DE2552035A1 - Elektrode zum abgriff elektrischer koerperpotentiale - Google Patents
Elektrode zum abgriff elektrischer koerperpotentialeInfo
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Description
- Elektrode zum Abgriff elektrischer Körperpotentiale
- Die Erfindung betrifft eine Elektrode zum Abgriff elektrischer Körperpotentiale geringer Spannung, bestehend aus einem leitenden oder halbleitenden Material.
- Zum Abgriff elektrischer Körperpotentiale geringer Spannung sind Platteneiktroden bekannt, welche mittels Gummibändern an den Unterarmen und Unterschenkeln angelegt werden. Dabei dürfen die Gummibänder nicht zu stark angezogen werden, um einen zirkulären Stau zu vermeiden.
- Zur Überwindung des Hautwiderstandes wird eine Elektrodenpaste oder eine Leitfähigkeitscreme verwendet, wobei es sich um einen Gel mit Elektrolyteinlage handelt. Diese Pasten sollen nicht nur die Leitfähigkeit zwischen Körper und Elektrode verbessern, sondern sollen auch eventuelle Polarisationserscheinungen klein halten.
- Für Langzeitableitungen ist jedoch diese Ableitart wenig geeignet, da die Pasten häufig schon nach 30 Minuten ausgetrocknet sind und mit Wasser nachgefeuchtet werden müssen.
- Es ist auch bekannt, derartige Plattenelektroden mit einem saugfähigen Überzug, beispielsweise Leder, oder einem Vlies 7u überziehen und mit Leitungswasser anzufeuchten. Jedoch rindet auch hier eine Austrocknung nach etwa 20 Minuten statt.
- Daneben sind sogenannte Nadelelektroden bekannt, die in den Körper des Patienten im Oberarm- und Oberschenkelbereich eingestochen werden. Solche Nadel elektroden finden hauptsächlich bei Schockpatienten Anwendung und ihre Anbringung übersteigt normalerweise nicht 48 Stunden,.da sonst die Gefahr von Infektionen an den Einstichstellen besteht. Beim Anbringen dieser Elektroden ist zudem darauf zu achten, daß die Anschlußkabel an den Elektroden nicht zerren, da es sonst zu örtlich starken Schwellungen kommt.
- Speziell für die Dauerüberwachung wurdenKlebeelektroden entwickelt, die aus einem dünnen Metallplättchen oder einem Drahtgewebe bestehen, welches von einem Klebering oder Heftpflasterstreifen umgeben ist. Wird eine solche Klcbeelektrode einwandfrei aufgeklebt, dann wird das Austrocknen der Elektrodenpaste weitgehend vermieden, so daß eine Ableitung der Körperpotentiale über mehrere Wochen hinweg erfolgen kann. Das Aufbringen der Elektrodenpaste und das Aufkleben der Elektroden muß jedoch sehr sorgfältig vorgenommen werden und ist daher zeitraubend.
- Daneben sind Saugelektroden bekannt, die jedoch meist nach ein bis zwei Minuten wieder abfallen, da der Unterdruck wegen mangelnder Abdichtung zwischen Haut und Gummm ring rasch abgebaut wird.
- Bekannt sind auch Klammerelektroden, welche die Form einer großen Wäscheklammer haben und der Form der Extremitäten angepaßt sind, an welche sie angeklammert werden sollen.
- Auch hier ist die Verwendung einer Elektrodenpaste notwendig.
- Es besteht die Aufgabe, eine Elektrode so auszubilden, daß sie ohne die Verwendung einer Elektrodenpaste einen guten Potentialabgriff ohne Polarisationserscheinungen ermöglicht. Die Elektrode soll geeignet sein sowohl zur Extremitätenableitung als auch zu sonstigen Ableitungen, wie beispielsweise Brustwand- oder Rückenableitungen. Mit ihr soll der Abgriff von Herzaktionsspannungen (EKG), Muskelaktlonsspannungen (EMG) und Hirnaktionsspannungen (EEG) möglich sein.
- Diese Aufgabe wird bei einer Elektro-de der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die mit dem Körper in Kontakt tretende Elektrodenoberfläche mit einer Vielzahl von spitzen Vorsprüngen versehen ist. Die Form und die Größe der Vorsprünge sollte so gewählt sein, daß sie geeignet sind, die Epidermis zu durchdringen.
- Handelt es sich um massive Elektroden aus Metall, Graphit, Halbleitermaterial oder dotiertem Kunststoff, dann bestehen die Vorsprünge vorzugsweise aus kleinen Prismen. Handelt es sich bei der Elektrode um eine solche aus massivem Metall, können die Vorsprünge durch Kreuzschlag, entsprechend wie bei einer Feile, oder durch Einschlagen von Vorsprüngen, entsprechend wie bei einer Raspel, erzeugt werden. Auch ist eine elektrolytische oder chemische (ätzen) Herstellung möglich. Handelt es sich um massive Elektroden aus Graphit, Halbleitermaterial oder dotiertem Kunststoff, können die Vorsprünge auch beim Pressen oder Cießen dieser Elektroden erzeugt werden.
