DE2559145B2 - Entgratwerkzeug - Google Patents
EntgratwerkzeugInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Entgratwerkzeug zum spanabhebenden Bearbeiten des Öffnungsrandes von
Bohrungen mit wenigstens zwei in einem drehbaren Grundkörper durch Federkraft radial nach außen verschieblich
angeordneten Schneidmessern.
Beispielsweise ist mit der DT-PS 2 407 269 ein Entgratwerkzeug der eingangs genannten Art bekanntgeworden,
das zum Entgraten des Öffnungsrandes von einseitigen oder zweiseitigen Bohrungen dient. Die
Schneidmesser dieses Entgratwerkzeuges sind jedoch nur zum Anbringen einer Phase am Bohrungsrand geeienet.
nicht aber zum Verrunden des Bohrungsran-
des, d. h., zum Anbringen eines Radius am Bohrungsrand. Die Schneidmesser dieser bekannten Anordnung
sind in einer durchgehenden Nut im Grundkörper des Entgratwerkzeuges radial verschieblich
angeordnet und gegeneinander gestellt.
Zwischen den Schneidmessern ist eine gemeinsame Schraubenfeder angeordnet, welche die Schneidmesser
radial nach außen drückt, so daß die Schneidmesser mit ihren Schneidkanten am Öffnungsrand der
Bohrung zur Anlage bringbar sind. Die Verschiebung der Schneidmesser hängt von der Federkraft ab. Ein
derartiges Entgratwerkzeug ist nicht zum Entgraten bzw. Verrunden von unterbrochenen oder unrunden
Bohrungen geeignet. Ist beispielsweise am Öffnungsrand der Bohrung eine kurze Strecke mit größerem
Durchmesser als der sonstige Durchmesser der Bohrung vorhanden, dann gelangt beim Entgraten das
Schneidmesser in diese Durchmesser-Erweiterung, gleichzeitig weicht aber aufgrund der gemeinsamen
Schraubenfeder das gegenüberliegende Schneidmesser zurück, so daß die der Durchmesser-Erweiterung
gegenüberliegende Stelle am Öffnungsrand nicht gleichmäßig entgratet wird.
Es sind auch bereits Anordnungen bekannt, bei denen jedem Schneidmesser eine Schraubenfeder oder
ein anders federndes Element zugeordnet ist. Diese Anordnungen sind aber relativ raumgreifend, wegen
des hohen Platzbedarfs der Federelemente und deren Verstellorgane können bei einem Entgratwerkzeug
beispielsweise lediglich nur zwei Schneidmesser verwendet werden. Für eine gleichmäßige Entgratung
wäre es aber manchmal vorteilhaft, wenn drei oder vier Schneidmesser (oder noch mehr) in einer Ebene
des Entgratwerkzeuges arbeiten, um eine gleichmäßige Bearbeitung des Öffnungsrandes von Bohrungen
zu gewährleisten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Entgratwerkzeug der eingangs genannten Art so auszubilden,
daß der Öffnungsrand von unrunden oder unterbrochenen Bohrungen gleichmäßig entgratet
werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Schneidmesser über radial im
Grundkörper verschiebliche Abtastflächen an der Innenseite der Bohrung abgestützt sind.
Dadurch wird dann der radiale Verschiebungsweg der Schneidmesser innerhalb des Grundkörpers
zwangsgesteuert.
Mit der US-PS 3673654 ist ein Entgratwerkzeug
zum Längsentgraten von geraden Kanten bekanntgeworden mit einer Abtastung der zu entgratenden
Kante mittels einer Werkzeugfläche. Bei dieser bekannten Anordnung sind die Schneidmesser jedoch
nicht durch Federkraft radial nach außen verschieblich, sondern sind fest und nur mit Hilfe eines Werkzeugesverstellbar
im Grundkörper befestigt. Aus diesem Grund sind die Schneidmesser nicht über im Grundkörper verschiebliche Abtastflächen an dem zu
entgratenden Werkzeug abgestützt. Mit dieser bekannten Vorrichtung ist es daher nicht möglich die
Kante von unebenen oder in Kurven verlaufenden Werkstücken gleichmäßig zu entgraten.
Das neuartige Entgratwerkzeug wird konstruktiv besonders einfach und raumsparend aufgebaut, wenn
jede Abtastfläche einstückig mit einem Schneidmesser ist, wie dies bevorzugt wird.
Diesbezüglich wird es bevorzugt, wenn die Schneidmesser mit jeweils einer zur Längsmittelachse
schräg verlaufenden Stirnfläche in eine die Feder aufnehmende
zentrale Bohrung im Grundkörper ragen.
