DE2554181B2 - Feststoffteilchen mit einem zusammenhängenden Überzug aus Seife und Fettsäuren und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Feststoffteilchen mit einem zusammenhängenden Überzug aus Seife und Fettsäuren und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung von Feststoffteilchen mit einem zusammenhängenden Oberzug, d.h. eingekapselten Feststoffteilchen
bekannt
So beschreibt die AT-PS 2 59 530 ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Umhüllung von Granulaten, wobei eine Umhüllungsflüssigkeit auf die in Bewegung
gehaltene Masse des teilchenförmigen Materials gesprüht wird.
Gemäß der britischen Patentschrift 9 11 410 werden N-Chlorverbindungen mit Fettsäuren, insbesondere
Laurinsäure, beschichtet Die Verwendung von Fettsäuren, Wachsen, Paraffinen und Glyceriden zum
Beschichten von Persauerstoffverbindungen ist in den US-Patentschriften 35 25 695, 34 59 665 und der britischen Patentschrift 12 42 247 beschrieben. Aus der
britischen Patentschrift 12 07 777 ist die Verwendung von verschiedenen gummiartigen Stoffen, Traganth und
Gelatine zum Beschichten von Schaumunterdrückern bekannt Weiter beschreibt die DE-OS 20 54 691 die
Verwendung von Mineralwachsen, Fettsäuren oder Seifen als Oberzugsmaterial für Mineralstoffe, wie
Calciumcarbonat, Quarz, Kieselsäure oder Tonerde.
Es gibt jedoch schwerwiegende Nachteile, die mit diesen Typen von Beschichtungsmaterialien verbunden
sind. So sind Fettsäuren wie Stearinsäure, Wachse, Paraffine und Glyceride in Wasser unlöslich, so daß sich
Schwierigkeiten bei der Freisetzung der eingekapselten Feststoffteilchen ergeben. Weiterhin sind zur Erzielung
einer zusammenhängenden Beschichtung mit diesen Substanzen hohe Beschichtungsmengen im Bereich von
30-50Gew.-% erforderlich.
Bei der Verwendung von Seife als Oberzugsmaterial ergeben sich Schwierigkeiten während des Einkapselungsvorgangs.
Aufgabe der Erfindung ist es, die zuvor geschilderten Nachteile bei beschichteten Materialien zu vermeiden
und ein Verfahren zum Beschichten von Materialien bereitzustellen, das einfach durchzuführen ist.
Es wurde festgestellt, daß eine »saure Seife«, wie sie
im folgenden definiert ist, ein geeignetes Material zum Beschichten von Teilchen darstellt
verstehen, welche ein Alkalimetallsalz von langkettigen
Fettsäuren mit 8-22 Kohlenstoffatomen sowie freie Fettsäuren mit 8-22 Kohlenstoffatomen in einem
Verhältnis innerhalb des Bereichs von etwa 1 :4 bis 2 :1
enthält
Ein Vorteil der sauren Seifen liegt darin, daß sie wie Fettsäuren geschmolzen werden können und daß sie
dennoch relativ löslich in Wasser, im wesentlichen vergleichbar zu neutralen Seifen, sind. Auf Grund der
Löslichkeit des Überzugmaterials ergeben sich Vorteile bei der Freisetzung der eingekapselten Teilchen und die
vorteilhaften S ,hmelzeigenschaften von Fettsäuren erlauben eine leichte Verarbeitung. Im Hinblick auf die
Verarbeitung ist die Anwendung von sauren Seifen als
Beschichtungsmaterial einfacher als diejenige von Seife, da die sauren Seifen leicht geschmolzen und auf die
Feststoffteilchen gesprüht werden können.
Durch Veränderung der Länge der Kohlenstoffkette der Seife und der Fettsäuren und durch Veränderung
a; des Verhältnisses von Seife zu Fettsäure können die
Löslichkeit und die Schmelzeigenschaften der sauren Seife entsprechend den Erfordernissen für die unterschiedlichen Inhaltsstoffe variiert werden, wobei diese
im allgemeinen unterschiedliche Freisetzungsmuster in
Die Löslichkeit und die Schmelzeigenschaften der sauren Seife, die eng mit dem Freisetzungsmuster der
hiermit eingekapselten Teilchen zusammenhängen, können in geeigneter Weise abgeschätzt werden, indem
der »Krafft-Punkt« gemessen wird. Der »Krafft-Punkt« wird als die Temperatur definiert oberhalb der Seife in
Wasser leicht löslich wird. Aus Gründen der Einfachheit wird der Schmelzpunkt eines 20gew.-%igen wäßrigen
Seife/Fettsäure-Systems als »Krafft-Punkt« der sauren
ho Seife angenommen. Die saure Seife kann in einfacher
Weise durch Auflösen von Seife in geschmolzenen Fettsäuren hergestellt werden. Als Fettsäuren können
die natürlichen Fettsäuren verwendet werden, z. B. solche, die von tierischen und pflanzlichen Fetten
abstammen, weiterhin synthetische Fettsäuren. Es werden saure Seifen verwendet, die einen Krafft-Punkt
von 25" C bis 70" C besitzen.
