DE2557095A1 - Einrichtungen fuer kontinuierliches giessen von aluminium und dessen legierung - Google Patents
Einrichtungen fuer kontinuierliches giessen von aluminium und dessen legierungInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
17.Dez. 19*75 75 540
Hunter Engineering Co.,Inc. a California corporation
1455 Columbia Avenue, Riverside, California 92507 U.S.A.
Einrichtungen für kontinuierliches Gießen yon Alumnium und
dessen Legierung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen für kontinuierliches Gießen von Aluminium und dessen
Legierungent undy genauer( betrifft die Erfindung eine neue
und verbesserte Form eines Walzengießers und ein Verfahren zur Betätigung desselben.
Die Walzen-Gießmaschine ist gekennzeichnet durch ein Paar paralleler Gießwalzen, welche mit einem geringen Abstand
voneinander angeordnet sind, um geschmolzenes Metall zwischen den Walzen aufzunehmen, durch ein Gießmundstück,
welches in den konvergierenden Raum zwischen den genannten Gieß Walzen auf der Einführungsseite derselben satt anliegend
hinein paßt, sowie durch Mittel für das Antreiben der genannten Wai-Zen. Die Walzen werden üblicherweise wassergekühlt
vorgesehen, um das geschmolzene Metall abzuschrecken und dasselbe festzumachen. Ein gutes Beispiel des vorumrissenen
bereits bekannten Walzengießers ist in der US-Patentschrift 2 790 2l6 dargestellt und beschrieben,
welche am 30. April 1957 an J. L. Hunter ausgegeben wurde.
Die kontinuierliche Hunter-Gießmaschine weist Walzen mit einem Durchmesser Von 2k Zoll auf und produziert ein
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ORIGINAL INSPECTED
6,5 mm starkes Band der weicheren Aliiminiumlegiprunrcon
(zum Beispiel Legierung Nr. 1100) mit einer Geschwindigkeit von 100 bis 115 cm pro Minute. Bei dem Hunter-Gießer
findet eine vollständige Erstarrung des geschmolzenen Metalles etwas vor der Mittellinie der Walzen statt, und
dieses erstarrte Metall wird dann in der Dicke um etwa 15 % bis 20 % reduziert, wenn das Metall durch den kleiner
werdenden RaUm1 zwischen den Walzen, hindurch vorbewegt wird,
bis es die Walzenmittellinie passiert, wo die Walzenbeabstandung am geringsten ist. Somit sieht der IIunter-Gießer
gleichzeitiges Gießen, Erstarrung und einen geringen Fietrag an Warmwalzung vor, wodurch eine Kristallkornstruktur
hervorgerufen wird, welche im wesentlichen eine Struktur "wie gegossen" bzw. eine Struktur wie im gegossenen
Zustand ist, außer daß die Dendriten infolge des Walzvorganges etwas niedergelegt wurden und unter einem spitzen
Winkel zur Oberfläche orientiert sind.
Diese typische Orientierung der Kristallstruktur verlieh dem Metall, welches durch den Hunter-Gießer hergestellt
wurde, gewisse Vorzüge gegenüber demjenigen, welches durch andere kontinuierliche Streifengießmaschinen, wie beispielsweise
sogenannte "Band-Casters" bzw. "Band-Gießer", hergestellt wurde, das Metall wies jedoch noch viele der
Nachteile auf, welche der Struktur "wie gegossen" innewohnen, insbesondere, wenn die anschließende Kaltbearbeitung
relativ gering war. Beispielsweise hat das Tiefziehen großbemessenen Metalles oft eine starke Zipfelbildung des
Metalles zur Folge. Jedoch war für jede Anwendung, bei der die Kaltbearbeitung ausreichend war, wie beim Walzen
von Folie, das herkömmliche Hunter-Gußmetall von ausgezeichneter Qualität, und seine relativ große Dendritkristallstruktur
war kein Hindernis.
Bevor auf die vorliegende Erfindung eingegangen wird, dürfte es von Nutzen sein, einen Augenblick abzuschweifen
und zu erörtern, was bei einer kristallinen Metallstruktur
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(insbesondere Aluminium und dessen Legierungen) während
des Gießens, der Warmbearbeitung, der Kaltbearbeitung und während des Vergütens vor sich geht. Bei herkömmlichen
Gießverfahren wird geschmolzenes Metall gewöhnlich in eine Form hinein oder durch eine Form hindurch gegossen.
