DE2552722A1 - Kanalpresse mit einem mit schermessern und schnuernuten versehenen presstempel - Google Patents
Kanalpresse mit einem mit schermessern und schnuernuten versehenen presstempelInfo
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Description
Dipl.-lng. H. Sauerland · Dr.-lng. R. König ■ Dipl.-lng. K. Bergen
Patentanwälte · 4Doq Düsseldorf 3D · Cecilienallee 76 · Telefon -43273s
24. November 1975 30 373 B
Lindemann Maschinenfabrik G.m.boH.,
4000 Düsseldorf, Erkrather Straße 401
"Kanalpresse mit einem mit Schemessern und Schnürnuten
versehenen Preßstempel"
Die Erfindung betrifft eine Kanalpresse zum Herstellen von verschnürten Ballen aus vorwiegend nichtmetallischem Gut,
mit einem horizontalen Preßkasten in den von oben ein Füllschacht mündet, einem im Preßkasten beweglichen Preßstempel,
an dessen Oberkante fluchtend zueinander Schermesser befestigt sind, mit denen ein unbewegliches Schermesser
zusammenwirkt, und mit mindestens einer an der Stirnfläche des Stempels angeordneten Schnürnut mit Austrittsschlitz
für einen Schnürdraht0
Zum Herstellen der verschnürten Ballen wird das zu verpressende Gut von oben in den Füllschacht gegeben, dessen
Mündung in den Preßkasten bei zurückgefahrenem Preßstempel freiliegt. Durch mehrere Hübe des Preßstempels, zwischen
denen jeweils ein Nachfüllvorgang liegt, wird ein Ballen gepreßt, der nach dem letzten für seine Herstellung erforderlichen
Hub bei vorgefahrenem Preßstempel umschnürt wird«, Die an der Stirnfläche des Preßstempels vertikal
und parallel zueinander verlaufenden Schnürnuten dienen dem Umschnürvorgang j nach dessen Beendigung der Preßstempel
zurückgefahren wird, wobei der durch die Schnür-
fu
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-r-
nuten im Preßstempel geführte Draht am Ballen verbleibt
■und über die von den Schnürnuten ausgehenden, in die Stirnfläche des Preßstempels mündenden Austrittsschlitze
vom Preßstempel freigegeben wird0
Aus verschiedenen, hier nicht näher zu erläuternden Gründen werden bei der Herstellung umschnürter Ballen sowohl
eine möglichst gleichmäßige Ballendichte über den Ballenquerschnitt als auch eine möglichst exakte Quaderform der
Ballen angestrebt. Dies ist theoretisch dadurch möglich, daß der Preßkasten vorjedem Preßstempelhub exakt bis zum
oberen Rand mit Material gefüllt wird. Die dafür erforderliche genaue Dosierung der Materialzufuhr ist jedoch
aufgrund des damit verbundenen technischen Aufwandes in der Praxis nicht möglich, so daß man, um gleichwohl
eine vollkommene Füllung des Preßkastens zu erhalten, häufig eine Überfüllung in Kauf nehmen muß, bei der das
überschüssige Gut aus dem Preßkasten in den Füllschacht ragt. Dadurch treten schon beim Vorfahren des Preßstempels
Schwierigkeiten auf, die insbesondere darin bestehen, daß die Preßbewegung des Preßstempels gestört oder
gar gehemmt wird. Diesem Nachteil ist bereits dadurch abgeholfen worden, daß an der Oberkante der Stirnfläche
des Preßstempels Schermesser angeordnet wurden, die beim Preßhub mit einem ortsfesten Schermesser zusammenwirken«
Dadurch wird erreicht, daß das in den Füllschacht ra-r·
gende Gut beim Vorfahren des Preßstempels abgeschert wird.
