen (Bi^kJ a\s Steuer- oder Regelbaugruppen ausgebildet sind.
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