Das Abkühlen des geschmolzenen Metalles und das anschließende Festwerden wird in erster Linie durch die
Formwände bzw. Kokillenwände hindurch erreicht und später durch das Kühlen der Metallwände, wie mit Wassersprühungen
oder Gebläseluft. Die resultierende kristalline Struktur "wie gegossen" weist eine relativ dünne Haut bzw.
Schicht kleinkörniger Struktur entlang der äußeren Oberfläche auf, und zwar durch die heftige "Abschreckung" der
Form; die genannte Haut umgibt den Hauptkörper aus großen, nadeiförmigen Dendritkristallen, welche das Hauptstück
des Gußstückes bilden, und es ist ein zentraler innerer Bereich vorhanden, wo sich die Dendriten, welche lotrecht
zu der Formoberflache wachsen,, treffen. Dieser zentrale
Bereich ist gewohnlich ein Bereich mit starken Einschlüssen von Verunreinigungen. Die Kornstruktur, welche man bei
einem "Band-Caster" (z. B. der Hazelett-Caster) erhält,
ist der oben beschriebenen Kornstruktur sehr ähnlich, da die Wärmeübertragung und die Metallerstarrung dem gleichen
allgemeinen Schema folgen.
Die entsprechende Kornstruktur, die oben erläutert wurde (üblicherweise als Struktur "wie gegossen" bezeichnet),
ist für die meisten Anwendungen nicht geeignet, und um pine Kornstruktur zu erhalten, welche für eine kommerzielle
Anwendung geeignet ist, muß die Struktur "wie gegossen11
völlig zerstört werden und durch einen Verformungszyklus (Warm- oder KaItwalzung) und durch Wärmebehandlung
regeneriert bzw· umgeschaffen werden, wodurch ein Phänomen hervorgerufen wird, das als "Rekristallisation" bekannt ist·
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Wenn eine kristalline Metallstruktur einer ausreichenden Innenspannung unterworfen wird, dann wird der ursprüngliche
kristalline Aufbau zerbrochen. Falls das Material auf die Rekristallisationstemperatur, (welche bei Aluminiumlegierungen
gewöhnlich im Bereich von 3^5 bis ^OO C
liegt), erhitzt wird (entweder sofort mit der internen Beanspruchung bzw. Innenspannung oder zu einem späteren
Zeitpunkt), bilden sich "Rekristallisationszentren" entlang den zerbrochenen Korngrenzen. Je höher die Innenspannungen,
umso mehr Rekristallisationszentren bilden sich und umso feiner ist die endgültige Korngröße. Je höher die Temperatur,
welcher das beanspruchte Metall ausgesetzt wird, umso rascher findet die Rekristallisation statt. Es besteht
auch eine Relation zwischen den erforderlichen Beanspruchungen bzw. Spannungen bei unterschiedlichen Temperaturen
zum Auslösen des Rekristallisatxonsphanomenes, da Wärme die molekulare und kristalline Beweglichkeit erhöht. Die
feinste Korngröße wird bei höchsten Innenspannungen, (um die größte Anzahl von Rekristallisationszentren zu erzeugen)
, und durch Erwärmen des Metalles auf eine erhöhte Temperatur erreicht, gerade ausreichend, um den neu gebildeten
Körnern genügend Zeit zu geben, das volle Netallvolumen zu "übernehmen". Falls das Metall der hohen Temperatur
über das optimale Zeitintervall hinaus ausgesetzt wird, ist eine Tendenz vorhanden, daß die größeren Körner
die kleineren Körner absorbieren, mit dem Resultat, daß die Kornstruktur größer und grober wird.
Rekristallisation wird gewöhnlich durch eines der beiden folgenden Verfahren erreicht:
(1) Kaltwalzen mit anschließender Wärmebehandlung, oder
(2) Warmwalzen.