Mit dieser Maßnahme sind jedoch noch nicht alle Nachteile derartiger Ballenpressen beseitigt, vor allem
dann nicht, wenn es sich beim Preßgut um Altmaterial handelt, etwa in Form von Altpapier, Müll oder Lumpen0
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Dieses Material hat nämlich die Tendenz, insbesondere im Bereich der Schermesser beim Vorfahren des Preßstempels
in die für den Schnürdraht vorgesehenen Austrittsschlitze an der Stirnfläche des Preßstempels einzudringen und,
nachdem die Schnürdrähte bei vorgefahrenem Preßstempel durch die Nuten gefädelt worden sind, diese beim Rückfahren
des Preßstempels am Austritt aus den Austrittsschlitzen zu hindern, also daran, daß die Drähte die
Rückbewegung des Preßstempels nicht mitmachen. Dieser Nachteil macht sich besonders dann bemerkbar, wenn die
Schermesser nach einiger Betriebszeit abgestumpft sind und sich das Messerspiel vergrößert hat, so daß statt
des Abscherens ein Abquetschen des überstehenden Materials stattfindet. Bei manchem Gut, etwa losem Altpapier, ist
der Schnürdraht zwar meist in der Lage, das in die Austritts schlitze eingedrungene Material beim Rückfahren
des Preßstempels entweder zu durchschneiden oder während seines Austritts aus der Nut durch den Austrittsschlitz
vor sich herzuschieben. Andere Gutarten erlauben diese Wirkung der Schnürdrähte nicht, wie beispielsweise Lumpen,
die einerseits ein stark dehnbares und andererseits ein vom Draht nicht durchschneidbares Material darstellen,
das sich in einem Scherstadium, in dem Papier bereits durchschert wäre, noch längt, so daß es unter dem
Einfluß der Scherkraft bzw«, des von stumpfen Schermessern erzeugten Quetscheffektes in die Ausstrittsschlitze
hineingezogen und dort verklemmt wirdo
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kanalpresse der eingangs genannten Art zu schaffen, die die aufgezeigten
Naohteile nicht besitzt, bei der der Schnürdraht vielmehr selbst bei "Verarbeitung schwierigster Güter zum
gewünschten Zeitpunkt reibungslos aus dem bzwe den
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Schnürnuten austreten kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der zuii Preßgut hin offene
Austrittsschlitz in einem spitzen Winkel zur Schnürebene
in die Stirnfläche des Preßstempels mündet. Durch diese Maßnahmen wird das vor dem Preßstempel bzw. zwischen den
Schermessern liegende Material am direkten Eintritt in den oder die Austrittsschlitze, die erfindungsgemäß nicht
in Preßrichtung verlaufen, gehindert, indem es schon an der Mündung der Austrittsschlitze an einer im Winkel zur
Preßrichtung verlaufenden Wand zur Anlage kommt. Obwohl der Schnürdraht nunmehr relativ zum zurückfahrenden Preßstempel
vorübergehend eine geringfügige seitliche Auslenkung erfährt, hindert dies seinen ungestörten Austritt
aus dem Austrittsschlitz nicht, insbesondere wird die Auslenkung beim nachfolgenden Umschnürvorgang durch
den von der Ballenexpansion bewirkten Zug auf den Schnürdraht ohne weiteres rückgängig gemacht. Besonders wirkungsvoll
wird das Eindringen von Gut in die Austrittsschlitze dann verhindert, wenn nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung bei ziehendem Schnitt der beweglichen Schermesser die Austrittsschlitze in Richtung des Scherverlaufs
in die Stirnfläche des Preßstempels münden, wobei vorteilhafterweise das unbewegliche Schermesser
in Preßrichtung gesehen zur Kanalmitte hin zurückspringt, so daß dem durchzuscherenden Material durch den ziehenden
Schnitt eine Bewegungstendenz zur Pressenmitte verliehen wird, die ein seitliches Ausweichen verhindert.
Um auch die unterschiedlichsten Gutarten absolut störungsfrei umschnüren zu können, ist es zweckmäßig, die
Austrittsschlitze im Mündungsbereich stufenartig zu erweitern.
Dadurch kommt gegebenenfalls geringfügig in den Austrittsschlitz eingedrungenes Material an der
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Stufe zur Anlage, hinter der der Austrittsschlitz zur Schnürnut hin mit geringerer Breite weiterläuft. Diese
Maßnahme bewährt sich dann besonders, wenn sich die stufenartige Erweiterung in der den Materialdruck aufnehmenden,
d.h. in Preßrichtung freien bzw. unverdeckten Wand des Austrittsschlitzes befindet.
