DE2556139A1 - Schweissverfahren, abschmelzende elektrode zur durchfuehrung des verfahrens sowie stahllegierung zur herstellung der elektrode - Google Patents
Schweissverfahren, abschmelzende elektrode zur durchfuehrung des verfahrens sowie stahllegierung zur herstellung der elektrodeInfo
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Description
British Steel Corporation London, England
Schweißverfahren, abschmelzende Elektrode zur Durchführung
des Verfahrens sowie Stahllegierung zur Herstellung der
Elektrode
Die Erfindung bezieht sich auf Schweißen, insbesondere Schweißen mit verdecktem Lichtbogen und auf ähnliche Schweißtechniken sowie
auf eine Stahllegierung, die zur Verwendung als abschmelzende Elektrode in Schweißverfahren geeignet ist.
In der deutschen Patentschrift (deutsche Patentanmeldung P P 24 39 862.7) ist eine Stahllegierung beschrieben, die für
eine abschmelzende Schweißelektrode geeignet ist, und die einen niedrigen Kohlenstoff- und Siliziumanteil aufweist und Titan,
Bor und Molybdän als wesentliche Bestandteile enthält. Diese Stahllegierung hat die folgende prozentuale Zusammensetzung:
Kohlenstoff
Mangan
Silizium
Molybdän
Aluminium
Titan
Bor
Schwefel und Phosphor
Eisen und zufällige Verunreinigungen
- 0,15 % maximal
- 0,5 bis 1,5 %
- 0,03 bis 0,10 %
- 0,2 bis 0,6 %
- 0,05 maximum
- 0,03 bis 0,05 %
- 0,002 bis 0,008 %
- jeweils 0,04 % maximal
- Rest.
609825/0773
Erfindungsgemäß wurde nunmehr festgestellt, daß eine zur Verwendung
für eine abschmelzende Elektrode geeignete Stahllegierung hergestellt werden kann, bei der es nicht erforderlich ist, daß
Molybdän mit 0,2 % oder mehr vorhanden ist, die jedoch im übrigen
von ihrer Zusammensetzung her ähnlich ist.
Erfindungsgemäß wird eine Stahllegierung mit angenähert der folgenden prozentualen Zusammensetzung geschaffen, obwohl selbstverständlich
die angegebenen Bereiche in einigen Fällen erweitert werden können;
Kohlenstoff - 0,15 maximum, vorzugsweise 0,10 % maximum
Mangan -* 0,5 bis 1,5 %
Silizium - 0,03 bis 0,10 %
Molybdän - weniger als 0,2 %
Aluminium - 0,05 maximum
Titan - 0,03 bis 0,05
Bor - 0,002 bis 0,008
Schwefel und
Phosphor - jeweils 0,04 maximum, vorzugsweise 0,03
maximum
Eisen und zufällige Verunreinigungen - Rest.
Die Menge des vorhandenen Mangans wird entsprechend der gewünschten
Festigkeit des endgültigen Schweißmetalls gewählt.
Das Aluminium ist lediglich auf Grund seiner Verwendung als deoxydierendes Mittel beim Stahlherstellungsverfahren vorhanden.
Es ist aus diesem Grund normalerweise in einer Menge von zumindest 0,02 $ vorhanden. Es wurde jedoch festgestellt, daß ein
Aluminiumanteil unterhalb von 0,025 % und insbesondere von 0,02 %
und weniger bessere Schweißeigenschaften ergibt.
Der Titananteil ist sehr bedeutsam, weil er eine zusätzliche Deoxydation des Schweiß-Schmelzbades ergibt, die Bildung von
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kleineren körnigen Einschlüssen fördert und das vorhandene Bor gegen die Wirkung von Sauerstoff und Stickstoff schützt.
Eine gewisse Menge des Bors muß unkorabiniert vorhanden sein. Es ist vorzuziehen, daß das unkombinierte oder freie Bor in
einer Menge von zumindest 0,0002 % vorhanden ist. Die tatsächliche
minimale Menge des gesamten Bors, das in der Stahllegierung vorhanden sein muß, wird daher von der Menge abhängen, die mit
Sauerstoff und Stickstoff kombiniert sein wird, es sei jedoch bemerkt, daß eine minimale Menge von 0,002 # Bor üblicherweise
zur Folge hat, daß eine ausreichende freie Bormenge in der Stahllegierung verbleibt. Entsprechend sind niedrige Werte von
Sauerstoff und Stickstoff in dem Stahl erstrebenswert.