Zur Begrenzung des radialen Verschiebungsweges der Schneidmesser wird es bevorzugt, wenn am Außenumfang
des Grundkörpers ein Sicherungsring angeordnet ist, der eine Anschlagkante der Schneidmesser
übergreift.
Es ergibt sich eine besonders gleichmäßige Entgratung, wenn drei Schneidmesser vorgesehen sind, die
am Umfang des Grundkörpers um 120° zueinander versetzt angeordnet sind.
Die Abtastfläche kann auch als drehbare Kugel ausgebildet sein. Diese Kugel kann im Schneidmesser
drehbar gelagert sein.
Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Abtastfläche ist dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastfläche
an einem einarmigen, in axialer Richtung im Grundkörper drehbar gelagerten Hebel angreift, an
dessen einem Ende das Schneidmesser befestigt ist.
Auch kann das Schneidmesser als in radialer Richtung verstellbarer Kipphebel ausgebildet sein.
Die vorliegende Erfindung wird anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 Längsschnitt durch ein Entgratwerkzeug gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 Draufsicht auf ein Entgratwerkzeug gemäß Fig. 1,
Fig. 3 Schnitt gemäß Linie HI-III in Fig. 1,
Fig. 4 vergrößerte Detail-Darstellung eines Schneidmessers,
Fig. 5 schematisierte Detail-Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Gratwerkzeuges mit
einer besonderen Form des Schneidmessers,
Fig. 6 schematisierte Detaildarstellung (Längsschnitt) eines dritten Ausführungsbeispiels eines Entgratwerkzeuges.
Das in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigte Entgratwerkzeug 1 weist einsn Einspanndorn 2 auf, der beispielsweise
in das Schnellwechselfutter einer Bohrmaschine oder einer Drehbank eingespannt wird. Mit dem Einspanndorn
2 ist drehfest ein Grundkörper 8 verbunden; im Grundikörper 8 sind die Schneidmesser 17,
18, 19 radial verschieblich gelagert. In der Fig. 1 ist der Schnitt durch das Schneidmesser 17 gezeigt. Aus
Fig. 3 wird deutlich, daß die Schneidmesser 17, 18, 19 mit ihren einen Stirnseiten (Anlageflächen 32) in
eine zentrale Bohrung 16 im Grundkörper 8 ragen. In der zentralen Bohrung 16 sitzt eine Kugel 13, die
auf allen Anlageflächen 32 der Schneidmesser 17,18, 19 gleichzeitig aufliegt. In der darüber liegenden zentralen
Bohrung 9 innerhalb des Grundkörpers 8 ist eine Druckfeder 12 (Schraubenfeder) angeordnet, die
über abstandhaltende Kugeln 11 an dem Bolzen einer Verstellschraube 10 anliegt. Die in Richtung der
Drehachse des Entgratwerkzeuges 1 wirkenden Federkraft der Druckfeder 12 wird durch die Kugel 13
über die geneigten Anlageflächen 32 der Schneidmesser 17,18,19 in eine radial nach außen wirkende Vorschubkraft
umgewandelt.
Das in Fig. I, 2 und 3 gezeigte Entgratwerkzeug
dient zum Verrunden des Öffnungsrandes von Bohrungen. D. h., die Schneidmesser 17, 18, 19 sind so
ausgebildet, daß sie einen bestimmten Radius im Öffnungsrand der Bohrung anbringen. Zur Erklärung
dieser Verrundung sei die Detaildarstellung eines Schneidmessers in Fig. 4 herangezogen. Wesentliches
Merkmal dieses ersten Ausführungsbeispieles ist, daß die an der Innenseite der Bohrung, anliegende Abtastfläche
25 einstückig mit dem Schneidmesser 17, 18, 19 verbunden ist. Die zu entgratende Bohrung ist in
den Figuren nicht gezeigt, die Form kann aber aus der Fig. 4 entnommen werden.
Die in Fig. 4 augedeutete Schraffierung stellt den
Längsschnitt eines Öffnungsrandes einer Bohrung dar. Der Innenrand der Bohrung ist durch die vertikale,
gestrichelte Linie in Fig. 4 definiert, während
ίο <jer horizontale Öffnungsrand durch die horizontale
Linie im linken Teil der Fig. 4 dargestellt wird. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 liegt die Abtastkante
25, die einstückig mit dem Schneidmesser 17, 18, 19 verbunden ist, an der Bohrungsinnenseite 35 an.