Die Erfindung betrifft Feststoffteilchen mit einem
zusammenhängenden Oberzug aus Seifen und Fettsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus
einer Zusammensetzung besteht, die ein Alkalimetallsalz von langkettigen Fettsäuren mit 8—22 Kohlenstoffatomen und freie Fettsäuren mit 8-22 Kohlenstoffatomen in einem Gewichtsverhältnis innerhalb des
Bereiches von etwa 1:4 bis 2 :1 enthält, und die einen
Krafft-Punkt von 25 bis 70° C besitzt
Bei einem niedrigeren Verhältnis als 1 :4 überwiegen
die Fettsäureeigenschaften zu stark, wodurch eine Verminderung des gewünschten Effektes erreicht wird.
Bei einem höheren Verhältnis als 2 :1 wird die Masse zu
dick wird, wodurch sich Probleme bei der Verarbeitung ergeben.
Vorzugsweise enthält die Beschichtungszusammensetzung ein Triglycerid, das ein Ester von Glycerin und
Carbonsäuren) mit 14 bis 20 Kohlenstoffatomen in der Kette ist, in einer Menge bis zu 50 Gew.-%, bezogen auf
die Gesaratzusammensetzung.
Die Erfindusj betrifft weiterhin ein Verfahren zur
Herstellung von beschichteten Feststoffteilchen, bei
dem auf die in Bewegung gehaltenen Feststoffteilchen eine Überzugsflüssigkeit gesprüht wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Überzugsflüssigkeit eine geschmolzene Zusammensetzung eingesetzt wird, die ein
Alkalimetallsalz von langkettigen Fettsäuren mit 8—22 Kohlenstoffatomen und freie Fettsäuren mit 8 — 22
Kohlenstoffatomen in einem Gewichtsverhältnis innerhalb des Bereichs von etwa 1 : A bis 2 :1 enthält und
einen Krafft-Punkt von 25 bis 70° C besitzt
Eine Beschichtung aus saurer Seife gemäß der Erfindung ist insDesondere für feste, teilchenförmige
Bestandteile bzw. Inhalvsstoffe von Detergenszusammensetzungen vorteilhaft, 7. B. für Sauerstoffbleichverbindungen, Chlorbleichverbindu'.jen, Schauminhibitoren, Bleichaktivatoren oder Enzyme.
Bevorzugte, saure Seifen sind solche, in denen das Verhältnis von Seife zu Fettsäure innerhalb des Bereichs
von 1 :2 bis 2 :1 liegt und die einen Krafft-Punkt von
400C bis 65° C besitzen. Die saure Seife wird
vorzugsweise mit einem Triglycerid in einer Menge bis
zu 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung aus Seife/Fettsäure/Triglycerid, zusammengemischt Es wurde gefunden, daß die Anwesenheit eines
Triglycerides die Kohärenz bzw. den Zusammenhalt der Beschichtungsschicht verbessert, ohne daß die anderen,
erwünschten Eigenschaften wesentlich beeinträchtigt werden. Bevorzugte Triglyceride sind Ester von
Glycerin mit Carbonsäuren) mit 14 bis 20 Kohlenstoffatomen in der Kette, insbesondere Ester von Glycerin
und gesättigten Carbonsäuren) mit 14 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Kette. Ein Beispiel von solchen
Triglyceriden ist vollständig hydrierter Talg.
Da der Krafft-Punkt der Zusammensetzungen aus saurer Seife und Triglycerid nicht durch die üblichen
Mittel bestimmt werden kann, wird hierzu eine modifizierte Methode angewandt, die im folgenden
näher erläutert wird:
Modifizierte Methode
zur Bestimmung des Krafft-Punktes
12 g eines Gemisches aus saurer Seife/Triglycerid
werden in 300 ml destilliertem Wasser für 1 h erhitzt. Während dieser Zeit wird die Temperatur auf den
gewünschten Wert erhöht, so daß für di<s hohen Temoeraturen die Maximaltemperatur nur für 40 min
aufrechterhalten wird. Das Gemisch wird immer gerührt Nach der Heizperiode wird das Gemisch unter
vermindertem Druck durch ein grobes Filterpapier filtriert Das Filtrat wird dann mit destilliertem Wasser,
das auf pH — 11 mit Natriumhydroxid alkalisch gemacht wurde, in drei oder vier verschiedene
Verdünnungen verdünnt Die optische Dichte wird dann bei 800 ran in 1-cm-Küvetten gemessen. Der Verdünnungsfaktor, multipliziert mit der gemessenen opJschen
ίο Dichte wird in diesem Fall »Trübung« genannt Ein pH
von 11 ist erforderlich, um das Sol zu stabilisieren, sonst
würde sich die optische Dichte mit der Zeit verändern. Ein Diagramm der Trübung gegen die Temperatur wird
aufgetragen, und es wird die Temperatur bestimmt, wo
sich die Neigung merklich ändert Diese Temperatur ist der Krafft-Punkt des Gemisches.