Bei dem Kaltwalzverfahren wird warmgewalztes Blech - mit seiner gegebenen Kornstruktur - in variierenden Ausmaßen
kaltgewalzt, üblicherweise 35 % bis 90 % Gesamtreduzierung,
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was von der Metalllegierung und dem Produkt abhängig ist.
Die warmgewalzte Kornstruktur wird zerdrückt, und starke Innenspannungen werden dem Metall auferlegt, es findet
jedoch keine Rekristallisation statt (unter normalen Umständen) , weil die Temperatur während der Kaltwalzarbeitsfolge
zu niedrig ist und das Metall sich in einem "eingefrorenen" Zustand befindet. Das Metall wird dann dadurch
wärmebehandelt oder angelassen, geglüht bzw. getempert , daß die Temperatur bis zu einem genügend hohen Punkt erhöht
wird, um zu bewirken, daß sich Rekristallisationszentren bilden. Neue Körner beginnen dann um diese Zentren
herum zu wachsen, und falls die Aussetzung gegenüber hoher Temperatur genügend lang ist, wird das neue Korn das alte
Korn völlig ersetzen, und das Metall wird völlig rekristallisiert.
Warmwalzen wird gewöhnlich durchgeführt, um gegossene Metallblöcke,
oder Brammen, in ein dünneres Metallplattenprodukt umzuwandeln, bei welchem es sich um das Fertigerzeugnis
handeln kann, oder es kann auf das endgültige Maß kaltgewalzt werden. Der Hauptvorteil des Warmwalzens
besteht darin, daß eine beträchtliche Ersparnis und Wirtschaftlichkeit auf Grund von Energieeinsparungen und auf
Grund der Verringerung der Anlagengröße vorhanden ist. Falls Warmwalzen bei genügend hohen Temperaturen durchgeführt
wird, und falls die Reduzierung eines entsprechenden Walzstiches ausreichend ist, um dem Metall genügend
Innenspannungen zu verleihen, dann wird während und unmittelbar nach dem Walzarbeitsgang ein Rekristallisationsvorgang einleitet.
Die ursprüngliche Kornstruktur hat ziemlich viel Einfluß auf das endgültige Gefüge, und um all die nachteiligen
Wirkungen aus dem Gefüge "wie gegossen" (geringe Bildsamkeit, Bruchdehnung, Ziehbarkeit usw.) auszuschalten, muß
das Metall durch eine extrem schwere Folge von Warm- und/ oder Kaltbearbeitung und wiederholte Rekristallisations-
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folgen hindurch gehen, bis das Metall bis auf die feinstmögliche
Korngröße hinunter völlig rekrxstallisiert wurde.
Die herkömmliche Hunter-Gießraaschine und alle sonstigen Gießmaschinen, welche bislang bekannt sind, produzieren
das, was im Grunde ein Gefüge "wie gegossen" ist, mit all den Nachteilen und widrigen physikalischen Charakteristika
eines "Wie-gegossenM-Metalles. Ein Metallblech oder -band,
welches durch diese Maschinen erzeugt wird, muß durch eine Kombination von Warm- und/oder Kaltwalzung, zusammen mit
Wärmebehandlung, völlig rekristallisiert werden; für dies alles sind kostspielige Einrichtungen, der Verbrauch
großer Mengen Energie sowie hohe Lohnkosten erforderlich.
Demgemäß besteht die Erfindung aus einer Walzen-Gießmaschine mit einem Paar parallele Gießwalzen großen Durchmessers,
welche etwas im Abstand voneinander angeordnet sind, um flüssiges Metall zwischen den Walzen aufzunehmen,
mit einem Gießmuridstück aus wärmeisolierendem Material, welches in den konvergierenden Raum zwischen den Gießwalzen
eng anliegend eingepaßt ist, bei welcher das flüssige Metall durch das Mundstück hindurch in den Raum zwischen
den Walzen auf der Eingangsseite derselben gegossen wird; die Walzen werden mit einer Geschwindigkeit getrieben,
derart, daß das Metall an einem Punkt vor der Mittellinie der Walzen fest wird, und das erstarrte Metall wird warmgewalzt,
um eine relativ große Reduzierung in der Dicke herzustellen, von einer solchen Größenordnung, daß die
Innenspanmingen das Kristallgefüge "wie gegössen" dazu
bringen, über die gesamte Dicke des Metalles zerstört zu werden, und eine völlige Rekristallisation des Metalles
stattfindet, wenn das Metall von dem Erstarrungspunkt her nach der. Mittellinie der Walzen hin bewegt wird.