Der Öffnungsrand der Bohrung wird mit dem Radius 27 verrundet. Die Abtastkante 25 geht dabei in
eine in einem bestimmten, vorgewählten Winkel 28 geneigte Schneidkante 26 über, die ihrerseits in den
Radius 27 übergeht. Der Radius 27 geht seinerseits
2u in eine in einem Winkel 30 zur horizontalen geneigten
Schneidkante 29 über, die ihrerseits in einem Radius 31 oberhalb des Öffnungsrandes übergeht. Wesentlich
bei dem Ausführungsbeispiel ist, daß die Schneidkanten 26 und 29 und der Radius 27 den Öffnungsrand
der Bohrung in Abhängigkeit von der Anlage der Abtastkante 25 an der Bohrungsinnenseitc 35 bearbeiten.
Wesentlich ist auch weiterhin, daß der Vorschub des Entgratwerkzeuges lin axialer Richtung begrenzt
ist, so daß die Schneidmesser 17, 18, 19 nicht zu tief
jo in die Bohrung hineingefahren werden. Zu diesem
Zweck geht die Schneidkante 29 in einen Radius 31 über, der oberhalb des Öffnungsrandes liegt und eine
Beschädigung des Öffnungsrandes vermeiden soll. Zur Begrenzung des axialen Vorschubweges des Entgratwerkzeuges
1 ist eine Anschlaghülse 3 (siehe Fig. 1 u. 2) vorgesehen, die mit ihren Stirnflächen 3a
(siehe Fig. 2) auf dem Bohrungsrand aufliegt, wenn gleichzeitig die Schneidmesser 17, 18, 19 den gewünschten
Verrundungsradius am Bohrungsrand an-
ίο bringen. Durch den Anschlag der Stirnflächen 3 a der
Anschlaghülse 3 am Öffnungsrand der Bohrung wird der axiale Verschiebungsweg des Entgratwerkzeuges
1 begrenzt.
Aus der Darstellung der Fig. 1 und 2 wird deutlich, daß die Anschlaghülse 3 über ein Kugellager 4 mit
dem Grundkörper 8 verbunden ist. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß sich die Anschlaghülse 3 nicht
mit dem Grundkörper 8 und den Schneidmessern 17, 18,19 mitdreht, und dadurch gleichzeitig mit dem zu
entgratenden Öffnungsrand unbewegt bleibt. Auf diese Weise wird eine Beschädigung des Werkstückes
durch - andernfalls - sich mitdrehende Stirnflächen 3a der Anschlaghülse 3 vermieden.
Die Anschlaghülse 3 ist mit einem Sicnerungsring 7 am Kugellager 4 befestigt und ist axial in bezug zum
Grundkörper 8 dadurch verstellbar, daß ein Gewinde 6 zwischen dem Kugellager und dem Grundkörper
8 angebracht ist, mit dessen Hilfe das Kugellager 4 und die Anschlaghülse 3 in axialer Richtung
verstellbar sind. Mit einer Klemmschraube 5 wird das Gewinde 6 vor unbeabsichtigter Verstellung, gesichert.
Um den radialen Verschiebungsweg der Schneidmesser 17, 18, 19 im Grundkörper 8 zu begrenzen,
d. h., um zu vermeiden, daß die Schneidmesser 17, 18, 19 durch die Kugel 13 und die Druckfeder 12
nach außen auf den Grundkörper 8 gedrückt werden, ist ein Sicherungsring 14 am Außenumfang des
Grundkörpers 8 vorgesehen. Der Sicherungsring 14 (siehe Fig. 1) übergreift dabei das jeweilige Schneidmesser
17, 18, 19 und liegt an einer Anschlagkante 33 (siehe Fig. 4) an. Der Sicherungsring 14 ist mit
Hilfe einer Schraube 15 am Maschinenkörper 8 drehfest verbunden. Durch die Anlage des Sicherungsringes
14 an der jeweiligen Anschlagkante 33 der Schneidmesser 17, 18, 19 ist der maximale, radiale
Verschiebungsweg der Schneidmesser begrenzt.
Um eine Beschädigung der Bohrungsinnenseite 35 beim Einfahren des Entgratwerkzeuges 1 in die Bohrung
zu vermeiden (diese Beschädigung könnte durch die vordere Stirnfläche des Entgratwerkzeuges verursacht
werden), ist vorgesehen, daß die Stirnfläche des Entgratwerkzeuges 1 mit Kugellagern 21,22 versehen
ist. Die Kugellager 21, 22 sind durch Schrauben 20 an der Stirnfläche des Entgratwerkzeuges 1 am
Grundkörper 8 befestigt und werden durch eine Befestigungsschraube 23 zusammengehalten. Wesentlich
dabei ist, daß der Außendurchmesser der Kugellager 21, 22 kleiner ist als der Innendurchmesser der Bohrungsinnenseite
35. Das in die Bohrung einfahrende Entgratwerkzeug 1 wird durch die Kugellager 21, 22
in der Bohrung zentriert; wobei die Kugellager selbst eine Beschädigung der Bohrungsinnenseite 35 vermeiden.