Bei einer spezifischen Ausführungsform der Erfindung wurde ein stabiler, granulatförmiger Träger für
Sauerstoffbleichmittel in Form einer beschichteten,
anorganischen Persauerstoffverbindung hergestellt,
welche eine geringe Menge einer sauren Seife als Beschichtungsmaterial enthielt und die ein Freisetzungsmuster zeigte, das die optimale Ausnutzung der
Bleichkapazität sicherstellte.
Natriumperborattetrahydrat ist die üblichste Persauerstoffverbindung, die in Detergensbleichmitteln
verwendet wird. Eine weitere, wenigstens gleich wirksame, jedoch weniger lagerstabile Persauerstoffverbindung ist Natriumpercarbonat, das zu der Gruppe
jo der Carbonatperoxyhydrate gehört z. B.
2 Na2CC>3 · 3 H2O2. Andere Beispiele von Persauerstoffverbindungen sind Alkalimetallperboratmonohydrat Alkalimetallperpyrophosphat und Alkalimetallpersilikat
Diese Persauerstoffverbindungen besitzen nur eine geringe Bleichwirkung bei Waschtemperaturen unterhalb 60° C, jedoch bleichen sie rasch und am
wirksamsten bei relativ hoher Temperatur, z. B. etwa 80°C bis etwa 1000C. Unter den normalen Bedingungen
4n wird kaltes Wasser in der Waschmaschine auf eine
thermostatisch regulierte Temperatur erhitzt Bei den Heißwaschzyklen erfordert diese Aufheizung etwa 30
bis 40 min, um 6O0C zu erreichen. Jedoch neigen die
Persauerstoffverbindungen durch Einwirkung von be
stimmten Enzymen in dem Schmutz dazu, sich zu
zersetzen und Sauerstoff während dieser Erhitzungsstufe freizusetzen, so daß eine verminderte Konzentration der Persauerstoffverbindungen für das wirkliche
Bleichen zur Verfügung steht wenn die hohen
>o Temperaturen erreicht sind. Es wurde durch Versuche
feststellt, daß diese Zersetzung von Natriumperborat in diesen frühen Stufen des Waschvorgangs in Waschmaschinen mehr als 50 Gew.-% betragen kann.
Erfindungsgemäße beschichtete Persauerstoffverbin-
v, düngen zeigen keine vorzeitige Zersetzung und
ermöglichen eine wirksame Ausnutzung der Persauerstoffverbindungen durch die geeignete Freisetzung zu
dem geeigneten Zeitpunkt bzw. in der gewünschten Stufe des Waschvorgangs.
«> Es wurden die folgenden Beschichtungszusammensetzungen aus saurer Seife hergestellt, indem Seife zu
geschmolzener Fettsäure bei 100°C zugesetzt wurde
und die Menge an Seife ständig erhöht wurde, bis die Maximalkonzentration an Seife erreicht war. Die
hi Eigenschaften solcher Beschichtungen aus saurer Seife
sind in der folgenden Tabelle I zusammengestellt. Die Kettenlängenverteilungen der hier verwendeten, sauren
Seifen sind in der Tabelle Il angegeben.
Eigenschaften der Zusammensetzungen aus saurer Seife
| Zusammensetzung | Max. Seifen- | KrafTt-Punkt- | Konsistenz bei | Auflösungseigenschaften bei Zimmer |
| konz. in | Bereich | 20 C | temperatur | |
| Fettsäure | ||||
| bei 100 C | ||||
| (Gew.-%) | Γ Π | |||
| (I) NaHTVHT | 47 | 40-50 | fest, gering | nach Hydratation halbschwimmend/ |
| pastenförmig | sinkend, Lösung transparent | |||
| (II) NaHRP/HT | 54 | 45-60 | fest | nach Hydratation suspendiert in der |
| Lösung | ||||
| (IH) NaHRP/CN | 55 | 45-55 | fest, gering | nach Gelierung hauptsächlich |
| pastenförmig | schwimmend. Lösung trüb |
Kettenlängenverteilung der Fettsäuren
20
HT
HRP
(gehärtete (gehärtete
Talgfettsäure) Rapssaatfettsäure)
CN
(Kokosnußfettsaure)
C„:l
4
32
64
32
64
5
40
11
44
44
13
47
20
Die folgenden Beschichtungszusammensetzungen aus saurer Seife wurden hergestellt, und ihre Krafft-Punkte
wurden nach der modifizierten Untersuchungsmethode bestimmt.