Um die Erfindung noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen und um weitere Merkmale der Erfindung erkennbar zu machen,
wird nunmehr ein Walzwerk) welches die Erfindung und das
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Verfahren der Erfindung enthält, unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beschrieben, welche eine fragmentarische
Schnittansicht durch die Gießwalzen hindurch an einer Stelle erkennen läßt, an der das Gießmundstück in
den Raum zwischen den Walzen hinein ragt.
Gieß-Die Walzen-Gießmaschine besteht aus zwei/Walzen 10 und 12,
welche übereinander und parallel zueinander angeordnet sind, mit einem Zwischenraum zwischen den Walzen an der
Walzenmittellinie A-A. Die Enden der Walzen sind in Lagerböcken rotierbar gelagert, welche an einem geeigneten
Gerüst angebracht sind. Die Walzen 10, 12 sind wassergekühlt,
und geeignete Mittel sind vorgesehen für die Zirkulation von flüssigem Kühlmittel durch die Walzen hindurch.
Satt anliegend in den konvergierenden Raum zwischen den Gießwalzen auf der Eingangsseite derselben hinein passend,
ist ein Gießmundstück lh vorgesehen, welches aus hitzebeständigem
Material besteht, mit Isolationseigenschaften und ferner nichtbenetzba.r durch flüssiges Metall. Die
oberen und unteren Oberflächen des Mundstückes lh sind
mit einer zylindrischen Krümmung bei 16 und 18 vorgesehen, welche gut passend gegen die äußeren Oberflächen der entsprechenden
Walzen anliegen. Ein innerer Durchlaß 20 ist in dem Gießtnundstück vorgesehen, und dieser Durchlaß erweitert
sich nach außen an dem Mundstückende 22 in den Spalt zwischen den Walzen hinein.
Die Walzen 10, 12 werden in der durch die Pfeile angedeuteten Richtung synchron angetrieben, wobei sich die
obere Walze 10 in der Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn dreht und sich die untere Walze 12 im Uhrzeigersinn dreht.
Während sich die Walzen wie dargestellt drehen, wird geschmolzenes Metall von dem Gießmundstück her durch den
Raum zwischen den Walzen hindurch geführt, wobei es in dem Prozeß zum Erstarren gebracht wird und warmgewa3s£ wird,
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und wobei es aus der Maschine an der Ausgangsseite der Walzen als festes Blech oder Band 2.h herauskommt.
Der Radius der Walzen ist mit R bezeichnet; die Distanz, welche das Mundstück 22 von der Walzenmittellinie A-A
zurückgesetzt ist, ist L1; und der Walzenabstand an der
Mittellinie A-A ist T1. Vorzugsweise beträgt der Walzenradius
R 46 cm; die Mundstückzurücksetzung L1 variierte
von etwa 60 bis 76 mm, und der Walzenabstand T1 ist 6,35 mm,
Diese Dimensionen können innerhalb bestimmter Grenzen vergrößert oder verkleinert werden und werden mit unterschiedlichen
Aluminiumlegierungen, oder bei unterschiedlichen Metallen, wie zum Beispiel Zink, variieren. Jedoch
müssen bestimmte Relationen aufrechterhalten werden, um die Erfindung zu praktizieren. Diese Relationen werden
sogleich angegeben werden.
Wenn die Walzen 10, 12 sich mit der optimalen Geschwindigkeit drehen, erstarrt flüssiges Metall quer hindurch
von der einen Walzenoberfläche nach der anderen an der
vertikalen Ebene 26, im Abstand L„ von der Walzenmittellinie
A-A zurück dargestellt. Die Distanz L„ wurde durch empirische Mittel bestimmt und beträgt ungefähr 0,6 von
L1 für weiche Aluminiumlegierungen, und daher, falls L·.
60 mm beträgt, beträgt L2 3-»6emm. Die Dicke des Metalls
an dem Punkt 26 ist mit Tg bezeichnet und beträgt typischerweise
etwa 9»5 mm.