Es ist auch möglich, den Außendurchmesser der Kugellager 21, 22 konisch in Richtung zum
Grundkörper auszubilden, um eine bessere Zentrierung des Entgratwerkzeuges 1 in bezug zur Bohrung
zu erreichen. Es kann auch nur ein Kugellager verwendet werden, die Kugellager können aus einem beliebigen
Material, beispielsweise Metall, Kunststoff oder dergleichen bestehen.
Aus Fig. 1 geht noch hervor, daß die Federkraft der Druckfeder 12 einstellbar ist, dadurch, daß
Leine verschiedene Anzahl von Kugeln 11 zwischen
dem einen Federende und der Anlagelfläche der Verstellschraube 10 gewählt werden und
2. daß die Verstellschraube 10 mit ihrer keilförmigen Anlagefläche mehr oder weniger tief in die
zentrale Bohrung 9 hineingeschraubt wird.
Es ist auch möglich, eine Verstellschraube 10 in axialer Richtung über der Druckfeder 12 anzuordnen,
wobei gleichfalls diese Verstellschraube 10 wiederum über ein Gewinde in axialer Richtung verstellbar wäre.
(Eine solche Möglichkeit ist im Ausführungsbeiispiel der Fig. 5 gezeigt).
Es liegt v/eiterhin auch im Rahmen der vorliegenden Erfindung, wenn die Abtastkante 25 des Schneidmessers
17, 18, 19 mit einer achslos oder auf einer Achse geführten Kugel, Walze oder Rolle versehen
ist, um einen direkten Körperkontakt der Abtastkante 25 an der Bohrungsinnenseite 35 zu vermeiden.
Aus dem Darstellungsbeispiel der Fig. 3 geht hervor, daß eine beliebige Anzahl von Schneidmessern
17,18,19 in gleicher Ebene am Grundkörper 8 radial vexschieblich angeordnet sein können.
Die Anzahl der Schneidmesser ist nur durch die Raumverhältnisse :nnerhalb der zentralen Bohrung
16 im Grundkörper 8 begrenzt und durch die Dimension der Schneidmesser selbst.
Eine andere Ausführungsform eines Schneidniessers
ist in Fig. 5 gezeichnet. Das dort gezeigte Schneidmesser 37 ist als Kipphebel ausgebildet, mit
dem Vorteil, daß eine verschlissene Schneidkante 25, 27, 29 jederzeit nachgeschliffen werden kann, ohne
dabei das Messer als Ganzes auswechseln zu müssen. Das Schneidmesser 37 wird einfach aus der Ausnehmung
24 im Grundkörper 8 herausgeschoben, und kann dadurch mehrere Male nachgeschliffen werden.
Die Darstellung in Fig. 5 zeigt auch die vorhin schon beschriebene Variante der Einstellbarkeit der Federkraft
der Druckfeder 12 über eine axial angeordnete Veistellschraube 10. Das in Fig. 5 dargestellte Entgratwerkzeug
40 entspricht der Darstellung des Entgratwerkzeuges 1 in Fig. 1, d. h., in dem dort dargestellten
Schnitt ist nur ein Schneidmesser 37 sichtbar. In der Darstellung der Fig. 5 wurden die anderen
Merkmale der Fig. 1 (Einspanndorn 2, Anschlag-
hülse 3, Sicherungsring 14, der Übersichtlichkeit wegen fortgelassen).
In Fig. 6 ist noch eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung gezeichnet. Die Darstellungsform
des Entgratwerkzeuges 50 in Fig. 6 entspricht der Darstellung des Entgratwerkzeuges 40 der
Fig. 5,d. h., die in Fig. 1 noch als wesentlich gezeichneten Merkmale sind der Übersichtlichkeit halber
fortgelassen. Wesentlich bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 ist, daß die Abtastfläche 25 als Abtastkugel
54 ausgebildet ist, die drehbar und achslos in einer Pfanne 21 gelagert ist.