- Handelt es sich bei den Elektroden um dünne Metallplättchen, dann werden die Vorsprünge vorzugsweise durch aufgewölbte Durchbrüche oder durch schuppenförmige Durchbrüche gebildet.
- Die erfindungsgemäße Elektrode kann als Platten-, Klebe-, Saug-, Klammer- oder Rückenelektrode entsprechend den vorgenannten Elektrodenarten ausgebildet sein. In jedem Fall ist ein Schnelleinsatz möglich, da kein Einschmieren und kein Anfeuchten erforderlich ist. Das -Problem des Austrocknens und des Nachfeuchtens entfällt.
- Die spitzen Vorsprünge der Elektrode durchdringen schmerzlos mindestens die Hornhaut, vorzugsweise die gesamte Epidermis, wodurch automatisch eine gute Leitfähigkeit zwischen Körperinneren und Elektrode hergestellt ist. Von großem Vorteil ist der Umstand, daß nur ein relativ geringer Auflagedruck benötigt wird, da auch bei einem geringen Auflagedruck im Bereich der spitzen Vorsprünge eine hohe Flächenpressung herrscht, die geeignet ist, daß die spitzen Vorsprünge auch verschwielte Hautpartien durchdringen.
- Mit der erfindungsgemäßen Elektrode ist eine sichere Ableitung gewährleistet, da durch die Vielzahl der spitzen Vorsprünge gewährleistet ist, daß ein relativ hoher Anteil dieser Vorsprünge die Epidermis durchdringt.
- Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele der Erfindung.
- Es stellen dar: Fig. 1 die Draufsicht auf eine Plattenelektrode mit zwei verschiedenen Arten von spitzen Vorsprüngen; Fig. 2 einen Schnitt durch eine Plattenelektrode mit spitzkegelig ausgebildeten Vorsprüngen; Fig. 3 einen Schnitt durch eine Plattenelektrode mit raspelartig angeordneten Vorsprüngen; Fig. 4 einen Schnitt durch eine tafelförmige Elektrode mit Vorsprüngen aus aufgewölbten Durchbrüchen und Fig. 5 eine tafelförmige Elektrode mit Vorsprüngen in Schuppenform.
- Bei der Plattenelektrode nach Fig. 1 werden die spitzen Vorsprünge in der oberen Hälfte erzeugt durch einen lEreuzschlag, so daß sich spitze Vorsprünge bilden, welche die Form von Kegeln mit rechteckiger oder quadratischer Grundfläche aufweisen. Im Schnitt ergibt sich ein Aussehen, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.
- Die Plattenelektrode nach Fig. 1 weist in der unteren Hälfte eingeschlagene Vorsprünge auf, die ähnlich er-7et werden und aussehen wie die spitzen Vorsprünge hej einer Raspel.
- Fig. 3 zeigt einen Teilschnitt durch den unteren Teil der Elektrode nach Fig. 1.
- Handelt es sich um Elektroden, welche aus einem dünnen Blech bestehen, dann können die spitzen Vorsprünge gebildet werden durch aufgewölbte Durchbrüche entsprechend Fig. 4, so daß sich das Aussehen wie bei einem Reibeisen ergibt. Die Vorsprünge können jedoch auch entsprechend Fig. 5 in Schuppenform ausgebildet sein.
- Ansprüche
Claims (8)
- Ansprüche 1. Elektrode zum Abgriff elektrischer Körperpotentiale geringer Spannung, bestehend aus einem leitenden oder halbleitenden material, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die mit dem Körper in Kontakt tretende Elektrodenoberfläche mit einer Vielzahl von spitzen Vorsprüngen versehen ist.
- 2. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Vorsprünge eine die Epidermis durchdringende Form und Größe aufweisen.
- 3. Elektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Vorsprünge kegelförmig ausgebildet sind.
- 4. Elektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Vorsprünge prismatisch ausgebildet sind.
- 5. Elektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Vorsprünge durch hochgebogene Einkerbungen in der Elektrodenoberfläche gebildet werden.
- 6. Elektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Vorsprünge aus aufgewölbten Durchbrüchen an einer tafelförmigen Elektrode bestehen.
- 7. Elektrode nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß dieVorsprünge bei einer tafelförmigen Elektrode in Schuppenform ausgebildet sind.
- 8. Elektrode nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß sie als atraumatische Elektrode ausgebildet Ist.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| DE19752552035 DE2552035A1 (de) | 1975-11-20 | 1975-11-20 | Elektrode zum abgriff elektrischer koerperpotentiale |
| CH799376A CH610513A5 (en) | 1975-11-20 | 1976-06-23 | Electrode arrangement, in particular for electromedical measuring instruments, for tapping electrical body potentials of low voltage |
| GB29013/76A GB1556749A (en) | 1975-11-20 | 1976-07-13 | Electrode arragements for picking up electrical body potentials of low voltage |
| JP51088744A JPS5916776B2 (ja) | 1975-11-20 | 1976-07-27 | 身体の電位をピックアップする電極装置 |
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-
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- 1975-11-20 DE DE19752552035 patent/DE2552035A1/de not_active Ceased
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Legal Events
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