Ein weiterers dimensionales Verhältnis, welches die vorliegende Erfindung von den bereits bekannten Maschinen unterscheidet,
ist das Verhältnis der Dicke des fertigen Bandes (T1) zu der Dicke des Mundstückendes 22 der Gießausmündung
ik. Das Mundstückende 22 ist ungefähr 14,3 mm quer
hindurch (bei der Zeichnung vertikal gemessen), und daher ist die Dicke T1 des fertigen Bandes etwas kleiner als die
halbe Dicke des Ausmündungsmundstückes 22. Somit ist die
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Reduzierung in der Dicke von dem Mundstückende 22 der Ausmündung
her nach dem fertigen Band (T1) hin größer als 2,
während bei dem Hunter-Gießer und bei anderen bereits bekannten
Walzen-Gießern das Verhältnis wesentlich kleiner als 2 war - mehr in der Größenordnung von 1,5 oder kleiner.
Während dies als ein kleiner Unterschied erscheinen mag, ist der sich ergebende Unterschied bei dem Korngefüge des
Bandes, welches durch die zwei »aschinen erzeugt wird, überraschend und unerwartet groß .
Wenn das geschmolzene Metall von dem Gießmundstück lA her
fließt, füllt es den konvergierenden Raum zwischen den Gießwalzen 10, 12 und beginnt im Bereich des Kontaktes mit
den Walzenoberflächen unverzüglich zu erstarren. Die Dicke des erstarrten Metalles an jeder Walzenoberfläche nimmt zu,
während die Walzen das Metall nach der Mittellinie A-A hin führen, und am Punkt 26 ist das Metall über den gesamten
Raum zwischen den Walzen erstarrt. Von dem Punkt 26 her nach der Walzenmittellinie A-A hin wird das erstarrte
Metall, welches den dendritischen Kristallbau des Metalls "wie gegossen" bereits angenommen hat, in der
Dicke durch Warmwalzung reduziert. Die Abnahme in der Dicke ist von 9»5 bis 6,35 mm, was ungefähr einer Reduzierung
von 33 % entspricht. Dies ist wesentlich größer als die Reduzierung von 15 % bis 20 % des Hunter-Gießers
und übt eine extrem hohe Innenspannung auf das heiße Metall aus, wodurch die Dentrite dazu gebracht werden, zu
zerbrechen, und wodurch eine große Menge von Rekristallisationszentren geschaffen wird. Die Temperatur des Metalles
zwischen den Punkten 26 und der Mittellinie A-A ist in der Nähe von 510° bis 538° C, und die Walzkraft, die erforderlich
ist, um die Innenspannungen zu erzeugen, die notwendig sind, um die Dendritkristalle zu zerbrechen und
die maximale Anzahl von Rekristallisationszentren bei dieser Temperatur zu schaffen, ist nur ein Bruchteil von
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der Walzkraft, die bei einer niedrigeren Temperatur benötigt würde. Gleichzeitig ist die Geschwindigkeit der
Rekristallisation auf einem Maximum, da die Temperatur des Metalles dicht am Schmelzpunkt liegt.
Somit realisiert die vorliegende Erfindung die perfekte
Lösung für kontinuierliches Gießen von Band höchster Qualität, und das bedeutet, daß das Metall gleichzeitig gegossen
wird, zum Erstarren gebracht wird, einer starken Warmwalzung unterzogen wird sowie rekristallisiert wird.
Dies wird dadurch bewerkstelligt, daß die dendritische Kristallstruktur "wie gegossen" zerstört wird, und zwar
im Augenblick ihrer Bildung, und daß dann die Struktur "wie gegossen" durch eine völlig rekristallisierte neue
Kornstruktur ersetzt wird. Das fertige Band 2k besitzt ein
extrem feinkörniges, völlig rekristallisiertes Gefüge, welches sich sonst nur bei Metall bildet, welches nach
dem Gießen stark warmgewalzt wurde.
Damit die Einrichtung zur vollen Wirkung gelangen kann, ist es notwendig, daß bestimmte Konditionen vorhanden sind.