Eine andere oder auch zusätzliche vorteilhafte Maßnahme zum Verhindern des unerwünscht tiefen Eindringens von
Preßgut in den Austrittsschlitz oder gar in die Schnürnut besteht darin, daß der Austrittsschlitz von der
Schnürnut ausgehend zunächst zur besseren Drahtführung in Richtung der Schnürebene verläuft, diese Richtung jedoch
nur höchstens bis zur Hälfte seiner horizontalen Länge beibehält und dann erst im spitzen Winkel zur Schnürebene
in die Stirnfläche des Preßstempels mündet. Der dadurch in Preßrichtung erzeugte Knick im Austrittsschlitz
stellt in Verbindung mit der durch diese Maßnahme vergrößerten Länge des Austrittsschlitzes ein zusätzliches
Hindernis für eindringendes Preßgut dar0
Anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsbeispiele dargestellt sind, wird die Erfindung
nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Kanalpresse, in schematisohem Längsschnittj
Fig. 2 den in Fig. 1 durch die Kreislinie II markierten Teil, in vergrößerter Schnittansicht, entsprechend
dem in Fig. 3 angegebenen Schnitt entlang der Linie H-II;
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie IH-III in Fig. 2;
und
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Figo 4 eine zweite Ausführungsform, in einem der Figo 3
entsprechenden Schnitte
Die wesentlichen Teile der Presse nach Fig. 1 ruhen auf Fundamentträgern 1 und bestehen aus einem Preßkasten 2,
in dem ein Preßstempel 3 horizontal verschiebbar ist, und zwar unter der Wirkung eines hydraulischen Antriebes,
von dem in der Zeichnung der Zylinder 4 und die Kolbenstange 5 sichtbar sind» In den Preßkasten 2 mündet
von oben ein Füllschacht 6, durch den Preßgut eingefüllt werden kann· Bei zurückgefahrenem Preßstempel 3
gelangt das Preßgut vor die Stirnfläche 7 des Stempels 3. Der Schacht 6 kann jedoch auch bei vorgefahrenem
Preßstempel 3 nachgefüllt werden, also dann, wenn sich der Preßstempel 3 in der in Fig. 1 strichpunktiert gezeichneten
Stellung befindet. Das nachgefüllte Preßgut rutscht in diesem Fall dann in den Preßkasten 2, wenn der
Preßstempel 3 zurückgefahren wird0
Der Preßkasten 2 findet seine Fortsetzung in dem bei Kanalpressen üblichen, hier allgemein mit 8 bezeichneten
Kanal, der oben und unten durch Wandungen 9, 10 und seitlich
durch nicht gezeichnete Wandungen begrenzt ist. Mindestens eine dieser Wandungen, im gezeichneten Beispiel
die Wandung 10, ist um ein Gelenk 11 durch einen Antrieb
12 schwenkbar, um das Maß, um welohes sich der Querschnitt des Kanals 8 in Austrittsrichtung A verengt, ändern zu können. In Fig. 1 sind einfachheitshalber
die Wandungen 9 und 10 parallel zueinander gezeichnet.
Durch schrittweise Bewegungen des Preßstempels 3 wird Gut unter Preßdruck in den Kanal 8 geschoben» Für jeden
zu fertigenden Ballen sind dabei in der Regel mehrere
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Hübe des Preßstempels 3 erforderlich. Sobald ein Ballen fertiggestellt ist, wird er mit einem Draht umschnürt.
In Fig. 1 befinden sich im Kanal 8 drei Ballen 13, 14 und 15» von denen der Ballen 13 gerade umschnürt wird,
während die Ballen 14 und 15 bereits umschnürt sind.