Die Pfanne 21 greift an einem einarmigen Hebel 53 an, der am Drehpunkt 55 im Grundkörper 8 gelagert
ist. Am gleichen Hebel 53 ist das Schneidmesser 17 (oder Schneidmesser 37) angeordnet, so daß eine
Verschiebung der Abtastkugel 54 in radialer Richtung 56, 57 zu einer gleichsinnigen Verschiebung des
Schneidmessers 17 führt. Als weitere Variante stützt sich das Schneidmesser 17 über eine als Schraubenfe-
j5 der ausgebildete Druckfeder 52 in radialer Richtung
am Grundkörper 8 ab. Für das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 könnte selbstverständlich auch die
Druckfederanordnung der Fig. 1 Verwendung finden.
Der wesentliche Vorteil dieses Ausführungsbeispieles ist, daß die radiale Verschiebung der Abtastkugeln
54 über ein bestimmtes Hebelverhältnis in die radiale Verschiebung des Schneidmessers 17 übersetzt
wird. Das Hebelverhältnis des einarmigen Hebels 53 ist einstellbar. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen,
daß die Pfanne 51 mit der Abtastkugel 54 innerhalb der Ausnehmung im Grundkörper 8 in axialei
Richtung verschieblich ist, so daß sich der axiale Abstand der Abtastkugel 54 zum Drehpunkt 55 ändert
Es ist auch gleichfalls möglich, das Schneidmesser 1' in axialer Richtung am Hebel 53 zu verschieben, se
daß sich dadurch ebenfalls das Hebelverhältnis änderr
würde. Vorteilhaft ist auch noch, daß das Schneidmes ser 17 nicht nur zum Verrunden des Öffnungsrande!
einer Bohrung Verwendung finden kann, sonderr auch zum Aufbohren bzw. Aufreiben einer Bohrungs
innenseite 35 im Bereich des Öffnungsrandes. Die Abtastkugel 54 tastet dabei den tatsächlichen Boh
rungsinnendurchmesser ab (Ist-Durchmesser) um übersetzt den gefundenen Meßwert über das Hebel
verhältnis des einarmigen Hebels 53 in die radiall Verschiebung in Richtung 56,57 des Schneidmesser
17 (das Schneidmesser 17 bohrt dann die Bohruni auf den durch das Hebelverhältnis bestimmten Soll
h5 Durchmesser auf).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Entgratwerkzeug zum spanabhebenden Bearbeiten des Öffnungsrandes von Bohrungen mit
wenigstens zwei in einem drehbaren Grundkörper durch Federkraft radial nach außen verschieblich
angeordneten Schneidmessern, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidmesser (17,18,
19,37) über radial im Grundkörper (8) verschiebliche Abtastflächen (25) an der Innenseite der
Bohrung abgestützt sind.
2. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Abtastfläche (25) einstückig
mit einem Schneidmesser (17,18,18, 37) ist (Fig. 4).
3. Entgratwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidmesser (17, 18,
19, 37) mit jeweils einer zur Längsmittelachse schräg verlaufenden Stirnfläche (32) in eine, die
Feder aufnehmende zentrale Bohrung (16) im Grundkörper (8) ragen.
4. Entgratwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß am Außenumfang
des Grundkörpers (8) ein Sicherungsring (14) angeordnet ist, der eine Anschlagkante
(33) der Schneidmesser (17, 18, 19) übergreift (Fig. 1).
5. Entgratwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß drei
Schneidmesser (17, 18, 19) vorgesehen sind, die am Umfang des Grundkörpers (8) um 120° zueinander
versetzt angeordnet sind (Fig. 3).
6. Entgratwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastfläche
(25) als drehbare Kugel (54) ausgebildet ist.
7. Entgratwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel (54) im Schneidmesser
(17, 18, 19, 37) drehbar gelagert ist.
8. Entgratwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastfläche
(25 bzw. 54) an einem einarmigen, in axialer Richtung im Grundkörper (8) drehbar gelagerten
Hebel (53) angreift, an dessen einem Ende das Schneidmesser (17, 18, 19, 37) befestigt ist
(Fig. 6).
9. Entgratwerkzeug nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schneidmesser (37) als in radialer Richtung verstellbarer Kipphebel ausgebildet ist (Fig. 5).
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| GB1537120A (en) | 1978-12-29 |
| ATA957576A (de) | 1978-02-15 |
| FR2337003B3 (de) | 1979-08-31 |
| DE2559145C3 (de) | 1979-04-05 |
| FR2337003A1 (fr) | 1977-07-29 |
| JPS5284591A (en) | 1977-07-14 |
| DE2559145A1 (de) | 1977-07-14 |
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