Für weiche Aluminiumlegierungen (z. B. 1100) sollte die Dicke T0 des Metalles am Punkt 26 gleich sein oder größer
als 1,5 mal das Maß T1 sein. Ausgezeichnete Ergebnisse
wurden erreicht, wenn man ein 6,35 mm dickes Band dieser
Legierung gießt, wobei ein Verhältnis von 2 ungefähr
T2
gleich oder etwas weniger als k benutzt wird. Es ist wichtig,
daß das Gießmundstück 22 eine beträchtliche Distanz von der Walzenmittellinie A-A zurückgesetzt wird, um dem
flüssigen Metall die Möglichkeit zu geben, quer durch festzuwerden zu dem Zeitpunkt, an dem es Punkt 26 erreicht.
Die Walzengeschwindigkeit bzw. die Walzgeschwindigkeit ist wichtig, da eine zu langsame Walzgeschwindigkeit dem Metall
die Möglichkeit gibt, bereits vor dem Punkt 26 quer durch festzuwerden, und dies würde die walzenseparierende Kraft
wesentlich vergrößern und möglicherweise zu einem Bruch
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der Walzen führen. Die optimale Walzgeschwindigkeit bei den angegebenen Maßen beträgt etwa 0,6 UPM. Bei dieser
Walzgeschwindigkeit und bei den angegebenen Maßen ist das Verhältnis von 1 ungefähr gleich 10.
Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist die Verwendung der Walzen 10 und 12 großen Durchmessers. Die Walzen 10
weisen einen Durchmesser von vorzugsweise 91t^ cm auf,
während der Hunter-Gießer immer mit Walzen mit einem Durchmesser von 60,96 cm hergestellt wurde. Der Unterschied
zwischen Walzen mit einem Durchmesser von 60,96 cm und Walzen mit einem Durchmesser von 91»^ cm mag nahezu
unbedeutend erscheinen, doch es ist eine Tatsache, daß die Walzen mit einem größeren Durchmesser gemäß der vorliegenden
Erfindung eine erstaunliche und völlig unerwartete Verbesserung bei der Kornstruktur des Fertigproduktes
mit sich bringen, zusätzlich zu dem Vorsehen einer Gießmaschine, welche die bauliche Festigkeit aufweist, um
die Beanspruchungen, die hervorgerufen werden, auszuhalten.
Kleine Walzen bzw. Walzen mit einem kleinen Durchmesser erfordern weniger Kraft als Walzen mit einem großen Durchmesser,
um eine festgelegte Reduzierung zu erreichen. Kleine Walzen vermindern die separierende Kraft aus zwei
Gründen: (1) Der Kontaktbereich ist kleiner, so daß bei einem festgesetzten Druck die benötigte Gesamtkraft kleiner
istf und (2) der Druck baut sich bis zu einem niedrigeren
Höchstwert auf, wegen der kürzeren Distanz, über welche die Reibung wirksam ist. Die Walzen mit einem Durchmesser
von. SI,kk cn nach der Erfindung üben einen wesentlich
größeren Druck auf das Metall aus und verwenden mehr Leistung für eine festgesetzte Reduzierung, verglichen mit
den Walzen mit einem Durchmesser von 60,96 cm des Hunter-Gießers. Die zusätzliche Leistung, welche in das Warmwalzen
hinein geht, ia-t das, was die stark erhöhte Innen-
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Spannung in dem Metall hervorruft, welche die Dendritkristalle
bricht und zerdrückt und die extrem große Anzahl von Rekristallisationszentren aufbaut. Somit stellen die
einen großen Durchmesser aufweisenden Gießwalzen ein Mittel dar, durch welches ein relativ großer Betrag an Kraft
bzw. Energie bei dem Warmwalzen des Metalles aufgewendet wird, um eine Reduzierung in der Größenordnung von 37 %
bis 50 % zu erreichen, um so die hohe Innenspannung zu
erzeugen, welche für die völlige Rekristallisation des Metalles notwendig ist. Zur gleichen Zeit verleiht der
vergrößerte Durchmesser der Walzen diesen größere Festigkeit und Steifigkeit, um Biegen unter der erhöhten walzenseparierenden
Kraft zu widerstehen.