JO
35
40
Bestandteile
Gew.- KrafTt-Teile Punkt
( C)
55
(IV) Rapssaatfettsäuren 1 I Gehärtete 1 algnatriumseife 1 >
52 Gehärtetes Talgfett 1J
(V) Rapssaatfettsäuren 11 Gehärtete Talgnatriumseife 1 >
58 Gehä;tetes Talgfeü 2)
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
In einem Lödige-Mischer wurde Natriumperborat-
tetrahydrat mit einer Durchschnittsteilchengröße von etwa 500 um mit einem geschmolzenen Gemisch aus
gehärteter Rapssaatfettsäureruiriumseife, gehärteter
Talgfettsäure und gehärtetem "laijfett (Gewichtsverhältnis
1 :3,5 :2) besprüht, um einen zusammenhängenden
Überzug bei einer Menge von 25 Gew.-% an Beschichtungsmaterial herzustellen. Das Gemisch besaß
eh.en Krafft-Punkt (modifizierte Methode) von 59° C.
Dieses beschichtete Perborat wurde auf sein Freisetzungsmuster in einem Aufheiz-Maschinenwaschzyklus
mit folgenden Ergebnissen untersucht:
Eine Freisetzung von nur 11% des Perborats in die Lösung wurde bei einer Aufheiz-Wäsche zu dem
Zeitpunkt, zu dem die Temperatur 500C erreicht hatte,
beobachtet Die Geschwindigkeit der Freisetzung steigerte sich rasch bei höheren. Temperaturen. Bei
einem 60°C-Waschzyklus mit 10 min bei 600C war die
Beschichtung vollständig aufgelöst, und nach 10 min bei
500C waren 88% aufgelöst
Eine Zusammensetzung aus saurer Seife, die aus einem Gemisch aus gehärtetem Talgfett Kokosnußfettsäure
und Kokosnußfettsäurenatriumseife in einem Gewichtsverhältnis von 2:1:1 bestand, wurde hergestellt
Diese Zusammensetzung aus saurer Seife zeigte einen Krafft-Punkt (modifizierte Methode) von 41 ° C.
Um ihr Freisetzungsmuster zu bestimmen, wurde Natriumperborattetrahydrat mit der Zusammensetzung
unter Anwendung der in Beispiel 1 beschriebenen Methode beschichtet Es wurde eine zusammenhängende
Beschichtung bei einer Menge von 8 Gew.-% des Beschichtungsmaterials erreicht Die beschichteten
Teilchen zeigten folgendes Freisetzungsmuster:
11 % Freisetzung bei 30° C
43% Freisetzung bei 40° C
93% Freisetzung bei 500C.
43% Freisetzung bei 40° C
93% Freisetzung bei 500C.
Diese Zusammensetzung aus saurer Seife kann zum Beschichten eines Inhaltsstoffes verwendet werden,
welcher die .reisetzung bei niedrigeren Temperaturen erfordert, z. B. bei Enzymen, Bleichaktivatoren und
Chlorbleichverbindungen.
Claims (3)
1. Feststoffteilchen mit einem zusammenhängenden Oberzug aus Seifen und Fettsäuren, dadurch
gekennzeichnet, daß der Oberzug aus einer Zusammensetzung besteht, die ein Alkalimetallsalz
von langkettigen Fettsäuren mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen und freie Fettsäuren mit 8 bis 22
Kohlenstoffatomen in einem Verhältnis innerhalb des Bereichs von 1:4 bis 2 :1 enthält, und die einen
Krafft-Punkt von 25 bis 70° C besitzt
2. Feststoffteilchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberzug weiterhin ein
Triglycerid, das ein Ester von Glycerin und Carbonsäuren) mit 14 bis 20 Kohlenstoffatomen in
der Kette ist, in einer Menge bis zu 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung, enthält
3. Verfahren zur Herstellung von Feststoffteilchen
nach den Ansprüchen 1 oder 2, bei dem auf die in Bewegung gehaltenen Feststoffteilchen eine Oberzugsflüssigkeit gesprüht wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Überzugsflüssigkeit eine geschmolzene
Zusammensetzung, die ein Alkalimetallsalz von langkettigen Fettsäuren mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen und freie Fettsäuren mit 8 bis 22
Kohlenstoffatomen in einem Verhältnis innerhalb des Bereichs von 1:4 bis 2:1 enthält und einen
Krafft-Punkt .von 25 bis 700C besitzt, oder die
außerdem ein Triglycerid, welches ein Ester von Glyceriden und Carbonsäure^) mit 14 bis 20
Kohlenstoffatomen in der Kette ist, in einer Menge bis zu 50 Gew.-% der GesamtzusaTjjiensetzung
enthält, eingesetzt wird.
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