Zum Umschnüren werden für jeden Ballen mehrere Schlingen von Schnürdraht benötigt. Die dazu erforderlichen Vorrichtungen
sind allgemein bekannt und daher in Fig. 1 nur andeutungsweise wiedergegeben. Wesentlich für die
Funktion des Umschnürens sind hier lediglich die den Preßstempel 3 (Fig. 2, 3 und 4) durchsetzenden, in
üblicher Weise vorgesehenen vertikalen und parallel zueinander verlaufenden Schnürnuten 16. Das gezeichnete
Beispiel sieht vier solcher Schnürnuten vor, so daß jeder Ballen mit vier Draht schlingen umschlungen wird. Die
Schnürdrähte 17 werden von Coils 18 abgezogen, durch Rollen 19 nach oben umgelenkt, erfahren eine weitere
Umlenkung durch Rollen 20 und werden in einer hier nicht näher zu beschreibenden, weil bekannten Weise, um den
zu umschnürenden Ballen herumgeführt, hierauf durchschnitten und mit ihren Enden verdrillt, um die Umschnürung
fertigzustellen. Zur Führung der Drahtenden sind in üblicher Weise Nadeln 21 vorgesehen, die jedes Drahtende
jeweils durch eine der Schnürnuten 16 ziehen. Die Einzelheiten der Umschnürungsvorrichtung sind, weil
al! gemein bekannt, hier nicht dargestellt. Worauf es
im Rahmen der Erfindung ankommt, sind lediglich die Vorgänge innerhalb der Schnürnuten 16, in welche aus
den eingangs angegebenen Gründen in vielen Fällen Preßgut eintreten und verhindern kann, daß beim Zurückfahren
des Preßstempels 3 der bereits durch die Schnürnut 16 geführte Draht durch den an der Stirnseite des
Preßstempels vorgesehenen Austrittsschlitz 22 der
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Schnürnut 16 austreten und damit zurückbleiben kann,
wenn der Preßstempel (gesehen in Fig. 1 nach links) zurückgefahren wird, wie es dem normalen Betrieb entspricht.
An der Oberkante des Preßstempels 3 sind in üblicher Weise und in fluchtender Anordnung Schermesser vorgesehene
Das Ausführungsbeispiel sieht fünf solcher Messer 23, 24, 25, 26, 27 vor, deren Schneidkanten 28, 29, 30,
31, 32 sämtlich sowohl in der den Preßstempel oben begrenzenden Ebene als auch in der von der Stirnfläche 7
des Preßstempels gebildeten Ebene liegen. Diese Schermesser, welche bei einer Presse, die nur zur Herstellung
unverschnürter Ballen dient, zu einem einzigen Schermesser vereinigt werden könnten, bestehen mit Rücksicht
auf die Verschnürung aus den nebeneinanderliegenden Einzelmessern 23 bis 27. Ihnen gegenüber steht ein unbewegliches
Schermesser 33 mit zwei gewinkelten Schneiden 34 und 35, die in Preßrichtung gesehen vorzugsweise
zur Kanalmitte hin zurückspringen.
Aus den eingangs angegebenen Gründen besteht die Gefahr, daß Preßgut beim Vorfahren des Preßstempels 3 in die
Austrittsschlitze 22 der Schnürnuten 16 eindringt und damit den Schnürdraht daran hindert, beim Rückfahren
des Preßstempels 3 zurückzubleiben und die Umschnürung zu vollenden. Der Schnürdraht würde dann beim Zurückfahren
des Preßstempels reißen«. Dadurch wird die Funktion
der Presse gestört. Nicht nur muß die fortlaufende Arbeit unterbrochen werden, um die Störung zu beseitigen,
vielmehr kann auch die Umschnürvorrichtung bedenklichen Schaden erleiden.
Um diese Möglichkeit auszuschließen, sind die Austrittsschlitze 22 in der aus den Fig. 3 oder 4 ersichtlichen
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Weise so angeordnet und gestaltet, daß sie in einem spitzen Winkel a zur Schnürebene X-X in die Stirnfläche
7 des Preßstempels 3 münden. Dabei ist die Austrittsöffnung 36 der Austrittsschlitze bewußt frontal offen
gehalten und nicht überdeckt worden. Das vor den Austritts schlitzen liegende Preßgut kommt dadurch unmittelbar
an der den Materialdruck aufnehmenden Wand 22a jedes Austrittsschlitzes zur Anlage, wodurch sein weiteres
Eindringen schon weitgehend ausgeschlossen ist.
Die Schneidkanten 34 und 35 des unbeweglichen Schermessers
33 verlaufen zu den Schneidkanten der mit ihnen zusammenwirkenden Schermesser 23 bis 27 in einem spitzen Winkel
b. Der ursprüngliche Zweck dieser Neigung ist es, einen ziehenden Schnitt zu gewährleisten. Dabei hat das zwischen
den am Preßstempel befestigten und den unbeweglichen Schermessern liegende Preßgut die Tendenz, in Scherrichtung
auszuweichen. Die Erfindung macht sich diese Tatsache zunutze, indem die Austrittsschlitze 22 vorzugsweise
in Scherrichtung ausmünden, so daß die schneidenden Kanten der Schermesser das Preßgut von den Austrittsschlitzen fortzudrängen versuchen.