Während alle anderen Parameter konstant bleiben, wird L0
dadurch vergrößert, daß die Drehgeschwindigkeit der Walzen vermindert wird, und wird dadurch verkleinert, daß
die Walzen beschleunigt werden. Je höher die Walzgeschwindigkeit, umso größer ist das Ausbringen. Jedoch sollte
die Walzgeschwindigkeit vorzugsweise nicht über den Punkt hinaus erhöht werden, wo das Metall quer hindurch von der
einen Walze nach der anderen Walze an einem Punkt 26 erstarrt, wo T0 wesentlich kleiner als 1,5 mal T. ist.
Der Punkt 26, wo das Metall ganz hindurch fesi^wird, kann
auch dadurch geändert werden, daß die Rate der Wärmeübertragung von dem flüssigen Metall her nach den Walzen hin
erhöht oder vermindert wird, was von der Wärmeleitfähigkeit des Metalles abhängig ist, welches den Walzenmantel bildet.
Somit würden Walzen mit einem Kupfermantel einen extrem raschen Abschreckungsvorgang mit sich bringen, und dies
müßte dadurch ausgeglichen werden, daß die Walzen mit einer höheren Geschwindigkeit getrieben werden, oder dadurch,
daß die Mundstück-Rücksetzung L1 verringert wird, so daß das Mundstückende 22 sich näher am Erstarrungspunkt
26 befindet. In diesem Fall könnte L0 einen wesentlich
größeren Wert als 0,6 L1 aufweisen.
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Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung extrem feinkörnigen Metallbleches oder -bandes in einer Walzen-Gießmaschine des
Typs, der ein Paar parallele Gießwalzen, welche etwas im Abstand voneinander angeordnet sind, um flüssiges
Metall zwischen den Walzen aufzunehmen, ein Gießmundstück, welches in den konvergierenden Raum zwischen den
genannten Gießwalzen an der Eingangsseite derselben hinein satt anliegend eingepaßt ist, sowie Mittel für
das Antreiben der genannten Walzen aufweist, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
a) Gießen von Metall durch das genannte Mundstück hindurch in den Raum zwischen den Walzen an der Eingangsseite der Walzen,
b)* Antreiben der genannten Walzen mit einer Geschwindigkeit, derart, daß das Metall an einem Punkt vor der
Mittellinie der Walzen erstarrt, und
c) Warmwalzung des erstarrten Metalles, um eine relativ
große Reduzierung in der Dicke zu erzeugen, in einer solchen Größenordnung, daß die Innenspannungen bewirken,
daß die Kristallstruktur "wie gegossen" über die gesamte Dicke des Metalles zerstört wird und eine
völlige Rekristallisation stattfindet, während das Metall von dem genannten Erstarrungspunkt her nach
der Mittellinie der Walzen hin bewegt wird.
2· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzen eine Distanz T1 an ihrem engsten Punkt voneinander
beabstandet sind, daß das Auslaßende des Gießmundstückes eine Distanz L1 zurück von einer Ebene beabstandet
ist, welche durch die Achsen der Gießwalzen verläuft, und daß die Walzen mit einer Geschwindigkeit
getrieben werden, derart, daß das flüssige Metall quer durch den Raum von der einen Gießwalze nach der anderen
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Gießwalze an einem Punkt festjwird, der eine Distanz L0
von der genannten Ebene beabstandet ist, wo das Metall eine Dicke T2 aufweist gleich zumindest 1,5 mal T1.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abnahme in der Dicke des erstarrten Metalles so
vorgesehen wird, daß die Dicke des fertigen Metallproduktes, welches zwischen den Walzen herauskommt, nicht mehr als 55 % der Distanz zwischen den Walzenoberflächen am Ausgangsende des Gießmundstückes beträgt.
vorgesehen wird, daß die Dicke des fertigen Metallproduktes, welches zwischen den Walzen herauskommt, nicht mehr als 55 % der Distanz zwischen den Walzenoberflächen am Ausgangsende des Gießmundstückes beträgt.
k. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Distanz L„ ungefähr 0,6 L1 entspricht.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verhältnis von 1 ungefähr gleich oder größer
Tl
als 10 ist.
als 10 ist.
609826/0782
Applications Claiming Priority (1)
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