Die Art des Verfahrens zur Herstellung des Stahls wird als nicht wichtig betrachtet. Es ist vorzuziehen, eine Stahllegierung herzustellen,
in der Aluminium, Titan und Bor fehlen, und diese Elemente darauffolgend in dieser Reihenfolge hinzuzufügen. Der
Stahl wird beruhigt oder deoxydiert, insbesondere mit Hilfe des Aluminiums, das Titan kann einen großen Teil irgendeines Restsauerstoffs
entfernen und Bor wird abschließend hinzugefügt.
Erfindungsgemäß wird weiterhin eine abschmelzende Schweißelektrode
in Form eines Drahtes oder Stabes geschaffen, der aus der erfindungsgemäßen Stahllegierung hergestellt ist und vorzugsweise
mit einem dünnen KüpferÜberzug versehen ist. Die abschmelzende
Elektrode in Form eines Drahtes oder Stabes kann in zweckmäßiger Weise an den Verarbeitungsplatz gebracht werden. Der
Kupferüberzug verbessert den elektrischen Kontakt zwischen dem Draht und der elektrischen LefebungsVersorgung und schützt weiterhin
den Schweißdraht oder den Schweißstab gegen eine Korrosion.
Der Schweißstab oder Schweißdraht weist vorzugsweise einen Durchmesser zwischen 1 und 8 mm auf. Die Menge des als Überzug
auf den Draht oder Stab aufgebrachten Kupfers beträgt Vorzugs-
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weise bis zu 0,15 Gewichtsprozent des Drahtes, wobei die praktische
obere Grenze durch die Menge festgelegt ist, die zur Folge hat, daß die in das Schweißmetall überführte Kupfermenge
eine nachteilige Wirkung auf die Eigenschaften des Schweißmetalls ausübt.
Erfindungsgemäß wird weiterhin ein Schweißverfahren, insbesondere zum verdeckten Lichtbogenschweißen oder zum Elektroschlacke-Schweißen
geschaffen, bei dem die abschmelzende Elektrode aus der erfindungsgemäßen Stahllegierung besteht oder die Form eines
Drahtes oder Stabes aus einer derartigen Stahllegierung aufweist. Das Schweißverfahren ist im übrigen konventionell.
Wenn das verwendete Flußmittel ein saures Flußmittel ist, so haben das Titan und das Bor die Neigung, zu oxydieren, während
Silizium und Mangan dazu neigen, von dem Flußmittel in das Schweiß-Schmelzbad überzugehen. Es wird daher ein basisches Flußmittel
bevorzugt, um die Oxydation und die Silizium- und Manganüberführung zu verringern.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Beispielen noch näher erläutert, wobei die Beispiele 1 und 2 Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind, während das Beispiel 3 sich auf die Verwendung eines üblichen Kohlenstoff-Mangan-Schweißdrahtes bezieht
und nur zu Vergleichszwecken angegeben ist.
In allen Beispielen wurden zwei Platten aus dem Stahl mit der Bezeichnung BS 4360 50 D (der im wesentlichen dem Stahl gem.
DIN 17IOO st 52-3 entspricht, jedoch einen höheren Vanadium-
und Niobium-Gehalt aufweist) durch verdecktes Lichtbogenschweißen unter Verwendung eines im Handel erhältlichen Flußmittels verbunden,
das die folgenden Bestandteile in den angegebenen Prozentzahlen
enthält:
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2; 13,7 $J MnO 0,1 %', Fe3O5 1,29$; AlgO^ 19,6 $; CaO 12,58 %-,
MgO 29,0 $; TiO2 0,5 %\ K2O 0,7β Ji5 Na2O 0,42 %; CaF2 18,0 %;
LiO2 0,52 #; Zr2O3 1,58 #. Die Plattendicke betrug 38,1 mm.
Die Analysen der für alle Verschweißungen verwendeten Testplatte,
der verwendeten Schweißdrähte und des durch den Lichtbogen erzeugten Schweißmetalls sind in Tabelle 1 gezeigt.