Gemäß Fig. 3 weisen die Austrittsschlitze 22 im Mündungsbereich eine stufenartige Erweiterung 37 auf, die sich
in der den Materialdruck aufnehmenden, hier also in der in Preßrichtung freien bzw. unverdeckten Wand 22a der Austrittsschlitze
befindet» Wie bereits erwähnt, stellt die stufenartige Erweiterung 37 ein weiteres Hemmnis
gegen eindringendes Preßgut dar.
Um einerseits das Eindringen von Preßgut in die Austrittsschlitze 22 oder sogar in die Schnürnuten 16 zu verhindern,
andererseits jedoch dem Schnürdraht das Austreten aus den
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> j ι ο 11 a
Schnürnuten zu erleichtern, erstrecken sich die Austritts
schlitze 22 gemäß Fig. 3 zunächst - ausgehend von einer Schnürnut 16-in Richtung der Schnürebene X-X,
behalten diese Richtung aber höchstens bis zur Hälfte ihrer horizontalen Länge bei und verlaufen dann erst
in der zuvor beschriebenen Richtung unter einem Winkel a zur Schnürebene X-X weiter. Die Knickstelle 38 stellt
dabei ein zusätzliches Hindernis für möglicherweise in die Austrittsschlitze eingedrungenes Material dar.
Gleichzeitig wird durch diese Maßnahme die Länge jedes Austrittsschlitzes und damit der von eindringendem Preßgut
bis zur Schnürnut zurückzulegende Weg vergrößerte
Gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 3 sieht die Ausführung nach Fig. 4 ebenfalls einen unter einem Winkel a
zur Schnürebene X-X liegenden, jedoch schon vor der Schnürnut aus geradlinig verlaufenden Austrittsschlitz
22 vor. Eine solche Ausführung erfüllt die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe durchaus zufriedenstellend,
soweit es sich um das Pressen von Preßgut, wie z.B. loses Altpapier, handelt, dessen Reißfestigkeit niedriger
als die von beispielsweise Lumpen ist.
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Claims (6)
- Lindemann Maschinenfabrik G.m.b.H.,4000 Düsseldorf, Erkrather Straße 401Patentansprüche:(1. iKanalpresse zum Herstellen von verschnürten Ballen aus vorwiegend nichtmetallischem Gut, mit einem horizontalen Preßkasten, in den von oben ein Füllschacht mündet, einem im Preßkasten beweglichen Preßstempel, an dessen Oberkante fluchtend zueinander Schermesser befestigt sind, mit denen ein unbewegliches Schermesser zusammenwirkt, und mit mindestens einer an der Stirnfläche des Preßstempels angeordneten Schnürnut mit Austrittsschlitz für einen Schnürdraht, dadurch gekennzeichnet , daß der zum Preßgut hin offene Austrittsschlitz (22) in einem spitzen Winkel (a) zur Schnürebene (X-X) in die Stirnfläche (7) des Preßstempels (3) mündet.
- 2. Kanalpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß bei ziehendem Schnitt der beweglichen Schermesser (23 bis 27) die Austrittsschlitze (22) in Richtung des Scherverlaufs in die Stirnfläche (7) des Preßstempels (3) münden.
- 3. Kanalpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das unbewegliche Schermesser (33) in Preßrichtung gesehen zur Kanalmitte hin zurückspringt.
- 4. Kanalpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet ,10 9 8 2 2/01TT"ORIGINAL INSPECTEDdaß die Austrittsschlitze (22) im Mündungsbereich stufen artig erweitert sind.
- 5. Kanalpresse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß sich die stufenartige Erweiterung (37) in der den Materialdruck aufnehmenden Wand (22a) des Austrittsschlitzes (22) "befindet.
- 6. Kanalpresse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 Ms 5, dadurch gekennzeichnet , daß der AustrittssGhlitz (22) von der Schnürnut (16) ausgehend zunächst in Richtung der Schnürebene (X-X) verläuft, diese Richtung jedoch über höchstens die Hälfte seiner horizontalen Länge "beibehält.709822/0 112
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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