Alle Verschweißungen wurden mit einem Gleichstrom-Lichtbogen durchgeführt und die Polarität der abschmelzenden Elektrode war
positiv, obwohl Verschweißungen mit einer negativen Elektrode
ebenfalls möglich sind«
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| Alle Beispiele | C | Si | to | P | S | Mo gesamt j Al |
- | B | Nb | Ti | gesamt N |
gesamt 0 |
|
| Testplatte | Beispiel 1+2 | 0,155 | 0,35 | ι,ιβ | OP17 | 0,02 | D,02 | 0,031 | - | 0,03 | - | - | - |
| Schweiß draht |
Beispiel 3 | 0,062 | 0,06 | 1,03 | 0,005 | 0,006 | 0,012 | 0,005 | 0,003 | 0\005 | 0,047 | 0,0027 | 0,0035 |
| Schweiß metall |
Beispiel 1 | 0,113 | 0,27 | 1,06 | 0,011 | 0,033 | 0,025 | 0,016 | O | 0,005 | φ,005 | 0,0092 | 0,0117 |
| Beispiel 2 Seite 1 |
0,057 | 0,12 | 0,83 | 0,007 | 0,006 | 0,014 | 0,015 | 0,0005 | 0,006 | 0,012 | 0,005 | 0,049 | |
| Beispiel 2 Seite 2 |
0,08 | 0,19 | 0,92 | 0,010 | 0,006 | 0,015 | 0,015 | 0,000^ | 0,01 | 0,017 | 0,0056 | 0,035 | |
| Beispiel 3 | 0,07 | C, 18 | 0,90 | 0,010 | 0,007 | 0,015 | 0,015 | 0,0008 | 0,008 | 0,013 | 0,005 | 0,035 | |
| 0,076 | 0,23 | 0,90 | 0,017 | 0,016 | 0,014 | O | - | t>, 005 | 0,0095 | 0,031 |
— γ —
Eine Verschweißimg wurde mit einer Wärmeeingangsleistung von 2,8 KJ/
mm durchgeführt. Die Schweißstelle' wurde auf Kerbfesbigkeit (mit
Hilfe des Charpy'sehen V-Kerbverfahrens) und Zugfestigkeitseigenschaften
im Zustand unmittelbar nach Durchführung der Verschweißung und im entspannten Zustand untersucht.
Eine Versehweißung wurde mit einer hohen Wärmeeingangsleistung
von 6,42 KJ/mm hergestellt, wobei ein zweiseitiges vollständig übliches Schweißverfahren verwendet wurde und die mechanischen
Untersuchungen wurden an Proben durchgeführt, die auf beiden Seiten der Schweißverbindung entnommen wurden, und zwar im Zustand
nach dem Verschweißen.
Eine Verschweißung wurde zu Vergleichszwecken in gleicher Weise
wie im Beispiel 1 mit der gleichen WarmeeingangsIeistung von 2,8
KJ/mm hergestellt, wobei der übliche Schweißdraht verwendet wurde. Kerbfestigkeiten und Zugfestigkeitseigenschaften wurden im Zustand
nach dem Verschweißen und im entspannten Zustand gemessen.
Die gemessenen Pestigkeitseigenschaften der Verschweißungen sind
in der Tabelle 2 dargestellt.
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CD OO
CD LO to CM
CD ι
| nach Schweißen | 0,2 % Prüfbean spruchung N/mm2 |
Bruchbelastung N/mm2 * |
Dehnung | Querschnitts- .verminderung (*) |
|
| Beispiel 1 | entspannt | 488 | 543 | 28 | 70 |
| Beispiel 2 | Seite 1 (nach Schweißen) |
463 | 31 | 76 | |
| Beispiel 3 | Seite 2 (nach Schweißen) |
478 | 558 | 24. | 69 |
| nach Schweißen | 443 | 541 | 26 | 69 | |
| entspannt | 445 | 488 | 28 | 72 | |
| 414 | 506 | 32 | 77 |
Ol
CD O CD
Die Kerbschlagfestigkeiten der Schweißstellen, gemessen in Joule sind in Tabelle 3 gezeigt.
| nach Schweißen | -650C | -6o°c | -4o°c | -200C | o°c | 150C | 200C | |
| Beispiel 1 | entspannt | 88 | - | 219 | 230 | 234 | - | 229 |
| Beispiel 2 | Seite 1 (nach Schweißen) |
- | - | 88 | 96 | 215 | - | - |
| Beispiel 3 | Seite 2 (nach Schweißen) |
42 | 90 | 129 | - | 158 | - | |
| nach Schweißen | - | 50 | 141 | 144 | - | 155 | - | |
| entspannt | - | 18 | 38 | 44 | 60 | - | 100 | |
| - | 20 | 41 | 60 | 80 | - | 135 |
In den Zeichnungen sind grafische Darstellungen gezeigt, die die Kerbschlagfestigkeit der Schweißstellen im Zustand nach dem
Schweißen und im entspannten Zustand vergleichen. Fig. 1 vergleicht
die Schweißstellen nach den Beispielen 1 und 3 im Zustand nach dem Schweißen. Fig. 2 vergleicht die beiden gleichen
Schweißstellen im entspannten Zustand. Fig. 3 vergleicht die Schweißstellen nach den Beispielen 1 und 2 im Zustand nach dem
Schweißen, so daß die Auswirkung der höheren Wärme e ingangsle is tung im Beispiel 2 zu erkennen ist. Es ist aus den grafischen Darstellungen
zu erkennen, daß die Kerbschlagfestigkeitseigenschaften bei niedrigen Temperaturen, die mit dem erfindungsgemäßen
Schweißdraht oder -stab erzielt werden, den Eigenschaften wesentlich überlegen sind, die sich bei üblichen Kohlenstoff-Mangan-Schweißdrähten
ergeben.
60982B/0773
Claims (4)
1. Stahllegierung gemäß der deutschen Patentschrift
(deutsche Patentanmeldung P 24 39 862), gekennzeich net durch die folgende Zusammensetzung:
Kohlenstoff Mangan Silizium Molybdän Aluminium Titan
Bor
Schwefel Phosphor
Eisen und zufällige
Verunre inigungen
Verunre inigungen
0,15 fo maximum
0,5 bis 1,5 % 0,03 bis 0,10 %
weniger als 0,2 % 0,05 % maximum 0,03 bis 0,05 %>
0,002 bis Q008 % 0,04 % maximum
0,04 fo maximum
Rest
2. Abschmelzende Schweißelektrode in Form eines Drahtes oder Stabes, der vorzugsweise mit einem dünnen Kupferüberzug versehen
ist, gemäß der deutschen Patentschrift
(deutsche Patentanmeldung P 24 39 862), dadurch gekennzeichnet, daß die Stahllegierung der abschmelzenden
Elektrode folgende Zusammensetzung aufweist:
Kohlenstoff Mangan Silizium Molybdän Aluminium Titan
Bor
Schwefel Phosphor
Eisen und zufällige
Verunre inigungen
Verunre inigungen
0,15 % Maximum 0,5 bis 1,5 f>
0,03 bis 0,10 % weniger als 0,2 0,05/a maximum
0,03 bis 0,05 % 0,002 bis 0,008 0,04 % maximum
0,04 fo maximum
Rest.
609825/0773
- li -
3. Verfahren zum Verschweißen von Stahl mit einer abschmelzenden
Schweißelektrode gemäß der deutschen Patentschrift
(deutsche Patentanmeldung P 24 .39 862% dadurch gekennzeichnet, daß die Schweißelektrode ein Stahldraht
oder -stab mit der folgenden Zusammensetzung isti
Kohlenstoff Mangan
Silizium Molybdän Aluminium Titan
Bor
Schwefel Phosphor
Eisen und zufällige
Ve runre inigungen
Ve runre inigungen
0,15 % maximum
0,5 bis 1,5 fo 0,03 bis 0,10 fb
weniger als 0,2 fo 0,05 % maximum 0,03 bis 0,05 %
0,002 bis 0,008 fo 0,04 f) maximum 0,04 fo maximum
Rest.
4. Verfahren zum verdeckten Lichtbogenschweißen von Stahl gemäß
der deutschen Patentschrift (deutsche Patentanmeldung P 24 39 862), dadurch gekennzeichnet,
daß eine abschmelzende Stahl-Schweißelektrode mit der folgenden Zusammens e tzung
Kohlenstoff Mangan
Silizium Molybdän Aluminium Titan
Bor
Schwefel Phosphor
Eisen und zufällige
Ve runre inigungen
Ve runre inigungen
0,15 % maximum 0,5 bis 1,5 % 0,03 bis 0,10 %
weniger als 0,2 % 0,05 % maximum 0,03 bis 0,05 %
0,002 bis 0,008 % 0,04 % maximum 0,04 % maximum
Rest
unter einem basischen Flußmittel abgeschmolzen wird.
60982 5/07 73
- -32 -
Verfahren nach Anspruch 3 oder k, dadurch gekennzeichnet, daß die hergestellte Verscirweißung nachfolgend
entspannt oder normalgeglüht wird.
6 0 9 3 2 W 0 7 7 3
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Legal Events
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Owner name: BRITISH STEEL PLC, LONDON, GB |
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